CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
KNECHT TECHNISCHE FUSS-ORTHOPÄDIE
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 52 I 177. Jahrgang I Dienstag, 11. Juli 2023
Mehr Artenvielfalt
Eine Initiative fordert vom Bonstetter Gemeinderat mehr Förderung der Artenvielfalt. > Seite 3
Weiteres Kapitel
Bei der Tagesschule der Lernwerkstatt Bickwil hiess es kürzlich Abschied nehmen. > Seite 6
Viel zu entdecken
In der Serie «Streifzüge durch die Natur» geht es um freche Pflänzchen im Säuliamt. > Seite 7
Anderes Umfeld
In Mettmenstetten trainierten in den letzten Wochen ukrainische Skiakrobaten. > Seite 9
Baustart im Heumoos ist erfolgt Bonstetten erhofft sich einen positiven Einfluss auf die Versorgungsqualität der Gemeinde
Pensionierung
Beat Haas hat 40 Jahre an der Sekundarschule Bonstetten gewirkt. > Seite 10
Unterstützung für Kultur-Nachwuchs Gruppen von jungen Kreativen unterstützen, ihre Ideen umzusetzen – darum geht es der Kommission «Junge Kultur» der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA). Angesprochen sind Gruppen von Kulturschaffenden aller Art, im Alter von 15 bis 30 Jahren. Ihnen will die GGA im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe finanziell unter die Arme greifen. Konkret könnte es um eine Band gehen, die ein Probelokal braucht oder ein Album aufnehmen will, oder um eine Gruppe von Street-Art-Kunstschaffenden, die legal ihrer Leidenschaft nachgehen möchte. Bisher kamen vorwiegend Theaterprojekte in den Genuss dieser finanziellen Förderung, etwa die rollende Theaterwerkstatt «Fahr.Werk.ö!», die «Aemtler Bühne» und das Kinderund Jugendtheater «ohoo!». (tst.)
> Bericht auf Seite 6
Zivilstandsamt neu in Adliswil Mit dem symbolischen Spatenstich im Heumoos begann am Donnerstag der Bau des neuen, vielfältigen Dienstleistungszentrums. (Bild Thomas Stöckli)
Der Spatenstich symbolisiert den Übergang eines Bauprojekts von der Planungs- in die Realisierungsphase. Im Fall des Mehrzweckgebäudes Heumoos in Bonstetten ging dem eine lange Vorgeschichte voraus. von Thomas sTöckli Die Gemeinderäte Bonstetten und Wettswil waren am Donnerstag ebenso vertreten wie die Feuerwehr Unteramt, die Kantonspolizei, der Sozialdienst Unteramt, die Schule, die Bibliothek, die gemeindlichen Werke, die Bauherrenbegleitung, die Totalunternehmung und die Gemeindeverwaltung. Sie alle wollten sich den Spatenstich nicht entgehen lassen. Und allein schon ihre Anzahl machte deutlich, wie vielfältig die Nutzung des Mehrzweckgebäudes sein wird, das an der Bonstetter Stationsstrasse zwischen Masstrasse und Mormonenkirche entsteht. Von einem «wichtigen
Tag für Bonstetten» sprach denn auch Gemeindepräsidentin Arianne Moser.
Lange Vorgeschichte Am Ursprung der Planung habe der Raumbedarf der Feuerwehr Unteramt gestanden, blickte die Gemeindepräsidentin auf die Planungsgeschichte zurück. Ein gemeinsames Projekt mit Wettswil war im März 2013 am Nein der Bonstetter an der Urne gescheitert. In den Folgejahren meldeten dann allerdings diverse weitere potenzielle Nutzer ihren Raumbedarf an, was den Gemeinderat in der letzten Legislatur bewogen hat, dem Thema Priorität einzuräumen. Im Mai 2022 wurde die Vorlage mit dem für Bonstetten rekordhohen Preisschild von 21,68 Millionen Franken schliesslich angenommen – mit einem Ja-StimmenAnteil von über 72 Prozent. Seit Ende Juni ist die Baubewilligung rechtskräftig – «ohne Rekurse», wie Roger Schuhmacher, der im Gemeinderat Bonstetten fürs Ressort Liegenschaf-
ten zuständig ist, sichtlich erfreut festhielt. In der Zwischenzeit war man nicht untätig geblieben. Insbesondere Architekt Reto Haefele sei mit Hochdruck und Lösungsorientierung, aber auch Geduld, auf die Bedürfnisse der künftigen Nutzerinnen und Nutzer eingegangen. So wurde unter anderem die Raumplanung der Kita grundsätzlich umgestaltet, die Raum- und Parkplatzzuteilung im Untergeschoss optimiert und mit der benachbarten Mormonenkirche ein gemeinsames Parkplatzkonzept entwickelt. Auch der ökologische Aspekt kam nochmals aufs Tapet: Ergänzend zu den Erdsonden und zur Fotovoltaik wird nun auch das Regenwasser vom Dach verwendet, für die Reinigung der Feuerwehrautos wie auch für die Spülung der WC-Anlagen.
Schlüsselübergabe Mitte 2025 In den nächsten Monaten entstehen nun drei Baukörper mit einer Nutzfläche von über 4900 m2, respektive 20 800 m3 Ge-
bäudevolumen, eine Kindertagesstätte und zwei Mehrzweckgebäude. Nebst der Feuerwehr werden in letzteren die Gemeindewerke, der Sozialdienst Unteramt (Sodu), die Kantonspolizei und die Bibliothek Platz finden. Im Sinne einer optimalen Ausnutzung komplettieren Büroräume fürs lokale Gewerbe den Mix. «Ein Dienstleistungszentrum für die Menschen in Bonstetten und das Unteramt», fasst Arianne Moser zusammen, «ein Ort für verschiedenste Bedürfnisse, an zentraler Lage.» «Wir freuen uns, dass dieses Projekt endlich Realität wird und sind überzeugt, dass es einen positiven Einfluss auf die Versorgungsqualität unserer Gemeinde haben wird», so die Gemeindepräsidentin. Mitte 2025 soll der Bau fertig sein für die Schlüsselübergabe. Für Bonstetten bringt das Projekt auch Gestaltungsraum, insbesondere durch die Auslagerung des Werkhofs aus dem Dorfzentrum.
Ende Dezember 2019 wurde die Geburtenabteilung des Spitals Affoltern geschlossen. Dadurch fielen beim Zivilstandsamt Affoltern rund 360 Geschäftsfälle weg. Parallel dazu wurden in den letzten Jahren alle notwendigen Zivilstandsdaten digitalisiert, wodurch ein weiterer erheblicher Aufwand weggefallen ist. Obwohl weniger Arbeit anfiel, fehlte es dem Zivilstandsamt Affoltern zuletzt akut an Personal: 80 von180 Stellenprozenten wurden von ausgeliehenen Springerinnen und Springern abgedeckt. Nun ist in Affoltern definitiv Schluss: Am 27. Juni hat der Schalter geschlossen, die Zivilstandskreise Affoltern und Sihltal haben per Juli fusioniert. Welche Folgen hat das für die Einwohnerinnen und Einwohner im Säuliamt? Eine Übersicht. (lhä)
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Nach den Olympischen Spielen in Paris ist Schluss
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Petra Klingler hat ihren Rücktritt per 2024 angekündigt – nun steht die Heim-WM an In wenigen Wochen wird Petra Klingler vor heimischer Kulisse in Bern ihre letzte Weltmeisterschaft bestreiten.
Petra Klingler tritt 2024 ab. (Bild zvg.)
Petra Klingler ist die erfolgreichste und vielseitigste Sportkletterin der Schweiz. 2016 hat die Bonstetterin mit dem Weltmeistertitel in der Boulderdisziplin ihren grössten Erfolg gefeiert und ist seither stets Teil der internationalen Elite. Nun hat sich Petra Klingler dazu entschieden, ihre erfolg- und ereignisreiche
Karriere im Sportklettern 2024 zu beenden. «Es war eine unglaubliche Zeit, die mir viele wertvolle Momente, Begegnungen und unvergessliche Erfahrungen beschert hat», so die Bonstetterin. «Ich habe alles gegeben, um meine Ziele zu erreichen und bin stolz darauf, trotz vieler Hürden meinen eigenen Weg gefunden zu haben.» Mit der Heim-WM 2023 in Bern schliesst sich für sie ein Kreis: «Nun spüre ich, dass es an der Zeit ist, einen neuen Weg einzuschlagen.» Die Olympischen Spiele 2024 in Paris werden für Petra Klingler das letzte
grosse Ziel im Sportklettern sein. Um dieses zu erreichen, wird sie nochmals alles in die Waagschale werfen und ist fest entschlossen, ihre Karriere mit einem weiteren Auftritt auf der Olympischen Bühne zu krönen. Das Klettern wird auch nach dem Rücktritt ein wichtiger Bestandteil ihres Leben bleiben. Nebst dem Outdoor-Klettern möchte sie ihr umfangreiches Wissen, ihre Erfahrungen und die wertvollen Lektionen, die sie auf ihrem Weg gelernt hat, weitergeben und andere Menschen inspirieren. (red.)
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