CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 43 I 178. Jahrgang I Dienstag, 4. Juni 2024
Facettenreiche Natur
Dringlicher Platzbedarf
Im Kunstforum Stallikon sind bis am 13. Juli Fotografien von Willi Schmid zu sehen. Seite 5
Die Militärunterkunft Bonstetten wird wegen der erhöhten Aufnahmequote definitiv für Asylbewerber umgenutzt. Seite 6
5
Minuten Zeit? Dann sagen Sie uns in der «Anzeiger»-Umfrage Ihre Meinung. Seite 5
Motivationsspritze mit viel Humor Vereinskonferenz in Affoltern ermöglicht Vernetzung der Vereine
Seite 11 Tessa Müller, Präsidentin der Spitex Knonaueramt. (Bild Marianne Voss)
Marianne Voss «Das haben wir schon immer so gemacht!» Diese Haltung sei der grösste Killer der Vereinsarbeit, betonte Hanu Fehr am vergangenen Donnerstag anlässlich der Vereinskonferenz in Affoltern. Humorvoll, pointiert und realitätsbezogen ging der Vereinscoach auf die typischen Probleme, Hürden und Fragen im Vereinsalltag ein und rüttelte auf. Vorgängig hatten sich die rund 85 Teilnehmenden aus 40 verschiedenen Affoltemer Vereinen in Gruppen über verschiedene Themen ausgetauscht. Es ging dabei um Finanzen und Sponsoring, um die Mitgliederwerbung und um die Vorstandsarbeit. Hanu Fehr zeigte auf, wie man es nicht machen soll und welche Wege zielführend und erfolgreich sein können. «Ihr seid oft in den alten Vereinsstrukturen gefangen», erklärte er und gab Ideen, wie daraus ausgebrochen werden kann, um auch für junge Menschen attraktiv zu bleiben. Junge Mitglieder seien heute meistens nicht mehr bereit, sich über Jahrzehnte zu verpflichten. «Aber sie sind durchaus bereit, im Vorstand Aufgaben zu übernehmen, vielleicht solche, die sich auf ein bestimmtes Projekt beziehen.» Wichtig sei auch, dass sich der Verein nach aussen attraktiv und aktuell präsentiere. «Zeigt euch mit positiven Botschaften und Bildern, damit ihr wahrgenommen werdet!» Weiter gab er den Input, dass Mitglieder neue Mitglieder werben sollen. «Wenn alle in ihrem Umfeld ihre Freunde gluschtig machen, hat das mehr Auswirkungen als Inserate oder Flyer.» Zum Sponsoring sagte er, dass es sich lohne, direkt persönlich bei Firmen vorzuspre-
«Wir müssen den Entwicklungen angemessen begegnen.»
Viel Arbeit für das Bezirksgericht
Vereinscoach Hanu Fehr (rechts) gibt Inputs zur Diskussion in der Gruppe. Neben ihm Stadtrat Felix Fürer. (Bild Marianne Voss) chen und die Vereinsarbeit kurz, peppig und prägnant vorzustellen.
Verschiedene Vereine, ähnliche Probleme Im Kasinosaal sassen Mitglieder aus sehr unterschiedlichen Vereinen wie zum Beispiel dem Akkordeon-Orchester, dem Familienclub, der Pfadi, der Feldschützen-Gesellschaft, dem Fussballclub, den Säuliguggern, dem Singkreis, dem Feuerwehrverein oder der Tauchschule. Die Ausrichtung dieser Vereine und ihre Aktivitäten sind sehr verschieden und reichen von kulturell über
sportlich oder musikalisch bis zu sozial. Doch die Herausforderungen in unserer heutigen Gesellschaft erleben viele ähnlich. Das wurde beim Austausch in den Gruppen und auch bei den Gesprächen an den Tischen beim Nachtessen oder beim Dessert deutlich. Zu wenig Mitglieder, keine Bereitschaft für Verbindlichkeit oder Überlastung im Vorstand waren Themen, die wiederholt zur Sprache kamen. Die Vereinskonferenz in Affoltern hat bereits Tradition. Sie wurde wieder von der Fachstelle Gesellschaft organisiert, teilnehmen konnten von den gut 100 in Affoltern gemeldeten Vereinen je
drei Personen. Die Ziele der Konferenz sind jeweils der Austausch, die Vernetzung, das Abholen der Bedürfnisse und Anliegen sowie die aktuellen Informationen vonseiten der Stadt. Ganz zentral war am Donnerstagabend auch die Wertschätzung. Die Stadtpräsidentin Eveline Fenner wies darauf hin, dass das Vereinswesen in unserm Land etwas Einzigartiges sei. «Es macht das Leben unserer Stadt kostbar und wertvoll.» Stadtrat Felix Fürer dankte den anwesenden Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz. «Ich bin beeindruckt, mit wie viel Herzblut sich unsere Vereine für die Öffentlichkeit einsetzen.»
Vor zwei Jahren konnte das Bezirksgericht Affoltern bei den Richterstellen von 340 auf 400 Stellenprozente aufstocken. Allerdings ist die Arbeitsbelastung anhaltend hoch, wie der Leitende Gerichtsschreiber, Reto Barblan, gegenüber dem «Anzeiger» sagt. Die Gesamtzahl der Fälle ist von 1422 auf knapp 1700 gestiegen, rund 1600 davon betreffen den zivilrechtlichen und nahezu 100 den strafrechtlichen Teil. Besonders ins Auge sticht die massive Zunahme der Mietzinsanfechtungen von 100 auf 300. Hauptgrund dieser Verdreifachung ist der im Frühjahr 2023 angehobene Referenzzinssatz, der an allen Zürcher Gerichten zu Mehrbelastungen geführt hat. Mit zusätzlichen Verhandlungstagen habe man die Mehrarbeit effizient abarbeiten können, so Barblan. (red)
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Rückblick auf die Herzliche Einladung zum tionalrats Sommersession des Na idt mit Andri Silberschm 4, 19 Uhr Mittwoch, 19. Juni 202 Galerie am Märtplatz
Dauerregen lässt Bäche und Flüsse überschwappen Auch im Säuliamt blieb der viele Regen nicht ohne Folgen. In praktisch allen Ämtler Gemeinden standen die Feuerwehren im Einsatz. Im Bild läuft der Lindenbach in Obfelden am Freitag in Richtung Sportplatz Zendenfrei. Der HaselBild Dominik Stierli bach erreichte in Maschwanden am Freitag und Montagmorgen die Gefahrenstufe 3. (dst)
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