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063_2025

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 63 I 179. Jahrgang I Dienstag, 2. September 2025

«Heimlich anders»

Chilbi-Stimmung im Bezirk

Unter dem Pseudonym Gianmarc Cavelti schreibt der Autor über seine schwule Kindheit im Knonauer Amt in den 80er-Jahren. Seite 4

Neben Aeugst veranstalteten auch Knonau und Bonstetten am Wochenende ihre Chilbis. Begehrt war an beiden Orten der Autoscooter. Seite 7

Strompreis sinkt – aber auch die Vergütung für Solarstrom Auswirkungen auf Solaranlagen-Nachfrage schwer abschätzbar daniel vaia Gute Nachrichten für die Stromkonsumentinnen und Stromkonsumenten: Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) senken 2026 den Strompreis um durchschnittlich 11 Prozent. Bei einem durchschnittlichen EKZ-Haushalt (Drei-Personen-Haushalt mit 2500 kWh/ Jahr) mache das rund 90 Franken pro Jahr aus, schreibt der Energieversorger. Zudem würden die Hoch- und Niedertarife abgeschafft. An ihrer Stelle werde ein saisonaler Energie-Einheitstarif sowie ein «Wahltarif für dynamische Netznutzungs- und Energietarife» eingeführt.

Überschüssiger Solarstrom Die schlechte Nachricht betrifft Betreiber von Solaranlagen, die den überschüssigen Solarstrom ins EKZ-Netz einspeisen. Sie erhalten 2026 saisonal bis zu 50 Prozent weniger als bisher (Anlagen bis 30 kWp). Wie sich dies auf den Solarzellen-Boom auswirkt, ist noch unklar (siehe Interview mit Johannes Bartels, Geschäftsleiter der Standortförderung Knonauer Amt auf Seite 3). Hauptgrund für die Tarifsenkungen seien die gesunkenen Beschaffungskosten aufgrund tieferer Marktpreise für Energie, teilten die EKZ am Freitag mit.

Ab Ende Jahr gibt es je nach Quartal deutlich weniger Geld für Solarstrom, der ins öffentliche Netz eingespiesen wird. Im Bild: Häuser mit Solarzellen in Mettmenstetten. (Bild Daniel Vaia) «Dank der bewährten Beschaffungsstrategie von EKZ, bei der der Strom gestaffelt über einen Zeitraum von zwei Jahren eingekauft wird, konnte der Strom, der 2026 an die Kundinnen und Kunden

geliefert wird, günstiger eingekauft werden als für das laufende Tarifjahr 2025.» Diese Einsparung würden die EKZ an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Das EKZ-Versorgungsgebiet umfasst den

grössten Teil des Kantons Zürich. Dazu gehören alle Gemeinden im Bezirk Affoltern. Das Unternehmen gehört nach eigenem Bekunden zu den günstigsten Energieversorgern in der Schweiz. Während sich also die Mehrheit der Stromkonsumierenden über die Ankündigung freuen dürfte, dürfte dies auf die Solarstrom-Produzentinnen und -Produzenten eher nicht zutreffen. Sie erhalten mit den neuen Stromtarifen deutlich weniger Geld für ihren Solarstrom als bisher. Grob gerechnet dürfte die Basisvergütung für Solarstrom von 12,60 Rp./ kWh im Hochtarif und 11,60 Rp./kWh im Niedertarif (2025) auf 6 bis 10 Rp./ kWh sinken, je nach Quartal. Grundlage dafür ist das neue Stromgesetz, das den Rückliefertarif für Strom aus Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) ab 2026 schweizweit harmonisiert. EKZ vergütet den ins Netz eingespeisten Strom somit künftig zum vom Bund quartalsweise gemittelten Referenzmarktpreis sowie auf Basis der anlagenspezifischen Minimalvergütung. Konkret gehen die EKZ davon aus, dass «bei kleineren Anlagen aufgrund der angenommenen tiefen Referenzmarktpreise in sonnenreichen Quartalen voraussichtlich die gesetzliche Mindestvergütung bezahlt» wird. Und das wären 6 Rp./kWh.

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Jahre war Fritz Kurt im Gemeinderat Wettswil. Nun hört er auf. Seite 6

«Es ist mir gelungen, mit dem Druck umzugehen.» Seite 15 Flurina Rigling, DoppelgoldTitelverteidigerin. (Bild Andrea Zahler)

Lösung für Regionalbibliothek Im Oktober 2024 kündigte die Gemeinde Mettmenstetten den Vertrag des Regionalbibliotheken-Verbandes (RBA). Die Folge davon: Der Austritt einer Gemeinde aus dem Verband führt zur Auflösung dessen per Ende 2025. Die Stadt Affoltern präsentierte den Gemeinden nun ein Übergangsangebot für die Jahre 2026 und 2027, wie aus dem Protokoll der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Stallikon hervorging. Dieses sieht vor, die Kosten für die Bezirksgemeinden für die Jahre 2026 und 2027 um 50 Prozent zu reduzieren. Gleichzeitig habe der Stadtrat die Bildung einer Arbeitsgruppe beschlossen, mit dem Auftrag, nachhaltige Kostensenkungen für die Jahre 2027 vorzuschlagen. Die Gemeinden hatten bis Ende August Zeit, sich zu diesem Vorschlag zu äussern. Die Rückmeldungen sind bisher nicht bekannt. (red)

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In der «Anzeiger»-Serie «Gut altern» geht die Autorin Regula Zellweger der Frage nach, wie die Frauen 60plus, die regelmässig die Stubete in Hausen besuchen und dort handwerklichen Tätigkeiten nachgehen, damit auch etwas gegen drohende Einsamkeit unternehmen. Auch in Rifferswil treffen sich Frauen im privaten Rahmen schon seit gut 40 Jahren zum gemeinsamen Handarbeiten. (red)

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Dritter Rang zum Abschied Am vergangenen Samstag ging der Ämtler Profi-Mountainbiker Urs Huber zum letzten Mal beim Nationalpark Bike-Marathon in Scuol an den Start. Es war ein Abschied, wie ihn sich der 40-Jährige so wohl anders gewünscht hätte: Aufgrund des garstigen Wetters mussten die Organisatoren die Routenführung ändern und verkürzen. Zwar fuhr Huber in der Spitzengruppe mit, für den vordersten Rang reichte es jedoch nicht ganz. (red)

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Weisbrod feierte 200-Jahre-Jubiläum Am Samstag strömten die Besucherinnen und Besucher ans Geburtstagsfest auf dem Weisbrod-Areal in Hausen. Neben vielen weiteren Festivitäten zeigte eine Modeschau eine Bild Marianne Voss Zeitreise durch die Epochen vom Rokoko bis in die Moderne. (red) Seite 5

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