CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 44 I 179. Jahrgang I Dienstag, 23. Juni 2026
Pumpen, was das Zeug hält
Tag der offenen Tür beim Ulmenhof
Am vergangenen Freitag lud die Feuerwehr Ottenbach zu einem vergnüglichen Abend unter dem Motto «Feuerwehr hautnah erleben» ein. Seite 3
Arbeitspartner sowie Fachpersonen aus dem Netzwerk trafen sich am Donnerstagnachmittag im Kompetenzzentrum in Ottenbach. Seite 7
Illegaler Velotrail sorgt für rote Köpfe unterhalb des Uetlibergs Gemeinde Stallikon stellt jetzt Schilder auf und erstattet Anzeige bei der Kantonspolizei Florian HoFer
«Modern und mit frischen Ideen in die Zukunft.» Seite 3 Barbara Roth, Präsidentin Voba, sucht eine Nachfolge. (Bild Claudia Eugster)
Sanierung für Schulhaus 4
Sie starten oben am Uetliberg in 871 Metern Höhe und sausen dann jauchzend und teilweise mit hohem Tempo von bis zu 30 oder 40 Stundenkilometern in die Tiefe. Für Mountainbiker ist der Uetliberg ein Veloparadies. Viele nehmen die auf Swisstopo offiziell ausgewiesenen Wege. Aber nicht alle.
Vor etwa drei Monaten angelegt Einige haben offenbar vor zwei bis drei Monaten einen eigenen Trail angelegt, der oben am Uetliberg startet (mit Baumrodungen und extra angelegten Steilkurven), durchs Fritzenholz führt und im Gewerbegebiet Diebis ein kleines Stück nördlich von Sellenbüren in der Gemeinde Stallikon endet. Dabei verläuft der Trail im vorderen Diebis durch eine grosse wunderschöne Wiese. Das Problem: Der Weg führt durch ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Die Wiese, in der etliche geschützte Arten, darunter auch Schilf, wachsen, ist ein
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Tore schossen die FCA-B-Junioren mehr als der FC Horgen und steigen damit auf. Seite 15
Der Gemeindepräsident von Stallikon, Reto Bernhard, und der Revierobmann Lukas Wassmann zeigen den illegal angelegten Veloweg im vorderen Diebis, unterhalb des Uetlibergs. (Bild Florian Hofer)
Die Gebäudehülle des Primarschulhauses 4 in Bonstetten soll umfassend saniert werden. Grund dafür sind bauliche Mängel an den bestehenden Schiebeläden und der Beschattung, die sich infolge von Gebäudesetzungen teilweise verzogen haben und ihre Funktion nur noch eingeschränkt erfüllen. Der Gemeinderat entschied sich nach der Prüfung von zwei Varianten für die kostengünstigere Lösung. Diese sieht eine funktionale Ergänzung der Fassade sowie eine einfachere Konstruktion für Führung und Befestigung der Beschattung vor. Für die Arbeiten soll der Gemeindeversammlung ein Kredit von 660 000 Franken beantragt werden. Daneben befasste sich der Gemeinderat mit der weiteren Vermarktung freier Flächen im Mehrzweckgebäude Heumoos und bewilligte verschiedene Kredite. (red)
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Das Befahren dieses unrechtmässig erstellten Trails ist nicht erlaubt
Liebe Bikerinnen und Biker
Dieser Trail wurde unrechtmässig erstellt und durchquert zudem ein Naturschutzgebiet (Betretverbot). Respektiert die Natur und nutzt die bestehenden, offiziellen Wege und Strassen. Damit leistet ihr nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wald, Tieren und Pflanzen, sondern ebnet auch den We für mögliche offizielle Trails.
Vielen Dank für eure Rücksichtnahme.
Hort der Biodiversität und befindet sich in einer eigens ausgewiesenen Schutzzone. «Wie rücksichtslos kann man sich als Mensch eigentlich verhalten?», ärgert sich der Gemeindepräsident von Stallikon, Reto Bernhard. «Ich verstehe ja, dass die Leute in ihrer Freizeit Sport treiben wollen. Aber doch nicht so», so Bernhard weiter. Vor allem auch deshalb, weil kaum 200 Meter entfernt ein legaler Weg verläuft, den Velofahrer benutzen können. «Das ist doch alles eine Riesenschweinerei», schimpft Bernhard.
Scheues Wild wird verschreckt
Abbildung: Ausschnitt aus der rechtskräftigen Schutzverordnung Uetliberg Nord mit Naturschutzzonen I und IVA
Mit Tafeln wie dieser macht die Gemeinde Stallikon auf das Fahrverbot aufmerksam. (Bild zvg) Gemeindeverwaltung Abteilung Tiefbau und Umwelt Reppischtalstrasse 53 8143 Stallikon Tel. 044 701 92 00 E-Mail tiefbau@stallikon.ch www.stallikon.ch
Das fragliche Gelände, durch das der Weg führt, wird von drei Pächtern bewirtschaftet. Revierobmann ist dort Lukas Wassmann. Er hat als Jäger auch einen klaren Auftrag: «Wir sind hier für die Rehwildbejagung zuständig», erklärt er. Viele Rehe würden die Wiesenfläche vor allem in den Stunden der
Dämmerung benutzen, wo man sie dann bejagen könne. Dabei geht es darum, den Bestand den Sollzahlen entsprechend anzupassen. Wenn die
«Wie rücksichtslos kann man sich als Mensch eigentlich verhalten?» Reto Bernhard, Gemeindepräsident Stallikon
scheuen Tiere aber durch die Velofahrenden aufgeschreckt würden, würden sie sich nicht mehr auf die Wiese trauen. Entsprechend höher seien die Verbissschäden im Wald. Die Mountainbiker sind offenbar auch spätabends und in der Nacht unterwegs. Erst vor Kurzem wurde eine Gruppe von ihnen von einer Wildkamera aufgezeichnet. Nacht um halb zwei. «Manche von ih-
nen schreien wohl auch gelegentlich laut, wenn sie den Berg herunterholpern», berichtet Wassmann, der oft im Gelände unterwegs ist. Und warum halten sich einige Mountainbikerinnen und Mountainbiker nicht an die Gesetze? «Da kann ich nur spekulieren», sagt Wassmann. Entweder aus Unwissenheit oder aus Rücksichtslosigkeit.» Dabei fallen gelegentlich auch grobe Worte. «Mich haben sie schon als Schafsäckel bezeichnet», ärgert sich Lukas Wassmann. Um einer eventuellen Unwissenheit vorzubeugen, will die Gemeinde jetzt Schilder aufstellen (siehe Bild links). Zum Schluss der Besichtigung vor Ort kündigt Reto Bernhard an: «Ich erstatte heute noch im Namen der Gemeinde Anzeige bei der Kantonspolizei, wegen Verstoss gegen das Naturschutz- und das Waldgesetz.» Eine solche Anzeige würde in jedem Fall ein Strafverfahren nach sich ziehen. «Mit einer Ordnungsbusse ist das nicht getan.»
Mehr Wohnungen
Passion Bienenvolk
Kappelerpflege bewilligt Projektänderung
Imkerei zu Grossbetrieb ausgebaut
Die Erneuerung der Klosterdomäne Kappel schreitet voran: Nachdem die ersten beiden Bauetappen weitgehend abgeschlossen sind, hat die Delegiertenversammlung der Kappelerpflege grünes Licht für Anpassungen bei der Sanierung der ehemaligen Schlosserei gegeben. Statt eines Atelier-Raums entstehen dort künftig vier Wohnungen. Dafür wird unter anderem ein Anbau rückgebaut und durch neue Aussenbereiche ersetzt. Die Projektänderung führt zu Mehrkosten von rund 800 000 Franken, wodurch der
Kredit von 2.4 auf 3.2 Millionen Franken steigt. Ausschlaggebend dafür sind neben dem geänderten Nutzungskonzept auch zusätzliche Eingriffe in die bestehende Bausubstanz sowie die allgemeine Bauteuerung der vergangenen Jahre. Dank eines Beitrags der kantonalen Denkmalpflege reduziert sich die finanzielle Belastung jedoch. Die Verantwortlichen beurteilen das Vermietungsrisiko der künftigen Wohnungen als gering. (red)
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Was 2012 mit vier Bienenvölkern begann, hat sich für Marco Pezzani aus Stallikon zu einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte entwickelt. Heute betreut er rund 200 Bienenvölker an neun Standorten zwischen dem Säuliamt und dem Limmattal und gehört damit zu den grösseren Imkern der Region. Trotz jährlich rund zwei Tonnen Honigertrag bleibt die Imkerei für ihn vor allem Leidenschaft. Finanziert wird das aufwendige Hobby durch seinen Gartenbau- und Liegenschaftsunterhaltsbetrieb. Neben der Ho-
nigproduktion investierte Pezzani auch in seine Ausbildung und absolvierte den eidgenössischen Fachausweis als Imker. Herausforderungen wie die Varroamilbe, die Auswirkungen von Wetterextremen auf die Honigernte sowie der beträchtliche zeitliche und logistische Aufwand für die Betreuung von 200 Bienenvölkern an mehreren Standorten gehören für ihn zum Alltag. Die Faszination ist jedoch ungebrochen. (red)
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