CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 51 I 177. Jahrgang I Freitag, 7. Juli 2023
Aufwendiger Reiseweg Pilotprojekt
Die S-Bahn-Linie nach Zürich wird während dreier Wochen gesperrt. > Seite 3
Die Rollschule – ein neuartiges Überbrückungsangebot für Schulkinder. > Seite 6
Abschlussprojekte
In Affoltern und Bonstetten haben die Sek-Schülerinnen und -Schüler Eindrückliches geleistet. > Seite 7
Vier Neue im Vorstand
Die GV der Genossenschaft Kiss Knonauer Amt stand im Zeichen der Wahlen. > Seite 8
Schon wieder wird der Platz knapp Die Gemeinde Mettmenstetten informierte über die Schulraumentwicklung Für die Schulraumentwicklung in Mettmenstetten plant die Primarschule einen Neubau und verschiedene Sanierungen. Eine überraschende Variante kam in der Diskussion mit der Bevölkerung auf. von Dominik Stierli Erst im Mai 2022 hat Mettmenstetten das neue Primarschulhaus Gramatt II inklusive Turnhalle und erweiterten Schulanlagen eröffnet. Kostenpunkt dafür waren 30 Mio. Franken. Bereits im August letzten Jahres wurde es aber nötig, den Raumbedarf erneut zu prüfen. Eine Begleitgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Primarschulpflege, des Gemeinderats und der Verwaltung mit externer Unterstützung des Planungsbüros Basler&Hofmann AG erarbeiteten seither einen Masterplan für die nächste Schulraumerweiterung. Dies interessierte. Die Bevölkerung strömte trotz des schönen Sommerabends am Montag in Scharen in die Turnhalle Wygarten.
Die Verschiebung des Kindergarten-Pavillons wird zum Thema. (Bild Dominik Stierli)
Eine Variante 4b
7000 Einwohnende bis 2036 Schulpräsidentin Melanie Vollenweider führte ins Thema ein. «Im aktuellen Schuljahr sind alle etwas zusammengerückt», erklärt sie. Für die kommenden beiden Schuljahre fehlen nun aber zwei, beziehungsweise drei Schulzimmer und ein Kindergarten. Zudem sind weitere Räume für Förderung und Therapie nicht vorhanden. Mit zwei von der Sekundarschule dazugemieteten Klassenzimmern und der Platzierung eines Kindergartens in der alten Bibliothek kann der Engpass 2023/2024 überbrückt werden. Der für Liegenschaften verantwortliche Gemeinderat Fabio Oetterli blickte dann voraus. Von aktuell 5600 Einwohnerinnen und Einwohnern rechnet die Gemeinde bis 2036 mit einer Bevölkerungszahl von 7000. «Schulraumplanung ist nie abgeschlossen», konstatierte er. Rebekka Heggli, die Liegenschaftsverantwortliche der Primarschule, erklärte, dass der Platzbedarf der einfachere Teil der Rechnung sei. Dieser wird vom Kanton Zürich nach Schülerzahlen definiert. Die Prognose der Schülerzahlen ist aber einiges schwieriger. Die smarte Antwort auf diese Unsicherheit sei der Modulbau. Mit diesen Worten
chender Kredit bewilligt werden. In der anschliessenden Fragerunde wurde aufgeworfen, wieso man den Neubau Gramatt II nicht erweiterbar geplant habe. Gemeindepräsidentin Vreni Spinner, sagte dazu, dass dies alle festgestellt hätten und dies sich jetzt nicht mehr ändern lasse. Ein Votant sprach davon, dass man jetzt am Gramatt I «herumdökterle», anstatt neu zu bauen. Für die geplante Sanierung wurden Gründe bezüglich Nachhaltigkeit, Kosten und Zeitbedarf geltend gemacht. Bei Fragen nach Verkehrskonzept wurde auf das frühe Stadium der Planung verwiesen. In der jetzt folgenden Machbarkeitsstudie werde der Verkehr sicher ein Thema sein. Auf die Frage nach der möglichen Bauhöhe, erklärte Friederike Pfromm, dass es in der Zone für öffentliche Bauten keine Beschränkung gebe. Einzig müssen die Bauten zur Umgebung passen.
Variante 4 der Schulraumerweiterung in Mettmenstetten: oben der neue Holz-Modulbau, unten rechts der Neubau des Primarschulhauses und dazwischen der Pavillon, welcher zu Diskussionen führte. (Bild zvg.) leitete sie über zur Expertin, Friederike Pfromm, von Basler&Hofmann. Das Zürcher Planungsbüro entwickelte fünf Strategien, wie sich der Schulraum weiterentwickeln kann. Dabei wurde nicht nur der mittelfristige Bedarf beleuchtet, sondern auch die Entwicklung bis zum Schuljahr 2037/2038. In allen Strategien setzt man als erstes Projekt auf einen Holz-Modulbau. Dieser soll auf das Schuljahr 2025/2026 bereit sein und den Kindergarten Dorf ersetzen. Fabio Oetterli sagte dazu: «Das ist kein Provisorium, sondern auf eine Lebensdauer von 40 Jahren ausgelegt». Die Variante 3 mit Abriss des Schulhauses Gramatt I wurde gar nicht weiterverfolgt, da die Gebäudehülle noch in einem sehr guten Zustand sei. Weiter wurden Varianten mit lediglich Raumoptimierungen, einer Aufstockung oder einem Neubau von Gramatt I geprüft, aber aus verschiedenen Gründen
verworfen. Als beste Variante schlägt das Planungsbüro den Neubau eines Primarschulhauses am Standort des jetzigen Kindergarten Dorfs vor. Der Kindergarten würde sich dann neu im vorher erwähnten Modulbau befinden. Dazu würden die Schulhäuser Gramatt I und Dorf saniert werden. Diese Variante hat sich auch in einer Nutzwertanalyse nach unter anderem pädagogischen und planerischen Aspekten durchgesetzt.
Kosten von 25 Millionen Für die Variante 4 wird mit Kosten von fast 25 Millionen Franken gerechnet. Um den aktuellen Engpass ab Sommer 2024 zu überbrücken, reicht die Zeit aber nicht. Daher plant die Gemeinde die Errichtung von Containern. Dazu müsste bereits an der Gemeindeversammlung im Dezember ein entspre-
Eine Frage kümmerte sich um den Kindergarten-Pavillon. Dieses nur einstöckige Gebäude steht neuen Bauvorhaben im Weg. Ob man hier einen Abriss oder eine Verschiebung in Betracht gezogen habe, wollte ein Fragesteller wissen. Fabio Oetterli nahm dieses Thema dankend an. Da das angesprochene Gebäude eben erst für 750 000 Franken energetisch saniert worden sei, halte man so eine Lösung für nicht mehrheitsfähig. Ob eine Verschiebung des ganzen Pavillons möglich ist, konnte noch nicht abschliessend geklärt werden. Wie weitere Reaktionen aus der Versammlung zeigten, wäre diese Idee aber für viele nicht ganz abwegig. Wie Schulpflegerin Rebekka Heggli im Anschluss gegenüber dem «Anzeiger» erklärt, wäre der Ort des Pavillons ideal für einen Neubau und würde so auch keinen zusätzlichen Platz auf dem Areal wegnehmen. Die Gemeinde versprach die Idee als Variante 4b aufzunehmen und genauer zu prüfen. Vom zeitlichen Ablauf her wird der Holz-Modulbau als Projekt vorgezogen. Für dessen Bewilligung ist eine ausserordentliche Gemeindeversammlung im September 2023 geplant. Zur Umsetzung der kompletten Erweiterung in dieser knappen Zeit, sagte Gemeinderat Oetterli abschliessend: «Für das brauchen wir Glück und Verständnis – ohne Bevölkerung geht es dabei nicht.»
Bezirkshauptstadt mit Strategie
Eine neue Sporthalle für professionelles Unihockeyspielen und für den Turnunterricht: Das planen der Verein Floorball Albis und die Gemeinde Knonau. Erste Informationen zum Projekt, das noch in der Frühphase steckt, wurden am Dienstag an einem Informationsabend in Knonau präsentiert. Die Grundzüge der gemeinsamen Planung: Die Gemeinde würde Bauland im Baurecht an den Verein Floorball Albis abgeben, der wiede-
Im Oktober 2022 hatte der Stadtrat Affoltern einen Strategieprozess lanciert. Nach einer qualitativen Befragung bei lokalen Interessengruppen und zwei Runden der Mitwirkung hat der Stadtrat die Ergebnisse vorgestellt – inklusive kreativen Visualisierungen. Gegen hundert Interessierte fanden dazu am letzten Samstag ins Restaurant Kristallgarten des neuen Alterszentrums Seewadel. Eine Herausforderung wird sein, wie
> Bericht auf Seite 3
Im letzten Teil der Serie über ihre Ecuador-Reise berichtet Selina Brodmann von Galápagos. > Seite 12
Den Energiebedarf selber decken Als Gemeinde energieautark werden – das war ein Input am Workshop zum räumlichen Entwicklungsleitbild in Rifferswil. Zumindest Netto-Null sei durchaus realisierbar, so die Rückmeldung der Planer. Als Grundlage für die Nutzungsplanung sowie die Bau- und Zonenordnung erstellt Rifferswil ein räumliches Entwicklungsleitbild (REL). Dieses hält fest, wie sich die Gemeinde in den nächsten 15 Jahren in den Bereichen Siedlung, Landschaft, Verkehr und Infrastruktur weiterentwickeln will. Um das REL, welches im Entwurf bereits vorliegt, breit abzustützen, hat der Gemeinderat die Bevölkerung von Rifferswil am Samstag zur Mitwirkung eingeladen. Demografisch fällt auf, dass die Generation der zwischen 20- und 40-Jährigen in Rifferswil deutlich untervertreten ist. Gemeinderat Yves Haller findet das allerdings nicht bedenklich, zumal die Abwanderung dieses Altersspektrums nur vorübergehend sei, viele also in der anschliessenden Familienphase die Qualitäten der Gemeinde (wieder) schätzen würden. Entsprechend drehte sich die Diskussion um andere Themen, etwa das Wohnen im Alter, den Umgang mit historischen Bauten und die Kontrolle des Bevölkerungswachstums. Eine grosse Rolle spielten zudem die Verkehrsplanung und die ökologische Ausrichtung. So bekannte sich ein Grossteil der rund 40 Mitwirkenden zu einem möglichst hohen Anteil an lokaler, nachhaltiger Energie. Einen Anteil leisten könnte da ein Solardach über dem Parkplatz des Seleger Moors. (tst.)
> Bericht auf Seite 6 ANZEIGEN
Präsentation auf www.mettmenstetten.ch.
Neue Sporthalle in Knonau geplant rum als Bauherr und Besitzer der neuen Halle fungieren würde. Die Gemeinde würde sich in der Halle einmieten, um den Turnunterricht abhalten zu können. Der Verein Floorball Albis muss nun dem Gemeinderat im nächsten Jahr einen Finanzierungsplan präsentieren. Die Gemeinde reserviert das Bauland zwei Jahre lang für das Projekt. (uc)
Urtümliche Inseln
man durch gezielte Investitionen als Wohn-, Bildungs- und Arbeitsstandort attraktive Perspektiven bieten und doch den Steuerfuss stabil halten kann. Die Strategie sei erst ein Etappenziel, hielt Stadtpräsidentin Eveline Fenner fest, eine Grundlage, um die mittel- und kurzfristige Planung anzugehen und konkrete Massnahmen auszulösen. (tst.)
> Bericht auf Seite 5
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IHRE SPITEX-NUMMER, WENN SIE AM LIEBSTEN ZUHAUSE GEPFLEGT WERDEN MÖCHTEN. SPITEX-AFFOLTERN.CH PHS AG, 8910 AFFOLTERN
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