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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 43 I 179. Jahrgang I Freitag, 20. Juni 2025

Aktives Stimmvolk

Neuer Pausenplatz

In mehreren Orten wurden in den vergangenen Tagen die Gemeinde- und auch die Schulgemeindeversammlungen abgehalten. Seiten 3, 5, 7 und 10

An der Primarschule Hausen durften Schülerinnen und Schüler beim neuen Pausenplatz mitreden. Nun fand der Spatenstich statt. Seite 11

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Schluss mit der Knallerei Affoltern hat am Montag an der Gemeindeversammlung ein Feuerwerksverbot beschlossen livia häberling Gehört zu einer gelungenen 1.-Augustoder Silvesterfeier ein Feuerwerk? Nicht mehr, findet der Stadtrat Affoltern. Er plante, dem Abbrennen von lärmenden Raketen und Co. ein Ende zu setzen: Zu diesem Zweck schlug er vor, die Polizeiverordnung anzupassen, um laute Feuerwerkskörper per 1. November 2025 ganzjährig zu verbieten. Aktuell sind diese in der Nacht vom 1. auf den 2. August und vom 31. Dezember auf den 1. Januar gestattet. Nicht lärmendes Feuerwerk wie etwa Vulkane oder bengalische Zündhölzer wäre auch weiterhin erlaubt. Nun kam das Geschäft am Montagabend vor die Gemeindeversammlung. Markus Meier, Stadtrat Sicherheit, vertrat es vor den Stimmberechtigten und zählte verschiedene Gründe auf, die aus Sicht der Stadt für ein Verbot sprechen: der Lärm, der nicht nur Menschen schädige oder störe, sondern auch (Wild-) Tiere in Schrecken und Stress versetze; die Klimaziele, die nicht eingehalten werden könnten; der Feinstaub, der tagelang sichtbar sei; die Aufräumar-

beiten, die nicht nur aufwendig, sondern auch teuer seien und die Brandund Unfallgefahr im Allgemeinen: «Wir wollen deshalb präventiv regulieren», erklärte Meier, der einzige Freisinnige im Stadtrat, den 249 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern. Die Stadt rechnet bei einer Annahme des Verbots mit einer Signalwirkung im Bezirk. «Ich bezweifle, dass die anderen Gemeinden Interesse an einem Feuerwerkstourismus haben», sagte Meier. Feiern könne auch leise Freude bereiten, meint er in seinem Schlusswort: «Der Stadtrat sowie mein Hund Muffin danken Ihnen bereits jetzt ganz herzlich.» Der Auftakt für eine emotionale Diskussion war damit gemacht.

Ausnahmen sind theoretisch möglich Es gab diverse Wortäusserungen: Neben klassischen Pro- und Kontra-Statements kamen auch Fragen nach der Praxistauglichkeit des Verbots auf, zumal es bereits heute schwierig sei, Verfehlungen zu sanktionieren. Markus Meier verwies auf andere Gegenden, in denen das Verbot bereits Tatsache sei und

funktioniere. «Natürlich gibt es solche, die drauf setzen, nicht erwischt zu werden», räumte Stadtpräsidentin Eveline Fenner ein, «aber Sie können dann hingehen und sagen: ‹Es ist verboten!›.» Zudem bestehe die Möglichkeit einer Anzeige.

«Wow! Da bekomme ich Hühnerhaut!» Stadtpräsidentin Eveline Fenner zum klaren Abstimmungsergebnis Ein weiterer Teil der Debatte drehte sich um mögliche Kompromisse: «Ich würde das Verbot gerne unterstützen, finde es jedoch zu absolut», sagte eine Votantin. Ob man denn bei der öffentlichen Feier in Zwillikon für das Feuerwerk nicht eine Ausnahme machen könne, wollte sie wissen. «Das haben wir intensiv diskutiert», erklärte Fenner: Der Stadtrat hätte es jedoch als stossend empfunden, wenn das Verbot nur die Privaten, nicht aber die Stadt selber be-

Affoltern a.A.

troffen hätte. Sie wies auch darauf hin, dass der Stadtrat gemäss revidiertem Verordnungstext Ausnahmen «für besondere öffentliche Veranstaltungen» bewilligen könne.

Jahre dauerte der Umbau der neuapostolischen Kirche in Affoltern. Seite 12

«Ich versuche nicht, Wein zu ersetzen.» Seite 15 Sabine Reber, Weinproduzentin, Stallikon. (Bild Deviprasad Rao)

In Aeugst wird Breite Unterstützung für das Verbot tüchtig gegraben Die Debatte zog sich über eine halbe

Stunde hin. Mithilfe eines Antrags auf Ende der Diskussion fand das Geschäft schliesslich doch noch den Weg auf die Zielgerade: Zunächst wurde ein Rückweisungsantrag behandelt, der forderte, das Geschäft sei an den Stadtrat zurückzuweisen, damit dieser das Verbot bezirksweit koordinieren könne. Dieser Antrag wurde mit grosser Mehrheit abgelehnt. Die Schlussabstimmung war dann umso deutlicher: Das Verbot wurde mit grosser Mehrheit und vereinzelten Gegenstimmen angenommen. Stadtpräsidentin Eveline Fenner zeigte sich von der Zustimmung überrascht: «Wow!», sagte sie, als die vielen Hände nach oben gingen, «da bekomme ich Hühnerhaut!»

Wer zuletzt auf der Aeugsterstrasse unterwegs war, dürfte sich womöglich gewundert haben über die beachtliche braune Erdschneise, die sich neuerdings durch die Wiese zieht. Grund für die Grabungen zwischen dem Parkplatz Minigolf und dem Wasserreservoir Bernhau sind neue Wassertransportleitungen, die dort verlegt werden. Die bisherigen Eternitrohre werden durch etwas breitere, moderne Gussrohre mit Faserzementumhüllung ersetzt, um dem gestiegenen Wasserbedarf gerecht zu werden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Anfang September. (red)

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Von Vogelhäusern und Kleidern Alljährlich präsentieren die Sek-Schülerinnen und -Schüler ihre Abschlussarbeiten einem grösseren Publikum. Am Montagabend zeigten rund 100 Jugendliche in Mettmenstetten, was sie in den vergangenen Monaten geleistet haben. Bruce Häfliger zum Beispiel konstruierte ein Vogelhaus, das Vögel auf dem Futterbrett registriert und ablichtet. Enya Helfenstein nähte ihr Kleid für die Abschlussfeier gleich selbst. Und Melissa Vogel hat von der Schule offenbar noch nicht genug. Sie schrieb ein eigenes Deutsch-Grammatikbuch «Einfach Deutsch». (red)

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Turnfestsieg für Stefan Meier Das Eidgenössische Turnfest findet nur alle sechs Jahre statt. Seit dem 12. und noch bis zum 22. Juni wird in Lausanne um verschiedene Titel gekämpft. Insgesamt nehmen aus der ganzen Schweiz über 65 000 Turnerinnen und Turner teil, darunter aus dem Amt die Vereine von Bonstetten, Mettmenstetten, Knonau, Hedingen, Ottenbach, Obfelden und Hausen. Der in Obfelden aufgewachsene Stefan Meier sicherte sich vergangenes Wochenende in der höchsten Geräteturn-Kategorie den Turnfest-Sieg. Der 31-Jährige trat für den STV Rickenbach an und sicherte sich mit einer starken Leistung knapp den Titel. (dst)

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Der Bezirksrat ist wieder komplett Der Bezirksrat Affoltern hat sich in dieser Woche neu konstituiert. Im Bild sind vorne von links zu sehen: Angela Cavallo, die zurückgetretene Ruth Früh und Bezirksratsschreiberin Eliane Potratz. Hinten, von links: Peter Michael Wehrli, Gerhard Gysel, Bild Werner Schneiter Rolf Kuhn und Statthalter Claude Schmidt. (red) Seite 3

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