CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 33 I 179. Jahrgang I Freitag, 8. Mai 2026
50 Jahre in der Feuerwehr
Taufe neu und individuell erleben
Zwei Zwilliker feiern ihr seltenes Jubiläum und bleiben auch mit 70 Jahren weiterhin engagiert im Einsatz für die Feuerwehr. Seite 3
Die Reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt lädt zu individuellen Tauffeiern in Kirche und Natur ein. Seite 13
Spatenstich für eine Erweiterung der ARA Reuss-Schachen Abwasser aus Obfelden, Maschwanden und Dachlissen fliesst ab 2030 nach Merenschwand Werner Schneiter Obfelden, Maschwanden und Dachlissen-Mettmenstetten schliessen sich der Abwasserreinigungsanlage (ARA) ReussSchachen in Merenschwand an. Deren Ausbau nimmt gut vier Jahre in Anspruch und kostet rund 31 Mio. Franken. Der Spatenstich signalisierte Anfang dieser Woche den Baubeginn für das Grossprojekt der Abwasser-Verbandsgemeinden Merenschwand, Aristau und Beinwil (Freiamt). Die ARA liegt unmittelbar an der Reuss auf Aargauer Seite, nur rund 500 Meter von der ARA Obfelden entfernt. Alle 20 Jahre sei eine Investition notwendig, sagte Albert Betschart, Präsident der ARA Reuss-Schachen, vor geladenen Gästen. So wurde die 1984 erbaute Anlage in den Jahren 2002 bis 2005 für rund 6 Mio. saniert. Vor dem nun fälligen Ausbau startete Merenschwand 2015 eine Anfrage bei einigen Ämtler Gemeinden. Für das Grossprojekt waren damals 75 bis 80 Mio. Franken geplant. Eine Zusammenarbeit scheiterte jedoch, Obfelden sagte 2019 Nein. «Wir mussten damals neu beginnen», so Betschart. Schliesslich konnte aber Obfelden, wo auch Abwasser aus Maschwanden und Dachlissen gereinigt wird, doch noch ins Boot geholt werden; die 1996 letztmals erweiterte ARA in Obfelden müsste saniert werden. Während die anderen Anschlussgemeinden an den jeweiligen Gemeindeversammlungen dem Zusammenschluss zustimmten, wurde in Obfelden der Anschluss ennet der Reuss im September 2022 an der Urne deutlich bejaht. Bereits zuvor erwuchs dem Vorprojekt mit Kosten von 212 000 Franken keinerlei Opposition.
Obfelden zahlt knapp 15 Mio. Franken Die Baubewilligungen der Gemeinde Merenschwand und des Kantons Aargau liegen seit Februar 2026 vor. Der Kanton verlangte aber zuvor für 48 Punkte Ergänzungen. Pro Natura rekurrierte zwar
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Rennen brachten für den RRC Amt gute Resultate in der laufenden Strassensaison. Seite 21
«Nicht aufgeben, wenn es mal knifflig wird.» Seite 11 Tamara Sperduto, in Ausbildung zur Medientechnologin. (Bild Marcus Weiss)
Amt niedergelegt Armin Vollenweider legt sein Amt im Gemeinderat Kappel am Albis aus persönlichen Gründen per Ende April 2026 nieder. (red)
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Behörden aus beiden Kantonen, Kommissionsmitglieder, Fachleute und Unternehmer beim Spatenstich für die Erweiterung der ARA Reuss-Schachen, die in unmittelbarer Nähe der ARA Obfelden liegt. (Bild Werner Schneiter) gegen das Vorhaben, machte dann aber einen Rückzieher. Für Verzögerungen sorgte auch das Amphibienthema. Nun aber erfolgt der Baustart in Kürze. Für Obfelden fallen voraussichtlich knapp 15 Mio. Franken an, für Maschwanden rund 1.8 Mio. Franken und für Dachlissen-Mettmenstetten gut 400 000 Franken. Die Aargauer Gemeinden beteiligen sich mit rund 14 Mio. Franken. Die Kosten werden in allen Gemeinden durch die regulären Abwassergebühren gedeckt.
Ausbau in drei Etappen Gemäss Noah Joller von der mit dem Ausbau beauftragen Hunziker Betatech
ist die neue Anlage für eine Grösse von 9700 sogenannten Einwohnergleichwerten im Aargau und 8800 auf Zürcher Seite ausgelegt. Insgesamt beträgt die Kapazität 22 000 Einwohnergleichwerte. Die Verbindungsleitung ab ARA in Obfelden führt sieben Meter unter dem tiefsten Punkt der Reuss über die Kantonsgrenze – mit Rücksicht auf den Naturschutz. Der Ausbau erfolgt in drei Etappen. Die erste umfasst einen Neubau der biologischen Reinigung auf westlicher Seite mit acht Becken und vier Biologiestrassen. In der zweiten Etappe werden die alten Becken umgenutzt. Sie bilden das Untergeschoss eines neuen Gebäudes aus Holz-
elementen, wo die mechanische Reinigung untergebracht ist. In der dritten Etappe sind eine neue Schlammbehandlung, der Bau einer Photovoltaik-Anlage und eine neue Raumaufteilung des bestehenden Betriebsgebäudes vorgesehen. Laut Noah Joller wird die Ablaufqualität deutlich verbessert und dem Natur- und Gewässerschutz Rechnung getragen – mit insgesamt 755 Quadratmetern Ausgleichsund Ersatzfläche. Der gesamte Ausbau dauert bis im Dezember 2030. Zwischen August und Dezember 2030 erfolgt der Rückbau der ARA in Obfelden. Dort wird die heutige ARA in ein Abwasserpumpwerk und in ein Regenbecken umgebaut.
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Reformation im Konflikt Engagement für Aumüli Die Reformation bringt Unruhe ins Amt
Hugo Lombriser findet im Einsatz Sinn
Die Reformationszeit im Knonauer Amt war geprägt von Unsicherheit, Gewaltbereitschaft und religiösen Spannungen. Viele Männer hatten Kriegserfahrung und Waffen, Konf likte eskalierten schnell. Gleichzeitig war die staatliche Ordnung noch schwach, Fehden und private Racheakte kamen vor. Auch religiös herrschte Uneinigkeit: Während einige Gemeinden die Reformation annahmen, wehrten sich andere vehement. Besonders in Maschwanden führte der Widerstand gegen die neuen Predigten zu offenen Konflikten mit der Zürcher Obrigkeit. Der Wunsch nach Mitbestim-
Hugo Lombriser, Präsident des Vereins Aumüli in Stallikon, setzt sich mit grossem Engagement für den Erhalt des historischen Kulturguts ein. Fast täglich investiert er Zeit in organisatorische und praktische Arbeiten – ehrenamtlich und mit viel Überzeugung. Seit seinem Amtsantritt hat er Strukturen optimiert, Aufgaben auf verschiedene Gruppen verteilt und mit dem monatlichen «Kafiträff» einen offenen Treffpunkt geschaffen. Nach einem Berufsleben als Informatiker bei der Credit Suisse und seinem Rückzug aus dem intensiven Volleyball-Engagement stellte sich für ihn
mung, etwa bei der Pfarrwahl, spielte dabei eine zentrale Rolle. Andere Orte verhielten sich vorsichtiger – oft aus Angst vor Krieg oder wegen der Nähe zur Obrigkeit. Hoffnung brachte die Reformation dort, wo sie neue kirchliche Strukturen ermöglichte, etwa eigene Kirchgemeinden. Diese Phase relativer Meinungsfreiheit war jedoch kurz: Ab etwa 1526 setzte Zürich den neuen Glauben konsequent durch und unterband sowohl katholische als auch radikale reformatorische Strömungen. (red)
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die Sinnfrage im Ruhestand. Die Antwort fand er in der Aumüli. Dort kann er aktiv bleiben, mit Menschen zusammenarbeiten und konkret etwas bewirken. Neben der geplanten Sanierung des Hauptgebäudes steht mit dem Mülitag ein Höhepunkt bevor. Der Anlass zieht jährlich rund 1000 Besucher an und soll alle Generationen ansprechen. Für Lombriser ist klar: Die Aumüli lebt vom Mitmachen – und genau dazu möchte er andere motivieren. (red)
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