Vergangene Woche trafen sich die Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt
ZPK und die Delegierten der Regionalen Verkehrskonferenz RVK. Seite 7
Magische KatzenSilhouette im Säuliamt
Vortrag über Parkinson
Trotz grosser Hitze erschienen am vergangenen Donnerstagnachmittag ungefähr 50 Mitglieder im Pflegezentrum Sonnenberg, um den Ausführungen von Professor Veit Mylius, leitendem Arzt für den Bereich Neurologie in der RehaKlinik Valens, zu lauschen. Die St.Gallische Klinik ist spezialisiert auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Funktionsbeeinträchtigungen am Bewegungsapparat und am Nervensystem. Mit dem Thema Parkinson hat sie einen Schwerpunkt gesetzt, um Betroffene möglichst individuell und ganzheitlich zu versorgen. In seinem Vortrag zeigte Veit Mylius Wege auf, wie Aktivität, Training und Therapie den Alltag mit Parkinson verbessern können. So könne es zum Beispiel helfen, darauf zu achten, zu welchen Tageszeiten oder in welchen Situationen die Bewegung leichter fällt – und diese Momente vermehrt zu nutzen. Auch aus dem Publikum gab es eine interessante Wortmeldung. (red)
Baum mutwillig vergiftet
Trotz rascher Intervention war ein Stadtbaum an der Zürichstrasse in Affoltern nicht mehr zu retten. Schaden: rund 3000 Franken. Seite 10
Häuser erzählen ihre Geschichten
Einweihung des historischen Rundgangs durch Hausen
Marianne Voss
Jetzt ist für alle sichtbar, woran die Arbeitsgruppe Archiv in Hausen während vier Jahren intensiv am Werk war. An 43 Gebäuden in der Gemeinde Hausen – von Türlen bis zum Schweikhof – sind nun Tafeln angebracht, die mit Bild und Text über die Geschichte der Liegenschaften informieren. Ein QR-Code führt zu ausführlicheren Erläuterungen und weiteren Bildern. Die Häuser erzählen den Besuchenden von ihrer Entstehung und ihren Nutzungen. Es öffnen sich Türen in die Vergangenheit, und man erhält auch Einblick in das Leben früherer Zeiten im Dorf Hausen und seinen Weilern. Hausen war – auch bedingt durch die Kurgäste des Heilbads Albisbrunn und die Seidenweberei WeisbrodZürrer – ein Dorf mit einem vielseitigen Angebot an Einrichtungen und Dienstleistungen. Es wurde Käse produziert, Brot gebacken, es gab verschiedene Restaurants und Gewerbe wie die Schneiderei, die Schmiede oder die Schuhmacherwerkstatt.
Herausforderungen und Entscheidungen
«Löwen» und gaben ihrer Wertschätzung für das grosse Werk Ausdruck. Die Hauptprotagonisten sind René Marthaler und Martin Elmiger, die auf einen grossen Bilder- und Textfundus Zugriff hatten und sich mit den beiden bereits erschienen Büchern nicht zufriedengaben. «Das genügte uns nicht, es brauchte mehr. Die Informationen sollten unters Volk», erklärte René Marthaler. So entstand die Idee für den historischen Rundgang mit Informationstafeln. Die Arbeit bot einige Herausforderungen und stellte die Gruppe vor viele Ent-
Diese Katze geniesst in Vorderuttenberg bei Knonau die letzten Sonnenstrahlen über dem Säuliamt. Bild Benjamin Tanner 43
Am vergangenen Samstag wurde der historische Dorfrundgang offiziell eingeweiht. Den Rahmen dazu bot der Frühlingsanlass des Verschönerungsvereins Hausen (VVH). Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen viele interessierte Gäste auf den Platz vor dem
Grosse Ehre für WB-Spieler
Flavio Peter wurde zum besten Spieler der Saison gekürt
Die Trainer und Captains der drei 1.-Liga-Gruppen stimmten kürzlich über die besten Spieler der Saison 2025/2026 ab. Dabei fiel die Wahl auf Wettswil-Bonstettens Flavio Peter. Der 30-Jährige überzeugt seit Jahren mit seinen konstant guten Leistungen, zudem verfügt er über einen ausserordentlichen Tor-
riecher. In dieser Saison glückten ihm sagenhafte 22 Treffer (darunter drei Hattricks), der zweitbeste Wert in der gesamten 1. Liga Classic. Obschon Peter bestimmt in höheren Ligen hätte spielen können, blieb er dem FCWB stets treu – in Kürze wird er seine 300. Partie für die Rotschwarzen bestreiten. (kakö)
Gebäude sind auf einem historischen Rundgang zu entdecken.
scheidungen. Es ging unter anderem darum, das Format der Tafeln zu bestimmen, die Gebäude zu bestimmen, mit den Eigentümern Kontakt aufzunehmen, die Bilder auszuwählen, die Texte zu schreiben, die Tafeln zu produzieren oder den Auftritt im Internet einzurichten. Durch die finanzielle Beteiligung der Hausbesitzenden und die Unterstützung durch die Gemeinde stand dem Projekt auch auf der Kostenseite nichts im Weg.
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Ein HolocaustZeitzeuge erzählt
Markus Blechner schilderte an der Sekundarschule Mettmenstetten die Geschichte seiner Familie und machte damit für die Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarschulklassen fassund begreifbarer, was bisher abstrakter Geschichtsstoff war. Der heute 85-jährige Holocaust-Zeitzeuge berichtete von der Flucht seiner Eltern und wie sie über eine Odyssee schliesslich in die Schweiz gelangten. Im zweiten Teil des Vortrags erzählte er vom Aufwachsen in der Schweiz und ging dabei gehörig mit den Schweizer Behörden ins Gericht. Mehrere Familienmitglieder des Vaters seien von Schweizer Behördenvertretern mit Gewalt in einen Zug zurück nach München gesetzt worden, für seinen Grossvater habe dies die tragische Konsequenz gehabt, dass er vom nationalsozialistischen Regime ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht und dort ermordet wurde. Weiter erzählte Markus Blechner, wieso er zwei Orden vom Präsidenten der Republik erhalten hat. (red) Seite 17
Werkdokumentationen gingen bei der Kunstkommission ein. Seite 8
Am 46. Pfingstrennen am Pfingstmontag in Ehrendingen bei Baden überraschte Cedric Graf mit seinem ersten Triumph als Elite-Fahrer. Nach einem taktisch klug gefahrenen Finale erreichte der Ottenbacher Radrennfahrer das Ziel solo mit sieben Sekunden Vorsprung auf seinen letzten Begleiter Melk Zumstein und über zwei Minuten vor der ersten Verfolgergruppe, die im Spurt von Joel Iten gemeistert wurde. Er war nicht der Einzige, der an diesem Abend zufrieden sein konnte. Mit GP-Osterhas-Sieger Dennis Flückiger, der im Sprint Zweiter wurde, beendete noch ein weiterer Radrennclub-Amt-Fahrer bei den U19 das Pfingstrennen auf einem Podestplatz. Joris Kübler verpasste als Vierter im Sprint der U17 das Podium knapp. Aber immer noch besser als Nils Graf, der stürzte im Sprint. (red)
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Flavio Peter, bester Spieler der Saison. (Bild Kaspar Köchli)
Einladung zur Delegiertenversammlung vom 25. Juni 2026
Die Delegierten werden am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 20.00 Uhr, zur Delegiertenversammlung des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern eingeladen: Mehrzweckraum Primarschule Bonstetten, Schulhaus Schachenmatten 4 Schachenstrasse 83, 8906 Bonstetten
Die Akten können ab dem 2. Juli 2026 nach telefonischer Voranmeldung in der Verwaltung des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern, Untere Bahnhofstrasse 16, 8910 Affoltern am Albis eingesehen werden. Sie können zudem in elektronischer Form auf der Website unter www. schulzweckverband.ch bezogen werden. Die Versammlung ist öffentlich. Schulzweckverband Bezirk Affoltern Verbandsschulpflege
Affoltern am Albis sucht Mitglieder für das Wahlbüro für die Amtsdauer 2026 – 2030
Die Stadt Affoltern am Albis sucht für die Amtsdauer 2026 – 2030 für das Wahlbüro 50 Mitglieder. In dieser Funktion leisten Sie Ihren Wahlbürodienst an mindestens einem Abstimmungstag pro Jahr (maximal vier Einsätze pro Jahr).
Die Mitglieder des Wahlbüros leisten Urnendienst, werten die Stimmzettel aus, bereinigen die Wahlzettel und ermitteln die Resultate. Die Entschädigung beträgt Fr. 40.– pro Stunde und wird halbjährlich ausbezahlt.
Sind Sie an dieser Arbeit interessiert und bereit,einen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten? In Affoltern am Albis stimmberechtigte Personen können sich bis Mittwoch, 10. Juni 2026, 11.30 Uhr, bei der Stadtverwaltung Affoltern am Albis, Stadtkanzlei, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis, mit dem entsprechenden Anmeldeformular anmelden. Das Anmeldeformular kann unter www.amtlichenachrichten.ch unter der entsprechenden Publikation oder auf der Homepage www.stadtaffoltern.ch heruntergeladen werden.
Stadtrat Affoltern am Albis 2. Juni 2026
Konkurseröffnung / Schuldenruf
Schuldnerin: Rodrigues Pinto Martins
Das Wasser kennt keinen Stillstand, die Berge keine Eile Und Erinnerungen keinen Abschied
Nach einem erfüllten Leben und doch viel zu früh nehmen wir Abschied von unserem geliebten
Beat Kaiser
6 5 1955 – 25 5 2026
Beat wurde nach schwerer und geduldig ertragener Krankheit von seinem Leiden erlöst Er hat viele Leben berührt und bereichert Mit grosser Dankbarkeit schauen wir zurück auf die unzähligen gemeinsamen Erinnerungen Wir vermissen ihn unendlich und freuen uns auf das Wiedersehen
In tiefer Trauer
Sabina Kaiser-Roost
Ariane Kaiser und Mathias Kröber mit Henry
Fabian Kaiser
Viviane Kaiser
Othmar und Gaby Kaiser mit Samira
Hansjürg und Silvia Roost mit Kindern
Barbara und Daniel Schultheiss-Roost mit Kindern
Verwandte und Freunde
Verkehrsanordnung:
Dorfstrasse (Abschnitt Knoten Toussen bis Fabrikstrasse), Obfelden
Vorübergehende Verkehrsanordnung
Dauer der Verkehrsanordnung 20.Juli2026bisvoraussichtlichEnde2029 (abhängig vom Baufortschritt)
Verkehrsanordnung
Aufgrund der festgestellten hohen Verkehrsbelastung(Transitverkehr),derdokumentierten Geschwindigkeitsüberschreitungen,der bestehenden Unfalllage sowie der übermässigen Lärmbelastung, wird auf der kommunalen Dorfstrasse im Abschnitt Knoten Toussen bis Fabrikstrasse eine Tempo-30-Strecke signalisiert. Die abweichende Höchstgeschwindigkeit, Signal 2.30 (30) SSV wird zu Beginn und nach jeder einmündenden Strasse signalisiert. Am Ende der abweichenden Höchstgeschwindigkeit wird die abweichende Höchstgeschwindigkeit mit dem Signal 2.53 (30) SSV beendet. Der Velostreifen in Fahrtrichtung Merenschwand wird aufgehoben. In Fahrtrichtung Affoltern am Albis wird ein Velostreifen mit einer Breite von 1.80 m markiert. Am nördlichen Fahrbahnrand werden stellenweise seitliche Einengungen mittels Leitpfosten und Markierungen erstellt. Die Fahrbahn wird im Bereich der Einengungen auf eine Breite von 6.60 m reduziert. Die Linksabbiegespur im Knoten Dorf-/Bächlerstrasse wird demarkiert. Der Knotenbereich wird mit einer flächigen FGSO als Mehrzweckstreifen markiert. Die weiteren Knotenbereiche, die einen oder mehrere Fussgängerstreifen mit Mittelinsel beinhalten, werden mit einer flächigen FGSO markiert. Wobei die Mittelinsel mit der Markierung im Knotenbereich verlängert wird. Die Fahrbahnbreite bleibt dabei bei mindestens 3.50 m breite.
Missachtung
Die Missachtung der Signalisation wird als Übertretung von Art. 27 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1958 über den Strassenverkehr gestützt auf dessen Art.90 bestraft.
Verfügende Stelle
Gemeinderat Obfelden
Dorfstrasse 66 8912 Obfelden
Rechtliche Hinweise und Fristen
Gegen diese Verkehrsanordnung kann während der Rekursfrist bei der Kontaktstelle Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift muss einenAntrag und dessen Begründung enthalten. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Die Verfügung des Gemeinderats inklusive Verkehrsgutachten, Signalisations- und Markierungsplan, Verkehrsdaten sowie akustischem Projekt (AkP) liegen während der Rekursfrist zu den regulären Öffnungszeiten bei der Gemeindeverwaltung, Schalter Einwohnerkontrolle, zur Einsichtnahme auf.
Rechtsmittelfrist
Frist: 30 Tage
Ablauf der Frist: 2.Juli 2026
VerkehrsanordnungenhabeneineRechtsmittelfrist von 30 Tagen.
Kontaktstelle
Stadthalteramt Bezirk Affoltern, Im Grund 15,8910 Affoltern am Albis
Bleco Verena Isabel, geb. 24. Oktober 1991, Staatsangehörigkeit: Portugal, Stehlistrasse 3, 8912 Obfelden, Inhaberin der Einzelunternehmung RODRIGUES
Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 2. Juni 2026 verwiesen.
Affoltern am Albis, 2. Juni 2026
Konkursamt Affoltern
Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Ich taste, also spiele ich.
SPENDEN
Am Ende bleiben
Liebe, Erinnerung und die leisen Spuren eines Menschen, die nie vergehen.
Traurig, aber dankbar nehmen wir Abschied von unserem Lebenspartner, Vater, Schwiegervater, Grossvater und Freund oder Wegbegleiter
Gerhard Geri Veronesi
25.3.1936 – 24.5.2026
Traurig lassen wir los, dankbar bewahren wir alles, was war.
Marianne Widmeier
Marco und Andrea Veronesi mit Rebecca und Lara Reto und Monika Veronesi mit Sacha und Cy
Die Abdankung findet am Freitag, 3. Juli 2026, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Bonstetten statt.
Anstelle von Blumen gedenke man PRO Brontallo (IBAN CH57 0076 4113 4152 Y000 1).
Traueradresse:
Marianne Widmeier
Dorfstrasse 22 8906 Bonstetten
Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt Der Trostgottesdienst findet am 10 Juni 2026 um 13 30 Uhr in der Neuapostolischen Kirche Affoltern am Albis, Zeughausstrasse 3, 8910 Affoltern am Albis statt
Anstelle von Blumen und Grabschmuck gedenke man
Stiftung NAK-Humanitas Schweiz IBAN CH31 0900 0000 8705 8234 8 Villa Sonnenberg, Affoltern a A , IBAN CH44 0900 0000 8539 1373 1 (Vermerk Beat Kaiser)
Am 24. Mai 2026 ist gestorben: Gerhard Veronesi geboren am 25. März 1936, von Schleitheim, wohnhaft gewesen in Bonstetten. Bestattungsamt Bonstetten
Bonstetten
Am 26. Mai 2026 ist gestorben: Rosmarie Keller-Glättli geboren am 16. Februar 1943, von Reute, wohnhaft gewesen in Bonstetten. Bestattungsamt Bonstetten
Hedingen
Am 27. Mai 2026 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Obfelden
Am 16. Mai 2026 ist in Brissago TI gestorben:
Martin Häberling geboren am 14. Januar 1962, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Beisetzung findet in Brissago TI statt. Bestattungsamt Obfelden
Obfelden
Am 25. Mai 2026 ist in Obfelden ZH gestorben:
Beat Kaiser geboren am 6. Mai 1955, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 10. Juni 2026, um 13.30 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in Affoltern am Albis statt.
Jakob Meyer geboren am 10. August 1948, von Hedingen ZH,Rüdlingen SH,verheiratet,wohnhaft gewesen in Hedingen. Wettswil am Albis
Obfelden
Am 25. Mai 2026 ist in Zürich gestorben: Alice Thérèse Adrienne Colombo geboren am 2. Juni 1928, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
Bestattungsamt Obfelden
Bestattungsamt Obfelden
Am 23. Mai 2026 ist in Zürich ZH gestorben:
Freylinger, Manfred geboren am 30. Juni 1943, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis.
Abdankungsgottesdienst am Dienstag, 16. Juni 2026, 14.30 Uhr, in der Ref. Kirche Wettswil am Albis.
Bestattungsamt Wettswil am Albis
IN KÜRZE
Post ab Juni neu im Volg Mettmenstetten
Der Alltag ist heute digitaler, die klassische Post-Filiale wird weniger genutzt. Das ist auch in Mettmenstetten der Fall. Darum sind neu ab 18. Juni die Postdienstleistungen an einer bedienten Theke im Volg erhältlich. Die Post informiert über das neue Postangebot am Mittwoch, 10. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der heutigen Filiale an der Mattenstrasse 2. (red)
WIR GRATULIEREN
Zum 85. Geburtstag
Am Mittwoch, 3. Juni, feiert Gudrun Gutzwiller in Affoltern, wohnhaft gewesen in Hausen, ihren 85. Geburtstag. Zu diesem hohen Freudentag gratulieren wir ganz herzlich und hoffen, dass sie einen wunderschönen, unvergesslichen Tag erleben darf. Sicher wird ihr dieser spezielle Tag noch lange in Erinnerung bleiben. Fürs neue Lebensjahr wünschen wir ihr alles Gute.
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch
Einweihung des historischen Rundgangs in Hausen
Fortsetzung von «Häuser erzählen ihre Geschichten»
Marianne Voss
Nun ist die Arbeit abgeschlossen, der Rundgang zu den 43 Gebäuden ist bereit, um individuell erkundet zu werden. Nur eine Tafel ist noch nicht montiert. Die Nummer eins wird auf dem Postplatz angebracht, sobald die Gemeinde ihre neue Informationsstelle installiert hat. Während der Eröffnungsfeier hob René Marthaler die unproblematische Genehmigung der Tafeln durch die Gemeinde Hausen hervor und betonte allgemein die erfreuliche Zusammenarbeit im Team und mit den beigezogenen Fachleuten. Françoise Jucker gab den Gästen konkrete Erklärungen zur digitalen Unterstützung des Rundgangs. «Für den Rundgang brauchen Sie das Handy und den QR-Code auf einer der Tafeln. Wenn der Code gescannt wird, erscheint der Dorfplan mit den Posten und den Zusatzinformationen.» Am Computer kann der interaktive Plan im Internet unter archiv. hausen.ch aufgerufen werden.
Arbeitsgruppe Archiv an der Einweihung mit der
Herausgeberin:
CH Regionalmedien AG
Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.
Leiterin: Barbara Roth
Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 0582005714, M 0796823761 kaspar.koechli@chmedia.ch
Tarife: www.affolteranzeiger.ch
Annahmeschluss Inserate:
Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr
Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr
Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 0582005586
Abonnementspreise:
¼ Jahr Fr. 79.–
½ Jahr Fr. 97.–
1 Jahr Fr. 170.–
Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der
Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch
Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch
Die ehemalige Schuhmacherei war ein Stoff- und Bekleidungsgeschäft, später ein Konsumwaren-Geschäft.
Die Gemeinden laden wieder zur Volksbefragung
Erster Teil des Überblicks über Themen der kommenden Gemeindeversammlungen
Claudia eugster
In den kommenden Wochen finden die Gemeindeversammlungen statt. Hier ein kurzer Überblick über die ersten sieben:
GV Stallikon
Am Mittwoch, 3. Juni, findet die GV in Stallikon in der Turnhalle der Schulanlage Loomatt an der Massholderenstrasse 3 in Sellenbüren um 20.15 Uhr statt. Auf der Traktandenliste stehen die Jahresrechnung 2025 der politischen Gemeinde und die Nutzungsplanung, bei der es um die Aufhebung der Gewässerabstandslinien geht. Danach gibt es in der Rubrik Verschiedenes die Möglichkeit, Eigenes einzubringen. Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Gemeinderat die Stallikerinnen und Stalliker zu einem kleinen Apéro ein.
GV Kappel
Von 20 bis 22 Uhr findet im kleinen Mühlesaal am Freitag, 5. Juni, die GV statt. Es werden das Traktandum der Jahresrechnung 2025 und die Teilrevision der Besoldungsverordnung behandelt. Anfragen im Sinne von §17 des Gemeindegesetzes (GG) sind vor der Gemeindeversammlung der betreffenden Gemeindevorsteherschaft schriftlich einzureichen. Die vollständigen Akten liegen zwei Wochen vor der Versammlung während der Schalteröffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung zur Einsicht auf. Der Beleuchtende
Bericht mit den vollständigen Akten kann auf der Homepage heruntergeladen oder bei der Gemeindeverwaltung bestellt werden.
GV Maschwanden
In der Mehrzweckhalle der Tagesschule findet am Montag, 8. Juni, um 20 Uhr die GV statt. Sowohl die politische Gemeinde als auch die Primarschulgemeinde verhandeln das Geschäft der Jahresrechnung 2025. Der Beleuchtende Bericht wird auf Wunsch versandt. Interessierte sind gebeten, sich bei der Gemeindekanzlei für ein Abonnement zu melden. Im Anschluss an die Gemeindeversammlung findet eine freie Versammlung der reformierten Kirchenkommission Maschwanden statt. An der Gemeindeversammlung sind gemäss §3 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) alle in der Gemeinde Maschwanden wohnhaften (politischer Wohnsitz) Schweizerinnen und Schweizer stimmberechtigt, die das 18. Altersjahr zurückgelegt haben und die nicht unter umfassender Beistandschaft stehen (Art. 398 ZGB).
GV Mettmenstetten
Am Montag, 8. Juni, findet auch die GV in Mettmenstetten um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Wygarten an der Schulhausstrasse 19 statt. Hier werden insgesamt fünf Traktanden besprochen: Jahresrechnung 2025, Teilrevision der Subventionsverordnung, Totalrevision der Bestattungs- und Friedhofverord-
nung, die Bauabrechnung des Schulprovisoriums und die Totalrevision der Behörden-Besoldungsverordnung (der «Anzeiger» berichtete in der Ausgabe vom Donnerstag, 28. Mai).
GV Aeugst
Am Dienstag, 9. Juni, findet in der Kirche in Aeugst ab 20 Uhr die GV statt. Es wird zuerst über die Jahresrechnung 2025 entschieden, dann im Zusammenhang mit der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) über den kommunale Mehrwertausgleich. Danach wird die Anpassung des Baurechtsvertrags der Genossenschaft Urdorf besprochen. Im Anschluss geht es um die Revision des Reglements des Liegenschaftenfonds und zum Schluss wird die Teilrevision der Polizeiverordnung diskutiert. Der Gemeinderat freut sich auf zahlreiche interessierte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.
GV Hausen
Der Gemeinderat Hausen lädt am Mittwoch, 10. Juni, um 19.30 Uhr in den Gemeindesaal Weid zur GV. Er unterbreitet den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern folgende Anträge: Genehmigung der Jahresrechnung 2025, Kreditgenehmigung für die Sanierung des Saals und der Küche des Mehrzwecksaals. Ausserdem gibt der Gemeinderat in einem dritten Traktandum weitere Informationen, jedoch ohne Beschlussfassung. Vorgängig wird die Kreisschulgemeinde Hausen, Kappel und Rifferswil
ihre Gemeindeversammlung um 19 Uhr ebenfalls im Gemeindesaal Weid abhalten.
GV Ottenbach
Im Gemeindesaal von Ottenbach findet die GV ebenfalls am Mittwoch, 10. Juni, statt. Ab 19.30 Uhr wird im ersten Teil die Jahresrechnung 2025 besprochen und darüber abgestimmt, im zweiten Teil geht es um die Teilrevision Bau- und Zonenordnung (BZO), dazu folgen im dritten Teil Informationen über den kommunalen Mehrwertausgleich und das Reglement zu eben diesem. Im vierten und letzten Teil werden ausscheidende Behördenmitglieder verabschiedet. Danach sind alle Anwesenden herzlich zu einem Apéro eingeladen. Der Gemeinderat freut sich auf einen interessanten Austausch.
Die
Tafel Nummer 1. Von links: Martin Elmiger, Beat Nägelin, René Marthaler, Françoise Jucker, Thomas Rotach und Michi von Arx. (Bilder Marianne Voss)
Das Haus an der Zugerstrasse 8 gleicht stark dem Hausemer Wappen.
Affoltern am Albis
Kontrolle von Schiebern auf privaten Grundstücken
Die Firma Hydranten und Armaturen Service GmbH wird im Auftrag von der Wasserversorgung Hausen am Albis in der Zeit vom 1. Juni 2026 bis am 12. Juni 2026 sämtlicheSchieberaufdieGebrauchstauglichkeit kontrollieren. Die Grundeigentümer werden gebeten, die Zugänglichkeit sicherzustellen. Die Zugänglichkeit ist gewährleistet, wenn die Schieber nicht überwachsen sind, die Erreichbarkeit der Schieber ohne Hindernisse jederzeit sichergestellt ist. Sollte die Zugänglichkeit nicht gewährleistet sein, wird die Firma Hydranten und Armaturen Service in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung die nötigen Massnahmen veranlassen. Kleinere Anpassungen, z.B. Rückschnitte einzelner Äste und dgl., werden während der Kontrollarbeiten ohne Rücksprache mit dem Grundeigentümer ausgeführt. Für Ihre wertvolle Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung danken Ihnen der Gemeinderat und die Wasserversorgung. Bei Fragen steht die Wasserversorgung (G.Blickenstorfer,Tel.: 044 764 19 77) gerne zur Verfügung. Der Gemeinderat
Erinnerung
Gemeindeversammlung
Am nächsten Mittwoch, 10. Juni 2026, findet um 19.30 Uhr im Gemeindesaal im Schulhaus Weid, Hausen am Albis, die Gemeindeversammlung statt. Die ordentliche Publikation inkl. Traktandenliste erfolgte im Anzeiger vom 5. Mai 2026. Vorgängig wird die Kreisschulgemeinde Hausen am Albis, Kappel am Albis und Rifferswil ihre Gemeindeversammlung um 19.00 Uhr im Gemeindesaal im Schulhaus Weid in Hausen am Albis halten. Hausen am Albis, 29. Mai 2026 Der Gemeinderat
Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf.
Dauer der Planauflage:
20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Knonau
Bauherrschaft: Marlène und Felix Schubiger-Stoop, 6312 Steinhausen
Bauherrschaft: Avni und Bukurije Bunjaku, Jonenstrasse 3a, 8913 Ottenbach
Projektverfasser: Hans Peter Stutz,Stüdlerstrasse 4, 8913 Ottenbach
Projekt: Ausbau Unter- und Dachgeschoss mit Lukarnenaufbau, Balkonen und Umgebungsanpassungen mit zusätzlichen Abstellplätzen, Ottenbacherstrasse 18, 8909 Zwillikon
Rechtliche Hinweise und Fristen Ort der Planauflage: Die Pläne können ausschliesslich in der kantonalen Plattform eAuflage (https:// portal.ebaugesuche.zh.ch/eauflage) während der Auflagefrist eingesehen werden.
Rechtliche Hinweise:
Publikation gemäss §§ 6 und 314 Planungs- und Baugesetz (PGB): Die Pläne sind während der Auflagefrist in der eAuflage einsehbar. Erfolgt die Ausschreibung in mehreren Publikationsorganen, so gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Während der Planauflage können Baurechtsentscheide über die Plattform eAuflage eingefordert werden. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (Zustellbegehren) müssen ab 1. November 2025 zwingend über die kantonale Plattform eAuflage angefordert werden. Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide kann eine Kanzleigebühr erhoben werden.
Rechtsmittelfrist: Frist: 20 Tage Ablauf der Frist: 22. Juni 2026 Auflagefrist
Gewässerschutzverband Region Zug Sammelt und reinigt Abwasser. GVRZ
Der GVRZ ist für die Ableitung und Reinigung der Abwässer der Region Zug verantwortlich. Mit rund 175'000 angeschlossenen Einwohnerinnen und Einwohnern, einem Leitungsnetz von rund 85 km und der zentralen ARA Schönau gehört der GVRZ zu den grössten und modernsten Abwasserverbänden der Schweiz.
Aufgrund einer Kündigung suchen wir ab sofort oder nach Vereinbarung eine handwerklich versierte und fachkundige Persönlichkeit.
Betriebselektriker/in (100 %)
Deine Hauptaufgaben | Unterstützung des gut eingespielten Teams beim täglichen Betrieb und Unterhalt der ARA und der Aussenbauwerke.
Du führst Revisionen, Reparaturen und Installationen an bestehenden Anlagen durch. Einige dieser Arbeiten erfordern die Betriebselektrikerbewilligung (NIV, Art. 13).
Du wirst auf unseren verschiedenen Arbeitsplätzen eingearbeitet und bist entsprechend offen für eine breite Palette von Tätigkeiten.
Dein Profil | abgeschlossene Berufslehre als Elektroinstallateur mit mindestens 3 Jahren Praxiserfahrung.
Bei entsprechendem Interesse unterstützen wir dich in der berufsbegleitenden Ausbildung zum Klärwerksfachmann/frau.
Du besitzt einen Führerschein Kat. B. Du arbeitest sorgfältig und gewissenhaft nach SUVA/EKAS-Vorschriften.
Bereitschaft, etwa 9 Wochen pro Jahr Pikett-Dienst zu leisten. Wohnhaft in der näheren Umgebung der ARA (30 Minuten).
Wir bieten eine vielseitige, verantwortungsvolle und sinnhafte Tätigkeit, welche in der Öffentlichkeit geschätzt wird. Bei uns kannst du gestalten, umsetzen und einen echten Beitrag zu einer lebenswerten Region und einer intakten Umwelt leisten. Es erwarten dich attraktive Anstellungsbedingungen mit gut ausgebauten Sozialleistungen.
Wie weiter? | Für weitere Auskünfte zur Stelle steht dir Thomas Klaus, Betriebsleiter, unter 041 784 11 60 oder thomas.klaus@gvrz.ch zur Verfügung.
Deine üblichen Bewerbungsunterlagen sendest du bitte an info@gvrz.ch. Nach einer ersten Prüfung geben wir dir in jedem Falle ein Feedback. Bist du und wir weiterhin interessiert, kommt es zu einem ersten Bewerbungsgespräch. Beim zweiten Gespräch lernst du die Betriebsmitarbeitenden kennen.
Ein Vortrag von Professor Dr. Veit Mylius im Pflegezentrum Sonnenberg zeigte Wege auf, wie Aktivität, Training und Therapie den Alltag mit Parkinson verbessern können
Trotz grosser Hitze erschienen am vergangenen Donnerstagnachmittag ungefähr 50 Mitglieder im Pflegezentrum Sonnenberg, um erwartungsvoll den Ausführungen von Professor Dr. Veit Mylius, leitender Arzt für den Bereich Neurologie in der Reha-Klinik Valens, zu lauschen. Die St.Gallische Klinik ist spezialisiert auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Funktionsbeeinträchtigungen am Bewegungsapparat und am Nervensystem. Mit dem Thema Parkinson hat sie einen Schwerpunkt gesetzt, um Betroffene möglichst individuell und ganzheitlich zu versorgen. Eingeladen zum Vortrag hat die Selbsthilfegruppe für parkinsoner-
krankte Menschen im Bezirk Affoltern, die vor fast exakt fünf Jahren von Rita Ackermann und Parkinson Schweiz gegründet wurde.
Herausforderung: Gehen
Für gesunde Menschen scheint Gehen selbstverständlich – bis der Körper plötzlich nicht mehr mitmacht. Mit «Herrn Parkinson» wird jeder Schritt zur Herausforderung. Besonders Treppen, Türschwellen, enge Durchgänge oder unerwartete Hindernisse bergen Gefahren. Das sogenannte «Freezing», bei dem die Beine wie am Boden festkleben, erhöht die Sturzgefahr zusätzlich. Und Stürze nehmen mit der Dauer der Erkrankung deutlich zu: Acht Jahre nach
der Diagnose kommt es bereits zu 42 Prozent mehr Stürzen, nach 16 Jahren sogar zu 71 Prozent mehr. So steigt die Angst, sich zu bewegen. Ein Teufelskreis!
Sturzrisiko und Trainingsansätze Ein Forschungsprojekt der Klinik in Valens macht deutlich, dass ein kurzes, intensives Laufbandtraining in Kombination mit virtueller Animation, das sogenannte Dual-Task-Training, die Sturzhäufigkeit deutlich reduziert, die Aufmerksamkeit und die Koordination signifikant verbessert. «Das Gehen kann auch zu Hause gezielt trainiert werden, indem man bewusst versucht, grössere Schritte zu machen», ergänzt Prof. Veit
Gemeinsam Zukunft gestalten
Neuigkeiten aus den Verhandlungen des Gemeinderates Wettswil
Die Gemeinde Wettswil beabsichtigt, ihre strategische Ausrichtung grundlegend zu erneuern und die Legislaturplanung langfristig auf eine tragfähige sowie breit abgestützte Grundlage zu stellen. Im Rahmen einer Klausurtagung hat der Gemeinderat einen Entwurf für eine Vision sowie fünf zentrale Handlungsschwerpunkte erarbeitet.
In einem nächsten Schritt soll die Bevölkerung aktiv in den Prozess miteinbezogen werden. Dazu hat die Gemeinde einerseits einen digitalen Mitwirkungsprozess gestartet. Die digitale Mitwirkung ist bis am 2. August 2026 aufgeschaltet. Andererseits sind die Stimmberechtigten der Gemeinde Wettswil am Samstag, 20. Juni 2026, von 11 bis 13 Uhr zu einem Infoanlass und Workshop eingeladen.
Der Gemeinderat freut sich auf einen regen Austausch sowie eine zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung. Über den folgenden Link gelangen Sie zur digitalen Mitwirkung: www.mitwirken-wettswil.ch
Barrierefreier Umbau der Haltestellen
Beerimoos und Schürli
Der Gemeinderat verabschiedete im Januar 2026 das Haltestellenkonzept des Ortsbusses und definierte den hindernisfreien Ausbau der Haltestellen des Ortsbusses. Die Haltestellen Beerimoos und Schürli sollen noch im Jahr 2026 umgestaltet werden.
Die Projekte wurden gemäss §§ 16 und 17 des Strassengesetzes (StrG) vom 6. März bis 7. April 2026 öffentlich auf-
gelegt. Es gingen keine Einwendungen ein. Der Gemeinderat setzte die Projekte gestützt auf § 15 StrG am 13. April 2026 fest. Gegen die Festsetzungsentscheide wurden keine Rechtsmittel ergriffen.
Der Gemeinderat hat deshalb für den Umbau der beiden Haltestellen einen Gesamtkredit von 180000 Franken inklusive MWST bewilligt und die Baumeisterarbeiten an die Firma MAD Bau AG vergeben. Der Baustart erfolgt im Juni 2026.
Bahnübergang Moosstrasse –Optimierungsarbeiten abgeschlossen In Zusammenarbeit mit der SBB konnte der Bahnübergang Moosstrasse erfolgreich optimiert werden.
Ziel der Arbeiten war es, den Verkehrsfluss im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zu verbessern und die Verkehrsbehinderungen während der Schliesszeiten der Barrieren zu reduzieren. Die Arbeiten konnten planmässig und ohne grössere Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden abgeschlossen werden.
Dank der vorgenommenen Anpassungen konnte die Wartezeit an der Bahnschranke spürbar verkürzt werden. Neu wird das Lichtsignal bereits ausgeschaltet, bevor sich die Schranken vollständig geöffnet haben. Die Durchfahrt ist zulässig, sobald das Lichtsignal erloschen ist und die Schranken ausreichend geöffnet sind.
Ungeachtet dessen setzt sich der Gemeinderat weiterhin mit Nachdruck für
die Prüfung einer langfristigen Lösung, beispielsweise in Form einer Unterführung, ein.
Im Weiteren hat der Gemeinderat...
• unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechts sowie der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung acht Personen (davon drei Kinder) in das Bürgerrecht der Gemeinde Wettswil aufgenommen. Die Gesuchstellenden stammen aus Indien, Ungarn und Rumänien.
• die Jahresrechnung 2025 des Zweckverbandes Feuerwehr Unteramt mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 643002.90 und einem Kostenanteil von Fr. 232846.60 für Wettswil genehmigt.
• die Jahresrechnung 2025 der IKA KESB Bezirk Affoltern mit einem Aufwandüberschuss von insgesamt Fr. 141819.57 und einem Kostenanteil von Fr. 166169.20 zulasten der Gemeinde Wettswil sowie den Geschäftsbericht 2025 der KESB Bezirk Affoltern genehmigt.
• mit der Renercon Anlagen AG einen Konzessionsvertrag für die Erstellung beziehungsweise Erweiterung eines Fernwärmenetzes im öffentlichen Grund des Schachenwegs genehmigt.
• zur Teilrevision des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz Stellung genommen.
• das überarbeitete Konzept «Pflegeversorgung Bezirk Affoltern» genehmigt.
• für Planerleistungen im Zusammenhang mit einer möglichen Erweiterung der Erholungszone beim Sportplatz Moos ein Kostendach von 40000 Fran-
Mylius. «Auch kann es helfen, darauf zu achten, zu welchen Tageszeiten oder in welchen Situationen die Bewegung leichter fällt – und diese Momente vermehrt zu nutzen.» Musik hilft ebenfalls erstaunlich gut. Gehen zu einem klaren Rhythmus verbessert den Gang, das Gleichgewicht und steigert die Motiva-
«Das Gehen kann auch zu Hause gezielt trainiert werden, indem man bewusst versucht, grössere Schritte zu machen.»
Professor Veit Mylius, leitender Arzt Neurologie in der Reha-Klinik Valens.
tion. Besonders geeignet sind Songs mit etwa 60 Schlägen pro Minute – ähnlich dem Herzschlag.
Aktiv bleiben
Auch Tanzen, Tischtennis, Boxen oder Tai-Chi unterstützen die Motorik, Gehsicherheit und Reaktionsfähigkeit. Zudem stabilisiert Bewegung den Kreislauf. Bouillon löffeln ebenfalls, Whisky und Gin Tonic dagegen eher weniger –dann wären wir wieder bei der Trittsicherheit.
Viele Teilnehmende berichten, dass es Mut braucht, einen Kurs erstmals zu besuchen. Darauf entgegnet Veit Mylius: «Es lohnt sich unbedingt, eine Probelektion zu vereinbaren und es einfach zu probieren.» Manche entdecken dabei Fähigkeiten wieder, die sie längst ver-
loren glaubten – und wagen am Ende sogar wieder ein paar Tanzschritte.
Herausforderung: Schlucken
Den zweiten Teil des Vortrages widmete Mylius den Schluckbeschwerden, die ebenfalls ein Symptom der heimtückischen Krankheit sind und bis zu 80 Prozent der Parkinson-Patientinnen und -Patienten betreffen. Sie entstehen, weil der Dopaminmangel die Muskeln und Reflexe im Mund und Rachen schwächt. Dadurch drohen gefährliches Verschlucken, Lungenentzündungen und Mangelernährung.
Abhilfe schaffen kann Cayennepfeffer! Seine Schärfe löst einen reflektorischen Husten und bewusstes Nachschlucken aus. Bei einer Studie hat sich gezeigt, dass mit dieser Schluckreflextriggerung das Abhusten signifikant gestärkt werden kann, und auch langfristig einen positiven Einfluss aufs Schlucken hat.
Die im Publikum anwesende Logopädin des Spitals Affoltern, Inge Haid, hat noch einen weiteren Tipp: «Wenn Sie beim Essen und Trinken das Kinn leicht Richtung Brustbein senken und den Nacken etwas beugen, gelangen Flüssigkeiten und Nahrung nicht unkontrolliert in den Rachen. So verringert sich das Risiko, sich zu verschlucken.» Um den Schluckvorgang zu verbessern, gibt es demnach verschiedene Schlucktherapien. Da Parkinson-Medikamente den Schluckreflex steuern, lohnt es sich ebenfalls, die Medikation regelmässig durch den Neurologen prüfen zu lassen. Zum Abschluss der Veranstaltung lud ein reichhaltiges Buffet zu regem Austausch unter Betroffenen ein. Veit Mylius setzte sich spontan ans Klavier und begleitete die gesellige Runde mit sanften Klängen.
ken bewilligt und den Auftrag an Suter von Känel Wild vergeben.
• den Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung 2025 der Interkommunalen Anstalt DILECA genehmigt.
• aufgrund eines Rohrbruchs Im Muchried einen Kredit von 65000 Franken inklusive Reserve für den Ersatz der Wasserleitung bewilligt.
• für die im Juni 2026 startenden Arbeiten im Zusammenhang mit der neuen Wasserleitung in der Grundächerstrasse
die Tiefbauarbeiten an die Firma Ch. Bräm AG sowie die Rohrlegearbeiten an die Firma Ritschard Gebäudetechnik AG vergeben.
• den vom Kanton erstellten Schutzbautenkataster (SBK) der kommunalen Gewässer sowie die an die Gemeinde delegierten Pflichten gemäss Schutzbautenmanagement zur Kenntnis genommen.
Dominik Pfefferli, Gemeindeschreiber
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Sandra ISabél ClauS
Inge Haid, Rita Ackermann und Professor Veit Mylius (von links) nach dem informativen Vortrag. (Bild Sandra Isabél Claus)
«Blind» die Welt erkunden
Das Erlebnismobil der Christoffel Blindenmission machte Halt in Affoltern
Wie finden sich blinde Menschen zurecht? Die dreissig Kinder der privaten Affolter Primarschule «Arborana für begabendes Lernen» probierten es am Tag vor Auffahrt gleich selbst aus. Im Erlebnismobil der CBM Christoffel Blindenmission Schweiz bewältigten sie mit einer Milchglasbrille, die den grauen Star im Endstadium simuliert, einen Gang und ertasteten Gegenstände.
«Plüschtier», «Wellblech», «Zitrone», «Kessel» oder «Plastikfrosch» – die Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren
identifizierten ohne Sehkraft ganz unterschiedliche Gegenstände. Einige ertasteten sogar präzis, was ein geschnitztes Bild aus Ruanda abbildet: Haus, Baum, zwei Personen und den Schriftzug «Hôpital». Wer nicht gerade durchs Mobil ging, schärfte auch ausserhalb des Erlebnismobils an verschiedenen Posten seine Sinne: Die Kinder bauten einen hohen Turm aus Holzklötzen oder spielten «Vier gewinnt» – jeweils mit verbundenen Augen. Auch übten sie zu zweit, sich mit Taststock fortzubewegen
und eine blinde Person zu führen. «Lustig» und «spannend» sei es im Erlebnismobil gewesen, hielten zum Schluss alle Kinder fest. Einige verrieten, eine sehende Assistenz hätte sie zum Beispiel auf eine Stufe, auf Wasser im Eimer oder auf Herabhängendes hinweisen können. Durch die eigene Tasterfahrung im Mobil wurde ihnen klar, wo ein blinder Mensch froh um Unterstützung ist und wie sie konkret assistieren können. Mit ihrem Erlebnismobil sensibilisiert die CBM Schweiz für die Lage blin-
der Menschen in der Schweiz und in Armutsgebieten. Die CBM Schweiz besucht damit insbesondere Schulen, aber auch Kirchgemeinden und öffentliche Anlässe. Kinder und Erwachsene erfahren mehr über die Themen Blindheit und Behinderung, das Zurechtfinden mit den anderen Sinnen, den Umgang mit blinden Menschen und ihre Situation in Armutsgebieten. Das Angebot ist kostenlos.
CBM Christoffel Blindenmission
im Mobil wurde ihnen klar, wo ein blinder Mensch froh um Unterstützung ist und wie sie konkret assistieren können. (Bilder zvg)
Drei Tage zurück in die Steinzeit
Rückblick aufs Pfingstlager des Cevi
Das diesjährige Pfingstlager des Cevi Hedingen-Bonstetten ist bereits wieder vorbei. Drei Tage lang tauchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt der Steinzeit ein.
Am Samstag startete das Lager mit einem Ausflug in die Höllgrotte. Dort trafen sie auf den Steinzeitmenschen Gorun, der sie zum Lagerplatz in Eglibach bei Zug führte. Nach dem Aufbau der Zelte stellte Gorun die Gruppe seinem Dorf vor und zeigte den heiligen Steinpfeil, der für die Bewohner von grosser Bedeutung war. Der erste Abend klang gemütlich mit Liedern am Lagerfeuer aus.
In der Nacht wurde das Lager jedoch plötzlich angegriffen. Die Gruppe musste in den Wald flüchten und sich verstecken. Erst später konnten alle sicher zurückkehren und sich bei einer
Hedingen-Bonstetten
Die Cevi Hedingen-Bonstetten erlebte ein spannendes Pfingstlager. (Bild zvg)
Schoggibanane von den aufregenden Ereignissen erholen. Am nächsten Morgen folgte bereits die nächste Überraschung:
Der heilige Steinpfeil war verschwunden. Gorun wusste von einem alten Mann, der
Diebstahl wusste. Dieser verlangte jedoch drei Diamanten als Gegenleistung. In einem Geländegame konnten sich die
Was macht die CBM?
Die CBM Christoffel Blindenmission ist eine international tätige, christliche Entwicklungsorganisation und fördert Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten. Sie leistet Entwicklungszusammenarbeit sowie humanitäre Hilfe und ermöglicht, dass Behinderungen vorgebeugt sowie Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut und inklusiv gefördert werden.
Teilnehmenden die wertvollen Steine erarbeiten. Am Abend erfuhren sie, dass ein anderes Dorf hinter dem Diebstahl steckte. Gemeinsam gelang es ihnen, das fremde Dorf festzunehmen und den heiligen Steinpfeil zurückzubringen. Nach langen Beratungen entschied der Dorfrat, dass sich die beiden Dörfer zusammenschliessen sollten. So konnten künftig alle gemeinsam von der Kraft des Steinpfeils profitieren. Zudem stellte sich heraus, dass das andere Dorf aus reiner Not gehandelt hatte. Nach drei spannenden und abwechslungsreichen Tagen kehrten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schliesslich wieder zurück in die Gegenwart. Das erlebnisreiche Pfingstlager wird allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Lina Aguayo
Die Kinder der privaten Affolter Primarschule «Arborana für begabendes Lernen» übten, sich mit Taststock fortzubewegen.
Durch die eigene Tasterfahrung
vielleicht mehr über den
Regionalplanung mit Praxisbezug
Ordentliche Frühjahres-DV der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt
Reicht eine einzige Brücke über die A4 zwischen Affoltern und Obfelden aus? Während Obfelden unter den Auswirkungen des Rückstaus leidet, blockieren die Baulinien für eine mögliche zweite Querung in Affoltern Bauland. Der Kanton möchte auf eine zusätzliche Brücke verzichten. (Bild zvg)
Bernhard Schneider
Die Präsidentin, die Ottenbacher Gemeindepräsidentin Gaby Noser-Fanger, konnte die Delegiertenversammlung der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) vom vergangenen Mittwoch nach lediglich zwölf Minuten abschliessen. Es handelte sich um die letzte DV in dieser Zusammensetzung, im November wird die nach den Wahlen dieses Frühjahrs teilweise neu besetzte Delegiertenversammlung den neuen Vorstand wählen, der bisherige bleibt bis dann im Amt. Der Jahresbericht 2025, der ebenso wie die Jahresrechnung einstimmig gutgeheissen wurde, zeigt jedoch, dass in der Regionalplanung einiges läuft und die Delegiertenversammlung durchaus auch kontroverse Debatten führt. Besonders umstritten ist die Frage einer weiteren Autobahnquerung zwischen Affoltern und Obfelden. Der Kanton vertritt die Auffassung, mit einer Leistungssteigerung des bestehenden Knotens und ergänzenden Massnahmen zur Buspriorisierung könnten die Probleme gelöst werden. Der Vorstand wollte dieser Empfehlung folgen und den Eintrag im Richtplan für eine zweite Brücke streichen. Die Stadt Affoltern hätte dank der
Aufhebung der entsprechenden Baulinien zusätzliche Siedlungsfläche gewinnen können. Die Delegierten folgten aber mit 8 zu 7 Stimmen dem Antrag der Gemeinde Obfelden, welche die zweite Brücke nicht fallenlassen wollte.
Die zunehmenden Einsprachen und Rekurse gegen Projekte zur Innenverdichtung bewogen die ZPK, im Juli 2025 einen Workshop mit Behörden- und Verwaltungsmitgliedern der Gemeinden durchzuführen, um Erfolgsfaktoren zu identifizieren, mit welchen die gesellschaftliche Akzeptanz hochwertiger Innenentwicklungen gesteigert werden könnten. In der Folge wurde ein Leitfaden für die Gemeinden entwickelt.
Im Weiteren fand in Obfelden ein Abendspaziergang für Bau- und Planungsverantwortliche statt mit einem Schwerpunkt bei generationenübergreifenden Wohnformen. Die Serie der Abendspaziergänge wird im laufenden Jahr in Bonstetten fortgesetzt.
Im Anschluss an die ordentlichen Traktanden wurde unter der Leitung des regionalen Standortförderers, Johannes Bartels, das Projekt «Schritte zum Klimaziel der Energieregion Knonauer Amt» vorgestellt und rege diskutiert (Artikel in der nächsten «Anzeiger»-Ausgabe).
Viele Wünsche und wenig Geld
Mehr Fahrgäste, Verkehrsverlangsamung und wenig Spielraum
Bernhard Schneider
Die Mittel für den Ausbau des Ämtler Postautonetzes sind knapp. Dennoch stiessen zahlreiche Wünsche der Gemeinden im Hinblick auf das Fahrplanverfahren 2027/28 bei den Delegierten der Regionalen Verkehrskonferenz RVK auf Zustimmung. Geleitet wurde die RVK von Gaby Noser Fanger, Präsidentin der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt ZPK und Gemeindepräsidentin von Ottenbach.
Die Zahlen stimmen: Jährlich zählen die öffentlichen Verkehrsmittel im Knonauer Amt mehr Fahrgäste – 2023 belief sich deren Zahl auf 7,5 Millionen, 2024 auf 7,9 Millionen und 2025 bereits auf 8,3 Millionen. Damit lag die Zahl um mehr als eine Million über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019. Kein Wunder, dass mit mehr Fahrgästen das Bedürfnis nach Angebotserweiterungen steigt. Demgegenüber hat das Bundesamt für Verkehr beschlossen, sich vorderhand nicht mehr an neuen Ausbauprojekten zu beteiligen, was den ZVV jährlich rund eine Million Franken kostet. Entsprechend begrenzt sind die Ausbaumöglichkeiten.
Das eidgenössische Parlament hat den Ausbauschritt «STEP 2035» mit grossen Angebotserweiterungen bei der Zürcher S-Bahn beschlossen. Dazu gehören namentlich ein Spurausbau zwischen Zürich und Winterthur und die Erweiterung des Bahnhofs Stadelhofen. Die absehbaren Mehrkosten von «STEP 2035» führten zu einer Überprüfung der noch nicht begonnenen Ausbauschritte im Rahmen des Projektes «Verkehr ’45».
Verschiedene Zielkonflikte
Ein Problem, mit dem der öffentliche Strassenverkehr konfrontiert ist, sind Tempo-30-Zonen. Dies führt zu Zielkonflikten, denn die Verlangsamung des privaten Strassenverkehrs soll nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen und die Lärmbelastung senken, sondern auch das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel vorantreiben. Doch diese werden durch entsprechende Massnahmen ebenfalls gebremst, was insbesondere bei den Zuganschlüssen zu Problemen führt. Das kantonale Gesetz über den öffentlichen Personenverkehr, das per 1.Januar 2026 in Kraft getreten ist, verlangt nun, dass bauliche Massnahmen und Verkehrsanordnungen auf Staats-
Asiatische Hornisse breitet sich aus
Die Mithilfe der Bevölkerung ist gefragt
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Art aus Asien. In der Schweiz wurde sie erstmals 2017 nachgewiesen. Die Hornissen sind äusserst
gefrässig, jagen einheimische Insekten und stellen damit eine ernsthafte Bedrohung für Honig- und Wildbienen sowie für das Gleichgewicht der lokalen
Ökosysteme dar. Da sie hier kaum natürliche Feinde hat, kann sich die Art rasch ausbreiten. Im Frühjahr baut die Asiatische Hornisse zunächst ein sogenanntes
und Gemeindestrassen so zu gestalten sind, «dass sie den öffentlichen Verkehr nicht verlangsamen». Die Stadt Zürich hat beim Bundesgericht gegen den Beschluss zur Änderung dieses Gesetzes Beschwerde eingereicht, weil sie der Verlangsamung des Verkehrs im Gegensatz zum Kanton Priorität einräumt, doch verweigerte das Gericht der Beschwerde eine aufschiebende Wirkung. Der Zürcher Verkehrsverbund ZVV sieht sich bei Verlangsamungen des Verkehrs oft mit Mehrkosten konfrontiert und will daher gemäss dem revidierten Gesetz entsprechende Massnahmen vermeiden. Er strebt eine Entschädigung durch die Strasseneigentümer an, konkret durch die Gemeinden oder den Kanton, wenn Massnahmen getroffen werden, die den Busverkehr verlangsamen.
Interessanter Kompromissvorschlag
Céline Wüst vom ZVV erläuterte die Kosten, die Ausbaumassnahmen erfordern. So koste ein zusätzlicher ganztägiger Kurs mit einem Gelenkbus etwa eine Million Franken im Jahr, einer während der Hauptverkehrszeiten ein Drittel dieses Betrags, lediglich am Abend ab 20Uhr ein Viertel davon. Angesichts dieser Beträge und der vielen Begehren
der Gemeinden müsse priorisiert und etappiert werden, denn es könne nicht alles gleichzeitig umgesetzt werden. Die Delegierten versuchten ihrerseits, durch die Priorisierung einer grösseren Zahl von Begehren zusätzlichen Druck für einen Ausbau aufzubauen. Ob dies tatsächlich Wirkung zeigt, ist angesichts des bescheidenen Betrags von 480000 Franken, der für Ausbaumassnahmen in der Fahrplanperiode 2027/28 zur Verfügung steht, fraglich, umso mehr, als die – bereits überdurchschnittlich weit fortgeschrittene – Elektrifizierung der Busse ebenfalls mit diesem Betrag finanziert werden muss. Wie komplex die Verzahnung der verschiedenen Linien ist, zeigt das folgende Beispiel: Die zeitweise Verlängerung der Linie 227 als Linie 205 nach Islisberg hat zur Folge, dass verschiedene Haltestellen in dieser Zeit vom 227er nicht angefahren werden können. Einen möglicherweise kostenneutralen Kompromiss schlug der Stalliker Gemeindepräsident Reto Bernhard vor: Statt Haltestellen zu streichen, könnte der Takt der fraglichen Kurse von 60 auf 90 Minuten verlängert werden. In einer Konsultativabstimmung stellten sich die Delegierten klar hinter diese Idee im Hinblick auf die nächste Fahrplanperiode.
Primärnest an geschützten Orten wie Dachvorsprüngen, Gartenhäusern oder Fensterrahmen. Später entsteht ein deutlich grösseres Sekundärnest, meist in luftiger Höhe. Eine Kolonie kann im Herbst mehr als 8000 Individuen umfassen. Ziel bleibt es, sämtliche Nester zu entfernen, um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse möglichst zu verlangsamen. Dabei kommt den Primärnestern eine besondere Bedeutung zu. Mit der Beseitigung eines einzigen Primärnests kann die Entstehung eines Sekundärnests und die Produktion von Hunderten neuer Königinnen verhindert werden.
Die Mithilfe der Bevölkerung ist entscheidend, um möglichst viele Nester zu entdecken. Bei einem Verdacht soll nach Möglichkeit ein Foto des Nestes mit einem gut sichtbaren Insekt über die offizielle Schweizer Meldestelle unter www.asiatischehornisse.ch hochgeladen werden. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Asiatische Hornisse, wird der Kan-
ton informiert. Dieser koordiniert das weitere Vorgehen und nimmt bei Bedarf Kontakt mit den betroffenen Personen auf. Nester der Asiatischen Hornisse sollten ausschliesslich durch Fachpersonen entfernt werden, da die Tiere ihre Nester vehement verteidigen.
Stadt Affoltern am Albis
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Wie erkenne ich die Asiatische Hornisse? (Bild www.asiatischehornisse.ch)
Die Verzahnung der verschiedenen Angebote des öffentlichen Verkehrs ist äusserst komplex. Dies kann zu Interessenkonflikten führen. Kreative Kompromissvorschläge können zur Problemlösung beitragen. (Bild Bernhard Schneider)
«Unscheinbar anders» lädt zum Hinschauen ein
Zwei Kunstschaffende stellen in der Galerie Märtplatz Affoltern aus Marianne
Voss
Der Raum in der Galerie Märtplatz ist weit und offen. Ohne trennende Stellwände zeigen sich die farbenfrohen Werke von Benita Millius und Moritz Stillhard den Eintretenden schon auf den ersten Blick. Am vergangenen Freitag, an der Vernissage, war der Blick jedoch manchmal etwas eingeschränkt.
Der Raum füllte sich mit vielen Gästen, die bald mit einem Glas in der Hand von Bild zu Skulptur schlenderten und dabei immer wieder für freudige Begrüssungen von Bekannten stehenblieben. Es war ein fröhlicher Anlass, ganz passend zu den bunten, frechen und manchmal auch etwas schrillen Werken.
Veronica Mühlebach begrüsste die Besucherinnen und Besucher im Namen von Kultur Affoltern zur Ausstellung unter dem Titel «Unscheinbar anders». Zum Titel erklärte sie: «Die Künstlerin und der Künstler möchten den Blick schärfen für das, was eher unscheinbar ist und erst bei genauem Hinschauen und Betrachten eine Schönheit und Besonderheit entfaltet.» Wichtig sei den beiden dabei auch immer die Verbindung zum Humorvollen und Leichten. Sie wies auf weitere Gemeinsamkeiten hin: «Sie lassen sich in keine Kunstrichtung einordnen, schaffen beide experimentell, haben Spass an dem, was sie tun, und leben ihre Leidenschaft aus.» Experimente und Spass erlebten auch die Gäste, denn die Bilder und Figuren führten sie beim Betrachten in eigene überraschende oder lustige Geschichten hinein.
an der
Bilder, Teppiche, Figuren und Tierchen
Benita Millius lässt sich bei ihrem Kunstschaffen nicht einschränken und ist mit ganz verschiedenen Materialien lustorientiert unterwegs. Mit ihren zahlreichen kleinformatigen Bildern, die alle zusammen ein grosses Ganzes ergeben, bringt sie einen Hingucker in den Raum, bei dem man lange verweilen kann. Nebst weiteren Ausstellungsthemen ist auch ihre Teppichserie präsent. An der Vernissage wurde sie durch eine lebendige Performance – eine von Teppich umhüllte Frau – ergänzt. Von Moritz Stillhard sind unzählige farbige, schillernde Figuren und Tierchen in die Galerie eingezogen und haben sich auf Sockeln oder einem Fenstersims niedergelassen. Sie sind aus Pappmaché, Ton und Draht hergestellt und regen zum Schmunzeln oder Nachdenken an. In der Galerie anwesend ist auch seine ganz persönliche Artbox, in der er im Dunkeln gemäss vorgegebenen Keywords Kunstwerke entstehen lässt. Er nennt sie moKi, nach Moritz KI, und setzt sich damit gegen Kunst ab, die durch KI entsteht.
Grosse Vielfalt am Ämtler Kunstforum 2026
Die Ausstellung in der Galerie Märtplatz Affoltern dauert bis Sonntag, 14. Juni. Öffnungszeiten: Freitag, 17 bis 20 Uhr, Samstag, 10 bis 13 Uhr, Sonntag, 14 bis 17 Uhr
Die Vorbereitungen für das Ämtler Kunstforum 2026 laufen auf Hochtouren. Ende Mai fand die Jurierung der eingereichten Werke für die jurierte Ausstellung statt
Insgesamt gingen 62 Werkdokumentationen von Kunstschaffenden aus dem Amt Affoltern und der näheren Region ein. Die eingereichten Arbeiten spiegeln die grosse Vielfalt des regionalen Kunstschaffens wider und umfassen unterschiedliche Stilrichtungen, Techniken und Themen.
Die Jury 2026 setzte sich aus ausgewiesenen Fachpersonen zusammen: Gaby Billing (Galeristin), Kerstin Bitar (Kunsthistorikerin), Regula Dürig (Künstlerin und Kuratorin), Ivana Putincanin (Architektin und Malerin) sowie Dominik Schmid (Bildhauer). Die Jurymitglieder sichteten und beurteilten die eingereichten Arbeiten nach künstlerischen und gestalterischen Kriterien. Die Malerei sowie dreidimensionale Arbeiten und Objekte bildeten die am stärksten vertretenen Kunstgattungen. Weniger stark vertreten waren hingegen die Fotografie, die Bildhauerei in Holz und Stein, die Originalgrafik sowie digitale Kunst-, Video- und Installationsarbeiten. Die eingereichten Werke zeigten dennoch eine bemerkenswerte Bandbreite an Ausdrucksformen und künstlerischen Positionen.
Die Jury stand vor der anspruchsvollen Aufgabe, aus den zahlreichen Bewerbungen eine Auswahl für die jurier-
te Ausstellung zu treffen. Nach intensiver Sichtung und eingehenden Diskussionen wurden schliesslich 20 Arbeiten ausgewählt, die im Rahmen der jurierten Ausstellung vom 19. bis 22. November im Kasinosaal Affoltern präsentiert werden.
Die Kunstkommission freut sich über das grosse Interesse und die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Die Jurierung zeigte einmal mehr, wie lebendig, vielfältig und kreativ das Kunstschaffen im Knonauer Amt ist.
Bereits eine Woche zuvor, vom 13. bis 16. November, findet die offene Ausstellung statt, die allen teilnehmenden Kunstschaffenden eine Plattform bietet. Zusammen vermitteln die beiden Ausstellungsformate einen facettenreichen Überblick über das aktuelle regionale Kunstschaffen.
Ein besonderer Dank gilt den Jurymitgliedern, die die eingereichten Arbeiten mit grossem Engagement, Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein beurteilt haben. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Glaubwürdigkeit der Ausstellung. Die Kunstkommission freut sich bereits heute auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie auf spannende Begegnungen zwischen Kunstschaf-
Verantwortung übernehmen
Im Pfarreisaal in Hausen schauten sich etwa 50 Teilnehmende den Film «Macht und Ohnmacht» an. Die eindrücklichen Bilder und Informationen liessen kaum jemanden kalt und regten zum Nachdenken und Diskutieren an: Was geschieht, wenn Grosskonzerne wie zum Beispiel Glencore oder IMR durch ihre Geschäftstätigkeit ganze Landstriche vergiften oder den Regenwald zerstören und damit das Leben und den Lebensraum der Bewohnerinnen und Bewohner, der Tierwelt und ganzer Regionen
verändern. Wenn die Unternehmen jede Verantwortung und Haftung ablehnen. Als anschauliche Beispiele dienten Espinar in Peru und der Regenwald auf Borneo. Um in Zukunft die negativen Folgen zu beschränken, verlangt die Konzernverantwortungsinitiative ein griffiges Gesetz, das Grossunternehmen mit 1.5 Milliarden Umsatz mit Sitz in der Schweiz in die Pflicht nimmt. Sie sollen für Schäden, die sie verursachen, die Verantwortung übernehmen und für die Wiedergutmachung vor Ort haf-
fenden, Kunstinteressierten und der Öffentlichkeit.
Ergänzt wird das Ämtler Kunstforum durch ein Begleitprogramm mit
Konzerten und weiteren kulturellen Beiträgen, die das Ausstellungserlebnis bereichern und neue Zugänge zur Kunst eröffnen sollen. Das detaillierte Pro-
gramm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Stefan Kessler, Vorsitz Kunstkommission
ten. KMU sind von der Regelung ausgenommen. Insbesondere verlangt die Konzernverantwortungsinitiative eine Sorgfaltsprüfungspflicht, eine Haftungspflicht und eine unabhängige Aufsichtsstelle. Konkret heisst das, dass ein Grosskonzern verpflichtet wird, in seiner Lieferkette risikobasiert abzuklären, ob und welche Risiken für Mensch und Umwelt bestehen, und dagegen Massnahmen zu ergreifen. Auch die Abklärung der Eigentumsverhältnisse wird verlangt. Zum Beispiel beim Abbau von
Kupfer im Voraus die Risiken für Böden, Wasser und Menschen zu untersuchen und geeignete Massnahmen für einen sichereren Abbau anzuwenden. Ausserdem soll das Gesetz das Einfordern von Schadenersatz bei einem unabhängigen Schweizer Gericht ermöglichen, und eine unabhängige Aufsichtsstelle soll die Pflichteinhaltung stichprobenmässig kontrollieren. Es war ein informativer und spannender Abend, der gezeigt hat, dass die Forderungen der Initiative internationalen Standards entsprechen.
Eine EU-weite Konzernverantwortungsrichtlinie wird bereits in den meisten europäischen Ländern angewendet oder steht kurz vor der Umsetzung. Ohne Einführung des Konzernverantwortungsgesetzes würde die Schweiz also bald das einzige Land in Europa ohne Konzernverantwortung sein. Zurzeit befindet sich der stark abschwächende Gegenvorschlag des Bundesrates in Vernehmlassung.
Anita Oetiker-Eich
Lebende Teppichperformance
Vernissage. (Bilder Marianne Voss)
An der Vernissage: Moritz Stillhard, Benita Millius mit einem ihrer Teppiche und Veronica Mühlebach von Kultur Affoltern.
Dies ist die Jury des Ämtler Kunstforums 2026 (von links): Kerstin Bitar, Ivana Putincanin, Regula Dürig, Dominik Schmid und Gaby Billing. (Bild zvg)
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Marc Bochsler, SVP, Wettswil
Nachhaltig ist heilig, nur nicht bei der Zuwanderung in die Schweiz
Stellen Sie sich die Schweiz im Jahr 2050 vor.
Noch mehr Stau am Morgen. Noch vollere Züge. Noch weniger freie Wohnungen. Noch mehr Wiesen, die verschwinden. Noch mehr Beton statt Grün. Noch längere Wartelisten, noch mehr Druck auf Schulen, Strassen und Infrastruktur.
Und dann stellen Sie sich eine einfache Frage: Ist das wirklich die Schweiz, die wir unseren Kindern hinterlassen wollen? Viele werden jetzt sagen: «So schlimm ist es doch gar nicht.» Doch die meisten Menschen brauchen keine Statistiken, um zu merken, dass sich etwas verändert. Sie erleben es jeden
Tag. Der Weg zur Arbeit dauert länger als früher. Die Suche nach einer Wohnung wird zum Spiessrutenlauf. Familien rechnen zweimal, ob sie sich die Miete überhaupt noch leisten können. Im Zug schaut man sich nicht mehr nach einem freien Sitzplatz um – man hofft einfach, überhaupt noch hineinzukommen. Und trotzdem wird uns gesagt: Alles sei normal. Aber grenzenloses Wachstum auf begrenztem Raum war noch nie normal. Die Schweiz ist kein Kontinent. Wir können unsere Berge nicht verschieben, unsere Täler nicht verbreitern und unsere Landschaft nicht vermehren. Was wir einmal zubetonieren, bleibt zubetoniert. Genau deshalb geht es bei der Nachhaltigkeitsinitiative um eine
einfache Frage: Wie viele Menschen kann unser Land langfristig überhaupt verkraften? Denn jedes zusätzliche Wachstum löst eine Kettenreaktion aus: Mehr Menschen benötigen mehr Wohnungen, mehr Strassen, mehr Spitäler, mehr Schulen und mehr Energie. Um dies alles zu bauen und zu betreiben, braucht es wiederum mehr Arbeitskräfte – und dadurch noch mehr Wachstum.
Eine Spirale ohne Ende.
Die Gegner behaupten nun, die Initiative führe ins Chaos. Die Wirtschaft werde leiden, die AHV zusammenbrechen, Spitäler könnten nicht mehr funktionieren. Doch seien wir
ehrlich: Wo erleben die Menschen heute Chaos?
Auf freien Autobahnen? In leeren Zügen? Auf einem entspannten Wohnungsmarkt? Oder vielleicht dort, wo man innerhalb weniger Tage problemlos eine bezahlbare Wohnung findet?
Nein.
Die Menschen erleben die Auswirkungen bereits heute – mitten im Alltag. Die Nachhaltigkeitsinitiative fordert keinen Einwanderungsstopp. Niemand, der heute rechtmässig hier lebt, müsste die Schweiz verlassen. Sie verlangt lediglich, dass die Schweiz wieder
selbst bestimmt, welches Wachstum sinnvoll und nachhaltig ist. Wir haben eine Schuldenbremse, damit sich der Staat nicht grenzenlos verschuldet. Wir haben Bauzonen, damit nicht jede Wiese verschwindet. Wir haben Tempolimits, damit nicht jeder fährt, wie er will. Warum soll ausgerechnet beim Wachstum unseres begrenzten Lebensraums jede Grenze fehlen?
Am 14. Juni geht es nicht um links oder rechts. Es geht um unsere Schweiz. Es geht um die Frage, ob wir erst handeln wollen, wenn alles überlastet ist – oder ob wir jetzt Verantwortung übernehmen. Bewahren wir, was wir lieben. Darum: Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.
Mehr schwere Fälle am Bezirksgericht Affoltern
Steigende Fallzahlen – personelle und räumliche Grenzen
Werner Schneiter
Deutlich mehr als die Jahre zuvor stand das Bezirksgericht Affoltern 2025 im
Fokus der Öffentlichkeit. Versuchte Anstiftung zu Mord (bei dem das Obergericht Ende April 2026 die Strafe um sechs auf elf Jahre erhöhte), ein diebi
Fälle und mehr Arbeit für das Bezirksgericht Affoltern: Reto Barblan, Leitender Gerichtsschreiber.
scher ExKaderpolizist und andere Strafverfahren wegen schwerer Gewaltanwendung lockten zahlreiche auch überregionale Medien nach Affoltern. «Zuvor war das alle drei bis vier Jahre der Fall, 2025 häuften sich bei uns Fälle von grossem öffentlichem Interesse», konstatiert Reto Barblan, der Leitende Gerichtsschreiber in Affoltern. Neben diesen spektakulären Fällen verzeichnete das Bezirksgericht Affoltern im vergangenen Jahr weiter steigende Eingangszahlen, mehr noch als in den Vorjahren. Die Zahl der neuen Straf und Zivilfälle stieg auf fast 1700 –das sind über 10 Prozent mehr als im Jahr davor. In früheren Jahren sorgten die Pandemie, die erhöhte Sterblichkeit oder politische und gesellschaftliche Ereignisse wie die Senkung des Referenzzinssatzes für zusätzliche Arbeit. Für den aktuellen Anstieg gibt es jedoch keine vergleichbaren Auslöser. Besonders zugenommen haben familienrechtliche Verfahren, Erbangelegenheiten, Konkurse und Mietschlichtungen. Auch das Bevölkerungswachstum im Bezirk trägt dazu bei.
Problem häusliche Gewalt
Bei den Strafprozessen schwanken die Zahlen zwar von Jahr zu Jahr. Trotzdem ist die Arbeitsbelastung gestiegen: Im
«Eine einmalige Erfahrung!» – Sek Hausen
Im März und Mai 2026 nahmen 14 Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe der Sek Hausen am Sprachaustausch mit Jugendlichen aus Fribourg teil. Seit bereits zehn Jahren eröffnet dieses Projekt den Jugendlichen die Möglichkeit, für eine Woche vollständig in den Alltag ihrer Tandempartnerin oder ihres Tandempartners einzutauchen. Sie besuchen gemeinsam den Unterricht, nehmen an den jeweiligen privaten Anlässen teil, wie dem Fussballtraining oder dem Chorunterricht, und knüpfen somit zahlreiche neue Kontakte. Eine Erfahrung, die weit über den klassischen Schulrahmen hinausgeht und bleibende Eindrücke hinterlässt. Mobilität und Austausch werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Das Sprachaustauschprojekt bietet Jugendlichen eine besondere Chance: Sie erweitern ihren Horizont, erleben die französische Sprache fernab des Klassenzimmers und tauchen in ein anderes
Schulsystem ein. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, braucht Mut, Offenheit und die Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen.
Ganz nebenbei verbessern die Teilnehmenden auch ihre Französischkenntnisse spürbar. Damit der Aufenthalt in Fribourg gelingt, besuchen die Schülerinnen und Schüler einen Vorbereitungskurs an der Sek Hausen. Dort stehen vor allem praxisnahe Sprechsituationen im Mittelpunkt – begleitet und unterstützt von der Französischlehrperson.
Als Gastgeberinnen und Gastgeber öffnen die Jugendlichen ihr Zuhause und geben ihren Austauschpartnerinnen und partnern einen persönlichen Einblick in den Alltag vor Ort. Ein besonderes Highlight für die Westschweizerinnen und Westschweizer hier im Amt ist der gemeinsame Ausflug nach Zürich: Dank der grosszügigen Unterstützung des ZVV und des Volksschul
vergangenen Jahr gingen 132 neue Fälle ein, in den Jahren davor waren es durchschnittlich etwa 100. Das spürt auch das Zwangsmassnahmengericht, wo meist
«Spürbar zunehmend sind auch bei uns Fälle von häuslicher Gewalt, die sich zahlenmässig auf hohem Niveau bewegen und Gewaltschutzmassnahmen erfordern.»
der Leitende Gerichtsschreiber als Ersatzrichter unter anderem über Anträge auf UHaft entscheiden muss – und zwar innerhalb von 48 Stunden und ab und zu nach Anhörung des Beschuldigten. Keine einfache Aufgabe mit Blick auf den Zeitdruck und die Tatsache, dass es sich um einen schweren Eingriff in Freiheitsrechte handelt und für den Inhaftierten privat sowie beruflich einschneidende Konsequenzen nachziehen kann – auch wenn die UHaft in aller
auf Sprachaustausch in Fribourg
amtes Zürich erkunden die Tandems die Stadt Zürich. So besuchten die Jugendlichen unter anderem den Botanischen Garten, den Prime Tower, das Grossmünster sowie die malerische Altstadt. Seit 2016 besteht bereits die Partnerschaft der Sekundarschule Hausen am Albis mit der OS (Orientierungsschule) Jolimont in Fribourg. Diese Zusammenarbeit ermöglicht, den Französischunterricht für alle Jugendlichen authentischer zu gestalten: Während des ganzen Schuljahres in der 2. Oberstufe finden verschiedene Aktivitäten, wie Brieffreundschaften und Videobotschaften, statt. Der Austausch und Aufenthalt in Fribourg sind für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Hier einige Zitate aus den Feedbacks der Schülerinnen und Schüler, welche am Austausch mitgemacht haben: • «Man sollte offen sein, keine Angst vor Fehlern haben und versuchen, möglichst viel Französisch zu sprechen.
Ausserdem sollte man freundlich und respektvoll sein.»
• «Man lernt, auf Personen zuzugehen, auch wenn sie nicht deine Sprache sprechen.»
• «Es ist eine einmalige Erfahrung!», «Man lernt neue Leute kennen und die Sprache lernt man viel besser als in irgendeinem Unterricht.»
• «Man lernt, offen zu sein, hat neue Rituale und Gewohnheiten miterlebt und vielleicht auch neue Regeln, und man lernt die Sprache.»
• «Man soll sich trauen zu sprechen, es ist egal, wenn man Fehler macht.»
• «Geniesst die Zeit, sie geht schneller vorbei, als man denkt!»
• «Die Gastfamilie war sehr freundlich und offen. Sie haben mich gut aufgenommen und viele spannende Aktivitäten mit mir gemacht. Ich fühlte mich schnell wohl.»
Simona Zanini, Sekundarschule Hausen
Regel weniger als drei Monate dauert. «Spürbar zunehmend sind auch bei uns Fälle von häuslicher Gewalt, die sich zahlenmässig auf hohem Niveau bewegen und Gewaltschutzmassnahmen erfordern, über die ebenfalls das Zwangsmassnahmengericht entscheidet. 2024 resultierten 80 Fälle, letztes Jahr 90. Vor zehn Jahren waren es noch 20», sagt Reto Barblan.
Mehr Raum nötig
Durch die Zunahme der Fälle gerät das Bezirksgericht Affoltern in personeller Hinsicht an Grenzen, was insbesondere bei Abwesenheiten spürbar ist. Am Gericht sind insgesamt 28 Mitarbeitende tätig, davon sechs gewählte Richterinnen und Richter, mit Pensen von 40 bis 100 Prozent (Präsident) plus Ersatzrichterinnen und Ersatzrichter. Auch hinsichtlich der Platzverhältnisse ist es am Gericht eng geworden. Der öffentliche Bereich und der Platz für die Mitarbeitenden können laut Reto Barblan nicht ausreichend getrennt werden. Besserung lässt auf sich warten. Eine Lösung für das Gericht könnte sich ergeben, wenn dereinst das Bezirksgefängnis geschlossen wird und diese Plätze in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies eingerichtet werden. Offen ist, wann diese Pläne umgesetzt werden können.
Gewichtige personelle Veränderungen bei SVP Mettmenstetten
An der Generalversammlung vom 10. April 2026 verzeichnete der Vorstand der Schweizerischen Volkspartei (SVP) Mettmenstetten diverse gewichtige, personelle Veränderungen. Der amtierende Präsident der SVP-Ortspartei Louis Hafner trat nach 30 Jahren Vorstandstätigkeit aus dem Vorstand und vom Amt des Präsidenten zurück. An der Generalversammlung vom 28. April 1995 wurde Louis Hafner, anstelle von Karl Funk, in den Vorstand gewählt. Ein Jahr später übernahm er das Präsidium der SVPOrtspartei. Aufgrund eines Wegzugs von Mettmenstetten trat auch RA Christoph Niederer, Aktuar, aus dem Vorstand zurück. Die SVP-Ortspartei und der gesamte Vorstand bedanken sich für die geleistete Arbeit und die stets parteidienlichen Leistungen der verdienten Vorstandsmitglieder. Durch den Rücktritt der Vorstandsmitglieder mussten in der Folge die Vakanzen neu besetzt werden. An der Vorstandssitzung vom 05. Mai 2026 wurde die Konstituierung des Vorstandes traktandiert und vollzogen. Der Vorstand der SVP-Ortspartei konstituiert
sich neu wie folgt: Ursula Junker (Präsidentin), Othmar Zimmermann (Vizepräsident), Markus Ehrismann (Aktuar), Kathrin Störi (Kassier/Administration), Hanspeter Kern (Administration Abstimmungen/Wahlen), Joel Bieri (Beisitzer), Pablo von Siebenthal (Beisitzer). Die neuen Funktionen verpflichten die Vorstandsmitglieder, die Grundwerte der SVP, also primär Freiheit, Sicherheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung sowie den Einsatz für eine unabhängige und neutrale Schweiz, voranzutragen und die Werte in den gemeindepolitischen Alltag einfliessen zu lassen. Der direkten Demokratie und den föderalistischen Strukturen gilt es, Sorge zu tragen. Die SVP bleibt bestrebt, die Gemeindestrukturen schlank und die Steuerlasten niedrig zu halten.
Nein zur Totalrevision der Behördenbesoldungsverordnung
Im Weiteren hat sich der Vorstand intensiv mit den Geschäften der Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2026 be-
fasst. Der positive Rechnungsabschluss 2025 und die unter Budget abgeschlossene Bauabrechnung des Schulprovisoriums wurden erfreut zur Kenntnis genommen. Die Teilrevision der Subventionsverordnung und die Totalrevision der Bestattungs- und Friedhofverordnung gaben zu keinen Diskussionen Anlass. Die Totalrevision der Behördenbesoldungsverordnung dagegen, ist für den Vorstand nicht genehmigungsfähig, denn der Gemeinderat will seine Besoldung grosszügig und im Giesskannensystem erhöhen. Begründet wird es damit, dass nicht so viele Aufgaben wie mit Einführung des Geschäftsführermodells vor 6 Jahren erhofft, an die Verwaltung abgegeben werden konnten und der durchschnittliche Aufwand eines Gemeinderats 25 Prozent anstatt der angestrebten 20 Prozent beträgt. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Umsetzung zu wenig konsequent angegangen wurde, und empfiehlt deshalb, die Vorlage abzulehnen.
SVP Mettmenstetten
Unbekannte zerstören Baum in Affoltern
Trotz rascher Intervention des Werkhofs war der Baum nicht mehr zu retten
Ein Baum an der Zürichstrasse in Affoltern ist Opfer einer mutwilligen Beschädigung geworden. Der Baum, der im Rahmen der flankierenden Massnahmen zur A4 in der Nähe der Oberen Bahnhofstrasse beim Denner gepflanzt worden war, ist abgestorben, nachdem in seinem Wurzelbereich eine grössere Menge einer weissen Substanz ausgebracht worden war.
Mitarbeitende des Werkhofs Affoltern entdeckten die Verunreinigung und entfernten die Substanz bereits im April, um weitere Schäden an Boden und Umwelt zu verhindern. Trotz dieser raschen Intervention konnte der Baum nicht mehr gerettet werden. Nach Einschätzung der Fachleute handelt es sich nicht um einen Betriebsunfall oder um eine versehentliche Verunreinigung. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass die
Substanz gezielt beim Baum deponiert wurde. Wer dafür verantwortlich ist, ist unbekannt. Die Stadt Affoltern verurteilt die mutwillige Beschädigung von öffentlichem Eigentum. Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität, zur Biodiversität und zum lokalen Klima. Ihr Schutz liegt im Interesse der gesamten Bevölkerung. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf rund 3000 Franken. Darin enthalten sind die Kosten für die Entfernung des abgestorbenen Baums sowie dessen Ersatzpflanzung. Die Stadt Affoltern bittet Personen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zur Täterschaft geben können, sich bei der Stadtpolizei Affoltern am Albis zu melden.
Stadt Affoltern am Albis
Am Freitag, 29. Mai, ab 18 Uhr feierten Everdance-Tänzerinnen von verschiedenen Übungsgruppen mit Freunden, Verwandten und Bekannten ihr 15-JahreJubiläum im Singsaal Chilefeld. Verschiedene, raffinierte Choreografien zu unterschiedlichen Tanzrhythmen (Rock’n’Roll, Jive, Salsa und mehr) wurden nach einem feinen Eingangsapéro mit viel Freude und Motivation von den Tänzerinnen (im Alter zwischen etwas über 60 bis etwas über 90 Jahren) «serviert».
Helen Spörri gelingt es immer wieder, alle Teilnehmenden, jede/jeden nach seinem/ihrem Können, mit grosser Motivation, Anmut und Leichtigkeit «anzustecken und mitzunehmen». Die mitreissenden Darbietungen, der überwältigend grosse Aufmarsch der fröhlichen Gäste jeden Alters und das von den Tänzerinnen in der Pause offerierte Buffet – alles einfach überraschend und umwerfend! Vor 15 Jahren klein gestartet und zu so einem tollen Event gewachsen: Weiter so! Vielen herzlichen Dank allen Tänzerinnen, besonders natürlich Helen, für den wunderschönen Abend.
Heidi Haas, Obfelden
Der Baum an der Zürichstrasse wurde mit einer unbekannten Substanz vergiftet. (Bild zvg)
Vor 15 Jahren klein gestartet und zu so einem tollen Event gewachsen: Der Everdance feierte am Freitag, 29. Mai, sein 15-Jahre-Jubiläum im Singsaal Chilefeld in Obfelden.
Besoldungsverordnung für Behörden: Entschädigung oder Lohn?
Mitarbeit in den Behörden ist ein Nebenamt mit Entschädigung. Die Gemeindeversammlung Mettmenstetten wird am Montag, 8. Juni, über eine Revision der Besoldungsverordnung entscheiden. Der Gemeinderat möchte die Ämter attraktiver gestalten – Pauschalen statt Sitzungsgelder. Alle bekämen gleich viel und alle können sich vor der Kandidatur überlegen, ob ihnen dieser Lohn reicht. Mich dünkt das nicht angemessen, denn der Aufwand und das Engagement in den verschiedenen Ressorts sind unterschiedlich, die Unterstützung, die die Verwaltung bietet ebenso.
Jemand, der engagiert in Kommissionen mitarbeitet, initiativ kommunale Projekte plant und sich auch auf Be-
zirksebene vernetzt, soll gleich entschädigt werden wie jemand, der seinen Aufwand in Grenzen hält und möglichst wenige Sitzungen organisiert?
Mit Sitzungsgeldern würden lediglich Sitzungen honoriert, nicht aber zwingend Leistung, Verantwortung und Effizienz, meint der Gemeinderat. Das gilt für eine Pauschalentscheidung doch ebenso.
Weil BVK-Gelder für jüngere Behördenmitglieder wichtig sind und solche lediglich bei der Pauschale abgerechnet werden, könnten als Kompromiss die Jahrespauschalen um die Gelder für die ordentlichen Behördensitzungen erhöht werden, Sitzungsgelder gäbe es nur noch für zusätzliche Sitzungen. Wir ha-
ben erst gerade die kommunalen Behörden neu gewählt. «Ich will mich engagieren», tönte es in zahlreichen Interviews und Wahlsprüchen. Niemand hat gesagt: «Ich suche einen Teilzeitjob.» Dabei sollte es bleiben. Mitarbeit soll entschädigt werden. Aber nicht so, nicht in diesem Tempo (die letzte Revision datiert vom 2019), und nicht in abgerechnet Richtung Lohn statt Entschädigung. Dass damit das Total aller Behördenentschädigungen um unbescheidene 16 Prozent gegenüber 2025 wachsen soll, sei doch auch noch erwähnt – so eine Lohnerhöhung würden sich manche auch wünschen.
Franziska Sykora, Mettmenstetten
Wie von Claude Monet
Nicht mit dem Pinsel, aber mit der Kamera, haben unsere Leserinnen und Leser die blühenden Mohnfelder festgehalten
«Europafeindliche 10-MillionenInitiative der SVP»
Das wird eine sehr spannende Abstimmung mit ungewissem Ausgang. Für die Schweiz gibt es höchst unterschiedliche Prognosen. Die Wetten für die einzelnen Regionen sind viel einfacher. Genf zum Beispiel mit einem Ausländeranteil von 50 Prozent wird die Initiative vermutlich haushoch verwerfen, ebenso die Stadt Zürich mit ihrem «Dichtestress». Basel, wo man mit Franzosen und Deutschen schon längst auf Du und Du lebt, wird Nein stimmen. Unsere recht erfolgreiche Fussballnationalmannschaft hat einen Spieleranteil mit ausländischen Wurzeln von 75 Prozent. Wie werden die wohl stimmen? Im Muotathal, wo der Ausländeranteil mit 8 Prozent aus-
serordentlich klein ist, wird die Initiative höchstwahrscheinlich angenommen, ebenso in Appenzell Innerrhoden mit 13 Prozent Ausländern und Ausländerinnen. Und im Säuliamt? Die von der Migration am ehesten Betroffenen werden den Lösungsvorschlag der SVP wahrscheinlich ablehnen; Gegenden mit wenig Ausländeranteil werden erfahrungsgemäss ja stimmen. Dafür gibt es viele Gründe. Klar ist, dass die Probleme, wie wir sie alle kennen, dort wo sie auftreten, klare Antworten brauchen. Die europafeindliche 10-Millionen-Initiative der SVP ist keine taugliche Antwort. Wir stimmen deshalb NEIN am 14. Juni. Urs und Elisabeth Glenck, Ebertswil
Gespiegeltes Doppelspiel
Dieses Foto aus dem Seleger Moor, wo sich die Brücke im Wasser spiegelt, machte Yvonne Hurter aus Rifferswil.
Wer hat etwas Sehenswertes geknipst?
Sie fotografieren gern? Und Sie würden Ihre Aufnahmen noch lieber der Öffentlichkeit zugänglich machen? Der «Anzeiger» freut sich über Leserfotos mit Bezug zur Region, unbearbeitet und hochaufgelöst in JPG-Format an redaktion@affolteranzeiger.ch.
Vergessen Sie nicht, kurz auszuführen, wo und wann Sie das Bild aufgenommen haben und was darauf zu sehen ist.
Gefragt sind insbesondere Fotos zu aktuellen sowie nicht alltäglichen Ereignissen und Situationen. (red)
Die Mohnblumen und die Kornblumen blühen im reifen Rapsfeld auf. Ein Dream-Team findet Theresa von Siebenthal aus Aeugst und knipst ab.
Die Mohnwiese in Hedingen blüht immer mehr auf, zur Freude von Martine Widmer, die dieses Foto schoss.
Keine 10-MillionenSchweiz!
Bei dieser Abstimmung wurde bisher zu wenig darauf hingewiesen, was es heisst, nur noch eine Million Zuwanderer dürfen in die Schweiz kommen. Eine Million Zuwanderer entspricht etwa zweimal der Bevölkerung der Stadt Zürich plus einmal der Bevölkerung der Stadt Winterthur! Bevölkerungszahlen
31.12.1924: Stadt Zürich 436551 und Stadt Winterthur 122926. Es ist damit zu rechnen, dass das grösste Wachstum in den Wirtschaftsregionen und nicht in den Randregionen stattfinden wird. Es kann zu einem extremen Verteilkampf führen, Verlierer werden die Alten und die Schwachen sein.
Bruno Weber, Hedingen
N4: Autobahnfreies Knonauer Amt
Dank der engagierten, über Jahre dauernden Arbeit der Arbeitsgruppe wurde zuletzt der Islisbergtunnel realisiert. Diese landschaftsschonende Linienführung brachte den Bewohnern des Knonauer Amts grosse Vorteile. Dafür bin ich auch 50 Jahre später allen Protagonisten noch dankbar. Heute kommt bedauerlicherweise der Landschaftsschutz unter Druck. Auch wegen zu grosser Bauvorhaben, wie z.B. die Grossüberbauung Weierächer in Wettswil (+1200 neue Bewohner) drastisch zeigt.
Franz Hauri, Wettswil
10-MillionenSchweiz
Bei einer Annahme der Initiative würden als letzte Konsequenz die bilateralen Verträge mit der EU gekündigt.
Dazu ein Sprichwort: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber! Deshalb Nein.
Urs Gretler, Wettswil
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion. Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
Nein zur Verlogenheitsinitiative
Kaum eine andere Partei hat die Zuwanderung in der Schweiz so stark vorangetrieben wie die SVP! Die Einwanderung ist nicht der Freizügigkeit der Personen geschuldet, sondern wird von der Nachfrage von Unternehmen nach Arbeitskräften bestimmt. Flüchtlinge machen nur etwas über zehn Prozent der Zuwanderung aus. Seit den 1990er-Jahren hat die SVP sämtliche Massnahmen ergriffen, um die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften anzukurbeln. Sie waren diejenigen, die das Grosskapital, Konzerne und Multis in die Schweiz mit erheblichen Steuersenkungen angelockt haben. Steuersenkungen hatten für diese Partei stets oberste Priorität. Thomas Aeschi, Steuerberater, übertrumpfte 2016 die Steuersenkungspläne des SVP-Finanzministers Maurer, indem er eine lange Liste weiterer Steuersenkungen vorlegte. Hinter der Zuwanderung stehen meist auslän-
dische Konzerne, die in die Schweiz wegen der Steuerermässigungen hierherzogen, hier Unternehmen gründeten oder in bestehende Firmen investierten und ausländische Arbeitskräfte holten. Die Rechte von Arbeitsmigranten, die auf ihre Ehepartner und Kinder verzichten müssten (früher Saisonnierstatut genannt), würden durch diese unmenschliche Initiative massiv beeinträchtigt.
Ein weiteres Ziel der SVP besteht darin, die Einreise von Flüchtlingen in die Schweiz möglichst zu unterbinden. Profit vor Menschlichkeit ist die SVP-Devise. Ich frage mich tatsächlich, ob das «V» nicht für Volk, sondern für Verlogenheit stehen sollte. Besorgniserregend ist, dass immer wieder eine Reihe von Stimmberechtigten auf diese Partei hereinfällt.
Richard Frick, Affoltern
Kraftvolle Kampagne gegen Verursacher gefordert
Replik auf den Leserbrief von Hans Berger mit dem Titel «Sauberes Affoltern am Albis» im «Anzeiger» vom 28. Mai.
Danke, Hans Berger, dass Sie das Thema adressieren und sogar fotografisch untermauern. Ich bin ganz bei Ihnen, und kann nun meine eigene Bildersammlung «entsorgen». Die schlimmste Ecke, an der Zwillikerstrasse 9–11, wurde noch nicht einmal bildlich dargestellt. Bei meinem täglichen Marschtraining sehe ich viel.
Unter anderem auch, wie die Leute vom Werkhof nicht nur ihre Arbeit pflichtbewusst verrichten, sondern auch den «deponierten» Müll sowie die überall verstreuten Flaschen, Dosen und SnackVerpackungen einsammeln. Vergessen wir nicht den Müll, der tiefer in den Wiesen liegt und vom landwirtschaftlich tätigen Personal eingesammelt und entsorgt werden müsste. Die Thematik geht meines Erachtens auch in Richtung Vandalismus und der Beschädigung von
Wahlplakaten jeder Couleur. Tendenz über die letzten Jahre deutlich zunehmend.
Da fragt man sich, was denn der (noch amtierende) Stadtrat dagegen tut beziehungsweise tat. Richtig, man vereinigt sich im Projekt «Raumpatenschaft für eine saubere Umwelt» und sucht allen Ernstes Freiwillige, die den Dreck unanständiger Mitbürgerinnen und Mitbürger einsammeln sollen. Wie wäre es stattdessen, öffentlich über ein paar Wochen eine kraftvolle Kampagne gegen die Verursacher zu führen? Der (bisherige) Stadtrat gefällt sich doch sonst auch in der Erziehung der Mitbürgerinnen und Mitbürger, sofern es ideologisch grad opportun ist. Notabene: Fussgängersicherheit gehört ebenfalls nicht zur städtischen Priorität. Bleibt zu hoffen, dass unter dem neu gewählten Stadtrat die Prioritäten neu und bürgernäher geordnet werden.
Deborah Hofer, Affoltern
Die 10-Millionen-Initiative ist ein wahrer Tausendsassa
Stellen Sie sich Folgendes vor: Jemand läutet an Ihrer Haustüre und will Ihnen eine Creme verkaufen, welche die Haare wieder spriessen lässt, Zahnstein entfernt, jegliche Flecken aus den Kleidern entfernt, Unkraut für immer zum Verschwinden bringt und, einmal aufgetragen, bleibt auf keiner Fläche mehr Staub liegen. Würden Sie so etwas kaufen oder würden Sie dies als Humbug bezeichnen? Genau, Sie würden es als Humbug bezeichnen, weil es eine solche eierlegende Wollmilchsau nicht gibt. Umso beeindruckender ist es, was die Befürworter der 10-Millionen-Initiative bei deren Annahme versprechen. Von fallenden Mieten, niedrigeren KK-Prämien,
weniger Stau, mehr Platz im ÖV, weniger Gewaltdelikten, Schonung der Natur bis hin zu mehr Lohn! Ein wahrer Tausendsassa!
Eine Initiative, welche alle grossen Herausforderungen der Schweiz löst? Glauben Sie das wirklich, oder kommt Ihnen das nicht etwas suspekt vor?
Es ist bezeichnend, dass die SVP bereits jetzt schon einen Schuldigen sucht, falls nach einer allfälligen Annahme der Initiative die versprochenen Effekte nicht eintreten. Achtung Spoiler: Alle anderen werden schuld sein, nur nicht die SVP.
Milan Pechous, Obfelden
Kein Angriff auf die Menschen, die hier leben oder arbeiten
Natürlich kann man gegen die Initiative Einwände vorbringen. Es wäre falsch, so zu tun, als gäbe es bei einem Ja keine offenen Fragen. Aber es wäre genauso falsch, beim heutigen Kurs einfach wegzuschauen. Wenn die Schweiz weiter stark wächst, braucht es immer mehr Wohnungen, Strassen, Schulzimmer, Spitäler, Energie und Verwaltung.
Bezahlt wird das am Schluss nicht abstrakt, sondern von Gemeinden, Steuerzahlern, Mietern, Familien und Pendlern. Darum sehe ich die 10-MillionenInitiative nicht als Angriff auf Menschen, die hier leben oder arbeiten. Sie ist vielmehr ein Signal an die Politik: Wachstum muss wieder gesteuert werden. Mit
Sarah Birolini in die Primarschulpflege Obfelden
Gleich nachdem Sarah Birolini vor einem Jahr in unsere Gemeinde zog, lernte ich sie kennen. Was mich von Anfang an beeindruckte: Sie hört zu, stellt die richtigen Fragen und weiss, wovon sie spricht.
Diplomierte Pflegefachfrau, Teamleiterin bei der Spitex Knonaueramt, Major in der Schweizer Armee und Kursleiterin in Pflege und Bildung – Sarah Birolini kennt Führung und Verantwor-
tung aus der Praxis. Sie weiss, wie man Menschen begleitet, Entscheide trifft und Wissen verständlich vermittelt. Die Primarschulpflege braucht Menschen, die zuhören können. Eltern, Lehrpersonen, Behörden – und die Schule als Ganzes im Blick haben. Sarah Birolini bringt genau das mit. Ich empfehle ihre Wahl aus voller Überzeugung.
Helena Heuberger, Obfelden
Keine 10-Millionen-Schweiz
Mit Angst und Schrecken werden die Folgen bei der Annahme dokumentiert. Spitalkollaps, Pflegenotstand, Hotelund Beizentod, Baustopp, Agrarkrise, höhere Gesundheitskosten, sinkende AHV-Renten.
Bundesrat Jans sagt: «Ich fühle mich nicht fremd im eigenen Land, die Schweiz ist ein wunderbares Land, die Zufriedenheit in der Bevölkerung ist gross!» Die Kriminalität ist rückläufig, er spürt keinen Dichtestress. Wenn wir die Initiative annehmen, entsteht ein Chaos. Wer pflegt unsere Eltern, wer baut unsere Häuser und Strassen? Unser Wohlstand wird vernichtet und bezahlen tut es die Bevölkerung. Ein grosser Teil der Bevölkerung leidet unter dem Dichtestress, fühlt sich nicht mehr sicher, leidet unter den Miet- und Gesundheitskosten. Es ist bedenklich, wenn ein Bundesrat auf diese Argumente nicht eingeht. Der SGB-Präsident warnt vor demografischen Folgen. Maillard argumentiert, dass ohne Einwanderung in 20 Jahren 40 Prozent weniger Frauen im gebärfähigen Alter in der Schweiz leben. Unsere Bevölkerung wird schrumpfen und altern. Ohne Zuwanderung würden wichtige Arbeitskräfte insbesondere im Gesundheitswesen fehlen. Einmal mehr wird mit dem Gesundheitswesen ge-
droht, da kann man der Bevölkerung so richtig Angst machen. Aber ist es fair, wenn die reiche Schweiz Fachkräfte in anderen Ländern abwirbt? Spitäler verlieren Pflegekräfte und dies führt zu einer erhöhten Sterblichkeit bei Patienten. Ist das ein humanitäres Verhalten? Eigentlich sollten wir uns dafür schämen. Die ausländischen Arbeitskräfte sollen alle unangenehmen Arbeiten für uns erledigen. Schweizerinnen und Schweizer wollen weniger arbeiten, zum gleichen Lohn mit möglichst viel Ferien, das nennen wir heute Wohlstand. Erinnern wir uns an die urschweizerischen Werte: Fleiss, Verlässlichkeit und Bescheidenheit, die uns zum Wohlstand verhalfen. Wir müssen wieder lernen, füreinander da zu sein, Neid und Gier bringen nur Unzufriedenheit. Stärken wir wieder die Familien. Die Eltern sind für ihre Kinder da, die Grosseltern für die Enkel und die Enkel wiederum für die Eltern und Grosseltern. Ich ziehe den Schluss: Wir stecken schon mitten im Wohlstandschaos. Die Initiative zwingt uns, gut schweizerisch Lösungen zu finden. Die Schweiz schafft es, wir funktionieren ohne Überfremdung! Darum werde ich ein Ja einlegen! Hans Binzegger, Hausen
Polemische und unbelegte Behauptungen
Replik auf den Leserbrief von Fredi Steiner mit dem Titel «Die Neinstimmer wollen die Welt retten – nicht die Schweiz!» im «Anzeiger» vom 28. Mai.
Der Leserbrief erstaunt etwas. Während ich durchaus Verständnis für das Unbehagen an einem nicht nachhaltigen Bevölkerungswachstum habe, aber auch Verständnis dafür habe, wenn die Gegner die von der Initiative vorgeschlagenen Lösungen als untauglich bezeichnen, habe ich wenig Verständnis dafür, wenn irgendwelche polemischen und empirisch unbelegten Behauptungen in den Raum gestellt werden, um die Wähler zu emotionalisieren.
Das Wort Überfremdung wird in der Schweiz sehr locker verwendet, in Deutschland weniger, weil es einer der Kampfbegriffe der Nazis gegen die Juden war.
Wieso wir wegen der Migration bald kein freies Pflegebett mehr haben, bleibt Herr Steiners Geheimnis. Zutreffend ist wohl eher, dass wir ohne Migration vielleicht Pflegebetten, aber nie-
manden, der pflegt, hätten. Dass es bei Annahme der Initiative wieder bezahlbaren Wohnraum geben wird, ist eine kühne Behauptung. Migration ist zwar eine Ursache für die Wohnungsnot, eine weitere Ursache ist aber, dass eine hohe Nachfrage nach mehr Wohnraum pro Kopf besteht und viele Mieter bereit sind, dafür sehr viel zu zahlen. Der Wohnraum wird, wie seinerzeit in der Mitte der 70er-Jahre, dann bezahlbar werden, wenn es zu einem massiven Wirtschaftseinbruch kommt und deshalb die Nachfrage nach Wohnraum nachlässt, weil viele Junge nicht mehr von zu Hause ausziehen können und viele Mieter in kleinere Wohnungen umziehen. Vielleicht wird die Initiative diesen Effekt haben; es ist aber kaum das, was die Initianten wollen. Und schliesslich ist die Behauptung, dass zurzeit nur Einwanderung in das Sozialsystem stattfinde, einfach falsch. Der grösste Teil der Einwanderer sind Leute, die hier arbeiten und keine Sozialleistungen beziehen.
Hans Hegetschweiler, Hedingen
Mass, mit Übergangsregeln und mit Lösungen, die zur Schweiz passen. Gerade Unentschlossene sollten sich nicht nur fragen, was bei einem Ja schwierig werden könnte. Sie sollten sich auch fragen, was passiert, wenn wir einfach weitermachen.
Wer sich vertieft informieren möchte, findet beispielsweise auf souveraeneschweiz.ch sachliche Analysen und Umsetzungsüberlegungen. Die Schweiz muss nicht immer grösser werden, um stark zu bleiben. Manchmal ist es vernünftiger, rechtzeitig eine Grenze zu setzen.
Markus Lutz, Wettswil
Alles «kein Problem»?
Ein Schelm, wer denkt, es gehe den Gegnern der 10-Millionen-Schweiz-Initiative nicht um das Wohl der Schweizer und den Wohlstand in der Schweiz, sondern um ihre eigenen persönlichen Vorteile. Keine bezahlbare Mietwohnung finden? Kein Problem in der komfortablen Eigentumswohnung. Grosse Mühe, einen Kitaplatz zu finden? Kein Problem, die Kinder lieben ihre Nanny. Kilometerlange Staus auf Strassen und Autobahnen, überfüllte Züge? Kein Problem, der
Taxi-Chauffeur kennt meine Adresse und das Business-Ticket der SWISS ist mir sicher.
Die Initiative verlangt nicht keine Zuwanderung, wie die Gegner immer behaupten, sondern eine vernünftige und gemässigte Zuwanderung, wie es sich alle Länder in der EU auch wünschen!
Beim traditionellen Unterschwinget verletzte sich der Mettmenstetter Jonas Müller schwer. Seite 15
Strom lokal austauschen
In Bonstetten sind 13 LEG-Zonen geplant. Am Montag, 8. Juni, findet ein Infoanlass statt. Seite 19
Bitteres Saisonende
Am Schluss fehlte dem FC Wettswil-Bonstetten ein Punkt für die Aufstiegsspiele. Seite 21
Vortrag in Hedingen über die Bedeutung der Schweizer Tech-Industrie
Vaia
Daniel
«Und wieso erfährt man nicht mehr darüber?» Die am Dienstag in Hedingen aus dem Publikum heraus gestellte Frage, müsste den Schweizer Wirtschaftsvertretern zu denken geben. Sie wurde am Schluss eines kurzweiligen Vortrags von Jean-Philippe Kohl gestellt, Vizedirektor und Leiter Wirtschaftspolitik von Swissmem, dem führenden Verband der Schweizer Tech-, Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Kohl hatte zuvor während einer Dreiviertelstunde im Hedinger Werkhofsaal auf Einladung der FDP Hedingen Fakten zur Schweizer Tech-Industrie erläutert. Fakten, die eigentlich zum Basiswissen von Politikerinnen und Politikern gehören sollten – aber es offensichtlich nicht sind. Oder nicht mehr sind. So stellte Matthias Doppler, Vorstandsmitglied der FDP-Ortspartei, in seiner Einführung fest, dass im Moment nicht gerade viel getan werde für den Erhalt der vielen Arbeitsplätze in der Tech-Industrie, «auch von der jetzigen Regierung in Bern nicht». Bürgerliche Politiker bildeten dabei keine Ausnahme, «auch die eigene ‹Klientel› nicht».
BIP-Anteil grösser als von Banken Zunächst also ein paar Fakten, basierend auf Angaben von Swissmem. Die Schweizer Tech-Industrie zählt 325000 Arbeitsplätze. Umsatz: 85 Milliarden Franken. 78% der von den Tech-Firmen produzierten Güter gehen ins Ausland (davon 56% in die EU, 14% in die USA, 19% nach Asien inkl. 7% nach China). Der Anteil an allen Schweizer Exporten macht 24% aus, der Anteil am Schweizer BIP 7%; er ist damit höher als jener der Banken.
Konkrete Beispiele aus der Schweizer Tech-Firmenwelt: 95% aller weltweit produzierten Kugelschreiberspitzen
werden auf Produktionsanlagen der Neuenburger Mikron hergestellt; 50% der Kartonverpackungen weltweit auf Maschinen der Waadtländer Bobst; 100% der Antriebskomponenten der Triebwerke des US-Kampfflugzeugs F/A18 von der Glarner Sauter Bachmann.
Nicht in Coop oder Migros zu kaufen Einer der Gründe, weshalb solche Erfolgsgeschichten nicht viel bekannter sind, hängt mit den Produkten dieser Firmen zusammen. «Man kann sie nicht im Coop oder der Migros kaufen», so Kohl. Es seien oft Maschinen, Investitionsgüter, mit denen Komponenten der Endprodukte hergestellt werden.
Trotz des starken Schweizer Frankens und der Abfolge von Unsicherheiten in den letzten Jahren – Corona, Ukrainekrieg, Energiekrise, Nahost-Konflikt (und jetzt noch der Irankrieg) – hat sich die Branche als äusserst robust erwiesen.
So hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten 20 Jahren nur wenig verändert. Das lässt sich auch am Industrieanteil in der Schweiz ablesen (ohne Bau): Er liegt seit Mitte der 90er-Jahre konstant zwischen hohen 17 und 20%.
In der Eurozone und Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ist er im selben Zeitraum deutlich gesunken.
Wieder mehr Exporte in die EU
Die stark zyklisch geprägte Tech-Industrie konnte im letzten Jahr, trotz der erwähnten Schwierigkeiten, die Exporte sogar wieder leicht steigern, zumindest jene in die EU. Kohl: «Die Tech-Firmen sind sehr agil und reagieren rasch.» Stark rückläufig waren dagegen die Exporte in die USA – vor allem die Folge der Zollpolitik von US-Präsident Trump, so Kohl. Lag der Zollsatz vor der zweiten
Weltspitze, unverzichtbar – und dennoch oft übersehen
«Für viele ist der Wohlstand zum Normalfall geworden, sie wissen nicht, was eine wirkliche Krise ist»: Swissmem-Vizedirektor Jean-Philippe Kohl (links) mit Matthias Doppler, Vorstandsmitglied der FDP Hedingen. (Bild Daniel Vaia)
Trump-Ära bei rund 5%, kletterte er im April 2025 auf 31% (Ankündigung, «Liberation Day»), um auf 10% zu sinken, auf 39% zu steigen («Zollhammer») und wieder auf 15 bzw. 10% zu sinken. Ein weiterer Wechsel ist im kommenden Juli zu befürchten. Gift für exportorientierte Betriebe.
Kohl legte in Hedingen allerdings Wert darauf, «nicht als ‹Trump-Basher›» zu wirken. Dessen am US-HandelsbilanzDefizit aufgehängte protektionistische Zollpolitik sei zwar «Nonsens», aber es habe in der Vergangenheit deutlich schlimmere Entwicklungen gegeben, etwa das von Marx inspirierte Wirtschaftssystem. «Im Vergleich dazu ist das, was Trump macht, Nasenwasser.»
Für die Schweizer Tech-Firmen ist die US-Zollpolitik zwar ein Problem, gemäss einer Swissmem-Umfrage aus dem letzten Herbst aber nicht der grösste Belastungsfaktor. Als «erheblich», «stark» oder «sehr stark» belastend sieht die Schweizer Tech-Industrie in erster Linie den starken Schweizer Franken (73%), gefolgt von der generellen Nachfrageschwäche (68%) und dem Regulie-
rungs- und Bürokratiedruck (57%). Erst danach folgen die erwähnten US-Zölle (57%), auf Platz fünf die Lohnnebenkosten (49%).
Optimistisch und kämpferisch Und wie sieht die Zukunft aus? Die Schweizer Tech-Branche ist offensichtlich durchaus optimistisch bzw. kämpferisch gestimmt. Gemäss einer weiteren Swissmem-Umfrage vom Februar haben 88% der befragten Firmen in den letzten drei Jahren in der Schweiz investiert. Als Gründe für die inländischen Investitionen wurden genannt: die traditionelle Verbundenheit mit der Schweiz (88%), die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte (79%), die vorteilhafte Arbeitsmarktregulierung (75%), der gute Zugang zu Behörden (70%). Damit das so bleibt, so Kohl, müsse man «das eigene Haus in Ordnung halten». Dazu zählen unter anderem die Unabhängigkeit der Nationalbank SNB, die Schuldenbremse des Bundes und das duale Berufsbildungssystem. Letzteres ist mit ein Grund, weshalb Schweizer
MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
Firmen als Ausweg aus der US-Zollkrise kaum zusätzliche Produktionskapazitäten in den USA aufgebaut haben. Grund: Man hätte dort wohl nicht die nötigen Fachkräfte für den Betrieb der Fabriken gefunden.
Kohl machte dazu einen bildhaften Vergleich: «Marco Odermatt fährt Stöckli-Ski. Mit diesen Skiern alleine wird aber niemand automatisch Seriensieger. Es braucht auch jemanden, der damit hervorragend fahren kann.»
Wohlstand als Normalfall Zurück zur eingangs gestellten Frage: Wieso sind die Leistungen und die Bedeutung der Schweizer Tech-Branche nicht viel bekannter, nicht Teil des Allgemeinwissens? Die Kehrseite dieses seit langem anhaltenden Erfolgsmodells sei vielleicht, so Kohl, dass für viele der Wohlstand zum Normalfall geworden sei. Sie hielten ihn für gegeben, hätten nie eine wirkliche Krise erlebt. Anders formuliert: Viele wissen nicht mehr, woher der Wohlstand kommt, wo er geschaffen wird.
Rosé-Festival in Gil Vins Wein-Boutique – Samstag, 6. Juni!
Roséwein ist Sommerliebling, Alleskönner und keine Frage der Farbe, sondern des (Wein-)Stils Roséwein – der Sommerliebling! Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, gehört ein gut gekühltes Glas Roséwein für viele längst zum festen Bestandteil des Sommers. Ob zum entspannten Feierabend auf der Terrasse oder als stilvoller Begleiter eines Wochenendes – Rosé verkörpert Leichtigkeit und Genuss. Mit seiner frischen, spritzigen Art und fruchtigen Noten von Erdbeeren, Himbeeren oder Roten Johannisbeeren sowie feinen blumigen Nuancen trifft er genau den Geschmack der warmen Jahreszeit.
Roséwein – der absolute Alleskönner!
Längst hat sich Roséwein zum absoluten Publikumsliebling entwickelt. Seine Vielseitigkeit macht ihn zum echten All-
rounder: Er passt hervorragend zum klassischen Apéro, begleitet leichte Sommergerichte ebenso souverän wie herzhafte Speisen und überrascht sogar in Kombination mit süssen Desserts. Selbst würzige Gerichte aus der asiatischen Küche profitieren von seiner Frische und Fruchtigkeit. Ob bei der Grillparty, dem romantischen CandleLight-Dinner oder der geselligen LadiesNight – Rosé passt zu jeder Gelegenheit.
Rosé – keine Frage der Farbe, sondern des (Wein-)Stils! Dabei ist Rosé keineswegs eine Frage der Farbe. Von zartem Hellrosa über leuchtendes Korallrot bis hin zu elegantem Kupferton reicht die Palette. Doch die Farbintensität sagt wenig über Qualität oder Geschmack aus. Ent-
scheidend ist vielmehr der Stil des Weins, seine Balance und Aromatik –und natürlich die persönlichen Vorlieben. Wer die Vielfalt dieses Sommerklassikers entdecken möchte, kann dies schon bald tun: Die Vinothek Gil Vins Trouvailles de France an der Affolternstrasse 7 in Hedingen lädt am Samstag, 6. Juni, von 11 bis 15 Uhr zum grossen Rosé-Festival ein. Über 30 verschiedene Roséweine – mit oder ohne Alkohol sowie prickelnde Rosé-Champagner, Schaumweine und sogar Rosé-Gin – stehen zur Degustation bereit – die ideale Gelegenheit, den ganz persönlichen Sommerliebling zu finden. Gil Vins Wein-Boutique
Weitere Informationen sind zu finden auf www.gilvins.ch/Neuigkeiten
Festival im Zeichen des Roséweins am Samstag, 6. Juni, von 11 bis 15 Uhr. (Bild zvg)
Grosse Nachfrage nach Wohnungen und Gewerbeflächen im Brauipark
über die grosse Nachfrage. (Bild ter.)
Schwinger schwer verletzt
Der 5. Gang am traditionellen Unterlandschwinget in Hochfelden endete für Jonas Müller aus Mettmenstetten schmerzhaft
Es geht vorwärts im Brauipark in Affoltern, dem grössten privaten Bauvorhaben in der Region: Der Bezug von 43Eigentums- und 117 Mietwohnungen ist für April 2027 geplant. Die Gewerbeflächen sind inzwischen fast vollständig vermietet.
Noch prägt Handwerk das Geschehen im Brauipark, wo seit Spätsommer 2023 im Westen des Bezirkshauptortes ein neuer Stadtteil entsteht. Und zwar fristgerecht bis im Frühjahr 2027, obschon die Altlastensanierung anfänglich zu Verzögerungen führte – eine Sanierung, die Brauipark-Architekt Erich Leutwyler freiwillig und auf eigene Kosten veranlasst hatte. Dem Spatenstich ging eine lange Vorgeschichte voraus mit aufwendigen Behördenverfahren, konnte aber letztlich ohne Einsprachen gestartet werden. Rund 100 Millionen Franken beträgt das Investitionsvolumen für die drei knapp 30 Meter hohen Baukörper zwischen Industrie- und Obfelderstrasse – dort, wo einst das stattliche Störi-Anwesen mitsamt früherer Holzwollefabrik stand. In drei Baukörpern entstehen gesamthaft 117 Miet- und 43 Eigentumswohnungen. «Sämtliche Eigentumswohnungen sind inzwischen verkauft – an zahlreiche Eigentümer im Ü-55-Alter, die ihre Einfamilienhäuser ihrem Nachwuchs überlassen», sagt Erich Leutwyler.
Stadt Affoltern im Brauipark
Die Mietwohnungen sind zu rund 40 Prozent vermietet, oft an Jüngere, die erst mal mieten – laut Leutwyler keine schlechte Quote ein knappes Jahr vor
Bezug. Zweifel, dass hier ein Leerwohnungsbestand entsteht, gibt es keine. Zur Mieterschaft gehört auch die Stadt Affoltern, die ihre Abteilung Soziales und Gesellschaft in den Brauipark zügelt und dort 486 Quadratmeter Fläche in Anspruch nimmt, weil das inzwischen 20-jährige Stadthaus heute überbelegt ist. Für den Miet-Ausbau wurde ein Kredit von 297000 Franken bewilligt; die jährlichen Mietkosten für die Stadt werden auf zirka 94000 Franken veranschlagt.
Zirka 95 Prozent der 4000 Quadratmeter Gewerbeflächen sind ebenfalls vermietet. Einziehen wird dort ausschliesslich stilles Gewerbe, unter anderem eine Zahnarztpraxis, Orthopädie, Kieferchirurgie, aber auch Herrenmode, eine Kindertagesstätte und ein Kampfsport-Anbieter.
Ein grosse, gegen Süden ausgerichtete Dachterrasse ist für alle nutzbar. «Nachhaltigkeit ist uns neben der Bauweise auch im Bereich der Mobilität ein grosses Anliegen», hält Erich Leutwyler fest. Dazu werden Anreize geschaffen.
So steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern eine automatische Fahrradwaschanlage zur Verfügung. Dazu werden vier E-Bikes kostenlos zur Verfügung gestellt, wofür die hauseigene PV-Anlage Strom liefert. Weil im Sommer Überkapazitäten entstehen, wird der Brauipark dem benachbarten Coop Strom liefern können.
In der Überbauung wird Gemeinschaftlichkeit betont – unter anderem mit kostenlosen Gemeinschaftsräumen für Mieterinnen und Eigentümer. Daneben wird im kommerziellen Bereich ein stundenweise nutzbarer Raum für Gymnastik und dergleichen angeboten.
Am Pfingstmontag organisierte der Schwingklub Unterland auf dem Bauernhof der Familie Bickel in Hochfelden das traditionelle Unterlandschwinget. Drei Jungschwinger des Schwingklubs am Albis traten um Punkt 9 Uhr bei wunderschönem und heissem Frühsommerwetter zum Appell an. 150 Jungschwinger aus den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Thurgau und St.Gallen stiegen in die Zwilchhosen. Bei der Kategorie 2015/2016 beendete Andrin Meier aus Obfelden mit zwei gewonnenen und zwei gestellten Gängen das Fest auf dem 10. Rang. Im Jahrgang 2013/2014 schwang Laurin Meier aus Obfelden mit fünf gewonnenen und einem verlorenen Gang auf den 2. Rang und durfte die schöne Auszeichnung, eine Holzuhr, mit nach Hause nehmen. Gian Buchli aus dem Aeugstertal belegte mit zwei gewonnenen Gängen den 14. Schlussrang. Am Mittag griffen die Aktivschwinger in das Geschehen ein. Vor etwas
Silvan Meier (rechts) im Zweikampf Mann gegen Mann. (Bild Barbara Buchli)
mehr als 1800 Zuschauern stiegen die zwei Schwinger aus dem Säuliamt, Silvan Meier aus Obfelden und Jonas Müller aus Mettmenstetten, in die Zwilchhosen. Silvan beendete das Fest mit zwei gewonnenen und zwei gestellten Gängen auf dem guten 11. Rang. Für ihn ist es die erste Saison bei den Aktiven. Jonas Müller aus Mettmenstetten startete mit drei gewonnenen Gängen grossartig. Leider verletzte sich der Mettmenstetter im 5. Gang schwer. Die Organisatoren wünschen ihm auf diesem Weg von Herzen gute Besserung und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im Sägemehl.
Da der Schwingklub Unterland an den Pfingsten 2027 in Niederweningen das Zürcher Kantonalschwingfest durchführt, findet das nächste Unterlandschwinget erst wieder am Pfingstmontag 2028 statt.
Barbara Buchli
Schattige Wälder und artenreiche Naturschutzgebiete
Via Natura Zürich von Illnau nach Pfäffikon
Seniorinnen und Senioren von Birmensdorf und Umgebung starteten vom Bahnhof Illnau zu einer wundervollen Wanderung. Aus dem Dorf führte der Weg auf freiem Feld zum Naturschutzgebiet Wildert. Es liegt südlich von Illnau und ist als Hoch- und Übergangsmoor sowie Flachmoor von nationaler Bedeutung geschützt. Trotz seiner beeindruckenden Vielfalt und Schönheit sind bis heute Spuren der früheren Nutzung sichtbar: Alte Torfstiche, Gräben und Entwässerungsrinnen haben das Moor verändert. Das Wildert bleibt dennoch ein Lebensraum für seltene Pflanzen wie das Zierliche Wollgras, das Fleischrote Knabenkraut, den Wilden Reis und Tiere wie den Laubfrosch. Nun führte die Route durch den Wald und über freies Feld weiter, bis man oberhalb von Gutenswil an einem Picknickplatz mit Sitzbänken und einer Panoramatafel ankam. Bei klarer Sicht kann man über der Hügellandschaft die Glarner und Schwyzer Berge und Alpen entdecken. Nach dem Mittagessen ging es durch den Wald bis Freudwil. Dann querte man das Dorf und wanderte auf der anderen Seite die Landstrasse hinauf, bevor der Weg rechts abzweigte und in den nächsten Wald führte. Am Waldrand vor Wer-
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Die SeniorenWandergruppe Birmensdorf steht in Freudwil vor einem Kirschbaum. (Bild zvg)
matswil konnte man wieder das Alpenpanorama geniessen. Auf der anderen Seite des Dorfes ging es hinauf zum letzten Waldstück und schon bald erblickte man einen Teil des Pfäffikersees.
Der letzte Abschnitt führte auf der Landstrasse hinunter zum See und am Ufer entlang durch das Naturschutzgebiet bis zum Naturzentrum Pfäffikersee. Bei einem Besuch konnte man die faszinierenden Bewohner kennenlernen und sich über die Entstehung des Schutzgebietes oder über Aktualitäten im Gebiet informieren.
Dölf Gabriel, Wanderleiter
Diesen Samstag: Neuer Summermärt im «aff»
Das Gastro- & Eventlokal «aff» lädt diesen Samstag, 6. Juni, erstmals zum Summermärt ein. Der Markt richtet sich an alle, die Freude an besonderen Fundstücken, kreativen selbst gemachten Produkten und sommerlicher Marktstimmung haben
Am Samstag, 6. Juni, verwandelt sich das «aff» in Affoltern in einen lebendigen Treffpunkt für Marktbegeisterte.
Ob auf der sonnigen Terrasse oder alternativ bei schlechter Witterung im Glashaus: Besucher dürfen sich auf ein vielseitiges Angebot freuen. Von liebevoll gefertigten Unikaten bis hin zu ausgewählten Spezialitäten entsteht ein bunter Mix, der zum Stöbern, Verweilen und Geniessen einlädt.
Vielfältige Stände und Hüpfburg für die Kleinen
Die Nachfrage nach Standplätzen war bereits im Vorfeld erfreulich gross: Ursprünglich waren maximal 15 Marktstände geplant, aufgrund des grossen Interesses präsentieren nun mehr als
20 Ausstellerinnen und Aussteller ihre Produkte am Summermärt. Besuchende dürfen sich unter anderem auf selbst gemachten Schmuck und Dekoartikel, feine Delikatessen ebenso wie auf sorgfältig ausgewählte VintageSchätze freuen.
Für das kulinarische Angebot sorgen die «aff»-Foodstände mit abwechslungsreichen Köstlichkeiten, ergänzt durch erfrischende Drinks an der Bar. Auch für die kleinen Gäste ist mit einer Hüpfburg bestens gesorgt, sodass einem entspannten Ausflug für Gross und Klein nichts im Weg steht. Pointbreak Group
Werner Schneiter
Wohnungen und Gewerbeflächen, verteilt auf drei Baukörper, im Bau: BrauiparkArchitekt Erich Leutwyler freut sich
Sonntag, 7. Juni 2026 17 Uhr
Kasino Vordach Marktplatz 1, 8910 Affolterna.A.
TRIO TIMANI
Eintritt frei, Hutkollekte
Tag der offenen Tür im Naturisten-Gelände in Aeugst Samstag, 6. Juni Sonntag, 7. Juni 2026
10.00 – 16.00 Uhr
Freier Besuch des FKK-Geländes Sonnenbad Schönhalde in Aeugst a.A.
Am Samstag, 10.00 Uhr – 12.00 Uhr bekleidet mit Führung, danach natürlich nackt.
Am Sonntag ganzer Tag ohne Bekleidung, Badetuch als Sitzunterlage mitnehmen. www.sbs-schoenhalde.ch
Im Auftrag zu verkaufen: Ehemalige landwirtschaftliche Liegenschaft in Adliswil
An schöner, ruhiger Hanglage in der Landwirtschaftszone mitten in der Natur steht ein Bauernhaus mit angebauter Scheune zum Verkauf. Das Objekt weist einen erheblichen Gesamtsanierungsbedarf auf.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter:
Lukas Baur, Ing. Agronom FH 8915 Hausen am Albis
Landwirtschaftliche Betriebsberatung und Treuhand
Tel: 041 534 25 80 www.lblb.ch
300 m² Büro an zentralerLage, nähe Bahnhof in Muri zuvermieten. Meldenbei FremoInterdrinkAG, A. Götschmann, 056675 4949
KAUFE AUTOS & WOHNMOBILE
Tel. 079 777 97 79 (Mo–So) auch Busse, Lieferwagen, Jeeps, Geländewagen und LKW. Seriös Schnell CH-Unternehmen
Sammlersucht Schwyzerörgeli undAkkordeon (auchdefekt). SofortigeBarzahlung. M. Mülhauser, 076205 71 71
Fahrstundenauf dich angepasst. Geschaltet und Automat. In Zürich /Säuliamt. RegelmässigVKU in Obfelden. 044760 06 78
Kind undFamilie
Mitdem SSLV Qualitätslabel ausgezeichnete Spielgruppe! Für Kinder ab drei Jahren.Zwergligruppe ab zwei Jahren.RobinsonSpielgruppeauf demBauspielplatz.Elterntreff/zuwa-Gruppe.
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PC Kursefür Senioren in Kleingruppe
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Bewegender Austausch mit einem Holocaust-Zeitzeugen
Markus Blechner schilderte an der Sekundarschule Mettmenstetten die Geschichte seiner Familie
Marcus Weiss
«Es ist nun das fünfte Jahr, in dem wir diese Veranstaltung machen, sie ist schon zu einer festen Tradition geworden bei uns an der Schule», erklärt Erika Bigler, Fachlehrerin an der Sekundarschule Mettmenstetten, bei der Begrüssung des Schreibenden im Singsaal der Schulanlage Wygarten. Eine fast schon körperlich spürbare Spannung liegt in der Luft an diesem sommerlich heissen Donnerstagvormittag vergangener Woche. Gleich wird ein nicht alltäglicher Referent im Singsaal eintreffen, jemand, dessen Familie die Schrecken des Holocaust am eigenen Leibe erfahren musste. Was bisher vor allem ein abstrakter, in seinen Ausmassen und seiner Tragik schwer fass- und begreifbarer Geschichtsstoff war, wird für die Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarschulklassen (A- und B/C-Klassen) in der nächsten Stunde ein konkretes Gesicht erhalten. Markus Blechner, ehemaliger polnischer Honorarkonsul für grosse Teile der Ostschweiz, wird über das bewegende Schicksal seiner jüdischen Familie im Dritten Reich berichten. Darunter ist auch eine Geschichte, die Parallelen aufweist zu jener des durch die Hollywood-Verfilmung «Schindlers Liste» ins kollektive Gedächtnis eingegangenen Industriellen Oskar Schindler.
Vom Aufwachsen in einer Schweiz: Trotz Schweizerdeutsch ein Fremder Zehn Minuten später ist der Saal fast randvoll mit Schülerinnen und Schülern besetzt. Dennoch ist kaum eine Regung zu vernehmen, als Markus Blechner auf
«Ich war das erste polnische Flüchtlingskind, das in der Schweiz geboren wurde.»
Markus Blechner, HolocaustZeitzeuge
der Bühne zu seinen Ausführungen ansetzt. «Ich war das erste polnische Flüchtlingskind, das in der Schweiz geboren wurde», beginnt der Referent seine Geschichte. Er schildert das Wohn-
nach der abschliessenden
chen habe, der er und seine Familie ausgesetzt waren. «Nein, er wollte nicht darüber sprechen, um seine Kinder und Kindeskinder nicht zu belasten», erfuhren die Anwesenden. Dem Zeitzeugen wurde auch die Frage gestellt, was er meine, warum es immer noch Menschen gebe, die Hakenkreuze irgendwo reinritzten oder an Fassaden schmierten. «Es ist heute wieder so eine Stimmung, ausgelöst auch durch den Krieg in Gaza», konstatierte Blechner. Er glaube aber, dass vieles aus Leichtsinn und nicht aus wirklichem Judenhass geschehe, wenngleich er natürlich jedes Mal innerlich zusammenzucke, wenn er so etwas sehe.
Auch ein Betroffener denkt nicht immer so wie erwartet
haus an der Scheuchzerstrasse in Zürich, in dem er zu Hause war, die Schule, den Alltag. Sehr schnell aber merkt man, dass es sich um keine gewöhnliche Kindheit handelt. Es geht um das Aufwachsen in einem Umfeld, das ihn nur schwer akzeptieren wollte. «Ich sprach zwar Schweizerdeutsch, war aber trotzdem ein Fremder, ein Pole, und dazu noch ein Jude», bringt es der heute 85-Jährige auf den Punkt. Aus München waren seine Eltern in die Schweiz gekommen, beide hatten die polnische Staatsangehörigkeit, stammten jedoch ursprünglich aus Galizien, das bis 1918 österreichisch war. Markus Blechner berichtet davon, wie im Jahr 1938, drei Jahre vor seiner Geburt, alle jüdischen polnischen Staatsangehörigen in Deutschland verhaftet und nach Polen abgeschoben wurden, inklusive seiner Familie. Über eine Odyssee, die zwischenzeitlich auch wieder nach München geführt hatte, seien seine Eltern am 22. August 1939, acht Tage vor Kriegsausbruch, mit einem Linienflug-
zeug im schweizerischen Altenrhein gelandet. «Mit dem Zug wäre es zu gefährlich gewesen, aus Deutschland zu fliehen», so die Erklärung für die ungewöhnliche Reiseart.
Schicksal abhängig von Behörden ohne Interesse an Flüchtlingen Im weiteren Verlauf des Vortrags ist von der schweizerischen Fremdenpolizei die Rede, von einer sogenannten «Toleranzbewilligung», von wiederholten Aufforderungen seitens der Behörden, das Land zu verlassen. «Die Situation war überhaupt nicht mit derjenigen der heutigen ukrainischen Flüchtlinge zu vergleichen, die den ‹Status S› innehaben», betont der Referent. Für Emigranten komme die Schweiz nur als Durchgangsland infrage, heisst es in einem Brief der eidgenössischen Fremdenpolizei vom September 1940, aus dem Markus Blechner vorliest. Trotz allem aber habe sein Vater den Krieg hier in der Schweiz überstanden und schliesslich im Jahr 1950 eine Niederlassungsbewilligung erhalten. «Schweizer hat er jedoch nicht werden wollen, denn er war böse auf die Schweiz», lässt der Zeitzeuge sein Publikum wissen. Mehrere Familienmitglieder des Vaters seien von Schweizer Behördenvertretern mit Gewalt in einen Zug zurück nach München gesetzt worden, für seinen Grossvater habe dies die tragische Konsequenz gehabt, dass er vom nationalsozialistischen Regime ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht und dort ermordet wurde.
Die wohl mutigste Aktion seines Lebens nahm sein Vater mit ins Grab Es folgt die nur noch in Bruchstücken rekonstruierbare Geschichte von den gefälschten südamerikanischen Pässen, mit deren Hilfe vermutlich um die dreieinhalbtausend Menschen vor der Schoah gerettet werden konnten. «Ich hatte im Jahr 2015 gerade meine Familiengeschichte aufgearbeitet, als ich in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann traf», erinnert sich Markus Blechner. «Er fragte mich, ob ich von der Sache mit diesen Pässen wisse, was ich verneinte.» Nach intensiven Recherchen und einer Reise nach Jerusalem habe er dann immer mehr von der Sache in Erfahrung bringen können, nicht zuletzt auch,
dass sein 1978 verstorbener Vater Jakob Blechner in die mutige Aktion involviert gewesen war. Das Engagement von Markus Blechner, zu dem der mit beträchtlichem Aufwand verbundene Ankauf der in Israel entdeckten Dokumente aus einem Privatarchiv gehörte, brachte ihm zwei Orden vom Präsidenten der Republik Polen und dem damaligen Kulturminister ein. Wie wir nachträglich vom Referenten erfahren, ist auch beim Staatsbesuch des heutigen polnischen Präsidenten in der Schweiz, der sich mit Markus Blechners Auftritt in Mettmenstetten zeitlich überschnitt, die Aktion mit den Pässen vom polnischen Gast würdigend thematisiert worden.
«Vieles geschieht heute auch aus Leichtsinn»
Der Vortrag Markus Blechners in Mettmenstetten wurde von zwei Fragerunden unterbrochen, die nach anfänglichem Zögern auch rege benutzt wurden. So wollte eine Schülerin vom Referenten wissen, was heutige junge Menschen aus der Geschichte seines Vaters lernen könnten. «Nicht immer alles akzeptieren, was von oben kommt, beispielsweise auch von der Regierung», lautete hier die Antwort. Man müsse lernen, selbst zu denken, und, wenn etwas nicht in Ordnung sei, dagegen aufzustehen. Eine andere Frage war, ob Markus Blechners Vater später über die Verfolgung gespro-
Am Ende seines Referates stand der Zeitzeuge der Schülerschaft noch für persönliche Gespräche zur Verfügung, was eine grössere Gruppe von Schülerinnen nutzte, um noch weitere Fragen zu stellen oder sich auszutauschen. Als es um die Weltpolitik und die Mächtigen unserer Zeit ging, zeigte sich aber auch, dass die Meinung des Gastes nicht deckungsgleich mit den Erwartungen war, die aufgrund seiner Rolle von den Fragestellerinnen in ihn hineininterpretiert worden waren, was kurzzeitig für betretene Gesichter sorgte. Auch dieser Umstand könnte ein spannender Punkt in der weiteren Behandlung des Themas in der Schule sein, der von den Lehrkräften bestimmt noch aufgegriffen werden wird. Am Interesse seitens der Schülerschaft wird es sicher nicht feh-
«Wenn auch in manch einem Fall ‹nur› pubertierende Aufmüpfigkeit dahintersteckt, zeigt es doch, wie wichtig es ist, solche Veranstaltungen zu machen.»
Stefan Urech, Klassenlehrer Mettmenstetter SekBKlasse
len: «Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust sind das Thema, das von der ersten Sekundarklasse an jeweils am meisten interessiert im Geschichtsunterricht», gibt Stefan Urech, Klassenlehrer einer Mettmenstetter Sek-B-Klasse, am Rande des Vortrags zu Protokoll. Umgekehrt habe auch er es schon erlebt, dass in einem seiner Schreibtische ein Hakenkreuz eingeritzt war. «Wenn auch in manch einem Fall ‹nur› pubertierende Aufmüpfigkeit dahintersteckt, zeigt es doch, wie wichtig es ist, solche Veranstaltungen zu machen», so Urechs Fazit.
Referent Markus Blechner (Bildmitte) mit Schülerinnen der Sekundarschule Mettmenstetten
Gesprächsrunde. Halb links im Bild mit hellblauer Bluse Fachlehrerin Erika Bigler. (Bilder Marcus Weiss)
Markus Blechner bei seinem Vortrag an der Sekundarschule Mettmenstetten.
Markus Blechner im Gespräch mit Schülerinnen der Sekundarschule Mettmenstetten.
Ein Blick hinter die Kulissen
Tag der offenen Tür der Zürcherischen Pestalozzistiftung
Die Zürcherische Pestalozzistiftung ist der Wohn- und Schulort für 24 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Bereich Verhalten und Lernen. Das Angebot beinhaltet 18 Wohn- und Schulplätze sowie 6 Tagesschulplätze.
Am Sonntag, 14. Juni, öffnet die Zürcherische Pestalozzistiftung in Knonau von 11 bis 17 Uhr ihre Türen für die Öffentlichkeit und lädt herzlich zum Fest ein. Es erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher und spannender Tag für Gross und Klein. Interessierte erhalten die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu besichtigen, mehr über die Angebote der Institution zu erfahren und einen direkten Einblick in den Alltag zu gewinnen. Für die kleinen Gäste werden verschiedene Posten organisiert und von den Kindern und Jugendlichen der Institution ange-
Wohn- und Schulort für 24 Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Bereich Verhalten und Lernen: die Zürcherische Pestalozzistiftung. (Bild zvg)
Album-Taufe der Celtic Treasures
Stimmungsvolle keltische Folk-Musik mit mehrstimmigem Gesang auf Irisch-, Schottisch-Gälisch und Englisch
Eine Schatztruhe voller keltischer Magie: Celtic Treasures taufen ihr neues Album live am Samstag, 6. Juni, von 19.30 bis 22 Uhr im Brister, der alten Brennerei, an der Albisstrasse 8 in Mettmenstetten. Mystische Klänge, uralte Legenden.
Keltische Musik in authentischer Form geniessen Celtic Treasures feiern ihr erstes eigenes Album mit einem atmosphärischen Konzertabend im «Brister» in Mettmenstetten. Die Schweizer Band präsentiert stimmungsvolle keltische Folk-Musik mit mehrstimmigem Gesang auf Irisch-, Schottisch-Gälisch und Englisch. Wer sich eine musikalische Auszeit vom Alltag wünscht und keltische Musik in ihrer authentischen Form geniessen möchte, ist bei dieser AlbumTaufe genau am richtigen Ort. Das Konzert findet im Restaurant Brister statt und eignet sich ideal, um den Abend mit einem gemütlichen Abendessen einzu-
läuten und anschliessend in die keltische Klangwelt von Celtic Treasures einzutauchen. Im Ticketpreis ist ein Willkommensgetränk inbegriffen und auf Wunsch kann ein Tisch fürs Abendessen direkt beim «Brister» reserviert werden. Vorbeikommen und sich kuli-
narisch und musikalisch verwöhnen lassen.
Celtic Treasures
Tickets: www.eventfrog.ch/celtictreasures Infos über die Band: www.celtic-treasures.com
Literarische Reise mit blauem Koffer
Das Trio Flyrik mit einem neuen Programm in Aeugst
Im Zentrum des Programms steht die Geschichte «Der blaue Koffer» von Otto Dürst, die den Ausgangspunkt für eine vielschichtige musikalisch-literarische Reise bildet. Weitere Texte stammen von Goethe, Fontane, Uhland, Chamisso und
Morgenstern. Der Rezitator Marco Caduff führt durch die Texte, getragen und eingerahmt von Klaviermusik von Ingrid Naef, die klassische Werke, eigene Kompositionen und Improvisationen spielt. Felix Naef gestaltet Technik und Licht und schafft damit die Atmosphäre, in der Sprache und Musik miteinander verschmelzen, sodass eigentliche TextKlang-Licht-Collagen entstehen. Die Texte zeigen unterschiedliche Facetten: Nachdenkliches, Witziges, Fantastisches, Absurdes, Schönes.
Sprache, Musik und Imagination
Ingrid und Felix Naef wirkten bereits in mehreren «Opernhausen»-Produktionen mit, die sonore Stimme von Marco Caduff kennt man von Radio Swiss Classic und von verschiedenen Hörbüchern. «Der blaue Koffer» ist das siebte Programm des Trios. Das Programm ist eine Einladung, sich auf eine Reise zwischen Sprache, Musik und Imagination einzulassen.
Eintritt frei, Kollekte. Platzreservierung: ingrid.naef@naefcom.ch oder 0794851115
leitet; Spiel und Spass stehen da im Vordergrund. Ein wichtiger Bestandteil des Tages ist der persönliche Austausch. Die Schüler und alle Mitarbeitenden stehen für Fragen, Gespräche und Informationen gerne zur Verfügung. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Getränke, Grillspeisen und Desserts werden angeboten. Der Tag der offenen Tür richtet sich an Familien, Interessierte, Eltern sowie alle, die die Institution näher kennenlernen möchten. Besuchende können die Gelegenheit nutzen, hinter die Kulissen zu schauen, neue Kontakte zu knüpfen und einen spannenden Tag in angenehmer Atmosphäre zu verbringen. Die Zürcherische Pestalozzistiftung freut sich auf zahlreiche Interessierte.
OK Tag der offenen Tür
Hedingen gestaltet sein
Zentrum für morgen
Einladung zur Informationsveranstaltung
Am Samstag, 6. Juni, lädt die Gemeinde Hedingen zu einer weiteren Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Zentrumsplanung ein. Von 9 bis 12 Uhr informiert die Gemeinde im Schachensaal über den aktuellen Stand des Projekts, die geplante Erschliessungsstrasse und die baulichen Rahmenbedingungen für das neue Zentrum.
Information, Diskussion und Imbiss Im Mittelpunkt der Zentrumsplanung steht ein autofreier Dorfplatz am Bach. Mit Schatten spendenden Bäumen, Sitzgelegenheiten und angrenzenden Gastronomie- und Gewerbenutzungen soll im Herzen des Dorfes ein lebendiger Ort der Begegnung entstehen. Ergänzt wird das Vorhaben durch rund 140 durchmischte, altersgerechte und bezahlbare Wohnungen sowie das neue Zentrum Juventus mit Dienstleistungen und Ge-
meindehaus. Eine zentrale Voraussetzung für diese Entwicklung ist die Erschliessungsstrasse. Diese führt von der Alten Zwillikerstrasse entlang der Bahnlinie zum Bahnhof und erschliesst so die neuen autoarmen Wohnquartiere. Mit der Zentrumsplanung stärkt Hedingen sein lokales Gewerbe, seine Steuerkraft und seine Attraktivität als nachhaltiger Wohn- und Lebensort. Der Gemeinderat und die Fachplanenden informieren am Samstag, 6. Juni, von 9 bis 12 Uhr im Schachensaal Hedingen über den aktuellen Projektstand und laden die Bevölkerung zur Diskussion ein. Im Mittelpunkt stehen die Änderung des Verkehrsrichtplans sowie die Sonderbauvorschriften (Zone +) für das neue Zentrum. Im Anschluss sind alle zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
Gemeinde Hedingen
Abschiedskonzert der Chorleiterin
Mit grosser Dankbarkeit und auch etwas Wehmut blicken die Chorsängerinnen und Chorsänger des Chors Obfelden auf das bevorstehende Abschiedskonzert ihrer langjährigen Chorleiterin Angela Bozzola. Nach sehr vielen Jahren engagierter, herzlicher und inspirierender Chorleitung wird sie zum letzten Mal mit dem Chor auf der «Bühne» stehen. In all diesen Jahren hat sie den Chor nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich geprägt. Mit Geduld, Begeisterung und unermüdlichem Einsatz liess sie die Sängerinnen und Sänger die Freude am gemeinsamen Singen immer wieder neu erleben. Unvergessen bleibt auch ihr Credo, an das sie stets mit einem Schmunzeln erinnerte: mit lachenden Augen zu singen, denn das verbessere den Klang, ein freundliches Gesicht zu zeigen und den Blick ins Publikum zu richten, statt starr in die Noten zu schauen. Diese Haltung prägte die Auftritte und verlieh dem Chor eine besondere Ausstrahlung. Für dieses letzte Konzert haben die Sängerinnen und Sänger ihre persönlichen Lieblingslieder
ausgewählt. Das abwechslungsreiche Programm umfasst Melodien aus Musicals, Schweizer Liedgut sowie Werke aus der klassischen Chorliteratur – Musikstücke, die den Chor über viele Jahre begleiteten und mit vielen Erinnerungen verbunden sind. Besonders bereichert wird das Konzert zudem durch die musikalische Unterstützung von Akkordeon, Gitarre, Blockflöte, Bratsche und Angklung. Diese vielfältigen Klänge verleihen dem Abend einen festlichen und zugleich sehr persönlichen Charakter. Mit diesem Konzert möchten die Sängerinnen und Sänger ihrer Chorleiterin Angela Bozzola von Herzen Danke sagen: für ihre Leidenschaft, ihre Hingabe und die unzähligen musikalischen Momente, die sie dem Chor schenkte. Ihr Wirken wird weit über dieses Abschiedskonzert hinaus in den Herzen der Singenden nachklingen.
Theresa von Siebenthal, Chor Obfelden Konzert am Samstag, 6. Juni, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Obfelden, anschliessend Apéro
Der Chor Obfelden wird seine Chorleiterin Angela Bozzola vermissen. (Bild zvg)
Die Celtic Treasures feiern ihr erstes eigenes Album. (Bild Celtic Treasures)
Talente und Fertigkeiten stehen im Vordergrund
Kindermusical-Aufführung am kommenden Sonntag in Ottenbach
In den Frühlingsferien fand in Hedingen wieder eine Kindermusicalwoche der Kirchgemeinde Knonauer Amt statt. Unter der Leitung von Andrea Kobi, Anette Bodenhöfer und Ilona Stirnimann probten 20 Kinder schwungvolle, fröhliche Lieder und entwickelten gemeinsam kleine Shows mit Tanz, Zaubertricks, Akrobatik und Theaterszenen. Die erste Aufführung fand bereits zum Abschluss der Musicalwoche in Hedingen statt, am kommenden Sonntag gibt es in der Ottenbacher Kirche eine zweite Aufführung mit einem lebendigen und bunten Programm.
Die Musicalwoche wurde zum dritten Mal durchgeführt, im letzten Jahr war es ein Musiktheater zum Thema «Bewahrung der Schöpfung», im Jahr zuvor eine Geschichte für Frieden und Gemeinschaft. In diesem Jahr standen Talente und Fertigkeiten im Vordergrund, die die Kinder in der Musicalwoche einübten. Die Freude, mit der die Kinder die gemeinsamen Lieder gesungen und ihre Shows präsentiert haben, hat das Publikum begeistert.
Am Sonntag, 7. Juni, gibt es nochmals eine Gelegenheit, die Aufführung in Ottenbach zu erleben. Grosse und kleine Gäste sind herzlich willkommen!
Reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt
Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr Kirche Ottenbach
Günstiger Strom vom Nachbarsdach –LEG Bonstetten machts möglich
Informationsanlass zu lokalen Elektrizitätsgemeinschaften am Mointag, 8. Juni, im Gemeindesaal Bonstetten
Übersicht und Status der 13 LEG-Zonen in Bonstetten. (Bild zvg)
Was wäre, wenn der Solarstrom vom Dach des Nachbarn direkt in die eigene Steckdose fliessen könnte – günstiger als bisher und ohne grossen Aufwand? Genau das wird jetzt Realität. Seit Januar 2026 ermöglicht das revidierte Schweizer Stromversorgungsgesetz sogenannte Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG): Solarstrom-Produzierende und Strom-Konsumierende im gleichen Quartier tauschen ihren Strom lokal aus – einfach, direkt und günstig. In Bonstetten sind 13 LEG-Zonen geplant, je eine pro Trafokreis. Der gemeinnützige Verein solarbonstetten übernimmt deren Verwaltung – kostenlos und ehrenamtlich. Wer Strom be-
zieht, spart in den Quartalen 1 und 4 bis zu 23 Prozent (rund 6 Rappen pro kWh) gegenüber dem EKZ-Standardtarif. Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, erhält mit 12 Rp./kWh rund 3 Rappen mehr pro kWh als bei der aktuellen Netzeinspeisevergütung des EKZ inklusive Herkunftsnachweise (HKN). Und ist besser vor den wohl bald herrschenden Schwankungen auch bei den Einspeisepreisen geschützt. Am Montag, 8. Juni, um 19.30 Uhr informieren die Energiekommission Bonstetten und der Verein solarbonstetten im Gemeindesaal Bonstetten über alles Wissenswerte rund um die Bonstetter LEG: Wie funktioniert das Modell, wie tritt man bei und wer kann mitma-
Soul it up and keep it groovin’
Trio Timani am 7. Juni in Affoltern
Timani ist ein Trio aus Zürich mit souliger Powerstimme (Timani Reiser), Gitarre (Reto Della Torre) und Bass (Tito). Für den extra Groove setzen sie ihre eigenen Beats live ein, sodass jeder Song einen unverwechselbaren Sound be-
kommt. Die Band liebt Soul, Blues und Funk. Sie spielen Covers und interpretieren diese auf ihre eigene Weise, soulig groovig und manchmal mit kubanischem Flair, aber immer frisch und lebendig. Daneben spielen sie auch wenige eigene Songs. Timani spielt hauptsächlich an Events, wie Hochzeiten, Firmenanlässen oder Apéros. Sie verstehen es, sich perfekt der Stimmung anzupassen: Dezent und gefühlvoll im Hintergrund oder energiegeladen, wenn es Zeit ist, die Tanzfläche zu füllen. Mit Leidenschaft und Spielfreude bringen sie Musik, Emotionen und Lebensfreude direkt auf die Bühne. Ihr Motto lautet: Soul it up and keep it groovin’. Werner Meienberg, Kultur Affoltern
Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr; Kultur am Platz. Konzert mit dem Trio Timani unter dem Vordach des Kasinos Affoltern. Der Eintritt ist frei, Hutkollekte
Wohnbaugenossenschaften: Wohnen jenseits des Marktes
Wohnbaugenossenschaften sind eine bewährte Antwort auf steigende Mieten und Wohnungsnot. Ihr Grundgedanke: Wohnraum ist kein Renditeobjekt, sondern ein Grundbedürfnis, das gemeinschaftlich organisiert wird. Ein zentrales Merkmal ist die Kostenmiete. Im Unterschied zur Marktmiete, die sich nach Angebot, Nachfrage und Renditeerwartungen richtet, basiert sie auf den tatsächlichen Kosten:
• Bau- und Finanzierungskosten
• Unterhalt und Sanierungen
• Betriebskosten
• Rückstellungen für Erneuerungen
• Verwaltung
Eine Gewinnmarge für externe Eigentümer entfällt. Dadurch bleiben Mieten langfristig stabil und meist deutlich günstiger als auf dem freien Markt. Wohnbaugenossenschaften beruhen auf sechs Grundprinzipien:
• Selbsthilfe: Mitglieder schaffen und erhalten Wohnraum gemeinsam.
• Selbstbestimmung: Entscheidungen werden demokratisch getroffen.
• Selbstverantwortung: Jedes Mitglied trägt Verantwortung für Gemeinschaft und Liegenschaften.
• Selbstverwaltung: Organisation durch gewählte Gremien aus der Mitte der Mitglieder.
• Solidarität: Ausgleich zwischen unterschiedlichen Lebenslagen.
• Spekulationsentzug: Wohnraum wird dem Immobilienmarkt entzogen und bleibt dauerhaft im Bestand.
Vorteile von Genossenschaften
Genossenschaften bieten nicht nur günstigen Wohnraum, sondern auch ge-
sellschaftlichen Mehrwert:
• stabile und faire Mieten
• langfristige Planungssicherheit
• soziale Durchmischung statt Verdrängung
• Mitbestimmung im Wohnalltag
• nachhaltige Bau- und Bewirtschaftungsformen
• starke lokale Verankerung
Für Städte und Gemeinden sind sie ein wichtiges Instrument einer sozialen Wohnpolitik. Kommunen sollten Wohnbaugenossenschaften gezielt fördern und aktiv unterstützen. Wohnbaugenossenschaften sind mehr als Wohnanbieter. Sie verbinden Wohnen mit Gemeinschaft:
• demokratische Mitgliedsstrukturen
• gemeinschaftliche Räume und Projekte
• oft generationenübergreifendes Wohnen
• langfristige, nicht spekulative Strategie
Wohnbaugenossenschaften zeigen: Wohnen kann solidarisch, demokratisch und nachhaltig organisiert werden. Sie entziehen Wohnraum teilweise der Spekulation und stärken damit soziale Stabilität. Gerade in Zeiten angespannter Wohnungsmärkte sind sie ein zukunftsweisendes Modell zwischen Markt und Gemeinwohl. Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Ware – darauf kann niemand verzichten. Einen Einblick in das Genossenschaftswesen erhalten Sie am Samstag, 6. Juni, von 15.15 bis 17 Uhr in der Siedlung Bahoge im Hedingerfeld, Alte Hedingerstrasse 67.1 (Gemeinschaftsraum) in Affoltern am Albis (öffentliche Veranstaltung).
Stefan Kessler, Grüne Bezirk Affoltern
Siedlungsvögel in Knonau entdecken
chen? Die LEG Sonnenhalde wird als erste LEG-Zone bereits in Kürze starten. Im Anschluss lädt ein Apéro zum persönlichen Austausch ein. Willkommen sind alle Interessierten aus der Region. Wer in Bonstetten wohnt und nicht am Anlass teilnehmen kann, meldet sich direkt an unter www.leg-bonstetten.ch –und profitiert, sobald die eigene LEGZone aktiviert ist.
Je mehr mitmachen, desto eher erfolgt die Gründung.
Energiekommission Bonstetten
Montag, 8. Juni 2026, 19.30 Uhr, Gemeindesaal Bonstetten. Eintritt frei, mit Apéro. www.leg-bonstetten.ch
Knonau ist nicht nur Lebensraum für Menschen, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort für Vögel. Doch viele der heimischen Arten wie der Mauersegler, die Mehlschwalbe oder der Haussperling stehen unter Druck. Wo finden sie noch Nistplätze? Wo gibt es genug Insekten als Nahrung?
Ein Mauersegler. (Bild Vogelwarte Sempach)
Führung durch Ornithologen Die beiden Ornithologen Lukas Scheidegger von der Vogelwarte Sempach und Michel d’Hollosy von NVBA/Ornis SäuliamtgebeneineFührung.Feldstechermüssen selber mitgebracht werden. Ausserdem werden wetterangepasste Kleidung und gutes Schuhwerk empfohlen. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, wird aus organisatorischen Gründen um eine Anmeldung gebeten an folgendes E-Mail: gemeinde@knonau.ch (bitte Name und Anzahl Personen angeben). Nathanaël Wenger und LEK-Kommission
Samstag, 6. Juni, 10 bis 11.30 Uhr, Treffpunkt bei Treppe Stampfisaal, Knonau
Kindermusicalwoche
2026. (Bild Ilona Stirnimann)
Timani Reiser ist mit ihrer souligen Powerstimme die Lead-Sängerin der Band Timani aus Zürich. (Bild zvg)
Erster Elite-Sieg für Cedric Graf
Erfolgreiche Säuliämtler am Pfingstrennen in Ehrendingen und auf der offenen Rennbahn
Martin Platter
Am 46. Pfingstrennen am Pfingstmontag in Ehrendingen bei Baden überraschte Cedric Graf sich selbst und die gesamte Konkurrenz mit seinem ersten Triumph als Elite-Fahrer. Nach einem taktisch klug gefahrenen Finale erreichte der Ottenbacher das Ziel solo mit sieben Sekunden Vorsprung auf seinen letzten Begleiter Melk Zumstein und über zwei Minuten vor der ersten Verfolgergruppe, die im Spurt von Joel Iten gemeistert wurde.
«Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft, zumal es im Rennen sehr heiss war. Als Teamtaktik war zwar geplant, dass wir ab Rennhälfte angreifen», freute sich Graf nach dem Rennen. Zunächst hatte sich jedoch eine Gruppe mit 14 Fahrern abgesetzt, die aber wieder gestellt wurde. Erst dann griff die erwähnte Teamtaktik. Unter dem Tempodiktat von Q36,5-Amacx wurde die Spitzengruppe so lange ausgedünnt, bis nur noch Zumstein und Graf das Rennen anführten. «Im Sprint hatte Melk keine Chance, er versuchte nicht mal zu kontern», stellte Graf fest, dem der Sieg viel bedeutet. Bereits 2021 konnte er das Pfingstrennen gewinnen.
Er war nicht der Einzige, der an diesem Abend zufrieden sein konnte. Mit GP-Osterhas-Sieger Dennis Flückiger, der im Sprint Zweiter wurde, beendete noch ein weiterer Radrennclub-Amt-Fahrer bei den U19 das Pfingstrennen auf einem Podestplatz. Joris Kübler verpasste als Vierter im Sprint der U17 das Podium knapp. Aber immer noch besser als Nils
Graf bejubelt seinen ersten Elite-Sieg am Pfingstrennen in Ehrendingen.
Graf, der im Sprint unsanft angerempelt wurde und stürzte, dabei glücklicher-
sogleich die Führung hinter Schrittmacher Dino Rey. (Bild Martin Platter)
weise aber nur Schürfungen und Frust erlitt.
Auch auf der Rennbahn erfolgreich
Einen Tag später doppelte Cedric Graf auf der offenen Rennbahn in ZürichOerlikon nach. Bei seinem ersten DernyRennen lief der 20-Jährige hinter Schrittmacher Dino Rey abermals zu Hochform auf. Ohne zu zögern, übernahm Graf im ersten Lauf sogleich die Führung und musste sich schliesslich nur dem wesentlich erfahreneren Alex Vogel geschlagen geben. Den zweiten Lauf dominierte der deutsche Europameister Moritz Augenstein, nachdem dieser im ersten Durchgang noch durch technische Probleme an der Maschine seines Schrittmachers ausgebremst worden war. Zweiter wurde Vogel, der sich damit den Gesamtsieg holte, vor Graf. Dass es auch anders laufen kann, erlebt derzeit Elia Felsberger, der vom Sturzpech verfolgt wird und dem auch auf der Rennbahn das Rennglück nicht mehr treu ist. Auch der Zwilliker hatte am Dienstag seinen ersten Derny-Einsatz. Doch ausgerechnet die Maschine seines Schrittmachers Noah Obrist erlitt gleich zweimal einen Defekt. So blieb Felsberger chancenlos. Cedric Graf hofft nun, dass sein Lauf noch eine Weile anhält. Morgens in seinem angestammten Beruf als Fahrradmechaniker zu arbeiten und
nachmittags zu trainieren oder sich zu erholen, hat sich als erfolgversprechende Losung herausgestellt. Sie ist aber finanziell nur möglich, da er noch zu
«Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft, zumal es im Rennen sehr heiss war. Als Teamtaktik war zwar geplant, dass wir ab Rennhälfte angreifen.»
Cedric Graf, Radrennfahrer
Hause wohnt. Diese Woche bestreitet er mit seinem Team Q36,5 ab Donnerstag bis Sonntag die Oberösterreich-Rundfahrt. Am letzten JuniWochenende folgen die Schweizer Strassenmeisterschaften. «Danach muss ich als Betriebssoldat in die Rekrutenschule in Brugg einrücken», sagt der Ottenbacher. Da er letztes Jahr aus der Nationalmannschaft ausgeschieden ist, darf er keine Sport-RS machen. Dennoch hofft er, genügend trainieren zu können. Sein Ziel bleibt der Übertritt zu den Berufsfahrern.
Sie massen sich mit insgesamt 440 Nachwuchsschwingern
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlich warmen Temperaturen reisten am frühen Samstagmorgen neun Jungschwinger des Schwingklubs am Albis nach Ebnat-Kappel ans St.Galler Kantonale Nachwuchsschwingfest. Insgesamt 440 Nachwuchsschwinger standen bereit, um ihr Können im Sägemehl unter Beweis zu stellen und sich mit starken Leistungen zu messen. Die motivierten Athleten zeigten vollen Einsatz und kämpften engagiert um jeden Gang.
In der Kategorie der jüngsten Teilnehmer überzeugte Ramon Ehrler mit einer starken Tagesleistung. Mit fünf gewonnenen Gängen erkämpfte er sich den hervorragenden Schlussrang 4a und
durfte sich verdient über den begehrten Zweig freuen. Weniger nach Wunsch verlief das Fest für Andrin Meier. Trotz grossem Einsatz konnte er zwei Gänge für sich entscheiden und belegte damit den Schlussrang 16d.
In der Kategorie 13/14 zeigte Laurin Meier einen starken Wettkampf. Mit fünf gewonnenen Gängen erreichte er den ausgezeichneten Schlussrang 3 und durfte ebenfalls den Zweig entgegennehmen. Auch der Maschwander Livio Ehrler durfte sich über Eichenlaub freuen. Er klassierte sich auf dem Schlussrang 12a. Für Marc Ehrler reichte es diesmal knapp nicht für eine Auszeichnung. Mit zwei gewonnenen Gängen
belegte er den Schlussrang 16. Auch Gian Buchli aus dem Aeugstertal blieb ohne Zweig. Mit einem gewonnenen Gang klassierte er sich auf dem Schlussrang 22c.
In der Kategorie der Ältesten zeigten Juri Röllin, Milos Styrsky und Silvan Meier grossen Kampfgeist und gaben ihr Bestes. Trotz engagierter Leistungen reichte es für die drei Athleten diesmal leider nicht für das begehrte Eichenlaub.
Insgesamt dürfen die Jungschwinger auf ein gelungenes Schwingfest bei besten Bedingungen zurückblicken.
Michalea Meier
Insgesamt dürfen die Ämtler Jungschwinger auf ein gelungenes Schwingfest zurückblicken. (Bild Michaela Meier)
Auch auf der Rennbahn übernimmt der Ottenbacher Cedric Graf
Cedric
(Bild René Graf)
WB steht mit leeren Händen da
mit
Kaspar Köchli
Mit Hochspannung wurde dem letzten 1.-Liga-Spieltag entgegengefiebert. Leader YF Juventus (70 Punkte) hatte bereits frühzeitig und in bestechender Manier das erste der drei begehrten Aufstiegsspiel-Tickets gelöst. Aber wer würde aus dem Trio Wettswil-Bonstetten (59 Punkte), Taverne (59) und Tuggen (58) leer ausgehen? Um Rechenspielen zuvorzukommen, wollten die Ämtler – zuletzt beim 8:0 (!) gegen Schaffhausen in einem Torrausch – ihre Partie auswärts gegen das fünftplatzierte Dietikon unbedingt gewinnen. Die Limmatstädter ihrerseits verloren vor Wochenfrist gegen Eschen/Mauren unglücklich 1:2, worauf ihr Trainer Daniel Tarone konsterniert meinte: «Was wir für Chancen vergeben haben, da war ich wirklich sprachlos.»
Dietikon wirbelt
Die Zuschauer rieben sich die Augen. Nicht das ambitionierte WB, sondern Dietikon, dem es um nichts mehr ging, zündete den Turbo – und belohnte sein Startfurioso mit dem sehenswerten Führungstor durch Noah Behringer. WB, unsanft geweckt, begann nach einer Viertelstunde zu funktionieren. Und gelangte nach einem Eckball und späterem Freistoss zu zwei vielversprechenden Gelegenheiten. Handkehrum setzte Dietikons auffälligster Akteur, Diego Lobo, seinen Schlenzer nur um Zentimeter am Pfosten vorbei. Dann folgte, eine halbe Stunde war inzwischen gespielt, der eher überraschende 1:1-Ausgleich. Marc
Figueiredos fulminanter Freistoss parierte Keeper André Imfeld, gegen das Nachgeschoss von Veljko Vukasinovic war allerdings kein Kraut gewachsen. Dietikon liess sich keinesfalls beirren und kam einem zweiten Erfolg nahe. Am ehesten, als es einen Treffer bereits bejubelte, der Schiedsrichter jedoch nach Intervention seines Assistenten auf Offsideposition entschied. WB durfte unter dem Strich froh sein, mit einem 1:1 in die Pause zu gehen. Bei den anderen, gleichzeitig stattfindenden, relevanten Spielen führte Tuggen 2:0 und Taverne lag zurück, WB war in der aktuellen Zwischentabelle Dritter und somit immer noch auf Kurs.
WB fehlt Durchschlagskraft
Die Hälfte zwei begann wie ein Feuerwerk. Zuerst powerte WBs Gabriel Di Battista auf der Seitenbahn nach vorn und passte zur Mitte, wo Figueiredo um einen Schritt zu spät kam. Im unmittelbaren Konter zwang Lobo den WB-Keeper Luca Thaler zu einer glanzvollen Parade. Später war die Reihe wieder an den Ämtlern. Flavio Peters Schuss wie auch jener von Nicolas Stettler landeten in den sicheren Fängen Imfelds. Und plötzlich lag der Gastgeber vorne. Er spielte sich auf dem linken Korridor blitzschnell nach vorne und in der Mitte veredelte Valdrin Dalipi den Angriff hechtköpfelnd zum Tor. WB war geschockt und fand keine überzeugende Antwort. Und nach einem katastrophalen Fehler im Spielaufbau konnte Mattia Rosolen mutterseelenallein auf Thaler losziehen. Er liess die Ämtler mit seinem
Fehlschuss am Leben. Zehn Minuten vor Schluss schlug es dennoch ein, als Lobo seinen herausragenden Auftritt mit dem 3:1 krönte. Der Stecker war den Ämtlern jetzt gezogen, auch wenn Flavio Peter in der Nachspielzeit mit seinem 22. Saisontreffer, einem Handspenalty, schimmernde Hoffnung zurückbrachte. Wenig später wurde der abwechslungsreiche Match abgepfiffen und WB stand als Verlierer da. Und das auch im Aufstiegskampf, weil Taverne sich mittels Remis noch an WB vorbeischieben konnte. Bitter für die Ämtler, nach der gesamthaft hervorragenden Rückrunde, die Meisterschaft als Vierter abzuschliessen. In dieser kapitalen Saisonschlusspartie fehlte es dem FCWB an Durchschlagskraft – womöglich auch aufgrund der Nervosität –, um wenigstens
«Am Schluss fehlt ein Punkt für die Aufstiegsspiele. Das ist bitter, 59 Punkte haben historisch immer gereicht. Es überwiegt nun aber der Dank an die Mannschaft, auf die ich stolz bin.»
Hesam Mirzai, FCWB-Trainer
einen Punkt «heimzubringen». Zu erwähnen ist unbedingt, dass die Limmatstädter es den Ämtlern mit ihrem unerschrockenen und mutigen Auftritt
Keine Punkte vom oberen Zürichsee
3. Liga, Gruppe 1: FC Lachen/Altendorf 2 – FC Affoltern 4:1 (2:0)
Das Fanionteam war nach den enttäuschenden Resultaten der vergangenen Wochen gefordert, eine Reaktion zu zeigen. Die Auswärtspartie in Lachen versprach jedoch, keine einfache Aufgabe zu werden, hatten die Gastgeber doch ihre letzten beiden Spiele erfolgreich gestalten können. Entsprechend engagiert startete das Heimteam in die Begegnung. Die Elf von Bär/Lombardi schien gedanklich – wie so oft in dieser Rückrunde – noch nicht auf dem Platz zu sein, als es bereits nach nicht einmal drei Minuten erstmals hinter Aegerter einschlug. Die Gäste fanden
nicht ins Spiel, verloren zu viele Zweikämpfe, spielten ungenaue Pässe und waren stets einen Schritt zu spät. Sinnbildlich dafür war auch das zweite Tor der Lachener kurz nach der Pause. Nach einem Ballgewinn in der Nähe des eigenen Strafraums schaltete das Heimteam blitzschnell um und spielte den Konter eiskalt zu Ende. Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste in Blau endlich eine ansprechendere Leistung. Es gelangen mehrere Ballstafetten, und mit zunehmender Spieldauer gewann man an Sicherheit im Ballbesitz. Im letzten Drittel
fehlte jedoch weiterhin die nötige Entschlossenheit.
So musste ein Standard für den Anschlusstreffer sorgen: Döttling brachte einen Eckball mustergültig zur Mitte, wo Milicic goldrichtig stand und zum 2:1 einköpfen konnte.
Von diesem Moment an entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch. Das Spiel blieb bis in die Schlussphase hinein spannend. Kurz vor Schluss kam jedoch ein Lachener knapp ausserhalb des Strafraums zu Fall. Den fälligen Freistoss verwandelte das Heimteam sehenswert zur Vorentscheidung.
schwer machten und sie immer wieder vor Probleme stellten.
«Enttäuschung, aber vor allem Stolz» Dietikon-Keeper André Imfeld, in der Endphase stark gefordert, meinte: «Wir kamen sofort gut in die Partie und konnten vorlegen. Schlussendlich gewannen wir meines Erachtens verdient, auch wenn es am Ende noch eng wurde.» WBTrainer Hesam Mirzai, dessen Rücktritt bereits seit einiger Zeit feststand, gab Auskunft: «Die Enttäuschung ist riesig. Der Match war für unsere Verhältnisse schlecht. Der Druck, den wir uns selber aufbauten, war gross. Unbedingt wollten wir die sensationelle 32-PunkteRückrunde mit Aufstiegsspielen krönen. Wir schafften es leider nicht, den Druck in eine positive Leistung umzuwandeln. Im Gegenteil: Wir wirkten teils gehemmt. Unser Gegner machte es aber auch gut, spielte befreit auf und warf alles in die Waagschale. Damit kamen wir nicht zurecht und verloren verdient.» Und Mirzai fügte bilanzierend hinzu: «Am Schluss fehlt ein Punkt für die Aufstiegsspiele. Das ist bitter, 59 Punkte haben historisch immer gereicht. Es überwiegt nun aber der Dank an die Mannschaft, auf die ich stolz bin. Dankbar bin ich dem gesamten Verein für die schöne Zeit mit vielen Highlights, auch neben dem Rasen.»
In der Nachspielzeit tauchten die Gastgeber nochmals allein vor dem Tor auf und stellten mit dem 4:1 den Endstand her. Unter dem Strich war die gezeigte Leistung in allen Belangen ungenügend. Für das kommende Heimspiel – das Derby gegen Wettswil – wird eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein. Nur wenn die Mannschaft zwei bis drei Gänge höher schaltet, wird sie die Chance haben, wieder etwas Zählbares mitzunehmen.
Kevin Aegerter
Veljko Vukasinovic (verdeckt) erzielt
seinem 14. Saisontreffer WBs 1:1-Ausgleich. (Bild Kaspar Köchli)
Endschiessen Armbrustschützen Zwillikon
Am vergangenen Pfingstsamstag, 23. Mai, haben die Jugendlichen das Endschiessen bei wunderbarem Wetter geschossen. Bevor das Schiessen begonnen hatte, konnten die Kinder den Gabentempel mit den schönen Preisen und den Pokalen bestaunen. Somit stieg die Anspannung der Kinder schon vor dem Schiessen, da einige unter ihnen schon von Anfang an wussten, welchen Preis sie gerne hätten. Ebenfalls ging es auch dieses Jahr wieder um das heiss begehrte Goldvreneli! Schiessprogramm: 2 Probe, 10 Schuss Einzel, auf die Zehner –Scheibe. In drei Durchgängen haben total 23 Kinder geschossen.
Nach dem Schiessen der Jugendlichen konnten die Erwachsenen auf der legendären Apfelscheibe ihr Können unter Beweis stellen. Dies wurde rege genutzt, es war ein Riesenspass! Wie immer war auch die Festwirtschaft in Betrieb. Die Kinder konnten sich auf dem Bauernhof auf dem Trampolin und im Pool austoben, und die vielen Besucher durften den super organisierten Anlass bis spät in die Nacht feiern.
Patrick Genkinger
Weitere Infos unter: www.zwillikon-fsg.ch
Rangliste Entschiessen - 2026
1 Platz Karin Engler 94 Punkte (4 x 10 geschossen) Gewinnerin – Goldvreneli
2 Platz Ilyas Rough 92 Punkte (6 x 10 geschossen)
3 Platz Dario Jäger 89 Punkte (3 x 10 geschossen)
Rangliste Kursschiessen - Kat. A
1 Platz Jakob Donnellan
430 Punkte (max. konnten 500 Punkte erreicht werden)
2 Platz Arina Zimmermann
428 Punkte
3 Platz Quentin Stillhart 410 Punkte
Rangliste Kursschiessen - Kat. B
1 Platz Andrina Gübeli
367 Punkte (max. konnten 500 Punkte erreicht werden)
NWD EEET IA SN OL YNRS H PE IN SI TZE NZ ET SI RT I RA HR IA DT GT KE RK ER UA EEE CE LT LA ET UT TF UR G IW LD UOB LO HN LU WE RZ A CL EU ASPR OG RE SS IV HL NN EBE GR EH DM IH GB LE A AA EI UAOEBS TU MM FIL M MG AL LE SG VT SE HN IG MB OE FT IE KG IDNI FE SGS E RLR ANS TE CKEN DL IE TS