CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 57 I 179. Jahrgang I Freitag, 7. August 2026
Sportrasen wird bewässert
Unterwegs im Parc Ela
Seit Kurzem bewässert die Gemeinde Obfelden die Sportrasen im Schlossächer und Zendenfrei aufgrund von Dürreerscheinungen. Seite 5
Eine Woche lang erkundete die Ämtler Wandergruppe rund um Bivio die eindrucksvolle Berglandschaft. Seite 9
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Armschläge bis zum Einatmen: Wer diese Regel befolgt, reüssiert beim Kraulen. Seite 9
Mit dem Schlauch von Feld zu Feld
«Es ist noch immer surreal.»
Um sein Gemüse zu retten, betreibt der Obfelder Gemüsebauer Timon Moser viel Aufwand
Seite 15 Dominik Bruno, 4 × 100-Meter-StaffelLäufer, geht an die EM. (Bild zvg)
Livia HäberLing Ganz langsam rollt sich der Wasserschlauch wieder auf, Zentimeter um Zentimeter. Gemüsebauer Timon Moser ist zufrieden. Die Bewässerungsmaschine läuft, das Wasser rieselt aus den Düsen auf die jungen Sellerieknollen. Auf diesem Feld ausgangs Mettmenstetten ist seine Arbeit damit fürs Erste getan. Ge-
Neue Serie: Den Stab weitergeben
Migros, Coop, Aldi oder Lidl positive Signale: «Sie zeigen sich gesprächsbereit und wollen faire Lösungen finden. Diese positive Reaktion nehmen wir gerne so entgegen», so der ZBV.
Wer übernimmt den Betrieb, wenn die Inhaberin oder der Inhaber in Pension geht? Diese Frage stellt sich derzeit so dringend wie noch nie. Mit der Pensionierung der Babyboomer rollt auch in der Schweiz eine grosse Nachfolgewelle auf die kleinen und mittleren Unternehmen zu. Scheitert eine Unternehmensnachfolge, verschwindet weit mehr als nur ein Firmenname: Arbeits- und Ausbildungsplätze gehen verloren, wertvolles Fachwissen und langjährige Kundenbeziehungen verschwinden, und das Dorfleben verliert an Vielfalt. Im Gang ist eine solche Übergabe derzeit in der «Boutique Calimba» in Affoltern. Nachdem Inhaberin Nicole Reichlin ein Jahr lang erfolglos nach einer Nachfolge gesucht hatte, drohte die Schliessung. Doch dann entschied sich Maggie Krenz-Edwards kurzum zur Übernahme. Die ehemalige Mitinhaberin der Obfelder Firma Plasti-Pac wollte den Laden als Begegnungsort erhalten. Nun läuft die Übergabe: Maggie KrenzEdwards ist bereits jetzt an einigen Tagen im Laden, lernt die Kundschaft und die Prozesse kennen, auch den Einkauf werden die beiden Damen noch gemeinsam bewältigen. (red)
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«Unsere Bewässerungsmaschine steht rund um die Uhr im Einsatz.» Timon Moser, Gemüsebauer aus Obfelden
gen 20 Uhr wird er die Maschine mit dem Traktor wieder abholen und sie auf das nächste Feld karren. So wie an diesem Dienstagnachmittag läuft das seit Längerem. «Unsere Bewässerungsmaschine steht rund um die Uhr im Einsatz», sagt Moser. Ohne sie würden die zarten Setzlinge – neben Knollensellerie sind das etwa Kopfsalate, Kohlrabi oder Brokkoli – in der Hitze verdorren. Ist ein Feld bewässert, fährt er das nächste an. Das letzte abends gegen zehn, das erste morgens um sechs oder sieben Uhr. So läppern sich rasch 17- oder 18-Stunden-Tage zusammen. Und nicht nur die Arbeitsstunden läppern sich, sondern auch die Mehrkosten: Etwa 120 Liter Diesel benötigt Moser wöchentlich, um seine Bewässerungsmaschine mit dem
Der Obfelder Gemüsebauer Timon Moser bewässert sein Gemüse seit Wochen praktisch rund um die Uhr. (Bild Livia Häberling) Traktor zwischen den Ackerflächen in Mettmenstetten, Obfelden, Affoltern und Jonen hin- und herzufahren. Hinzu kommt das Wasser, das er über Hydranten oder über eine Wasserpumpe direkt aus der Reuss bezieht. Allein das Wasser führe momentan zu zusätzlichen Aus-
lagen von etwa 15 Rappen pro Salatkopf, schätzt der 29-Jährige. Um diese Mehrkosten abzufedern, forderte der Zürcher Bauernverband (ZBV) Ende Juli, dass die Produzentenpreise kurzfristig erhöht werden. Offenbar kamen von den Grossverteilern wie
Melioration: Zurück auf Feld eins
Waldbrandgefahr im Säuliamt?
Seit rund 17 Jahren arbeiten die Verantwortlichen an einem Projekt zur Bodenverbesserung in der Huser Allmend zwischen Hausen und Rifferswil. Das ehemalige Moorgebiet, das nach dem Zweiten Weltkrieg trockengelegt wurde, sackt seit Jahrzehnten ab und beginnt erneut zu versumpfen. Mit einer gross angelegten Melioration sollte das Gelände aufgeschüttet und langfristig wieder uneingeschränkt landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Nachdem der Regierungsrat das Projekt 2024 genehmigt hatte, erhob die Gemeinde Rifferswil Beschwerde. Bis zur gerichtlichen Klärung war das Projekt blockiert. Das Verwaltungsgericht hat diese Beschwerde nun vor zwei Monaten gutgeheissen, weil unter anderem ein Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlten. Die Meliorationsgenossenschaft verzichtet auf einen Weiterzug ans Bundesgericht. Damit steht das Projekt wieder ganz am Anfang. (red)
Aus Frankreich und Spanien erreichen die Welt derzeit erschütternde Bilder: Lichterloh brennen Wälder, meterhohe Flammen verschlingen alles, was ihnen in den Weg kommt, und Löschhelikopter kämpfen gegen Feuer, die sich kaum eindämmen lassen. «Ich fühle mich hilflos, wenn ich an die Feuer in Frankreich und Spanien denke», sagt dazu der Dietiker Feuerwehrkommandant Florian Hunsperger. «Wenn ein solcher Brand einmal ausser Kontrolle gerät, kann der Mensch ihn höchstens eindämmen. Wirklich unter Kontrolle bringen kann man ihn nur mithilfe der Natur – wenn sich das Wetter ändert.» Weil die Wälder im Kanton Zürich jedoch anders zusammengesetzt sind als jene in Frankreich oder Spanien, rechnet Hunsperger nicht damit, dass sich ein Brand in vergleichbarem Ausmass entwickeln könnte. Ausserdem ist man für den Ernstfall gut gewappnet. Bei Bedarf erhalten die umliegenden Feuerwehren wie jene in Dietikon Unterstützung vom Waldbrandbekämpfungs-Stützpunkt in Affoltern. (red)
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«Schau mir in die Augen, Kleines!» In ihrem Sommerhäuschen am Thunersee begegnete Erika Bigler aus Affoltern einer Eidechse auf dem Holzbrunnen, und diese blickte tief in die Linse ihres Smartphones. Auch weitere Leser haben uns Ferienfotos geschickt. (red) Seite 6
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