CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 56 I 178. Jahrgang I Freitag, 19. Juli 2024
Überraschendes Gebälk
Erleichterter Ablauf
Im zweiten Teil der Sommerserie «Hoch hinaus» nimmt Marianne Voss den Mettmenstetter Kirchturm ins Visier. Seite 10
Baugesuche sind in der Gemeinde Stallikon neuerdings komplett digital möglich. Seite 10
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Ü60er des Skiclubs Bonstetten machten einen Ausflug zur Stiftung zur Weid. Seite 11
Erhöhter Puls in Hausen
«Mehr Frauen sollen ihre Träume leben.»
Drei Geschäfte sorgten für Missmut – Gemeindepräsident Stefan Gyseler nimmt Stellung Livia HäberLing In den vergangenen Wochen sorgten mehrere Geschäfte der Gemeinde Hausen bei der einen oder anderen Einwohnerin für Stirnrunzeln. Die jüngste Information betraf die geplante Dreifachturnhalle mit Tagesstrukturen. Zwar war der Baustart mit den Aushubarbeiten plangemäss Ende April angelaufen, doch nun stehen die Baumaschinen bereits wieder still, wie im neusten Verhandlungsbericht («Anzeiger» vom 12. Juli) zu lesen war. Grund für den vorläufigen Baustopp ist eine Beschwerde, die momentan beim Verwaltungsgericht hängig ist. Eingereicht hatte sie ein Bauunternehmen, das für die Baumeisterarbeiten im Umfang von 2,6 Millionen Franken mitgeboten hatte und den Zuschlag knapp verfehlte. Der Baumeister werde zwar grundsätzlich erst im Herbst benötigt, so die Gemeinde. Dennoch sei der weitere Aushub vorerst gestoppt worden, bis der Entscheid vorliege: «Aufgrund der anhaltenden Regenfälle in den vergange-
nen Wochen hatte sich gezeigt, dass der Boden zwischenzeitlich stark gesättigt ist und für die Baugrube die Gefahr bestünde, wenn diese zu lange unbearbeitet offen liegt, dass der Boden verschlammen und die Stütznägel ihren Halt verlieren könnten.» Man wolle «den Vorteil des besser als erwarteten Bauuntergrundes» nicht mit einer zu lange offen stehenden Baugrube zunichtemachen, indem die Grube nicht gestützt werden kann, weil der Baumeister noch nicht zur Verfügung stehe. Zwar beinhaltet der Bauuntergrund des Hangs offenbar bedeutend weniger Wasser als angenommen, was die Ausgangslage unerwartet verbessert, dennoch dürfte er für einige Einwohnerinnen und Einwohner ein Reizwort sein: Vor und nach der Urnenabstimmung im November 2022 (die ebenfalls vor dem Verwaltungsgericht landete) hatte es verschiedentlich Kritik am geplanten Grossprojekt gegeben. Bemängelt wurden der fehlende ebenerdige Zugang zur Halle und das noch ausstehende Verkehrskonzept rund um den bestehenden Parkplatz
Chratz, aber eben auch die tiefe Baugrube auf problematischem Baugrund.
Auch die Pachtvergabe gab zu reden Eingeholt wurde der Gemeinderat jüngst noch von einer anderen Geschichte: Diesmal ging es um einen Hausverkauf, der im Herbst 2023 stattgefunden hatte und die politische Gemeinde zwar nicht direkt betraf, aber doch tangierte: Die Widmer-Frick-Stiftung, deren Stiftungsrat aus zwei Gemeinderatsmitgliedern und dem Gemeindeschreiber besteht, verkaufte einer Gemeinderätin und ihrem Ehemann eine Liegenschaft unter der Hand. Publik wurde das Geschäft im April. Damals nahm Stiftungsratspräsident Christoph Rohner zu den Überlegungen Stellung, die man sich zum Verkauf gemacht hatte. Gleichwohl wurden die Antworten in der Bevölkerung offenbar nicht nur als zufriedenstellend wahrgenommen. Es gab Kritik, die meiste davon hinter hervorgehaltener Hand, vereinzelt auch öffentlich in den Leser-
briefspalten. Anfang Juli griff die Boulevard-Zeitung «Blick» die Geschichte nochmals auf. Als Hauptakteur trat alt Gemeinderat Hans Binzegger auf den Plan. Er forderte «Transparenz» und Antworten auf Ungereimtheiten, die er bei diesem Geschäft ausmachte. «Die Stiftung gibt dazu aber keinerlei Informationen preis», behauptete er. Und dann war da noch ein drittes Geschäft, über dessen Resultat die Meinungen in Hausen auseinandergingen. Für Andreas und Bianca Glättli, die langjährigen Pächter des Campings Türlen, galt es, einen Ersatz zu finden. Den Zuschlag erhalten haben Joelle Apter und Michael von Arx, die in Hausen bereits das Restaurant Löwen führen. Wie lief diese Pachtvergabe ab, würde der Stiftungsrat den Hausverkauf heute anders angehen – und war der Turnhallenbau in Hanglage ein Fehler? Im Interview nimmt Gemeindepräsident Stefan Gyseler zu den drei Geschäften Stellung.
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Acht Tipps für schöne Ferientage in der Region
Mirela Josty, Bioöl-Produzentin.
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(Bild Regula Zellweger)
Bob’s Bar: Gibts einen Nachfolger? Bob’s Bar schliesst im September. Zwar kehrten mehrere Vereine regelmässig in den Räumen des ehemaligen «Rütli» ein und einige Stammkunden mochten das Angebot sehr, dennoch waren es letztlich zu wenige, um dem Lokal auf längere Sicht den Betrieb zu ermöglichen. «Man muss auch aufhören können, wenn man geschäftet», sagt Nino Pianezzi, der die Bar mit seinen beiden Kumpels Matthias Huber und Mike Vollenweider geführt hatte. Das Trio hatte einiges probiert, um mit seinem Gastrokonzept beim Publikum den nötigen Anklang zu finden. Anfänglich setzten sie auf wechselnde Foodtrucks auf dem Parkplatz. Später kochten sie selbst in der Bar. So war Fingerfood wie Chicken-Nuggets oder Süsskartoffelscheiben mit eigener Sauce erhältlich. Vor der Schliessung stand auch ein Konzept zur Diskussion, welches die Umstellung auf einen Restaurantbetrieb unter neuem Namen vorgesehen hätte. «Dafür fehlt mir neben meinen anderen Betrieben jetzt aber die Energie», sagt Nino Pianezzi. Wie geht es nun mit der Liegenschaft weiter? Zieht allenfalls bald ein Nachmieter ein? Hausbesitzer Rico Perl gibt Auskunft. (red)
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Was tun an den endlich doch recht sonnigen Tagen jetzt in der Ferienzeit? Auch Daheimgebliebene finden hier in der Region jede Menge Möglichkeiten für erlebnisreiche Tage. Die Redaktion hat für Sie ein paar Ausflugsideen getestet und Bild dst auf einer Sonderseite zusammengestellt. (red) Seiten 18 und 19
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