CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 34 I 177. Jahrgang I Freitag, 5. Mai 2023
Digitaler Transfer
Neues Zuhause
Trinkwasser soll teurer werden
Das «Seewadel» wird festlich eingeweiht
Der Zürcher Regierungsrat setzt sich weiter für elektronische Patientendossiers ein. >Seite 3
Die Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern plant, den Preis für einen Kubikmeter Wasser von aktuell 1 Franken schrittweise zu erhöhen. Ab dem 1. Januar 2024 soll der Kubikmeter Fr. 1.40 kosten. Über die Preiserhöhung wird die Generalversammlung am 2. Juni entscheiden. Der Preisanstieg hat auch damit zu tun, dass in den vergangenen Jahren vermehrt aufbereitetes Zürichsee-Wasser für die Wasserversorgung in Affoltern gebraucht wird. Das liegt auch daran, dass es im Grundwasser immer noch Rückstände gibt, weshalb gewisse Grundwasserpumpwerke derzeit kein Wasser fördern. Grundsätzlich hat auch der Klimawandel Einfluss auf die Versorgung. (red.)
> Bericht auf Seite 3
Eltern in ihrer Rolle bestärken In vielen Ausbildungen und Kursen hat Monika Henzler, Elterncoach aus Knonau, verschiedene Ansätze kennengelernt. Für ihren Workshop trägt sie daraus zusammen, was sie selbst hilfreich gefunden hat und in der Praxis anwendet. Es gehe ihr aber nicht darum, zu vermitteln, was richtig und falsch sei, hält sie im Interview mit dem «Anzeiger» fest, «denn die Eltern sind die Experten ihrer Kinder.» Vielmehr will sie Eltern einladen, sich mit gewissen Fragestellungen auseinanderzusetzen – und sie bestärken. (tst.)
> Interview auf Seite 29
Ab dem 23. Mai wird das neue «Seewadel» bezogen – auch Andrée Wasem zieht um. > Seite 7
«Oral History»
Die Gemeinde Aeugst will ihre Historie bewahren und dazu Alteingesessene befragen. > Seite 8
Gemeinden verpflichten Neue Setzlinge
Das Netzwerk Biodiversität Säuliamt will sich mit Einzelinitiativen für die Natur einsetzen. > Seite 11
Nach gut zwei Jahren Bauzeit öffnet der Neubau seine Türen Zehn Tage vor dem Bezug wird das neue «Seewadel – Zentrum für Gesundheit und Alter» festlich eröffnet. Die Bevölkerung ist am Samstag, 13. Mai, zum Tag der offenen Tür eingeladen. von Thomas sTöckli Die Anspannung ist spürbar, sowohl auf der Baustelle an der Oberen Seewadelstrasse, wo der Schlussspurt der Bauarbeiten lanciert ist, als auch im Provisorium an der Giessenstrasse. Der Zeitpunkt des Umzugs rückt immer näher. Am 17. Mai ist es für die Spitex, die Büros aus dem Nebengebäude und vom Provisorium so weit, am 22. Mai folgt dann die Küche und vom 23. bis 25. Mai steht die «Züglete» der Bewohnerinnen und Bewohner an. «Haben wir an alles gedacht?», dürfte sich wohl nicht nur Seewadel-Leiterin Verena Feller fragen.
Persönliche Einrichtung geplant Zur Spannung hat sich aber längst auch freudige Erwartung gesellt. Spätestens als die Bewohnerinnen und Bewohner vor drei Wochen im Provisorium ihre zukünftige Einrichtung planen durften. «Den meisten hat dies Freude bereitet», so Verena Feller. So habe man im Bistro manche gesehen, die mit ihren Angehörigen Bilder ihrer Einrichtungsgegenstände ausgeschnitten und auf dem
Zimmerplan aufgeklebt haben. Bei einigen brauchte es etwas Anleitung – etwa dass vors Fensterbrett nicht auch noch eine Kommode passt – , oder zielführende Motivation, nicht alles Mobiliar mitzunehmen, so dass die Pflegepersonen noch gut ans Bett gelangen. In diesen Tagen erfahren die Bewohnerinnen und Bewohner definitiv, in welches Zimmer sie einziehen werden. «Wir haben mit allen das Gespräch gesucht», so die Seewadel-Leiterin, «und zum Teil auch mit den Angehörigen gesprochen.» Neben der gesundheitsbedingten Zuteilung hat sich dabei die Morgen- oder Abendsonne als wichtiger Faktor herausgestellt, aber auch die Ausrichtung ins Grüne oder zum Stadtzentrum hin.
Zeitlich verzögert, finanziell im Rahmen Von Dezember 2020 bis Mitte April 2021 wurde das alte Altersheim Seewadel abgerissen. Auf die Tiefbau- und Betonierarbeiten folgte ab Sommer 2021 der Rohbau, ab April 2022 die Fassaden und der Innenausbau. Nun neigen sich die Arbeiten dem Ende zu, mit einem halben Jahr Verzögerung zum Zeitplan, aber voraussichtlich gut im Kostenplan. 43,84 Mio. Franken hatten die Affoltemer Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 9. Februar 2020 für den Ersatzneubau inklusive Pflegeheimprovisorium genehmigt.
Anstelle des aus der Zeit gefallenen Altersheims ist ein modernes Zentrum für Gesundheit und Alter entstanden, das nebst dem Pflegeheim mit seinem vielfältigen Angebot auch den Stützpunkt für die stadteigene Spitex Seewadel umfasst. Am Samstag, 13. Mai, von 11 bis 17 Uhr, erhält die Öffentlichkeit Gelegenheit, den Neubau zu besichtigen. «Wir rechnen mit zirka 1000 Leuten», freut sich Verena Feller.
Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli kommt vorgängig Zum Rahmenprogramm gehört ein Platzkonzert der Harmonie Affoltern – «sie haben sich von sich aus gemeldet, das unterstreicht, wie gross das Interesse der Bevölkerung ist», so die SeewadelLeiterin. Nach der offiziellen Eröffnung durch Stadtpräsidentin Eveline Fenner und Eliane Studer Kilchenmann, Stadträtin Immobilien, können sich die Interessierten auf einem ausgeschilderten Rundgang selbst ein Bild machen. Die Festwirtschaft verwöhnt derweil mit Grilladen, Kuchen und Getränken. Bereits zwei Tage vor der Eröffnungsfeier wird die kantonale Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli im Neubau erwartet. «Dass sie kommt, ist eine Ehre», so Verena Feller, «und für mich eine Freude.»
> Weiterer Bericht auf Seite 7, Baureportage auf Seite 17 bis 26
Comedystar des Zirkus Knie aus dem Knonauer Amt
Die Landfrauen im Bezirk Affoltern luden zum ersten Mal zu einer Pflanzentauschbörse ein. > Seite 11
Von der Ukraine nach Ottenbach Iryna Lukianova stammt aus der Ukraine und studiert derzeit an der Universität Zürich Politologie. Dank des Studienangebots für Geflüchtete, kann sie an der Universität Zürich ihr Studium fortsetzen. Sie absolviert Vorlesungen in Englisch, wird gut betreut und kann ihre eigene Forschung mit Schwerpunkt «Internationale Beziehungen» vorantreiben. Seit drei Monaten lebt die 27-Jährige in Ottenbach. Sie sei auch schon an Chorproben des Ottenbacher Chors dabei gewesen: «Sie sind sehr freundlich», sagt sie im Gespräch und freut sich, dass Musik die Sprachgrenzen überwinden kann. Gerne erholt sie sich auch in der Natur, die Reuss hat es ihr angetan: «Ihr lebt in einem wunderschönen Gebiet.» (red.)
> Bericht auf Seite 9
50 Jahre für den Verein tätig Willi Ebner aus Affoltern ist schon seit 50 Jahren Vereinsfunktionär beim FC Affoltern. Für dieses aussergewöhnliche Jubiläum wurde er nun vom Fussballverband Zürich (Fvrz), der Stadt Affoltern sowie von seinen VereinsEhrenmitgliedern geehrt. Eveline Fenner, Stadtpräsidentin Affoltern, würdigte Willi Ebners unermüdliches Engagement als Vereinsfunktionär ebenso. Eine solche Leistung biete beste Werbung dafür, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ebenso hob sie hervor, welchen Ansporn eine solches Vorbild darstelle, damit dereinst auch Jüngere in die Fussstapfen eintreten können. (red.)
> Bericht auf Seite 31 ANZEIGEN
Der Zirkus Knie gastiert vom 6. Mai bis zum 4. Juni in Zürich, mit dem Affoltemer Marc Haller alias «Erwin aus der Schweiz» als Stargast. Der diesjährige Comedystar des Zirkus Knie ist der in Wettswil geborene Marc Haller, dessen Bühnenfigur «Erwin aus der Schweiz» die Show zusammenhält. Mit viel Witz, gespielter Unsicherheit und einer ordentlichen Portion Zauberkunst bringt er das Publikum zum Staunen und zieht die Blicke auf sich, während in der Manege umgebaut wird. Wenn der unsicher wirkende kleine Erwin – «aus der Schweiz», wie er gerne erklärt – das Zirkuszelt betritt, zieht er die Zuschauenden mit zufällig wirkendem Humor, Zaubertricks – die Werkstatt seines Requisitenbauers befindet sich in Hedingen – und kleinen Weisheiten sofort in seinen Bann. Er ist beispielsweise der Meinung, dass auch Terroristen ein Recht auf eine politisch korrekte Anrede haben und schlägt eine so absurde Lösung vor, dass sich das Publikum fast überschlägt: «Sprenggläubiger mit Detonationshintergrund.» (sals)
> Bericht auf Seite 5
Einladung
Info-Abend Küchenumbau 24. Mai
Cham | 041 747 40 50 | kilian-kuechen.ch
50018 Marc Haller spielt im Zirkus Knie seine Paraderolle als quirlig-scheuer Erwin – aus der Schweiz. Einen Grossteil seiner Auftritte hat er in den Rängen, während die Manege für den nächsten Act vorbereitet wird. (Bild Salomon Schneider)
9 771661 391004