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056_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 56 I 177. Jahrgang I Dienstag, 25. Juli 2023

Früher wurde hier Kehricht verbrannt Schauriges Naturspektakel Die Sommerserie des «Anzeigers» zum Thema «Bauten und Menschen» wirft in der aktuellen Folge einen Blick nach Zwillikon. Seite 11

Jetzt zucken am Himmel wieder viele Blitze – Gewitter vorherzusagen ist schwierig. Seite 14

Eine Pionierin, zwei Sportlerinnen und drei politische Hochkaräter In Ämtler Gemeinden laufen zum 1. August einige junge Rednerinnen und Redner auf Thomas sTöckli Sie ist gerade mal 35 Jahre jung, hat sich aber bereits als Unternehmerin, Verwaltungsrätin, Studiengangsleiterin, Autorin und Referentin einen Namen gemacht. Sie hat einen Abschluss in Economics der renommierten Yale Universität und ein Ehrendoktorat des International Institute in Geneva. Und sie ist in Ottenbach aufgewachsen. Kein Wunder also, dass sich die Reussgemeinde bemüht hat, Sunnie J. Groeneveld als Referentin für ihren Festakt zum Nationalfeiertag zu gewinnen. Mit Erfolg: «Von Ottenbach in die Welt», so der Titel der Ansprache, die sie um 14 Uhr beim Pontonierhaus an der Reuss halten wird. Mit der Wahl der Referentin knüpft Ottenbach an die Vorjahre an. 2021 hatte Cloé Jans, Politikwissenschaftlerin und Geschäftsleitungsmitglied des Forschungsinstituts gfs.bern, begrüsst werden dürfen – ebenfalls eine äusserst erfolgreiche junge Frau mit Wurzeln in der Gemeinde – und 2022 dann Andrin Schädler, mittlerweile zurückgetretener Weltklasse-Skiakrobat mit Wohnsitz Ottenbach.

Hügel gibt Namen Geländeerhebungen dienen oft als Vorlage für Flur- und Ortsnamen, wie die neuste Folge der «Anzeiger»-Serie zu Ortsnamen hier in der Region zeigt. Der schweizerdeutsche Begriff Hubel für Hügel kommt beispielsweise vom germanischen hubila, hubilaz, das im Althochdeutsch zu hubil und im mittelhochdeutsch) zu hubel, hübel wurde – und von da ist es nicht mehr weit zu Hügel. (red)

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Starkes Tanzpaar Das Hausemer Tanzpaar Maja Kucharczyk und Davide Corrodi sind bei einem internationalen Wettkampf in China auf den 20. Rang vorgestossen. Getanzt haben insgesamt 62 Paare. «Im Englischen Walzer sind wir gleich mit vier späteren Finalisten auf der Tanzfläche gewesen, was sich sehr toll anfühlte», zeigt sich Corrodi erfreut. Nun geht es für das Tanzduo weiter mit der Schweizer Meisterschaft, die am 26. August stattfindet. Das Duo aus Hausen ist Titelverteidiger und will auch in diesem Jahr wieder ganz zuoberst auf dem Siegertreppchen stehen. Das grosse Saisonziel ist die Zehntanz-Weltmeisterschaft, die am 11. November in Portugal stattfindet. Dort wollen sie sich ins Finale tanzen. (red)

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Sportlerinnen in Aeugst und Wettswil Junge Sportlerinnen stehen gleich in zwei Ämtler Gemeinden im Fokus. In Aeugst wird Alina Sönning nach 20 Uhr ihre Gedanken mit der Festgemeinde teilen. Die 23-jährige Leichtathletin ist letztes Jahr Schweizer Rekord über 10 km Strasse in der Kategorie U23 gelaufen, wurde Schweizer U23-Meisterin über 5000 m auf der Bahn und belegte an den Europameisterschaften U23 den 13. Rang über 10 000 m auf der Bahn. Das hat ihr unter anderem auch eine Final-Nomination bei den Säuliämtler Sports Awards eingebracht. In Wettswil wird Kartfahrerin Chiara Bättig, amtierende Schweizer Meisterin in der Kategorie «OK Junior», für eine Gruss-

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Tonnen Gerste pro Hektare wurden seit Juni auf den Feldern in der Region geerntet. Seite 9

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Das Höhenfeuer gehört in diversen Ämtler Gemeinden – hier Mettmenstetten – zum Nationalfeiertag. (Archivbild) botschaft erwartet. Die 13-Jährige wurde bei den Bezirks-Sports-Awards als beste Newcomerin ausgezeichnet. Mit bürgerlichen Nationalräten locken Affoltern und Bonstetten. In der Bezirkshauptstadt wird um 11.30 Uhr Andri Silberschmidt am Rednerpult auf dem Marktplatz erwartet. Der 29 Jahre junge FDP-Nationalrat hatte im Vorjahr in Bonstetten mehr Mut gefordert: «Ohne Risiko lässt sich nichts bewegen!» Dort wird diesmal Nationalrat Benjamin Fischer, ehemaliger Präsident der kantonalen SVP und mit 31 Jahren nur unwesentlich älter, am 31. Juli nach

«Das ist mutig»

19.30 Uhr die Ansprache halten. Zur Gilde der Jungen gehört zudem Lisa Stähli, Softwareentwicklerin im Bereich Stadt- und Raumplanung. Sie wird um 20 Uhr auf der Weiherwiese ihres ehemaligen Wohnorts Hedingen sprechen.

Zwei Gemeinden feiern bereits am Vorabend Mit einem Regierungsrat lockt die Gemeinde Kappel an ihre Bundesfeier beim oder im Gemeindesaal. Um 17.45 Uhr wird Finanzdirektor Ernst Stocker, SVP, zur Festgemeinde sprechen. In

diversen anderen Gemeinden tun dies amtierende oder ehemalige Mitglieder des Gemeinderats. Nebst den Ansprachen wird auch ganz viel Lichterzauber geboten, sei es mit Lampion- oder Fackelumzügen, einem Höhenfeuer oder Feuerwerk – sofern dies die Waldbrand-Gefahrenlage zulässt. Und wie Bonstetten zelebriert auch Obfelden den 1. August bereits am 31. Juli – mit dem Vorteil, am Morgen nach der Feier ausschlafen zu können.

Festprogramme der Gemeinden Seiten 4 und 5

Bakterien im Bad

Ämtler Gemeinden zur 38-Stunden-Woche

Badi in Maschwanden seit einem Monat zu

Affoltern plant ab 2024 die 38-StundenWoche für seine städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Plan stösst bei Gemeinden im Säuliamt durchaus auf Wohlwollen. So erklärt Roberto Brunelli, Gemeindeschreiber von Stallikon, dass es interessant sei, mal über das eigene «Gärtli» zu schauen. In Stallikon orientiert sich die Gemeinde derzeit am Personalrecht des Kantons Zürich, das eine 42-Stunden-Woche vorsieht. In Mettmenstetten beurteilt Oliver Bär, Geschäftsführer der Gemeinde, den Schritt der Stadt Affoltern als mutig. Er gibt auch zu bedenken, dass nun gewisse von der Stadt bezogene Dienstleistungen für die Gemeinde teurer werden

Für das Naturbad Maschwanden brachte der Sommer 2023 bisher eine Saison zum Vergessen: Sie war kaum gestartet, da musste der Schwimmbereich aufgrund der Wasserqualität ein erstes Mal für ein paar Tage geschlossen werden. Nachdem einige Wochen Ruhe eingekehrt war, folgte am 20. Juni der nächste Rückschlag: Schon wieder ergaben Wasserproben des kantonalen Labors, dass zwei Messwerte über der erlaubten Höchstzahl lagen. In der Folge musste das Naturbad Maschwanden den Schwimmbereich erneut dichtmachen – und durfte den Betrieb seither nicht wieder aufnehmen. Die Wasserqualität hat sich noch nicht genügend erholt.

könnten. In Mettmenstetten gilt aktuell für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine 42-Stunden-Woche. Auch in Hausen verfolgt man das geplante Arbeitsmodell in Affoltern. Ein ähnlicher Vorstoss sei in der Gemeinde Hausen nicht geplant, erklärt Gemeindeschreiber Christoph Rohner auf Anfrage. In Hedingen findet Gemeindeschreiberin Suzanna Sturzenegger, dass bereits eine 40-Stunden-Woche attraktiv wäre. Sie gibt aber zu bedenken, dass tiefere Arbeitspensen auch mehr Personal benötige. Und dieses sei jetzt schon schwierig zu finden. (red)

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Da in einem Naturbad keine chemischen Substanzen – wie etwa Chlor – eingesetzt werden dürfen, erweist sich die Wiederherstellung der erlaubten Referenzwerte als knifflig. Für Käthi Huwiler ist das Ganze ein Debakel: Nachdem sie die Badi-Beiz von 2010 bis 2016 geführt hatte, ist sie für die Saison 2023 nach Maschwanden zurückgekehrt. Gemeinsam mit ihrem Sohn Pius, einem ausgebildeten Koch. Nun warten die beiden in ihrer Beiz, die sie auf den Namen «s Träumli» getauft haben, auf Kundschaft. Und darauf, dass der Albtraum ein Ende hat. (lhä)

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