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043_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 43 I 177. Jahrgang I Freitag, 9. Juni 2023

Tankstelle muss warten Schwer verletzt

Der geplante Bau auf dem Areal des Landimärts in Bickwil verzögert sich. > Seite 3

In Affoltern wurde am Montag eine Mofa-Lenkerin von einem Auto erfasst. > Seite 5

intusag.ch

Deutlicher Gewinn

Die Gemeindeversammlung Obfelden hat die Jahresrechnung gutgeheissen. > Seite 9

IHRE SPITEX-NUMMER, WENN SIE AM LIEBSTEN ZUHAUSE GEPFLEGT WERDEN MÖCHTEN. SPITEX-AFFOLTERN.CH PHS AG, 8910 AFFOLTERN

Affoltern a.A.

Umsätze brechen weg Im Fahrschulbetrieb herrscht Flaute – Neueinsteiger kommen trotzdem. > Seite 11

«Schon eine Balkon-Solaranlage kann etwas bewegen» Energietag in Mettmenstetten: Erstes Ämtler «Energiestadt Gold»-Label wurde überreicht Bewusstsein für Energiefragen schaffen – darum ging es am Samstag am Energietag in Mettmenstetten. Der erhoffte Grossandrang blieb zwar aus, die Anwesenden zeigten sich dafür äusserst interessiert am informativen Angebot.

Spätzünder mit Sprint Der Anlass in Mettmenstetten stand ganz im Zeichen der Energiestadt-Zertifizierung. Als erste Gemeinde im Bezirk darf sich Mettmenstetten «Energiestadt Gold» nennen. Dieses Label erhalten Gemeinden, die mindestens 75 Prozent ihrer Handlungsspielräume bereits genutzt haben. Mettmenstetten kommt auf 77 Prozent. Zum «super Resultat» gratulierte im Namen des Trägervereins Energiestadt Bruno Bébié, Vorstandsmitglied und ehemaliger Energiebeauftragter der Stadt Zürich. Als Energiestadt sei Mettmenstetten zwar Spätzünder, sagte er, habe seit der Erstzertifizierung im Jahr 2014 aber einen energiepolitischen Sprint eingelegt, auf Rang elf des kantonalen Energiestadt-Rankings. «Das zeugt von energiepolitischem Engagement», so Bébié. Schweizweit haben mittlerweile 460 Gemeinden eine Energiestadt-Zertifizierung. Das betreffe rund 60 Prozent der Bevölkerung, so Bébié. Die Heraus-

Der Knonauer Biohof Margel produziert Holunderblüten für Ricola. > Seite 13

Der «Anzeiger» mit neuer Website Der Webauftritt des Anzeigers aus dem Bezirk Affoltern wurde erneuert. Neu werden Umfragen und Videos angeboten. Zusammen mit den verschiedenen Anzeiger-Zeitungen der CH Regionalmedien AG entwickelten die Verantwortlichen in den letzten Monaten eine komplett neue Website. Diese kann nun mühelos auch auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets genutzt werden. Neben dem modernen Layout können auch Bildergalerien, Videos oder Umfragen in die Artikel integriert werden. Die Website-Adresse bleibt mit www.affolteranzeiger.ch unverändert. Mit der neuen Website möchte der «Anzeiger» sein Angebot auch online stärken und wird die Inhalte in den nächsten Monaten ausbauen. Neu stehen auch verschiedene Formulare bereit. (dst)

von Thomas sTöckli Wenn schon ins Säuliamt, dann muss es sich lohnen. Das scheint bei den Zürcher Regierungsräten aktuell die Devise zu sein. Vor vier Wochen stattete Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli erst dem Spital Affoltern und dann dem Seewadel-Neubau einen Besuch ab. Letztes Wochenende kam nun Martin Neukom nicht nur zum Eröffnungsfest des Autobahnzubringers Obfelden-Ottenbach, sondern auch an den Energietag in Mettmenstetten. Während seine Regierungsratskollegen jeweils in grossen Limousinen vorzufahren pflegen, setzt der Grüne Baudirektor punkto Fortbewegungsmittel ein Statement: Im «Microlino», der elektrischen Neuinterpretation der winzigen BMW Isetta, liess er sich vom Zubringer-Fest in Obfelden an den Energietag in Mettmenstetten chauffieren. Heim in Richtung Winterthur sollte es dann später mit öffentlichen Verkehrsmitteln gehen.

Erntezeit

> Die neue Website unter der Adresse: www.affolteranzeiger.ch. ANZEIGEN

Erfreut über das «Energiestadt Gold»-Label. Von links: Regierungsrat Martin Neukom, Sekundarschulpräsidentin Céline Lingua, Primarschulpräsidentin Melanie Vollenweider und Gemeinderat Marcel Eicher. (Bild Thomas Stöckli) forderung der Energiewende sei nicht technischer Art, hielt er fest, sondern in den Köpfen der Leute. Schon eine kleine Balkon-Solaranlage könne da etwas bewegen – nicht wegen der Strommenge, sondern weil sie das Bewusstsein verändere. Als einen wichtigen Erfolgsfaktor nannte Bébié unter anderem die Offenheit für Innovation und neue Konzepte. «Es kann niemand sagen, was die Energiewende kostet», räumte er ein, «aber das kann man vom Klimawandel ja auch nicht abschätzen.»

Grosse technische Revolution «Wir stehen global am Start einer grossen technischen Revolution – vergleichbar mit der industriellen Revolution», hielt Regierungsrat Neukom fest. Auch er stellt die technische Machbarkeit der Energiewende nicht infrage: In den letzten 30 Jahren habe man da grosse Sprünge geschafft, etwa in der Energieeffizienz und der Wärmedämmung. Mit dieser Entwicklung vermochte allerdings das soziale Verhalten nicht Schritt zu halten, rügte er: Es werde weiterhin viel geflogen und der Osterstau am Gotthard sei auch nicht kürzer geworden. «Die sozialen Veränderungen brauchen

offenbar viel mehr Zeit», so Neukom. Der Energietag sollte der Bevölkerung unter anderem aufzeigen, was heute schon machbar ist. Der erhoffte Grossandrang blieb zwar aus, die Anwesenden zeigten sich jedoch äusserst interessiert. So auch Gemeindepräsidentin Vreni Spinner. Seit 11 Uhr sei sie von einem Referat zum nächsten gegangen: «Das Gewerbe gibt Gas», hielt sie beeindruckt fest, «ich hoffe, dass die Behörden und Ämter ebenso viel Gas geben.» Die Interessierten konnten sich über die neusten Entwicklungen der Elektromobilität informieren lassen, über die Nutzung von Sonnenund Windenergie sowie über das Engagement des Mettmenstetter Vereins Ades in Madagaskar. Interessierte Blicke hat auch das elektrische Tuk-Tuk von Subeez auf sich gezogen. Das dreirädrige Gefährt für bis zu drei Personen steht in den nächsten sechs Wochen in Maschwanden zum Verleih. Weitere Ämtler Standorte sollen dazukommen.

Windenergie vom A4-Kraftwerk Die Standortförderung nutzte die Gelegenheit, über die Planung ihres A4Kraftwerks zu informieren. Vorgesehen

als Solar-Projekt, spielt da mittlerweile die Komponente Windnutzung die grössere Rolle. Bis zu 100 GWh pro Jahr erhofft man sich von der Teilüberdeckung der Autobahn im Knonauer Amt. 45 GWh davon sollen allein die langsam drehenden Windturbinen bringen. In einem nächsten Schritt geht es darum, dass die drei betroffenen Gemeinden Knonau, Mettmenstetten und Obfelden einen Richtplan-Eintrag beantragen. Bis 2026 soll dieser vollzogen sein. Gleichzeitig läuft die Planung der Finanzierung. «Wenn alles optimal läuft, könnte die Anlage bis 2028 gebaut sein», so Co-Projektleiter Charles Höhn. Die ganze Region Knonauer Amt sei sehr aktiv in der Energiepolitik, hielt Marcel Eicher, Mettmenstetter Gesundheits- und Umweltvorstand, sowie OKLeiter des Energietags, fest, betonte aber auch, dass Mettmenstetten dabei eine wichtige Rolle spiele. Am Gold-Label haben nebst der politischen Gemeinde auch die Primar- und insbesondere die Sekundarschulgemeinde massgeblich Anteil: «Die Sek Mättmi ist seit zwei Wochen energieautark», hielt Eicher fest.

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Paul Stöckli, 076 417 17 17 paul.stoeckli@remax.ch

Peter Ackermann

Energiekommission Hedingen, FDP

> Weiterer Bericht auf Seite 3

Arbeitslosigkeit weiter rückläufig

IG Sicherer Schulweg wird aufgelöst

Ende Mai waren 402 Personen aus dem Säuliamt als arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank dadurch auf 1,3 Prozent. Nach einem optimistischen Start ins Jahr habe sich die Geschäftslage bei allen Branchen im zweiten Quartal etwas abgekühlt, teilt das kantonale

Während elf Jahren hat die Interessengemeinschaft Sicherer Schulweg den Bau des Autobahnzubringers A4 Obfelden/Ottenbach unterstützt. Mit der gewonnenen Volksabstimmung im Kanton Zürich 2012 erlangte die IG ihren grössten Erfolg. Im ganzen politischen Prozess folgten aber weitere Hürden.

Amt für Wirtschaft und Arbeit mit. Die Geschäftserwartungen und auch die Beschäftigungsaussichten liegen aber für die nächsten Monate weiterhin im positiven Bereich. Und aufgrund des Arbeitskräftemangels dürfte es für die Unternehmen schwierig bleiben, passendes Personal zu finden. (tst.)

Erfolg beginnt mit einem Gespräch

Der Einsatz für die IG dauerte viel länger als ursprünglich gedacht. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» erzählen Co-Präsident Philipp Schweiger und Kampagnenleiter Philipp Metzler, was alles erreicht wurde und wieso jetzt Schluss ist. (dst)

> Bericht auf Seite 5

«Ich sage JA, weil wir damit bei uns neue Arbeitsplätze schaffen.» Verein Klimaschutz Schweiz l 8003 Zürich

50023 9 771661 391004


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