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036_2026

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Zeit statt Geld

Die Genossenschaft Kiss Knonauer Amt fördert Nachbarschaftshilfe –und schafft dabei oft weit mehr als bloss Zeitgutschriften. Seite 5

Vierfach-Gold für Athletin Nadine Kamm

Die 15-jährige Nadine Kamm aus Knonau gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Nachwuchsathletinnen im Rhönradturnen. Sie dominiert die Schweizermeisterschaften in Baar mit vier Gold- und einer Silbermedaille. (red)

Variante gefordert

Petitionäre wollen günstigeres Schulhaus

Kurz vor der Abstimmung über die geplante Schulraum-Erweiterung in Stallikon formiert sich Widerstand. Eine Gruppe um Ruedi Fischer und René Giger kritisiert die möglichen Projektkosten von rund 23 Millionen Franken als zu hoch. Mit einer Petition verlangen sie vom Gemeinderat, zusätzlich eine günstigere Variante in hochwertiger Modulbauweise vorzulegen. Diese sei

flexibler, schneller anpassbar und deutlich kostengünstiger, argumentieren die Initianten. Der Gemeinderat warnt da-

gegen vor Verzögerungen und höheren Unterhaltskosten. Die Petition zählt bereits rund 90 Unterschriften. Über den Baukredit soll am 27. September abgestimmt werden. Die Initianten verweisen darauf, dass Modulbauten inzwischen vielerorts auch für dauerhafte Schulbauten eingesetzt würden. Als Beispiele nennen sie Projekte in Wettswil, Zürich und die geplante Kantonsschule in Affoltern. (red)

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Aeugst schreibt Millionenplus

Dank ausserordentlich hoher Steuererträge und Rückerstattungen schliesst die Gemeinde Aeugst das Jahr 2025 sehr gut ab. Seite 7

Braucht es starren Deckel bei Bevölkerung?

Die Nationalräte Thomas Aeschi und Philipp Kutter diskutierten in Bonstetten

Werner Schneiter

In einem Punkt herrscht Einigkeit: Sowohl für SVP-Nationalrat Thomas Aeschi als auch Mitte-Nationalrat Philipp Kutter geht SP-Bundesrat Beat Jans mit seinen zahlreichen Auftritten gegen die Nachhaltigkeitsinitiative (Keine 10-Millionen-Schweiz!) der SVP zu weit. «Je mehr er auftritt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit für ein Ja», befürchtet Philipp Kutter, Gegner der Initiative, auf eine entsprechende Frage von Moderator Claude Wuillemin.

Auf Einladung der SVP Bonstetten duellierten sich die beiden Parlamentarier vor über 50 Interessierten im Gemeindesaal. Für SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi stösst die Zuwanderung an Grenzen. Seit 2014 ist die Schweiz um eine Million Personen gewachsen. Wohnungsmangel, höhere Mieten, überlastete Strassen, überlastete Schulen und Sozialsysteme, dazu Verlust an Kulturland sind für ihn die Folgen des Wachstums. Ein Deckel sei nicht nötig, aber eine Einwanderungs-Begrenzung von jährlich 80000 auf 40000, was einen vernünftigen Mittelweg darstelle. Die Schweiz wachse in die Breite, seit Einführung der Personenfreizügigkeit sei der Pro-Kopf-Wohlstand von 1,8 auf 0,6 gesunken. Die Drohung, dass bei einem Ja zur Initiative die Personenfreizügigkeit gekündigt werden müsse, wird laut Aeschi «eindeutig überhöht dargestellt».

Wachstum – wünschenswert oder problematisch?

Starkes Wachstum sieht auch Philipp Kutter – die Kehrseite der wirtschaftlichen Hausse in der Schweiz. Für den hiesigen Arbeitsmarkt reiche jedoch die Ausschöpfung des inländischen Potenzials nicht aus. Ein fixer Einwohner-

deckel sei falsch – eine zu starre Grenze, die zur Kündigung der Verträge führe und mehr Probleme generiere als löse. «Wenn die Schweiz 9,5 Millionen Einwohner zählt und durch möglichen Krieg mehr Flüchtlinge kommen – was dann?», fragte er. Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau seien nötig. Und den von Aeschi beschworenen Kulturlandverlust, wonach jede Sekunde ein Quadratmeter verschwinde, konterte er mit Hinweisen auf das strenge Raumplanungsgesetz und die unverbauten Bauzonen im Kanton Zürich. Aeschi wiederum echauffierte sich über die Nicht-Umsetzung der vom Stimmvolk befürworteten Masseneinwanderungs-Initiative im Jahr 2014 und bezeichnete den damaligen FDP-Nationalrat Kurt Fluri als «Saboteur». Für ihn ist klar: Nur ein Ja zur Initiative, die am 14. Juni an die Urne kommt, verpflichte die Politik explizit, etwas zu tun. Dass jedes Jahr 25 000 bis 30 000 Asylbewerber kommen, weil sie in Europa einfach besser leben wollen, gehe nicht – da müsse man härter werden und stärker über Kontingente steuern. Bei Familiennachzug gebe es viel Missbrauch. Wo Mangel an Fachkräften herrsche, kämen nur 10 Prozent aus dem Ausland. Die Schweiz wachse nicht nur in die Breite, sagte Philipp Kutter und hängte die Frage an: Auf wen verzichten? Auf Personen, die in der Spitex oder im Altersheim arbeiten? Dort herrsche Mangel, ebenso in weiteren wichtigen Bereichen. Die Demografie spreche eine klare Sprache, 20 Prozent der Bevölkerung sei älter als 65. «Wir haben mehr Pensionierte als solche, die in Arbeit kommen», ergänzte er und findet, nur mit Nachwuchs aus der Schweiz lasse sich die Lücke nicht füllen.

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Ein Fest der Freude

Pfarrer über die Kraft von Pfingsten

Pfingsten ist für Pfarrer Werner Schneebeli aus Affoltern weit mehr als ein verlängertes Frühlingswochenende. In seinem Beitrag erinnert er an die biblische Geschichte vom Heiligen Geist und beschreibt Pfingsten als Fest der Freude, der Gemeinschaft und der Dankbarkeit. Ohne Ostern und Pfingsten, schreibt Schneebeli, wäre Jesus in Vergessenheit geraten. Erst durch die Erfahrungen seiner Anhängerinnen und Anhänger habe seine Botschaft weitergewirkt. Die biblischen Bilder von Feuer, lebendigem Wasser und

begeisterten Menschen deutet der Pfarrer als Ausdruck einer tiefen Lebensfreude und spirituellen Kraft. Auch in einer aufgeklärten und naturwissenschaftlich geprägten Zeit könne das Wunder des Lebens Staunen auslösen. Pfingsten führe ihn jedes Jahr neu zur Dankbarkeit gegenüber Gott und zur Freude am Leben zurück. Erinnerungen an Pfingstlager und gemeinsame Feiern im Zelt würden dabei bis heute nachwirken. (red)

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Jahre Arbeit: In Hausen informieren gut 40 Infotafeln über Häuser und ihre Geschichten. Seite 17

«Manchmal stehen wir bis zu den Knien im Dreck.»

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Cornelia Pittet, Umzugsunternehmerin (Bild Regula Zellweger)

Noch kein Verbot

Das geplante Fahrverbot zwischen Zwillikon und Bickwil ist vorerst gestoppt. Gegen den gemeinsamen Entscheid von Affoltern und Obfelden gingen drei Rekurse ein, einer davon ist noch hängig. Die beiden Gemeinden wollten den Abschnitt für Autos und Motorräder sperren, um die Sicherheit für Fussgänger, Velofahrende und Schulkinder zu erhöhen. Grundlage dafür bildet auch ein Gutachten, das Gefahren auf der schmalen Strecke ortet. Bis zum Abschluss des Verfahrens bleibt die Verbindung offen. Auslöser für die geplante Massnahme waren Beschwerden über zunehmenden Schleichverkehr. Für Land- und Forstwirtschaft sollte die Strecke weiterhin befahrbar bleiben. (red.)

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Ärztlicher Notfalldienst

InNotfällenwendemansich zuer stimmerüberdiePraxisnumm er andenHausarzt,beiAbwesen heit erhä lt manüberden Te lefonbea ntworterdieNummerdesAERZTEFON: 0800336655

BeiVerkehrsunfällenTelefo n1 17 oderTelefon 058 6484848 wähl en. Te lefon14 4f ürSanitäts-Notr uf NotfallzentrumSpitalAffolt ern T elefon0447143300 für ALLE Notfälle

TODESANZEIGE

Traurig nehmen wirAbschied von unserem liebenAktivmitglied

Monika Gillmann

17. Juni 1979 – 12. Mai 2026

Mit Monika verlieren wir eine treue Weggefährtin.

Wir behalten Monika in dankbarer Erinnerung und sprechen ihren Kindern Marvin und Smilla sowie ihren Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus.

Hindernisfreier Umbau

Bushaltestellen Höchweg und Müliberg –Kreditbewilligung als gebundene Ausgabe

Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 31. März 2026 den Kredit in der Höhe von 748'164.93 Franken für die Baumeisterarbeiten für den hindernisfreien Umbau der Bushaltestellen Höchweg und Müliberg bewilligt.

Der Protokollauszug des Gemeinderats kann während der Rekursfrist bei der Gemeindeverwaltung Aeugst, Dorfstrasse 22, 8914 Aeugst am Albis eingesehen werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 22. Mai 2026

Gemeinderat Aeugst

Einladung zur Gemeindeversammlung vom 23. Juni 2026

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Bonstetten werden zu einer ordentlichen Gemeindeversammlung am: Dienstag, 23. Juni 2026 um 20.00 Uhr in den Gemeindesaal eingeladen. Es wird folgendes Geschäft behandelt: 1. Jahresrechnung 2025 Der Beleuchtende Bericht (Weisungsbroschüre) kann ab Dienstag, 9. Juni 2026 auf der Website www.bonstetten.ch (Abstimmungen und Wahlen/Gemeindeversammlung/Termine und Akten) heruntergeladen werden. Solange Vorrat können Exemplare kostenlos am Schalter der Einwohnerdienste bezogen werden. Anmeldungen zur Aufnahme in die Abonnentenliste zur kostenlosen Zustellung des Beleuchtenden Berichts, können an die Gemeindeverwaltung (praesidiales@bonstetten.ch) gesandt werden.

Die Stimmberechtigung richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte (GPR) vom 1. September 2003. Nicht stimmberechtigte Personen sind zum Besuch der Gemeindeversammlung freundlich eingeladen; es werden für sie besondere Plätze bereitgehalten.

Bonstetten, 22. Mai 2026 Gemeinderat Bonstetten

Nutzungsplanung:

Gestaltungsplan ZenaAreal, Affoltern am Albis Bekanntmachung des Inkrafttretens Der Stadtrat hat mit Beschluss Nr. 15 vom 20. Januar 2026 dem privaten Gestaltungsplan Zena-Areal zugestimmt. Die Baudirektion Kanton Zürich genehmigte den Gestaltungsplan mit Verfügung Nr. 29/26 vom 19. März 2026. Gemäss Rechtskraftbescheinigung des Baurekursgerichts vom 5. Mai 2026 ist kein Rechtsmittel ergriffen worden. Der Gestaltungsplan Zena-Areal tritt am Tag nach dieser Publikation in Kraft.

Rechtliche Hinweise

Kontaktstelle

Stadt Affoltern am Albis

Abteilung Bau und Infrastruktur

Obere Bahnhofstrasse 7 8910 Affoltern am Albis

Öffnungszeiten

Stadtverwaltung

Am Pfingstmontag,25.Mai 2026 bleibt die Stadtverwaltung geschlossen.

Bei Todesfällen wenden Sie sich bitte an unseren Bestatter, Bossardt Bestattungen AG, unter der Telefonnummer 044 710 99 70.

Ab Dienstag, 26. Mai 2026 sind wir gerne wieder für Sie da. 22. Mai 2026 Stadtverwaltung Affoltern am Albis

Unser Fahrdienst für mobilitätsbehinderte Menschen im Säuliamt freut sich über Ihre Hilfe als Fahrerin oder Fahrer! tixi-saeuliamt.ch

Akkordeon Orchester Bezirk Affoltern

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, den 22. Mai 2026, um 14.15 Uhr in der Kirche Maschwanden statt.

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist das Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

Traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen, haben wir Abschied genommen von

LisbethAchenbach-Buschor

18. Juni 1941 – 2.April 2026

«Din Humor und dis Lache wird eus immer fehle.»

In stiller Trauer Regula und Hubi Prosch-Breuss Tschüge Breuss mit Jan und Celia Tanja Breuss und Beat Röllin Ladina Breuss mit Edy Laura Breuss und Philipp Kunz Heidi Breuss

Fränzi Eichenberger Verwandte und Freunde

Auf Wunsch von Lisbeth haben wir im engsten Familienkreis Abschied genommen.

Genehmigung

Schutzvertrag –Liegenschaft Vers.-Nr. 206, Lanzenstrasse 10b, Ottenbach

Angaben zur Meldung

Mit Beschluss vom 4. Mai 2026 hat der Gemeinderat den Schutzvertrag zwischen der Gemeinde Ottenbach und den Eigentümerschaften für das Gebäude Vers.-Nr. 206, Grundstück-Nr. 197, Lanzenstrasse 10b, Inventar-Nr. 53, gestützt aus § 205 lit. d Planungs- und Baugesetz (PBG) genehmigt.

Einsichtnahme

Die Unterlagen liegen ab dem 22.Mai 2026 während 30 Tagen bei der Gemeindeverwaltung, Affolternstrasse 3, 8913 Ottenbach, während den Schalteröffnungszeiten oder gegen eine Terminvereinbarung zur Einsicht auf.

Rechtliche Hinweise und Fristen

Publikation nach Planungs- und Baugesetz (PBG).

Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kanton Zürich, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Materielle und formelle Urteile des Baurekursgerichts sind kostenpflichtig; die Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen.

Rechtsmittelfrist

Frist: 30 Tage

Ablauf der Frist: 22.06.2026

Meldungen für Unterschutzstellungen haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.

Verkehrsbehinderungen Kirchgasse und Junggrütstrasse –barrierefreier Umbau der Bushaltestellen Schürli und Beerimoos

Ab 1. Juni 2026 beginnen die Bauarbeiten in der Kirchgasse für den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle Schürli. Die Arbeiten dauern rund 2 Wochen und führen während der Bauzeit zu Verkehrsbehinderungen. Eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr. Für den Fussverkehr ist eine Umleitung eingerichtet. Eine Ersatzhaltestelle wird durch die Postautobetriebe angeboten.

Ab 15. Juni 2026 werden die Umbauarbeiten an der Bushaltestelle Beerimoos fortgeführt. Die Arbeiten dauern rund 3 Wochen und führen während der Bauzeit zu Verkehrsbehinderungen. Eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr. Für den Fussverkehr ist eine Umleitung eingerichtet. Eine Ersatzhaltestelle wird durch die Postautobetriebe angeboten. Während zwei Tagen wird der Abschnitt ab der Verzweigung Junggrütstrasse/Stallikerstrasse bis zur Verzweigung Junggrütstrasse/ Chilenholzstrasse komplett gesperrt. Die Sperrtage werden frühzeitig bekannt gegeben.Die Ersatzhaltestelle wird während der Sperrung aufgelöst.Für den Personenwagenverkehr erfolgt eine Umleitung via Wannächer- und Oberhausenstrasse. Ein Verkehrsdienst wird während dem Tag den Fahrzeugverkehr regeln, ansonsten ist eine Lichtsignalanlage in Betrieb. Während der Sperrung wird der Postautobetrieb für die Haltestellen Dettenbühl, Beerimoos, Chilenstrasse, Oberhusen, Eggächer ausgesetzt. Wir danken für das Verständnis und die gegenseitige Rücksichtnahme. Abteilung Bau und Infrastruktur, Gemeindeverwaltung Wettswil am Albis

WillyWeiss

11.04.1951 -21.03.2026

Wasverwurzeltist, bleibt,auchwennes sich verändert. In liebevollerErinnerung an

Aeugst am Albis

Am 16. Mai 2026 ist in Aeugst am Albis ZH gestorben: Beat Lier geboren am 2. Juli 1953, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis

Bonstetten

Am 17. Mai 2026 ist gestorben: Rolf Willener geboren am 5. Dezember 1945, von Zürich und Sigriswil, wohnhaft gewesen in Bonstetten.

Bestattungsamt Bonstetten

Wirsagen Danke allen, dieWilly aufeinem Stück seines Lebenswegs begleitethaben undihm mit Wertschätzungbegegnet sind.Wir sind dankbarfür die grosse Anteilnahme,die breite Unterstützungund diezahlreichen Spenden. DievielentröstendenWorte undZeichen der Verbundenheithaben uns tief berührtund tragen uns durchdiese schwereZeit desAbschiednehmens.

DieTrauerfamilie, AeugstamAlbis,imMai 2026

Ottenbach

Am 19. Mai 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Schnopp Josef geboren am 15. September 1950, von Villmergen AG, wohnhaft gewesen in Ottenbach.

Der Abschied findet im engsten Familienkreis statt.

Die Friedhofvorsteherin

Wettswil am Albis

Am 19. Mai 2026 ist in Wettswil am Albis gestorben:

Ditzler, Marcel Kaspar geboren am 11. Mai 1927, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Die Urnenbeisetzung findet im engstem Familienkreis statt.

Bestattungsamt Wettswil am Albis

IN KÜRZE

18 Autos aus dem Verkehr gezogen

Im Zeitraum vom 7. bis 16. Mai führte die Kantonspolizei Kontrollen mit Fokus auf lärmverursachenden Autos in den Bezirken Affoltern und Dietikon durch. Von 60 kontrollierten Autos wurden 18 aus dem Verkehr gezogen. (red)

WIR GRATULIEREN

Zur diamantenen Hochzeit

Am Pfingstmontag, 25. Mai, feiert in Stallikon das Ehepaar Marlies und Martin Kezmann seine diamantene Hochzeit. Wir gratulieren und wünschen beiden einen schönen Festtag und noch viele wertvolle gemeinsame Zeiten.

Gratulationen sind willkommen!

Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen. Bitte schicken Sie uns Gratulationshinweise per Mail an: redaktion@affolteranzeiger.ch Gratis aufgenommen werden Geburtstage ab dem 90., runde und halbrunde ab dem 80. sowie Hochzeitsjubiläen ab der goldenen Hochzeit (50 Jahre). Die Mails müssen jeweils am Mittwochmorgen bis 8 Uhr für die Ausgaben vom folgenden Freitag und Dienstag eintreffen. (red)

«Wir bitten den

Gemeinderat, eine günstigere Variante vorzulegen»

Die Initianten der Stalliker Petition gegen die geplante Schulraum-Erweiterung/ Mehrzweckhalle über ihre Beweggründe

Die Gemeinde Stallikon benötigt zusätzlichen Schulraum und eine Sporthalle. Nach jahrelanger Projektierung und Planung liegt inzwischen ein pfannenfertiges Projekt auf dem Tisch: Es umfasst ein Schulhaus mit vier Klassenzimmern und Nebenräumen, eine Mehrzweckhalle sowie eine Freizeit- und Sportanlage (Generationenplatz). Die entscheidende Abstimmung über den Baukredit ist für den 27. September vorgesehen.

Eine detaillierte Abstimmungsvorlage will der Stalliker Gemeinderat innerhalb der nächsten Wochen publizieren. Darüber hinaus ist für den 26. August eine Informationsveranstaltung geplant.

Herausgeberin:

CH Regionalmedien AG

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.

Leiterin: Barbara Roth

Chefredaktor: Daniel Koch (dko) redaktion@affolteranzeiger.ch

Redaktion: Claudia Eugster (cle), Florian Hofer (fh)

Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 27810

Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch

Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 0582005714, M 0796823761 kaspar.koechli@chmedia.ch

Tarife: www.affolteranzeiger.ch

Annahmeschluss Inserate:

Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr

Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr

Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

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½ Jahr Fr. 97.–

1 Jahr Fr. 170.–

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Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

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Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Wie hoch die projektierten Baukosten sind, ist offiziell noch nicht bekannt. Im letzten Herbst war an der Gemeindeversammlung von möglichen Gesamtkosten von 23 Millionen Franken die Rede («Anzeiger» vom 2. Dezember 2025). Doch gegen das Projekt regt sich Widerstand. Anlässlich der letzten Gemeindeversammlung, im April, gab Ruedi Fischer im Namen einer kleinen Gruppe von Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Lancierung einer Petition bekannt. Die Gruppe stört sich an den aus ihrer Sicht viel zu hohen Kosten von möglichen 23 Millionen Franken. Die Kritik richtet sich gegen das geplante Gesamtprojekt. Die Kosten für das Schulhaus waren in einer ersten Schätzung vor drei Jahren auf 6.7 Millionen Franken geschätzt worden, plus/ minus 30 Prozent. Dazu kommen die Kosten für die Mehrzweckhalle von 7.9 Millionen Franken und den Generationenplatz von 1.4 Millionen (ebenfalls plus/minus 30 Prozent). Mit der Petition bittet die Gruppe Gemeinderat und Schulpflege, die geplante Abstimmung zu verschieben und «Offerten für den Bau von Schulraum/Mehrzweckhalle in hochwertiger Modulbauweise einzuholen». Sie verspricht sich davon deutlich tiefere Baukosten.

«Anzeiger»: Herr Fischer, Herr Giger, auch von Ihrer Seite wird nicht bestritten, dass die Gemeinde zusätzlichen Schulraum benötigt. Sie stören sich aber an den Kosten

Aus ihrer Sicht ist das in Stallikon geplante Projekt mit Schulhaus und Mehrzweckhalle viel zu teuer: Ruedi Fischer (l.) und René Giger, zwei der Initianten der noch laufenden Unterschriftensammlung. (Bild Daniel Vaia)

für das geplante neue Schulhaus und schlagen eine Modulbauweise vor. Was wären aus Ihrer Sicht die Vorteile?

Ruedi Fischer: Eine Modulbauweise wurde von den Stalliker Behörden selber in der Machbarkeitsstudie vom Dezember 2022 vorgeschlagen und ist beträchtlich günstiger. In Wettswil kostete diese für zwei komplette Schulzimmer, Nebenräume und Infrastruktur zirka eine Million Franken. Die Modulbauweise ist zudem jederzeit erweiterbar und auch rückbaubar, ein entscheidender Vorteil, da die Prognosen gemäss der von der Schulpflege publizierten Studie von einer sinkenden Anzahl Schüler ausgehen. Erst in rund zehn Jahren wird wieder die heutige Anzahl Schüler erreicht.

René Giger: Diese Herausforderung stellt sich für viele Schulgemeinden in der Schweiz, wie unter anderem die Reportage «Schulraumplanung: Gibt es bald überschüssige Schulzimmer – auch in Ihrer Region?» von Radio SRF1 vor Kurzem aufzeigte.

«Anzeiger»: Das Projekt der Gemeinde ist planerisch sehr weit fortgeschritten. An

der letzten Gemeindeversammlung erklärte Gemeindepräsident Reto Bernhard, dass ein Umschwenken auf eine Modulbauweise das Projekt um zweieinhalb bis drei Jahre verzögern würde. Und dass zusätzliche Projektierungskosten entstünden. Für Sie kein Problem? Ruedi Fischer: Ja, es entstehen zusätzliche Kosten. Die Einsparungen überwiegen diese aber bei Weitem. Erstens können grosse Teile der planerischen Vorleistungen weiterverwendet werden. Zweitens haben wir Modulbauoptionen fundiert abgeklärt mit möglichen Anbietern. Drittens sind diese bereit, zeitnah Offerten zu unterbreiten, die den gegebenen Anforderungen entsprechen. Dadurch beschränkt sich die Verzögerung auf einen weit kürzeren Zeitraum als zweieinhalb bis drei Jahre. Zudem werden die zusätzlichen Schulräume erst bei Ausführung des Projektes Zentrum Stallikon gebraucht, also zirka 2030 mit dem Teilrückbau des Schulhauses Dorf.

«Anzeiger»: Ein weiterer Einwand seitens Gemeinderat: Eine Modulbauweise wäre kurzfristig günstiger, langfristig im Unter-

Noch dürfen die Autos durch

Fahrverbot zwischen Zwillikon und Bickwil durch Rekurs blockiert

Das von Affoltern und Obfelden gemeinsam beschlossene Fahrverbot zwischen Zwillikon und dem Obfelder Ortsteil Bickwil ist derzeit noch durch einen Rekurs blockiert.

Am Anfang stand eine Petition aus Affoltern, die sich gegen den Schleichverkehr auf dieser Verbindung wandte. Anfragen in Obfelden zielten in die gleiche Richtung. Im September 2025 beschlossen Stadt Affoltern und Gemeinde Obfelden gemeinsam, den Abschnitt zwischen Schützenhaus Zwillikon und dem Parkplatz des Kynologischen Vereins Obfelden mit einem Fahrverbot für Autos und Motorräder zu belegen. Für Forst- und Landwirtschaftsverkehr bleibt der Abschnitt offen. «Damit erhöht sich die Sicherheit, insbesondere für den Langsamverkehr, wie zum Beispiel Fussgängerinnen, Fussgänger, Velofahrende und für Kinder, die Teile der Strecke als Schulweg nutzen», hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Fahrverbotsentscheid beider Gemeinden stützt sich auch auf ein Gutachten, das auf der schmalen Fahrbahn Gefährdungspotenzial für den Langsamverkehr und Schulwegsicherheit ortet. Nach Umsetzung soll die Massnahme regelmässig überprüft werden. «Sollte das Fahrverbot nicht den gewünschten

halt aber teurer als ein konventioneller Bau. Was sagen Sie dazu?

René Giger: Das können wir nicht nachvollziehen. Rund um uns herum, auch in der Stadt Zürich, wird laufend in hochwertiger Modulbauweise gebaut. In dieser Qualität ist auch die Kantonsschule in Affoltern geplant.

«Anzeiger»: Sie haben auf der Internetseite www.civic.ch mittlerweile rund 90 Unterschriften für Ihre Petition gesammelt. Nun ist eine Petition lediglich eine Bitte. Der Gemeinderat kann, muss aber nicht darauf eingehen. Sogar wenn der Gemeinderat Ihre Bitte eingehend prüfen sollte, ist es zeitlich so gut wie unmöglich, auf den Abstimmungstermin hin am 27. September eine seriöse Abstimmung mit zwei Varianten vorzulegen (herkömmliche Bauweise/Modulbauweise). Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden im September somit voraussichtlich nur Ja oder Nein zum gemeinderätlichen Vorschlag sagen können. Oder sehen Sie da andere Möglichkeiten?

Ruedi Fischer: Ja. Wir bitten den Gemeinderat, die Abstimmung vom Herbst 2026 um wenige Monate zu verschieben und dem Souverän neben dem Originalprojekt eine günstigere Variante in hochwertiger Modulbauweise zur Abstimmung vorzulegen.

«Anzeiger»: Noch einmal zurück zu den Kosten. Würde es für den einzelnen Steuerzahler letztlich einen spürbaren Unterschied ausmachen, wenn es in Modulbauweise gebaut würde?

René Giger: Ja, sicher. Zuerst ist da einmal der horrende Betrag von 23 Millionen Franken zu erwähnen, welcher Steuergelder bindet, die anderweitig benötigt werden, zum Beispiel mit einer –bisher nirgends erwähnten – Gesamtsicht auf die Schulinfrastruktur, inklusive des in grossen Teilen über 50-jährigen Schulhauses Loomatt. Dann rechnet die Gemeinde bei Investitionen mit 8,03 Prozent jährlich wiederkehrenden Folgekosten für Abschreibungen, Zins, Betrieb, Unterhalt und Personal. Bei 23 Millionen betragen diese 1.8 Millionen Franken, entsprechend rund 13 Steuerprozent. Für jede Million weniger macht das somit 80300 Franken pro Jahr.

Ab dem

Effekt bringen, werden in einer zweiten Phase bauliche Massnahmen geprüft, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung.

Vorerst aber bleibt die Strecke offen. Denn gegen den Fahrverbotsentscheid

die

auf dem Abschnitt sind drei Rekurse eingegangen. Einer davon wurde zurückgezogen, auf einen zweiten nicht eingetreten. Ein dritter ist noch hängig, wie die Rekursabteilung der Kantonspolizei auf Anfrage bestätigt. «Wir ha-

ben die Rekurse zur Kenntnis genommen. Zu laufenden Verfahren nehmen wir aber inhaltlich keine Stellung», sagt Stefan Trottmann, Stadtschreiber Affoltern, auf Anfrage. Auch die Gemeinde Obfelden äussert sich nicht. (-ter.)

Parkplatz des Kynologischen Vereins soll
Verbindung Bickwil-Obfelden bis Höhe Schützenhaus Zwillikon für Autos und Motorräder gesperrt werden. (Bild Werner Schneiter)

Bauprojekte

Planauflage:

Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Rechtsbehelfe:

Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Hausen am Albis

Bauherrschaft: Kettelhack Friederike und Blaser Simon, Bachstrasse 7, 8915 Hausen am Albis

Projekt: Einbau zusätzlicher Dachflächenfenster, Bachstrasse 7, 8915 Hausen am Albis

Katasterinformationen: Kreis: Hausen am Albis, Grundstück-Nr.: 8, Zone: Kll, KOBI

Hausen am Albis

Bauherrschaft: Odermatt Karl, Hinteralbis 5, 8915 Hausen am Albis

Projekt: Neuinstallation Luft­WasserWärmepumpe, Hinteralbis 8, 8915 Hausen am Albis

Katasterinformationen: Kreis: Hausen am Albis, Grundstück­Nr.: 784, Zone: KW

Hausen am Albis

Bauherrschaft: AMAG Automobil und Motoren AG, Alte Steinhauserstrasse 1, 6330 Cham

Projektverfasser: Westiform AG, Freiburgstrasse 596, 3172 Niederwangen b. Bern

Projekt: Montage einer Preis-Stele, Sihltalstrasse 1, 6340 Sihlbrugg

Katasterinformationen: Kreis: Sihlbrugg, Grundstück-Nr.: 3408, GP ROC Sihlbrugg, Zone: WG/2.0

Hedingen

Bauherrschaft: David Ringger, Mühlerainstrasse 10, 8908 Hedingen Vertretung der Bauherrschaft: Architekturgenossenschaft C/O,Seebahnstrasse 155, 8003 Zürich

Projektverfasser: Die Vertretung der Bauherrschaft ist Projektverfasser.

Projekt: Umbau Einfamilienhaus mit Ausbau Dachgeschoss, Mühlerainstrasse 10, 8908 Hedingen

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 180, Zone: Kernzone K

Hedingen

Bauherrschaft: Raik Malcherek, Gäudernstrasse 4, 8908 Hedingen

Projektverfasser: Köfler Holzbau, Hofibachstrasse 15, 8909 Zwillikon

Projekt: Erweiterung Wohnraum über bestehender Garage und Erstellung PV-Anlage, Gäudernstrasse 4, 8908 Hedingen

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 398, Zone: Wohnzone W 1.6

Mettmenstetten

Bauherrschaft: Rolf Wüthrich, Herferswil 72, 8932 Mettmenstetten

Projekt: PV-Anlage auf Satteldach beim bestehenden Einfamilienhaus, Vers.-Nr. 1494, Herferswil 72, 8932 Mettmenstetten

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3270, Zone: Kernzone KB

Mettmenstetten

Bauherrschaft: Rolf und Maja Bisang, Grossholzerstrasse 9,8932 Mettmenstetten

Projektverfasser: Hotz Technik GmbH, Dachlissen 5, 8932 Mettmenstetten

Projekt: PV-Anlage auf ostseitigem Satteldach Wohnhaus, Vers.-Nr. 295 (kommunales Inventarobjekt), Grossholzerstrasse 9, 8932 Mettmenstetten

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 3607, Zone: Kernzone KB

Rifferswil

Bauherrschaft: Peter Rüegger, Engelgasse 28, 8911 Rifferswil

Projektverfasser: Markus Schnider, Bedachungen + Fassadenbau, Dorfstrasse 14, 8906 Bonstetten

Projekt: Erstellung PV­Anlage (Aufdach) und Ersatz Dachfenster, Engelgasse 28, 8911 Rifferswil

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1725, Zone: Kernzone (im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung)

Rifferswil

Bauherrschaft: Martin Stalder, Engelgasse 22, 8911 Rifferswil

Projektverfasser: Schnider Bedachungen, Solaranlagen, Dorfstrasse 14, 8906 Bonstetten, Schweiz

Projekt: Erstellung PV-Anlage Aufdach und Dachfensterersatz, Engelgasse 22, 8911 Rifferswil

Katasterinformationen: GrundstückNr.: 1728, Zone: Kernzone (im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung)

ÄnderungderAnnahmeschlusszeiten

ErscheinungsweiseüberPfingsten2026

Bitte beachtenSiedie vorgezogenen Annahmeschlusszeiten.

AusgabeAnzeigenschluss fürInserate undReklamen

LenzburgerBezirksAnzeiger

Donnerstag,28.Mai 2026Dienstag, 26.Mai 202616 Uhr

Limmatwelle

Donnerstag,28.Mai 2026 Freitag,22. Mai2026 8Uhr

AnzeigerausdemBezirk Affoltern

Donnerstag,28.Mai 2026Dienstag, 26.Mai 202616 Uhr

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Plangenehmigungsgesuch für Starkstromanlagen: Neubau Transformatorenstation (TS) Kläranlage 16 kV-Kabel zwischen den TS Kläranlage und Lochhof 16 kV-Kabel zwischen den TS Kläranlage und Stampfenmatt, Affoltern am Albis

Plangenehmigungsgesuch für Starkstromanlagen für:

L-0148946.5

16 kV-Kabel zwischen den Transformatorenstationen Kläranlage und Lochhof

– Neubau einer Kabelschutzrohranlage in der Sandacherstrasse und Weidstrasse (Kabel A)

– Rückbau der Freileitung in den Fluren Sandacher und Fuchsli Koordinaten: von 2675200 / 1238149 nach 2674576 / 1238419

L-2614256.1

16 kV-Kabel zwischen den Transformatorenstationen Kläranlage und Stampfenmatt

– Neubau einer Kabelschutzrohranlage in der Weidstrasse (Kabel B)

– Geringfügige Anpassung der Kabeleinführung in die Transformatorenstation Stampfenmatt in der Ottenbacherstrasse

Koordinaten: von 2675200 / 1238149 nach 2675188 / 1237830

S-2620020.1

Transformatorenstation Affoltern am Albis, Kläranlage

– Neubau auf Parzelle Nr. 2650 in der Zone für öffentliche Bauten

– Einbau eines Transformators mit einer Leistung von 1000 kVA jedoch mit optionaler Leistungserhöhung auf 1250 kVA gemäss ESTI-Publikation zu Transformatoren auswechseln, bulletin.ch 10 / 2017

Koordinaten: 2675206 / 1238150

Beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat hat die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ)

Ueberlandstrasse 2, 8953 Dietikon im Namen von Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) Ueberlandstrasse 2, 8953 Dietikon die oben erwähnten Plangenehmigungsgesuche eingereicht.

Die Gesuchsunterlagen liegen vom 22.05.2026 bis 22.06.2026 in der Stadt Affoltern am Albis, Abteilung Bau und Infrastruktur, Büro K13, Obere Bahnhofstrasse 7 in 8910 Affoltern am Albis während den Bürozeiten öffentlich auf.

Die aufgelegten Unterlagen stehen während der Auflagefrist ebenfalls auf https://esti-consultation.ch/pub/7074/1ed9a27b05 online zur Einsicht zur Verfügung. Massgebend sind allein die in der oben genannten Gemeinde aufgelegten Unterlagen.

Rechtliche Hinweise und Fristen

Enteignungsbann

Die öffentliche Auflage hat den Enteignungsbann nach den Artikeln 42-44 des Enteignungsgesetzes (EntG; SR 711) zur Folge. Wird durch die Enteignung in Miet- und Pachtverträge eingegriffen, die nicht im Grundbuch vorgemerkt sind, so haben die Vermieter und Verpächter ihren Mietern und Pächtern sofort nach Empfang der persönlichen Anzeige davon Mitteilung zu machen und den Enteigner über solche Miet- und Pachtverhältnisse in Kenntnis zu setzen (Art. 32 Abs. 1 EntG). Einsprachen, Einwände und Begehren

Wer nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG; SR172.021) Partei ist, kann während der Auflagefrist beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat, Planvorlagen, Luppmenstrasse 1, 8320 Fehraltorf, Einsprache erheben. Diese Einsprache kann entweder schriftlich oder elektronisch eingereicht werden. Im letzteren Fall muss die Einsprache die Vorgaben zu den elektronischen Eingaben erfüllen und unter anderem mit einer qualifizierten elektronischen Unterschrift versehen sein (vgl. Art. 5 bis 7 der Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens [SR 172.021.2]). Wer innert Frist keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.

Während derselben Auflagefrist kann, wer nach den Vorschriften des EntG Partei ist, sämtliche Begehren nach Artikel 33 EntG geltend machen. Diese sind im Wesentlichen:

a. Einsprachen gegen die Enteignung;

b. Begehren nach den Artikeln 7–10 EntG;

c. Begehren um Sachleistung (Art. 18 EntG);

d. Begehren um Ausdehnung der Enteignung (Art. 12 EntG); e. die geforderte Enteignungsentschädigung.

Zur Anmeldung von Forderungen innerhalb der Einsprachefrist sind auch die Mieter und Pächter sowie die Dienstbarkeitsberechtigten und die Gläubiger aus vorgemerkten persönlichen Rechten verpflichtet. Pfandrechte und Grundlasten, die auf einem in Anspruch genommenen Grundstück haften, sind nicht anzumelden, Nutzniessungsrechte nur, soweit behauptet wird, aus dem Entzuge des Nutzniessungsgegenstandes entstehe Schaden.

Rechtsmittelfrist

Frist: 30 Tage

Ablauf der Frist: 22.06.2026

Meldungen für Startkstromanlagengesuche haben eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen.

Kontaktstelle

Eidgenössisches Starkstrominspektorat

Planvorlagen

Luppmenstrasse 1 8320 Fehraltorf

Prominent besetztes Podium in Bonstetten

Fortsetzung von «Braucht es starren Deckel bei Bevölkerung?»

Werner Schneiter

Mit Blick auf die 10 000 Arbeitslosen in der Gastrobranche müsse man Älteren eine Chance geben, so Thomas Aeschi. Trotz Personenfreizügigkeit kämen nur 1200 Ärzte und 600 Pflegende in die Schweiz – zu wenig. «Da müssen wir uns selbst am Riemen reissen», sagte er mit Blick auf den hiesigen Numerus clausus. Die hiesige Pharmabranche und die Ban-

ken entliessen Tausende Mitarbeitende, trotzdem strömten viele in die Schweiz. Das gehe einfach nicht auf. Mehrere Länder sind EU-Kandidaten – droht damit der Schweiz dank Personenfreizügigkeit noch mehr Zuwanderung?, wollte Claude Wuillemin wissen. Philipp Kutter spricht von Vorgaben und davon, dass ein Kommen nur mit Arbeitsvertrag möglich sei. Der Status S, den Geflüchtete aus der Ukraine geniessen, sei

ursprünglich rückkehrorientiert gewesen, sagte Thomas Aeschi. 80 Prozent der Ukrainer seien hierzulande nicht in Arbeit und bekämen mit dem Systemwechsel doppelt so viel Geld. Er spricht von einer Harmonisierung der Sozialhilfeabkommen und kritisiert, dass ausländische Arbeitslose während zweier Jahre durch die hiesigen Arbeitslosenkassen alimentiert werden sollen. «Jetzt können wir noch unser Veto einlegen,

Geben und Nehmen auf Augenhöhe

«Landwirtschaft

stark betroffen»

«Die Landwirtschaft ist durch die neuen Verträge mit der EU stark betroffen – anders als uns Befürworter weismachen wollen», sagte SVP-Nationalrat Martin Hübscher im Rahmen der Bonstetter Podiumsveranstaltung und meinte damit unter anderem das neue Lebensmittelabkommen, Tierschutz, tierische Produkte, das Pflanzenschutz- und Futtermittelgesetz und Saatgut. Bislang kann der Bundesrat auch bei Verordnungsänderung Vernehmlassungen durchführen und nicht gegen den Willen des Parlaments handeln. Bei integraler Übernahme von EU-Recht fallen solche Vernehmlassungen weg; bei Unstimmigkeiten wird ein gemischter Ausschuss eingeschaltet. Wer diesem auf Schweizer Seite angehören wird, ist unklar: Beamte? Politiker? Falls keine Einigung möglich ist, muss laut Hübscher der EU-Gerichtshof angerufen werden. Strafen bzw. Ausgleichsmassnahmen wären auch beim Lebensmittelabkom-

ansonsten werden wir immer mehr in den EU-Sog geraten.»

Blocher und Urbaniok kommen «Ein starrer Bevölkerungsdeckel bringt keine Lösung, sondern schafft weitere Probleme», bekräftigte Philipp Kutter im Schlusswort, derweil Thomas Aeschi bei einem Ja zur Initiative dieses Mal eine wortgetreue Umsetzung verlangt.

Siebte ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Kiss Knonauer Amt

regula ZellWeger

Anna Günthart ist seit einigen Jahren Koordinatorin bei der Genossenschaft Kiss Knonauer Amt. In dieser Funktion ermittelt sie in Aufnahmegesprächen sorgfältig die Bedürfnisse der Nehmenden und die Möglichkeiten der Gebenden, führt sie zu sich optimal ergänzenden Tandems zusammen und begleitet sie beratend. Besonders wichtig waren ihr bisher die Freundschaften, die daraus entstanden. «Plötzlich meldete ein Tandem keine geleisteten Stunden mehr», erzählt sie. «Auf Nachfrage erklärten die Beteiligten, man müsse keine Stunden mehr erfassen – es sei inzwischen eine tragen-

de Freundschaft entstanden.» Ein schönes Ergebnis, auch wenn es nicht ganz dem ursprünglichen Grundgedanken von Kiss entspricht. Dort basiert das System auf Zeitguthaben: Individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen werden eingesetzt, um anderen zu helfen und gleichzeitig Zeitgutschriften für den eigenen späteren Unterstützungsbedarf zu sammeln.

Freiwilligenarbeit fördern

Im Knonauer Amt gibt es viele Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit. Gefragt sind jedoch auch alternative Modelle, die auf dem Geben und Nehmen basieren. Genau hier setzt Kiss an: Wer Menschen unterstützt, wird nicht mit Geld, sondern mit Zeitgutschriften entschädigt, und kann später selbst unkompliziert Hilfe beanspruchen. Um dem Fachkräftemangel und den Folgen der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, braucht es neben staatlicher Unterstützung auch private Initiativen. Gleichzeitig ist aber auch die Förderung der Freiwilligenarbeit durch die öffentliche Hand wichtig. Noch wird Kiss nicht von allen Gemeinden des Bezirks unterstützt. Die Gewinnung zusätzlicher finanzieller Mittel zählt deshalb laut Geschäftsführerin Birgit Schellmann Straub zu den Zielen des kommenden Genossenschaftsjahres. Zudem soll die Öffentlichkeitsarbeit ver-

stärkt und der Bekanntheitsgrad erhöht werden. Dafür sucht die Genossenschaft ein weiteres Vorstandsmitglied mit Fachwissen in den Bereichen Fundraising und Kommunikation.

An der Generalversammlung 2026 am 12. Mai bei Senevita Obstgarten in Affoltern wurden mehrere personelle Veränderungen kommuniziert. Beat Schärer trat als Co-Präsident zurück. Barbara Steiner übernimmt das Präsidium künftig allein, unterstützt vom neuen Vizepräsidenten Beat Bär. Christopher Nokes verantwortet wie bisher die Informatik. «Die neue IT-Lösung entlastet enorm, ist praxisnah und verschafft uns mit wenig Aufwand eine übersichtliche und verständliche Darstellung der aktuellen Statistiken», lobte Barbara Steiner. Maja Mosimann ergänzt den vierköpfigen Vorstand als Aktuarin. Dieser arbeitet ehrenamtlich. Für die Revision ist die Zahlenwerkstatt GmbH zuständig. Das Genossenschaftskapital beläuft sich auf knapp 30000 Franken, knapp 300 Personen sind Genossenschafterinnen und Genossenschafter.

Bericht der Geschäftsführerin

Birgit Schellmann Straub dankte allen Personen, die ihre Tätigkeit für Kiss Knonauer Amt beendeten, für ihr grosses Engagement. Der scheidende Co-Präsident Beat Schärer betonte, er habe die Arbeit im Vorstand sehr geschätzt und freue sich nun auf eine neue Lebensphase mit Reisen im Wohnmobil. Besonders würdigte die Geschäftsführerin die wichtige Arbeit der Koordinatorinnen Barbara Bäni, Anna Günthart und Brigitte Kubli. Kiss verfolgt zudem das Ziel, Menschen zu vernetzen und Einsamkeit entgegenzuwirken. Dazu dienen unter anderem die halbjährlichen Kiss-Treffen. Jeden ersten Dienstag im Monat kommen Mitglieder zu einem gemeinsamen

men möglich. Allein für den Verkauf von Eiern ab Hof gebe es acht EU-Verordnungen, insgesamt 226 oder zwei volle Bundesordner. Bei einer geplanten Aufhebung des Schächtungsverbots in der Schweiz könnte heute das Referendum dagegen ergriffen werden. In der EU-Verordnung fiele das weg, die das Schächten erlaubt. Auf den Alpen dürfte nicht mehr gekäst werden, weil der Käse in der Schweiz auf Holz reifen muss – in der EU auf Kunststoff. «So wäre unsere Rohmilchkäserei tot», so Martin Hübscher. «Auch hier müsste der Bundesrat den ‹Pfupf› haben, Nein zu sagen», so Martin Hübscher, der ebenso beim Seuchenwesen künftig Probleme sieht. Ihn ärgere ausserdem, dass in den EU-Ländern jeweils Übergangsfristen gelten, für die Schweiz nicht. «Wenn da bei uns ein Rechtsakt durchrutscht, gilt vom ersten Tag an EU-Recht. In Italien dauern von der EU verlangte Umsetzungen von Recht oft mehrere Jahre», sagt Hübscher. (-ter.)

«Der Weg via Personenfreizügigkeit ist falsch», schloss er. Das Publikum diskutierte anschliessend engagiert, wobei aufgrund des Applauses feststand: Eine Mehrheit im Gemeindesaal wird wohl ein Ja einlegen. Die Veranstaltungsreihe der SVP Bonstetten wird fortgesetzt. Claude Wuillemin kündigt für Herbst 2026 Christoph Blocher an, für Frühjahr 2026 den forensischen Psychiater Frank Urbaniok.

Mittagstisch im Central in Affoltern zusammen. Zudem treffen sich Konversationsgruppen, um ihre Italienisch- und Englischkenntnisse zu pflegen. Dankbar zeigte sich die Geschäftsführerin für die Unterstützung der Kollektivpartner, darunter das Pflegezentrum Sonnenberg, die Job Werkstatt

«Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind.»

Barbara Steiner, Präsidentin

Mettmenstetten, die Standortförderung Knonauer Amt, die Widmer-Frick-Stiftung, die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis sowie die Mobiliar, die auch den Apéro anschliessend an die GV offerierte. Kiss Knonauer Amt kann durch persönliches Engagement als Genossenschafterin oder Genossenschafter, durch Spenden, Sponsoring oder Legate unterstützt werden. «Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind und noch vieles erreichen können», zeigte sich Präsidentin Barbara Steiner überzeugt. Kiss Knonauer Amt macht sichtbar, wie freiwilliges Engagement, gegenseitige Unterstützung und persönliche Begegnungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können.

Das prominent besetzte Podium in Bonstetten, von links: Martin Hübscher, Moderator Claude Wuillemin, Philipp Kutter und Thomas Aeschi. (Bild Werner Schneiter)
Beat Bär stellt sich als neuer Vizepräsident vor. Präsidentin Barbara Steiner und Geschäftsführerin Birgit Schellmann Straub freuen sich auf die Zusammenarbeit (von links). (Bild Regula Zellweger)

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Ein Angebot, das Schule macht

«Generationen im Klassenzimmer» verbindet seit 25 Jahren Jung und Alt

Seit 2001 fördert Pro Senectute Kanton Zürich mit «Generationen im Klassenzimmer» den Austausch zwischen Jung und Alt. Dabei gehen freiwillige Seniorinnen und Senioren nochmals zur Schule und bereichern mit ihrer Unterstützung und Lebenserfahrung den Unterricht. Im Knonauer Amt ist das Angebot «Generationen im Klassenzimmer» fest verankert: In 13 Schulgemeinden sowie einer sonderpädagogischen Tagesschule engagieren sich rund 50 freiwillige Seniorinnen und Senioren. Sie besuchen regelmässig eine Klasse und unterstützen Kinder beim Lernen, Lesen, Basteln oder Werken; sie hören zu, lesen Geschichten vor oder begleiten bei Ausflügen.

Win-win-Situation

«Die Rückmeldungen von freiwilligen Seniorinnen und Senioren zu ihrem Engagement sind sehr positiv», so Adrienne Beck von Pro Senectute Kanton

Zürich. Die Teilnahme am Schulalltag bereite den Freiwilligen viel Freude – sie geben ihr Wissen weiter und lernen Neues dazu. «Das Angebot stärkt das gegenseitige Verständnis zwischen den Generationen, zwischen Kindern, Lehrpersonen und Seniorinnen beziehungsweise Senioren. Es baut Brücken und ist für alle eine Bereicherung», so Beck.

Auch Dania Hürlimann, Kindergartenlehrperson in Ebertswil, beschreibt die Unterstützung als sehr positiv und unkompliziert: Die freiwillige Seniorin in ihrer Klasse helfe beim Basteln und vielem mehr, unterstütze bei kleineren Konflikten und sei oft der ruhende Pol im hektischen Schulalltag. «Die Sichtweise der älteren Generation erweitert

Aeugst am Albis mit sehr gutem Jahresabschluss

Die Gemeinde Aeugst schliesst das Rechnungsjahr 2025 mit einem Ertrag von 1.82 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Aufwand von 114500 Franken. Für den sehr guten Jahresabschluss sind insbesondere zwei Sondereffekte verantwortlich. Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Aeugst schliesst bei einem Gesamtaufwand von 14254222.14 Franken mit einem Gesamtertrag von 16075178.81 Franken ab. Dies entspricht einem Ertragsüberschuss von 1820956.67 Franken. Es sind insbesondere zwei Einmaleffekte, die zu diesem sehr guten Jahresabschluss beitrugen. So wurden die Versorgertaxen aus den Jahren 2006 bis 2016, welche die Gemeinde damals ungerechtfertigt zahlen musste, zurückerstattet. Diese nicht budgetierte Rückerstattung allein betrug 321414 Franken. Aufgrund der hohen Zahl von Handänderungen und den steigenden Immobilienpreisen beliefen sich die Erträge aus den Grundstückgewinnsteuern auf rund 2.05 Millionen Franken. Sie lagen somit um rund 850000 Franken höher als erwartet. Bei den Einkommensteuern der natürlichen Personen aus dem Vorjahr liegt die Schlussrechnung 1.42 Millionen Franken über dem Budget. Sowohl bei den im letzten Jahr zusätzlich eingenommenen Einkommenssteuern wie auch bei den Grundstücksteuern handelt es sich um Sondereffekte, die nicht präzise planbar sind. Zwar steigen die Immobilienpreise weiter, doch ist schwierig abzuschätzen, wie viele Liegenschaften auf den Markt kommen und zu welchen Preisen sie dann auch verkauft werden. Doch die zusätzlichen Einnahmen wir-

BUCH-TIPP

ken sich unmittelbar auch auf die Ausgaben aus, die um 1.32 Millionen Franken höher ausfallen als budgetiert. Aufgrund der gestiegenen Steuerkraft muss die Gemeinde Aeugst einen höheren Betrag an den kantonalen Ressourcenausgleich beitragen, und zwar rund 1.06 Millionen Franken mehr als ursprünglich angenommen. Somit macht der Ressourcenausgleich den grössten Teil des nicht budgetierten Aufwandüberschusses aus. Ein Einmaleffekt, der ebenfalls zu einem nicht budgetierten Aufwand führte, fiel in der Gemeindeverwaltung an, da aufgrund von personellen Wechseln auf die temporäre Unterstützung von Springern zurückgegriffen werden musste. Bei der Schule wiederum führten krankheitsbedingte Absenzen zu höheren Vikariatskosten.

Auch die zusätzliche Integration von Sonderschülern führte zu einem stärkeren Betreuungsaufwand und somit zu höheren Kosten.

Dass der Sommer 2025 wetterbedingt ins Wasser fiel, hatte zumindest für das Rechnungsjahr etwas Gutes: Die Wasserversorgung musste weniger Wasser von der Gruppenwasserversorgung einkaufen und konnte mehr Wasser aus den eigenen Quellen bereitstellen.

Aufgrund des guten Jahresabschlusses hat der Gemeinderat nun die Möglichkeit ergriffen, ein in diesem Jahr fälliges Darlehen in der Höhe von 2.5 Millionen Franken zurückzuzahlen. Der Gemeinderat erachtet es als vertretbar, aufgrund der guten finanziellen Situation Schulden abzubauen. Mit der Rückzahlung des Darlehens von 2.5 Millionen Franken beträgt die Fremdverschuldung noch 5 Millionen Franken. Eine erneute

Aufnahme eines Darlehens auf den Kapitalmärkten wäre hingegen mit einem höheren Zinssatz verbunden. Der Zinssatz des auslaufenden Darlehens betrug 0.34 Prozent.

Anschluss an Holzpelletheizung

Der Gemeinderat hat beschlossen, die Liegenschaften an der Dorfstrasse 35a/b und an der Allmendstrasse 6 (Villa Rosa) an die Holzpelletheizung im Werkhofgebäude anzuschliessen. Mit diesem Schritt werden die Ölheizungen und Elektrospeicher in beiden Gebäuden durch erneuerbare Energien ersetzt. Die Holzpelletheizung wird dann neben diesen beiden Liegenschaften das Werkhofgebäude, das Alte Gemeindehaus an der Allmendstrasse 2 sowie das neue Gemeindehaus an der Dorfstrasse 22 beheizen. Der Auftrag für die Umsetzung in der Höhe von 69153.20 Franken wurde an die Firma SHS Haustechnik AG vergeben.

Türlersee Einwasserungsstellen für Sportgeräte

Um die Ausbreitung der Quagga-Muschel in den Türlersee zu verhindern, beabsichtigt der Kanton, bei den Einwasserungsstellen für Stand Up Paddles (SUPs) und andere Wassersportgeräte, neue Plakate zu platzieren. Der Gemeinderat begrüsst die Einführung der neuen Plakate, die darauf hinweisen, dass ausschliesslich gut gereinigte Sportgeräte in den Türlersee eingewassert werden sollen und appelliert an die Eigenverantwortung der Wassersportlerinnen und Wassersportler, ihren Beitrag gegen

Maud Ventura: «Der Rache Glanz»

Stefanie Batur, BiBliothek ottenBach

«Berühmt zu sein, ist mein Leben.

Ich wusste, dass ich es werden würde, ich habe alles dafür getan.» So beginnt das zweite Werk der französischen

Autorin Maud Ventura – und dieser erste Satz setzt den Ton für alles, was folgt. Im Zentrum steht Cléo, Tochter einer französischen Statistikerin und eines amerikanischen Ägyptologen. Sie wächst in Paris in einem gebildeten, gutbürgerlichen Umfeld auf – für sie

jedoch unerträglich gewöhnlich. Schon als Vierjährige äussert sie den Wunsch, einmal so berühmt zu sein wie Céline Dion. Was zunächst wie ein kindlicher Traum klingt, entpuppt sich bald als bitterernste Lebensaufgabe. Als sie bei einer Modenschau von einer Mitschülerin ausgestochen wird, wird dieser Wunsch zur Obsession: Sie wird berühmt werden – koste es, was es wolle. Was folgt, ist ein gnadenloser Aufstieg – hart erkämpft, kalt kalkuliert, ohne Rücksicht auf Verluste. Cléo ist talentiert, diszipliniert, rücksichtslos, narzisstisch – und gerade deshalb erschreckend glaubwürdig. Während des Lesens schwankt man zwischen Faszination und Abscheu. Momente von Verletzlichkeit und echter Emotionalität werden von Cléo konsequent zugunsten ihres Strebens nach Ruhm verdrängt. Diese Ambivalenz

den Horizont von Kindern und Lehrpersonen. Gleichzeitig stehen mir als Lehrperson mehr Ressourcen für ruhigere Kinder zur Verfügung», so Hürlimann.

Freiwilliges Engagement

«Das Engagement im Klassenzimmer steht allen Seniorinnen und Senioren offen», so Beck. Pädagogische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Entscheidend seien die Freude an der Arbeit mit Kindern, Interesse am Schulalltag und zwei bis sechs Stunden Zeit pro Woche. «Die Freiwilligen bleiben meist über längere Zeit in derselben Klasse. So entstehen Vertrauen, Verlässlichkeit und persönliche Beziehungen», erklärt Beck. Und: «Das Engagement für Generationen im Klassenzimmer gibt vielen Seniorinnen und Senioren Struktur im Alltag und erleichtert den Übergang vom Berufsleben in die Pension.»

Pro Senectute Kanton Zürich

die Ausbreitung der Quagga-Muschel zu leisten.

Am Türlersee gibt es zwei Einwasserungsstellen, und zwar eine bei der Hundewiese auf dem Gemeindegebiet von Aeugst und eine im Strandbad Türlersee auf dem Gemeindegebiet von Hausen. Das Einwassern von Sportgeräten an allen anderen Stellen des Türlersees wie zum Beispiel beim Häxengraben ist verboten.

Luftibus macht Halt

Der Luftibus ist ein Präventionsangebot der Lunge Zürich. In einem umgebauten Bus können Passantinnen und Passanten ihre Lungenfunktion testen. Der Luftibus leistet mit diesem Angebot einen wichtigen Beitrag an die Früherkennung und Vorbeugung von Lungenkrankheiten. In Aeugst macht der Luftibus im Rahmen des Bring- und Holtages am Samstag, 13. Juni, vor dem Volg Aeugst Halt.

Der Gemeinderat hat folgende Aufträge vergeben:

• Die Baumeisterarbeiten für den hindernisfreien Umbau der Bushaltestellen Müliberg und Höchweg in der Höhe von 748164.93 Franken an Cellere AG.

• Die periodische Wiederinstandstellung der Flurstrassen in der Höhe von 152879.82 Franken an die Bräm AG.

• Die Umsetzung der Verlängerung der Quellkonzessionen Dorf und Hinterdorf in der Höhe von 18917.50 Franken an Sieber Cassina + Partner.

Vit Styrsky, Gemeindeschreiber

GESUNDHEITSKOMPASS

Ulrike Darsow

Leitende Ärztin, Ärztliche Leitung Memory Clinic, Spital Affoltern

Hoffnung bei Alzheimer: Neue Antikörpertherapie

Gedächtnis, Orientierung und Alltagsfähigkeiten gehen schrittweise verloren. Lange Zeit konnten Medikamente nur die Symptome etwas lindern, doch nun sorgt eine neue Form der Behandlung für vorsichtige Hoffnung: die Antikörpertherapie.

Wie funktioniert die Therapie? Antikörper sind Eiweisse, die unser Immunsystem produziert, um schädliche Stoffe zu erkennen und zu bekämpfen. In der AlzheimerTherapie werden speziell entwickelte Antikörper eingesetzt, die sich gezielt an sogenannte Beta-AmyloidAblagerungen im Gehirn binden. Diese Ablagerungen gelten als ein zentrales Merkmal der Krankheit. Die Antikörper markieren diese schädlichen Eiweissklumpen, sodass das Immunsystem sie besser abbauen kann. Entsprechende Studien zeigen, dass es tatsächlich gelingt, diese Ablagerungen um bis zu 90 Prozent zu verringern. Gleichzeitig scheint sich der Krankheitsverlauf bei einigen Patientinnen und Patienten um bis zu 35 Prozent zu verlangsamen. Das ist ein bedeutender Fortschritt in der Behandlung.

Ist eine Heilung möglich? Stoppen oder gar heilen kann die Antikörpertherapie die AlzheimerKrankheit derzeit aber nicht. Zudem wirkt sie vor allem in frühen Krankheitsstadien. Daher ist eine möglichst frühe fachärztliche Diagnosestellung wichtig.

Welches sind die Risiken? Bei manchen Behandelten traten Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen oder kleine Blutungen im Gehirn auf. Deshalb wird die Therapie engmaschig überwacht und ist nicht für alle Betroffenen geeignet.

Wie verläuft die Behandlung?

macht das Buch so intensiv. Selten war ich von einer Protagonistin gleichzeitig so fasziniert und abgestossen. Es gab Momente, in denen ich das Buch am liebsten weggelegt hätte – und doch konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich ertappte mich dabei, Parallelen zu realen Berühmtheiten zu suchen.

Der Roman verzichtet bewusst auf klassische Sympathieträger und fordert die Lesenden heraus. Hinzu kommt Venturas Gespür für überraschende Wendungen: Auch hier entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die man so nicht unbedingt erwartet. Ob man das als konstruiert empfindet oder als gelungenen Twist, bleibt Geschmackssache. Eines ist jedoch sicher: Dieses Buch liess mich nicht kalt. Es hallt nach –lange nachdem ich die letzte Seite gelesen habe.

Ein weiterer Punkt ist die aufwendige Durchführung der Therapie. Bereits vor Therapiebeginn benötigt es verschiedene diagnostische Abklärungen. Die Behandlung erfolgt anschliessend über monatliche Infusionen während 1 ½ Jahren, begleitet von mehreren MRI-Untersuchungen, um Nebenwirkungen auszuschliessen. Fachärztinnen und Fachärzte in spezialisierten Zentren wie der Memory Clinic des Spitals Affoltern dürfen die Abklärungen und Therapie durchführen. Aktuell muss jeweils bei der zuständigen Krankenkasse eine Kostengutsprache für die eher teure Therapie beantragt werden.

Neue Hoffnung?

Expertinnen und Experten bewerten die Entwicklung als wichtigen Meilenstein. Erstmals greift eine Therapie direkt in die vermuteten Krankheitsmechanismen und nicht nur in die Symptome ein. Für Betroffene und ihre Angehörigen bedeutet das vor allem eines: neue Hoffnung. Auch wenn noch viele Fragen offen sind, zeigt die Forschung, dass Fortschritte möglich sind – Schritt für Schritt.

Haben Sie Fragen? Sie erreichen uns unter gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch

Eine Seniorin begleitet Kinder im Alltag im Klassenzimmer. (Bild zvg)
«Der Rache Glanz» von Maud Ventura. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2025. (Bilder zvg)
Stefanie Batur.

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14. Juni: Zivildienst und Zuwanderung

Vor allem die SVP-Initiative polarisiert das Stimmvolk

Die Wahl- und Abstimmungsunterlagen, die dem Säuliämtler Stimmvolk in diesen Tagen ins Haus flattern, haben es in sich: Mehrere kantonale Vorlagen (die Vorlagen zur Änderung der Situation am Wohnungsmarkt wurden im «Anzeiger» vom 13. Mai vorgestellt) und auch zwei eidgenössische Initiativen gilt es zu begutachten und dann darüber abzustimmen.

Zuwanderung beschränken?

Rauf und runter im ganzen Land wird die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative diskutiert. Alleine im Bezirk Affoltern haben drei Podiumsdiskussionen zum Thema stattgefunden.

Die Bundesverwaltung schreibt zur Volksinitiative Keine 10-MillionenSchweiz (Nachhaltigkeitsinitiative): Ende 2025 lebten rund 9,1 Millionen Personen in der Schweiz. Seit Einführung der Personenfreizügigkeit im Jahr 2002 ist die Bevölkerung um rund 1,7Millionen Personen gewachsen. Das ist hauptsächlich auf die Zuwanderung zurückzuführen. Wie viele Menschen zuwandern, hängt vor allem vom Arbeitsmarkt ab. Floriert die Wirtschaft, so finden Unternehmen nicht genügend Arbeitskräfte in der Schweiz. Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Spitäler und Pflegeheime rek-

Auch im Knonauer Amt, wie hier im Bild bei Uerzlikon, macht die SVP Werbung für ihre Initiative zum Thema 10-Millionen-Schweiz. (Bild zvg)

rutieren dann fehlende Fachkräfte häufig im EU-Raum. Die Initiative «Keine 10-MillionenSchweiz» verlangt, die ständige Wohnbevölkerung zu begrenzen: Vor 2050 müsste die Bevölkerung der Schweiz unter 10 Millionen Menschen bleiben. Würde die ständige Wohnbevölkerung 9,5 Millionen Personen vor 2050 überschreiten, so müssten Bundesrat und Parlament insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug Massnahmen ergreifen. Der Bundesrat müsste zudem bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder aushandeln. Würde die 10-Millionen-Grenze überschritten, so müsste die Schweiz diese Abkommen kündigen, nach zwei

Ein Nein für die Zukunft

Die SP stellt sich klar gegen die Nachhaltigkeitsinitiative und gegen die Änderung des Zivildienstgesetzes.

«Bewahren, was wir lieben» – der Slogan prangt auf Transparenten an Balkonen und begegnet uns in Inseraten der Befürworter der Initiative Keine 10-Millionen-Schweiz. Das tönt gut und niemand wird den Kern dieser Aussage ernsthaft in Abrede stellen. Mit einer Begrenzung der Zuwanderung wollen die Initianten die Errungenschaften und die Identität unseres Landes bewahren. Ist ein starrer Bevölkerungsdeckel wirklich eine Zukunftsperspektive? Wird die Schweiz damit schweizerischer? Fachkräfte aus dem Ausland sind für UnternehmeninderSchweizundfürdieLandwirtschaft unentbehrlich. Bauarbeiter, Servicefachkräfte, Erntehelfer und Müllmänner helfen mit, unser

« Ohne Fachkräfte aus dem Ausland bricht unser Gesundheitswesen zusammen. »

LandamLaufenzuhalten.DerBauundUnterhalt von Strassen, Kraftwerken und weiteren Infrastrukturen sind ohne Zugewanderte undenkbar. Mit über 50 Prozent der gesamten Schweizer ExporteistdieEUderwichtigsteHandelspartnerder Schweiz. Exportorientierte KMU gehen kaputt, wenndasAbkommenüberdiePersonenfreizügigkeit gekündigt werden muss, weil sie ohne Bilaterale den Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt verlieren. In einer Zeit, die von Kriegen und Unsicherheit geprägt ist, sind stabile Beziehungen mit Europa wichtiger denn je.

Die Schweizer Bevölkerung wird rasant älter, die Geburtenrate sinkt. Ohne Fachkräfte aus dem Ausland bricht unser Gesundheitswesen zusammen. Regionalspitäler müssen schliessen. Menschen in Alters- und Pflegezentren können nicht mehr richtig versorgt werden. Bereits heute fehlen Tausende von Pflegekräften und in den nächsten Jahren wird sich dieser Mangel verdoppeln. Zugewanderte aus

der EU tragen zu unserem Wohlstand bei. Die Initiative schafft für sie mit der Einschränkung des Familiennachzugs massive Unsicherheit. Zudem will die Initiative wichtige Menschenrechtsabkommen kündigen. Kriegsflüchtlingen – besonders Frauen und Kindern – nimmt sie die letzte Hoffnung, irgendwann als Familie vereint in Sicherheit bei uns leben zu können. Das ist der Schweiz unwürdig. Die zwei Pole Bewahrung und Erneuerung gehören untrennbar zusammen. Das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten ist nicht immer spannungsfrei. Doch das Miteinander ist der Schlüssel für die hohe Lebensqualität in unserem Land. Das, was uns stark macht, müssen wir bewahren. Doch Lösungen von gestern funktionieren nicht für die Welt von heute, die Herausforderungen unserer Zeit werden nicht mit der Hellebarde bezwungen. Wir brauchen auch die Offenheit für Erneuerung. Mit einem Nein zur Initiative packen wir die Zukunft an, statt zum Rückzug zu blasen.

Zivildienstleistungen sind unverzichtbar «Zivis sind Drückeberger», diese Aussage ist immer wieder zu hören. In Wirklichkeit sind sie bereit, im Vergleich zum Militärdienst einen anderthalb Mal so langen Dienst für die Allgemeinheit zu leisten. Die Vorlage will die Zulassungen zum Zivildienst um 40 Prozent senken, obwohl Zivildienstleistende genau dort im Einsatz sind, wo heute Personal fehlt. Für Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie Schulen erbringen Zivis unschätzbare Leistungen. Sie engagieren sich für unsere Umwelt, halten Alpweiden offen, bekämpfen invasive Pflanzen und schützen unsere Biodiversität. Ohne ihren Einsatz würden wertvolle Flächen verwildern und einheimische Arten verdrängt.

Die Gesetzesänderung führt zahlreiche Schikanen ein. Wer aus Gewissensgründen den Militärdienst ablehnt, übernimmt im Zivildienst Verantwortung. Die Vorlage greift nicht nur die Gewissensfreiheit an, sondern schreckt auch junge Menschen ab, die einen sinnvollen Dienst für die Gesellschaft leisten wollen. Wollen wir tatsächlich junge Menschen davon abhalten, sich für die Gemeinschaft einzusetzen? Mit einem Nein zur Änderung des Zivildienstgesetzes können wir dies verhindern. SP Bezirk Affoltern

Jahren auch das Abkommen mit der EU über die Personenfreizügigkeit. Dadurch würden auch die anderen Verträge der Bilateralen I wegfallen. Auch die Beteiligung der Schweiz an den Schengenund Dublin-Abkommen der EU wäre infrage gestellt und damit die enge Zusammenarbeit im Sicherheits- und Asylbereich. Das Pro-Komitee hält die Zuwanderung heute für massiv zu hoch. Sie führe zu Wohnungsnot, höheren Mieten, Zubetonierung der Landschaft, Stau und überfüllten Zügen, steigender Kriminalität, einem Gesundheitswesen am Anschlag und sinkender Bildungsqualität. Die Initiative beschränke die Zuwanderung auf ein vernünftiges Mass. Parlament und Ständerat haben die Vorlage abgelehnt.

Zivildienst soll Ausnahme bleiben Aber auch die Abstimmung zur Änderung des Zivildienstgesetzes hat es in sich: Bundesrat und Parlament wollen sicherstellen, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleibt. Die Vorlage soll dafür sorgen, dass weniger Personen in den Zivildienst wechseln. Sie zielt vor allem auf Armeeangehörige, die erst in den Zivildienst wechseln, nachdem sie bereits einen grossen Teil ihres Armeedienstes geleistet haben. Denn diese Personen müssen heute nur noch relativ wenige zusätzliche Diensttage leisten.

Neu müssten alle Zivildienstpflichtigen mindestens 150 Diensttage leisten. Als weitere Massnahmen sind strengere Vorgaben für die Planung der Zivildiensteinsätze vorgesehen. Damit soll verhindert werden, dass Zivildienstpflichtige gegenüber Militärdienstpflichtigen einen Vorteil haben. Gegen die Vorlage wurde das Referendum ergriffen. Das Referendumskomitee warnt, dass künftig deutlich weniger Personen Zivildienst leisten würden. Diese Personen fehlten dann dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Das schade dem Zusammenhalt, ohne dass es die Armee stärke. Die Vorlage sei bloss der erste Schritt, um den Zivildienst abzuschaffen. Parlament und Ständerat haben der Vorlage zugestimmt.

Was die Parteien meinen

Die neun im Bezirk aktiven Parteien haben im «Anzeiger» die Gelegenheit, bei eidgenössischen Abstimmungen einmal Stellung im Vorfeld zu nehmen. In einem einleitenden Text erklärt die Redaktion, was genau zur Abstimmung steht. Zu den anstehenden Vorlagen haben alle neun Parteien die Gelegenheit genutzt, sich zu äussern. (red)

Bewahren, was wir lieben

Die SVP des Bezirks Affoltern steht ganz klar hinter der Nachhaltigkeitsinitiative der Mutterpartei.

Das steht auf den Fahnen, die für die Nachhaltigkeitsinitiative werben. Und darum geht es: nicht um eine Partei, nicht um materielle Dinge, sondern um viel mehr, um unser Land, wie wir es lieben und erhalten wollen.

Die Masseneinwanderung ist daran, es zu zerstören. Wir erleben es alle. Jeden Tag wird ein halber Bauernhof zubetoniert. Im öffentlichen Verkehr findet man keinen Platz, die Strassen sind verstopft, man findet keine Wohnung oder bezahlt exorbitante Mieten, dem zunehmenden Strombedarf will man mit mehr Naturzerstörung wie riesigen Windturbinen oder neuen überirdischen Hochspannungsleitungen begegnen (nachdem man eben viele unter Boden gelegt hat). Man wird im eigenen Land auf Hochdeutsch oder Englisch angequatscht, alles wird immer teurer. Die enormen Fortschritte in Bezug auf die Reduktion des CO2-Ausstosses werden pulverisiert.

« Die Personenfreizügigkeit, die so viel Unerfreuliches gebracht hat, ist zu künden, falls die zehn Millionen überschritten sind. »

Der Grund für all das ist einfach zu nennen: unkontrollierte Masseneinwanderung, seit sich das Schweizervolk vor 26 Jahren die Personenfreizügigkeit mit der EU hat aufschwatzen lassen. 8000 bis 10000 zusätzliche Einwanderer sollten per Saldo im Jahr kommen, sagte der Bundesrat. Es war das Zehnfache! Zwei Millionen mehr Leute als damals sind jetzt in der Schweiz, 800000 wurden eingebürgert, unter ihnen viele, die weder unsere Traditionen noch unser weltweit einmaliges direktdemokratisches System verinnerlicht haben.

Angesichts dieser schlechten Entwicklungen haben Volk und Stände 2014 in die Verfassung geschrieben, dass sie die Einwanderung wieder selbstständig regeln wollen, und zwar mit Höchstzahlen und Kontingenten und einer Beschränkung des Familiennachzugs und der Sozialleistungen. Diese klare Regel ist von Bundesrat und Parlament ignoriert worden. Es sind weiter Hunderttausende eingewandert. Die Behörden hätten es also nicht nur in der Hand gehabt, sondern hatten seit zwölf Jahren einen klaren Auftrag zu handeln. Aus Angst vor der EU haben die Höseler es nicht getan. Jetz isch gnueg Heu dune! Wir sind es dem Land und künftigen Generationen schuldig. Die Bevölkerung von schon jetzt über neun Millionen darf vor 2050 zehn Millionen nicht überschreiten. Massnahmen sind schon vorher zu ergreifen, aber die Personenfreizügigkeit, die so viel Unerfreuliches gebracht hat, ist zu künden, falls die zehn Millionen überschritten sind. Die Gegenseite im Abstimmungskampf operiert massiv mit Unwahrheiten. Kein einziger Ausländer, der sich jetzt legal im Land aufhält, müsste die Schweiz je wegen dieser neuen Verfassungsbestimmung verlassen. Der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit ist nicht nur absurd, sondern sehr viele Zuwanderer teilen die Sorge um die Zerstörung ihrer neuen Heimat. Wenn Bundesrat Jans behauptet, bei einer Annahme der Initiative müssten Spitäler und Pflegeheime wegen Personalmangels schliessen, ist das gelogen. Die Schweiz ist selbst bei einer allfälligen Kündigung der Personenfreizügigkeit nach 2050 (!) völlig frei, die Fachkräfte zu holen, die sie braucht. Diese kommen, weil sie in der Schweiz massiv mehr verdienen, nicht wegen des Vertrags mit der EU. Was sich aber ändern würde, ist die Verdrängung anständig bezahlter schweizerischer Fachleute in die vorzeitige Pensionierung oder gar in die Arbeitslosigkeit und ihr Ersatz durch billigere Ausländer. Dem wollen wir ein Ende setzen! Die Nachhaltigkeitsinitiative wird bekämpft von denjenigen Unternehmern, die nur an ihren Geldsack denken und die durch Economiesuisse vertreten werden, sowie von den Parteien von Linksextrem bis zur FDP, die am liebsten offene Grenzen für die halbe oder die ganze Welt hätten. Sie sprechen von der ChaosInitiative, nicht zu Unrecht, denn sie will dem heutigen Chaos, das genau diese Leute seit Jahrzehnten verantworten, endlich ein Ende machen. SVP Bezirk Affoltern

SVP

Verantwortungsvolle Steuerung der Zuwanderung

Die EDU ist einverstanden mit beiden eidgenössischen Vorlagen, die am 14. Juni zur Abstimmung stehen.

Am 14. Juni stimmt die Schweiz über zwei wichtige eidgenössische Vorlagen ab: die Nachhaltigkeitsinitiative – keine 10-MillionenSchweiz sowie die Änderung des Zivildienstgesetzes. Beide Vorlagen verdienen ein klares Ja. Sie stärken die Sicherheit, die Stabilität und die Zukunft unseres Landes.

Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative

Die Schweiz steht unter zunehmendem Druck. Jahr für Jahr wächst die Bevölkerung stark an. Im Vergleich zu Deutschland

« Die EDU erachtet es indessen als wichtig, dass Heimat, kulturelle Identität und soziale Stabilität geschützt werden. »

übrigens 16-mal schneller. Bereits heute kämpfen wir mit steigenden Mieten, überfüllten Zügen, Verkehrsstaus und einem enormen Druck auf Schulen, Spitäler und die Sozialwerke. Die Initiative setzt hier ein wichtiges Zeichen: Die Schweiz darf nicht unbegrenzt wachsen. Unser Land hat begrenzten Raum und be-

grenzte Ressourcen. Wachstum in diesem Ausmass ist weder nachhaltig noch sozialverträglich. Die Initiative fordert nicht die Abschottung der Schweiz, sondern eine verantwortungsvolle Steuerung der Zuwanderung. Auch mit der Annahme der Initiative können bis 2050 im Schnitt immer noch 40000 Personen pro Jahr zuwandern. Die EDU erachtet es indessen als wichtig, dass Heimat, kulturelle Identität und soziale Stabilität geschützt werden. Eine massvolle Bevölkerungsentwicklung dient auch den kommenden Generationen. Oft wird behauptet, die Schweizer Wirtschaft sei auf eine stetig wachsende Zuwanderung angewiesen. Der Erfolg unseres Landes beruht jedoch nicht auf der Personenfreizügigkeit, sondern vor allem auf Fleiss, Innovationskraft, einem starken Mittelstand und gut ausgebildeten Fachkräften aus dem Inland. Eine nachhaltige Wirtschaftspolitik darf deshalb nicht einfach auf unbegrenztes Bevölkerungswachstum setzen.

Zudem wird ein wichtiger Aspekt in der Diskussion häufig ausgeblendet: Es ist fragwürdig, wenn wohlhabende Länder wie die Schweiz gut ausgebildete Fachkräfte aus anderen Staaten anwerben, die diese selbst dringend benötigen. Herkunftsländer investieren viel in Ausbildung, verlieren dann aber ihre qualifizierten Arbeitskräfte ans Ausland. Dieses Vorgehen verschärft dort den Fachkräftemangel zusätzlich und ist langfristig weder fair noch nachhaltig.

Wichtige Änderung des Zivildienstgesetzes

Ebenso wichtig ist die Änderung des Zivildienstgesetzes. Die Armee hat in den vergangenen Jahren zunehmend Mühe, genügend Bestände zu halten. Immer mehr Angehörige wechseln kurz vor

oder nach der Rekrutenschule in den Zivildienst. Dadurch fehlen der Armee wichtige Kräfte für ihre Kernaufgabe: den Schutz und die Sicherheit unseres Landes. Die Vorlage sorgt dafür, dass der

« Die Vorlage sorgt dafür, dass der Zivildienst wieder seinem ursprünglichen Zweck entspricht. »

Zivildienst wieder seinem ursprünglichen Zweck entspricht –nämlich einer Gewissensentscheidung – und nicht als bequemer Ausweg aus der Dienstpflicht genutzt wird. Wer Verantwortung für die Sicherheit der Schweiz übernehmen kann, soll dies auch tun. Gerade in einer unsicheren Welt mit internationalen Konflikten braucht die Schweiz eine funktionierende und glaubwürdige Armee. Die EDU unterstreicht dabei auch den Gedanken der Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft. Freiheit und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie brauchen Menschen, die bereit sind, einen Beitrag zu leisten. Beide Vorlagen stehen deshalb für eine Politik der Vernunft: kontrollierte Zuwanderung statt unbegrenztes Wachstum sowie eine starke Landesverteidigung statt weitere Schwächung der Armee. Wer eine sichere, stabile und lebenswerte Schweiz erhalten möchte, sagt am 14. Juni zweimal Ja. EDU Bezirk Affoltern

Keine 10-Millionen-Schweiz – ein Eigengoal!

Die EVP sieht weder in der Nachhaltigkeitsinitiative der SVP noch in der Änderung des Zivildienstgesetzes einen sinnvollen Vorschlag und spricht sich deshalb für ein zweifaches Nein aus.

Die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative – keine 10-MillionenSchweiz gibt vor, Wohlstand und Sicherheit durch eine strikte Begrenzung der Zuwanderung zu schützen. Das ist ein gefährlicher Irrweg. Im Gegenteil, sie führt zu mehr illegaler Migration, gefährdet internationale Abkommen und verschärft den Fachkräftemangel massiv. Das wäre ein Schuss ins eigene Bein. Die EVP sagt Nein.

Bilateraler Erfolgsweg in Gefahr Gerade in global unsicheren Zeiten ist es für die Schweiz unverzichtbar, stabile Beziehungen zu unserer wichtigsten Handelspartnerin, der EU, zu pflegen. Die Initiative setzt den bilateralen Weg der Schweiz aufs Spiel, ohne eine Alternative zu bieten. Im Extremfall könnte sie zur Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens mit der EU führen. Damit würde der Zugang zum EU-Binnenmarkt abgeschnitten und zur europäischen Forschung erschwert. Zur Begrenzung der Wohnbevölkerung müsste die Schweiz Massnahmen ergreifen, die unserem Wohlstand schaden. Gleichzeitig wäre dies nicht mit den internationalen Verpflich-

tungen der Schweiz vereinbar. Wenn in der Folge Unternehmen und Spitäler keine qualifizierten Arbeitskräfte (mehr) finden, werden zum Beispiel Wartezeiten in der Gesundheitsversorgung und anderen wesentlichen Bereichen länger.

Die Initiative könnte bei einem Ausstieg der Schweiz aus dem Dublin- und Schengen-System sogar zu mehr irregulärer Migration führen. Eine höhere Anzahl von Asylgesuchen wäre vorprogrammiert. Rundum ein Eigengoal!

Nein zur Änderung des Zivildienstgesetzes

Die Änderung des Zivildienstgesetzes lehnt die EVP entschieden ab. Was als «Änderung» daherkommt, will den Zivildienst schwächen und die Bedingungen für Zivildienstleistende massiv erschweren. Wir können froh sein, um junge Menschen, die sich ernsthaft mit ihrem Tun auseinandersetzen und die bereit sind, einen wesentlichen Einsatz für die Gesellschaft zu leisten. Selbst wenn sie zum Schluss kommen, dass sie das im zivilen statt im militärischen Umfeld tun wollen. Sich an verlässlichen Werten zu orientieren und Verantwortung zu übernehmen, für das, was sie tun oder eben auch nicht tun wollen, ist eine grossartige Charaktereigenschaft. Es gibt plausible Gründe, weshalb ein junger Mann oder auch eine junge Frau einen Ersatzdienst statt Militärdienst leisten will. Dabei geht es nicht ums Kneifen. Auch der Zivildienst dient unserem Wohlergehen und unserer Sicherheit.

« Es gibt plausible Gründe, weshalb ein junger Mann oder auch eine junge Frau einen Ersatzdienst statt Militärdienst leisten will. »

Denken wir zum Beispiel an die Pandemie zurück, an die Bergstürze im Wallis und im Berner Oberland, an die Personalknappheit in Altersheimen, Jugendlagern oder Spitälern, wo man froh war um die Zivildienstleistenden. Sie waren eine wichtige Stütze bei den Aufräumarbeiten und halfen, Personalengpässe zu überbrücken. Der Zivildienst ist, wie der Militärdienst, Lebensschule und ein bedeutsamer Dienst an der Allgemeinheit. Dass mit der geplanten Änderung der Zivildienst für junge Menschen unattraktiv gemacht werden soll, ist ein Fehler. Ganz besonders trifft dies diejenigen, die das Sturmgewehr abgeben und aus Gewissensgründen keinen Militärdienst (mehr) leisten können. Die Folgen gehen über die Betroffenen hinaus. Sie werden uns auch in Friedenszeiten besonders schmerzen. Wird der Zugang erschwert, droht ein spürbarer Leistungsabbau in genau jenen Bereichen, die bereits heute stark gefordert sind. Die Massnahmen setzen am falschen Ort an. Sie lösen keine strukturellen Probleme, sondern sie schaffen neue. EVP Bezirk Affoltern

Die wahre Absicht: Die Torpedierung der Verträge mit der EU

Die FDP sagt Nein zur SVP-Nachhaltigkeitsinitiative, aber Ja zu einer Korrektur beim Zivildienst. Die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative verspricht Ordnung und eine heile Schweiz, produziert aber das Gegenteil. Sie setzt auf eine starre Obergrenze und tut so, als liessen sich Wohnungsmarkt, Verkehr, Infrastruktur und Arbeitsmarkt mit einer simplen Zahl steuern. Das ist irreführend. Eine wachsende, offene und erfolgreiche Volkswirtschaft braucht keine Symbolpolitik, sondern kluge Rahmenbedingungen, Investitionen und eine Politik, die Probleme dort löst, wo sie tatsächlich entstehen.

Offensichtlicher Widerspruch

Hinzu kommt ein offensichtlicher Widerspruch: Wenn die Lage bereits heute so dramatisch wäre, wie die Initianten der Stimmbevölkerung weismachen möchten, dann müssten sie Massnahmen verlangen, die jetzt wirken – und nicht erst in 20 Jahren. Wer mit Alarmismus politisiert, aber die Wirkung seiner eigenen Rezepte in eine ferne Zukunft verschiebt, zeigt vor allem, dass es um Kampagnenlogik geht, nicht um ernsthafte Problemlösung. Vor allem blendet die Initiative aus, worum es bei Zuwanderung in der Schweiz in erster Linie geht: um Arbeit. Der grösste Teil der Immigration ist Arbeitsmigration. Asyl und Familien-

nachzug, Aspekte, mit denen Stimmung gemacht wird, machen nur einen kleineren Teil aus. Die eigentliche Konsequenz der Initiative wäre also, dass Unternehmen immer stärker daran gehindert würden, die Fachkräfte zu rekrutieren, die sie benötigen.

« Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, strukturelle Defizite einzelner Branchen mit billigen Dienstpflichtigen zu kaschieren. »

Soll der Wirtschaft künftig verboten werden, im Ausland Personal zu suchen, wenn die inländischen Arbeitskräfte dafür fehlen oder nicht willens sind, diese offenen Stellen zu füllen?

Dazu kommt, dass die SVP diese Initiative einmal mehr als Deckmantel für ihre wahren Absichten missbraucht: die Torpedierung der Verträge mit der EU, seien es die bestehenden oder die aktuell zur Diskussion stehenden neuen Rahmenverträge.

Die Schweiz lebt von Leistungsbereitschaft, Innovation und offenen Märkten. Wer Wachstum pauschal zum Problem erklärt, gefährdet Wohlstand, Versorgung und am Ende auch den Sozialstaat, den er zu schützen vorgibt. Darum ist zu dieser

schädlichen 10-Millionen- oder eben Chaos-Initiative klar Nein zu sagen.

Ja zur Anpassung beim Zivildienst Auch bei der Änderung des Zivildienstgesetzes geht es um Augenmass statt Ideologie. Die Vorlage erhöht die Hürden für einen Wechsel in den Zivildienst moderat. Das ist richtig. Wer dienstpflichtig ist, soll nicht allzu bequem ausweichen können. Zugleich bereinigt die Vorlage Ungereimtheiten, die in der Praxis wenig Sinn ergeben. Sie stärkt damit die Glaubwürdigkeit des Dienstsystems, ohne den Zivildienst grundsätzlich infrage zu stellen. Wenig überzeugend ist das Argument der Gegner, in Care-Berufen würden danach Arbeitskräfte fehlen. Denn damit wird unfreiwillig ein Missstand offengelegt: Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, strukturelle Defizite einzelner Branchen mit billigen Dienstpflichtigen zu kaschieren. Solche Probleme müssen über bessere Rahmenbedingungen (die auch die Kostenwahrheit zu Tage fördern), attraktivere Berufe und echte Reformen gelöst werden – nicht über Fehlanreize im Dienstsystem. Am 14. Juni gilt deshalb: Nein zur Chaos-Initiative, Ja zur vernünftigen Korrektur beim Zivildienst. FDP Bezirk Affoltern

Nicht Symptome bekämpfen, sondern Ursachen

Die Grünliberalen im Bezirk Affoltern halten nichts von der Nachhaltigkeitsinitiative der SVP und nennen sie gar «Chaos-Initiative». Auch von einer Veränderung des Zivildienstgesetzes halten sie nichts.

Die von der SVP lancierte sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative verkauft einfache Antworten auf komplexe Probleme. Doch in

« Immer weniger junge Menschen müssen künftig für immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten. »

Wahrheit würde sie Chaos verursachen – in unserem Gesundheitswesen, in der Wirtschaft und im Alltag der Bevölkerung. Wir von den Grünliberalen und auch andere nennen sie deshalb «Chaos-Initiative».

Tausende Fachkräfte fehlen

Schon heute fehlen in der Schweiz Tausende Fachkräfte. Spitäler suchen verzweifelt Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal. Altersheime finden kaum genügend Mitarbeitende. Handwerksbetriebe, Gastronomie, Industrie und IT kämpfen seit Jahren mit offenen Stellen. Wer heute einen Termin beim Spezialisten braucht oder auf einen Pflegeplatz angewiesen ist, spürt den Personalmangel

bereits direkt. Die Initiative würde dieses Problem massiv verschärfen. Denn die Realität ist klar: Die Schweiz bildet zwar gute Fachkräfte aus, aber nicht genug. Viele Menschen, die täglich in unseren Spitälern arbeiten, unsere Eltern pflegen oder auf Baustellen stehen, kommen aus dem Ausland. Ohne sie würde vieles schlicht nicht mehr funktionieren. Wer die Zuwanderung mit einem starren Deckel begrenzen will, gefährdet unsere Versorgung und unseren Wohlstand.

Dazu kommt ein zweiter wichtiger Punkt, über den oft zu wenig gesprochen wird: Die Geburtenrate sinkt seit Jahren. Immer weniger junge Menschen müssen künftig für immer mehr Rentnerinnen und Rentner arbeiten. Das betrifft die AHV, die Pflege, die Wirtschaft und letztlich unseren gesamten Lebensstandard. Ohne gezielte Zuwanderung fehlen künftig Arbeitskräfte, Steuerzahler und Beitragszahler für unsere Sozialwerke.

Natürlich bringt Wachstum Herausforderungen mit sich –etwa beim Verkehr oder beim Wohnraum. Aber diese Probleme löst man nicht mit einer politischen Abrissbirne. Wer wegen voller Züge oder hoher Mieten die Grenzen dichtmachen will, bekämpft Symptome statt Ursachen. Die Schweiz braucht vernünftige Lösungen: mehr Wohnraum, bessere Infrastruktur und eine gesteuerte, sinnvolle Zuwanderung. Nicht Abschottung.

Bilaterale Verträge werden gefährdet

Die «Chaos-Initiative» gefährdet zudem die bilateralen Verträge mit Europa und damit den Zugang zu unserem wichtigsten Wirtschaftsraum. Das schafft Unsicherheit für Unternehmen, gefährdet Arbeitsplätze und schwächt den Standort Schweiz – gerade

Zweimal Nein für eine solidarische Schweiz

Die Grünen im Bezirk Affoltern lehnen die SVP-Nachhaltigkeitsinitiative ab. Auch eine Änderung des Zivildienstgesetzes ist für die Grünen ein No-Go.

Bei der SVP-Chaos-Initiative der SVP zeichnet sich laut den neusten Umfragen eine Pattsituation ab: 50 Prozent dafür, 50 Prozent dagegen. Es wird knapp! Umso wichtiger ist ein klares Nein. Denn diese Initiative löst kein einziges reales Problem unseres Landes, sie schafft neue.

in einer Zeit, in der Stabilität wichtiger denn je ist. Die Schweiz war immer erfolgreich, weil sie pragmatisch gedacht hat – nicht ideologisch. Wir brauchen Fachkräfte, wir brauchen funktionierende Beziehungen zu unseren Nachbarn und wir brauchen Lösungen statt Schlagworte.

Darum: Nein zur «Chaos-Initiative». Für eine starke Schweiz mit Perspektiven statt Stillstand.

Änderung des Zivildienstgesetzes

Die Verschärfungen im Zivildienstgesetz sollen junge Menschen vom Zivildienst abschrecken. Laut dem Bundesrat soll die Zahl der Zivildienstleistenden mit diesen Massnahmen um 40 Prozent sinken. Angenommen wird, dass dann mehr Leute für die Armee zur Verfügung stehen. Diese Denkweise greift aber zu kurz. Die Zivis fehlen dann dort, wo heute schon der grösste Personalmangel herrscht: in Heimen und Spitälern, in Bildungseinrichtungen, im Natur- und Umweltschutz sowie in der Alp- und Landwirtschaft. Leidtragende des Abschreckungsprogramms sind auch die Einsatzbetriebe des Zivildienstes und damit die Kantone und Gemeinden, die zuständig für Sozial-, Schul- und Gesundheitswesen sowie Umwelt- und Naturschutz sind. Denn was die fehlenden Zivis nicht mehr leisten können, fällt ersatzlos weg. Und es ist widersinnig, dem Zivildienst Schaden beizufügen im Glauben, das würde die Armee stärken. Viel hilfreicher wäre es, die Armee attraktiver zu machen! Denn viele, die vom Zivildienst abgeschreckt sind, würden sich neu medizinisch ausmustern lassen, statt in die Armee zu gehen.

Grünliberale Bezirk Affoltern

Die Initiative setzt bei einer starren Bevölkerungszahl an und macht Migration pauschal zum Sündenbock. Doch Wohnungsnot, überlastete Infrastruktur, steigende Gesundheitskosten oder Druck auf die Löhne entstehen nicht, weil Menschen hier leben und arbeiten. Sie entstehen, weil zu wenig bezahlbarer Wohnraum gebaut wird, weil Investitionen verschleppt werden und weil Profite oft stärker geschützt werden als Menschen und Umwelt. Wer diese Probleme ernsthaft angehen will, braucht soziale, ökologische und gerechte Lösungen, keine Abschottungspolitik. Besonders gefährlich ist, dass die Initiative Grund- und Menschenrechte angreift. Kriegsvertriebene könnten ihr Aufenthaltsrecht verlieren, der Familiennachzug würde massiv erschwert,

Familien könnten auseinandergerissen werden. Auch die Wiedereinführung eines ausbeuterischen Saisonnierstatuts droht: Menschen kämen nur noch zum Arbeiten in die Schweiz, ohne echte Rechte, ohne Sicherheit und ohne ihre Familien. Das ist mit einer solidarischen Schweiz nicht vereinbar. Hinzu kommt: Die Initiative gefährdet die Beziehungen zur EU. Sie zielt auf die Kündigung der Personenfreizügigkeit und damit auf das Ende der bilateralen Verträge. Das hätte Folgen für Arbeitsplätze, Forschung, Löhne und unseren Alltag. Pflege, Baustellen, Gastronomie und Spitäler sind heute auf Menschen angewiesen, die hier arbeiten und Teil unserer Gesellschaft sind. Eine Politik, die sie entrechtet und vertreibt, stürzt die Schweiz tatsächlich ins Chaos.

« Die Initiative setzt bei einer starren Bevölkerungszahl an und macht Migration pauschal zum Sündenbock. »

Nein zur Änderung des Zivildienstgesetzes Auch zur Änderung des Zivildienstgesetzes sagen die Grünen klar Nein. Die rechte Mehrheit im Parlament will den Zivildienst gezielt schwächen und unattraktiver machen. Vorgesehen sind sechs Änderungen, die den Wechsel in den Zivildienst erschweren und für viele Betroffene die Dienstdauer massiv erhöhen würden. Wer bereits Militärdiensttage geleistet hat, müsste künftig deutlich länger Zivildienst leisten. Das ist schikanös und widerspricht dem Grundsatz, dass Zivil- und Armeedienst gleichwertig behandelt werden müssen.

Der Zivildienst ist keine Nebensache. Zivildienstleistende leisten jeden Tag wichtige Arbeit in Spitälern, Pflegeheimen, Schulen, sozialen Institutionen sowie im Natur- und Umweltschutz. Gerade in Bereichen, in denen heute schon Personalmangel herrscht, wäre eine Schwächung des Zivildienstes spürbar. Weniger Zivildienstleistende bedeuten weniger Unter-

Klare Rahmenbedingungen schaffen

Am 14. Juni stehen zwei eidgenössische Vorlagen zur Abstimmung, die grundlegende Fragen zur Steuerung der Zuwanderung und zur Sicherheitspolitik der Schweiz betreffen. Die Mitte Bezirk Affoltern hat sich mit beiden Vorlagen auseinandergesetzt und klare Positionen gefasst.

stützung dort, wo Menschen und Umwelt konkret darauf angewiesen sind.

Besonders problematisch ist auch der Angriff auf die Gewissensfreiheit. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten kann, muss eine faire zivile Alternative haben. Es darf nicht sein, dass Menschen faktisch dazu gedrängt werden, gegen

« Zivildienstleistende leisten jeden Tag wichtige Arbeit in Spitälern, Pflegeheimen, Schulen, sozialen Institutionen sowie im Natur- und Umweltschutz. »

ihre Überzeugung Militärdienst zu leisten. Die vorgesehenen Änderungen verletzen deshalb grundlegende Rechte und sind auch aus rechtsstaatlicher Sicht abzulehnen.

Hinter der Vorlage steht vor allem der Versuch, die Armee gegenüber dem Zivildienst zu bevorzugen. Dabei hatte die Armee in den letzten Jahren keinen Mangel an Dienstpflichtigen, sondern sogar einen zu hohen Bestand. Es gibt also keinen sachlichen Grund, den Zivildienst zu schwächen. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss den Zivildienst schützen statt abbauen.

Deshalb am 14. Juni zweimal Nein für eine solidarische Schweiz.

Grüne Bezirk Affoltern

Zur Volksinitiative Keine 10-Millionen-Schweiz empfiehlt Die Mitte Bezirk Affoltern ein klares Nein. Dass die Zuwanderung Herausforderungen mit sich bringt, ist unbestritten. Doch die Initiative bietet keine praktikablen Antworten darauf. Starre Obergrenzen schränken den politischen Handlungsspielraum der Schweiz unnötig ein und gefährden vor allem den bilateralen Weg mit der Europäischen Union. Dieser ist eine der zentralen Grundlagen unseres wirtschaftlichen Wohlstands und sichert hierzulande Zehntausende von Arbeitsplätzen. Die Mitte steht für eine gezielte Steuerung der Zuwanderung, aber mit umsetzbaren Massnahmen und nicht mit Scheinlösungen.

Bestehende Lücken schliessen Ein Ja empfiehlt Die Mitte Bezirk Affoltern zur Änderung des Zivildienstgesetzes. In einer Zeit, in der die geopolitische Lage so angespannt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr, braucht die Schweiz eine personell gut aufgestellte Armee. Der Zivildienst ist ein wichtiger Bestandteil unseres Milizgedankens. Er soll jedoch jenen vorbehalten bleiben, bei denen tatsächlich ein Gewissenskonflikt besteht. Die Gesetzesanpassung schliesst bestehende Lücken, schafft klarere Rahmenbedingungen und stärkt damit die Einsatzfähigkeit der Armee. Die

« Die Schweiz braucht eine personell gut aufgestellte Armee. »

Mitte Bezirk Affoltern steht für Lösungen mit Augenmass: sicherheitspolitisch verantwortungsvoll, wirtschaftlich vernünftig und mit Blick auf die Realitäten unserer Zeit. Wir laden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein, sich eine eigene Meinung zu bilden und am 14. Juni an der Urne teilzunehmen.

Die Mitte Bezirk Affoltern

Grüne
Die Mitte

AUFRECHT

Chaos dank 10-Millionen-(Nachhaltigkeits)-Initiative?

Aufrecht spricht sich klar für ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative aus.

Nein, das Chaos herrscht bereits heute. Arbeiten Sie? Müssen Sie auch täglich zu den «Rush hours» auf die Strasse? Täglich grüsst das Murmeltier – es herrscht Chaos auf den Strassen, da diese seinerzeit für viel weniger Einwohner gebaut wurden, es gibt keinen Tag ohne Stau. Die Staus kosten die Wirtschaft Millionen und auch der kleine Bürger bezahlt seinen Anteil durch höhere Transportkosten. Die Strassen sind überlastet, die Züge sind voll ausgelastet und überlastet, dasselbe ist auch im lokalen ÖV fest-

« Das Chaos existiert bereits dank der masslosen Zuwanderung der vergangenen Jahrzehnte. »

zustellen. Das Chaos existiert bereits dank der masslosen Zuwanderung der vergangenen Jahrzehnte.

Rückbesinnung auf die Schwarzenbach-Initiative Die älteren Leserinnen und Leser mögen sich vielleicht noch an die Schwarzenbach-Initiative erinnern, das wäre heute keine 7-Millionen-Schweiz-Initiative – der damalige Bundesrat hat er-

wähnt, die Schweiz wird NIE 7 Millionen Einwohner haben, also auch hier hat der Bundesrat gelogen, wie auch bei der Personenfreizügigkeit, als man dem Stimmbürger die Mär erzählte, dass nur 8000 Zuwanderer pro Jahr kommen werden. Dies stimmt ebenfalls nicht, es sind teilweise das Zehnfache der Prognosen. Dadurch entsteht auch ein Dichtestress und das Chaos, welches bereits herrscht und mit der Nachhaltigkeitsinitiative eingebremst werden soll.

Moderates Wachstum gefordert

Von den Gegnern werden Fake News verbreitet. Die Gegner haben die heutigen Zustände durch die masslose Zuwanderung verursacht – nun behaupten diese, es müssten Spitäler geschlossen werden, da keine Zuwanderung mehr stattfinden dürfe und das Personal fehle. Dies sind Fake News! Alle, die bereits hier sind, dürfen auch hier bleiben und in der Schweiz arbeiten. Die Initiative will, dass wir moderater wachsen und nicht wie in den letzten 20 Jahren um fast zwei Millionen – unser Land ist zu klein für eine 10-Millionen-Schweiz. Wohnungsmangel und Platzmangel herrschen bereits heute. Warum wird immer wieder behauptet, es herrsche dann ein akuter Fachkräftemangel? Die rund 1,8 Millionen Zugewanderten sind anscheinend keine Fachkräfte oder nur ganz wenige, denn der Fachkräftemangel herrscht ja heute schon. Teilweise leider auch durch die Wirtschaft selbst verschul-

Parolenspiegel Politische Parteien Bezirk Affoltern (IPK)

NationaleVorlagen vom 14. Juni 2026

Nachhaltigkeitsinitiative Zivildienstgesetz

KantonaleVorlagen vom 14. Juni 2026

Vertretung vonKantonsratsmitgliedern

Wohneigentums-Initiative

Stichfrage

4. B Gegenvorschlag

det – man setzt auf billige zugewanderte Arbeitskräfte. Auf dem Arbeitsmarkt hat man keine Chance mehr, eine Stelle zu finden, wenn man älter als 45 Jahre ist, über 50 noch schlimmer, auch mit grossem Fachwissen, dies wohl auch wegen der sogenannten PK-Strafe. Hier müsste die Politik auch handeln, das Problem anpacken, statt sich der EU zum Frass vorzuwerfen und fremdes Recht zu übernehmen.

Sich noch mehr Probleme ins Land holen

Die Arbeitslosenquote in der EU ist übrigens viel höher als hier in der Schweiz. Man diskutiert über Erhöhungen des Rentenalters, müsste aber zuerst dieses Problem lösen. Denn wenn man noch länger arbeiten soll als bisher, sollte man auch Stellen für Ü50 anbieten. Die Einwanderung braucht mehr Strukturen, mehr Pflegekräfte, mehr Lehrer, mehr Gefängniswärter (mehr Gefängnisse – die heutigen sind voll –, aktuell sind 97 Prozent der Plätze belegt, auch wegen der Zuwanderung). Es bräuchte auch mehr Strassen, mehr Züge. Die Einwanderung braucht vor allem eines, mehr Platz, diesen haben wir aber nicht. Deshalb: Wenn Sie die Schweiz lieben und möchten, dass wir moderat wachsen und diese Leute in die Schweiz kommen, die wir wirklich brauchen, dann muss man zu der Nachhaltigkeitsinitiative ein Ja in die Urne legen.

Aufrecht Zürich

Nein Nein Ja 4. C Stichfrage GVINIINI GVGVINIGV 5JaNeinNeinJaNeinJaJaNeinJa

StoppPrämien-Schock

ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN

Daniel Sommer, EVP, Affoltern

Was tun, wenn die Küche brennt?

Die «10-Millionen-Initiative» erinnert ein bisschen an den Schüler, der eine ungenügende Note nach Hause bringt, dramatisch verkündet: «So kann es nicht weitergehen!» – und dann als Lösung vorschlägt, künftig einfach keine Prüfungen mehr zu schreiben.

Reale Probleme zu benennen, aber keine vernünftigen Lösungen vorzuschlagen, ist menschlich und deshalb auch in der Politik gang und gäbe. Aus der Verdränger-Ecke kommt dann oft der Satz: «Mach dir nichts draus, es kommt schon gut.» Doch dieser Spruch kann überfüllte Züge, überrissene Mieten, überlange Wartezeiten und überbaute Landschaften nicht einfach

wegzaubern. Es ist deshalb verständlich, dass die «10-Millionen-Initiative» grossen Zuspruch erhält. Zumal gegen «Nachhaltigkeit» auf den ersten Blick ja wenig einzuwenden ist. Dumm nur, dass eine Annahme der Initiative ziemlich genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit bewirken würde. Nachhaltig ist schliesslich nur, was über die Gegenwart hinauswirkt, was uns und unseren Nachkommen langfristig dient. Doch wie nachhaltig wäre eine Schweiz, der Ärztinnen, Pflegepersonal, Handwerker, Bauarbeiterinnen, Servicefachkräfte, Erntehelfer, Lehrkräfte oder IT-Spezialistinnen fehlen?

Oder sollen künftig Pensionierte wieder an die Säcke, so wie in Ländern mit

schwachen Sozialwerken? Einfach höhere Löhne zu bezahlen, wie es die Initianten vorschlagen, löst das Problem ebenfalls nicht. Zumal die demografische Entwicklung den Druck auf Löhne und Sozialwerke ohnehin erhöhen wird.

Von Nachhaltigkeit kann auch keine Rede sein, wenn starre Obergrenzen eine moderne und flexible Volkswirtschaft behindern. Vor hundert Jahren waren Schweizer Männer noch 14 Zentimeter kleiner. Wäre eine gesetzliche Mindestraumhöhe von exakt zwei Metern nachhaltig gewesen? Wer weiss heute schon mit Sicherheit, was im Jahr 2050 sinnvoll sein wird? Wie wir wohnen, arbeiten und leben werden?

Oder wie stark künstliche Intelligenz unseren Alltag verändern wird?

Manche Romantiker träumen vielleicht davon, dass wir künftig wieder selber Erdbeeren pflücken, Spargeln stechen, Wasserschäden beheben und Lücken in der Pflege füllen. Das wäre bestimmt gutes Character-Building. Allerdings müssten wir dann auch bereit sein, unsere Teilzeitmodelle, Work-LifeBalance-Seminare und FitnessstudioAbos gegen eine Sieben-Tage-Woche in eher ungewohnten Berufsfeldern einzutauschen.

Aber was tun, falls die «10-Millionen-Initiative» keine Mehrheit findet? Sicher nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Denn die Sorgen und Ängste vieler Menschen sind real. Aber gleich das ganze Haus abzureissen, wenn die Küche brennt, kann keine vernünftige Lösung sein.

Statt das Erfolgsmodell Schweiz aus Frust mutwillig zu beschädigen, sollten wir es pragmatisch in die Zukunft führen: indem wir über Parteigrenzen hinweg Lösungen diskutieren, Kompromisse eingehen, auch mental wieder etwas näher zusammenrücken. Und gelegentlich dankbar dafür sind, dass es uns in diesem Land trotz aller Herausforderungen ausserordentlich gut geht. Prüfungen aus dem Weg zu gehen, war jedenfalls noch nie eine nachhaltige Lösung.

FDP Hausen und Umgebung sagt Ja zu den Anträgen der Gemeindeversammlung

Die FDP Hausen und Umgebung hat sich an ihrer Generalversammlung mit den Geschäften der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2026 befasst. Im Zentrum standen die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Hausen sowie das Kreditbegehren für die Sanierung des Mehrzwecksaals und der Küche an der Bifangstrasse 1.

Die Jahresrechnung 2025 schliesst erfreulich mit einem Gewinn von rund 2.24 Millionen Franken ab. Budgetiert war ursprünglich ein Aufwandüberschuss von rund 420000 Franken. Die deutliche Verbesserung ist insbesondere auf höhere Grundstückgewinnsteuern sowie höhere ordentliche Steuern zurückzuführen. Gleichzeitig zeigt die Rechnung aber auch, dass einzelne Aufgabenbereiche weiterhin genau beobachtet werden müssen. So lagen die Ausgaben in der sozialen Sicherheit und im Gesundheitsbereich deutlich über dem Budget.

Positiv zu würdigen ist, dass die übrigen Bereiche weitgehend im Rahmen der budgetierten Vorgaben gewirtschaftet haben. Auch die Investitionen wurden thematisiert. Von den budgetierten 14.6 Millionen Franken wurden rund 9.1 Millionen Franken umgesetzt. Das entspricht gut 62 Prozent der geplanten Investitionen.

Für die FDP ist dies ein Hinweis darauf, dass eine realistische Investitionsplanung und eine konsequente Priorisierung auch künftig wichtig bleiben. Eine solide Finanzpolitik bedeutet nicht nur erfreuliche Abschlüsse, sondern auch eine sorgfältige Steuerung von Aufwand, Ertrag und Investitionen über mehrere Jahre hinweg. Aus Sicht der FDP ist es zudem wichtig, dass die bisherigen Ressortverantwortlichen ihre Aufgaben weiterhin

wahrnehmen und begonnene Projekte konsequent vorantreiben können. Gerade bei Investitionsvorhaben, Sanierungen und Infrastrukturprojekten braucht es Kontinuität, klare Zuständigkeiten und Verlässlichkeit. Nur so kann sichergestellt werden, dass wichtige Projekte zeitgerecht geplant, entschieden und umgesetzt werden. Neben der Jahresrechnung befasste sich die FDP auch mit dem Kreditbegehren über 435000 Franken im Bereich Liegenschaften. Dabei geht es um die Sanierung des Mehrzwecksaals und der Küche an der Bifangstrasse 1. Der Saal mit der dazugehörigen Küche wird seit vielen Jahren intensiv genutzt – für Anlässe, Informationsveranstaltungen, grössere Sitzungen sowie als Übungsund Trainingsraum verschiedener Vereine. Nach über 40 Jahren reger Nutzung besteht nachvollziehbarer Sanierungsbedarf. Die Gastroküche ist defekt, die Lüftung nicht mehr zeitgemäss, und auch bauliche sowie sicherheitsrelevante Anpassungen sind erforderlich. Für die FDP ist entscheidend, dass die Gemeinde ihre Infrastruktur zweckmässig unterhält und Räume, die für das Dorfleben wichtig sind, langfristig nutzbar bleiben.

Die FDP Hausen und Umgebung empfiehlt deshalb zu beiden Anträgen der Gemeindeversammlung vom 10. Juni 2026 ein Ja: zur Jahresrechnung 2025 sowie zum Kreditbegehren für die Sanierung des Mehrzwecksaals und der Küche. Solide Finanzen, eine verlässliche Infrastruktur, Kontinuität in den Ressorts und eine sorgfältige Investitionsplanung bleiben für die FDP zentrale Voraussetzungen für eine verantwortungsvolle Gemeindepolitik.

Vorstand FDP Hausen und Umgebung

Begrenzung statt Ausgrenzung – zur

SVP-Initiative

So will es die SVP-Initiative: Bei einer Bevölkerung von 9,5 Millionen sollen Massnahmen im Bereich Asyl ergriffen werden, zum Beispiel beim Familiennachzug.

Die erste der Massnahmen gleich auf die Schwächsten: Kinder oder allenfalls alte Eltern, die nachgezogen werden, sollen zurück, allein gelassen werden. Eine solche Schweiz wäre nicht liebenswert.

Die Ironie: Mit den vorgeschlagenen Schritten im Asylbereich würde Schengen-Dublin gefährdet. Die Schweiz würde für Flüchtende zur Alternative zum restlichen europäischen Raum, eine zweite Option also, um Asyl zu suchen. Deutlich mehr und nicht weniger Geflüchtete wäre das Ergebnis.

Eine Ode an die Gemeinsamkeit

Nach langem Warten ist es nun so weit… Das Verwaltungsgericht hat den Stimmrechtsrekurs abgelehnt und somit dem Generationenprojekt Moos den Weg freigeräumt. Nach Monaten des Stillschweigens kann das Geschehene demnach nur als Pfeiler der Gesellschaft interpretiert werden, solange sie uns den Spiegel vorhalten und somit (im Blicke unserer gemeinsamen Zukunft als Affoltern) eine Perspektive der Zusammenarbeit einbringen konnte. Eine, in welcher der gemeinsame, zielführende Diskurs zum Zentrum unserer Energie wird – und

welche in Zukunft nicht Opfer des spaltenden Kampfes werden wird, sondern Kind der konstruktiven Kritik. Die dēmokratía (gr.) ist der nie abgeschlossene Versuch, Macht durch Verständigung zu ersetzen, welche ausschliesslich im gemeinsamen Diskurs erblüht; nicht online, nicht in der Zeitung, und definitiv nicht in seinen eigenen Gedanken. Zu viel wurde geflüstert, zu wenig miteinander gesprochen. Möge uns das Geschehene vereinen, nicht spalten.

Ruben Oesch, Affoltern

Nein zur 10-Millionen-Initiative

Die 10-Millionen-Initiative ist absurd: In einer sich dynamisch entwickelnden Zeit wäre die Schweiz das einzige Land der Welt, das eine fixe Obergrenze für die Bevölkerung in die Verfassung schreibt.

Die 10-Millionen-Initiative ist unmoralisch: Sie sagt, es tut uns leid, aber das Schweizer Boot ist voll. Wir geniessen unseren Wohlstand und lassen niemanden mehr herein.

Die 10-Millionen-Initiative ist verantwortungslos: In einer unsicheren Zeit setzt sie auf leichtsinnige Weise das Freizügigkeitsabkommen und damit

auch die bilateralen Verträge mit der Europäischen Union aufs Spiel. Die 10-Millionen-Initiative ist diskriminierend: Weil die Menschen, die weniger als ein Jahr in der Schweiz leben, nicht für die Obergrenze gezählt werden, würde die Schweiz zum Saisonnierstatus des letzten Jahrhunderts zurückkehren. Darum bitte diesmal keine Zeichen setzen, sondern die 10-Millionen-Initiative klar und deutlich ablehnen. Jede Stimme zählt.

Matthias Lerchmüller, Obfelden

Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative

Denn so kann es nicht weitergehen. Nachdem der Bundesrat die Einführung des freien Personenverkehrs mit den EU-Staaten vor gut 20 Jahren mit einer jährlichen Einwanderung von 8000 bis 10000 Personen prognostizierte, hat sich diese Zahl bei 80000 eingependelt. In dieser Zeit haben insgesamt über zwei Millionen Ausländer Wohnsitz neu in unserem Land genommen.

Verhinderung sachlicher Diskussion

Replik auf den Leserbrief von Maria Kapossy mit dem Titel «Nein zur 10-Millionen-Initiative» im «Anzeiger» vom 19. Mai. Im Leserbrief von Frau Kapossy zur 10-Millionen-Initiative wird der Eindruck vermittelt, Befürworter der Initiative würden bereits hier lebende Ausländerinnen und Ausländer ablehnen oder ihnen das Gefühl geben wollen, nicht mehr willkommen zu sein. Diese Darstellung ist aus meiner Sicht falsch und unnötig polarisierend. Niemand bestreitet, dass viele Menschen mit ausländischen Wurzeln täglich einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten – sei es im Gesundheitswesen, im Gewerbe, im öffentlichen Verkehr oder in vielen anderen Bereichen. Gerade die Beispiele im Leserbrief zeigen jedoch auch, wie stark die Schweiz inzwischen vom anhaltenden Bevölkerungswachstum betroffen ist.

Die 10-Millionen-Initiative richtet sich nicht gegen integrierte und arbeitende Menschen, sondern thematisiert die Frage, wie viel zusätzliche Zuwanderung unser Land langfristig noch verkraftet. Wohnraum wird knapper, die Infrastruktur ist vielerorts am Anschlag, der Verkehr nimmt zu und auch Schulen sowie Gesundheitswesen geraten zunehmend unter Druck. Diese Sorgen pauschal als «menschenfeindlich» zu bezeichnen, verhindert eine sachliche Diskussion über ein wichtiges Zukunftsthema unseres Landes.

Patrick Stettler, Präsident SVP Affoltern

Ihre Meinung ist willkommen!

Ob 9,5 oder 10 Millionen: Als Einwohnende gelten in der Initiative Menschen, die mehr als ein Jahr hier wohnen. Oder anders gesagt: Kurzaufenthalter unter einem Jahr, natürlich ohne Angehörige, wären willkommen, wenn wir sie gerade brauchen würden, sollten aber verschwinden, wenn im Winter nicht gebaut oder im Sommer keine Skirestaurants betrieben werden. Zurück zum alten Saisonnierstatus also. Auch hier zulasten der Schwächsten, der Kinder etwa, die versteckt in einer Wohnung oder bei den Grosseltern im Ausland wohnen. Eine solche Schweiz möchte ich nicht.

Nachdem bereits im Jahr 2014 eine Initiative zur eigenständigen Steuerung der Zuwanderung von Volk und Ständen gutgeheissen wurde, ist es nun an der Zeit, die überbordende freie Wohnsitzmassnahme für Personen aus dem Ausland einzuschränken. Man versucht nun, die neuerliche, sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative mit absurden Argumenten unmöglich zu machen. Wer den Text der Initiative liest, sieht, dass es

Massnahmen braucht, um eine 10-Millionen-Schweiz bis im Jahr 2050 zu verhindern. Dazu muss eine wirtschaftsverträgliche Einwanderung realisiert werden und die Asylpolitik muss sich endlich von Wirtschaftsflüchtlingen aus der halben Welt trennen. Die Initiative ist ein Auftrag an Parlament und Bundesrat, in den kommenden Jahren die notwendigen Korrekturen anzubringen. Wenn von Chaos gesprochen wird, ist es aktuell aufgrund unkontrollierter Zuwanderung und offener Grenzen. Das tägliche Verkehrschaos und die intensive, landverbrauchende Bautätigkeit sind nicht aufgrund einer zukünftigen korrigierenden Initiative entstanden. Es braucht ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative, um weitergehendes Chaos zu verhindern.

Toni Bortoluzzi, Affoltern

Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative

Jene Ausländerinnen und Ausländer jedoch, die besonders viele Ressourcen verbrauchen und weit über alle Massen Land und Infrastruktur beanspruchen, sind in der Nachhaltigkeitsinitiative natürlich nicht erwähnt: Reiche und Superreiche, Steuerflüchtlinge, jene, die mit unserer Tiefsteuerpolitik oder gar den skandalös tiefen Pauschalsteuern in die Schweiz gelockt werden. Die Initiative ist nicht nur lieblos, sie ist auch zynisch. Weil ich die Schweiz liebe, so wie sie ist, lege ich ein klares Nein zur SVPInitiative in die Urne.

Franz Schüle, Hausen

Politik mit dem Holzhammer hat sich noch nie bewährt. Mit der brutalen Eingrenzung einer allfälligen Überbevölkerung entstünden zahlreiche neue Probleme:

Bei einem Ja hätte dies Folgen wie: ungenügend betreute Patientinnen und Patienten in Spitälern, Pflegeheimen und durch die Spitex. Überteuerte Restaurants, die nur noch an Wochenenden geöffnet hätten. Hotels, besonders in Tourismuszentren, die schliessen müssten. Fehlende Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und auf dem Bau. Zahlreiche Handwerksbetriebe, die gezwungen wären, aufzugeben. Überfüllte Läden mit kurzen Öffnungszeiten. Ein Abfuhrwesen, das nicht mehr verlässlich funktioniert. Reinigungsdienste ohne Angestellte. Busverbindungen, die gestrichen würden. Und Lebenshaltungskosten, die als Folge dieser Initiative steigen würden. Wer sägt schon am Ast, auf dem er sitzt? Wir schulden uns und unseren Kindeskindern eine intakte Infrastruktur. Deshalb sage ich Nein zur Nachhaltigkeitsinitiative.

Hans Martin Ulbrich, Rifferswil

Kandidatur als Kirchenpflegerin der reformierten Kirche Obfelden

Susanne Allenspach stellt sich am 14. Juni 2026 mit grosser Freude zur Wahl als Kirchenpflegerin der reformierten Kirche Obfelden. Die 1972 geborene, verheiratete Sozialpädagogin lebt seit 2011 im Kanton Zürich und seit sechs Jahren an der Fleugstasse 13 in Obfelden. Aufgewachsen ist sie im Kanton Thurgau als Bauerntochter – geprägt von Gemeinschaft, Verantwortung und einem starken Bezug zur evangelischen Kirche. Bereits in ihrer Kindheit und Jugend war Susanne Allenspach eng mit der Kirche verbunden. Über viele Jahre engagierte sie sich aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit und durfte dabei erleben, wie wichtig Gemeinschaft, Vertrauen und gelebter Glaube für Menschen sind. Dieses Engagement prägt sie bis heute. Auch beruflich steht der Mensch im Mittelpunkt ihres Wirkens. Seit vielen Jahren arbeitet Susanne Allenspach im sozialen Bereich und begleitet Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Werte wie Respekt, Offenheit, Verantwortung und Gemeinschaft sind für sie zentrale Grundlagen – sowohl im Beruf als auch im persönlichen Leben. Die Kandidatur als Kirchenpflegerin ist für Susanne Allenspach Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der reformierten Kirche Obfelden. Sie möchte Kirche

aktiv mitgestalten und aus ihrem Glauben heraus Verantwortung übernehmen. Besonders am Herzen liegt ihr, die Weiterentwicklung der Kirchgemeinde mitzutragen und die neue Pfarrerin Mirjam Heilmann zu unterstützen, die ab September 2026 ihre Tätigkeit aufnehmen wird.

Für Susanne Allenspach bedeutet das Amt der Kirchenpflegerin vor allem eines: Gott und den Menschen zu dienen und gemeinsam eine lebendige, offene und tragende Kirche für alle Generationen zu gestalten.

Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen. Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.

Redaktionsschluss beachten

Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)

Susanne Allenspach. (Bild zvg)

Das Ende der Serie Im letzten Teil der Reformationsserie steht die Landvogtei Knonau im Brennpunkt. Seite 19

Ausrutscher verboten

Der FCWB ist immer noch im Rennen um die Aufstiegs-Play-offs dabei, muss jedoch hoffen. Seite 27

Neue Kolumne

Schauspieler, Regisseur und Autor Florian Rexer schaut genau hin und erzählt davon. Seite 28

Umzugsfirma in weiblicher Hand

Cornelia Pittet führt mit ihrem Sohn die TSH Driver Rent GmbH

Regula ZellwegeR

Umzugsunternehmen sind darauf spezialisiert, Umzüge zu organisieren und durchzuführen. Was vielleicht einfach klingt, sind komplexe Projekte – jedes davon ist einzigartig und umfasst meist das Verpacken und Demontieren, das Verladen, Transportieren, Entladen, Positionieren und Montieren sowie das einfache Anschliessen von Strom und Wasser. Die Branche ist eher männerdominiert.

Ein Umzug muss professionell geplant und detailliert organisiert werden – vergleichbar mit dem Dirigieren einer Sinfonie. Eine solche «Umzugsdirigentin» ist Cornelia Pittet seit 1994. Und wie ein Konzert ohne Musiker –trotz Dirigenten – nicht funktioniert, ist auch für Cornelia Pittet das Orchester, ihr Team, das Wichtigste für den Erfolg.

Physisch und psychisch anspruchsvoll Der harte Kern der TSH Driver Rent GmbH in Obfelden sind Cornelia Pittet, ihr langjähriger Mitarbeiter Valdrim Limoni und ihr älterer Sohn Luca Gabriel. Gestartet hatte das Unternehmen mit der Vermittlung von Personal im Transportbereich. 2000 erfolgte der Einstieg in die Umzugsbranche mit einem spektakulären ersten Auftrag: dem Grounding der Swissair. Dabei machte Cornelia Pittet erstmals die Erfahrung, dass ein Umzug – oder die Auflösung einer Wohnung oder eines Unternehmens – oft eine emotionale Angelegenheit ist. Für viele Betroffene bedeutet ein Umzug das Ende einer Lebensphase und ist häufig mit Trauer und Abschied verbunden.

Es geht also nicht nur um Körperkraft und handwerkliches Geschick, sondern auch um Empathie und Achtsamkeit. Dessen ist sich Cornelia Pittet sehr bewusst. Oft ist sie von den Geschichten ihrer Kundinnen und Kunden tief berührt und nimmt sich Zeit für die Menschen. Da Möbel und persönliche Gegenstände oft einen hohen emotionalen Wert haben, ist es ihr ein grosses Anliegen, sorgfältig zu verpacken und Transportschäden zu vermeiden.

Die TSH Driver Rent GmbH stellt zudem Lagerräume zur Verfügung und vermietet und verkauft Leergut. Besonders beliebt sind die Lagerwagen, die das Unternehmen selbst gebaut hat. Sohn

MARKTPLATZ

Luca Gabriel hat eine Lehre als Mechatroniker für Nutzfahrzeuge EFZ absolviert, Valdrim Limoni ist gelernter Logistiker EFZ. Alle drei besitzen den Führerausweis BE für Zugfahrzeuge und Anhänger, Luca Gabriel sogar die Kategorien BCE und Spezialkranausweis.

Stete Entwicklung

Die Auftragslage war stets zufriedenstellend. Dies nicht zuletzt, weil Cornelia Pittet auf flexible Springer zählen kann und klug in Fahrzeuge und Apparate investiert. Nebst einem Lkw mit Hebebühne, eignet sich ein Pick-up nicht nur für Transporte, sondern auch als Zugfahrzeug. Ein Lasten-Fassadenlift verhindert das mühsame Schleppen von Möbeln durch enge Treppenhäuser. Den Transportschlitten zieht das Team gemeinsam. Oft zum Einsatz kommt auch der «Habegger», ein Drahtseilzug. Cornelia Pittet steht immer wieder vor besonderen Herausforderungen.

Brauipark bewegt

Dann sind Erfahrung und Kreativität gefragt. «Einmal mussten wir beim Abtransport einer Maschine aus einem Abbruchobjekt sogar ein grosses Loch in die Mauer schlagen», erzählt sie lachend. «Geht nicht – gibts nicht» ist ihre Devise.

«Als kleine Firma haben wir beispielsweise innert drei Monaten 1400 Arbeitsplätze gezügelt.» Unter anderen erteilten Behörden, Altersheime, das Forschungsinstitut PSI sowie Sunrise dem Unternehmen Aufträge in der ganzen Schweiz. Das Möblieren von Büros gehört zu den Hauptaufgaben. Namhafte Möbelhersteller verlassen sich immer wieder auf die Zuverlässigkeit und Professionalität der Firma. «Jeder Hersteller, beispielsweise Haller oder Steelcase, hat sein eigenes System.»

Für Spezialaufgaben organisiert die TSH Driver Rent GmbH die Zusammenarbeit mit Fachleuten – etwa bei Spezialtransporten. Auch bei Öfen oder Tresoren sind spezielle Vorgehensweisen

Veloausflug 60+ im Knonauer Amt am Dienstag, 2. Juni

Das Säuliamt im Frühjahr, frische Luft, ein Velo und gute Gesellschaft: Das ist die Idee hinter dem Veloausflug, den der Brauipark am Dienstag, 2. Juni 2026, organisiert.

Tour mit ortskundigen Velofahrern

Ruedi Kessler, René Kaufmann und Kurt Pfändler kennen die Wege und Abkürzungen des Knonauer Amts wie ihre Westentasche. Die beiden ortskundigen

Velofahrer übernehmen die Führung und sorgen dafür, dass die Tour gemächlich bleibt und trotzdem schöne Ecken zeigt, die man sonst übersieht.

Wer mit dem E-Bike unterwegs ist, ist ebenso willkommen, wie wer klassisch oder mit dem Mountainbike fährt.

Rund zwei Stunden unterwegs

Gestartet wird um zehn Uhr mit Kaffee und Gipfeli bei Velo-Sport Rüegg an

nötig. Zudem arbeitet das Unternehmen mit Reinigungsfirmen zusammen. «Wir machen keine explizite Werbung. Aufgrund von Weiterempfehlungen erhalten wir schöne Aufträge.»

Räumungen und schwierige Einsätze Die TSH Driver Rent GmbH übernimmt auch Räumungen, beispielsweise im Auftrag von Sozialwerken. Dazu gehören Entrümpelung und Entsorgung. «Da treffen wir auf unbeschreibliche Situationen in Messie-Wohnungen, auf vermüllte Räumlichkeiten und Liegenschaften. Manchmal stehen wir bis zu den Knien im Dreck.» Dabei ist Cornelia Pittet stets selbst mit vor Ort: «Ich mute meinen Mitarbeitenden nichts zu, das ich nicht auch selbst übernehme.» Sie erledigen zudem Aufräumarbeiten in Kellern oder Estrichen.

der Bahnhofstrasse 8 in Affoltern. Zum Abschluss gibt es ein Z’Mittag vom lokalen Beck.

Highlight: Velowaschanlage testen Wer möchte, kann danach noch die Velowaschanlage des künftigen Brauiparks ausprobieren: In wenigen Minuten ist jedes Velo wieder blitzsauber. Auch ein Blick auf die Baustelle lohnt sich, den neuen Wohn- und Be-

Bei Leistungen und Preisgestaltung orientiert sie sich am Schweizerischen Nutzfahrzeugverband Astag, bei der Sicherheit an den Vorgaben der Suva. «Gute, professionelle Dienstleistungen haben ihren Preis», erklärt Cornelia Pittet. «Geiz ist nicht immer geil. Manchmal müssen wir die Fehlleistungen anderer Unternehmen korrigieren.»

Berufsstolz und Wertschätzung

Cornelia Pittet und ihr Team arbeiten flexibel nach den Bedürfnissen der Kundschaft. Das bedeutet oft lange Arbeitstage, aber gelegentlich auch einen freien Nachmittag in der Badi. Was sich alle wünschen? «Eine positive Veränderung des Images der Umzugsbranche. Dem Beruf des ‹Zügelmanns› soll mehr Wertschätzung entgegengebracht werden. Es ist ein handwerklicher Beruf, der viel Spezialwissen erfordert.»

Oft würden sich Kundinnen und Kunden einmischen und Tipps geben, wie ein Umzug organisiert werden sollte. «Doch viele sagen am Ende auch: ‹Wow, das habe ich unterschätzt.›»

Als Allrounder repariert das Team bei Bedarf sogar Möbel während eines Umzugs. Der Beruf besteht längst nicht nur aus «Gehen und Tragen».

Mit Recht ist Cornelia Pittet stolz auf ihren familiären Betrieb, der im Knonauer Amt bestens vernetzt und verankert ist.

Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)

Manchmal geht es auch um Zwangsräumungen – oft in Zusammenarbeit mit Polizei und Betreibungsamt. «Es geht mir zu Herzen, wenn Familien ihre Wohnungen verlassen müssen.» Cornelia Pittet begann ihre Berufslaufbahn als Köchin EFZ. Dort lernte sie, mit Stress umzugehen. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester führte sie später einen Partyservice. Seit 32 Jahren ist sie für die gesamte Administration und Disposition der TSH Driver Rent GmbH verantwortlich.

gegnungsort mitten in Affoltern, wo einst Bier gebraut wurde.

Anmeldung bis 26. Mai

Der Anlass findet nur bei schönem Wetter statt, die Platzzahl ist begrenzt. Um eine Anmeldung bis spätestens 26. Mai unter www.brauipark.ch wird daher gebeten.

Brauipark

Cornelia Pittet führt zusammen mit ihrem Sohn Luca Gabriel (links) die TSH Driver Rent GmbH in Obfelden. Seit zehn Jahren arbeitet Valdrim Limoni zuverlässig für das Unternehmen (rechts). (Bild Regula Zellweger)

Ref. Kirchgemeinde

Knonauer Amt

Alle Anlässe auf www.ref-knonaueramt.ch und im reformiert.lokal

Freitag, 22. Mai

20.00 Kirche Mettmenstetten

NAchtsamkeit

Meditationsnacht mit Andreas Fritz

Samstag, 23. Mai

10.00 Kirche Maschwanden

Taufgottesdienst

Pfrn. Claudia Mehl

Musik:Young Hauser

10.30 Affoltern Seewadel

Gottesdienst

Pfr. Andreas Fritz

Sonntag, 24. Mai

10.30 Kirche Aeugst

Pfingstgottesdienst Knonauer Amt mit Abendmahl

«Begeistert und beherzt»

Kindergottesdienst im Festzelt und Einweihung Wegweiser und Kirche(n)-mobil. Mittagessen und Rahmenprogramm für Gross und Klein

Pfrn. Elisabeth Armingeon und Pfrn. Selina Zürrer

Musik:Young Hauser, Andrea Kobi mit ad-hoc Kinderchor, Anette Bodenhöfer und Rico Zela

Alle Details auf www.ref-knonaueramt.ch

Fahrdienste: Affoltern: 9.25 vor dem Seewadel und dem Senevita, 9.35 Uhr beim Roots und altem Gemeindehaus. Bonstetten: Judith Grundmann 079 314 74 06. Hausen: Sonja Kilchmann 043 466 52 45. Hedingen: Andy Zingg 079 412 91 30. Maschwanden: Sonja Neuweiler 044 767 05 37. Mettmenstetten: RegulaTedaldi 079 632 23 04. Ottenbach: Andreas Manz 076 541 44 62. Rifferswil:Tanya Birri 079 375 18 83. Daniel Rüegg 043 466 55 48

Mittwoch, 27. Mai

12.15 Kirche Affoltern

Oase - Besinnung über Mittag Pfr. Werner Schneebeli

Ref. Kirche Kappel

Sonntag, 24. Mai

10.00 Pfingstgottesdienst in der Kirche mit Abendmahl, Pfrn. Anne-Carolin Hopmann und Hiromi Ikei (Orgel) anschliessend Chilekafi www.kirchekappel.ch

Wirengagieren unsfür einebelebte Bergwelt. berghilfe.ch

Kloster Kappel am Albis

Tagzeitengebet

Werktags: 7.45, 12.00 und 18.00 Uhr in der Klosterkirche

Sonntag, 24. Mai

16.00 –

17.15 Bildbetrachtung Chorfenster von Max Hunziker mit Kunsthistorikerin

Angela Schiffhauer und Pfr. Andreas Nufer. Klosterkirche. Eintritt frei. Kollekte.

17.15 –

18.00 Musik & Wort

Collegium Vocale Grossmünster

Zürich

D. Buxtehude: «Alles was ihr tut» und von J. S. Bach: «Wer da gläubet und getaufet wird» BWV 37. Klosterkirche. Eintritt frei. Kollekte.

Dienstag, 26. Mai

9.00 –

11.00 Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Eintritt frei, keine Anmeldung nötig, keine Grundkenntnisse nötig.

13.30 –

14.30 Führung durch die Klostergärten. Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

Donnerstag, 28. Mai

13.30 –

14.30 Führung durch die Klosteranlage Treffpunkt: Amtshausplatz. Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei www.klosterkappel.ch

Ref. Kirche Knonau

Sonntag, 24. Mai

10.30 Regionales Pfingstfest in Aeugst am Albis mit Pfarrerin Elisabeth Armingeon und Pfarrerin Selina Zürrer www.kircheknonau.ch

Ref. Kirche Obfelden

Sonntag, 24. Mai

10.00 Gottesdienst zu Pfingsten Pfarrer Ulrich Bona Musik: Angela Bozzola www.kircheobfelden.ch

Ref. Kirche Stallikon Wettswil

Sonntag, 24. Mai

10.00 Kirche Wettswil, Pfingst-Gottesdienst mit Abendmahl mit Pfr. Matthias Ruff Musik: Viktoryia Haveinovich und Panflöte anschl. Apéro

Dienstag, 26. Mai

14.00 Elternkafi in Wettswil

Donnerstag, 28. Mai

14.30 Kafi-Träff in Wettswil

Alle Infos zu Veranstaltungen auf der Homepage www.kirche-stallikon-wettswil.ch

Kath. Kirche Affoltern am Albis

Samstag, 23. Mai

17.30 Eucharistiefeier

Sonntag, 24. Mai

10.30 Gottesdienst 18.30 SantaMessa

Freitag, 29. Mai

19.30 MaiandachtKapelleJonental www.kath-affoltern.ch

Kath. Kirche Bonstetten

Samstag, 23. Mai

17.00 Beichtgelegenheit

18.00 Eucharistiefeier

Sonntag, 24. Mai

10.30 Eucharistiefeier mit MauritiusChor und anschl. Apéro-Riche

Pfingstmontag, 25. Mai

Pfarrei – Fusswallfahrt zur Kapelle im Jonental

9.00 Treffpunkt am Kirchenturm 11.00 Heilige Messe in der Kapelle Jonental www.kath-bonstetten.ch

Kath. Kirche Hausen am Albis

Wir freuen uns, mit Euch folgende

Gottesdienste zu feiern:

Samstag, 23. Mai

8.15 Eucharistiefeier zu Pfingsten mit Pater Ben, Matthias und dem ganzen Team. Musik: Anette, José und der Sing mit!-Chor. Im Anschluss gibt’s Apéro riche. Donnerstag, 28. Mai

8.15 Wortgottesfeier mit Matthias

Freitag, 29. Mai

19.00 Start Gubelwanderung bei unserer Kirche. Zusammen wandern wir zur Bartholomäus-Kapelle und dann weiter zum Kloster Gubel. Zum Abschluss gibt es ein MitternachtsApéro in unserer Kirche. Nähere Infos findet ihr auf unserer Homepage.

www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Kath. Kirche Mettmenstetten

Sonntag, 24. Mai

11.00 Pfingstgottesdienst mit Pfr. Ignace, Sandra Hanke, Sunntigsfiir Musik: José Sifontes, anschl. Mittagessen

Donnerstag, 28. Mai

9.30 Eucharistiefeier, anschl. Chilekafi www.kath-hausen-mettmenstetten.ch

Kath. Kirche Obfelden

Sonntag, 24. Mai

10.30 Gottesdienst www.kath-affoltern.ch

Viva Kirche Affoltern am Albis

Sonntag, 24. Mai

10.00 Familien-Gottesdienst auf dem Weidhof, Uerzlikon www.sunntig.ch

Evang. Täufergemeinde Mettmenstetten

Sonntag, 24. Mai

10.30 Gottesdienst Parallel Kinder-/Jugendprogramm

Donnerstag, 28. Mai

20.00 Bibelabend

Mehr Infos: etg-mettmenstetten.ch

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Einladung zur Eröffnung des historischen Rundgangs durch das Dorf Hausen

Samstag, 30. Mai, 16 Uhr, auf dem Platz vor dem Restaurant Löwen (bei Regen in der Löwen-Bar)

Wer sich in der Gemeinde Hausen für die Geschichte der Dörfer und Weiler mit ihren sehenswerten Häusern interessiert, kann sich in Zukunft auf einem interessanten Rundgang selbst informieren. Etwas mehr als 40 Liegenschaften wurden ausgewählt, deren Geschichten nun auf Tafeln mit Text und Bild zum Studium locken.

Seit Jahren besteht in einem durch die Gemeinde zur Verfügung gestellten Raum ein Archiv mit einer umfassenden Fotosammlung alter Dorf- und Gebäudeansichten sowie mit Dokumenten zu historisch interessanten Liegenschaften. Die Sammlung wird betreut von René Marthaler und Martin Elmiger. Eine erweiterte Arbeitsgruppe hatte nun die Idee, das während Jahrzehnten gesammelte Material einerseits zu digitalisieren, anderseits öffentlich zugänglich und für jedermann sichtbar zu machen nach dem Motto: «Raus aus dem Keller –rein ins Dorf und ins Netz!»

Die Gruppe, bestehend aus lauter im Dorf gut vernetzten und vielseitig interessierten Leuten (René Marthaler, Martin Elmiger, Françoise Jucker, Beat Nägelin, Thomas Rotach und Michael von Arx), machte sich an die Arbeit und stellte sorgfältig das Text- und Fotomaterial für die zahlreichen Infotafeln zusammen.

Vier Jahre lang wurde in der Arbeitsgruppe zäh gerungen um informative Texte samt aussagekräftigen Bildern. Dank der finanziellen Beteiligung der Hauseigentümer und der Defizitgarantie der Gemeinde konnte das Projekt schliesslich speditiv umgesetzt werden. Hier kurz das Programm der Eröffnungsfeier am Samstag, 30. Mai, um 16 Uhr: Informationen zum Rundgang und Besichtigung einiger Gebäude im Dorfkern. Gemütlicher Ausklang, offeriert vom Verschönerungsverein Hausen. Martin Elmiger

Vier Jahre lang wurden informative Texte samt aussagekräftigen Bildern für die Infotafeln des historischen Rundgangs durch das Dorf Hausen zusammengestellt.

Schokoladenwissen pur: Max Felchlin AG zu Gast

Nächste «Kulinarische Leckerbissen» bei Schneebeli in Ottenbach

Am Freitag, 29. Mai, ist im Rahmen der Reihe «Kulinarische Leckerbissen» Dominik Stocker, Leiter Marketing und Kommunikation der Max Felchlin AG, bei Schneebeli Schreinerhandwerk in der neuen Ausstellung an der Stüdlerstrasse 21 in Ottenbach zu Gast.

Die Max Felchlin AG blickt auf eine über hundertjährige Erfolgsgeschichte zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts begann Max Felchlin mit dem Handel von Honig und entdeckte schon bald

Gastreferent Dominik Stocker, CEO Max Felchlin AG, referiert über Felchlin-Schokolade (Bild zvg)

seine Leidenschaft für Kakaoprodukte. Aus diesen Anfängen entwickelte sich das Unternehmen zu einer führenden Nischenproduzentin edelster Schweizer Schokolade und hochwertiger Halbfabrikate. Heute engagieren sich rund 190 Mitarbeitende mit grosser Leidenschaft, Fachkompetenz und Sorgfalt dafür, dass Felchlin-Produkte in über 40 Länder exportiert werden. Gastreferent Dominik Stocker gibt spannende Einblicke in die Geschichte, die Philosophie und die besondere Qualität der Felchlin-Schokolade. Zudem haben die Gäste Gelegenheit, verschiedene Schokoladen mit unterschiedlichen Kakaoanteilen zu degustieren und miteinander zu vergleichen.

Schneebeli Schreinerhandwerk

Max Felchlin AG zu Gast am Freitag, 29. Mai, ab 18.30 Uhr, Schneebeli Schreinerhandwerk, Stüdlerstrasse 21, Ottenbach. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldungen bitte an info@ schneebeli.ch oder telefonisch unter 0433227777. Parkplätze sind vorhanden. Bitte beachten Sie den neuen Standort der Ausstellung an der Stüdlerstrasse 21 in Ottenbach

«Health Experience Event 2026»

ParaMediForm Affoltern lädt am Donnerstag, 28. Mai 2026, von 16 bis 18 Uhr ein

Wie soll Abnehmen ohne Hunger funktionieren? Herr Leuenberger gelang dies mithilfe von ParaMediForm Affoltern. «Ich hätte nie gedacht, dass Abnehmen ohne Hunger funktioniert», so der 63-Jährige aus Ottenbach.

Abnehmen ohne Hungern

Herr Leuenberger hatte lange mit Heisshunger, Blähungen und stetiger Gewichtszunahme zu kämpfen. Der Wendepunkt kam, als er sich entschied, etwas zu verändern – ohne Hungern, dafür mit Struktur und Unterstützung von ParaMediForm Affoltern.

Heute ist vieles anders:

• Spürbar fitter im Alltag

• Deutlich belastbarer, weniger ausser Atem

• Gesunde Ernährung statt Verzicht

• Neue Gewohnheiten, die bleiben

Mit persönlicher Betreuung und einer klaren Strategie gelang Herrn Leuenberger die nachhaltige Umstellung.

Besonders hilfreich: das bewusste Aufschreiben der Mahlzeiten – für mehr Kontrolle und Erfolg. «Ich habe schnell

gemerkt, dass ich fitter werde. Und das Beste: Ich musste nie hungern», erzählt Herr Leuenberger.

Auch gesundheitlich ein Gewinn

Innerhalb von nur vier Monaten nahm Herr Leuenberger 12 Kilogramm ab und bereits nach kurzer Zeit verbesser te sich sein Blutdruck spürbar. Weitere positive Effekte erwartet er bei den Blutfettwerten beim nächsten Arztter min. ParaMediForm Affoltern ist der Weg zu weniger Gewicht und mehr Wohlbefinden. Jetzt starten und ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Oder am Donnerstag, 28.Mai, bei ParaMediForm an der Bet purstrasse 9 in Affoltern beim «Health Event 2026» vorbeikommen.

ParaMediForm kennenlernen

12 kg weniger in nur 4 Monaten – mehr Energie, mehr Lebensqualität. (Bild zvg)

ParaMediForm Affoltern veranstaltet am Donnerstag, 28. Mai, den «Health Experience Event 2026». Gratis können ein Mini-Stoffwechseltest und eine Körperanalyse gemacht werden. Ausserdem gibt es einen Einblick in die Mikronährstoffe und ein Gewinnspiel mit tollen Preisen. Einfach von 16 bis 18 Uhr vorbeikommen. Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung. Das Team von ParaMediForm Affoltern freut sich auf das Kennenlernen.

Rahel Meier, ParaMediForm Affoltern www.paramediform.ch | Tel. 043 817 16 61

Montage der Tafeln durch M. Bürer vom Baubetrieb des Albisbrunn. (Bilder zvg)
Etwas mehr als 40 Liegenschaften wurden ausgewählt, deren Geschichten nun auf Tafeln mit Text und Bild zum Studium locken.

GRATIS MINI-STOFFWECHSELTEST

GRATIS KÖRPERANALYSE

EINBLICK MIKRONÄHRSTOFFE GEWINNSPIEL MIT TOLLEN PREISEN!

DONNERSTAG,28. MAI2026 16.00 –18.00 Uhrbei ParaMediForm Affoltern Die Teilnahme istkostenlos und erfordertkeine Anmeldung–kommenSie einfachvorbei!

Eine Schatztruhe voller keltischer Magie Celtic Treasures taufen ihr neues Album live. Mystische Klänge, uralte Legenden. Wann: 6. Juni 2026, 17.30 – 22.00 Uhr

Konzertstart: 19.30 Uhr

Wo: Brister alte Brennerei, Albisstrasse 8, 8932 Mettmenstetten Tickets: https://celtic-treasures.com/news/

Eröffnung des historischen Rundgangs der Gemeinde Hausen am Albis Samstag, 30. Mai, 16 Uhr Löwen-Platz Programm: Eröffnungsfeier.

Anschliessend Informationen zum Rundgang mit Besichtigung einiger Gebäude im Dorfkern.

Gemütlicher Ausklang mit Speis und Trank, offeriert vom Verschönerungsverein Hausen am Albis.

ParaMediForm Affoltern am Albis

Betpurstr. 9|8910AffolternamAlbis Telefon04381716 61

Donnerstag, 28. Mai 2026

findet im Mehrzweckraum Rigi, 1.OG, Langzeitpflege Sonnenberg, Melchior-Hirzel-Weg 40, Affoltern ein öffentlicher Vortrag statt, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Eine Anmeldung ist nicht nötig. «Gehsicherheit verbessern bei Parkinson» mit Prof. Veit Mylius, ärztlicher Leiter Neurologie, Kliniken Valens Apéro ab ca. 15.30 Uhr, offeriert von der Parkinson-SHG

| Save the Date Tag der offenen Tür

Kinder-Reha Schweiz

Samstag, 6. Juni 2026, 10.00 – 16.00 Uhr

VERSCHÖNERUNGSVEREIN HAUSEN AM ALBIS

TICKETS: aemtlerbuehne ch

22 MAI – 13 JUNI 2026 Saal im Restaurant Rössli in Mettmenstetten

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Samstag, 30. Mai 2026, 10–17 Uhr

Unterheischer-, Seebrigstrasse, Juchweg

Selbstgemachtes, Gebrauchtes, Handwerk und Keramik, Setzlinge, Naturprodukte, Kleider, Musik, Spiele, Speis und Trank. Vorbeikommen, entdecken und geniessen! Anreise mit ÖV, keine PP vorhanden. Findet bei jedem Wetter statt.

28.05.2026 19.30Uhr

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Türöffnung

19.15 Uhr

Eintritt: 20.-, inkl.Apéro Begrenzte Platzwahl -wir bittenumReservation

Lesung und Gespräch anschliessend Apéro

Samstag,30.Mai2026 10:00bis16:00Uhr Bahnhofstrasse10,Mettmenstetten

KeineAnmeldung nötig Wir freuen uns auf Ihren Besuch

PRÄSENTIERT

Wirtschaft oder Waffen?

500 Jahre nach der Reformation (7 – letzter Teil): Landvogtei Knonau im Brennpunkt obrigkeitlicher Interessen

Bernhard Schneider

Zug wurde nicht erst durch die Reformation zur Grenzregion zwischen der Zürcher Herrschaft und der Innerschweiz. Seit den Anfängen der Sesshaftigkeit in der Jungsteinzeit trennte der Zugersee die Ackerbaugebiete zwischen dem Reusstal und der Albiskette vom auf Viehwirtschaft spezialisierten, nach Tälern gegliederten Alpenraum. Dies wirkte sich nicht nur auf die Wirtschaftsweise, sondern auch auf die Gesellschaft und die politische Organisation aus.

Ackerbau, Wein und Viehwirtschaft

In den Ackerbaugebieten entstand die dorfweise organisierte Dreifelderwirtschaft mit gemeinschaftlichem Anbau von Winter- und Sommergetreide auf je einer sogenannten Zelge, während die dritte Zelge brach lag. Die Viehwirtschaft war dem Ackerbau untergeordnet. Kühe wurden gebraucht als Zugtiere, für die Milchproduktion und die Sicherstellung des Nachwuchses. Konnten sie die geforderte Leistung nicht mehr erbringen, wurden sie geschlachtet. Sie weideten auf der Brache sowie auf den gemeinsamen Weiden der Dorfgemeinschaft. Als Gegenleistung pflügten die Bauern mit ihren Zugtieren auch das Ackerland der ärmeren Haushaltungen, die weder über Rindvieh noch über einen Pflug verfügten. An steileren, für den Ackerbau ungeeigneten Lagen kam ergänzend Weinbau hinzu.

Das feudale Abgabensystem war vor allem auf den Ackerbau und die Weinwirtschaft ausgerichtet. Zinsen und Zehnten, die den Grundherren aufgrund althergebrachter Ansprüche im Umfang von insgesamt etwa einem Fünftel der Ernte abgeliefert werden mussten, bestanden zu einem grossen Teil aus Getreide und Wein.

Solddienst als Ergänzung

Die Dörfer organisierten im Rahmen des sogenannten Flurzwangs Ackerbau, Viehweiden und Holzwirtschaft gemeinschaftlich. Ergänzt wurden diese gemeinschaftlichen Arbeiten durch Frondienste für die Leibherren, die bereits vor der Reformation weitgehend in jährliche Abgaben umgewandelt wurden, sowie durch von der Dorfgemeinschaft selbst beschlossene Leistungen wie beispielsweise den Kirchenbau von Maschwanden 1505.

Mit der Gründung der Landvogtei Knonau und der Obervogtei Bonstetten

«Gegen Süden sicherte sich Zürich in Friedenszeiten mit den Truppen der Landvogtei Knonau ab.»

in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts strukturierte die Stadt Zürich die Herrschaft im heutigen Bezirk Affoltern neu. Dies änderte aber nichts an der dörflichen Selbstverwaltung innerhalb des Rahmens der Dreifelderwirtschaft.

Die Dörfer hatten darüber hinaus militärische Aufgaben. Sie mussten ihrer Obrigkeit Soldaten stellen, wenn diese danach rief. Vor allem junge Männer aus landarmen Familien suchten zudem ihr Glück als Söldner, was aus der Sicht der Obrigkeit nicht unerwünscht war, weil sie, kehrten sie mehr oder weniger unversehrt aus Kriegen zurück, Kampferfahrung und Kenntnis der aktuell in anderen Teilen Europas eingesetzten Waffen mit sich brachten. Mit der Reformation wurde der Solddienst geächtet. Dies bedeutete keinen vollständigen Stopp von Kriegsdiensten für fremde Herren, denn die Fehlbaren

wurden lediglich gebüsst, ohne drastische Körperstrafen zu erleiden. Gemäss einem Bericht des Bonstetter Untervogts Hans Gross an die gnädigen Herren in Zürich von 1537 wurden die Reisläufer

Ruedi Huber und Heini Schmid mit je 5 Pfund gebüsst. Mit diesem Betrag konnten ein Maurer- oder Zimmermeister und zwei seiner Knechte etwa 20 Tage lang beschäftigt oder zirka 120 Kilogramm Dinkel gekauft werden. Es handelte sich somit um einen erheblichen Betrag, der allerdings von Söldnern, die unbeschadet aus dem Kriegsdienst zurückkamen, aufgebracht werden konnte, insbesondere, wenn sie sich an einträglichen Plünderungen beteiligt hatten.

Zürich erhält eine Struktur

Die Stadt Zürich erlebte 1336 eine sogenannte Zunftumwälzung: Unter der Führung von Ritter Rudolf Brun gelang es in einer Fehde zwischen den Ratsherrengeschlechtern der schwächeren Gruppe, gemeinsam mit den informell organisierten Handwerkern, die stärkere Adelsclique aus der Stadt zu werfen. Nach dem Vorbild von Strassburg wurde eine Verfassung erlassen, in deren Rahmen die Handwerker in zwölf Zünften organisiert wurden. Sie stellten von nun an die Hälfte der Ratsherren, die andere Hälfte entstammte der Gesellschaft zur Constaffel, der die verbliebenen Adligen und die reichen Kaufleute angehörten. Die Fehde wurde abgeschlossen im Rahmen der sogenannten Mordnacht von 1350, als die vertriebenen Adligen in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar in die Stadt eindrangen, dort aber von den Truppen der neuen Stadtherren erwartet und bezwungen wurden. 18 von ihnen wurden zur besonders grausamen Todesstrafe des Räderns verurteilt, 17 weitere zum blossen Köpfen «begnadigt». Damit kehrte intern Ruhe ein. Der Rat der Stadt Zürich konnte in einem ersten Schritt die Herrschaft konsolidieren, in einem zweiten mit dem Ausbau ihrer Herrschaft beginnen.

Nun nahm Rudolf Brun Verhandlungen mit Habsburg auf, um einen Landfriedensbund abzuschliessen. Brun wusste dank des – bis heute erhaltenen –

habsburgischen Vertragsentwurfs, wie eine damals moderne Regierungskanzlei eine Vereinbarung zwischen einem starken und einem schwachen Partner ausformulierte. Brun hielt es für vorteilhafter, mit den für den Ausbau des Herrschaftsgebiets für Zürich gefährlicheren Schwyzern einen Landfriedensbund abzuschliessen, nahm den Habsburger Entwurf, ersetzte Habsburg als den starken Partner durch Zürich und übergab den Waldstätten die Rolle des schwächeren Partners. Dieser Vertrag wurde 1351 besiegelt. Damit anerkannten die Waldstätte die Zürcher Zunftverfassung mit Brun an der Spitze formell. Um sich weiter abzusichern, unterstützte die Stadt Zürich 1352 Schwyz bei der Eroberung von Zug, vermutlich mit dem Ziel, die Ackerbaugebiete nördlich davon, also den heutigen Bezirk Affoltern, unter ihre Herrschaft zu bringen. Die Beteiligung an der Eroberung weist auch darauf hin, dass sich Zürich nicht für die Gebiete südlich des Zugersees interessierte. Zürich lag vor allem daran, den Zugang zu den Transportwegen nach Italien abzusichern.

Wenig Staatlichkeit in Alpentälern

In den Alpentälern war die Herrschaft bis weit über die Reformation hinaus weit weniger klar geregelt als in den Städten. Dominant waren in der Regel Söldnerführer, die je nach Opportunität kurzfristig die Seite wechseln konnten. Der Alte Zürichkrieg (1437–1446) zeigt dies beispielhaft. In diesem Krieg zwischen Schwyz und Zürich waren die Gebiete am oberen Zürichsee Hauptstreitpunkt. Die Koalitionspartner wechselten. So kämpfte die Grafschaft Werdenberg 1444 bis 1446 auf Zürcher Seite, nachdem sie in den vier Jahren zuvor Söldner für die Schwyzer gestellt hatte. Die Städte Bern, Luzern und Zug sowie Uri und Unterwalden steuerten in den letzten drei Kriegsjahren Truppen für Schwyz bei. Die Grafen von Habsburg waren mit Schwyz verbündet, bis sie 1442 zu Zürich wechselten.

In den nachfolgenden Burgunderkriegen (1474–1477) unterstützten Zürich und Schwyz gemeinsam die Stadt Bern, die dank dem Sieg über Herzog

Karl den Kühnen grosse Teile der Waadt eroberte, während die anderen eidgenössischen Stände, die Truppen entsandt hatten, sich lediglich an Karls Schätzen bedienten und ihren Ruf als erstklassige Söldner festigten. Die Strategie von Bern ging auf, die Stadt wurde zur stärksten Macht innerhalb des eidgenössischen Bündnisgeflechts.

Unterschiedliche Interessen Viele Städte erkannten im Lauf der 1520er-Jahre die Vorteile der Reformation für die politische Organisation, weshalb die Räte von Bern 1528 und Basel 1529 ihre Kirche reformierten. Der gemeinsame Glaube wirkte sich zwar positiv auf das Verhältnis zwischen Zürich und Bern aus, die Konkurrenz um die Vorherrschaft zwischen Alpen und Rhein war damit aber keineswegs beiseitegelegt. Die Stadt Bern war interessiert am Zugang zu Innerschweizer Söldnern, um bei Bedarf ihre Feudalrechte insbesondere in der Waadt zu sichern. Der Weg über den Gotthard dagegen hatte für sie kaum Bedeutung. Zürichs Priorität lag beim Schutz der Tuchproduktion auch gegenüber der eigenen Landschaft und im Export nach Italien und Frankreich. Gegen Süden sicherte sich Zürich in Friedenszeiten mit den Truppen der Landvogtei Knonau ab. Gegen Norden war der Rhein eine natürliche Festungsanlage. Die im Alten Zürichkrieg von Schwyz eroberten Gebiete am oberen Zürichsee versuchte Zürich nicht ernsthaft zu gewinnen, zu gross wäre das Risiko einer erneuten Niederlage gewesen. In die Verwaltung der gemeinen Herrschaften im Aargau war Zürich involviert, sodass von Westen her kaum Gefahr drohte. Zürich bevorzugte es, mit der Nahrungsmittelsperre gegen Schwyz und seine Verbündeten zu kämpfen, statt mit Waffen. Die Inneren Orte lebten vom Krieg in anderen Teilen Europas und mussten Söldner, die zurückkehrten, beschäftigen, beispielsweise in Kämpfen mit Zürich. Schwyz war indes nicht stark genug, um die Stadt an der Limmat ernsthaft zu gefährden, und hätte auch nicht über die notwendige

staatliche Organisation verfügt, um Kriege strategisch zu führen. Vierter Machtfaktor neben Bern, Schwyz und Zürich war Luzern. Die Stadt hatte im Sempacherkrieg 1386–1389 ihr Umland zulasten der Grafen von Habsburg arrondiert. 1394 konnte sie Merenschwand vertraglich an sich binden, um Zürich daran zu hindern, seine Herrschaft auch westlich der Reuss bis zum Lindenberg auszudehnen. Dies wäre viel eher zu erwarten gewesen als ein Angriff auf Zug. Wirtschaftlich unterschieden sich die vier Pole grundlegend. Schwyz lebte in erster Linie vom Reislaufen, Zürich von Handel und Gewerbe, Bern von den Feudaleinkünften aus seiner ausgedehnten Herrschaft und Luzern betätigte sich seit dem 15. Jahrhundert im Bankwesen. Anders als die anderen Städte baute Luzern ein Vermögen auf mit Einnahmen aus Zöllen, Zinsen und Zehnten, Benützungsgebühren, Bussen und Bündnisgeldern aus Soldverträgen. 1570 betrug das Vermögen der Stadt Luzern das Achtfache der jährlichen Ausgaben. Nach der Reformation kooperierte Luzern mit Schwyz auf eine ähnliche Weise wie Zürich mit Bern: Beide Stände bekannten sich zur selben Kirche, hatten teilweise ähnliche Interessen, achteten aber auch darauf, dass der Partner nicht zu stark wurde. So entstand nach der Reformation ein Gleichgewicht der Kräfte, das zwar in Kriegen immer wieder getestet, aber nie grundsätzlich aus den Angeln gehoben wurde.

Vor gut 500 Jahren begann in Zürich die Reformation – ein Umbruch, der die Kirche und die ganze Gesellschaft verändern sollte. In dieser Serie zeigt der «Anzeiger» in loser Folge, wie die Reformation ins Rollen kam und welche Akteure sie entscheidend beeinflussten. Mit diesem Beitrag ist die Serie beendet. (red)

Blick von Rifferswil nach Süden: Die Stadt Zürich war offensichtlich nicht daran interessiert, ihre Herrschaft in die Alpentäler südlich von Zug auszudehnen.
(Bild Bernhard Schneider)

Unscheinbar anders

Kunstausstellung in der Affoltemer Galerie Märtplatz

«Unscheinbar anders», so der Titel der Kunstausstellung, welche vom 29. Mai bis 14. Juni in der Affoltemer Galerie Märtplatz stattfindet und von KulturAffoltern organisiert wird. Es sind Benita Millius und Moritz Stillhard, welche die Galerie mit ihren ausdrucksstarken Kunstwerken bespielen und gestalten. Die Vernissage findet am Freitag, 29. Mai, von 19 bis 21 Uhr statt.

«Aussen und Innen»

Benita Millius arbeitet als Bildhauerin, Malerin, Performance- und Objektkünstlerin.

Sie lässt sich für ihr Kunstschaffen von verschiedenen Materialien inspirieren, arbeitet experimentell und prozessorientiert. Sie hat zahlreiche Projekte realisiert und lässt sich und ihr Kunstschaffen nicht eingrenzen. Die Aeugster Künstlerin liebt es, zu irritieren und mit

Der Aeugster Freelance-Artdirector und Künstler Moritz Stillhard fertigt Figuren aus Draht oder Pappmaché, die eine gewisse Leichtigkeit und einen Schalk haben - die Pointe bleibt aber immer offen. (Bild zvg)

Körper und Raum zu spielen. Ein Ausstellungsthema wird ihre Teppichserie sein, die aus verschiedensten Materia-

Verkauf von selbst hergestellten Produkten

Marktstand der Heilpädagogischen Schule

Affoltern

Am Samstag, 30. Mai, von 8 bis 12 Uhr sind Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Affoltern (HPS) mit einem Stand am Wochenmarkt in Affoltern anzutreffen. Mit viel Elan und Herzblut wurde gefilzt, gestickt, gedruckt, gekleistert … – entstanden sind

wunderschöne Arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf zahlreiche Besuchende. Der Erlös vom Verkauf fliesst in unsere Lager und Projekttage im Juni 2026.

HPS Affoltern

lien und Techniken entstanden ist. Das Thema «Aussen und Innen» begleitet sie bei ihren Arbeiten: Welches Aussen erfahren wir als schön – was bleibt im Verborgenen?

Leichtigkeit und Schalk Es stellt sich immer wieder die Frage: Was ist Kunst? Für Moritz Stillhard, Freelance-Artdirector und Künstler, ist es dann Kunst, wenn es bewegt – zum Schmunzeln, zum Nachdenken anregt oder vielleicht auch traurig macht. In erster Linie sind seine Arbeiten farbenfroh, warm und machen Spass. Seine Figuren aus Draht oder Pappmaché haben eine gewisse Leichtigkeit und einen Schalk. Die Pointe bleibt immer offen. So können sich alle ihre eigenen Interpretationen zum Werk schaffen… Ein weiteres Ausstellungsthema ist das moKI-Projekt; gemäss Moritz Stillhard, der in Aeugst aufgewachsen ist, ein Gegenstück zu KI-generierten Kunstwerken. Er braucht drei Keywords –blindlings kreiert er ein Kunstwerk. Die persönliche Art-Box.

Veronica Mühlebach, KulturAffoltern

Kunstausstellung «Unscheinbar anders»: Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern. Vernissage: Freitag, 29. Mai, von 19 bis 21 Uhr. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 14. Juni. Öffnungszeiten: Freitag von 17 bis 20 Uhr (Ausnahme Vernissage), Samstag von 10 bis 13 Uhr, Sonntag von 14 bis 17 Uhr

Old-Time-Jazz trifft auf Perlen der Popmusik. (Bild zvg)

Shabber Nac und His Humbugs

New Orleans und Dixieland-Jazz

Kultur Hedingen

Freitag, 29. Mai, um 20.15 Uhr im Werkgebäude Hedingen, Platzreservation: www.kulturhedingen.ch

Seit einiger Zeit frönen Shabber Nac und seine Humbugs ihrer Liebe zum alten Jazz. Diese Leidenschaft, zu der in New Orleans stark verwurzelten Musik, trieb die fünf Vollblutmusiker bereits mehrmals quer durch unser Land und erfreute dabei so manchen Zuhörer. Nun gibt es Neues von Shabber Nac und His Humbugs. Old-Time-Jazz trifft auf Perlen der Popmusik und entführt diese charmant in die wilden 1920erJahre.

Kollekte: empfohlener Betrag 25 Franken

Leidenschaft und Perfektion pur

Konzert der Tonic Strings mit Toni Donadio und Nic Niedermann

Weil es beim ersten Konzert der Tonic Strings in der Kafimüli vor drei Jahren so schön war und Gäste von damals immer wieder nach einem weiteren Auftritt des Duos fragten, freut sich das Team von Musik@Kafimüli besonders, dass die beiden Künstler zugesagt haben, Anfang Juni in Stallikon zu spielen.

Ein Duo der Spitzenklasse

Ob Gypsy-Jazz, Latin oder World, Tonic Strings mit Toni Donadio und Nic Niedermann spielen virtuos, mit grosser Perfektion und Leidenschaft. Es sind Passagen höchster Harmonie und Synchronität im Wechsel mit intensiven Solo-Intervallen. Die beiden Vollblutmusiker sind Fahrende in der Welt der Musik und Suchende in der Welt der Töne. Dabei verwandeln sich die Klänge in Sprache, die Sprache in Geschichten und die Geschichten in Bilder. Kompositionen voll mediterraner Lebensfreude, Sinnlichkeit und Wärme machen jedes Konzert zum mitreissenden und einmaligen Erlebnis.

Die Tonic Strings wurden 1989 gegründet. Der Name ist aus den Vornamen der beiden Musiker entstanden: Toni To und Nick Nic = Tonic. 1990/91

folgten erste Konzerte im In- und Ausland; 1992 mit «Luna» die erste CD. Zu den Highlights ihrer langen, gemeinsamen Musikerkarriere gehören unzählige Auftritte, solo oder gemeinsam mit bekannten Formationen und Solisten, an internationalen Festivals, weitere CDs, vier Tourneen in den USA, sowie Konzerte und Tourneen in den meisten europäischen Ländern. Die beiden passionierten Musiker aus dem Aargau sind nach wie vor für Konzerte im In- und Ausland unterwegs. Toni Donadio stammt aus einer italienischen Musikerfamilie. Er studierte am Musikkonservatorium in Zürich klassische Musik. Es folgten Auftritte mit diversen Bands, wie z.B. Häns’che Weiss, einem der ganz grossen GypsyJazz-Meister. Donadio war auch Mitglied beim Zürcher String Jazz Quartett. Später folgten 15 Jahre und viele Konzerte im legendären Musikrestaurant Prima Vista in Baden, das von Toni und seiner Frau geleitet wurde. Er ist zudem als Komponist, Gitarrist und Kulturvermittler bekannt.

Nic Niedermann ist seit seinem Musikstudium an der Swiss Jazz School Bern leidenschaftlicher Gitarrist in diversen Bands, Komponist, Produzent,

Kulturvermittler und arbeitet als E-Gitarrenlehrer an der Kantonsschule Wettingen. Er meint: «Ich liebe den Zustand, wenn ich mich an Konzerten wie auflöse und aufgehe in der puren Energie der Musik. Das sind die magischen Momente, in denen sich wahre Kreativität und Flow-Erlebnisse ergeben.»

Marianne Egli, Kafimüli

Freitag, 5. Juni, Türöffnung/Barbetrieb ab 19.30 Uhr, Konzert 20 Uhr. Eintritt gratis/Kollekte, keine Reservation; Kafimüli c/o RgZ Wohnheim Loomatt, Loomattstrasse 50, Stallikon/Ortsteil Sellenbüren, Postautohaltestelle Loomatt, Parkmöglichkeiten beim Schulhaus Loomatt und an der Loomattstrasse

Am 5. Juni sind die beiden Gitarrenlegenden von Tonic Strings erneut zu Gast in der Kafimüli. (Bild zvg)

«Unterheischer Määrt»: Zweiter Quartiermarkt in Hausen

Am Samstag, 30. Mai, von 10 bis 17 Uhr, heisst es in Hausen wieder «Auf zum Unterheischer Määrt»! Anwohnerinnen und Anwohner der Unterheischer- und der Seebrigstrasse sowie dem Juchweg organisieren zum zweiten Mal einen Quartiermarkt.

Unterschiedliches zu entdecken

An den privaten Ständen und einigen Werkstätten im historischen Dorfteil Unterheisch gibt es ganz Unterschiedliches zu entdecken: Eine bunte Mischung aus Gebrauchtem, Selbstgemachtem, Handwerklichem, Musikalischem, Pflanzlichem, Kleidern, Stein und Mineralien, Keramik und vieles

Der Quartiermarkt findet sich an der Unterheischer- und Seebringstrasse und dem Juchweg in Hausen. (Bild zvg)

mehr. Ausserdem gibt es wieder allerlei Aktivitäten und Spiele für Jung und Alt. Für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch hat es Feines von süss bis salzig. Die Unterheischerinnen und Unterheischer freuen sich auf zahlreiche Marktinteressierte, die vorbeikommen zum Stöbern, Kaffeetrinken, Plaudern, Cupcakes-Dekorieren, Zusammensitzen – oder einfach zum Gemütlich-entlang-der-lebendigen-QuartierstrassenSchlendern. Unbedingt mit ÖV oder Fahrrad anreisen, da ausser beim Schützenhaus und im Chratz keine öffentlichen Parkplätze vorhanden sind. Der Markt findet bei jedem Wetter statt.

Raffaella Manferdini

Schülerinnen beim Filzen. (Bild zvg)
Ein Ausstellungsthema von Benita Millius ist ihre Teppichserie. (Bilder zvg)

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Bezirk Affoltern

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PublireportageRestaurantWeingarten

Schützen SieIhrKindmit den

Schon vor derGeburtandierichtigenVersicherungendenken:SeitzweiJahrensindKarin und Fabioverheiratet.Jetztfreuensiesichauf die Geburtihres ersten Kindes. AlsverantwortungsbewussteEltern machen sich diebeidenschon frühGedankenüberden richtigen Versicherungsschutzfürihre Tochter, die Nicoleheissensoll.

In derSchweizmüssenEltern schon vorderGeburteine Krankenversicherungabschliessenund das Unfallrisikoeinschliessen. Damitder Versicherungsschutzvomersten Tagangilt, muss das Kindspätestens drei Monate nachseinerGeburt beieiner Krankenkasseangemeldet werden.Karin undFabioschliessendarum noch währendder SchwangerschafteineKrankenversicherungfür Nicole ab,dieüberdiegesetzlicheGrunddeckung hinausgeht.SowärenimschlimmstenFallsogar dieFolgeneines Geburtsfehlersversichert.

Zahnfehlstellungenkosten vielGeld

DieVersicherungsberaterinrätdenjungenEltern, aucheine Zahnzusatzversicherungabzuschliessen. ImmermehrKinder müssenZahnfehlstellungenkorrigierenlassen.Das kostet meistens einige tausendFranken. Wichtigist,dassdie Versicherungabgeschlossen wird,bevor derZahnarzt dieFehlstellungentdecktundsicheineKorrektur abzeichnet.Sonstkannessein, dass die Krankenkasse sichweigert,das Kindzuversichern.Darum habensichKarinundFabio schonfrühfür eine Zahnzusatzversicherungentschieden.

Eine IV-Rente reichtmeistens nicht Weil KarinundFabioihr Kindsogutwiemöglich absichernwollen,habensiesichinformiert, was passierenwürde,falls Nicoleinvalidwird.Die staatliche Invalidenversicherung (IV) zahlt eine IV-Rente,aberdieist bescheiden im Verhältnis

PublireportageGarageRüegg AG

zudenhohenKosten fürdiePflege undBetreuung. OftsindgrosseAusgaben,beispielsweise für baulicheMassnahmen in derWohnung,garnicht gedeckt. Darum schliessen Karinund Fabiodiese finanzielle LückemiteinerInvalidenrente fürKinderundJugendliche –und hoffen natürlich,dass Nicolesienie beanspruchenmuss.

SehrgernebeantwortenwirIhreFragen: Sieerreichen uns unter Telefon04476250 60 oder viaE-Mailauf affoltern@mobiliar.ch.

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Gewerbeverein Affoltern RenéAmmann TheoFischerMalergeschäftGmbH Zürichstrasse81 8910Affolterna.A 043817 15 60 theo.fischer@gmx.net

Gewerbeverein MKM ThomasStrebel HolzbauStrebel GmbH Dörflistrasse5 8933 Maschwanden 043499 40 90 t.strebel@strebelholzbau.ch

Gewerbeverein Oberamt Jessica Suter BlumenStil Hausen amAlbis GmbH Albisstrasse 19 8915HausenamAlbis 044764 20 14 info@gewerbe-oberamt.ch

Gewerbeverein Obfelden DominikStierli stierli digitalsolutionsGmbH Bachstrasse 11a 8912Obfelden praesident@gewerbe-obfelden.ch

Gewerbeverein Ottenbach MartinRöthlisberger mrBrokerGmbH Rebenstrasse51 8913Ottenbach 079406 37 19 info@mrbroker.ch

Gewerbeverein Unteramt Hans-RuediWidmer WidmerQualitäts-und Management-Systeme Dorfstrasse 13 8906Bonstetten 044481 70 54 widmer@hrwidmer.ch

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Die Enten rennen...

Grossartiges Programm vor der Sommerpause im lamarotte

Patricja Skof, Gesang; Lucyann Ceballos und Ping-En Hung, Bass; Gloria Ryter, Posaune; Lea Gasser, Akkordeon; Clélya Abraham, Piano; Dorota Piotrowska, Schlagzeug. (Bild zvg)

Der Kulturkeller lamarotte verabschiedet sich in die Sommerpause mit einem attraktiven «Ladies-Jazzabend» und dem traditionellen Entenrennen-Familienspektakel.

Donnerstag, 28. Mai: Die SOFIA-Band 2026 zu Gast

SOFIA (Support of Female Improvising Artists) greift eine Idee des amerikanischen Förderprogramms «Sisters in Jazz» auf, das zur musikalischen Weiterbildung von Jazzmusikerinnen eingerichtet wurde, ergänzt es aber um eine wichtige Komponente: Neben der künstlerischen Profilierung junger Musikerinnen geht es auch um die Förderung ihrer Vernetzung und Selbstvermarktung. Mit dieser Ausrichtung reagiert SOFIA auf die spezifischen Anforderungen, die an junge improvisierende Musikerinnen heute gestellt werden, und will so zur geziel-

AGENDA

Donnerstag, 21. Mai

Hausen

◴ 19:00–20:00: Elternbildung

Lernen mit künstlicher Intelligenz: Referat und Diskussion, organisiert von der Sekhausen.

● Gemeindesaal

Veranstalter: Elternrat der Sekhausen. Eintritt frei, anschliessend Apéro.

Sonntag, 24. Mai Kappel

◴ 16:00–17:15: Führung

Interaktive Bildbetrachtung des Chorfensters von Max Hunziker mit Kunsthistorikerin Angela Schiffhauer und Pfr. Andreas Nufer.

● Kloster Kappel, Kappelerhof 5 Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei, keine Anmeldung. Im Anschluss (17.15 Uhr) Musik und Wort. www.klosterkappel.ch

◴ 17:15–18:00: Konzert Collegium Vocale Grossmünster (Leitung: Sacha Rüegg) singt von D. Buxtehude: «Alles, was ihr tut» und von J. S. Bach: «Wer da gläubet und getaufet wird» BWV 37. Lesungen: Pfr. Andreas Nufer.

● Kloster Kappel, Kappelerhof 5 Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei, Kollekte. Klosterkirche. www.klosterkappel.ch

Montag, 25. Mai

Maschwanden

◴ 14:00–17:00: Ausstellung

teren Förderung junger Musikerinnen beitragen. Vom 26. bis 30. Mai findet in Zürich bereits der siebte Music Business Workshop statt. Zu hören ist die Band in einigen Jazzclubs in der Schweiz und in der Fondation Suisse in Paris.

Linda Scharnagl, Saxofon; Nicole Johänntgen, Saxofon/Gründerin/Präsidentin; Patricja Skof, Gesang; Lucyann Ceballos und Ping-En Hung, Bass; Gloria Ryter, Posaune; Lea Gasser, Akkordeon; Clélya Abraham, Piano; Dorota Piotrowska, Schlagzeug.

Donnerstag, 28. Mai; Bar ab 18.30 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen ab 19 Uhr, 20 Franken

Samstag, 13. Juni: Entenrennen im Jonenbach

Die Enten starten um 16 Uhr bei der Fussgängerbrücke neben dem Büchi Op-

Wechselausstellung «Essen und Trinken».

● Dorfmuseum, Dorfstrasse 26 Veranstalter: Dorfmuseum Maschwanden.

Dienstag, 26. Mai Kappel

◴ 09:00–11:00: Stick-Treff Sticken und Stricken mit Susanne Bachmann. Es kann an eigenen Projekten gearbeitet oder Decken bestickt werden.

● Kloster Kappel, Kappelerhof 5

Veranstalter: Kloster Kappel. Keine Anmeldung, Unkostenbeitrag 10 Franken. Raum siehe Aushang. www.klosterkappel.ch

◴ 13:30–14:30: Führung

Führung durch die Klostergärten.

● Kloster Kappel, Kappelerhof 5

Veranstalter: Kloster Kappel. Eintritt frei, keine Anmeldung. Treffpunkt: Amtshausplatz. www.klosterkappel.ch

Veranstaltungshinweise erscheinen einmal wöchentlich freitags im «Anzeiger». Die Angaben sind bis Montag davor, 10 Uhr, auf der «Anzeiger»-Website zu erfassen: www.affolteranzeiger.ch

tik und erreichen vor der Sportanlage Moos das Ziel.

Nach der Rangverkündigung und Preisverleihung steht im Kulturkeller lamarotte ein reichhaltiges Salat- und Dessertbuffet bereit. Ein Grill für selbst Mitgebrachtes und ein Glas Wein laden zum Verweilen ein.

Samstag, 13. Juni; Bar & Wetteinsätze ab 15 Uhr bei Büchi Optik BOA, Start um 16 Uhr, Wetteinsatz pro Ente 10 Franken

Vorverkauf: lamarotte.ch/unterstützen

Rennenten mit TWINT reservieren, Betrag wählen mit Kommentar «Entenrennen».

Verkaufsstellen ab April: Chäs Stöckli, Blumen Schneebeli, Bücher Scheidegger, Büchi Optik

Samstag, 20. Juni: Jam-Session bei entspannter Atmosphäre

Bei entspannter Atmosphäre musizieren, Bühnenerfahrung sammeln, andere Musikerinnen und Musiker kennenlernen oder einfach ein Bier trinken und zuhören. Gespielt werden die bekannten Standards aus dem Real Book. Der monatliche Treffpunkt für Jazzfans. Die Rhythm Section freut sich auf regen Besuch!

Thomas Plüss, Saxofon; Florian Bissig, Gitarre; Daniel Ringger, Schlagzeug; Björn Baumgartner, Bass.

Eine Setliste mit einer provisorischen Auswahl von Jazzstandards wird am Abend aufliegen und kann per EMail (mail@florianbissig.ch) bezogen werden.

Samstag, 20. Juni; Bar ab 19.15 Uhr, Musik ab 20.15 Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Essen Hotdog Fleisch/Vegi 10 Franken

Hans-Ruedi Widmer, lamarotte

Reservation: www.lamarotte.ch oder Tel. 044 760 52 62

«Superman

ist tot» Erstaufführung

in Affoltern

Die Nachwuchsschauspieler Maria-Elisabeth

KulturAffoltern lädt am 30. und 31. Mai zur Tragikomödie «Superman ist tot» mit den beiden Nachwuchsschauspielenden Maria-Elisabeth Schäfer und Lorenz Gasser ein. Das Stück des österreichischen Autors, Schauspielers und Regisseurs Holger Schober erzählt die Geschichte von Karl und Luisa. Ihre zufällige Begegnung in einer Comicbuchhandlung ist der Beginn einer besonderen Liebesgeschichte. Beide hatten keine einfache Kindheit. Als Paar können sie sich nun gegenseitig den Halt geben, der ihnen bisher im Leben gefehlt hat. Mit Humor und entwaffnender Ehrlichkeit teilen sie ihre Ängste und Unsicherheiten. Die gemeinsame Leidenschaft für Comics und Superhelden ist ihr Zufluchtsort, an dem sie sich in ihrer Fantasie stark, unverwundbar und der Welt gewachsen fühlen. Doch als Drogen ins Spiel kommen, gerät ihre Welt ins Wanken. Holger Schober thematisiert in seinem Theaterstück «Superman ist tot» die Flucht in Scheinwelten. Er zeigt den verführerischen Sog des Allmachtsgefühls, das die Modedroge Tilidin hervorruft, und stellt die Frage, wie weit man für die grosse Liebe zu gehen bereit ist. Realisiert wird das Projekt vom Theaterduo Schäfer und Gasser. Lorenz Gasser ist in Affoltern am Albis aufgewachsen und entdeckte schon früh seine Leidenschaft für das Schauspiel: Bereits als Kind spielte er kleine Theaterstücke mit seinen Geschwistern und

später in der Pfadi liebte er es, in immer neue Rollen zu schlüpfen. 2022 besuchte er seinen ersten Schauspielkurs im Improvisationstheater bei «anundpfirsich» und vertiefte seine Ausbildung ab 2024 an der Musical- und Schauspielschule «Samts». Seither übernahm er die Hauptrolle in einem SRF-Filmbeitrag, realisierte eigene Kurzfilme und arbeitet zurzeit an verschiedenen neuen Projekten.

Maria-Elisabeth Schäfer konnte schon als Kind sämtliche Märchenfilme auswendig nachspielen und entdeckte früh ihre Leidenschaft für die Bühne. Viele Jahre widmete sie sich dem Ballett und tanzte bis 2009 als Elevin am Volkstheater Rostock. Neben ihrer Schwäche für Jane Austen und klassische Literatur entdeckte sie 2018 im Improvisationstheaterunterricht bei «anundpfirsich» ihre Begeisterung für das Schauspiel, die sie seit 2024 mit einer Ausbildung an der «Samts» vertieft. Mit «Superman ist tot» bringen die beiden jungen Schauspieltalente ihr erstes selbst inszeniertes Theaterstück auf die Bühne.

Irene Scheurer, KulturAffoltern

Theater «Superman ist tot» mit Maria-Elisabeth Schäfer und Lorenz Gasser. Singsaal Schulhaus Semper, Kirchgasse 7, Affoltern. Samstag, 30. Mai, um 20.15 Uhr und Sonntag, 31. Mai, um 16 Uhr. Eintritt frei – Kollekte. Bar 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Als der Heiratsmarkt noch in engem Radius stattfand

Alteingesessene Maschwandner Familien im Fokus

Stammtafeln und -bäume. (Bild zvg)

Das Dorfleben wird von Menschen geprägt. Das ist aktuell so und war auch schon Generationen vorher gleich. Ein Blitzlicht zurück auf alte Maschwandner Familien soll im Zentrum des Vortrags von Dr. André Gut stehen. Der Referent, Bürger von Zürich und Maschwanden, wird alte Maschwandner Familiennamen nennen, auf ausgewählte Familien genauer eingehen, bedeutende Namensträger erwähnen und diverse Stammtafelauszüge präsentieren. Da früher die Ehen so quasi «über den Miststock» geschlossen wurden, sind die Familien

auch untereinander verwandt. André Gut war bis im April 2026 Präsident der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Zürich. Seine Familie stammt aus Maschwanden. Gut zählt verschiedene Quellen für die Familienforschung auf und zeigt, wie teilweise online die Vorfahren erforscht werden können. Ausgewanderte Familien sind ebenfalls ein Thema wie familiengeschichtliche Verbindungen zu den umliegenden Gemeinden. Der Vortrag ist mit reichlich Bildmaterial versehen. Die Museumskommission Maschwanden freut sich, einen so ausgewiesenen Experten zu Gast haben zu dürfen. Dadurch soll auch das Interesse für eigene Familienforschung geweckt werden. Als Ergänzung zum Vortrag zeigt die Museumskommission diverse Stammtafeln und Stammbäume von Maschwandner Familien. Spannende Gegenstände aus Maschwandner Familienbesitz werden teilweise erstmals ausgestellt: Zum Beispiel von den Familien Gut,

Buchmann, Hug, Grob, Salzmann, Kleiner, Leuthold, Funk, Frick, Stäheli, Studer, Frei und Gallmann. Ein Eldorado für Familienforschende mit Wurzeln in Maschwanden! 1903 erstellte der Gerber und Dorfchronist, Rudolf Leuthold, einen Häuserplan von Maschwanden mit seinen Bewohnern. Auf der Basis vom Familienregister aus dem Jahr 1796 vom damaligen Pfarrer Leonhard Brennwald wird nun erstmals versucht, einen Plan zu erstellen, der den Zeitraum um 1800 abbildet. 1796 hatte es in Maschwanden 54 Häuser, 85 Haushaltungen und 471 Einwohner. Die Platzverhältnisse waren mehr als eng, und in jedem Haus hatte es mehrere Stuben (Haushaltungen).

Museumskommission Maschwanden

Pfingstmontag, 25. Mai, 14 bis 17 Uhr, Museum offen; Samstag, 30. Mai, 14 Uhr, Vortrag Dr. André Gut in der Gerbi Maschwanden (Eintritt frei), anschliessend Apéro und Museum offen. Kostenloser Fahrdienst ab Bahnhof Mettmenstetten auf Zug, Ankunft 13.41 Uhr

Nächste Auftritte des Jodlerklubs Affoltern

Nach dem sehr erfolgreichen Frühjahrskonzert von Ende April freut sich der Jodlerklub Affoltern auf die nächsten Auftritte. Er singt am 31. Mai um 14.30 Uhr an der Maiandacht im Jonental und am 7. Juni um 11.15. Uhr im Kloster Frauental anlässlich der Wallfahrt der Pfarrei Affoltern.

Nach der Sommerpause lädt der Jodlerklub wieder herzlich ein zum Projektchor für unser Kirchenkonzert vom

14./15. November. Die Jodlerinnen und Jodler freuen sich auf viele Interessierte. Es ist natürlich auch jederzeit möglich, Proben am Dienstag um 19.30 Uhr im Saal der katholischen Kirche zu besuchen. Ganz nach dem Motto: «Singe isch gsund und tuet eifach guet. Chumm doch au, nimm zäme din Muet», des Jodlerklubs Affolter a.A. Werner Haas, Präsident JK Affoltern a. A. Judeln ist gesund

Am Donnerstag, 28. Mai, zu Gast im lamarotte: Die SOFIA-Band, bestehend aus Linda Scharnagl, Saxofon; Nicole Johänntgen, Saxofon;
Schäfer und Lorenz Gasser. (Bild zvg)

Lieblingsdisziplin. (Bilder zvg)

Nadine Kamm dreht im Rhönrad auf

15-Jährige aus Knonau feiert vier

Mit Eleganz, Kraft und beeindruckender Körperkontrolle hat sich die 15-jährige Nadine Kamm aus Knonau an der Rhönrad-Schweizer-Meisterschaft in Baar an die nationale Spitze geturnt. Gleich vier Goldmedaillen sowie eine Silbermedaille durfte die junge Athletin nach einem erfolgreichen Wettkampfwochenende mit nach Hause nehmen. Die Schweizer Meisterschaften Anfang Mai waren für die Nachwuchssportlerin ein voller Erfolg. «In allen vier Disziplinen konnte ich mein Können zeigen», erzählt Nadine Kamm zufrieden. Besonders erfreulich: In den Kategorien

Schweizer Meistertitel

Gerade, Spirale, Mehrkampf und Paarturnen mit Elea Peter aus Bonstetten sicherte sie sich den Schweizer Meistertitel. Im Sprungturnen gewann sie zusätzlich Silber. Obwohl sie mit hohen Erwartungen in den Wettkampf gestartet war, überraschte sie ihr Erfolg selbst. «Diesen grossen Erfolg hätte ich so nicht erwartet», sagt die 15-Jährige. Gleichzeitig bleibt sie ehrgeizig: Bis zur Weltmeisterschaft Anfang Juli in Göttingen möchte sie ihre Programme weiter verbessern.

Zum Rhönrad kam Nadine Kamm eher zufällig. Nachdem sie zuvor sechs

Jahre Geräteturnen betrieben hatte, entdeckte sie die Sportart durch ein Video im Internet. «Ich war vom ersten Moment an begeistert», erinnert sie sich. Heute trainiert sie rund 15 Stunden pro Woche in drei verschiedenen Vereinen –beim Satus Baar, beim Satus Züri 12 sowie bei der Rhönradriege Bonstetten. Besonders fasziniert sie das Zusammenspiel zwischen Körperspannung und Radgefühl.

Rhönradturnen gilt als anspruchsvolle und eher seltene Sportart. Geturnt wird in und auf einem grossen Metallrad, das je nach Grösse zwischen 60 und 80 Kilo-

Starker Auftritt der Geräteriege

Starke Nachwuchsresultate sorgen für Aufschwung in Obfelden

Das Geräteturnen Obfelden kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken. In den frühen 2010er-Jahren starteten regelmässig Turner an den Schweizer Meisterschaften (SM) und erzielten Topresultate. Die Corona-Jahre führten zu Rücktritten bei den Athleten und es wurde ein bisschen ruhiger. Vor zwei Jahren konnten sich erstmals wieder Turner aus Obfelden für die SM qualifizieren und in diesem Jahr ist auch der Nachwuchs in den vorderen Rängen anzutreffen.

Am vergangenen Wochenende fand in Zürich-Hardau der Kantonale Gerätewettkampf statt. 1200 Turnerinnen und 150 Turner kämpften in den Jugendkategorien (K1 bis K4) um Zehntel, Hundertstel und Auszeichnungen. In der Kategorie 3 stellten sich Ronja Bützer, Elaina Häberling und Fabian Häberling

der starken Konkurrenz im Kanton Zürich. Sie präsentierten an allen Geräten ihre Darbietungen mit Eleganz und bestechender Körperspannung. Fabian gelang dies bei den Turnern über alle fünf Geräte am besten und er gewann mit 46,15 Punkten seine erste Goldmedaille. Ronja ihrerseits turnte einen hervorragenden Wettkampf. An jedem Gerät wurden ihre Übungen mit hohen 9erWertungen belohnt. Herausragend waren ihre Leistungen am Sprung (9,80) und Reck (9,70). Mit einem Vorsprung von über einem Punkt gewann sie ebenfalls die Goldmedaille. Mit dem 5. Rang von Elaina kann das K3-Team auf einen erfolgreichen Wettkampf zurückblicken. Der Gewinn der Goldmedaille bei den Turnerinnen war der erste Sieg nach 15 Jahren. Jedoch nicht nur in der Kategorie 3 wurden Top-10-Resultate erzielt.

Bei den Turnern war Julian Häberling in der Kategorie 2 für den nächsten Podestplatz verantwortlich. Trotz Sturz am letzten Gerät, reichten die guten Leistungen an den übrigen Geräten für den ausgezeichneten 3. Rang. Mit 323 Teilnehmerinnen verzeichnete die Kategorie 2 das grösste Teilnehmerfeld. Von den sechs gestarteten erturnten sich deren vier eine Auszeichnung. Anin Bützer sorgte mit dem 15. Rang für die beste Platzierung. In der Kategorie 4 konnte Sara Meier ihre starke Leistung vom Frühlingswettkampf bestätigen, verpasste das Podest nur knapp und wurde ausgezeichnete Vierte. Die weiteren K4-Turnerinnen erturnten sich ebenfalls eine Auszeichnung.

Nicola Schlienger in Topform

Eine Woche zuvor waren die Athleten der Aktivkategorien (K5 bis K7) im Einsatz. Nicola Schlienger vertrat im vergangenen Jahr die Zürcher Farben an der SM und dies ist auch sein Ziel für dieses Jahr. Mit starken Darbietungen am Reck, Sprung und den Schaukelringen distanzierte er die Konkurrenz und gewann die Goldmedaille in der Kategorie 6.

Simon Schär erturnte sich in der gleichen Leistungsstufe mit dem 7. Rang ebenfalls eine Auszeichnung. Von den drei Turnern in der Kategorie 5 war Timo Häberling mit dem 10. Rang der erfolgreichste. Es ist sehr erfreulich zu sehen, dass nun in allen Kategorien starke Resultate erturnt werden können, und es stimmt zuversichtlich für die künftigen Wettkämpfe.

Stephan Niederhäuser

gramm wiegt. «Eine falsche Gewichtsverlagerung und das Rad dreht in die falsche Richtung», erklärt Nadine. Neben Kraft und Beweglichkeit brauche es deshalb auch viel Koordination, Eleganz und Mut.

Familiäres Umfeld im Sport

Trotz des intensiven Trainings gelingt ihr die Balance zwischen Schule und Spitzensport gut. «Der Sport gibt mir einen guten Ausgleich zum schulischen Alltag», sagt sie. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Familie, ihren Trainern und auch von der Schule, die bei internatio-

nalen Wettkämpfen Rücksicht nimmt. Besonders schätzt sie am Rhönradturnen die familiäre Atmosphäre innerhalb der Szene. «Da es eine eher seltene Sportart ist, entsteht ein enger Zusammenhalt –auch mit Turnenden aus anderen Vereinen im In- und Ausland.»

Nun richtet sich der Fokus auf die Weltmeisterschaften vom 1. bis 4. Juli in Göttingen. Dort möchte Nadine Kamm erneut zeigen, dass sie auch international mit den Besten mithalten kann.

Cheyenne Wyss

Damen dominieren Gruppenphase

TC Säuliamt: 1.-Liga-Damen 40+ im Hoch

Die 1. Liga-Damenmannschaft des Tennisclubs Säuliamt hat in der Gruppenphase der Interclub-Spiele in der Kategorie 40+ eindrucksvoll ihre Stärke unter Beweis gestellt. Sie gewannen alle drei Vorrundenspiele und setzten sich damit mit 5 Punkten Vorsprung deutlich an der Tabellenspitze ab. Damit ist auch die Qualifikation für die Aufstiegsspiele in die Nationalliga C in trockenen Tüchern. Das Team ist überaus zufrieden

mit seiner Leistung in der Vorrunde und blickt mit grosser Vorfreude auf die anstehenden Aufstiegsspiele.

Die erste Runde im Aufstiegs-Tableau steht am Wochenende vom 5./6. Juni an. Die Damen sind fest entschlossen, die nächsten Herausforderungen anzugehen und die Begeisterung für den Sport mit voller Leidenschaft zu leben! TC Säuliamt

Nadine Kamm (links) beim Paarturnen an der Schweizer Meisterschaft in Baar.
Bereit für die nächste Herausforderung (v.l.): Karin Stadler, Lara Hauser, Nicole Brunschwig, Claudia Bachmann und Sonja Lindner. (Bild zvg)
Volle Konzentration im Spirale-Turnen – ihrer
Podestplätze: (v.l.) Julian Häberling, Fabian Häberling, Ronja Bützer und Elaina Häberling. (Bild zvg)

FC Wettswil-Bonstetten darf sich keinen Ausrutscher leisten

Der FCWB kämpft weiter um die Aufstiegs-Play-offs

Seit der letzten Spielrunde ist es klar. Die SV Schaffhausen steht als erster Absteiger fest. Das 0:1 in Dietikon war die zwanzigste Niederlage der Saison und die neunte seit dem Trainerwechsel im Herbst. Auch Ergün Dogru konnte das Blatt nicht mehr wenden. Obschon sich die Akteure der «Spielvi» mit aller Kraft gegen den Abstieg wehrten, blieb man glück- und erfolglos. Den letzten Sieg gab es auswärts gegen die U21 St.Gallens vor einem Monat, das

letzte Unentschieden, ein 0:0, gegen Kosova vor drei Wochen. Danach verlor man gegen Baden und Dietikon jeweils knapp.

FCWB im Fernduell

Der FC Wettswil-Bonstetten dagegen ist immer noch im Rennen um die Aufstiegsplayoffs dabei. Allerdings muss auf einen Patzer von Tuggen oder Taverne gehofft werden und gleichzeitig darf

man selbst keine Punkte mehr verlieren. Dass auch das drittplatzierte Team der Gruppe 3 die Aufstiegsspiele erreicht, ist unterdessen sicher. Einen Punktverlust zu Hause gegen den designierten Absteiger kann sich der FCWB also nicht leisten.

Disziplin und Demut

Aber gerade diese Partien sind heikel. Schnell wird ein vermeintlich schwa-

Trainer Hesam Mirzai verlässt den FCWB

cher Gegner unterschätzt, und zudem können die Schaffhauser unbeschwert aufspielen, geht es doch für sie um nichts mehr. Deshalb sind Disziplin und die notwendige Demut für die Ämtler wichtig. Anpfiff auf dem Wettswiler Moos ist am Samstag um 16 Uhr. Für das letzte Heimspiel der «Regular Season» wünscht sich das Team lautstarke WBFans.

Oliver Hedinger, FCWB

Der Anwalt und Trainer beendet sein Engagement wegen der hohen Doppelbelastung

Hesam Mirzai hat entschieden, seine Tätigkeit beim FC Wettswil-Bonstetten per Ende der laufenden Saison zu beenden. Mirzai übernahm die 1. Mannschaft im Februar dieses Jahres und konnte seither mit dem Team eine sehr starke Rückrunde spielen.

In bislang 13 Spielen unter seiner Leitung holte die Mannschaft 29 Punkte und hat zwei Runden vor Schluss weiterhin eine realistische Chance auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Pro-

Hesam Mirzai hört per Ende Saison auf. (Bild zvg)

Hausen verliert Derby in Affoltern

motion League. Als Grund für seinen Rücktritt nennt Mirzai insbesondere seine beruflichen Verpflichtungen: «Die Doppelbelastung zwischen meinem Beruf als Anwalt und der Tätigkeit als Trainer ist in den letzten Monaten sehr intensiv geworden. Deshalb habe ich mich entschieden, meinen Fokus künftig wieder verstärkt auf meine berufliche Laufbahn zu legen. Dies habe ich dem Verein entsprechend frühzeitig kommuniziert. Es fällt mir nicht leicht, dieses Team zu verlassen, da mir die

Hausen muss sich Affoltern 2 nach spektakulärem Schlagabtausch mit 3:4 geschlagen geben

Der Tabellensechste Hausen reiste am letzten Sonntagmorgen fürs Derby in den Bezirkshauptort zum Tabellensiebten Affoltern 2, das vor dem 4.-LigaMatch drei Punkte hinter den Oberämtlern lag. Nach einem kurzen gegenseitigen Abtasten ging es los mit den Toren. In der achten Minute brachte Hausen nach einem Eckball das runde Leder nicht aus dem Strafraum weg und Affoltern konnte in Führung gehen. Mit dem ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff fiel postwendend der Ausgleich. Ramon Bisa verwandelte eine Flanke mit einer Direktabnahme. Vier Minuten später leistete sich Hausen an der eigenen Strafraumgrenze einen Fehler im Aufbau, der mit dem zweiten Gegentor bestraft wurde. In der 17. Minute konnte Natu Mengisteab Tekle erneut ausgleichen. Nur zwei Minuten später gingen die Oberämtler zum ersten Mal in Führung. Timo Koller stand bei einem Eckball goldrichtig. Danach war

Rekord beim Luftgewehrkurs

Der traditionelle Luftgewehrkurs des Schützenvereins Dachlissen-Mettmenstetten hat 2026 einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnet. Insgesamt nahmen 17 motivierte Jugendliche am Kurs teil. Aufgrund der grossen Nachfrage musste das Training erstmals auf zwei Abende pro Woche aufgeteilt werden. Während der gesamten Kursdauer herrschte eine engagierte, konzentrierte und disziplinierte Atmosphäre. Allen Leitern und auch den Teilnehmern herzlichen Dank für ihren Einsatz.

Unter der Leitung von Mike Schedler stellten die Leiterinnen und Leiter ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren konnten sowohl im stehenden als auch im liegenden Anschlag erste Erfahrungen mit dem Luftgewehr sammeln und ihre Treffsicherheit verbessern. Der Kurs dauerte von Mitte Januar bis April und umfasste insgesamt zehn Trainingsabende.

Einige der Teilnehmenden werden ihre Schiesssportkarriere nun auch während der Sommersaison auf der 300-Meter-Distanz als Jugendliche oder Jungschützen fortsetzen. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden einen Preis, während die Besten zusätzlich mit kleinen Pokalen ausgezeichnet wurden.

Bruno Sidler, Schützenverein DachlissenMettmenstetten

Rangliste, Durchschnitt der gezählten Schiessen: 1. Tom Stadelmann 90,8 Pkt, 2. Jonas Harter 90,6 Pkt, 3. Michelle Schedler 89,1 Pkt, 4. Martina Heiniger 88,1 Pkt, 5. Marc Schedler 86,1 Pkt, 6. Lean Bär 84,6 Pkt, 7. Tijana Cutkovic 84,3 Pkt, 8. Tim Lohner 84,1 Pkt, 9. Tamina Henry 83 Pkt, 10. Diego Wettstein 78,9 Pkt, 11. Mattheo Lustig 78,3 Pkt, 12. Samantha Henry 77,2 Pkt, 13. Aleksa Cukovic 73,2 Pkt, 14. Zyanya Binder 73 Pkt, 15. Leon Crescionini 67,8 Pkt, 16. Morris Studer 63,2 Pkt, 17. Luca Suter 61,5 Pkt.

Arbeit mit der Mannschaft sehr am Herzen liegt.»

Der FC Wettswil-Bonstetten bedauert diesen Entscheid, zeigt gleichzeitig grosses Verständnis und bedankt sich ausdrücklich bei Hesam Mirzai für seinen grossen Einsatz.

Die Suche nach einem Nachfolger hat bei den Ämtlern begonnen; Sportchef Zollinger nimmt Bewerbungen gerne entgegen. FCWB

das Spiel ausgeglichen und als die Teams schon fast beim Pausentee waren, kam Affoltern 2 nach einem Eckball noch zum Ausgleich. Sechs Tore hatten die Zuschauer in den ersten 45 Minuten gesehen.

Offensivfeuerwerk ging nach der Pause weiter In der Pause wiesen die Trainer ihre Mannschaften an, defensiv besser zu spielen. Doch auch das Offensivfeuerwerk ging weiter: Hausen kam in der 57. Minute zu einer guten Chance. Der gegnerische Torhüter reagierte jedoch blitzschnell und schickte seinen Stürmer mit einem langen Auskick auf die Reise und somit zum Leidwesen der Hausemer zum vierten Tor. Hausen drückte danach auf den Ausgleich, hatte auch noch ein paar Chancen, am Schluss ging der Derbysieg aber an Affoltern 2.

Marco Bisa, FC Hausen

Zuletzt gewann WB in Baden, hier Janick Hagers 2:1-Siegestreffer. (Bild Kaspar Köchli)
Der FC Hausen (in Rot) im Spiel gegen Affoltern 2. (Bild Marco Bisa)

REXERS WELT

Der Gratissalat

«Freude herrscht»

Gedanken von Pfarrer Werner Schneebeli aus Affoltern zum bevorstehenden Pfingstfest

Irgendwo unter dem Albis, zwischen Türlersee und einem Dorf, das so ordentlich daliegt, als würde es abends die Geranien zählen, sass ich mittags in einem Gasthaus. Auf der Karte stand: zu jedem Menü Suppe und Salat. Eine harmlose Zeile. In der Schweiz kann aber auch eine harmlose Zeile Grundsatzfragen auslösen. Am Nebentisch nahm eine kleine Gruppe Damen Platz. Sie kamen offenbar vom Seleger Moor, also aus einer Welt, in der selbst die Pflanzen Anstand haben. Noch vor der Bestellung wurde die Wirtschaftslage geprüft. «Die Gipfeli werden immer teurer», sagte eine. «Drei oder sogar vier Franken im Café.» Es klang, als habe jemand das Bundesbudget in Blätterteig gewickelt. Dann kam die Kellnerin. «Stimmt das», fragte eine Dame, «zum Menü gibt es gratis Suppe und Salat?» Die Kellnerin nickte. Die Dame lächelte. «Dann nehme ich nur Suppe und Salat.» Stille im Lokal. Die Kellnerin erklärte freundlich, dass Salat und Suppe zum Hauptgang gehörten. Sie holte aus mit Worten und gab wirklich ihr Bestes, das zu erklären, was eigentlich keiner Erklärung bedurft hätte. Die Damen nahmen es mit Würde hin. Zumindest nahmen sie es hin. Ich dachte: Natürlich ist alles teurer geworden. Gipfeli, Kaffee, Pacht, Personal, Strom, Gemüse und Menschen, die trotzdem freundlich bleiben. Aber wenn unsere Dörfer nicht nur aus Kebab, Pommes im Karton und dunklen Wirtshausfenstern bestehen sollen, müssen wir unterscheiden lernen. Billig ist ein Preis. Preiswert ist eine Haltung. Billig fragt: Was bekomme ich? Preiswert fragt: Was soll bleiben? Manchmal beginnt diese Frage bei einem Salat, der nur gratis ist, wenn man vorher verstanden hat, was ein Menü ist.

Der Autor Florian Rexer wohnt mit seiner Familie in Rifferswil. Seine Kolumne handelt von dem, was man sieht, wenn man nicht zu schnell vorbeigeht, wenn man hinschaut und davon erzählen kann.

Das Pfingstfest steht vor der Tür. Erinnerungen an erlebnisreiche Tage im Zelt werden in mir geweckt. Das Pfingstlager ist heute noch in vielen Pfadiabteilungen und Jungscharen eine feste Tradition. Mit oder ohne Zeltlager: Pfingsten beschert uns 50 Tage nach Ostern ein willkommenes verlängertes Wochenende im Frühling. Hinter dem christlichen Feiertag stehen die Ereignisse, die sich nach der Auferstehung Jesu abgespielt haben sollen. Lukas berichtet uns davon in seiner zweiten Glaubensgeschichte, welche er in Anschluss an seine Erzählung zum Leben, Sterben und Auferstehen Jesu verfasste. Mit dem zweiten Bericht schrieb Lukas eine sinnvolle Fortsetzung, denn die Geschichte Jesu endete nicht mit seinem gewaltsamen Tod.

Die grosse Wirkkraft des Totgeglaubten

Ohne Ostern und Pfingsten gäbe es keine Christenheit. Jesus wäre wie alle anderen Gekreuzigten in Vergessenheit geraten. Allerdings entziehen sich die Ereignisse der Vernunft und Lukas kann

«Jedes Lebewesen ist ein besonderer Ausdruck dieser Energie, welche das Universum durchdringt.»

Werner Schneebeli, Pfarrer, Affoltern

sie nur mit Bildern umschreiben. Sie haben sich im Wesentlichen im Innern der Glaubenden ereignet und tun dies bis heute. Die Rede ist von der Auferstehung und der Ausgiessung des Heiligen Geistes.

Ostern besagt, dass das Leben Jesu mit seinem Tod nicht zu Ende war. Egal

«Himmlischer Tanz» hat Pfarrer Werner Schneebeli aus Affoltern dieses Bild genannt. Dieses Nordlicht hat er selbst aufgenommen. (Bild zvg)

was jemand glaubt, der Totgeglaubte entfaltete seine Wirkkraft vor allem nach seinem irdischen Leben. Lukas erzählt, Jesus sei noch 40 Tage seinen Freundinnen und Freunden erschienen und habe ihnen vom Reich Gottes erzählt. Dann sei er emporgehoben worden ins Himmlische. Das irdische Wirken Jesu ist vorbei und noch fehlt ein Neuanfang, Pfingsten.

Das Pfingstereignis, wie es Lukas im 2. Kapitel der Apostelgeschichte erzählt, beschreibt diesen Neuanfang. Menschen werden bewegt vom Geist der Liebe Gottes. Sie werden erfüllt und erfrischt mit lebendigem Wasser, und zugleich wird ein Feuer der Liebe, des Friedens und der Gemeinschaft in ihnen angezündet. Sie beginnen in Verzückung durcheinander zu loben, zu singen und zu tanzen. Menschen verschiedenster Herkunft verstehen diese Sprache, weil sie einem Urlaut

der Lebensfülle entspricht wie ein «Juchzer» in den Bergen. Die einen meinten, diese Menschen seien betrunken oder übergeschnappt. Die Glaubenden wissen: Hier sind Menschen, die sich von Gott mit Gnade über Gnade beschenkt erfahren, und ihr Ausdruck ist die überschwängliche Freude.

Wer versteht ihn nicht, den «Juchzer» in den Bergen?

Es sind diese Augenblicke im Leben, welche staunende Dankbarkeit wecken und Gefühle wie Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens auslösen. In einer Gemeinschaft erlebt und in der Muttersprache des christlichen Glaubens bildet sich daraus die Gemeinde.

Auch in einer aufgeklärten Zeit und mit naturwissenschaftlichen Augen betrachtet, löst das Wunder des Lebens stau-

nende Freude aus. Die moderne Physik weiss, dass Materie eine Form von Energie ist. Jedes Lebewesen ist ein besonderer Ausdruck dieser Energie, welche das Universum durchdringt. Der Mensch hat zudem ein Bewusstsein, und weiss um die Kräfte, welche sein Leben ermöglichen. Philosophisch formuliert sind es im Wesentlichen Hingabe und Liebe. Mich führt Pfingsten Jahr für Jahr zurück in die Dankbarkeit diesem Gott gegenüber, der sich der Welt aus Liebe verschenkt. Ich habe als Mensch einen besonderen Anteil an diesem Geschenk des Lebens auf dieser wunderbaren Erde. Auch wenn ich um die Verletzlichkeit weiss, so bin ich doch immer wieder übervoll von dankbarer Freude und beginne zu tanzen und zu singen.

Werner Schneebeli, Pfarrer, Pfarramt Kirche Affoltern

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