CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 42 I 179. Jahrgang I Dienstag, 17. Juni 2025
Fotos ohne Beweiskraft
Universelle Sprache
Das Bezirksgericht in Affoltern beschäftigte sich unlängst mit der Frage, ob ein paar Schafe ihr Gehege in Hedingen verlassen haben. Seite 3
In Bonstetten und Affoltern wurden vergangene Woche zwei öffentliche Schachfelder in Betrieb genommen. Seite 5
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140 Meter gaben zu reden Die Gemeindeversammlung in Hausen lehnte die Sanierung des Wigartewegs ab dominik stierli Eigentlich hatten die beiden Stimmenzähler an der Gemeindeversammlung in Hausen einen ruhigen Abend. Den meisten Traktanden wurde «mit grosser Mehrheit zugestimmt», wie es Gemeindepräsident Stefan Gyseler formulierte. Von den sieben Traktanden gab einzig die Sanierung des Wigartewegs Anlass zu Diskussionen. Dieser Flurweg soll zum Fussweg und zur Notzufahrt ausgebaut werden. Dies geht auf eine Abmachung der Gemeinde mit dem Kanton Zürich aus dem Jahr 2012 zurück. Dadurch konnte man auf ein zweites Trottoir entlang der Albisstrasse verzichten. Im Gegenzug verpflichtete sich die Gemeinde, den Wigarteweg als alternative Fusswegführung auszubauen. Der Kredit beläuft sich auf 616 700 Franken. Gegenwind für das Projekt kam bereits von der Rechnungsprüfungskommission. Wie diese schriftlich ausführte, würde ein Meter Weg 4400 Franken kosten. Die RPK erachte den vorgelegten Kreditantrag aus finanzieller Sicht als unangemessen und die vorgelegte Variante als zu kostspielig. Daher erfolgte dafür ein Rückweisungsantrag.
Tiefere Kosten als geplant
elf Wohnungen. Dort setzt der Bauherr den Weg gemäss den Vorgaben um. Daher sei das Ziel der Gemeinde, den anderen Teil des Weges ebenfalls bis Ende Jahr fertigzustellen und auch allfällige Synergien zu nutzen. Bevor der Rückweisungsantrag behandelt wurde, kam es zu einer ersten Fragerunde. So wurde moniert, es gebe noch viele offene Punkte und man solle diese zuerst klären. Ein Votant sprach davon, dass man noch keine Einigung mit der Flurgenossenschaft betreffend das Abtreten des Landes habe. Dazu nahm Leiter des Tiefbauamtes Manuel Schneiter Stellung. Die Flurgenossen-
«Mehrere Gesetze machen uns hier Vorschriften.» Sven Kammer, Vorsteher Tiefbau schaft habe der Abtretung zugestimmt. Die Übertragung sei aktuell nur noch Formsache. Er erklärte, dass das Projekt bereit sei und es keinen Sinn machen würde, wenn jetzt nur ein Teil des Weges saniert würde. Der Rückweisungsantrag wurde mit 21 zu 16 Stimmen abgelehnt. In der Fragerunde zum eigentlichen Antrag wurde unter anderem die Breite des Weges abermals kritisiert. Die Asphaltierung ebenfalls. Diese sei aber nur schon wegen des Winterdienstes unumgänglich. Der grösste Kritikpunkt blieb das Argument der Erschliessung. Ein Votant ging sämtliche fünf betroffenen Häuser durch und stellte fest, dass diese fast alle von der Albisstrasse her bereits erschlossen seien. Auch die Brief kästen seien dort. Daher sei es nicht nötig, den Weg so auszubauen. Bei der Abstimmung kamen erneut die Stimmenzähler zum Zug. Sie zählten 13 Ja-Stimmen und 23 Nein-Stimmen, bei einigen Enthaltungen. Somit war die Sanierung abgelehnt.
Der Wigarteweg in Hausen hätte ausgebaut werden sollen. (Bild Dominik Stierli)
Der verantwortliche Tiefbauvorsteher Sven Kammer konnte bezüglich Kosten Entwarnung geben. Für den Ausbau muss der Weg verbreitet und somit der Hang abgetragen werden. Bei der Kostenrechnung kannte man die Bodenbeschaffenheit noch nicht und man ging von einem Worst-Case-Szenario aus. «In der Zwischenzeit konnten wir feststellen, dass dies nicht eintritt. Nur vereinzelte Stellen benötigen eine Stützmauer», erklärte Kammer. Er verwies in seiner Präsentation auch «auf mehrere Gesetze, welche uns hier Vorschriften machen». So gilt der Wigarteweg als Wanderweg, was Vorgaben nach sich zieht. Dann müsse behindertengerecht gebaut werden und die Blaulichtorganisationen benötigten die 3,5 Meter Breite für die Zufahrt. Auch die Beleuchtung sei, auf dem auch als Schulweg genutzten Weg, nicht vorhanden und würde dann erstellt. Die Sanierung betrifft etwa zwei Drittel des Weges. Beim anderen Drittel entstehen aktuell vier Wohnbauten mit
Zwei Rücktritte
Der Nachwuchs fehlt
Anregender Polit-Stammtisch in Affoltern
Im offiziellen Teil wartete auf die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Ottenbach am vergangenen Mittwoch bloss ein einziges Geschäft: Es galt, die Jahresrechnung 2024 zu genehmigen. Dies geschah ohne Wortmeldungen und einstimmig. Die Zahlen, die Finanzvorstand Franz Zeder vorab hatte präsentieren dürfen, waren auch um einiges besser als zunächst gedacht: Ottenbach schloss das Geschäftsjahr fast 1,7 Millionen Franken besser ab als bud-
Die Schweizer Politik lebt von der Beteiligung. Doch genau das wird zunehmend zur Herausforderung: Immer weniger junge Menschen können sich vorstellen, ein politisches Amt zu übernehmen – insbesondere junge Frauen. Woran liegt es, dass der politische Nachwuchs stockt? Ist es der Zeitdruck, der vielen zwischen Beruf, Ausbildung und Privatleben kaum Freiraum lässt? Fehlt es an Interesse – oder am politischen Bewusstsein? Oder wissen viele schlicht
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«Je kräftiger das Bier, desto wärmer darf es sein.» Seite 13 Gregor Völkening, Biersommelier aus Affoltern. (Bild zvg)
Für Blatten gesammelt Auf Initiative der Deutschlehrerin Evelyne Anner verkaufte die Sek-Klasse 1Aa aus Obfelden Kuchen und selbst kreierte Karten vor dem Volg. Gebacken wurde von den Schülerinnen und Schülern zu Hause, für die Karten nutzte man die Zeit im Zeichnungsunterricht. Das Ziel war, für die vom Bergsturz verschüttete Walliser Gemeinde Blatten möglichst viele Spenden zu sammeln. Die Solidarität war stark. «Tolle Idee», sagte ein junger Mann und spendete einfach ein Nötli – ohne Kuchen zu beziehen. Das geschah während des Morgens mehrmals. Durch den Verkauf kamen knapp 1000 Franken zusammen. Da Beziehungen zum Gemeindepräsidenten in Blatten bestehen, werde ihm das Spendengeld persönlich überbracht, wie Evelyne Anner erklärte. (red)
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Gemeindeversammlung Ottenbach getiert. «Ottenbach hat heute gesunde und stabile Finanzen und eine gute Ertragskraft», so Zeder. Nach dem Hauptteil folgte wie gewohnt der Informationsteil. Dort gab Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger unter anderem bekannt, dass bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr 2026 zwei Gemeinderäte nicht mehr antreten werden. (red)
Prozent aller Einfamilienhäuser in der Schweiz gehören den Babyboomern.
nicht, wie ein Einstieg in die Politik konkret aussehen kann? Den Ursachen für dieses Problem wollte der neuste Polit-Stammtisch nachspüren, der jeweils von den Grünen Affoltern und der SP Affoltern organisiert wird. Im Eventlokal «aff» in Affoltern fand sich dazu am vergangenen Mittwoch eine motivierte Gruppe ein. Es entstand eine angeregte Diskussion. (red)
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