CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Wo kann ich mich mit anderen Haus- und Stockwerkeigentümern austauschen, etwas erleben und soziale Kontakte pflegen? AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 32 I 179. Jahrgang I Dienstag, 5. Mai 2026
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Wegen Drohung verurteilt
Kreative Wege dank Mutterschaft
40-Jährige erhält eine unbedingte Geldstrafe, muss sich ambulant behandeln lassen und der Geschädigten eine Genugtuung bezahlen. Seite 3
Drei Frauen aus Stallikon verbinden Familie, Selbstständigkeit und kreative Arbeit in eigenen Unternehmen. Seite 13
Traditionsfirma setzt auf neues Zentrum in Hedingen Die Ernst Schweizer AG unterstützt die Zentrumsplanung in Hedingen Daniel Koch Die Zentrumsplanung von Hedingen nimmt Fahrt auf – und ein zentraler Akteur stellt sich klar dahinter: die Ernst Schweizer AG. Das Traditionsunternehmen, seit Jahrzehnten im Dorf verankert, sieht in der Entwicklung eine Chance, das Zentrum aufzuwerten und gleichzeitig das eigene Areal neu auszurichten. Diese Transformation ist bereits sichtbar. Seit Anfang 2024 hat sich die Firma strategisch neu aufgestellt und konzentriert sich heute auf drei Geschäftsbereiche: Fenstersysteme, Brief kästen und Paketboxen sowie Solarsysteme. Der Verkauf des Fassadengeschäfts an die Geilinger AG sei ein wichtiger Schritt gewesen, heisst es. Damit habe man ein komplexes Projektgeschäft ausgelagert und gleichzeitig Kontinuität für Kunden und Mitarbeitende gewährleistet. Die Folgen dieser Neuausrichtung sind auch auf dem Areal spürbar. Frei gewordene Flächen wurden neu genutzt: So sind Teile heute an externe Firmen vermietet, darunter das Start-up Hivoduct sowie die Carrosserie Baldinger. Auch die Geilinger AG ist weiterhin vor Ort präsent. Insgesamt beschäftigt die Ernst Schweizer AG rund 350 Mitarbeitende, etwa 260 davon in Hedingen. Hinzu kommen rund 65 Arbeitsplätze bei neu angesiedelten Firmen. Am Standort wolle man festhalten, betont Samuel Schweizer, Vorsitzender der Geschäftsleitung: «Hedingen bleibt für uns als Hauptsitz ein wichtiger Standort, an dem wir langfristig festhalten.»
Verkehr nimmt trotz Entwicklung ab Ein zentraler Punkt in der Diskussion ist der Verkehr – und hier zeichnet das Unternehmen ein differenziertes Bild. Trotz neuer Nutzungen liege die Verkehrsbelastung heute unter dem Niveau von vor 2020. Als Gründe nennt Schweizer unter anderem den Wegfall des transportintensiven Fassadengeschäfts sowie veränderte Arbeitsweisen. Homeoffice habe sich etabliert und reduziere die Pendlerströme spürbar. Zudem
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Tore kassiert der FC Affoltern. Der Ehrentreffer gelingt nicht. Seite 19
«Unsere Gemeinden sind wichtige Partner» Seite 5 Tessa Müller, Präsidentin Spitex Knonaueramt. (Bild zvg)
Elf Jahre Haft für Mordauftrag
Auf dem Areal der Firma Schweizer in Hedingen ist ein bunter Firmen-Mix entstanden: (von links) Rolf Käser (Carrosserie Baldinger AG), Samuel Schweizer und Marc Bremgartner (Ernst Schweizer AG), Walter Holaus (Hivoduct AG), Jürg Huber und Gediminas Tutkus (Geilinger AG). (Bild zvg) sei die Logistik für den SolarsystemBereich teilweise ins österreichische Satteins verlagert worden, was Hedingen zusätzlich entlaste. Ergänzend setze man weiterhin auf Parkplatzbewirtschaftung und die Förderung des öffentlichen Verkehrs. Im Zuge der Zentrumsplanung plant das Unternehmen nun einen weiteren Schritt: Ein Teil des Areals – konkret der Parkplatz gegenüber dem Bahnhof – soll künftig für Wohn- und Gewerbenutzung geöffnet werden. Dafür wird derzeit der private Gestaltungsplan revidiert. Damit wolle man einen Beitrag zu einem lebendigen Dorfzentrum leisten. Parallel prüft die firmeneigene Pensionskasse einen Neubau auf dem sogenannten Juventus-Areal.
Neue Strasse als Schlüsselprojekt Auch bei der Verkehrsführung bringt sich die Ernst Schweizer AG in die Diskussion ein. Die geplante neue Strasse entlang der Bahnlinie vom Kreisel zum
Bahnhof wird vom Unternehmen unterstützt. «Die Strasse hat zum Ziel, ein autoberuhigtes Dorfzentrum zu ermöglichen», so Samuel Schweizer. Für die Firma selbst wäre sie gar nicht nötig, betont Schweizer: «Unser Firmenareal ist bereits heute gut erschlossen und alles entspricht den Normen.» Andere Varianten, etwa eine Zufahrt von Norden entlang der Bahnlinie, sind laut Kanton derzeit nicht realisierbar. Gleichzeitig denkt das Unternehmen langfristig: Im Rahmen der Gestaltungsplan-Revision soll ein interner Erschliessungskorridor freigehalten werden, um künftige Optionen offenzuhalten. «Grundsätzlich ist es uns egal, aus welcher Himmelsrichtung unser Areal erschlossen wird», hält Schweizer fest. Tatsache sei aber auch, dass rund Dreiviertel des Verkehrs von der Hauptstrasse zum Bahnhof nicht auf die Firma Schweizer zurückgeführt werden könne. «Viele Leute fahren einfach gerne mit dem Auto zum Bahnhof», so Schweizer. Pro Stunde würden im
Schnitt nur etwa ein bis zwei Lastwagen von der Firma durch das Dorfzentrum fahren.
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«Gemeinsam das Zentrum gestalten»
Carrosserie/Spritzwerk
Insgesamt spricht sich die Ernst Schweizer AG klar für eine abgestimmte Entwicklung aus. Wachstum müsse nicht automatisch mehr Verkehr bedeuten, wird argumentiert. Vielmehr könne eine gezielte Weiterentwicklung helfen, nachhaltige Lösungen zu fördern. Samuel Schweizer betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: «Wir sind fest davon überzeugt, dass eine enge Abstimmung zwischen Gemeinde, Bevölkerung und lokalen Unternehmen der richtige Weg ist, um Hedingen zukunftsfähig zu machen.» Das Unternehmen will diesen Prozess aktiv begleiten – «mit dem Anspruch, unser Areal verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und gleichzeitig einen positiven Beitrag zu einem attraktiven Dorfzentrum zu leisten».
Lido Galli
Tödlicher Unfall
Mord am Klostergründer
Am Uetliberg stürzte ein Mann zu Tode
Konrad von Sellenbüren starb vor 900 Jahren
Am Sonntagmittag ist es im Zürcher Gebiet «Fallätsche» zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein 69-jähriger Mann stürzte aus bislang ungeklärten Gründen in die Tiefe und erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Kurz vor 12.30 Uhr wurde die Stadtpolizei Zürich von Schutz & Rettung Zürich alarmiert. Die Einsatzkräfte waren aufgeboten worden, nachdem die Rega im betreffenden Gebiet eine abgestürzte Person geborgen hatte. Trotz der raschen Intervention konnte dem
Vor 900 Jahren wurde der Engelberger Klostergründer Konrad von Sellenbüren im Reppischtal am Uetliberg ermordet. Der Zürcher Adelige war im Frühjahr 1126 in seine alte Heimat zurückgekehrt, um einen Erbstreit zu schlichten. Dabei eskalierte der Konflikt, und ein Verwandter tötete ihn. Die genauen Umstände bleiben bis heute unklar, überliefert ist jedoch ein gewaltsamer Tod. Konrad hatte zuvor das Kloster Engelberg gegründet, nachdem ihn einer
Mann nicht mehr geholfen werden. Nach ersten Erkenntnissen war der 69-Jährige gemeinsam mit einem anderen Mann unterwegs, als es zu dem Unglück kam. Die genauen Umstände des Sturzes sind derzeit noch unklar. Die Polizei geht jedoch von einem Unfallgeschehen aus. Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich haben zusammen mit der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Untersuchungen aufgenommen. (red)
Das Zürcher Obergericht hat einen 55-jährigen Schweizer aus dem Bezirk Affoltern wegen versuchter Anstiftung zum Mord zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann hatte zwischen Dezember 2022 und Februar 2023 im Darknet gezielt nach einem Auftragskiller gesucht, um seine Ex-Frau töten zu lassen, und dafür rund 22000 Franken in Bitcoin überwiesen. Die Tat wurde jedoch nie ausgeführt, da er auf eine von britischen Behörden überwachte Fake-Website hereinfiel. Die Richter sahen die Beweislage als eindeutig an: Eine umfassende EDV-Analyse belegte die gezielte Suche, gespeicherte Fotos sowie entsprechende Transaktionen. Die Verteidigung sprach von Hacking und unzulässigen Beweisen, blieb jedoch erfolglos. Das Obergericht erhöhte die Strafe deutlich gegenüber der ersten Instanz. (red.)
Legende zufolge ein Ochse an den Standort geführt hatte. Das Kloster wurde mit Besitzungen ausgestattet und erhielt wichtige Rechte von Papst und Kaiser. Nach seinem Tod wurde Konrad im Kloster beigesetzt und später als Seliger verehrt. Chroniken und künstlerische Darstellungen halten die Erinnerung an die Tat wach. Sein Tod gilt als prägendes Ereignis der frühen Klostergeschichte. (red)
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