CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Akute oder chronische Schmerzen?
1 seit 199
Ihr Vertrauenspartner für Immobilienbewertung 044 763 70 70
Zentrum für Schmerzmedizin
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 45 I 178. Jahrgang I Dienstag, 11. Juni 2024
www.spitalaffoltern.ch/schmerzmedizin
Neuer Gemeinderat in Wettswil
«Live am Türlersee»
Der 47-jährige Marco Santi wurde am Sonntag gewählt. Der Parteilose setzte sich im zweiten Wahlgang durch. Seite 3
Beim Open Air wurde das bunt gemischte Publikum mit einem mitreissenden Musikprogramm belohnt. Seite 10
intusag.ch
Affoltern a.A.
15
Monate dauert es noch, bis in Hedingen ein grosses Fest steigt. Seite 7
Nein zur Abfallverordnung Obfelden lehnt die Verordnung zu variablen Gebühren und Unterflurcontainern knapp ab Dominik Stierli Im sehr gut gefüllten Saal behandelten die Obfelder Stimmberechtigten am Mittwochabend fünf verschiedene Themen. Neben einem sehr guten Jahresabschluss, einer Kreditabnahme für einen Grundstückskauf und der neuen Besoldungsverordnung bewegten zwei Themen besonders: die neue Abfallverordnung und die Einzelinitiative zur Windenergie (siehe Seite 6).
Grosser Klärungsbedarf Umweltvorstand Peter Weiss stellte den 160 Stimmberechtigten die wichtigsten Punkte vor. Die Abfallentsorgung wird im Amt durch die Dileca organisiert. Diese möchte im gesamten Säuliamt in einem Zeitraum von 20 Jahren sogenannte Unterflurcontainer (UFC) einführen. «Im Hinblick auf die Einführung wurden bereits vier Standorte umgesetzt», erklärte Weiss und zeigte dazu Fotos. Die Vorteile der UFC lägen in der 24-Stunden-Verfügbarkeit und in der Platzersparnis (ein UFC ersetzt acht Container). Zudem seien diese auch kindersicher konstruiert. Weiter seien an der über 30-jährigen Abfallverordnung An-
passungen notwendig – insbesondere wegen des übergeordneten Rechts. Mit der neuen Verordnung wird es auch möglich, ergänzend zum Hauskehricht für weitere Abfallarten eine variable Gebühr einzuführen. Geemäss Weiss werden heute nämlich 53 Prozent der Gesamtkosten für den Abfall durch biogene Abfälle verursacht, was die Allgemeinheit belaste. Die Gemeinde sei aber angehalten, eine verursachergerechte Lösung zu finden. Beim Kunststoff-Recycling wird bereits pro Sammelsack abgerechnet, beim Grüngut sind nun Jahres- und Einzelvignetten vorgesehen. Als Nebeneffekt würden dabei auch die Grundgebühren deutlich sinken. In der anschliessenden Diskussion ging es vor allem um die neuen Unterflurcontainer. So befürchteten Votanten, dass man nun weit laufen oder sich gar ins Auto setzen müsse, um den Kehricht zu entsorgen. «Die maximale Distanz zu einem UFC beträgt 250 Meter», entgegnete Peter Weiss. Auch die Kosten für die Erstellung der UFC gaben zu reden. Neu müssten Bauherren bei grösseren Überbauungen anstelle von ContainerPlätzen einen UFC erstellen. Weiss erklärte, dass die ersten UFC von der Dileca (ohne Baukosten) finanziert werden.
Das sei ein Grund gewesen, dass man in dieser Sache vorwärtsgemacht habe.
Gute Erfahrung an anderen Orten Zu geäusserten Bedenken zur illegalen Entsorgung von Nicht-Gebühren-Säcken sagte der Umweltvorstand, dass Erfahrungen in anderen Orten gezeigt hätten, dass es kaum Probleme gebe. Zudem würden auch Stichproben gemacht. Zur geplanten Anzahl der benötigten Unterflurcontainer in Obfelden konnte Weiss keine genauen Angaben machen. «Sicher nicht mehr als 50», sagte er gegenüber den Anwesenden. Einige Fragen drehten sich auch um die Grüngut-Entsorgung. So wünschte sich ein Bürger auch gleich eine UFCLösung für Grüngut-Abfälle. Diese gebe es im Moment noch nicht, wurde ihm beschieden. Bei der Nachfrage nach den zu erwartenden Gebühren wurde der Versammlung erklärt, dass diese erst noch definiert werden müssten. Die Verteilung werde so aber sicher gerechter als bisher. Die Anwesenden zeigten sich gespalten. Die Entscheidung gegen die neue Abfallverordnung fiel äusserst knapp aus: mit 69 Nein- zu 65 Ja-Stim-
men. Peter Weiss sagte nach der Versammlung, man werde das Ergebnis nun analysieren. «Die bisherige Abfallverordnung bleibt somit weiterhin gültig.» Dileca-Geschäftsführer Franz Liebhart bedauert den Entscheid der Stimmberechtigten. Zur Rolle der Dileca sagt er, dass man im Auftrag der Trägergemeinden eine neue Musterabfallverordnung erarbeitet hatte. Diese seien bereits seit 2023 in Hedingen und Mettmenstetten eingeführt. Er betont, dass jede Gemeinde selbst entscheiden könne, was in der Verordnung umgesetzt wird. Die Dileca habe hier keine Befugnisse zu bestimmen. Liebhart sieht in den UFC aber die Zukunft. «Bereits 39 Anlagen sind im Amt in Betrieb genommen oder in Umsetzung», sagt er. Viele Bauherren würden aus Platzgründen in Zukunft bei grösseren Überbauungen auf UFC setzen. Zudem seien diese sicherer und leisteten einen aktiven Beitrag zum Gesundheitsschutz der Kehrichtlader. Die Abfuhr werde nun schrittweise auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgesetzt, was das ganze ökologischer mache.
Seite 6
«Holz wird durch die Witterung immer dunkler.» Seite 13 Stephan Schmidlin, Sculpteur aus Affoltern. (Bild Werner Schneiter)
WB II triumphiert Vor Wochenfrist hatte der FC WettswilBonstetten II auswärts gegen das drittplatzierte, zwölf Punkte vor ihm liegende Regensdorf fulminant mit 2:1 gewonnen. Nun konnte die Mannschaft um Trainer Michele Fiore am Sonntag erneut einen Exploit landen: Gegen die favorisierten Gäste aus Zürich gelang den Ämtlern ein starkes Match. (red)
Seite 17 ANZEIGEN
Carrosserie/Spritzwerk
Lido Galli
Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten SB-Waschanlage
Telefon 044 776 81 11
Dreimal Ja zu Grossprojekten Die Stalliker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten am Sonntag an der Urne mit 64,5 % Ja zum Generationenprojekt Pünten, welches Schulraum, Mehrzweckhalle und Generationenplatz umfasst. Die Mettmenstetterinnen und Mettmenstetter bewilligten einen neuen Vierfachkindergarten mit 62 Prozent Ja-Stimmen. Und auch in Knonau nahm ein Millionenprojekt die nächte Hürde. Drei Viertel der Stimmberechtigten sagten gaben dem Planungs- und Baukredit für einen neuen Werkhof ihren Segen. (red)
Seite 3
Jubiläumsfest
Wind: Zweimal Nein, einmal Ja
Samstag, 15. Juni 2024 von 9.55 – 16.00 Uhr Wir freuen uns auf Sie! Ricco Späni, Hedingen
An den Gemeindeversammlungen in Obfelden, Hedingen und Kappel wurde über die Einzelinitiative zum Mindestabstand von 700 Metern zwischen einer Windenergieanlage und einer zeitweise oder dauerhaft bewohnten Liegenschaft befunden. In Obfelden und Hedingen wurden diese teils deutlich abgelehnt. Die Gemeinde Kappel stimmte der Initiative zu und verschärfte diese zusätzlich. So wurde nach einem Antrag der Mindestabstand auf einen Kilometer festgelegt. Das Thema wird in den nächsten Wochen auch in Knonau, Bonstetten und Ottenbach behandelt. (red)
Seiten 5, 6 und 7
Ich bin SP-Mitglied, weil ... ... die SP kompromisslos für das Wohl aller Menschen hierzulande kämpft und eintritt. Und das ist nötiger denn je.
Volg-Rettung ist auf der Zielgeraden 250 000 Franken werden benötigt, damit der Volg Maschwanden eine Zukunft hat. Mehr Archivbild Marianne Voss als 190 000 Franken an Spenden sind bereits beisammen. (lhä) Seite 3
sp-bezirk-affoltern.ch
20024 9 771661 391004