CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Nachlassendes Erinnerungsvermögen? Anzeichen von Demenz? Wir beraten Sie gerne in unserer Spezialsprechstunde der Memory Clinic. Rufen Sie uns an. Telefon 044 714 34 64 AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 40 I 179. Jahrgang I Dienstag, 9. Juni 2026
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Zentrumsplanung überall
Steuersenkung wäre verfrüht
Die Zentrumsplanung ist in aller Munde. So fanden in Hedingen und Bonstetten erneut Infoveranstaltungen statt. Seiten 5 und 7
GV Stallikon: Rechnung schliesst mit millionenschwerem Überschuss, Veloverkehr sorgt für Unmut, fünf Verabschiedungen. Seite 11
Tag der offenen Tür in der KinderReha Schweiz in Affoltern Vermitteln, dass Kinder und Jugendliche ein gutes Angebot an Rehabilitation benötigen Regula ZellwegeR
«Für mich hiess es immer: ganz oder gar nicht.» Seite 13 Carol Sommer-Seiler, Bonstetten, Tierhomöopathin. (Bild Deviprasad Rao)
Kritik an Behörde
Vier Kleinkinder, zwei Mütter und die Grossmutter Marianne Egli-Schneebeli stehen am Ziegengehege. Die Kleinen haben grossen Spass an den Tieren. «Wir sind fast jeden Tag auf dem integrativen Spielplatz», meint eine Mutter. «Wir wohnen gleich hier im Weiler ‹Im Wil›, an den das Kispi grenzt.» Im Ort nennt man die Kinder-Reha Schweiz so. Die Grossmutter ist hier aufgewachsen und erinnert sich, wie ihr Vater Kinder aus dem Kispi – gut gesichert – auf dem Traktor mitfahren liess. An diesem Samstag konnten die Autos der Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür auf ihrem Land parken. Auch die spitaleigenen Therapiepferde weiden auf dem gepachteten Land der Familie Egli-Schneebeli. Die Kinder-Reha Schweiz ist eingebettet in die Geschichte und die Gegenwart von Affoltern. «Der Kontakt mit der Nachbarschaft ist uns wichtig», betont Franziska Spreitler, Leiterin Therapien.
An der Gemeindeversammlung in Kappel wurde die geplante Erhöhung der Behördenentschädigungen deutlich an den Gemeinderat zurückgewiesen. Zuvor hatte bereits die Jahresrechnung 2025 für Diskussionen gesorgt. Obwohl das Defizit mit 146 000 Franken tiefer ausfiel als budgetiert, stiessen die stark gestiegenen Verwaltungskosten auf Kritik. Mehrere Votanten verlangten Erklärungen zu Personalabgängen, Krankheitsausfällen und dem Einsatz teurer Springer. Gemeindepräsident Martin Hunkeler verwies wiederholt auf das Amtsgeheimnis, was die Unzufriedenheit im Saal weiter anheizte. Die vorgesehene Erhöhung der Behördenbesoldung um insgesamt 55 000 Franken wurde als überrissen bezeichnet. Die Stimmberechtigten verlangten eine überarbeitete Vorlage mit moderateren Anpassungen. Mehrfach war von einem angespannten Klima und einem «brodelnden Kessel» die Rede. (red)
Grosser Einsatz Der immense Einsatz der Mitarbeitenden sowie der Mitglieder von Rotary, Kiwanis und der Aladin-Stiftung – grösstenteils auf freiwilliger Basis – freut Andreas Meyer-Heim ganz besonders. Er fühlt sich in seinem Anliegen unterstützt, die Notwendigkeit der Kinder-Reha einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. «Dieses Wissen müssen wir der Bevölkerung und auch der Politik vermitteln. Immer wieder stellen wir fest, dass noch zu wenig bekannt ist, dass Kinder und Jugendliche nach schweren Erkrankungen oder Unfällen sowie im Rahmen von Operationen bei Behinderungen Rehabilitation benötigen.» Simona Coiro, Leiterin Pflegedienst, ergänzt: «Die Kinder-Reha Schweiz ist weit mehr als eine Rehabilitationseinrichtung. Sie ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit komplexen gesundheitlichen Herausforderungen ganzheitlich, interprofessionell und familienzentriert begleitet werden.» Sie wünscht sich, dass die Besuchenden erleben, mit
20
Jahre gibt es das Mini-Museum KommBox in Aeugst bereits. Seite 8
Seite 6 Besucherinnen und Besucher versammeln sich vor dem Haupteingang für eine Führung. (Bild Regula Zellweger) welchem Engagement, Fachwissen und Herzblut die Mitarbeitenden täglich daran arbeiten, die Lebensqualität und Selbstständigkeit der jungen Patientinnen und Patienten zu fördern. «Zudem möchten wir aufzeigen, wie moderne Rehabilitation Hoffnung, Entwicklung und neue Perspektiven für betroffene Kinder und ihre Familien schaffen kann.»
Führungen durch die Kinder-Reha Besonders beliebt waren die rund 45-minütigen Führungen durch die verschiedenen Abteilungen. Junge Patientinnen und Patienten bekam man dabei nicht zu Gesicht, doch die lebendigen Ausführungen der Führerinnen und Führer liessen die verschiedenen Räume förmlich lebendig werden. So zeigte Franziska Spreitler im Ganglabor, wie mithilfe
Auf dass Ruhe einkehrt
eines High-End-Motion-Capture-Systems, von Kraft- und Druckmessplatten sowie Elektromyografie Gelenkswinkel, Belastungen und Muskelaktivitäten beim Gehen präzise dokumentiert und berechnet werden. Ein Blick in die Jugendabteilung mit Küche, Sofaecke, Spiel- und Esstisch sowie Dreierzimmern mit eigener Dusche zeigte, wie den Bedürfnissen junger Menschen Rechnung getragen wird. «Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Jugendlichen haben für den heutigen Tag sogar aufgeräumt», erklärt Franziska Spreitler lachend, und: «Die Pubertät macht vor niemandem halt.» Die beiden Therapiehunde begeisterten Gross und Klein. In der Ergotherapie erfuhren die Besuchenden hautnah, wie schwierig es sein kann, mit nur einer Hand einen Schnürsenkel zu binden. Im Schulzimmer waren Arbeiten
von Kindern zu sehen, denen oft spezialisierte Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden müssen, damit sie die Herausforderungen des Alltags bewältigen können. Rahel Czeschner arbeitet im Sekretariat der Kinderchirurgie des Kinderspitals Zürich. Sie nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild der Kinder-Reha zu machen – denn auf eine Operation in Zürich folgt nicht selten ein Aufenthalt in Affoltern. Sie zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Möglichkeiten, insbesondere im technischen Bereich, etwa in der Robotik. «Hier werden die Kinder spielerisch abgeholt. Damit sich Fortschritte einstellen, müssen die Therapien möglichst Freude bereiten.» Aber an dem Tag der offenen Tür gab es noch mehr zu sehen.
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Fussballderby endet 2:2
Neustart auf solider Basis bei Sek Bonstetten Spektakuläre Punkteteilung bei FCA vs. WB Nach einer turbulenten Legislatur wird bei der Sekundarschule Bonstetten mit einer fast ganz neu besetzten Schulpflege neu gestartet, dies jedoch auf solider Basis, wie Tamara Fakhreddine sagte. Man habe die Entwicklung und kompetente Aufstellung der Schulverwaltung und des Betriebs erreicht und ein gutes Team in der Schulleitung aufgebaut, so die scheidende Präsidentin in ihrem Rückblick auf ihre acht Jahre im Amt. Sie schloss mit folgenden Worten: «Mit der neuen Schulpflege, der neuen Schul-
leitung und dem Abschied der ‹bösen› Präsidentin hoffen wir sehr, dass Ruhe einkehrt und auch pädagogische Entwicklungen wieder möglich werden.» Danach folgten die Würdigung der abtretenden Mitglieder der Schulpflege, Lutz Eichelkraut, Corinne Ostler, Irene Häsler und Tamara Fakhreddine, durch den in der Schulpflege verbleibenden Matthias Hufschmid und als Abschluss der Veranstaltung ein Apéro. (cle)
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Im Ämtler 3.-Liga-Duell empfing der FC Affoltern den FC Wettswil-Bonstetten 2. Die beiden Teams trennten fünf Ränge und 13 Punkte voneinander. Während die Bezirksstädter nach zuletzt enttäuschenden Resultaten erpicht waren, wieder zum Erfolg zurückzukehren, besass das zweitplatzierte WB noch eine klitzekleine Aufstiegschance. Der Gastgeber startete zweikampfstark in die Partie und eröffnete das Score durch einen verwandelten Foulelfmeter. Allmählich nahm WB Fahrt auf und das Geschehen präsen-
tierte sich fortan ausgeglichen. Nach Unachtsamkeiten in seiner Abwehr musste der FCA noch vor der Pause zwei Treffer zum 1:2 einstecken. Nach Wiederanpfiff kam er zu guten Chancen, die allerdings ungenutzt blieben. Die Partie war nun hart umkämpft, ehe dem FCA kurz vor Schluss das 2:2 glückte. Nach dem Spiel lud der Heimklub zum stimmungsvollen Apéro für Sponsoren und Supporter beider Vereine. (kakö)
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Pizza? dieci.ch
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