CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Dis Spital. Din Arbeitgeber. Chumm au zu eus! AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 55 I 179. Jahrgang I Dienstag, 5. August 2025
Zählen und kartieren
Mut fassen und mitmachen
In Teil 6 der diesjährigen Sommerserie stellt Regula Zellweger unterschiedliche Arten von Naturzählungen vor. Seite 7
Der Jodlerklub am Albis bietet Interessierten die Chance, an seinem Chränzli im März 2026 mit auf der Bühne zu stehen. Seite 8
400
Gäste durfte das Waldfest Uerzlikon trotz Regen begrüssen. Seite 7
Grosse Party zu Ehren der Schweiz Trotz Wetterkapriolen lockten die 1.-August-Feiern im Bezirk zahlreiches Publikum an livia häberling
«Die Leute sind meist dankbar.» Seite 9 Sarah Schneebeli,Fachfrau Gesundheit. (Bild Regula Zellweger)
Wettertechnisch musste die Schweiz in diesem Jahr einen durchzogenen Ehrentag hinnehmen: Tagsüber gab es bewölkte und sonnige Phasen, am späteren Abend dann, als die Feste auf dem Programm standen, kam der Regen. Doch die Gäste liessen sich die Party nicht vermiesen: Zahlreich nutzten sie die Gelegenheit, um sich zu treffen, gemütlich zu verweilen, der Musik zu lauschen oder – ja, auch dies – zur Stelle zu sein, wenn die Gemeinde mal ein Znacht springen lässt. Man hat ja schliesslich Steuern bezahlt ... Wie gewohnt boten die Organisatoren ein vielseitiges Festprogramm: Bei den Gastrednerinnen und -rednern war von der Regierungsrätin (Natalie Rickli) über den Fussballclub-Präsidenten (Ancillo Canepa) bis hin zur Weltmeisterin (Flurina Rigling) und zum KarateLehrer (Andi Müller) für jedes Interesse etwas dabei. Und so vielseitig wie die Gäste entpuppten sich auch die Reden: Manche Ansprachen hatten ihren Kern im kleinen Miteinander, während der Blick in anderen über die Grenze schweifte: Vor allem die EU-Verträge waren in mehreren Ansprachen Thema.
Seiten 4, 5 und 6
J&S-Kürzungen treffen Vereine hart Jugend+Sport (J+S) ist das grösste Sportförderprogramm des Bundes – und es ist erfolgreich: Im Jahr 2024 haben so viele Kinder und Jugendliche an J+SAktivitäten teilgenommen wie noch nie. Der Erfolg hat jedoch eine Kehrseite: Der jährliche Kredit, den das Parlament für J+S bewilligt, wurde im Rekordjahr 2024 mit rund 115 Millionen Franken vollständig ausgeschöpft. Damit kein Defizit entsteht, sollen die Beiträge ab 2026 nun um 20 Prozent gekürzt werden. Ämtler Vereine trifft dieser Entscheid hart. Etwa den FC Affoltern: «Diese Fördergelder-Kürzung kommt zur Unzeit», sagt Michael Romer. Die Kosten für einen Fussballverein seien seit Jahren am Steigen, während die Mitgliederbeiträge mehr oder minder unverändert geblieben seien. (red)
Marianne Müller-Roche, Claudine Kürsteiner und Maja Hungerbühler von der Alphornbläser-Vereinigung Zürich-Stadt bei ihrem Auftritt in Bonstetten. (Bild Marcus Weiss)
Seite 3 ANZEIGEN
Carrosserie/Spritzwerk
Lido Galli
Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten SB-Waschanlage
Trotz Startschwierigkeiten: Das Höhenfeuer in Hedingen spendete Licht und Wärme.
Telefon 044 776 81 11
Die Kinder zogen mit den Laternen um den Weiher. (Bilder Nico Ilic)
Kampf für den Anschluss ans Schienennetz Teil zwei der Serie «Die Reppischlinie» beleuchtet Finanzierung und Bau
In der Serie «Die Reppischlinie» beschreibt der Eisenbahnforscher Martin Stuber historische Begebenheiten zur Eisenbahnlinie durch den Bezirk Affoltern. Während der Autor im ersten Teil erklärte, wie das Säuliamt zu seiner Bahnlinie kam und welcher glücklichen Konstellation dies zu verdanken war, befasst er sich im zweiten Teil mit den weiteren Hürden, die die neue Verbindung zu nehmen hatte. Anfang Februar 1862 trat mit der Ratifikation durch alle Beteiligten der
Vertrag für Bau und Finanzierung der Zürich-Zug-Luzern-Bahn (ZZL) in Kraft. Die Nordostbahn (NOB) war Bauherrin und Betreiberin der Linie. Doch wer bezahlte schlussendlich? Die 3,2 Millionen Franken, welche der Kanton Zürich im Vertrag übernommen hatte, wurden aufgeteilt. Der Kanton sollte 1,5 Millionen, die Stadt 0,5, Aussengemeinden 0,2 und der Bezirk Affoltern 1 Million Franken aufbringen. Der Optimismus von Bundesrat Dubs aus Affoltern bezüglich dieser Million
seines Bezirkes sollte bitter enttäuscht werden. Zwar hatten sich die Gemeinden des Bezirkes auf ihre Anteile gemäss Steuerkapital geeinigt, aber als es dann darum ging, das Geld tatsächlich beizubringen, war die Ernüchterung gross. Nur dank einer vorläufigen Anleihe der Bezirkssparkasse war bis am 10. Mai 1862 wenigstens gut die Hälfte der Million beisammen. Nach langem Hin und Her und Zittern und Ringen mit dem Kanton für Übergangsfinanzierungen – die erste
Tranche an Baukapital war bereits fällig geworden – war die Million erst Ende 1862 beisammen. Die Bank von Winterthur rettete das Ganze mit einer Anleihe von 400 000 Franken. Der Bezirk und seine nähere Umgebung beteiligten sich schlussendlich mit nur 110 500 Franken. Das hinderte die Gemeinden allerdings nicht, mit allen Mitteln für aus ihrer Sicht optimal positionierte Stationen zu kämpfen. (red)
Seite 11
20032 9 771661 391004