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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 49 I 178. Jahrgang I Dienstag, 25. Juni 2024

Neue Klassenassistenzen

Spannung auf vier Rädern

Die Rifferswiler Stimmberechtigten haben am Mittwochabend 60 Stellenprozente für die Primarschule bewilligt. Seite 5

30 Autos gingen am diesjährigen Säuliämtler Pinewood-Derby an den Start und lieferten sich ein umkämpftes Rennen. Seite 7

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Stunden dauerte es, bis 700 Kilogramm Neophyten gesammelt waren. Seite 14

Launige Party im Regen

«Fast alles wird im Kanton Zürich vermietet oder verkauft.»

900-Jahr-Feier Stallikon: Die Gäste liessen sich die Festfreude vom Wetter nicht vermiesen

Francis Schwartz, Raiffeisen-Ökonom. (Bild -ter.)

Livia HäberLing «So, und jetzt: Rueh!», rief Gemeindepräsident Reto Bernhard in die beiden Mikrofone, kurz bevor er seine Eröffnungsrede schloss. Er meinte es durchaus ernst, denn für den hohen Geräuschpegel im Festzelt war in den Minuten zuvor nicht nur der Regen verantwortlich gewesen, der unablässig auf das Dach niedergeprasselt war. Die Partygäste, um deren zahlreiches Erscheinen das OK in den Tagen zuvor noch etwas gezittert hatte, strömten trotz des nasskühlen Wetters in Scharen ins Festzelt – die Sitzplätze füllten sich rasch. Sie hatten, so könnte man es sehen, damit ihren Teil der Festvereinbarung eingelöst – und waren nun bereit fürs Essen, Trinken, Plaudern, Schunkeln und Gesehenwerden. Natürlich gab es in diesem heterogenen Partypublikum (das ein Dorf mit knapp 3900 Einwohnerinnen und Einwohnern selbstredend stellt) auch viele, die den offiziellen Teil mit Interesse verfolgten. Die dem Lied «900 Jahr Stallikon» lauschten, das von Primarschulkindern vorgetragen wurde, und danach den Begrüssungsworten von Reto Bernhard und seinen Danksagungen. Ans Gewerbe, an das tatkräftige OK, an die Freiwilligen und überhaupt an alle, die dieses Fest mit ihrem Einsatz erst möglich machten. Im Anschluss übergab er das Wort an Sicherheitsdirektor Mario Fehr. Der Nachbar von «ännet em Berg», also von Adliswil, reiste für seine Festgrüsse mehr oder weniger direkt von der EM aus Deutschland an. «Ich war gerade in Köln und reise morgen nach Frankfurt», sagte Fehr, und der einzige Grund, nicht in Deutschland zu bleiben, sei diese 900-Jahr-Feier gewesen. Das gab Applaus. «Ich bin einer von euch», doppelte Fehr nach, «ich bin eigentlich jede Woche in Stallikon. Ob zu Fuss auf die Buchenegg oder mit dem Velo auf die Felsenegg – immer seid ihr schon da.»

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Dritte Bauetappe auf der Kippe

Von links: Gemeindepräsident Reto Bernhard, Abt Christian Mayer, Historiker Bernhard Schneider und Sicherheitsdirektor Mario Fehr mit einem Exemplar der neuen Dorf-Chronik «Die Geschichte von Stallikon». (Bild Livia Häberling) Dort, ebenfalls auf der Felsenegg, habe er übrigens auch den Gemeindepräsidenten Reto Bernhard kennengelernt.

Feierliche Übergabe zum Schluss Als dritter Gast des Abends überbrachte Christian Mayer, Abt des Klosters Engelberg, eine Grussbotschaft an die Stalliker Bevölkerung und nahm darin nochmals Bezug auf Konrad von Sellenbüren, der einst von Stallikon losgezogen war, am Fuss des Titlis schliesslich eine neue Heimat fand und mithalf, das Kloster Engelberg zu errichten. Als letzter Akt

des einstündigen Eröffnungsprogramms gab Historiker Bernhard Schneider Einblicke in den Inhalt und die Entstehung seiner Dorfchronik «Die Geschichte von Stallikon», die zum Abschluss feierlich an Reto Bernhard, Christian Mayer und Mario Fehr überreicht wurde. «Düend au eusi Foodtrucks ächli betreue», gab das Moderations-Duo den Gästen zum Abschluss mit in die Pause. Schliesslich blieb noch eine Stunde Zeit, bis Komiker Charles Nguela die Bühne betrat – der für viele Gäste an diesem Abend einer der Höhepunkte gewesen sein dürfte. Gesagt, getan: Das

Festpublikum sorgte dafür, dass die Essens- und Spielstände draussen im Regen nicht verwaisten. «Es kommt, wie es muss», hatte OK-Präsident Devi Rao in den vergangenen Tagen jeweils gesagt, wenn die Wetterprognose wieder einmal zum Thema wurde. Nun war das Zelt bis nahezu auf den letzten Platz gefüllt. «Ich bin sehr glücklich, dass so viele Leute gekommen sind», sagte er. Es kam also, wie es musste. Und am Freitagabend schien es, als komme es gut.

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Beim Schulzweckverband Neue Techniken, neue fehlen Platz und Geld Herausforderungen Erweiterungspläne sind verschoben

PV-Splitter verunreinigen Land in Bonstetten

Die Schülerzahlen im Bezirk Affoltern werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Damit nimmt auch der Bedarf der Heilpädagogischen Schule (HPS) zu. Sie wird vom Schulzweckverband des Bezirks Affoltern betrieben. Ihm gehören alle Gemeinden des Bezirks an. Der Zweckverband kommt immer dann zum Zug, wenn ein (Schul-)Kind ein geistiges, psychisches und/oder motorisches Problem hat, welches das Kind selber, dessen Eltern und/oder die betreffenden Schulen nicht alleine lösen können. Doch die HPS hat ein Platzproblem. Das schien eigentlich gelöst, war doch noch im Mai ein Umzug der Schule in die geplante Überbauung «Brauipark» beim Bahnhof Affoltern als Lösung angedacht worden. Doch daraus wird

In der Nacht auf den 29. Mai brannte in Bonstetten eine Scheune mit grossflächiger Solaranlage nieder. Die zahlreichen Glassplitter der Fotovoltaikanlage verteilten sich über zahlreiche Felder und Gärten und führten eindrücklich vor Augen, dass auch Schadensfälle bei der Gewinnung alternativer Energien weitreichende Folgen haben können. Verglichen mit einer Kernschmelze eines Atomkraftwerks oder dem Bruch einer Staumauer – beim Bruch der Sihlsee-Staumauer würden beispielsweise grosse Teile Adliswils und Zürichs von einer Flutwelle überrollt – sind sie jedoch minimal. Für den Ausbau der Energieregion Knonauer Amt ist es jedoch zentral, dass die Bevölkerung weiss, wie sie sich und das Umfeld in

nichts, wie der Präsident der VerbandsSchulpflege, Anand Weber, am Donnerstag in Stallikon der Delegiertenversammlung mitteilte: «Wir müssen zurück auf Feld eins.» Denn wie sich in der Zwischenzeit herausstellte, wäre die Vorlaufzeit zu knapp gewesen. Zudem ist ein neues Finanzierungsproblem aufgetaucht. So beschied die Stadt Affoltern dem Zweckverband, dass sie nicht für die Vorfinanzierung der Innenausbauten im «Brauipark» aufkommen würde. Zur Diskussion stand ein Betrag von «4 bis 4,5 Millionen Franken». Einen Teil davon, 3 Millionen Franken, müsste eine Bank oder die anderen Gemeinden übernehmen. (red)

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einem Schadensfall bei der Gewinnung nachhaltiger Energien schützen kann. Der Fall der Solaranlage in Bonstetten hat jedoch auch gezeigt, dass Behörden und Versicherer gut vorbereitet waren, schnell reagiert haben und damit dafür sorgten, dass die betroffenen Bauern und Gartenbesitzenden die Solarsplitter grösstenteils bereits beseitigen konnten. Konservative Gesellschaften werden daran gemessen, wie effizient sie Gefahren verhindern können. Progressive Gesellschaften werden daran gemessen, wie effizient sie mit Schadensereignissen umgehen können. Der Fall Bonstetten zeigt, dass ein progressiver Umgang mit Energiethemen möglich ist. (sals)

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Vergangene Woche fand die Delegiertenversammlung der Kappelerpflege statt. Hans Streit, Projektleiter und Vizepräsident des Vereins Kloster Kappel (VKK), informierte über den Stand des Gesamtprojekts. Die Arbeiten der ersten Bauetappe für eine neue Einstellhalle, der Spicher-Neubau mit acht Kleinwohnungen, der Umbau der Postscheune und der Rinderscheune sind in wenigen Monaten abgeschlossen. Noch in diesem Monat beginnen zudem Umgebungsarbeiten sowie der Bau der Stampfbetonmauer Nord. Die Sanierung des Pächterhauses und die Fundation im Riegelhaus werden im Spätsommer beendet. Ab Ende Juni wird dann die zweite Bauetappe in Angriff genommen. Wie es derweil mit der dritten Bauetappe aussieht, ist momentan ungewiss: Noch fehlen 5,6 Millionen Franken. (red)

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