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032_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Bike-Tour mit Techniktraining von Jacqueline Schneebeli an Auffahrt, 18.05.23 -> weitere Infos im Kraftraum. GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 32 I 177. Jahrgang I Freitag, 28. April 2023

Soziale Organisation

Die NGO Ades aus Mettmenstetten erhält für ihr Engagement einen wichtigen US-Preis. > Seite 3

Gesprächige Chefin

Stadtpräsidentin Eveline Fenner referierte im «LaMarotte» über den Umgang mit Vereinen. > Seite 7

Freundin geschlagen

Das Bezirksgericht hat entschieden: Ein Türke muss wegen Delikten das Land verlassen. > Seite 10

Tolle Musik

Kappel war am vergangenen Wochenende fest in Händen der Ländlermusikfreunde. > Seite 12

«Kloster Kappel ist eine Landmarke» Zwei Regierungsräte beim Spatenstich zur Revitalisierung und Erneuerung der Domäne Der Spatenstich symbolisierte den Baubeginn für die Revitalisierung und Erneuerung der Klosterdomäne Kappel – wichtig für den Fortbestand der historischen Stätte, die nach Regierungspräsident Ernst Stocker «auch gesamtschweizerisch gesehen eine Landmarke ist». von werner schneiter Gerhard Gysel, Präsident des Vereins Kloster Kappel (VKK), warf vor illustren Gästen einen kurzen Blick zurück in die zwölfjährige Geschichte dieses Jahrhundertprojekts. Dass die Domäne einer Frischkur bedarf, habe der VKK bereits 2010 erkannt. Dem folgte 2012 ein Architekturwettbewerb und letztlich ein Gesuch beim Gemeinnützigen Fonds (früher: Lotteriefonds) des Kantons um Unterstützung. Zweimal sprach der Regierungsrat gesamthaft fast eine Million Franken für die Projektierung. Der vom damaligen Regierungspräsidenten Markus Kägi mitunterzeichnete Masterplan setzte im März 2018 eine Wegmarke, die auch nach zwei (letztlich erfolglosen) Rekursen, etwa gegen die Mauerergänzung, stehen blieb. 2020 wurde das Baugesuch rechtskräftig. Der Regierungsrat hiess das Gesuch für einen Beitrag von 11 Mio. Franken aus dem Gemeinnützigen Fonds gut. Und auch der Kantonsrat sagte im April 2022 fast einstimmig Ja. Nun also der Spatenstich für das Hauptprojekt, für das ein Budget von 16,25 Mio. Franken vorliegt. Der Bau erfolgt in drei Etappen, die sich laut Gerhard Gysel nochmals über mindestens vier Jahre hinziehen wird.

Wichtiges kulturelles Erbe Eine funktionierende Infrastruktur habe im Kanton Zürich hohen Stellen-

Standort fördern

Wertvolle Tipps für die Gründung eines Unternehmens gab es an einem Vortrag. > Seite 15

Neu Eishockeyprofi Leandro Hausheer aus Aeugst, der bisher als Junior und in der ersten Mannschaft für den EV Zug gespielt hat, wird neu Profihockeyspieler beim HC Lugano. Sein Agent hat sich für ihn stark gemacht und den Zweijahresprofivertrag (Entry-Level-Vertrag) mit dem HC Lugano schliesslich an Land gezogen. Zurzeit absolviert er die letzten Wochen seines Praktikums bei der TD Synnex in Rotkreuz. Vormittags arbeitet er jeweils, nachmittags widmet er sich dem Eissowie Krafttraining. Die Abende verbringt er meist zu Hause. In wenigen Tagen heisst es darum, Abschied nehmen. Von Familie und Freunden, von der vertrauten Umgebung und «seinem» Club. Die erste eigene Wohnung, eine andere Sprache und eine neue Mannschaft erwarten ihn. Das werden aufregende Zeiten für ihn. (red.)

> Bericht auf Seite 25 ANZEIGEN

Spatenstich im Regen, von links: Kirchenratspräsident Michel Müller, Landschaftsarchitekt Tino Buchs, Architektin Saskia Hermanek, Finanzdirektor Ernst Stocker, Baudirektor Martin Neukom, VKK-Präsident Gerhard Gysel, VKK-Vizepräsident/ Projektverantwortlicher Hans Streit und der Kappeler Gemeindepräsident Martin Hunkeler. (Bild Werner Schneiter) wert, auch beim kulturellen Erbe, sagte Regierungspräsident Ernst Stocker (SVP). Das Kloster habe klaren Bezug zum Kanton Zürich, obwohl Zug nahe sei. Kappel kenne er seit seiner Kindheit. «Du musst nach Kappel, wenn du zu viel sauren Most trinkst», scherzte er in Anspielung auf die damalige «Anstalt». Er bezeichnete das Kloster als wichtiges kulturelles Erbe, das in der Bevölkerung breit verankert ist. Das Projekt sei nicht nur bedeutsam für den Erhalt eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung. Mit dessen Umsetzung werde auch das wirtschaftliche Fundament gestärkt und die weitere Nutzung garantiert, ansonsten es schwierig sei, solche Objekte zu erhalten.

Baudirektor Martin Neukom (Grüne) machte keinen Hehl daraus, dass er sich im Bereich von Natur und Umwelt wohler fühlt als etwa bei Autobahnzubringer-Eröffnungen. Auch beim Spatenstich in Kappel, wo diverse Schutzinteressen eine gesamtheitliche Betrachtung verlangen – auch hinsichtlich Landschaft und Ortsbild eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit der Revitalisierung und Erneuerung werde hier ein Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen. Der VKK, zum grossen Teil Eigentümer, zeigte bei diesem Projekt ein grosses Engagement. «Für den Regierungsrat ist er ein verlässlicher Partner», lobte Martin Neukom.

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«Labor der Gesellschaft» Kirchenratspräsident Michel Müller sprach von einer komplexen Domäne, auch deshalb, weil hier der Kanton (Klosterkirche), Pfarrhaus (Gemeinde) zu den Miteigentümern gehören und die Landeskirche Mieterin des Bildungshauses sei. «Wunderbar, dass wir hier zusammen etwas machen». Dass beim Kloster von «Intra Muros» und «Extra Muros» gesprochen werde, täusche darüber hinweg, dass das Kloster ein offenes und nachhaltiges Gasthaus sei – nicht abgeriegelt, sondern vielmehr ein «Labor der Gesellschaft» und zukunftsträchtig, weil viele Interessengruppen beteiligt seien.

40 Jahre im Dienst Umzug steht an

Flüchtlinge bald da Neues Naturparadies

Paula Gut und Käthi Kurtz haben 40 Jahre als Sigristinnen in der Reformierten Kirche gearbeitet. Nun wurden sie in Ottenbach verabschiedet. Dabei wurden die beiden Frauen auch mit vielen netten Worten bedacht. Andreas Manz, Leitung Kirchenkommission Ottenbach, rechnet vor, was die letzten 40 Jahre «treues zuverlässiges Wirken» bedeuteten: Es seien 1920 Wochen, zirka 1500 Gottesdienste, davon 40 an Weihnachten und 40 an Ostern, gewesen; etwa 400 Taufen und ebenso viele Abdankungen und unzählige weitere Einsätze. Die Zahlen würden aber keine Auskunft darüber geben, mit welchem Herzblut und Engagement die beiden Frauen ihre Tätigkeit ausgeübt haben. «Sie seien Konstante der Kirchgemeinde gewesen, zuverlässig und präsent.» (red.)

Am 23. Mai wird der «Seewadel»-Neubau in Affoltern bezogen. In einer Serie porträtiert der «Anzeiger» Bewohnerinnen und Bewohner, die vom zwischenzeitlichen Provisorium in den Neubau umziehen. Der erste von ihnen ist Heinrich Hegetschweiler. Den 94-Jährigen plagte vor ungefähr zwei Jahren plötzlich «eine blöde Magen-Darm-Grippe», die im Spital endete. Von dort zog Heinrich Hegetschweiler nicht mehr zurück in sein Zuhause nach Ottenbach, sondern direkt ins «Seewadel»-Provisorium. Im Provisorium hat Heinrich Hegetschweiler, nach eigenen Angaben immer für ein Spässchen zu haben, bald einen Draht gefunden – zum Personal und genauso zu den anderen Leuten, die er einmal schelmisch als «Insassen» bezeichnet, weil ihm gerade kein anderes Wort in den Sinn kommen will. (red.)

Ab dem 2. Mai wird die Zivilschutzanlage in Obfelden bekanntlich Flüchtlinge beherbergen. Die Anlage wird von den Gemeinden Obfelden, Mettmenstetten, Ottenbach und Hausen betrieben. Für die Öffentlichkeit besteht die Möglichkeit, die fertig eingerichtete Zivilschutzanlage kurz vor der Eröffnung morgen Samstag, 29. April, von 13.30 bis 16.30 Uhr, zu besichtigen und sich mit den anwesenden Behördenvertretern vor Ort auszutauschen. Das temporäre Durchgangszentrum wird als zwingende Massnahme erachtet, um während einer Übergangszeit von acht Monaten Unterkünfte für Schutzsuchende sicherstellen zu können, teilt die Gemeinde Mettmenstetten mit. Auf den 1. Juni hat der Kanton die Aufnahmequote für die Gemeinden auf 1,3 Prozent erhöht, weshalb nun mehr Flüchtlinge zu beherbergen sind. (red.)

Der Verein Naturnetz Unteramt (VNU) hat zusammen mit anderen Organisationen auf der Buchenenegg ein Aufwertungsprojekt umgesetzt. Statt einer intensiv genutzten und beweideten Wiese mit einigen wenigen Obstbäumen und einem schnurgeraden Wiesenbach, finden sich dort neu sieben Hecken und 25 neue Obstbäume, und der sogenannte Schattlibach kann sich nun dank einer neuen Feuchtmulde und weiteren Ausweitungen besser entfalten. Dem Gewässer entlang wachsen neuerdings elf Weiden und Erlen, und es wurden Wurzelstöcke und andere Kleinstrukturen platziert. Ende Oktober bis Mitte November 2022 pflanzten freiwillige Helfende des VNU Hecken von total 225 Metern Länge. Insgesamt kamen 480 Sträucher zum Einsatz, hauptsächlich Wildsträucher. (red.)

> Bericht auf Seite 3

> Bericht auf Seite 5

> Bericht auf Seite 11

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