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051_2022

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 856 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 51 I 176. Jahrgang I Dienstag, 5. Juli 2022

Blitzeinschlag?

In Obfelden stand am Donnerstag der Dachstock eines Wohnhauses in Flammen. > Seite 3

Nächste Aufgabe

Nach acht Jahren wechselt der Stalliker Gemeindepräsident in die Schulpflege. > Seite 5

Ressorts verteilt

Der Gemeinderat Hedingen hat sich konstituiert für die Amtszeit bis 2026. > Seite 6

Neuer Kantonsrat

Wettswiler Marc Bochsler erbt den Sitz des zurücktretenden Hans Finsler. > Seite 7

Zum richtigen Zeitpunkt gebaut Die Sek Mättmi hat die Übergabe der Aufstockung Wygarten 1 gefeiert Mit über 300 Schülerinnen und Schülern rechnet die gemeinsame Sekundarschule von Knonau, Maschwanden und Mettmenstetten fürs Jahr 2025. Deshalb wurde der Klassentrakt für 4,2 Mio. Franken um vier Schulzimmer inklusive Gruppenräume erweitert. Am Freitag war Schlüsselübergabe. von Thomas sTöckli Über 200 Interessierte – Eltern, Lehrpersonen und Behördenmitglieder – fanden sich am Freitagabend zwischen Turnhalle und Schulhäusern ein, um gemeinsam die Fertigstellung der Aufstockung Wygarten 1 zu feiern. Dass das Bauprojekt im Zeitplan und ohne Kostenüberschreitung durchgezogen werden konnte, ist gerade in Zeiten von Baustoffmangel und Lieferengpässen keine Selbstverständlichkeit. «Und noch besser», führte Schulpräsidentin Céline Lingua in ihrer Ansprache aus: «Die Aufstockung konnte ohne Fremdkapital finanziert werden.» Möglich machten dies ausserordentliche Steuererträge. «Es war einfach der richtige Zeitpunkt und wir hatten – das muss man auch sagen – einfach Glück!» Entsprechend dankbar sind die Verantwortlichen – auch für das Vertrauen der Bevölkerung.

Zeitloses Holzmobiliar und moderne Technik Der richtige Zeitpunkt, das gilt auch für die Entwicklung der Schülerzahlen. Im kommenden Schuljahr führt die Sek Mättmi 14 Klassen mit 250 Schülerinnen und Schülern. Während bis vor zwei, drei Jahren noch jeder Jahrgang vieroder gar nur dreifach geführt wurde,

Fiktive Stadt als Theaterstoff «Fahrwerk-ö!», die rollende Theaterwerkstatt, hat ein neues Stück erarbeitet. Dabei ist das Stück mit dem Titel «In & Out» entstanden. Dabei stehen Jugendliche vom Lilienberg gemeinsam mit Sekschülern aus Hausen auf der Theaterbühne. Das integrative FreiluftTheater bietet Musik, Tanz und Akrobatik. Gezeigt wird eine fiktive Stadt, in der zwei Gruppen leben – und Menschen, die aus ihrer üblichen Rolle ausbrechen. Die Besucher erwarten spezielle Geschichten, die unter die Haut gehen. Sie wurden in Zusammenarbeit mit den Theaterpädagogen der rollenden Theaterwerkstatt erarbeitet. Das Stück ist in zwei Teile gegliedert. Folge eins ist heute Dienstag, 5. Juli, in Hausen zu sehen. Der zweite Teil folgt dann morgen Mittwoch, 6. Juli, in Affoltern. (red.)

> Bericht auf Seite 14

Glücklich über die Aufstockung des Wygarten 1. Von links: Schulleiter Manfred Knecht, Schulpräsidentin Céline Lingua und Liegenschaftenvorstand Markus Ruggiero. (Bild Thomas Stöckli) steht nun der erste Jahrgang mit sechs Klassen an. «Im Jahr 2025 werden es über 300 Jugendliche in 18 Klassen sein», so Céline Lingua. Für diesen Peak ist die Schule nun gerüstet. Und nicht nur das: Céline Lingue schwärmt von der «charaktergebenden Fassade», von «wunderschönen und lichtdurchfluteten Räumen» und von der «unbezahlbaren Fernsicht in die Berner Oberländer Alpen». Ausgestattet sind die neuen Räume – wie alle anderen im Schulhaus – mit zeitlosem Holzmobiliar und moderner Technik. Die frühe Umstellung auf moderne Kommunikationstechnologie hat sich bereits in der Shutdown-Zeit ausgezahlt: Schon seit 2018 sind alle Schülerinnen und Schüler der Sek Mättmi mit Tablet ausgestattet. Nebst den elektronischen verfügen die Schulräume aber auch noch über konventionelle Wandtafeln.

Die neuen Räume sind für die Erstklässler An der Urnenabstimmung vom 29. November 2020 hatte die Bevölkerung der drei Gemeinden den Objektkredit von 4,2 Mio. Franken gutgeheissen. Ein Jahr und 214 Tage konnte nun die Schlüsselübergabe erfolgen. Um das symbolisch zu zelebrieren, überreichte Céline Lingua eine schlüsselförmige Früchtetorte an Schulleiter Manfred Knecht. Einen musikalischen Akzent setzte der Schulchor unter der Leitung von Kevin Bregger. Die Einladung der Sek Mättmi zu Grilladen und Getränken wurde von über 200 Gästen dankbar angenommen. Und diese nutzten auch die Gelegenheit, die neuen Räume zu besichtigen. «Schön ist es geworden» und ähnliches durften die Verantwortlichen der Schule immer wieder hören. Die Bau-

arbeiten haben sich allerdings nicht nur auf das neue Obergeschoss konzentriert. Im Rahmen der Erweiterung habe man auch Auflagen berücksichtigen müssen, erklärt Liegenschaftenvorstand Markus Ruggiero. Dazu gehörten Massnahmen zur Erdbebensicherheit ebenso wie die stufenlose Erschliessung per Lift. Deshalb reichte die Baustelle bis in den Keller. Gleichzeitig habe man die Gelegenheit genutzt, die Beleuchtung auf LED umzurüsten. In den kommenden Wochen laufen nun die Umzugsarbeiten in die neuen Schulräume. Dazu werden auch die Abschlussklassen eingespannt. Nach den Sommerferien werden es dann neue Erstklässler sein, welche die Räume als erste beziehen dürfen: Drei Klassen kommen ins oberste Stockwerk, die anderen drei ins unterste Geschoss im selben Gebäude.

E-Autos immer beliebter

Sekschüler mit genialen Ideen

E-Autos werden immer beliebter bei Privatpersonen. Das zeigen die Verkäufe der Autogaragen im Bezirk Affoltern. Doch wie sieht es bei den Kommunen aus? Im Bezirk Affoltern stehen erst wenige Elektroautos in den gemeindlichen Fuhrparks. So sind beispielsweise in der Stadt Affoltern erst zwei E-Mobile für die Betriebe im Einsatz. Sie ersetzen zwei alte Benziner. Doch nicht immer mache es für Kommunalfahrzeuge Sinn, diese zu ersetzen. «Erst wenn ein E-Auto mehrere 10 000 Kilometer fährt, ist die Ökobilanz im Vergleich mit einem Benziner oder Dieselauto besser», erklärt Stefan Müller von der Nissan-Garage in Obfelden. Grundsätzlich lohnt sich das Umsteigen jedoch: Gerade bei den aktuell hohen Spritpreisen sparen E-AutoFahrer massiv Geld ein. Und derzeit auch bei der Motorfahrzeugsteuer. (uc)

Die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarschule Obfelden-Ottenbach präsentierten ihre Abschlussarbeiten. Dabei gab es viele originelle Arbeiten zu entdecken. Die Schüler erhielten 70 Franken von der Schule, um ihre Projekte zu realisieren. So nahm eine Schülerin einen Töff komplett auseinander, um ihn nach der Reinigung wieder zusammenzubauen. Ein Schüler baute eine Seifenkiste, eine andere Schülerin konzipierte einen speziellen Katzenbaum. Die Abschlussarbeiten helfen den Jugendlichen, ihren zukünftigen Beruf auszuloten und bei der Berufswahl wichtige Aspekte zu bedenken. Bei ihren Arbeiten griffen oft die Eltern den Teenagern unter die Arme. So gab es ein Teamwork, das zu tollen Resultaten führte. Die Besucher, welche die Arbeiten sahen, waren beeindruckt. (red.)

> Bericht auf Seite 3

Leiter Solargeschäft

Gunnar Johannsson hat bei Schweizer den prestigeträchtigen Bereich übernommen. > Seite 11

Die ganze Vielfalt der Abschlussarbeiten gab es in der Mehrzweckhalle Obfelden zu sehen. (Bild Regula Zellweger)

> Bericht auf Seite 9

Kurz vor dem Ziel noch abgefangen Das war richtig knapp und tat schlussendlich dem Biker Urs Huber richtig weh: Kurz vor dem Ziel wurde er an der Schweizer Bikemarathon-Meisterschaft noch von Konny Looser abgefangen, der den Titel feiern konnte. Huber fuhr grundsätzlich ein starkes Rennen, er konnte die Mitfavoriten Marc Stutzmann und Konny Looser aber nicht abschütteln. Das Duo blieb ihm konstant am Hinterrad. Nach dem Rennen gab sich Urs Huber selbstkritisch: «Die letzten Meter habe ich schlicht verschlafen.» Und Sieger Konny Looser meinte nach seinem errungenen Sieg: «Mein Glück war, dass Urs Huber die letzte Kurve nicht eng angefahren ist.» So habe er doch noch an seinem Konkurrenten vorbeiziehen und sich den Titel sichern können. (red.)

> Bericht auf Seite 15 ANZEIGEN

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Unsere schöne gemeinsame Zeit ist zu Ende.

Walter Suter-Scheidegger

Einbürgerungen

1. Januar 1930 – 21. Juni 2022

Mit Beschluss vom 28. Juni 2022 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen:

Konstituierung Gemeinderat Stallikon (Amtsdauer 2022 bis 2026) Anlässlich der konstituierenden Sitzung vom 1. Juli 2022 hat der Gemeinderat Stallikon die Ressortverteilung gemäss Art. 17 und 18 Organisationsreglement des Gemeinderates (ORGR) beschlossen:

– Jan Maria Andreas Van den Driessche, 1975, männlich, Staatsangehöriger von Belgien – Eudoxia Ribeiro Maciel, 1971, weiblich, Staatsangehörige von Brasilien – Jan-Luca Van den Driessche, 2005, männlich, Staatsangehöriger von Belgien – Valentin Van den Driessche, 2007, männlich, Staatsangehöriger von Belgien 5. Juli 2022 Stadtrat Affoltern am Albis

Wahl der Mitglieder des Wahlbüros (Amtsdauer 2022 bis 2026) Gestützt auf Art. 23 Ziff. 2 lit. c) Gemeindeordnung (GO) hat der Gemeinderat 20 Wahlbüromitglieder für die Amtsdauer 2022 bis 2026 gewählt: Oliver Aegerter, bisher Rolf Bättig, bisher Bruno Beurer, bisher Heidi Brotschi, bisher Rolf Brotschi, bisher Brigitte Engeli Straub, bisher Sabrina Gattiker, bisher Susanne Kälin, bisher Astrid Kilcher, bisher Béatrice Kindschi, bisher Anna Lengen, bisher Brigitte Looser, bisher Amaila Margadant, bisher Monika Schibli, bisher Nina Staub, neu (ab 1. Auguswt) Monika Stierli, bisher Alain Tobler, bisher Dan-Kris Tschudin, bisher Nathalie Vollmeier, neu Manuela Welti, bisher Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Wahlen kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert fünf Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen.

Präsidiales Gemeindepräsidentin – 1. Vizepräsidentin – 2. Vizepräsident

Valérie Battiston Monika Rohr Reto Bernhard

Bildung Schulpräsidentin – Stellvertretung

Ingrid Spiess gemäss Art. 20 ORGR

Finanzen und Liegenschaften Finanzvorsteher – Stellvertreterin

Nino Ciganovic Valérie Battiston

Gesundheit und Sicherheit Gesundheits- und Sicherheitsvorsteherin – Stellvertreter Sicherheit – Stellvertreterin Gesundheit

Valérie Battiston Reto Bernhard Monika Rohr

Hochbau Bauvorsteher – Stellvertreter

Reto Bernhard Nino Ciganovic

Soziales und Gesellschaft Sozialvorsteherin – Stellvertreterin

Monika Rohr Mia Zumsteg

Tiefbau und Umwelt Tiefbauvorsteherin – Stellvertreter

Mia Zumsteg Reto Bernhard

Er durfte nach einem reich erfüllten Leben friedlich einschlafen. Traurig nehmen wir Abschied von einer liebenswerten und engagierten Persönlichkeit. Walti hinterlässt uns wertvolle und schöne Erinnerungen, die in unseren Herzen weiterleben. Wir alle sind ihm dafür sehr dankbar.

Heidi Suter-Scheidegger Margrit und Walter Schlup-Suter Ruedi und Sonja Suter-Jäger Margrit Suter Ernst und Vreni Suter-Scheidegger Fritz Scheidegger-Gallmann Leny Bachmann-Scheidegger Ruth und Hansruedi Suter-Scheidegger Peter und Annelis Scheidegger-Buchmann Rolf und Susanne Bachmann-Vontobel Familien, Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Mettmenstetten findet am Mittwoch, 13. Juli 2022, um 13.30 Uhr und die Abschiedsfeier im Anschluss, 14.15 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten statt. Nach dem Gottesdienst ist jedermann zum Beisammensein eingeladen. Bauernhof Stöckweid, Familie Duperrex, Stöckweid 1, Uttenberg 8934 Knonau Anstelle von Blumen gedenke man dem Pflegezentrum Sonnenberg, 8910 Affoltern am Albis, Postkonto 15-394809-1, IBAN CH15 0900 0000 1539 4809 1, Vermerk: Walter Suter.

5. Juli 2022 Gemeinderat Stallikon

Es werden keine Leidzirkulare versendet. Traueradresse: Peter Scheidegger, Dollägerten 13, 8934 Knonau

Einbürgerungen

TODESANZEIGE

Mit Beschluss vom 28. Juni 2022 hat der Gemeinderat, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerechts und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Gemeinde Mettmenstetten aufgenommen:

Traurig müssen wir Abschied nehmen von unserem langjährigen, sehr geschätzten Turnkollegen, ehemaligen Präsidenten und Obmann

– Astrid Monika Ullmann, 1966, weiblich, Staatsangehörige von Deutschland

1. 1. 1930 – 21. 6. 2022

Walter Suter Walti war ein langjähriges, engagiertes und treues Vereinsmitglied und nahm bis auf die letzten drei Jahre noch aktiv am Vereinsleben teil. Wir verlieren mit ihm einen hilfsbereiten Turnkameraden und tollen Kollegen, den wir immer in bester Erinnerung behalten werden. Wir danken ihm für die Zeit, die wir mit ihm verbringen konnten und für alles, was er für den Turnverein, die Männerriege und Turnveteranen geleistet hat.

– Michael Ullmann, 1964, männlich, Staatsangehöriger von Deutschland – Yvonne Heider, 1970, weiblich, Staatsangehörige von Deutschland 5. Juli 2022 Gemeinderat

Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Turnverein, Männerriege und Turnveteranen Mettmenstetten Die Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 13. Juli 2022, 13.30 Uhr auf dem Gemeinschaftsgrab im Friedhof Mettmenstetten statt. Die Abdankung folgt anschliessend um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche.

5. Juli 2022 Gemeinderat Stallikon

Inserate-Bestellschein 130.– Hans Muster Informatiker EFZ

1 Bild + 1 Logo + 2 Sätze Text Affolter Anzeiger | Obere Bahnhofstr. 5 8910 Affoltern a. A. | Telefon 058 200 57 00

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Gratulation zur bestandenen LAP 1 Foto + 1 Logo + 2 Sätze Text = 1 Inserat für Fr. 130.– Erscheinungsdatum:

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 Freitag, 15. Juli 2022 Freitag, 8. Juli 2022

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Bezirk Affoltern

Obfelden: Dachstock brannte Am Donnerstag, 30. Juni, brannte an der Rindelstrasse in Obfelden der Dachstock eines Wohnhauses. Die Ortsfeuerwehr Obfelden rückte um 21.30 Uhr aus. Unterstützt wurde diese durch die Stützpunktfeuerwehr Affoltern. Diese war mit der Drehleiter im Einsatz. Zudem war vorsorglich eine Sanität vor Ort. Gemäss der Kantonspolizei Zürich befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehr keine Personen mehr im Gebäude. Es gab keine Verletzten. Die Brandursache ist noch nicht geklärt und wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich untersucht. Im Vordergrund steht aber ein Blitzschlag. Zur Zeit des Brandausbruchs tobte ein heftiges Gewitter über der Ämtler Gemeinde. (dst)

WIR GRATULIEREN Zum 80. Geburtstag Affoltern darf erneut zwei Personen benennen, die ihren hohen, runden Geburtstag feiern. Heidi Maillard darf morgen Mittwoch hoffentlich 80 Kerzen ausblasen, Hans Rudolf Wettstein am Donnerstag, 7. Juli. Wir gratulieren beiden herzlich und wünschen ein fröhliches Fest und gute Puste.

Zur diamantenen Hochzeit Kaum zu glauben, aber wahr. Vor 60 Jahren, am 7. Juli 1962, gaben sich Ella und Jakob Rohner das Jawort und feiern morgen Donnerstag in Affoltern das diamantene Hochzeitsfest. Wir wünschen dem Paar ein fröhliches Fest und weiterhin schöne gemeinsame Zeiten.

Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre ein Ehepaar, das sind Helene und Walter Sommer-Sidler in Obfelden am Donnerstag, 7. Juli. Wir wünschen dem Jubelpaar alles Gute zum goldenen Hochzeitsfest und einen tollen Festtag.

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Luc Müller, Dominik Stierli, Alina Rütti Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 856 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 5. Juli 2022

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Noch sind nicht viele unter Strom Im Fuhrpark von vier Gemeinden im Bezirk stehen E-Autos – Autogaragen sehen Trend Laden statt tanken: Das wird bei Autofahrern immer populärer. Auch die Gemeinden im Bezirk rüsten um – allerdings noch zögerlich. Von Luc MüLLer 2021 gab es etwa 4,7 Millionen Personenwagen in der Schweiz – 70 000 davon fahren mit Elektroantrieb. Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen deutlich: Elektroautos sind auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr kamen 240 000 Personenwagen neu in den Verkehr: darunter 32 000 rein elektrisch betriebene Wagen. Damit verdoppelte sich die Anzahl an E-Autos innerhalb eines Jahres. Noch dominieren die Autos mit Verbrennermotor deutlich – aber 2021 machten die Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Mobile, die sowohl eine Batterie als auch einen Verbrennungsmotor besitzen, schon rund 20 Prozent aller neuen Pkw aus.

Benziner nicht einfach ersetzen Wie sieht es bezüglich Autos mit alternativem Elektrobetrieb in den Gemeinden im Bezirk Affoltern aus? Eine Umfrage bei allen vierzehn Gemeinden zeigt: Nur in der Stadt Affoltern (drei E-Mobile), Bonstetten (drei E-Mobile), Mettmenstetten (ein E-Mobil) und Obfelden (ein E-Mobil) gibt es batteriebetriebene Autos im gemeindlichen Wagenpark. In der Stadt Affoltern stehen seit dem 11. Mai die ersten zwei E-Wagen in der Fahrzeugflotte der Stadt, die 37 Wagen umfasst. Das sind ein Opel Zafira-e Life (Preis: 49999 Franken, Reichweite 330 Kilometer), der vom Pflegeheim Seewadel genutzt wird und ein Smart EQ forfour (Occasionspreis: 16450 Franken, Reichweite 153 Kilometer), den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex Seewadel fahren. «Wir haben zwei Benziner ersetzt und neu auf Elektroautos gesetzt. Bestehende Benzin- oder Dieselfahrzeuge fahren wir noch, solange dies sinnvoll ist. Die Wagen vor dem Ende der Nutzungsdauer einfach durch E-Autos zu ersetzen, ist aus unserer Sicht nicht nachhaltig», erklärt Stadtschreiber Stefan Trottmann. Im Ersatzneubau für das Pflegeheim sind Ladestationen für die Dienstfahrzeuge eingeplant, im jetzigen Provisorium gibt es eine Ladestation. Am Schnelllader sind beide Autos in rund 40 Minuten auf 80 Prozent geladen. An der normalen Steckdose dauert das Laden auf 80 Prozent beim Opel rund 24 Stunden und rund 10 Stunden beim Smart.

Elektrische Kommunalfahrzeuge In Bonstetten sind als Kommunalfahrzeug ein Mup Elion T20L, ein Toyota Proace EV und ein Caddy Xiam HDK-Cart im Einsatz. Zwei Wagen haben im Sommer 2021 bestehende Benziner abgelöst. Auch die Gemeinde Mettmenstetten hat ein altes Benzinauto im Werkdienst vor rund zwei Jahren durch ein Elektroauto ersetzt. «Wir sind seit 2014 mit Label ausgezeichnete Energiestadt», erklärt Dominik Pfefferli, Abteilungsleiter Dienste. Das Umweltbewusstsein spiele in der Gemeinde eine grosse Rolle, auch was Autos mit alternativem Antrieb betreffe. Im Jahr 2020 vom Gemeinderat verabschiedeten Energieleitbild 2030 ist festgeschrieben, dass ein Drittel der in der Gemeinde registrierten Personenwagen emissionsfrei fahren sollen. «Die Gemeinde Obfelden hat aktuell ein Elektrofahrzeug im Fahrzeugpark, welches hauptsächlich für den Bereich der ARA eingesetzt wird», erklärt Anand Weber, der stellvertretende

Die Stadt Affoltern hat diese zwei E-Autos angeschafft. (Bild Luc Müller) Gemeindeschreiber. Es handelt sich um einen Renault Kangoo Express Z.E. R60.

Ersatz nicht immer sinnvoll Doch macht es überhaupt Sinn, wenn Gemeinden ihre gemeindlichen Nutzfahrzeuge auf E-Antrieb umstellen? «Es gibt kein schwarz und weiss. Die Thematik ist komplex», betont Stefan Müller, Inhaber der gleichnamigen Nissan-Garage in Obfelden. Derzeit bestehe der Trend, dass Gemeinden aus Gründen des Umweltschutzes vorwiegend auf E-Autos setzen, wo es aber unter Umständen gar keinen Sinn macht. Denn ein Elektromobil produziert bei der Herstellung der Batterie ebenfalls viel schädliches CO2. Erst nach mehreren 10000 Kilometern sei die Ökobilanz eines E-Autos im Vergleich mit einem Benziner oder Diesel besser. «Aber die in den Gemeindebetrieben genutzten Fahrzeuge fahren während ihrer Lebensdauer oft nie so weit», sagt Müller, der bereits einige Gemeinden bei der Neuanschaffung von E-Autos beraten hat. Zudem gebe es gerade für Kommunalfahrzeuge, die sehr vielseitige Aufgaben erledigen müssen, noch gar nicht die entsprechenden E-Modelle. «Ebenfalls ist entscheidend, welchen Strom das Auto tankt. Nur wenn dieser zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt, fährt das Auto wirklich klimaneutral.» Im Dezember 2013 verkaufte die Garage Müller das erste rein elektrische Auto – den Nissan Leaf. Das Spezielle an

diesem Modell: Die bidirektionale Autobatterie kann sozusagen als Speicher genutzt werden, wenn die hauseigene Fotovoltaikanlage auf dem Dach Strom produziert. In der Nacht, wenn das Auto vor dem Haus an der Ladestation steht, kann dieses die gespeicherte Energie abgeben. «Das ist interessant für Hausbesitzer, die ihre Fotovoltaikanlage optimieren wollen und deren Fahrzeug zu Spitzenzeiten meistens zu Hause steht», sagt Müller. Pro Jahr seien rund 20 Prozent der Wagen, die er verkaufe, E-Autos. «In Zukunft wird es für verschiedene Mobilitätsbedürfnisse auch verschiedene Antriebskonzepte geben. Die ökologisch sinnvolle Auswahl für ein Fahrzeug hängt in Zukunft viel mehr vom Verwendungszweck ab als früher», sagt Stefan Müller.

Garagen: Verkauf von E-Autos steigt Auch bei der Karl Graf Automobile AG in Mettmenstetten, welche die Marken Mitsubishi und Hyundai anbietet, sind inzwischen 30 Prozent der verkauften Wagen Plug-in-Hybride oder rein elektrisch. «Die Kunden wollen Spritkosten sparen. Zudem ist die Reichweite der E-Autos heute kein Problem mehr. Der Hyundai Kona Electric hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern», sagt Beat Graf, Mitinhaber der Karl Graf Automobile AG. Auch Roland Beer, Geschäftsführer der Ford-Garage René Hächler in Obfelden, verzeichnet eine vermehrte Nachfrage nach E-Autos. In einem Jahr

verkauft er rund zehn Modelle des SUV Ford Mach E-Mustang.

Neue Steuer für E-Mobile? In der Schweiz profitieren Fahrer von Elektroautos in vielen Kantonen von einer reduzierten Motorfahrzeugsteuer. Im Kanton Zürich zahlen Elektrofahrzeughalter aktuell keine Fahrzeugsteuer. Auch beim Tanken sparen E-Auto-Fahrer, gerade bei den aktuell hohen Spritpreisen. Eine Vollladung im Stromhochtarif kostet je nach Modell 12 bis 20 Franken, im Niedertarif knapp 10 Franken. Bei Schnellladestationen ist der Preis höher. «Unter dem Strich kommt man aber mit einem E-Auto im Vergleich zum Verbrenner stets günstiger, was den Treibstoff betrifft», schreibt die Amag Autohändlergruppe auf ihrer Homepage. Dort gibt es einen Vergleich: Der elektrische VW ID3 verbraucht pro Jahr fürs Laden rund 580 Franken, der Benziner VW Golf 4 Motion Life fürs Tanken 1240 Franken. Weil mehr E-Autos auf Schweizer Strassen unterwegs sind und es wegen der angepeilten Klimaziele bis 2050 noch mehr werden, sinkt langfristig die Mineralölsteuer aus Treibstoffen. Deshalb soll eine Ersatzabgabe auf Elektroautos erhoben werden. An seiner Sitzung vom 29. Juni hat der Bundesrat die Eckwerte für die Ersatzabgabe festgelegt. Der Bundesrat rechnet damit, dass die neue Steuer bis 2030 in Kraft treten könnte. Doch dazu braucht es zuvor eine Volksabstimmung: Der TCS signalisiert bereits Zustimmung zu dieser Idee – anders als die SVP.

Ladestationen – welche Rechte haben die Mieter? Ein grober Überblick zeigt: Im Bezirk Affoltern gibt es über 30 Standorte, an denen man sein Elektromobil aufladen kann. Eine gute Übersicht zu allen öffentlichen Ladestationen in der Schweiz bietet beispielsweise die Seite unter www.e-mobile.ch. An der Autobahnraststätte My Stop in Affoltern stehen mehrere Supercharger für Tesla-Fahrzeuge und auch Schnellladestationen für übrige E-Autos. Gemeinsam mit Mobility installierte die Gemeinde Stallikon eine Ladestation für zwei Parkplätze beim öffentlichen Parkplatz Sellenbüren. Ein Parkfeld ist für das MobilityFahrzeug reserviert, das andere kann frei genutzt werden, um Elektrofahrzeuge zu laden. Auch beim Gemeindehaus in Mettmenstetten stehen zwei Ladestationen – ebenso in Aeugst direkt beim Gemeindehaus. Ihre E-Autos wollen die Besitzer aber nicht nur während der Reise auf-

laden, sondern auch an ihrem Zuhause. Doch das kann zu Problemen für Mieter führen. Bei einem laufenden Mietverhältnis bestehe kein Recht darauf, dass die Vermieterschaft eine Ladestation einrichten muss.

Motion im Parlament hängig Lehnen die Vermieter eine Einrichtung einer Ladestation generell ab, so darf man die Ladestation auch nicht auf eigene Kosten einrichten. Denn eine Änderung am Mietobjekt ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Vermieterschaft zulässig. Sind die Vermieter aber bereit, eine Ladestation einzurichten und selber zu bezahlen, dann dürfen sie den Mietzins erhöhen. Denn gemäss Mieterinnen und Mieterverband handelt es sich dabei um eine wertvermehrende Investition. Was ist zu bedenken, wenn ein Mieter in einem Mehrfamilienhaus die

Hauseigentümer bittet, eine Ladestation einzurichten? Der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) informiert dazu: In einem solchen Fall sei zu klären, wer die Installation veranlasse, bezahle und wie die Verrechnung der Stromkosten geregelt werde. Bei durchschnittlich ein bis fünf Franken pro Vollladung und angenommenen 200 Ladungen im Jahr, kämen schnell 400 bis 800 Franken zusammen. «Dieser Betrag kann aber nicht über den Allgemeinstrom sämtlichen Mietern im Mehrfamilienhaus aufgebürdet werden», schreibt der HEV. Im Parlament ist derzeit eine Motion von Nationalrat Jürg Grossen (GLP) hängig, die den Bundesrat beauftragt, die gesetzliche Grundlage für einen Anspruch von Mietern und Stockwerkeigentümern auf einen Ladezugang für E-Autos zu schaffen. Der Bundesrat empfiehlt bereits, die Motion abzulehnen. (uc)


Affoltern am Albis Am 1. Juli 2022 ist in Zürich ZH gestorben:

Maria Stella Vich-Bortoluzzi geboren am 1. Oktober 1925, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Maria Stella Vich-Bortoluzzi

Maria Stella Vich-Bortoluzzi

Beisetzung am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Nach einem langen und erfüllten Leben ist sie friedlich eingeschlafen.

Dopo una vita lunga e intensa si è spenta serenamente.

Wir sind in tiefer Trauer um den schmerzlichen Verlust unserer Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter.

Siamo in lutto profondo per la dolorosa perdita di nostra madre, suocera, nonna, bisnonna.

5. Juli 2022 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Es bleibt die Erinnerung an eine sehr liebenswürdige, lebensfrohe und mutige Person. Wir werden nie genug danken können für alles, was sie für uns gemacht hat.

Resta il costante ricordo di una persona adorabile, amante della vita e coraggiosa.

1. 10. 1925 Farra d’Alpago, BL, Italien – 1. 7. 2022 Zürich

Wir danken ausdrücklich Frau Dr. Hollinger für die medizinische Betreuung der letzten Jahre sowie dem Personal vom Spital Affoltern und Triemli für die Pflege im letzten Monat.

In grosser Liebe und Dankbarkeit Giuseppe und Franziska Vich Sadie Vich und Alvaro Roig mit Ethan Alexander und Sophie Chanel Darleen Vich und Diego Moncada Dione und Daniel Bucheli-Dodd Danica und Luca Emanuele-Dodd mit Maximilian, Vitus und Hannah Beisetzung: Friedhof Affoltern am Albis, am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 11.00 Uhr. Anschliessend Trauerfeier in der Friedhofskapelle. Traueradresse: Giuseppe und Franziska Vich, Feldstrasse 3, 5634 Merenschwand

1. 10. 1925 Farra d`Alpago Bl, Italia – 1. 7. 2022 Zurigo

Non potremo mai essere abbastanza grati, per tutto quello che ha fatto per noi. Ringraziamo espressamente Sra. Dssa. Hollinger per per le cure mediche prestate negli ultimi anni come pure il personale degli ospedali Affoltern e Triemli, per le cure nell` ultimo mese.

Con grande amore e gratitudine Giuseppe e Franziska Vich Sadie Vich e Alvaro Roig con Ethan Alexander e Sophie Chanel Darleen Vich e Diego Moncada Dione e Daniel Bucheli-Dodd Danica e Luca Emanuele-Dodd con Maximilian, Vitus e Hannah Indirizzo di lutto: Giuseppe e Franziska Vich, Feldstrasse 3, 5634 Merenschwand

Hedingen In Affoltern am Albis ist am Donnerstag, 30. Juni 2022 gestorben:

«Mireille» Gabrielle Birchler geb. Gschwend geboren am 24. September 1930, von Hedingen ZH und Einsiedeln SZ, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen.

Mettmenstetten Am 21. Juni 2022 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Suter Walter geboren am 1. Januar 1930, von Mettmenstetten, zuletzt wohnhaft gewesen im Pflegezentrum Sonnenberg in Affoltern. Die Beisetzung auf dem Friedhof Mettmenstetten findet am Mittwoch, 13. Juli 2022, 13.30 Uhr, die Abdankung im Anschluss um 14.15 Uhr in der reformierten Kirche in Mettmenstetten statt. Der Friedhofvorsteher

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Juli 2022

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«Als Gemeindepräsident bekommt man sehr viel zurück» Acht Jahre Gemeindepräsident in Stallikon – Werner Michel im Interview eine sehr enge Verbindung zwischen Stallikon, respektive dem Freiherrn Konrad von Sellenbüren und dem Kloster Engelberg gibt, zum anderen, weil ich selbst parallel persönliche Beziehungen habe: Ich bin in Kerns, Kanton Obwalden, gebürtig und langjähriger Stalliker. Schön, dass ich an diesen 900+2-JahreFeierlichkeiten noch als Gemeindepräsident von Stallikon teilhaben durfte. Und, wie schon zweimal gesagt, verweise ich gerne noch ein drittes Mal auf den gut funktionierenden Teamgeist in Verwaltung, Werkdienst, Gemeinderat und Kommissionen. Ich habe diesen bis zu meinem letzten Amtstag genossen – und wäre ich ein paar Jahre jünger, dann hätte ich bei den Gemeindewahlen wohl auch deswegen noch einmal kandidiert. (Lacht)

Am 30. Juni hat Werner Michel die Schlüssel zum Büro des Gemeindepräsidenten seiner Nachfolgerin Valérie Battiston übergeben. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» erzählt er, was ihm wichtig war, welche Ereignisse ihm in Erinnerung bleiben werden und worauf er sich jetzt freut. von Urs E. KnEUbühl Nein, komplett in den Ruhestand verabschiedete sich Stallikons Gemeindepräsident Werner Michel vergangenen 30. Juni noch nicht. Einen Tag danach hat er die Funktion als Mitglied der Schulpflege aufgenommen. Aus guten Gründen, wie er anführt, denn dem Raummangel der Schule Stallikon soll aktuell mit einer Projektgruppe zu Leibe gerückt werden – Michel sieht dies als neue Herausforderung und auch als Herzensangelegenheit. Anzeiger: Seit 30. Juni sind Sie nicht mehr Gemeindepräsident von Stallikon. Was ist das für ein Gefühl? Werner Michel: Ich gebe zu, dass es von Wehmut geprägt ist. Ich habe das Amt des Gemeindepräsidenten immer sehr gerne wahrgenommen und ausgefüllt.

«Behandle Menschen so, wie du selber behandelt werden möchtest.» Sie waren in Ihren acht Jahren im Amt so etwas wie ein Gemeindepräsident der Herzen... Ob dies so war, kann ich selbst nicht beurteilen. Natürlich profitierte ich bei den Wahlen sowohl in den Gemeinderat wie auch ins Präsidium von meinem Bonus von 30 Jahren Posthalter in Stallikon. Bei der Wahl 2008 in den Gemeinderat kam noch dazu, dass ich kurz vorher ebendiesen Posthalter-Job verloren habe. Für mich galt auf jeden Fall stets das Motto: Behandle andere Menschen immer so, wie du selber von diesen behandelt werden möchtest. Was wird Ihnen am meisten fehlen? Einerseits die gute und effektive Zusammenarbeit im Gemeinderat, zum anderen mit dem tollen Team in der Verwaltung und im Werkdienst sowie mit allen Mitgliedern in verschiedensten Kommissionen. Ich habe grossartige

Nach seinem Rücktritt setzt sich Stallikons alt Gemeindepräsident Werner Michel noch nicht komplett zur Ruhe und gesellt sich zu den Jassern an den Tisch – er engagiert sich in der Schulpflege für das Grossprojekt Turnhalle und Schulhaus. (Bild Urs E. Kneubühl) Unterstützung von allen Seiten bekommen, das ist sehr wichtig und dafür bin ich auch sehr dankbar. Ich werde die Gespräche und konstruktiven Diskussionen sowie das kollegiale Teamwork echt vermissen. Zum Glück habe ich eine liebe und verständnisvolle Frau, ebenso grossherzige wie nachsichtige Töchter mit ihren Familien an meiner Seite, die mir Stützen sind. Welche drei Projekte, die in Ihrer Amtszeit umgesetzt wurden, halten Sie für die wichtigsten? Eigentlich gibt es da eine ganze Anzahl an wichtigen Projekten, aber wenn ich mich auf drei beschränken muss, dann führe ich die Buslinie 237, die definitiv in das Verbundangebot vom ZVV aufgenommen worden ist, genauso die mit verdankenswert grosser Beteiligung von Stallikerinnen und Stallikern realisierte Fotovoltaikanlage mit 336 Panels auf dem Dach des Schulhauses Loomatt sowie das neue attraktive Dorfzentrum, dessen Realisierung gut aufgegleist ist – auch wenn ich bei Letzterem nicht federführend war. Worauf sind Sie besonders stolz? Ich kann es nicht oft genug wiederholen und betonen: Es ist das supergute

Verhältnis, das Gemeinderat und Verwaltung gepflegt haben. Das stets gute Einvernehmen untereinander ist keinesfalls selbstverständlich, es lebt von gegenseitigem Gerne-Geben und dankbarem Nehmen. So weiss man, was man voneinander erwarten kann und was man aneinander hat.

«Das Energiestadt-Label für Stallikon hätte ich gerne auch noch geschafft.» Was hatten Sie als Gemeindepräsident auf dem Plan, was nicht erreicht oder geschafft wurde? In der Umsetzung von erneuerbaren Energieprojekten wäre ich gerne rascher und effizienter vorangekommen. Die PV-Anlage auf dem Dach des LoomattSchulhauses ist zwar realisiert und die entsprechende Machbarkeit für die Dächer der weiteren Gemeindeliegenschaften ist abgeklärt, aber ich wäre glücklicher, wenn wir diesbezüglich noch in meiner Amtszeit schon viel weiter gekommen wären. Das Energiestadt-

Label für Stallikon hätte ich gerne auch noch geschafft. Welche Entscheidung ist Ihnen als Gemeindepräsident am schwersten gefallen? Ich kann mich an keine konkrete schwerste Entscheidung meinerseits erinnern. Die Ablehnung der beantragten Steuererhöhung von zehn Prozent an der Gemeindeversammlung 2017 allerdings würde ich als «Dämpfer» einordnen. Sicherlich gab es auch viele vergnügte und fröhliche Momente in Ihrer Amtszeit. An welches Erlebnis erinnern Sie sich besonders gern? Das waren die stets freudigen Besuche bei unseren besonderen Jubilarinnen und Jubilaren im Dorf. Sie haben sich durchwegs als emotional schöne Erlebnisse gestaltet. Ich denke, man sollte und wird diese gute Tradition auch weiterhin pflegen. Was wird Ihnen darüber hinaus in Erinnerung bleiben? Die noch nicht lange zurückliegenden Veranstaltungen zur 900+2-JahreFeier seit der Gründung des Klosters Engelberg. Zum einen, weil ich vor Jahren noch keine Ahnung hatte, dass es

Was wünschen Sie Ihrer Nachfolgerin und welchen Ratschlag geben Sie ihr mit auf den Weg? Eine weiterhin so tolle Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung sowie ein zielstrebiges Weiterfahren bei den aufgegleisten Projekten. Ich bin allerdings überzeugt, dass Valérie Battiston, der gesamte Gemeinderat, ebenso das Verwaltungsteam um Roberto Brunelli und das Werkteam dies erreichen und schaffen werden. Weitere Ratschläge benötigt Valérie Battiston von mir nicht.

«Das Projekt für die künftige bauliche SchulInfrastruktur ist eine Herzensangelegenheit.» Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten? Ganz sicher auf mehr freie Zeit für meine Frau und unsere Familie, aber auch auf die Mitarbeit am Projekt unserer Schule. Denn, um ehrlich zu bleiben, macht diese den Abschluss meiner langjährigen Arbeit für die Gemeinde in RPK, Gemeinderat und als Gemeindepräsident weniger abrupt. Ja, klar... Sie legen ja Ihre Hände nicht einfach in den Schoss... Richtig, das Projekt für die zukünftige bauliche Schul-Infrastruktur sehe ich als Herausforderung und ebenso als Herzensangelegenheit, für die ich gerne noch einmal «in die Hosen steige». Ich hoffe, dass wir das Projekt in den nächsten vier Jahren erarbeiten und realisieren können und wir dabei die entsprechende Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten werden.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Juli 2022

Flüchtlinge schätzten die Hilfeleistungen Die Anlaufstelle mit regelmässigen Treffen für Ukrainerinnen und Ukrainer im Säuliamt wurde aufgehoben Einige der rund 250 ukrainischen Flüchtlingen im Bezirk Affoltern, holten regelmässig Ratschläge im Familienzentrum Bezirk Affoltern. Sie baten um Hilfestellungen und liessen sich bei alltäglichen Problemen beraten.

Grosse Bedeutung erhielt auch die Möglichkeit, dass sich die Flüchtlinge untereinander kennenlernten und so wertvolle Erfahrungen teilen konnten. Rebekka Haller von Integration Hedingen erzählt, dass sich bei den Treffen zwei ukrainische Familien getroffen hätten und sich so sympathisch fanden, dass sie nun zusammen in eine Wohnung ziehen. Neben Haller waren im Familienzentrum Affoltern Michelle Högger, Asyl- und Migrationswesen vom Sozialdienst Affoltern sowie Kelly G. Fitzgerald, CommunityLinks sowie Vorstandsmitglied Familienzentrum anwesend.

von Martin Mullis Anfang Mai dieses Jahres lancierte das Familienzentrum Bezirk Affoltern, an der Zürichstrasse in Affoltern, einen Treffpunkt für ukrainische Flüchtlinge. Sie sollten bei ungezwungenen Treffen bei Kaffee und Kuchen regelmässig Gelegenheit bekommen, sich mit anderen ukrainischen Flüchtlingen auszutauschen, aber auch wichtige Informationen und Hilfeleistungen für die erste Zeit ihres Aufenthaltes in der Schweiz zu erhalten. Dieser «Kaffee-Treffpunkt» wurde nun am vergangenen Donnerstag aufgehoben, nicht ohne auch ein kleines Fazit zu ziehen. Die Gelegenheit nutzten

Weiter ein fortwährende Betreuung

Die Anlaufstelle im Familienzentrum war ein Erfolg. Von links: Michelle Högger, Asyl- und Migrationswesen, Rebekka Haller, Integration Hedingen, Kelly G. Fitzgerald, CommunityLinks. (Bild Martin Mullis) in den vergangenen zwei Monaten denn auch jeweils etwa ein Dutzend Personen. Insgesamt wurden mindestens 30

Flüchtlinge (bis auf zwei Männer) allerdings lediglich Frauen mit Kindern beraten. Die grössten Probleme stellten

Finanzierungsbeitrag an Kiss erhöht

sich bei der Wohnungssuche, beim Erlernen der deutschen Sprache und Angelegenheiten mit Gastfamilien.

Trotz der Aufhebung der wöchentlichen Treffen werden die Flüchtlinge aber nicht allein gelassen. Michelle Högger, Asyl- und Migrationswesen, versichert, dass eine fortwährende Betreuung für Probleme von Personen mit dem Status S beim Sozialdienst Affoltern gewährleistet sei.

Konstituierung erfolgt

Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten

Aus dem Gemeinderat Hedingen

Die Genossenschaft Kiss Knonauer Amt wurde im November 2018 gegründet. Als Ergänzung zur Spitex, Pro Senectute usw. bietet sie kostenlose Nachbarschaftshilfe mit Zeitgutschriften an. Mit diesem Modell will Kiss einen Beitrag leisten, damit der stark zunehmende Bedarf an Unterstützung und Begleitung von zu Hause lebenden Personen gedeckt werden kann. Das Prinzip besteht darin, dass leistungsfähige Personen hilfsbedürftige Mitmenschen in der praktischen Alltagsbewältigung unterstützen und dafür auf einem individuellen Konto nicht Geld, sondern Zeitgutschriften erhalten. Diese können sie zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf selber einlösen, wenn sie durch andere Zeitvorsorgende betreut werden. Am 17. September 2019 genehmigte der Gemeinderat die Unterstützung der Genossenschaft Kiss Knonauer Amt für das Jahr 2020 mit einem Betrag von 40 Rappen pro Einwohnerin und Einwohner. Für das Jahr 2021 und 2022 wurde der Betrag auf 60 Rappen pro Kopf erhöht. Die Genossenschaft Kiss Knonauer Amt entwickelt sich erfreulich. Seit dem Geschäftsstart im Juli 2019 verzeichnen sie Ende Mai 2021 bereits 156 Genossenschaftsmitglieder und 106 Tandems mit insgesamt 2161 Stunden geleisteter Freiwilligenarbeit. Dies kommt allen zugute; den Personen, welche persönlicher Unterstützung bedürfen und den gebenden Personen, deren Ressourcen und Hilfsbereitschaft der Allgemeinheit dienen. Der Betrieb ist gut eingespielt und hat sich auch in den Zeiten der Covid-19-Krise bewährt. 2022 ist das letzte Jahr der Pilotphase und da ab 2023 voraussichtlich vom Lotteriefonds Kanton Zürich keine Beiträge mehr fliessen werden, ist die Genossenschaft Kiss noch mehr auf die Beiträge der Gemeinden angewiesen. Deshalb scheint eine Erhöhung für einen Betrag von 80 Rappen je Einwohner angemessen. Die Genossenschaft Kiss Knonauer Amt wird für das Jahr 2023 von der Gemeinde Bonstetten mit einem Betrag von 4505 Franken (80 Rappen pro Einwohner/-in) unterstützt. unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Budgets 2023 durch den Souverän.

18.30 Uhr zu erheben. Mit Ausnahme des Betreibungsamtes kann das Fazit gezogen werden, dass am Dienstagabend zwischen 18 und 18.30 Uhr jeweils keine bis eine Person die Schalter der Gemeindeverwaltung besucht. Demgegenüber muss jeder Bereich mit mindestens einer Person, also fünf Verwaltungsmitarbeitenden, den Schalter besetzt halten. Aus ökonomischer Sicht und auch um die Ressourcen der Verwaltung zu bündeln, stimmt der Gemeinderat dem Antrag zu, die Schalteröffnungszeiten ab 1. September 2022 am Dienstagabend auf 18 Uhr zu reduzieren.

Der Gemeinderat Hedingen hat sich an seiner ersten Sitzung in neuer Zusammensetzung wie gewohnt konstituiert und dabei die Ressorts zugeteilt. Dank der neuen Gemeindeordnung konnten erstmals die Ressorts auf sechs und nicht nur auf vier Gemeinderätinnen und Gemeinderäte verteilt werden. Die Schulpflegepräsidentin Esther Nievergelt übernimmt wie bereits ihr Vorgänger das Ressort Bildung und zusätzlich das Sachgebiet Jugend. Die drei neuen Exekutivmitglieder Esther Nievergelt, Marco Vanetta und Rolf Schilliger wurden herzlich willkommen geheissen.

Verabschiedung Behördenmitglieder

Gewährleistung der Kontinuität

Für Gemeindepräsident Erwin Leuenberger, Gemeinderat Heinz Schlüchter und Gemeinderat Simon Vergés hat am 28. Juni 2022 die letzte Gemeinderatssitzung stattgefunden. Sie waren je vier Jahre für die Gemeinde Bonstetten tätig. Ihnen gebührt ein besonderer und herzlicher Dank für ihre hervorragende Arbeit. Für die Zukunft, mit etwas mehr Freizeit, wünschen wir Ihnen viel Freude, Erfolg und beste Gesundheit.

Um Nachhaltigkeit und Kontinuität sicherzustellen, bleiben die drei Wiedergewählten, Gemeindepräsident Ruedi Fornaro, Gemeinderätin Nicole Doppler sowie Gemeinderätin Christine Erni ihren bisherigen Ressorts treu. Die Ressortzuteilungen im Überblick: Gemeindepräsidium: Ruedi Fornaro (Stellvertretung: 1. Nicole Doppler, 2. Christine Erni); Dienste & Sicherheit: Ruedi Fornaro (Nicole Doppler); Hochbau & Energie: Rolf Schilliger (Marco Vanetta); Tiefbau, Natur-& Umweltschutz, ICT: Marco Vanetta (Rolf Schilliger); Finanzen & Immobilien: Nicole Doppler (Ruedi Fornaro); Soziales & Integration: Christine Erni (vakant); Gesundheit, Alter & Gesellschaft: vakant (Christine Erni); Bildung & Jugend: Esther Nievergelt (SPF-Mitglied/ Christine Erni).

Abstimmung und Wahlen vom 15. Mai: Erwahrung der Resultate An den Urnenabstimmungen bzw. Wahlen vom 15. Mai wurde über folgende gemeindliche Vorlagen abgestimmt: 1. Genehmigung des Kredits von 18300000 Franken (inkl. MwSt.) zulasten der Investitionsrechnung für den Neu-

bau des Mehrzweckgebäudes Heumoos sowie die Übertragung der gemeindlichen Parzellen Kat.-Nrn. 2933 und 2934 vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen im Betrag von 3378000 Franken; entspricht dem Gesamtbetrag von 21678000 Franken. 2. Einführung einer «Energiekommission» und Zustimmung zur damit verbundenen Ergänzung in Art. 44 Abs. 2 lit. d) der Gemeindeordnung (Teilrevision der Gemeindeordnung). 3. Erneuerungswahlen des Primarschulpräsidiums für die Amtsdauer 2022–2026 (2. Wahlgang). 4. Erneuerungswahlen eines Mitglieds der Rechnungsprüfungskommission (RPK) für die Amtsdauer 2022–2026 (2. Wahlgang). Gemäss § 83 Abs. 1 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) stellt die wahlleitende Behörde die Rechtskraft der Wahl- und Abstimmungsergebnisse fest. Der Bezirksrat Affoltern hat mit Datum vom 23. Juni die Rechtskraft der obgenannten Wahlen und Volksabstimmungen bestätigt. Bevor die geänderte Gemeindeordnung (Vorlage 2) in Rechtskraft erwachsen kann, muss der Regierungsrat sie genehmigen (vgl. § 4 Abs. 1 GG). Er prüft sie auf ihre Rechtmässigkeit. Das Gesuch um Genehmigung der Gemeindeordnung wird durch den Gemeinderat beim Gemeindeamt eingereicht.

Anpassung der Öffnungszeiten auf der Gemeindeverwaltung Die Gemeindeverwaltung Bonstetten erbringt seit jeher einen kundenfreundlichen und eff izienten Verwaltungsdienst. Dazu gehören auch dienstleistungsorientierte Öffnungszeiten. Gerade berufstätige Personen haben damit am Dienstag oder Freitag die Möglichkeit, ihre Behördengänge so wahrzunehmen, dass sie nicht von der Arbeit freinehmen müssen. Allerdings wird diesbezüglich in den letzten Jahren festgestellt, dass immer mehr behördliche Aktivitäten per Internet oder E-Mail erfolgen und somit die Schalterbesuche rückläufig sind. Ferner ist die Gemeindeverwaltung Bonstetten eine der Gemeinden im Bezirk, welche die längsten Öffnungszeiten vorweist. Einige Gemeinden haben ganze Halbtage geschlossen. In den letzten Monaten ist den Mitarbeitenden aufgefallen, dass die Besucherzahlen am Dienstagabend zwischen 18 und 18.30 Uhr stetig rückläufig sind. Aus diesem Grund hat der Gemeindeschreiber die Einwohnerdienste, Steueramt, Betreibungsamt, Finanzen, Hochund Tiefbau beauftragt, im Mai 2022 die Besucherzahlen zwischen 18 und

Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • das Social Media Konzept der Gemeinde Bonstetten genehmigt; • der Ablösung des alten ICT-Steuerprogramms mit dem Produkt-Upgrade und Zentralisierung «Züri-Central» zugestimmt; • die Nutzungsvereinbarung der Zivilschutzanlage mit der Jugendarbeit Jugendplus gutgeheissen; • die Wahl des Bauherrenbegleiters für die Erstellungsphase des Mehrzweckgebäudes Heumoos vorgenommen.

Aus der Primarschulpflege Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 16. Juni 2022 ... • diverse Sonderschulsettings (intern und extern) bewilligt; • zwei Rekurse zur Klasseneinteilung besprochen und gutgeheissen; • die erste Lesung des Budgets 2023 vorgenommen; • die Budgetanträge 2023 des Hausdienstes zur Bewilligung an den Gemeinderat empfohlen; • den Stellenplan für das Schuljahr 2022/2023 diskutiert; • verschiedene Neuanstellungen und Anstellungsänderungen zur Kenntnis genommen. Christof Wicky, Gemeindeschreiber

Das Gemeindepräsidium wird durch Ruedi Fornaro geführt. Die erste Stellvertretung übernimmt Nicole Doppler und die zweite Christine Erni.

Ausschüsse, Kommissionen, Delegationen, Abordnungen Die Definition und Besetzung der verschiedenen Kommissionen sowie Delegationen und Abordnungen ist am 12. Juli 2022, resp. nach den Sommerferien geplant. Die Amtsübergaben (Hoch- und Tiefbau) durch den abtretenden Claude Hafner erfolgen in den nächsten Tagen.

Klausur des Gemeinderats Aufgrund des Rücktritts von Roland Schneider muss noch das bisher vakante Ressort Gesundheit, Alter & Gesellschaft besetzt werden. Gemeinderätin Christine Erni übernimmt dieses Sachgebiet bis zur Ersatzwahl. Der Gemeinderat freut sich, die Klausur anschliessend im November 2022 vollzählig durchführen zu können, wo er sich intensiv mit der Legislaturplanung und weiteren zentralen Themen beschäftigen wird. Der Gemeinderat freut sich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit. Suzana Sturzenegger, Gemeindeschreiberin Detailliertere Infos unter hedingen.ch.

Einbürgerung: Gesuch online stellen Bewerbende im Kanton Zürich können ihr Gesuch via digitale Plattform einreichen. Die Plattform «eEinbürgerungZH» ist für Bewerberinnen und Bewerber ab sofort zugänglich, wie die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich mitteilt. Bis 2023 soll der gesamte Prozess digitalisiert sein. Der Zugriff erfolgt über die kantonale Website. Dort können sich Bewerberinnen und Bewerber auch vorgängig über Voraussetzungen und Ablauf der Einbürgerung informieren. Die erste Anlaufstelle für Einbürgerungswillige bleibt aber die Gemeinde. Dort können sie sich fachlich beraten lassen. Die Gemeinden weisen sie auch darauf hin, ihr Gesuch möglichst elektronisch einzureichen. Der Kanton hat dafür entsprechendes Infor-

mationsmaterial zur Verfügung gestellt. Die zuständige Regierungsrätin, Jacqueline Fehr, sagt dazu: «Es freut mich sehr, dass es Gemeinden und Kanton gemeinsam gelungen ist, der Bevölkerung eine weitere Dienstleistung digital bereitzustellen.»

Digitale Gesuche bevorzugt Kanton und Gemeinden werden die Gesuche nach dem Prinzip «digital only», also ausschliesslich elektronisch bearbeiten. Für die Bewerbenden gilt hingegen das Prinzip «digital first»: Wer sich einbürgern lassen will, soll das Gesuch möglichst elektronisch einreichen. Es ist zwar weiterhin möglich, die Gesuche per Post einzureichen. Diese muss der Kanton aber zuerst digitalisieren. Solche Medienbrüche sind aufwendig und fehleranfällig. (red.)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Juli 2022

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Von Spässen, Stoppuhren und Stabhochsprung In Affoltern feiert Hansruedi Wettstein am 7. Juli einen runden Geburtstag Auf dem Sulky hinter dem Pferd, als Zehnkämpfer, Faustballer, Bobfahrer oder Langläufer, Funktionär und Trainer: Hansruedi Wettstein ist in vielen Sportarten zu Hause. Nun feiert Güx, wie er im Bekanntenkreis genannt wird, am 7. Juli seinen 80. Geburtstag. von Werner Schneiter Während andere in diesem Alter auf den Rollator angewiesen sind und Sport nur noch am TV verfolgen, ist Hansruedi Wettstein noch immer aktiv und nach einer Knieoperation wieder fit. So ist er in diesem Jahr seinen 43. Engadin Skimarathon gelaufen. In seiner Altersklasse hat er einmal gewonnen, dreimal stand er auf dem Podest, und 13-mal schaffte er die Strecke von Maloja nach S-chanf unter zwei Stunden. Ergebnisse, die unter anderem auf viel Sommertraining mit Rollskis auf Innerschweizer Bergstrecken fussen. In besonders schöner Erinnerung sind für ihn die Patrouillenläufe der Armeemeisterschaften geblieben, auch seine sieben Wasa-Läufe (90 km), ein Volkslauf im russischen Murmansk oder die sieben Teilnahmen an den Langlauf-Seniorenweltmeisterschaften – mit seinem Bestresultat: 7. Rang über 30 km im kanadischen Canmore. Der Jubilar sah sich nie als Spitzensportler, aber einer mit Freude an der Leistung. «Spitzensport hätte ich mit 25 Jahren betreiben müssen, aber die langen Arbeitswege und -zeiten sprachen dagegen», fügt der gelernte Gartenbauer bei, der auch schon im Rennbob sass.

Freundschaften über die Vereinsgrenze hinaus Nach der Heirat mit Margrit Schenk (1965) zog Güx von Mettmenstetten nach Affoltern und ging dort in den (längst aufgelösten) Turnverein. Da werden auch Erinnerungen an den 2002 zu Grabe getragenen Turnverband am Albis wach, an die Spiel- und Stafettentage oder Leichtathletik-Einkampfmeisterschaften, sozusagen Bezirks-

Als Sekundarschüler auf dem Sulky bei einem Trabrennen in Arosa. (Archivbilder)

Auch mit 80 noch fit: Jubilar Hansruedi («Güx») Wettstein. (Bild Werner Schneiter)

Immer vorne dabei: Hansruedi Wettstein 2018 beim Engadin Skimarathon.

meisterschaften. Da kannte man sich über die Vereinsgrenzen hinaus, pflegte bei aller sportlicher Rivalität Freundschaften – und bestritt jeweils sämtliche Disziplinen: Pendelstafette, 4x100 m (mit bis zu fünf Mannschaften pro Verein!), Schwedenstafette, olympische Stafette oder war aktiv auf dem Faustballfeld. Später nahmen die Vereine nur noch mit Spezialisten teil, bedauerlicherweise, wie Güx anführt. Humor, Spässe, Scherze und muntere Sprüche gehören auch heute noch zu seiner DNA. In diesem Zusammenhang werden so manche Anekdoten wach, dazu gesellte sich immer wieder Kurioses, wie etwa bei einem Zehnkampf im Tessin, wo wegen fehlender Stoppuhren der 400-m-Lauf am zweiten Wettkampftag stattfinden musste, unmittelbar vor dem 1500-m-Lauf ... Um die 30 Kränze

tionär und Trainer seine Meriten. Sechs Jahre gehörte er dem Vorstand des Turnverbandes am Albis an. Zehn Jahre fungierte er als Technischer Leiter der Skiriege Mettmenstetten, mehrere Jahre auch als Leichtathletik-Trainer im Turnverein Affoltern – oder, zusammen mit Kollegen, als Loipen-Leger im Feldermas. Von 1979 bis zu seiner Pensionierung 2007 stand Hansruedi Wettstein dem Regiebetrieb der Gemeinde Affoltern vor – eine Zeit, in der er viele Freiheiten genoss, aber auch mit viel Eigeninitiative und motivierten Mitarbeitern ans Werk ging. So entstand Anfang der 80er-Jahre die Idee eines Bislikerweihers im Naturschutzgebiet oberhalb von Affoltern. «Wir haben dort erst das Wasser gestaut, um zu sehen, was passiert», erinnert er sich. Es kam – auch dank des damaligen Gemeinderats Hans Jucker – gut, und

hat sich Leichtathlet Hansruedi Wettstein an Turnfesten geholt, auch einen bei seinem einzigen Einsatz als Nationalturner. Er erinnert sich an Einrichtungen auf Wettkampfplätzen, die heute nicht mehr denkbar sind. «Bei Hochsprung und Stabhochspruch, noch mit Alu-Stäben bestritten, landete man im Sand oder drehte seine Runden auf der Aschenbahn», sagt Güx, der Vielseitige. Als Sekundarschüler bestritt er 1958 in Arosa auf dem Sulky erstmals ein Trabrennen – und damit in die Fussstapfen seines Vaters und Mettmenstetter «Rössli»-Wirts Alfred Wettstein trat.

Funktionär, Trainer und «Vater» des Bislikerweihers Parallel zur Wettkampftätigkeit holte sich Hansruedi Wettstein auch als Funk-

Mittelschule in Affoltern ab 2027? Das Schülerwachstum im Kanton Zürich ist so gross, dass die Errichtung einer Filiale der bestehenden Kantonsschule Limmattal (KSL) am Standort Affoltern angezeigt sei, heisst es aus der kantonsrätlichen Kommission für Bildung und Kultur (Kbik). Damit sollen die Mittelschulen in der Stadt Zürich und im

Limmattal entlastet werden. Geplant ist, im Jahr 2027 ein Provisorium mit rund 650 Schülerinnen und Schülern in Betrieb zu nehmen. Damit dürfte sich das Postulat von EVP-Kantonsrat Daniel Sommer betreffend «Potenzialstudie interkantonale Mittelschule Knonauer Amt» erledigen.

innerhalb eines Jahres sagten sowohl Kanton als auch Gemeinde Ja zum erforderlichen Kredit. Auch bei den ersten Kreiseln in Affoltern besorgte der Regiebetrieb das Anpflanzen in eigener Regie – auch dank Zustimmung des damaligen Kreisingenieurs Marcel Hürlimann. Regie führte Hansruedi Wettstein auch beim Anlegen eines Wegs entlang des Jonenbachs im Jonental, der damals, mit Holzspänen angelegt, an eine Finnenbahn erinnerte. «Wir wollten den Weg bis nach Herferstwil verlängern, aber dagegen wehrte sich die Gemeinde Mettmenstetten», hält Güx fest. Womit wir beim Stichwort «Finnenbahn» wieder zurück sind beim Sport, dem der Jubilar auch nach seinem «Runden» leidenschaftlich frönen wird. Und dies hoffentlich noch viele Jahre tun kann.

Marc Bochsler im Kantonsrat Laut Regierungsrat würde die Errichtung einer interkantonalen Mittelschule im Knonauer Amt zusammen mit den Kantonen Zug und Aargau technisch zu komplex, etwa was die Schulsysteme, das Übertrittsverfahren und Finanzierungsfragen anbelange. Zudem fehle der interkantonale Bedarf. (red.)

Die Direktion der Justiz und des Innern hat Marc Bochsler, Unternehmer und Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis aus Wettswil, als Mitglied des Kantonsrates als gewählt erklärt. Der 40-Jährige tritt die Nachfolge des per 11. Juli zurücktretenden Hans Finsler, Zwillikon, an. Bochsler ist seit 2016 Präsi-

dent der SVP Wettswil, seit 2020 Vizepräsident der Bezirkspartei und erstes Ersatzmitglied auf der Liste der Ämt- Marc Bochsler rückt nach. (Archivbild) ler SVP. (red.)

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Hervorragende Abschlussarbeiten Nach Corona endlich wieder ein Anlass mit Eltern an der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach Am Donnerstag präsentierten in der Mehrzweckhalle Zehndenfrei in Obfelden die Schüler der dritten Sekundarklassen ihre Abschlussarbeiten Eltern und anderen Interessierten. Serge Schaub, Projektleiter der Abschlussarbeiten, lobte das Engagement vieler Schüler – und oft auch deren Eltern. von Regula ZellwegeR «Ich bekam ein neues Bett», erzählte Ladina Gyr. «Nun brauchte ich einen passenden Nachttisch. Ich habe ihn aus Pappelholz geschreinert und oben mit einem Schaukasten versehen, den ich immer wieder neu dekorieren kann. Das Holz musste lange gespachtelt und geschliffen werden, bevor ich es mit silberner Metallicfarbe bemalte. Ich konnte meine Abschlussarbeit bei meiner zukünftigen Lehrfirma in Ottenbach realisieren. Ich werde Malerin und freue mich auf die Lehre.» Schüler der dritten Sekundarklassen befinden sich auf der Schwelle. Es gilt, von der Volksschule – und Schulkollegen – Abschied zu nehmen und eine Lehre anzutreten, in eine Mittelschule überzutreten oder mit einer anderen schulischen Anschlusslösung den Eintritt in die Arbeitswelt vorzubereiten.

Ideenreichtum Mit den Abschlussarbeiten während der Berufswahlphase bereiten sich die Schüler oft auf ihre beruflichen Ziele vor. Sie erhalten während zweier Stunden pro Woche eine intensive Einführung in Projektarbeit. Dann erfolgt die freie Wahl des Themas. Nun gilt es, einen Antrag zu stellen, der von Serge Schaub und drei weiteren Lehrerkollegen genehmigt werden muss. Die Schule stellt jedem Schüler 70 Franken zur Verfügung. Oftmals investieren Eltern auch Zeit und Finanzen in die Werke ihrer Kinder. Chancengleichheit? Serge Schaub meint: «Wenn Jugendliche bei der Arbeit Unterstützung brauchen, bekommen sie diese

Ladina Gyr schreinerte sich einen stylischen Nachttisch mit Vitrine für kleine Ausstellungen. (Bilder Regula Zellweger) in der Schule, beispielsweise beim Werklehrer. Voraussetzung: Sie zeigen eigenes Engagement.» Die Ideen für die Abschlussarbeiten sind vielfältig. Stefan Kronberger konstruierte mit der Hilfe von Fachmann Hans Schwarzbach eine Seifenkiste. Levin Wissler baute sich einen Schreibtisch. Elona Alija schrieb über islamische Gebete. Lia Badertscher erstellte eine ästhetische, dreidimensionale Weltkarte. Fabio Rüegg punktete mit einer beeindruckenden Lampe aus Altholz. Marius Tanner nähte eine Patchworkdecke für sein Bett. Ganze 300 Kilogramm wiegt der Katzenbaum aus Eichenholz, den Mae Geiser gebaut hat. Fabio Rigoni schneiderte sich ein Fasnachtskostüm. Lukas Wyss entwickelte ein komplexes Computerspiel, sein Berufsziel ist die IT-Branche. Zerda Kaya verfasste ein eigenes Kochbuch. Janine Zwicky schreinerte ein Hundebett. Vicky Thanopoulo

Yara Frick nahm das KTM-Occasionsmotorrad völlig auseinander, reinigte, sandstrahlte, polierte und bemalte die einzelnen Teile. Jetzt ist der Töff farbig, glänzend, verkehrstauglich und gesetzeskonform.

gab ihrer Arbeit den Titel «Kindern, die es nicht leicht haben, ein Lächeln ins Gesicht zaubern». Sie bastelte Armbänder mit den Namen der Kinder und besuchte sie im Spital. Sie wird Fachfrau Gesundheit, FaGe.

Von 26 PS auf 1 PS Nora Andermatt erstellte mit ihrer Kollegin ein Jahrbuch der Sek Obfelden und sammelte die Fotos aller Schüler, Lehrpersonen und Schulpfleger und gestaltete damit ein Fotobuch. Für die PorträtFotos nähten sie einen grauen Hintergrund. Eine Heidenarbeit, mit allen einen Termin zu finden! Yara Schumacher nähte ein Cosplay-Kostüm. Cosplay ist die Kurzform für die englische Bezeichnung «Costume Play». Hierbei verkleidet sich ein Cosplayer als ein Charakter beispielsweise eines Computerspiels. Es gäbe noch viele weitere beeindruckende Arbeiten zu nennen.

Yara Frick fährt seit einigen Jahren Motocross. Mit der Hilfe ihres Vaters hat sie eine 2012er KTM sx 85 völlig auseinandergenommen, Teile sandgestrahlt, poliert, neu gespritzt, den Sattel neu bezogen und schliesslich alles wieder zusammengesetzt. Verkehrstauglich und gesetzeskonform! Nun stand der «Töff» glänzend in der Zehndenfrei-Halle, fast zu schade, ihn im Gelände zu benutzen. Und nein, Yara wird nicht, wie zu erwarten wäre, Motorradmechanikerin EFZ. Sie geht zurück auf ein PS und beginnt ein Jahrespraktikum als Pferdefachfrau und hängt 2023 im gleichen Betrieb die Lehre an. Ein Sackgassenberuf ? Nach Lehrabschluss besteht die Möglichkeit, Spezialistin der Pferdebranche mit eidg. Fachausweis oder Expertin Pferdemanagement mit eidg. Diplom zu werden oder sogar ein Fachhochschulstudium, den Bachelor of Science in Agronomie mit Vertiefung in Pferdewissenschaften, abzuschliessen.

Auch Inspirationsquelle Dieses Beispiel zeigt, dass mit der Projektarbeit die Jugendlichen im Alter, in dem sie sich – oft nicht konfliktfrei – von den Eltern ablösen, gemeinsam mit ihnen auf ein Ziel hinarbeiten. Zudem gibt die Wahl der Arbeit einen Hinweis auf Interessen und berufliche Neigungen, wichtig für die Berufswahl, die erste Weichenstellung einer beruflichen Laufbahn, die heute unzählige Wahlmöglichkeiten bietet. Betrachtet man die Arbeiten der Schüler, wünscht man sich die berühmte Kristallkugel, um sehen zu können, wie ihr Berufsleben verlaufen wird. Norina Lüthi schliesst eben die zweite Sekundarklasse ab – und sie weiss jetzt schon, welche Projektarbeit sie im nächsten Schuljahr machen wird: wahrscheinlich ein Quilt mit über 500 Teilen. Und ihre Mutter wird sie dabei unterstützen. Es geht weiter!

FORUM

Von «Ricola-Zältli» und Blaulibellen

Lukas Frei mit Erklärungen zur Produktion von Holunderblüten. (Bild Mohamed Chahin) Ausserordentliche, geradezu intime Einblicke in die Artenvielfalt lautete das Versprechen. Und wer der Einladung von EVP-Kantonsrat Daniel Sommer folgte, erlebte in Knonau tatsächlich, was mit Biodiversität gemeint ist. Naturexperte Benjamin Kämpfen verstand es hervorragend, aufzuzeigen, wie es unterschiedliche Baumarten entlang der Chamstrasse und natürliche Pflanzengemeinschaften bereits nach kurzer Zeit schafften, seltene Insektenarten anzulocken. Den wunderschönen Blaulibellen scheint es nun im kleinen WattbachBiotop im Dorfzentrum zu gefallen. Heiss war es, als sich gut 20 zweibeinige Sonnenhüte dem renaturierten Watt- und Haselbach entlang, an der «Riviera» vorbei, zum Biobauernhof Margel bewegten. Nach der willkommenen Erfrischung unter der grossen Eiche lauschte man den Ausführungen der Bauersleute Kathrin und Lukas Frei. Der Obstgarten mit rund 200 Pro-SpezieRara-Obstbäumen machte auf anschauliche Weise klar, wie wichtig alte Sorten und bäuerliches Engagement für die Biodiversität sind. Im Holundergarten durften die Blaulibellen das korrekte

Einbringen der Ernte noch mitüberwachen. Beim Trocknungsvorgang und dem Abfüllen der leichter gewordenen Blüten waren sie dann nicht mehr dabei und bekamen so auch nicht mit, dass der Inhalt der Säcke die Basis für alle «Ricola-Zältli» ist. An der dritten Station öffneten Manuela und Matthias Gasser von der Imkerei am Wattbach die Pforten zur faszinierenden Bienenwelt und erinnerten daran, dass die Bienen für die Bestäubung sämtlicher Früchte und den Erhalt der Artenvielfalt unverzichtbar sind. Die Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft kamen im Gespräch mit EVP-Kantonsrat Daniel Sommer ebenso zur Sprache, wie Fragen zur Existenzsicherung oder der Ernährungssicherheit. Der gemütliche Ausklang am Feuer mit Wurst und gemeinsamem Singen stimmte bereits auf den 9. September ein, wo es auf die nächste Entdeckungsreise im Rahmen der Reihe «Ein ganzes Jahr Sommer» geht. Unter der Überschrift «MitMenschen» steht dann der Besuch des «Brotchorb» auf der Buchenegg auf dem Programm. EVP Bezirk Affoltern

Grünliberale schicken Scherrer ins Regierungsratsrennen Bei der mit fast 190 anwesenden Mitgliedern hervorragend besuchten Mitgliederversammlung vom 28. Juni, haben die Grünliberalen Benno Scherrer als Kandidaten für die Regierungsratswahlen bestimmt. Benno Scherrer hat sich klar gegen die frühere SP-Nationalrätin Chantal Galladé durchgesetzt. Auf Scherrer entfielen in einer offenen Abstimmung 147 Stimmen, Galladé erhielt nur 37 Stimmen. 4 Personen enthielten sich. Zuvor war ein Antrag auf eine Zweierkandidatur deutlich abgelehnt worden. Der 57-jährige Benno Scherrer lebt in Uster und ist ein grünliberales Urgestein. Er ist auch bestens mit den Grünliberalen aus dem Säuliamt vernetzt. Er wurde im Jahr 2007 mit der ersten GLP-Delegation in den Kantonsrat gewählt, dem er bis heute angehört.

Benno Scherrer (Mitte) mit Nicole BeckTaubenest, und Ronald Alder. (Bild zvg.) Benno Scherrer arbeitet als Berufsschullehrer und Präsident der Sekundarschule Uster. Im Jahr 2021 wurde er zum Präsidenten des Kantonsrats gewählt – er war der erste Grünliberale in diesem Amt. Als Kantonsrat kennt er die Dossiers und die Menschen, und er weiss, wer wo an den Dossiers «zerrt». Die

Landeanflug im Murimo0s in Muri. (Leserbild Kurt Baur, Obfelden)

Grünliberalen aus dem Säuliamt stehen voll hinter Benno Scherrers Dreipunkteprogramm für den Kanton Zürich. Es braucht eine progressive Energiepolitik, eine moderne Bildungspolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik. Unter anderem müssen Firmengründungen vereinfacht und Start-ups gefördert werden. Eine progressive Energiepolitik ist nur möglich, wenn es der Wirtschaft und dem Gewerbe gut geht. Die Grünliberalen aus dem Knonaueramt freuen sich auf einen spannenden Wahlkampf mit Benno Scherrer und es steht schon heute fest, dass er im Herbst und Winter mehrmals bei uns im Säuliamt zu Gast sein wird. Thomas Beck, Mitglied des Vorstandes Sektion Grünliberale Knonaueramt


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Gewerbe

50 Jahre «insieme»

Der Elternverein zur Förderung geistig behinderter Menschen feierte Jubiläum. > Seite 13

Dienstag, 5. Juli 2022

«Summer of Love»

Auf dem Karlihof in Hausen wird am Samstag die Hippiebewegung zelebriert. > Seite 14

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Nun gegen die Besten

Die Mettmenstetter Volleyballer schaffen den Aufstieg in die 1. Liga des ZTV. > Seite 15

Bedauern über Berufswahl und Laufbahnentscheide Wenn man das Gefühl hat, sich in eine falsche Richtung zu entwickeln Gunnar Johansson, neuer Leiter Solarsysteme bei Schweizer. (Bild zvg.)

Neuer Leiter Solarsysteme Der Maschinenbauingenieur Gunnar Johansson leitet bei der Ernst Schweizer AG neu den Geschäftsbereich Solarsysteme. Als Pionier bei Solarlösungen konnte Schweizer in der jüngeren Vergangenheit von der grossen Nachfrage bei Fotovoltaik-Montagesystemen profitieren und dabei überproportional zum Markt wachsen. Die erfolgreiche Entwicklung wesentlich mitgeprägt hat Sjef de Bruijn, Bereichsleiter Solarsysteme. Dieser verlässt das Unternehmen nach rund fünfeinhalb Jahren, um eine neue Herausforderung in einem anderen Umfeld anzunehmen. Am 1. Juli übernahm Gunnar Johansson die Leitung des Geschäftsbereichs. Der 50-Jährige stammt ursprünglich aus Schweden und zeichne sich durch seine ausgesprochene Innovations- und Kundenorientierung aus, wie die Ernst Schweizer AG mitteilt. «Die Schweizer Markenwerte Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation sind auch für mich zentrale Eckpunkte einer tragenden Firmenkultur», erklärt der neue Bereichsleiter. Für den Unternehmensleiter Samuel Schweizer gewährleistet dieser nahtlose Übergang die Kontinuität des Solargeschäfts. (red.)

MARKTPL ATZ

Langdauernde berufliche Unzufriedenheit kann krank machen. Deshalb gilt es, immer mal wieder eigenverantwortlich für das Wohlbefinden zu sorgen. Manchmal führt man das Unbehagen auf eine falsche Berufswahl oder einen Laufbahnentscheid zurück. Und nun? Von Regula ZellwegeR Über Berufsbedauern wurde noch nicht viel geforscht und der Begriff ist auch nicht geläufig. Unter Berufsbedauern versteht man das Bedauern über eine Berufswahl oder einen beruflichen Laufbahnentscheid. In der englischen Zeitschrift Elsevier, der Zeitschrift für berufliches Verhalten, veröffentlichten die beiden englischen Wissenschafter Alexandra Budjanovcanin und Chris Woodrow einen Artikel über eine Studie mit dem Titel: «Konstruktives Bedauern über den Beruf: Eine qualitative Studie über Berufswahl und berufliches Bedauern». Gestützt auf 51 karrierebasierte Interviews entwickelten sie ein Modell des beruflichen Bedauerns, das zeigt, wie Individuen diese Emotion im Laufe der Zeit erleben und damit umgehen.

Bedauern konstruktiv steuern «Dieses Modell zeigt, dass die Erfahrung des beruflichen Bedauerns episodischer Natur ist, Zyklen beinhaltet und sich je nach dem Weg durch Episoden unterschiedlich manifestiert», fassen die For-

scher zusammen. Aus ihrer Analyse ergaben sich fünf verschiedene Wege durch Bedauernsepisoden, die jeweils zu einem eindeutigen Bedauernsprofil führten. Diese Profile werden als Early Responder, Explorer, Stagnater, Reconciled Acceptors und Crystallisers bezeichnet. Man könnte etwa so übersetzen: Schnell-Reagierer, Erforscher, Stagnierer, versöhnender Akzeptierer, lösungsfindender Auskristallisierer. Bei Berufsbedauern kann man also – überspitzt formuliert – schnell reagieren, herausfinden weshalb, erstarren, annehmen, was ist oder analysieren und eine Lösung herauskristallisieren.

Sich selbst wahr- und ernst nehmen Wer sich beispielsweise bewusst entscheidet, in einer Situation mit Stagnieren zu reagieren, macht nichts falsch, wenn er die Verantwortung für die Folgen seines Entscheides übernimmt und die Konsequenzen ohne Bedauern trägt. Vielleicht verschafft er sich damit mehr Freiraum für seine Hobbys. Dies beinhaltet aber ein gewisses Mass an Vermeidungsstrategien, die darauf abzielen, die Auswirkungen des Bedauerns zu mildern, anstatt sich mit seinen Ursachen zu befassen. Und damit wird das Bedauern immer wieder einmal auftauchen. Versöhnende Akzeptierer schliessen wirklich Frieden mit ihrer Situation. Diese fünf Modelle, wie auf Berufsbedauern reagiert werden kann, vermischen sich in der Realität und oft wechselt man auch beispielsweise in verschiedenen Phasen vom Stagnierer zum lö-

sungsfindenden Auskristallisierer. Diese Typologie ist hilfreich für die «Selbstdiagnose» als ersten Schritt aus dem Berufsbedauern heraus.

Beispiel Berufswahl Bedauern ist ein Gefühl, das oft Enttäuschung beinhaltet. Beispiel Berufswahl: Im Alter, als man sich entscheiden musste, hatte man sich für die aktuell beste Lösung auf dem aktuellen Wissensstand entschieden, vielleicht auch aus Unwissenheit. Vielleicht hat man auf die beständige Frage «Hast Du eine Lehrstelle» mit Flucht nach vorne reagiert: «Dann mache ich eben das KV.» Entwicklungspsychologisch gesehen erreicht man die Berufswahlreife mit 18 Jahren. Kein Wunder, dass die erste Berufswahl erst mal in eine Richtung gehen kann, die man ein paar Jahre später und um Erfahrungen in der Berufswelt reicher, nicht mehr anstreben würde. Jetzt zu stagnieren oder gar zu resignieren, wäre fatal, denn es stehen viele Berufsjahre bevor. Es gilt, die Energie, die im Bedauern steckt, umzupolen, hin, auf eine neue Lösung, auf ein attraktives Ziel. Dazu steht zuerst eine Analyse, eine berufliche Standortbestimmung an. Bedauern ist nicht per se negativ, denn im Moment reagiert man für den aktuellen Moment richtig. Bedauern ist ein hilfreicher Wegweiser in eine zufriedenere Zukunft – wenn man aktiv wird. Noch nie war das Bildungssystem so durchlässig wie heute. Meistens finden sich Wege, um voller Elan in eine neue Berufswelt aufzubrechen. Bedauern ist

die Emotion, die man empfindet, wenn man erkennt oder sich vorstellt, dass die aktuelle Situation besser gewesen wäre, wenn man sich anders entschieden hätte. Es ist ein unangenehmes Gefühl, oft gepaart mit Selbstvorwürfen. Hätte, täte, würde! Wenn meine Tante Räder hätte, wäre sie eine Kutsche.

Hinschauen und dranbleiben Wenn berufliches Bedauern täglich gelebt wird, wenn Menschen in Berufen arbeiten, von denen sie sich wünschen, dass sie sie nie gewählt hätten, kann sich dies psychisch oder physisch manifestieren. Deshalb zeugt es von echter Freundschaft oder von professioneller Vorgesetztenkompetenz, wenn man Menschen darauf anspricht. Manchmal braucht es Ermutigung, um aus dem Berufsbedauern auszubrechen und aktiv zu werden. Warum nicht einfach fragen: «Würden Sie bei günstigen Voraussetzungen einen Entscheid in Ihrem Berufsleben rückgängig machen?» Diese Frage kann man sich auch selbst stellen. Die Verfasser der Forschungsarbeit sind der Meinung, dass viele eine Antwort gäben, die aufzeigt, welche Wünsche und Träume noch nicht gelebt wurden. Und – wie so oft – lassen sich die Gedanken zum Berufsbedauern auf das Bedauern von Entscheiden auf dem Lebensweg generell übertragen. Was würde ich heute anders machen? Womit beginne ich mit der Richtungskorrektur? Es gilt dranzubleiben. Denn: Man kann ein Schiff nur steuern, wenn es fährt.

Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00

Naturseminare im Seleger Moor

Grosse Weine der Toscana

An den Workshops mit Alexandra Meier können sich die Teilnehmenden mit der Energie der Natur verbinden.

Volpaia und Piancornello in Staubli-Mü’s Vinothek

Das Seleger Moor in Rifferswil ist ein Ort, dem ein ganz besonderer Zauber innewohnt. Er bietet die Möglichkeit, den Stress und die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und in der Ruhe und Stille der Natur zu regenerieren. Am Dienstag, 19. Juli, findet der erste von insgesamt fünf Workshopabenden mit Alexandra Meier statt. Um 18 Uhr, wenn sich die Pforten des Seleger Moors schliessen, können sich die Workshop-Teilnehmenden ungestört mit der Natur verbinden und in die Energie dieses wunderbaren Ortes eintauchen. Ab dem 1. September besteht die Möglichkeit, auch am Donnerstagmorgen von 8 bis 9.30 Uhr in die Natur einzutauchen. In den frühen Morgenstunden ist die Wirkung dieses Ortes besonders gut spür- und erfahrbar. Die Workshops werden ebenfalls von der erfahrenen Alexandra Meier geleitet. Sie ist Autorin, Seminarleiterin und Therapeutin mit eigener Praxis in Baar. Sie hat die Bücher «Die Weisheit des

Die Toscana ist Traum und Sehnsuchtsort vieler Italienreisender. Die Sangiovese-Traube hat Ihren Spitzenplatz im Trauben-Ranking der Toscana zurückerobert.

Alexandra Meier ist Autorin, Seminarleiterin und Therapeutin. (Bild zvg.)

Waldes», «Erdheilung und die Lehren des Pan» geschrieben und eine Meditations-CD herausgebracht. Regelmässig hält sie in der Schweiz und im benachbarten Ausland Seminare ab. Es ist ihr ein Anliegen, dass die Menschen wieder erfahren, wie wertvoll und wichtig die Verbindung zur Natur ist. Denn «wenn du die Natur verstehst, dann verstehst du die Gesetze des Lebens.» Alexandra Meier Mehr Infos unter www.alexandrameier.ch, Anmelden an praxis@alexandrameier.ch.

Volpaia – die Befestigung aus dem 11. Jahrhundert gilt als eines der besterhaltenen Dörfer des Mittelalters. Rund um das Dorf haben die Rebberge verwöhnte Hanglagen – das Fundament für grandiose Weine. Seit 1966 ist Castello di Volpaia im Besitz der Familie Stianti Mascheroni. Die Familie Stianti Mascheroni keltert mit grosser Sorgfalt und hohem Traditionsbewusstsein wunderbar typische Chianti-Weine von höchster Qualität. Gezeigt werden unter anderem der 2018er-Chianti-classico «Coltassala» (Gran Selezione). Der Chianti classico «Il Puro», seines Zeichens einer der grossartigsten Chianti überhaupt. Der Balifico 2018 vinifiziert aus Sangiovese- und Cabernet Sauvignon-Trauben, ist eine Cuvée von internationaler Klasse, notabene einer der ersten «Supertuscans» überhaupt. Montalcino mit seinem Brunello ist die Wiege eines der berühmtesten Rot-

weine Italiens. Piancornello; aus dem südlichsten Teil des Anbaugebietes – zählt heute zu den ganz grossen Namen der Zone. Mit jedem Jahrgang gelingt es Claudio Monaci und Silvia Batazzi von Neuem, die Fachwelt zu verblüffen. Vorgestellt werden der Brunello di Montalcino DOCG 2016 und der Rosso di Montalcino DOC 2019.

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Vermischtes

Dienstag, 5. Juli 2022

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50 Jahre «insieme» oder wenn Säuliamt und Limmattal zusammenspannen Der Elternverein zur Förderung geistig behinderter Menschen feierte auf dem Zugersee 50 Jahre ist es her, seit sich 37 Eltern zusammengeschlossen haben, um sich gemeinsam für ein Angebot für Kinder mit Behinderung im Knonauer Amt und im Limmattal einzusetzen. Auf dem Zugersee wurde das 50-Jahre-Jubiläum gefeiert. Es war einmal... So muss man wohl beginnen, wenn man sich das Jahr 1972 für Kinder mit Behinderungen in den zwei Bezirken vor Augen hält. Wohnheime, Schulen, Freizeitangebote: Es gab nichts! Den Eltern blieb nichts übrig, als ihre Kinder irgendwo in der Schweiz zu platzieren: im Tösstal, im Appenzell, im Engadin. Besuche möglich, aber schwierig. Am 3. Juli 1972 machen sich im Frohsinn in Schlieren deshalb 37 Eltern auf, das zu ändern. Es ist die Geburtsstunde des Elternvereins «insieme» – sein Name ist Programm. Gleichzeitig plant die Politik die Errichtung einer Stiftung mit Wohnheim und Arbeitsplätzen. Sie wird 1974 von 25 Gemeinden gegründet – erstmals in der Schweiz bezirksübergreifend. In nur zwei Sitzungen ist die Finanzierung unter Dach und Fach.

Das Jubiläum wurde auf der MS Zug gefeiert. (Bilder zvg.)

Der Start: Alle ziehen mit! Die ersten Pionierjahre von Verein und Stiftung sind beidseits geprägt von kompromissloser Zusammenarbeit. Der Ansatz ist radikal. Während der aufwendigen Planungsarbeiten steigt man voll in die Praxis ein: 1975 dient eine Baubaracke von Hatt-Haller an der Bändlistrasse bereits als provisorische Werkstatt. Endlich kann man die Kinder in die eigene

«Zeit des Aufbruchs» Marlies Santschi, Sie blicken auf 20 bewegte Jahre als Präsidentin zurück. Was löst das Jubiläum bei Ihnen aus?» «Es ist eine Mischung aus Dankbarkeit, Stolz ...und Staunen: Wir haben aus bescheidenen Anfängen wirklich sehr viel erreicht. Dabei sind die Eltern der Kinder mit Behinderung 1972 mit der Vereinsgründung mutig vorangegangen. Sie wurden jedoch sofort von den Behörden und dem Schlieremer Macher Ernst Laubi entschlossen unterstützt. Gemeinsam machte man die 70er-Jahre so zu einem beeindruckenden Jahrzehnt des Aufbruchs. Auch die Bevölkerung nahm Anteil an den weitreichenden Plänen und stattete den jungen Elternverein schon bald mit einem willkommenen Finanzpolster aus. Was will man mehr? Marlies Santschi, Dietikon, war von 1972 bis 1982 erste Präsidentin des Elternvereins insieme und von 1995 bis 2005 Präsidentin des 1976 eröffneten Sport- und Freizeitclubs für Behinderte.

Die Festgemeinde unterwegs zum Schiff. Region zurückholen. Das Gewerbe gibt erste Aufträge. Auch die Eltern legen Hand an. Es ist nötig; denn im Sommer erreichte die Hitze in der Holzbaracke oft 38 Grad und kann nur mit durchlöcherten Wasserschläuchen auf dem Dach etwas gemildert werden. Im Winter muss Elisabeth Stierli aus Urdorf täglich um 4.30 Uhr einheizen, damit die Behinderten nicht erfrieren. An diese Pionierzeiten können sich manche Eltern erinnern, die am 2. Juli 2022 auf dem Zugersee bei Kaiserwetter, Züri Gschnetzeltem und Zuger Kirschtorte auf 50 Jahre Aufbau zurückblicken. Die Rolle des Vereins ist heute vielfältiger, aber im Zentrum steht immer noch der Beitrag an eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung mit Kursen wie Kochen, Backen, Naturexkursionen, Entspannung, Tanzen, Musizieren, Wandern, Basteln im Treff. Auf Wunsch der Stiftung kam 1976 der Sportclub hinzu. Er bietet Leichtathletik, Tennis, Gymnastik, Schwimmen, Sportlager und Turniere an. Grosses Augenmerk gilt unvermindert der Beratung, Fortbildung und Information der Angehörigen (heute ist häufig die «Geschwister-Generation» am Drücker). Sehr viel bedeutet «insieme» ferner der regelmässige Kontakt mit der Bevölkerung, etwa durch Stände an Märkten oder Auftritte an Festen wie «Schliere lacht».

Die Tanzgruppe in Aktion. Weg» entlang der Reppisch obenauf. Er könnte den Bewegungsspielraum der Betreuten im Götschihof Aeugstertal erweitern. Die Vorfreude erhielt umgehend einen Dämpfer: Eine Asphaltstrasse in der malerischen Flusslandschaft? Bestes Landwirtschaftsland opfern? Sicher nicht! Es gab (sehr) dicke Luft. Doch dann folgte das erste Wunder: eine für alle tragfähige Lösung. Die kanalisierte Reppisch sollte wieder um einige Meter mäandrieren dürfen. Der Weg sollte zur Hälfte asphaltiert und zur Hälfte nur befestigt werden. Resultat: wenig Landverbrauch; optisch schmaler Weg; naturnahe Flusslandschaft; gute Bedingungen für den Unterhalt der Böschung. Es klappte. Im

Mai 1998 gab Baudirektor Hans Hofmann den Startschuss – im Herbst 1999 übergab insieme den 560 m langen Weg inklusive Brücke an die Stiftung Solvita. Die Bevölkerung der Bezirke Affoltern und Dietikon, das Gewerbe, Behörden, Vereine, Schulklassen: Alle folgten dem Aufruf der Lokalpresse und brachten die budgetierten 70 000 Franken locker zusammen. Doch es brauchte ein zweites Wunder. Der instabile Baugrund verteuerte die Brücke massiv, obschon die Ämtler Maurerlehrlinge die wuchtigen Pfeiler in Fronarbeit erbauten. So liess man die Spendenaktion weiterlaufen... Die Kosten für den Götschihofweg stiegen auf 113 000 Franken! Und was war am Ende

Der Götschihofweg als Gesellenstück

Marlies Santschi. (Bild zvg.)

Der Verein insieme Limmattal & Amt war 1997 bereits 25 Jahre alt, als der Vorstand befand, die Zeit sei reif für ein grosses Projekt. Im Ideenwettbewerb schwang «ein sicherer, rollstuhlgängiger

Die Brücke über die Reppisch zum Götschihofweg wird 1999 eröffnet. (Archivbild)

an Spenden zusammengekommen? Genau diese 113 000 Franken. Höhere Gewalt?

Ausblick und Wandel Auch im Fall der Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung spielt die Pflege eines Netzwerks mit KESB, Gemeinden und Kanton eine zunehmende Rolle. Es geht darum, das Gespräch zu suchen, um Verständnis für die speziellen Bedürfnisse zu schaffen. Seit einigen Jahren gilt die UNO BRK (Behindertenrechtskonvention) als Richtschnur und Massstab für mehr Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft. Regelmässige Berichte zeigen, wo wir stehen. Im Jubiläumsjahr 2022 hat uns der Kantonsrat mit dem «Selbstbestimmungsgesetz» beschenkt, das ohne Gegenstimme verabschiedet wurde. Es soll Menschen mit Behinderung mehr Entscheidungsfreiheit bei der Lebensgestaltung einräumen. Ein hoffnungsvolles Zeichen. Gleichzeitig wird die Umsetzung wohl sehr anspruchsvoll, da sie allen Beteiligten (je nach Art und Ausmass der Beeinträchtigung) sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen abverlangt. Auch im Berufsleben sollte die Integration noch besser gelingen. Bei allen Erfolgen, die für unsere 25 Gemeinden prägend bleiben, ist einiges zu tun. Wie gerne möchte man in die Glaskugel schauen, wenn «insieme» 2072 dereinst das «Hundertjährige» feiert. Auch bei Kaiserwetter? Jean-Jacques Bertschi, Wettswil, Präsident insieme Dachverband Kanton Zürich


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Veranstaltungen

Lebensqualität trotz chronischer Schmerzen?

Theaterstück mit jungen Menschen aus aller Welt

Die Multimodale Schmerztherapie (Mmst) ist eine fachübergreifende Schmerzbehandlung. Während eines dreiwöchigen stationären Aufenthalts werden die Patientinnen und Patienten ganzheitlich behandelt. Das Ziel ist, sie hinsichtlich ihrer Schmerzen und des Umgangs damit zu schulen, sie körperlich zu aktivieren und verhaltenstherapeutische Massnahmen einzuleiten. Geeignet ist Mmst unter anderem für Personen mit bestehender oder drohender Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit, fehlgeschlagenen unimodalen Schmerztherapien, Schmerzoperationen und Schmerzmittel-Entzugstherapien, bestehender Medikamentenabhängigkeit oder Überkonsum der Medikamente. Mehr über die Multimodale Schmerztherapie (Mmst) erfährt man im Vortrag am Donnerstag, 14. Juli, 19 Uhr, im Mehrzweckraum des Spitals Affoltern, Haus Rigi, Melchior HirzelWeg 42, in Affoltern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (red.)

Dienstag, 5. Juli 2022

«In & Out» in zwei Teilen, vorgeführt in Hausen und Affoltern

Die rollende Theaterwerkstatt «Fahrwerk-ö!» hat ein Theaterstück mit Jugendlichen in zwei Folgen erarbeitet. Folge 1 wird heute Dienstag, 5. Juli, in Hausen aufgeführt, Folge 2 morgen Mittwoch, 6. Juli, in Affoltern. von Urs E. KnEUbühl «Erstmalig haben wir, der zahlenmässig vielen Jugendlichen wegen, die mitspielen, in den Vorbereitungen zweigleisig fahren müssen: Eine gemischte Gruppe arbeitete und probte in Hausen, die zweite rund um das MNA-Zentrum Lilienberg oberhalb Affoltern. So ist ein Theater in zwei Folgen geschaffen worden», hält Conni Stüssi von der rollenden Theaterwerkstatt «Fahrwerk-ö!» fest. Die Zusammenarbeit der LilienbergJugendlichen aus aller Welt und der Sekundarschule Hausen mit «Fahrwerk-ö!» ist nicht neu. «In & Out» bringt die Theaterpädagogen und das Zentrum Lilienberg bereits zum achten Mal zusammen, und die 2. Sek Hausen machte sich ihrer-

seits ebenso für ein solches Zusammenspiel stark. Folglich wurde in den letzten zehn Tagen mit Ideen, grossem Fleiss und einigem Talent gemeinsam ein Projekt erarbeitet, das integratives Freiluft-Theater mit Musik und Tanz, Akrobatik und Spiel bietet. Es geht um die Menschen der Stadt HauTown – Affoltern ist folglich für ein paar Tage nicht mehr die einzige Stadt im Bezirk –, die alle zufrieden und vergnügt in ihrer Kommune leben. Die fiktive Stadt und die Gemeinde ChillHill, werden von je einer Familie weitgehend gesteuert, ja, dominiert. Allerdings so geschickt, dass keine und keiner der Bewohnenden HauTowns Grund fände und hat, seine Heimat zu verlassen. Letztlich allerdings – und damit schliesst die erste Theaterfolge, brechen aber dann doch einige HauTowner aus der behüteten Gemeinschaft aus und machen sich auf, ChillHill zu besuchen. In der zweiten Folge kommt es schliesslich zum grossen Finale. Wie sich dieses entwickelt und wie es ausschaut, das sei hier und jetzt nicht verraten, um damit der Spannung, die sorgsam und konstant aufgebaut wird, keinen Abbruch zu tun.

Das Stück «In & Out» wird als Freiluft-Theater aufgeführt. (Bild Urs E. Kneubühl) Es sind einerseits die Professionalität und das Einfühlungsvermögen der Theaterpädagogen vom «Fahrwerk-ö!», mit denen sie Themen und Geschehnisse zu hinreissenden Geschichten entwickeln, andererseits der Mut, die Spontaneität und die Ausgelassenheit der Akteurinnen und Akteure, welche an diesen Geschich-

ten aktiv mitgearbeitet haben und diese prächtig umsetzen. Freiluft-Theater «In & Out»: Folge 1: Dienstag. 5. Juli, 19 Uhr, in Hausen, Oberstufenschule (ab 18 Uhr mit Bar und Grill). Folge 2: Mittwoch, 6. Juli, 19 Uhr, in Affoltern, MNA-Zentrum Lilienberg (ab 18 Uhr mit Bar und Grill). Reservieren unter www.fahrwerk-oe.ch.

Pure Spielfreude

Konzert in der reformierten Kirche in Rifferswil In seinem neuen Programm «Canzoni e Sonate» bringt «il desiderio» effektvolle, spielfreudige und kantable Musik des beginnenden Barocks zur Aufführung.

Gespielt wird auf alten nachgebauten Instrumenten. (Bild zvg.)

Die Konzertbesuchenden erwartet ein bunter Strauss von verschiedenen Instrumentalstücken aus dem Italien des 17. Jahrhunderts, gespielt auf nachgebauten Instrumenten in verschiedensten Besetzungen, wie sie dannzumal

europaweit verwendet wurden. «Il desiderio» wurde 1998 vom Zinkenisten Hans-Jakob Bollinger gegründet. Der Name «il desiderio» ist einem Traktat von Hercole Bottrigari entlehnt. In dieser theoretischen Abhandlung werden nebst der Musik des beginnenden Frühbarocks auch die Spielweisen der Blas- und Streichinstrumente erklärt. «Il desiderio» bedeutet aber auch schlicht und treffend: «das Verlangen», «der Wunsch». Das Verlangen nach dem Spiel dieser virtuosen, farbigen Musik und der Wunsch, diese dem Publikum näherzu-

bringen, sind der Antrieb des Ensembles. Die Konzertbesuchenden sollen in eine sinnliche Klangwelt eintauchen, den eigenständigen Klängen der alten Instrumente lauschen. Einer Vielzahl frühbarocker Komponisten wird man begegnen, dessen Namen man bisher weder gelesen noch je gehört hat. Einfach überraschen lassen. Daniel Rüegg Sommerkonzert «Canzoni e Sonate», Sonntag, 10. Juli, 19 Uhr, in der reformierten Kirche in Rifferswil. Eintritt frei, Kollekte

«Summer of Love» auf dem Karlihof

55 Jahre nach ihrem Höhepunkt wird die Flower-Power-Bewegung in Hausen mit einem Openair gefeiert

«Love and Peace» wurden 1967 von San Francisco aus in die ganze Welt getragen. 55 Jahre später wird das am Samstag, 9. Juli, auf dem Karlihof in Hausen gefeiert. Angezogen von der Philosophie und der Musik des «Summer of Love» des Jahres 1967 veranstaltet der Hausemer Verein HAS Club zusammen mit der Kommission «Woodstock Nation Hausen» das «Summer of Love Openair» mitten in Hausen auf dem idyllischen Karlihof. Es treten nationale und internationale Bands auf. «Ghosts of Electricity» aus Deutschland zelebrieren Bob Dylan Songs, gefolgt von den Hausemer Bands Motor mit Singer-Songwriter Covers, Wooden Ships – die Crosby-, Stills-, Nash- und Young-Tribute-Band, an-

schliessend «The Supersonic Travel Agency» mit Psychedelic Rock Opera, «The Silver Linings» mit Alternative und «The Lost Keys and Friends» mit bekannten Flower Power Hits wie «San Francisco» von Scott McKenzie.

Festival beginnt am Nachmittag Als Höhepunkt wird die italienische Band «Janis Is Alive – Janis Joplin Tribute» von Gianna Chillà – die Besucherinnen und Besucher dann völlig in den Rausch des «Summer of Love» ziehen. Die Leadsängerin hat dieselbe raue Stimme und den Ausdruck wie die einzigartige powervolle Rock- und Bluessängerin aus den Sechzigern. Janis Joplin war, wie Jimi Hendrix eine prägende Symbolfigur der Hippie-Zeit. Als letzter Act spielen «AoxoToxoA» mit

den legendären Songs der Band «Grateful Dead», die den Sommer 1967 wie kaum eine andere prägte, natürlich von San Francisco aus. Im Anschluss an die Livemusik werden DJ Dani The Tiger und DJ Sigi die Nacht ausklingen lassen, das Fest dauert bis morgens um 2 Uhr. Das Festival beginnt bereits am Nachmittag um 14 Uhr. Neben Musik gibt es ein abwechslungsreiches Angebot mit Food-Ständen, Getränkevariationen, einem Massage- und einem Schamanenzelt, einem CBD-Hanf-Shop, einer «Camping Area» angrenzend zum Festgelände und vielem mehr. Sibylle Tanner «Summer Of Love Open Air» am Samstag, 9. Juli, 14 bis 2 Uhr, Karlihof, Im Graben 1, Hausen. Freier Eintritt, Kollekte. Infos: www.hasclub.ch oder Facebook und Instagram @woodstocknationhausen.

Gianna Chillà aus Italien wir die einzigartige Hippie-Ikone Janis Joplin wieder aufleben lassen. (Bild zvg.)

Innehalten, lauschen und singen

Hagios-Liederabend in der Klosterkirche Kappel findet erneut statt

Am Samstag, 9. Juli, findet im Kloster Kappel das beliebte Mitsing-Konzertprojekt statt. Dabei wird die Kirche in einen grossen Klangraum verwandelt.

Gesungen werden schnell zu erlernende geistliche Kanons und Gesänge aus den Hagios-Zyklen von Helge Burggrabe. (Bild zvg.)

Aufgrund der grossen Resonanz in den vergangenen Jahren findet in der Klosterkirche wiederum das MitsingKonzertprojekt Hagios unter der Leitung von Helge Burggrabe statt. Dieser Abend reicht von kontemplativer Stille, fantasievoller Instrumentalmusik bis zu kraftvollem, vielstimmigem Gesang. Es braucht dazu nur die eigene Stimme und die Vorfreude auf das Erlebnis, ge-

meinsam mit vielen anderen Menschen die Kirche in einen grossen Klangraum zu verwandeln. Gesungen werden schnell zu erlernende geistliche Kanons und Gesänge aus den Hagios-Zyklen von Helge Burggrabe, begleitet vom Pianisten David Plüss aus Zofingen. Helge Burggrabe realisierte bereits viele innovative Kulturprojekte in grossen Sakralräumen, unter anderem im Jahr 2017 die «Stella Maris»-Aufführungen im Zürcher Fraumünster und im Jahr 2021 das Menschenrechtsprojekt Human in Brüssel. Mit dem Projekt «Hagios – gesungenes Gebet» verfolgt er jedoch die Idee, dass jeder Mensch singen kann: «Das Singen ist die eigentliche Mut-

tersprache aller Menschen», sagte einst der Violinist, Bratschist und Dirigent, Yehudi Menuhin. In diesem Sinne steht nicht die Perfektion, sondern die Freude am gemeinsamen Gesang im Mittelpunkt: Jede und jeder ist herzlich willkommen, es gibt an diesem Abend keine falschen Töne. (red.) Hagios-Liederabend, Samstag, 9. Juli, Klosterkirche Kappel, 20 bis 22 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei (Kollekte), es ist keine Anmeldung nötig. Die Kirche ist ungeheizt, bitte entsprechende Kleidung mitnehmen. Weitere Informationen unter www.klosterkappel.ch oder Telefon 0447648830.


Sport

Dienstag, 5. Juli 2022

15

Urs Huber vergibt Meistertitel Mettmenstetter kurz vor dem sicher geglaubten sechsten Titelgewinn düpiert

Nils Graf in Aktion. (Bild zvg.)

Nachwuchs fährt top Am letzten Wochenende starteten 30 Fahrerinnen und Fahrer vom RRCAmt an diversen Rennen. Den Anfang machten am Samstag anlässlich der Schweizer Meisterschaften in Steinmaur die Strassenfahrer. Die vier Startenden Alexander Liebrenz und Jan Graf bei den U15 sowie Nils und Aline Graf bei den U13 konnten gute Resultate einfahren. Nils Graf schaffte es mit dem 3. Rang aufs Podest. Am Sonntag konnte der einzige U17-Fahrer Cedric Graf mit der Spitze mithalten und spurtete am Schluss mit um den Sieg. Am Ende reichte es für den 5. Rang. Ebenfalls am Sonntag war das Bike-World-Race-Series-Bikerennen in Hittnau angesagt. Da starteten 27 Bikerinnen und Biker für den RRC-Amt. Mit Shana Huber, Robin Bösch, Sophia Steinhauer, Jano Schaub konnten vier Tagessiege in der jeweiligen Kategorie gefeiert werden. Lina Huber fuhr als Zweite aufs Podest. René Graf Resultate und Fotos: www.rrc-amt.ch

Im Schlussspurt wird der Mettmenstetter Urs Huber an der Bikemarathon-Schweizer-Meisterschaften in Bulle kurz vor der Ziellinie von Konny Looser abgefangen. Von Martin Platter «Keine Ahnung, was ich auf den letzten Metern studiert habe. Bis Konny an mir vorbeifuhr, stimmte meine Taktik», nahm sich Urs Huber nach verlorenem Titelkampf selber an der Nase. Es sei das gesamte Rennen lang sehr eng an der Spitze zugegangen. «Am La Berra habe ich erstmals Druck gemacht. Doch es blieben alle beisammen.» Am Gibloux das gleiche Spiel. Er habe sich wohl gut gefühlt, aber wegfahren konnte er nicht. Auch nicht, nachdem er am Gibloux das Tempo verschärft hatte. Die Co-Favoriten Marc Stutzmann und Konny Looser liessen sich einfach nicht abschütteln. Das Tempo verlangsamte sich stets, wenn dieser die Führung abgab. So konnten mit Martin Fanger, Casey South und Andrin Beeli weitere Sieganwärter auf den letzten Kilometern vor dem Ziel nochmals zur Spitzengruppe aufschliessen. Zu vergeben gab es aber nur einen

Urs Huber (links) lässt Konny Looser vor dem Ziel zu viel Platz und wird zum ersten Verlierer an der Bikemarathon-Schweizer-Meisterschaft. (Bild Bastien Gallay) Titel, den sich sechs hypermotivierte, testosterongeladene Männer gleichzeitig holen wollten. Konnte das gut gehen? Zumal die verwinkelte Zieleinfahrt am «BerGiBike» in Bulle schlicht nicht für den Zielsprint einer ganzen Gruppe geeignet war. Die Kurve 800 Meter vor dem Ziel sollte vorentscheidend sein. Stutzmann fuhr vorne, dann Looser. Hu-

ber konnte beide überholen und kam als Erster ins Zielgelände, wähnte sich deshalb vielleicht einen Tick zu früh schon als Sieger – bis Loosers Attacke kam.

«Erster Verlierer» Kein Wunder, war Huber nicht sonderlich erfreut über den Ausgang des Ren-

nens. «Ich bin der erste Verlierer, was mich schon ein bisschen ärgert. Die letzten Meter habe ich schlicht verschlafen.» Sieger Looser erklärte es so: «Die Zieleinfahrt war sehr schwierig zu fahren. Ich hatte mir im Vorfeld zwei Stellen eingeprägt, an denen ich mich an die Spitze setzen wollte, falls ich mit einer Gruppe ankommen würde.» Und Looser weiter: «Aber ich habe es an beiden Stellen nicht geschafft. Mein Glück war, dass Urs Huber die letzte Kurve nicht enger angefahren ist. So konnte ich kurz vor der Ziellinie noch innen an ihm vorbeifahren.» Auch der drittplatzierte Martin Fanger, der Huber zuletzt an der Schweizer Meisterschaft 2020 im Zielsprint geschlagen hatte, war nicht besonders happy: «Ich habe gewusst, dass Konny heiss auf den Titel ist und hatte mir ebenfalls Chancen auf den Titel ausgerechnet. Aber in diesem Zielgelände war einfach nicht mehr für mich möglich, als der dritte Platz.» Urs Huber steht am nächsten Samstag am Dolomiti Superbike im Südtirol wieder im Einsatz. Schweizer Bikemarathon-Meisterschaften: Männer (79 km), 1. Konny Looser (Hinwil) 3:28:08, 2. Urs Huber (Mettmenstetten) gl. Zt, 3. Martin Fanger (Genf) 0:01

Aufstieg der Mettmenstetter Volleyballer in die 1. Liga des ZTV In der nächsten Saison geht es nun gegen die Besten im Kanton Nach dem erfolgreichen Start in die erste Saisonhälfte hat das neu gegründete Herren-Volleyballteam des TV Mettmenstetten die Pace in der Züri-Meisterschaft durchgezogen und steigt als Krönung einer erfolgreichen Saison in die 1. Liga des ZTV auf. Nach dem 3:2-Sieg gegen Volley Obfelden im Hinspiel im Januar in der ZüriMeisterschaft, war es im Rückspiel in Obfelden eine klare Angelegenheit. Mit 3:0 konnte der TV Mettmenstetten auch das zweite Derby für sich entscheiden. Am 28. März kam es in der neuen Turnhalle Gramatt zum Spitzenspiel gegen den VBC Innova aus Zürich. Das packende Spiel ging über die volle Distanz und der TVM konnte trotz zweimaligem Satzrückstand das Spiel doch noch für sich entscheiden. Mit diesem Sieg war auch klar, dass den Mettmenstettern in ihrer ersten Saison der erste Titel nicht mehr zu nehmen war. Mit 34 von 36 möglichen Punkten hat der TV Mettmenstetten die Züri-Meisterschaft souverän gewonnen. In der Meisterschaft der Region Albis, Zürichsee, Oberland im Zürcher Turnverband (ZTV) setzte es Mitte März

im Heimspiel gegen den TV Thalwil die zweite Niederlage ab. Die Niederlage hatte zur Folge, dass der TV Mettmenstetten nicht mehr aus eigener Kraft die AZO-Meisterschaft gewinnen konnte. Der TV Zollikon 1 erledigte seine Hausaufgaben und konnte die AZO-Meisterschaft ganz knapp nach Punkte-Quotient für sich entscheiden. Mit dem zweiten Rang qualifizierte sich die Equipe aus Mettmenstetten dennoch für das Aufstiegsturnier.

Motiviert für die kommende Saison Lange war nicht klar, ob ein Aufstiegsturnier überhaupt zustande kommt und wie viele Teams in die 1. Liga des Zürcher Turnverbands aufsteigen dürfen. Denn wegen der Corona-Pandemie hat die 1. Liga vereinbart, dass es für die Saison 21/22 keinen Absteiger gibt. Als feststand, dass vier Teams in die 1. Liga aufsteigen wollen und man sich auf zwei Aufsteiger geeinigt hat, konnte das Turnier am 14. Juni in der Turnhalle Gramatt in Mettmenstetten vor zahlreichen Zuschauern über die Bühne gehen. Hoch motiviert und konzentriert starteten die Doppel-Einhörner in das Turnier und bezwangen im ersten Spiel den TV Leimbach klar in zwei Sätzen.

Nach gewonnenem ersten Satz im zweiten Spiel gegen den TV Steinmaur, liefen die Mettmenstetter im zweiten Satz lange einem grossen Rückstand hinterher. Steinmaur konnte jedoch vier Satzbälle nicht verwerten. Der TVM bedankte sich und holte den Satz und den Sieg doch noch mit 28:26. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen war die Ausgangslage für das letzte Spiel äusserst günstig. Lediglich ein Satzgewinn gegen den AZOLigakonkurrenten aus Zollikon reichte, um das Turnier zu gewinnen. Und so gewann das Team souverän den zweiten Satz mit 25:16 und sicherte sich somit diesen einen Punkt und den Turniersieg. Das Team ist motiviert, sich in der kommenden Saison mit den besten Turnvereinen des Kantons zu messen und freut sich auf diese Herausforderung. Mit dem Aufstieg liegt allerdings die Teilnahme an der Züri-Meisterschaft nicht mehr drin. Das wären schlicht zu viele Spiele und das Training käme zu kurz. Allerdings wird in Erwägung gezogen, ein zweites Team zu gründen, um mehr Spielern Spielpraxis zu ermöglichen. Hierfür bräuchte es jedoch zusätzliche Spieler. Interessierte finden auf der Website des Turnvereins www.tvmettmenstetten.ch weitere Infos. Yanick Heiniger

Die Herren des TV Mettmenstetten haben den Aufstieg in die 1. Liga des ZTV geschafft. (Bild zvg.)

Die Schützen des FSG Zwillikon (von links), SG Stäfa und GSV Lindau (Bilder zvg.)

Jungschützen auf Podest

Gute Resultate auf der Zehnerscheibe Nach dem Sieg im letzten Jahr erreichten die Jugendschützen der FSG Zwillikon in diesem Jahr den dritten Rang. Der Gruppenmeisterschaftsfinal der Zürcher Nachwuchsschützen wurde in der Schiessanlage Langenrain in Bülach durchgeführt. Teilnehmen durften die 24 besten Gruppen der Qualifikationsrunde in den Bezirken des Kantons Zürich. Von der letztjährigen Siegergruppe war nur noch Lea Genkinger dabei, die anderen sind nicht mehr in dieser Altersklasse. Die neue Gruppe qualifizierte sich mit 30 Punkten Rückstand auf die Spitze für die Finalteilnahme, deshalb waren unsere Erwartungen nicht sehr hoch. Die Gruppen schossen jeweils zweimal das Wettkampfprogramm von zehn Schuss auf die Zehnerscheibe. Gewertet wurde das Gesamtresultat der beiden Durchgänge. Nach dem ersten Durchgang war unsere Gruppe noch mit 13 Punkten Rückstand auf dem fünften Rang. Da im zweiten Durchgang alle Spitzengruppen (ausser Stäfa) schlechter schossen, kam Zwillikon nach vorne und erreichte mit nur einem Punkt hinter dem zweiten, den dritten Rang. Stäfa gewann mit 523 Punkten vor Lindau mit 498 Punkten und Zwillikon mit 497 Punkten (Colin Käser 180 Pkt., Lea Genkinger 163 Pkt., Rhea Engeli 154 Pkt.). Die zweite Gruppe aus dem Bezirk Affoltern, Zwillikon 2, landete mit 449 Punkten auf dem 10. Rang. Die Standardgewehrschützen des Kantons

Zürich schossen ihren Wettkampf am Morgen. Hier gab es nur einen Einzelfinal. Geschossen wurden 30 Schuss auf die Zehnerscheibe. Aus dem Bezirk Affoltern war nur Reto Fankhauser FSG Zwillikon dabei. Er startete gut in den Wettkampf, schoss in der ersten Passe 93 Punkte, in der zweiten sogar 96 Punkte. Aber bei den letzten zehn Schuss kam das Zittern und mit 89 Punkten verpasste er das Podest. Gewonnen wurde der Wettkampf von Eduard Scherer mit 281 Punkten. Pablo Reinoso und Severin Bosshard teilten sich den zweiten Platz mit je 280 Punkten und den vierten Rang erzielte Reto Fankhauser mit 278 Punkten. Albert Suter, BSV Affoltern Ranglisten und weitere Fotos auf der Homepage www.bsva.ch und www.zwillikon-fsg.ch

Walter Meer (von links) mit Colin Käser, Lea Genkinger und Rhea Engeli


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