CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 31 I 179. Jahrgang I Mittwoch, 29. April 2026
Zu mehr Engagement aufgerufen
Hohe Nachfrage treibt Preise
Unternehmer sollen sich stärker vernetzen, neue Kontakte knüpfen und sich gleichzeitig vermehrt politisch engagieren und positionieren. Seite 5
Im Säuliamt bleibt Wohnraum knapp, während steigende Nachfrage und geringe Bautätigkeit die Preise weiter in die Höhe treiben. Seite 8
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Prozent betrug der Grad der Selbstfinanzierung in Mettmenstetten 2025. Seite 13
Aufnahmequote bislang nicht erreicht
«Ich kenne alle Betonstrassen in der Schweiz.»
Unterbringung von Flüchtlingen: Viele Gemeinden im Amt suchen händeringend Wohnraum
Seite 28 Rolf Werner, Betonfachmann, Bonstetten. (Bild Florian Hofer)
Florian HoFer Europa- und auch schweizweit ist der Zustrom an Flüchtlingen in den vergangenen zwei Jahren etwas gesunken, bleibt aber dennoch auf relativ hohem Niveau. Dies schlägt sich auf die Zahlen im Knonauer Amt nieder. Aufgrund des dezentralen Ansatzes des Kantons Zürich muss jede Gemeinde einen bestimmten Prozentsatz an Flüchtlingen aufnehmen. Derzeit sind es 1,5 Prozent, gerechnet an der Bevölkerungszahl der jeweiligen politischen Gemeinde. Diese Aufnahmequote gilt seit dem 1. Januar. Zuvor lag sie noch bei 1,6 Prozent. In den Jahren davor lag sie allerdings weitaus tiefer: Vor März 2022 war die Quote noch bei 0,5 Prozent. Im April 2022 folgte eine Erhöhung auf 0,9 Prozent – nach Beginn des Ukraine-Krieges, im Juni 2023 waren es dann schon 1,3 Prozent.
Demenz früh erkennen hilft Demenz ist nicht heilbar, aber behandelbar – entscheidend ist eine frühe Diagnose. Erste Veränderungen im Gehirn beginnen oft lange vor sichtbaren Symptomen. Fachstellen wie die Memory Clinic in Affoltern bieten umfassende Abklärungen und begleiten Betroffene sowie Angehörige. Ziel ist es, Symptome zu lindern, die Selbstständigkeit zu erhalten und rechtzeitig wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Auch der offene Umgang mit der Krankheit kann helfen. (red)
Dynamische Entwicklung Im Knonauer Amt hat Alexander Schibli, Geschäftsführer des Sozialdienstes Bezirk Affoltern, den Überblick über die Zahlen. «Durch die Quotensenkung von
«Durch die Quotensenkung von 1,6 auf 1,5 Prozent müssen wir 43 Personen weniger aufnehmen.» Alexander Schibli, Geschäftsführer Sozialdienst Bezirk Affoltern
1,6 auf 1,5 Prozent müssen wir 43 Personen weniger aufnehmen», sagt Schibli. Allerdings: «Die Quote wurde auch bisher nicht zu 100 Prozent erreicht. Bis zur Soll-Quote von 1,5 Prozent fehlen derzeit noch 70 Personen. Die Entwicklung ist dynamisch und wird laufend durch Zu- und Abgänge beeinflusst. Massgeblich sind dabei die kantonalen Zuweisungen in geeignete Unterkünfte. Dies auch deshalb, weil einerseits für
Trotz Widerstand Die Baudirektion hat grünes Licht für eine Solaranlage auf der reformierten Kirche in Obfelden gegeben – entgegen der Denkmalpflege. Ausschlaggebend war der schlechte Zustand des Dachs, der im Gutachten kaum berücksichtigt wurde. Die geplante Anlage soll rund 60 000 kWh Strom liefern und damit mehr als den Eigenbedarf decken. Trotz Eingriffen in die Bausubstanz sieht der Kanton das Ortsbild mehrheitlich gewahrt. Die Dachfläche ist deutlich grösser als bei einem Einfamilienhaus und bietet entsprechend hohes Potenzial. Die Kosten steigen mit der PV-Anlage deutlich an, gelten aber als Investition in die Zukunft. Noch offen ist, ob gegen den Entscheid Rekurs eingelegt wird. (red)
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Er hat den Überblick über die Flüchtlingszahlen im Knonauer Amt: Alexander Schibli, Geschäftsführer Sozialdienst Bezirk Affoltern. (Bild Florian Hofer) den zur Verfügung stehenden Wohnraum keine passenden Zuteilungen vonseiten des Kantons erfolgen konnten und anderseits, weil es auch zu Rückreisen in das Heimatland kam», erläutert Schibli. Derzeit betreut der Sozialdienst Bezirk Affoltern 580 Personen im Auftrag von elf Gemeinden, mit Ausnahme von Affoltern, Rifferswil und Kappel. Die Betreuung beinhaltet: • Existenzsicherung und Grundversorgung • Sicherstellung von Unterkunft und medizinischer Grundversorgung • Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt • Frühe Förderung (Sprache, Bildung, Arbeitsmarktfähigkeit) • Zugang zu Integrationsprogrammen und Qualifizierung • Förderung der Selbstständigkeit und Erwerbstätigkeit
• Reduktion der Sozialhilfeabhängigkeit • Soziale Stabilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt • Rückkehr und Perspektivenklärung Neue Unsicherheiten bahnen sich an, wenn im nächsten Jahr eventuell der Schutzstatus S für ukrainische Flüchtlinge abgeschafft wird. Dazu Schibli: «Die
580
Flüchtlinge werden aktuell vom Sozialdienst betreut.
Frage ist derzeit hypothetisch, aber der Bund arbeitet an einem Umsetzungskonzept.» Gemäss Medienmitteilung des Bundes vom Oktober 2025 schreibt der Bund: «Eine nachhaltige Stabilisierung der Lage in der Ukraine ist weiterhin nicht absehbar. Der Schutzstatus S für
Schutzsuchende aus der Ukraine wird deshalb nicht vor dem 4. März 2027 aufgehoben.» Bis dahin verlängert er auch die Unterstützungsmassnahmen für Personen mit Schutzstatus S. In Umsetzung eines Parlamentsbeschlusses unterscheidet das Staatssekretariat für Migration (SEM) bei der Gewährung des vorübergehenden Schutzes neu zwischen Regionen, in die die Rückkehr zumutbar respektive nicht zumutbar ist. Das Asylgesetz sieht nach fünf Jahren Aufenthalt unter Schutzstatus S die Möglichkeit zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung B vor. Ein automatischer Anspruch besteht jedoch nicht; die Erteilung erfolgt im Einzelfall und nach Ermessen der zuständigen Behörden. Wie sieht es konkret in den Gemeinden aus? Der «Anzeiger» hat nachgefragt.
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Erfolgreiche Ämtler Fussballer Am letzten Wochenende gewannen gleich sieben Ämtler Teams Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gewann gegen St. Gallens U-21 verdient 1:0, behauptete den zweiten Rang und untermauerte seine Ambitionen auf Höheres. Der FC Affoltern a. A. (3. Liga) siegte in Horgen souverän 2:0 und traf zudem fünfmal das Aluminium. In der gleichen Gruppe bezwang WB 2 Buttikon 6:2 und liegt plötzlich im Aufstiegsrennen. Ebenfalls siegreich war WB 3 beim 2:1 über Altstetten. Furios triumphierte Hausen a. A. (4. Liga) mit 7:1 über Langnau, während Affoltern a. A. 2 gegen Knonau-Mettmenstetten stolz fünfmal traf. Bei den Frauen bodigte Hausen a. A. auswärts Volketswil sicher 3:1. (kakö)
Marc Figueiredo (ganz rechts) erzielt WBs 1:0-Siegestor. (Bild Kaspar Köchli)
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