CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 48 I 177. Jahrgang I Dienstag, 27. Juni 2023
Umfrage zu Medien
Die Stadt Affoltern befragt die Bürgerinnen und Bürger zu neuen Kommunikationsmitteln. > Seite 3
Bei Parkinson
Der Gesundheitskompass befasst sich diesmal mit dem Thema Bewegungsstörung. > Seite 5
Kein Rekurs
In Bonstetten kann der Bau des neuen Verwaltungszentrums nun beginnen. > Seite 6
Traditionslokal zu
Autos involviert
Die Spyre Bar in Affoltern hat für immer seine Tore geschlossen – der Wirt will nicht mehr. > Seite 11
Am Donnerstag und Freitag ereigneten sich im Säuliamt gleich zwei Unfälle. > Seite 7
Knonau hilft mit Asylwohnung aus Die Gemeinde beherbergt mehr Flüchtlinge, als sie müsste – Hilfe für Mettmenstetten Bei der Unterbringung von Geflüchteten ist viel Solidarität unter den Gemeinden gefragt – Knonau beweist diese eindrücklich. von luc müller Die Solidarität in Knonau ist nicht nur ein Lippenbekenntnis – sondern wird im Alltag gelebt. Das zeigt sich an der aktuellen Zahl an Flüchtlingen, welche die Gemeinde derzeit gemäss kantonaler Aufnahmequote beherbergt. Zurzeit sind dies 34 Geflüchtete – alle aus der Ukraine. Gemäss Aufnahmequote von 1,3 Prozent, die seit dem 1. Juli gilt, wären nur 31 Flüchtlinge zwingend aufzunehmen. Knonau übererfüllt die Quote sozusagen – und das schon seit Monaten, als die Quote noch bei 0,9 Prozent lag. Zeitweise stellte Knonau bis zu 38 Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zur Verfügung. Wie kommt es dazu? «Wir Gemeinden im Säuliamt sind bezüglich Flüchtlinge und Asyl grundsätz-
lich solidarisch», erklärt Gemeinderätin Claudia Bickel, die dem Ressort Soziales, Gesundheit und Gesellschaft vorsteht. So hätte sich Knonau auch den Gemeinden Obfelden, Mettmenstetten, Ottenbach und Hausen anschliessen können, die in der Zivilschutzanlage in Obfelden Flüchtlinge unterbringen. «Doch wir hatten keinen Bedarf für diese Plätze», betont die Knonauer Sozialchefin.
Solidarisch mit Mettmenstetten Schon kurz nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 meldeten sich zwölf Familien, die insgesamt 35 aus der Ukraine Geflüchtete aufnahmen. «Ohne diese Privaten hätten wir von der Gemeinde auf die Schnelle nicht genügend Wohnraum gefunden», sagt Bickel. Heute leben noch drei Frauen aus der Ukraine mit Status-S in Unterkünften von Privatpersonen. «Es sind Ukrainerinnen und Ukrainer auch bereits wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.» Zudem leben in Knonau derzeit auch
noch sechs junge Afghanen, die eigentlich zum Aufnahmekontingent der Nachbargemeinde Mettmenstetten zählen und dort untergebracht werden müssten. Doch aktuell hat Mettmenstetten nicht genügend Wohnraum – geplante Container sollen aber längerfristig dort für Abhilfe sorgen.
Gemeinden müssen Leerstände melden «Ich habe derzeit noch genügend Platz in angemieteten Wohnungen in Knonau, deshalb haben wir Mettmenstetten angeboten, bei uns zusätzlich Flüchtlinge sicher bis November 2023 aufzunehmen», erklärt Claudia Bickel. Schon in einigen Bereichen arbeiteten die Gemeinden Knonau und Mettmenstetten eng zusammen. Die Gemeinden sind verpflichtet, genügend Wohnraum für die Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. «Wir melden Wohnungsleerstände dem Sozialdienst Bezirk Affoltern (Soba), der die Wohnungen dann anmietet, wenn
sie innerhalb der Mietzinsrichtlinien liegen», erklärt Claudia Bickel.
Aufnahmequote steigt womöglich Der Soba kümmert sich unter anderem um das Asyl- und Migrationswesen der angeschlossenen elf Träger- und Anschlussgemeinden. Das sind die acht Trägergemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach sowie die drei Anschlussgemeinden Bonstetten, Wettswil und Stallikon. Selber organisiert sind die Stadt Affoltern sowie die Gemeinden Kappel und Rifferswil. Sollte die Aufnahmequote in diesem Jahr noch auf zwei Prozent steigen, was gemäss Claudia Bickel nicht abwegig ist, müsste Knonau dann die Wohnung, in der die sechs zu Mettmenstetten zählenden Afghanen leben, für sich selber beanspruchen, sagt Claudia Bickel im Gespräch mit dem «Anzeiger».
Personalnot im Schulzimmer Der akute Mangel an Lehrpersonen an Schweizer Schulen ist ein Dauerthema und dürfte es bleiben. Die bis 2025 zu erwartenden Zahlen an Schülerinnen und Schülern sind grösser als jemals in der Geschichte der schweizerischen Volksschule. Allein im Kanton Zürich entstanden auf das Schuljahr 2022/23 hin 134 zusätzliche Schulklassen. Um dem Personalmangel beizukommen, dürfen in Zürich seit vergangenem Sommer auch Personen ohne anerkanntes Lehrerdiplom unterrichten. Diese befristete Ausnahmeregelung wurde mittlerweile um ein Jahr verlängert. Wie sieht die Personalsituation in den Primarschulen des Bezirks Affoltern aus? In welchen Gemeinden konnten die Vakanzen besetzt werden, und wo sind noch Stellen offen? Nachdem am 16. Juni bereits ein Artikel über die Doppelkündigung der Primarschulleitung Ottenbach erschienen ist, hat sich der «Anzeiger» bei den anderen 13 Primarschulen nach der Personalsituation erkundigt. (red.)
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> Interview auf Seite 3
Revitalisierung wird teurer
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Bauteuerung und notwendige Zusatzleistungen: Das Revitalisierungsprojekt beschert dem Verein Kloster Kappel Mehrkosten von rund 30 Prozent. Der vom Kantonsrat bewilligte Zustupf von 11 Mio. Franken aus dem Gemeinnützigen Fonds kann nicht erhöht werden und auch das Fundraising läuft (noch) nicht nach Wunsch. Finanziell gesichert ist zumindest die erste Bauetappe bis 2024. Dazu gehören etwa der Abbruch des Magazins, die Erschliessung, die Einstellhalle samt Parkplatz-Umbau, der Neubau des Spychers mit acht Wohnungen, sowie ein Teil der Mauerergänzung. Ein Teil der Bauleistungen wird vorerst verschoben, die Kernelemente des Projekts seien aber nicht gefährdet. (red.)
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Kreativität zum Schulabschluss Ein weiteres Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Für die Schüler und Schülerinnen der 3. Sekundarstufe der Schule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten war es das letzte. Nun haben sie ihre Abschlussarbeiten im Eingangsbereich und in der Turnhalle präsentiert. Zahlreiche Eltern und Interessierte nahmen am Montag, 19. Juni, die Gelegenheit wahr, die Kreationen der Sekundarschul-Abgängerinnen und -abgänger zu besichtigen. Sie staunten über die Vielfalt der Werke, die Akribie hinter den Arbeitsplänen und die Darstellung der Projektdokumentationen. (red.)
> Bericht auf Seite 7
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Ein Jubiläum sorgt für viel Spass Das Grümpelturnier in Mettmenstetten wurde zum 50. Mal ausgetragen. Zum Jubiläum fand statt des Open-Air-Kinos ein Konzert mit zwei lokalen Bands statt. Zudem wurden auch die schnellsten Mädchen und Jungs aus Mettmenstetten erkoren (Bild). Im Übrigen war Musiklegende Toni Vescoli Talkgast von Fussballexperte Fredy Bickel. (red) > Bericht auf Seite 16
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