CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 57 I 178. Jahrgang I Dienstag, 23. Juli 2024
Zwischenfall in Hausen
Von einer Hand in die andere
Ein 16-jähriger Angolaner ist nach einer Attacke auf eine Betreuerin im Albisbrunn von der Polizei festgenommen worden. Seite 3
Andreas Häberling übergab den Jusa-Kelch an Adi Gallmann und damit auch das Präsidium der Jungunternehmer Säuliamt. Seite 9
Anwohner und Gemeinde wollen den Fussgängerstreifen zurück Sicherheit im Oberdorf von Mettmenstetten ist nach der Entfernung gefährdet Marianne Voss
Das kantonale Tiefbauamt hatte den Übergang als gefährlich eingestuft, da er für Autofahrende von unten durch die Kurve zu knapp sichtbar ist. Zudem stellt die Bushaltestelle eine weitere Gefahrenquelle dar, denn Aussteigende können hinter dem Bus auf dem Streifen die Strasse betreten. Dennoch war der Fussgängerstreifen immer da. Warum verschwand er? Das habe damit zu tun, dass die Amtsstellen durch die Baustelle und die vorübergehende Verlegung der Bushaltestelle den Blick auf die Vorschriften und Standards gerichtet und diese angepasst hätten, erklärt Gemeinderat Jürg Meili. Im Zuge der Rückführung der Bushaltestelle an ihren ursprünglichen Ort wurde der Fuss-
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(Bild Werner Schneiter)
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Saudis zu Gast im «Öki-Hof» gängerstreifen also vorschriftsgemäss die Situation könnte Jahre dauern. Da kinder haben wir empfohlen, den FussHier verschwand Ende April der Fussgängerstreifen: Eine Passantin überquert die Strasse. Links Jürg Meili, rechts Franziska Sykora. (Bild Marianne Voss)
aufgehoben. Der verschwundene Fussgängerstreifen und die verschlechterte Sicherheit beschäftigen viele Menschen in Mettmenstetten. Anwohnende reichten Ende Mai eine Petition mit 488 Unterschriften ein. Sie forderten eine entschiedene Intervention des Gemeinderates beim Kanton für eine bessere Fussgängersicherheit. Der Gemeinderat versteht das Anliegen. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, hat er aber keine Entscheidungsbefugnis. Anfang dieses Monats organisierte der Gemeinderat aber einen runden Tisch mit Vertretern des kantonalen Tiefbauamts, der Kantonspolizei und den Petitionärinnen. Es wurden Verbesserungsideen diskutiert, doch es zeigte sich, dass einer Umsetzung unzählige Hürden im Weg stehen. Eine Lösung für
durch die Aufhebung des Zebrastreifens die Fussgängersicherheit unbestritten gefährdet ist, macht der Gemeinderat jetzt eine Eingabe beim Kanton. Er verlangt eine temporäre Wiederherstellung des Fussgängerstreifens sowie eine unvoreingenommene Prüfung der diskutierten Ideen.
Tempo 30 wäre eine Lösung Wie gut stehen die Chancen auf eine positive Antwort des Tiefbauamts? Jürg Meili nimmt dazu vorsichtig Stellung. Sicher sei für ihn, dass die Antwort nicht morgen und auch nicht übermorgen eintreffen werde. Natürlich hoffe er auf eine baldige Lösung, doch vermutlich sei für dieses Problem ein politischer Entscheid nötig. «Den Eltern der Schul-
weg zum Schulhaus durch die neue Überbauung zu nutzen, wodurch eine Überquerung der Albisstrasse nicht mehr nötig ist.» Franziska Sykora ist der Ansicht, der Gemeinderat sollte sich stärker wehren und dezidierter auftreten gegenüber den kantonalen Stellen. Als nachhaltigen Lösungsansatz sieht sie die Einführung einer Signalisation von Tempo 30 auf dem kurvenreichen Strassenabschnitt im Oberdorf. «Damit wäre die Sicherheit für alle besser gewährleistet.» Jürg Meili erwähnt andere mögliche Lösungen wie das Installieren einer Blinklichtanlage oder Ampel beim Fussgängerstreifen, das Anbringen einer vollflächigen gelben Strassenmarkierung oder den Bau eines Fussgängerstreifens mit Mittelinsel.
Flurina Rigling an den Paralympics An den Olympischen Spielen, die am 26. Juli in Paris beginnen, wird keine Sportlerin und kein Sportler aus dem Säuliamt vertreten sein. Doch an den Paralympics kurz danach tritt eine in der Region bekannte Sportlerin an: die vierfache Welt- und Europameisterin im Para-Radrennfahren Flurina Rigling aus Hedingen. Sie ist überdies WeltcupGesamtsiegerin 2024. Nur olympische Medaillen besitzt sie noch keine – weil sie bisher noch nie an Paralympischen Spielen teilgenommen hat. Gegenüber dem «Anzeiger» erzählt sie von ihren Erwartungen und dem Druck, den sie aushalten muss. Sie verrät ausserdem, was es mit ihren Spezialschuhen aus dem 3D-Drucker auf sich hat. (red)
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Monika Rahn, Alpinistin.
Wie wohnt es sich unter Nachbarn in der Schweiz? Diesem Thema ging das Immobilienportal Newhome in einer (nicht repräsentativen) Umfrage nach, die es Anfang Juni mit 1302 Personen durchführen liess. Auffallend viele gaben an, keinen Kontakt zu ihren Nachbarn zu haben. Erleben das die Mieterinnen und Mieter im Bezirk Affoltern ähnlich? Der «Anzeiger» hat sich beim Präsidenten der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Affoltern, Markus Da Rugna, erkundigt. (red)
Über die Strasse ohne Zebrastreifen
Unzählige Hürden
«Ich liebe die Einsamkeit und will frei sein.»
Wenn der Nachbar ein Fremder bleibt
Wenn es um Entscheide vonseiten kantonaler Behörden geht, mahlen die Mühlen meistens langsam. Beim Fussgängerstreifen im Oberdorf in Mettmenstetten ging es aber ganz schnell. Ende April war er plötzlich wegradiert.
Wer zu Fuss von der Leigrüppenstrasse her kommt, hat keine andere Wahl, als die Albisstrasse an dieser Stelle zu überqueren. Das Trottoir endet nach der Bushaltestelle. Was tun die Anwohnenden nun? Nichts Neues. Sie passieren die viel befahrene Albisstrasse wie bisher, einfach nicht mehr auf dem Fussgängerstreifen. Franziska Sykora wohnt im Oberdorf und kann das täglich beobachten. «Die jungen Menschen eilen schnell über die Strasse, die älteren langsam, unsicher und vorsichtig.» Eines ist für sie klar: «Kein Fussgängerstreifen ist gefährlicher als ein gefährlicher Streifen.»
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Männer besuchten zwei Kraftwerke auf der Grien-Insel in Dietikon. Seite 11
In Saudi-Arabien fallen pro Jahr etwa 130 Millionen Tonnen Abfall an. Davon wird weniger als 1 Prozent recycelt, der Rest landet meist auf der Deponie. In der Umgebung dieser Deponien treten allerdings verschiedene Probleme auf, da die Anlagen technisch nicht ausgereift sind. Im Rahmen des ambitionierten Reformprojekts «Vision 2030» soll sich dieser Zustand ändern: Um ebenfalls mehr zu recyceln, holte eine Spezialisten-Delegation Fachwissen in Affoltern ab. (red)
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In der Woche 31 erscheint der Anzeiger einmalig am
Mittwoch, 31. Juli 2024 Inserateannahmeschluss: Montag, 29. Juli 2024 um 16 Uhr Todesanzeigen: Dienstag, 30. Juli 2024 um 11 Uhr
20030 Zählt als aktuelle Weltcup-Gesamtsiegerin bei den Spielen in Paris im Paracycling zum Kreis der Favoritinnen: Flurina Rigling nach der Bekanntgabe der Schweizer Selektion in Nottwil. (Bild Daniel Vaia)
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