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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 31 I 178. Jahrgang I Dienstag, 16. April 2024

Beliebtes Wanderziel Seit einer SRF-Sendung erfährt die Treschhütte der SAC-Sektion am Albis einen richtigen Ansturm. Seite 3

Feierliche Eröffnung

Das neue Gastro- und Eventlokal «Aff» wurde am Donnerstagabend mit 400 geladenen Gästen eingeweiht. Seite 7

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Deponienausbau im Säuliamt Neuer Standort in Bonstetten – grosser Ausbau in Obfelden

Neuer Standort in Bonstetten Neu als Deponiestandort ist Bonstetten vorgesehen. Im Gebiet Moosacher wäre ein Volumen von 650 000 Kubikmetern möglich. Dies bei einer durchschnittlichen Schütthöhe von 8 Metern. Zudem erfährt man aus dem Standortdossier, dass sich am östlichen Rand des Perimeters ein ehemaliger Ablagerungsstandort befindet, der belastet und sanierungsbedürftig ist. Dort sollen die früher vergrabenen Abfälle wieder aufbereitet werden. Die Baudirektion

«Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen.»

Seite 6 Yvonne Wüthrich, Bibliothekarin und Buchtipp-Geberin. (Bild zvg)

Dominik Stierli Die Baudirektion plant im Gebiet Moosacher in Bonstetten einen neuen Deponiestandort. Ebenfalls soll die Kapazität der bestehenden Deponie Tambrig in Obfelden mehr als verdoppelt werden. Vorerst geht es bei den Projekten um einen Eintrag in den kantonalen Richtplan. Das Vorhaben wurde von Regierungsrat Martin Neukom anlässlich einer «Gesamtschau Deponien» an einer Medienkonferenz Anfang Monat vorgestellt. Er betonte dabei, dass man kurzfristig genügend Kapazität habe, man wolle aber langfristig den Deponieplatz sichern. «Wir haben einen langen Planungszeitraum», ergänzte er. Insgesamt seien 23 neue Deponiestandorte ermittelt worden. Weiter schreibt die Baudirektion: «Auch die bereits im kantonalen Richtplan eingetragenen Deponiestandorte wurden nochmals überprüft. Zehn davon sind weiterhin für die Errichtung neuer Deponien geeignet, zwei Standorte sollen aus dem Richtplan entlassen werden.» Die beiden zu streichenden Standorte liegen beide im Säuliamt, in der Nähe zur Deponie Tambrig. Es sind dies die Gebiete Holzweid und Fuchsloch im Gemeindegebiet Maschwanden und Obfelden. Diese waren als Deponiestandorte vorgesehen, aber bisher nicht als solche umgesetzt. In der Analyse schreibt der Kanton, dass der Standort Holzweid neu kritisch hinsichtlich Grundwasser und sehr kritisch bezüglich Land- und Naturschutz beurteilt wird. Der Standort Fuchsloch wird aus Sicht Grundwasserschutz neu als ungeeignet beurteilt.

Tore führten den FC Affoltern zu Hause gegen Wipkingen zum Sieg. Seite 17

Vermächtnis hilft Flüchtlingen

Luftaufnahme vom vergangenen Freitag der Deponie Tambrig in Obfelden. Die neue Leichtbauhalle ist fertiggestellt und der Bau der grossen Fotovoltaikanlage wird bald vollendet. (Bild Spross-Holding AG) schreibt dazu auf Anfrage: «Bei diesem Landfill Mining werden alte Deponien wieder ausgegraben und Materialien, die mit heutigen Verfahren verwertet werden können, aussortiert.» Der nicht ver-

«Es war noch keine Partizipation möglich.» Bernhard Blümel, Gemeinderat Bonstetten

wertbare Rest werde, wenn möglich, vor Ort in einer neuen Deponie abgelagert, welche über eine Abdichtung nach neuestem Stand verfügt. Im Fall von Bonstetten geht es um 7000 Quadratmeter,

Regionale Märkte

welche mit Bauabfällen, Hauskehricht und Kadaver belastet sind. Der Bonstetter Gemeinderat Bernhard Blümel sagte gegenüber dem «Anzeiger», dass die Gemeinde nicht vorgängig vom Kanton über die Suche und geplante Eintragung von neuen möglichen Deponiestandorten informiert wurde. «Es war noch keine Partizipation möglich», führt er aus. Aber es sei jeweils eine gewisse Gelassenheit notwendig bei den zahlreichen Projekten des Kantons. Für vom im Richtplaneintrag betroffene Gemeinden wird der Kanton demnächst Informationsveranstaltungen durchführen. Einbringen könne man sich jetzt bei der Auflage des Richtplans. «Für das Knonauer Amt übernimmt das oft die ZPK (Zürcher Planungsgruppe Knonauer Amt)», sagt er dazu. Zusätzlich könne man auch als Gemeinde individuell Stellung nehmen.

Ausbau in Obfelden In Obfelden soll die Deponie Tambrig mit einer momentanen Kapazität von

2,5 Millionen Kubikmeter auf 6 Millionen Kubikmeter erweitert werden. Die Erweiterung reicht dabei bis zur Aussenallmend und liegt beinahe vollständig im Wald. Auch hier würde die belastete Fläche im Gebiet Ausserallmend saniert werden. Gemäss Angaben des Kantons liegen dort Bauschutt, Hauskehricht und auch Schlacke. Der Obfelder Gemeindepräsident Stephan Hinners sagt, dass man vorgängig von der Betreiberfirma über die mögliche Erweiterung informiert wurde. Aktuell seien der Gemeinde noch zu wenige Details bekannt, um mehr über das Ausbauprojekt zu sagen. Um die Deponien der Öffentlichkeit zu präsentieren, lädt der Kanton an mehreren Standorten zur Informationsveranstaltung ein. Neben einer geführten Begehung stehen auch Experten für Gespräche bereit. So auch in der Deponie Tambrig in Obfelden. Die Veranstaltung findet am Samstag, 25. Mai, von 13 bis 16 Uhr statt. Um eine Anmeldung auf der Website des Kantons wird gebeten.

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Prof. Andreas Meyer-Heim im Interview

Gleich an zwei Gewerbeausstellungen konnten sich Interessierte am Wochenende mit Produkten und Firmen aus dem Säuliamt vertraut machen. Einmal in Obfelden und einmal in Hausen. In Obfelden stand die 19. Frühlingsshow des Gewerbes auf dem Programm. Im fast schon intimen, ja familiären Rahmen präsentierten 24 Firmen am Wochenende Produkte und Dienstleistungen. Dort war auch Martin Bolzli, der auf Garten-Gestaltung-Pflege spezialisiert ist und schon 15 Mal ausgestellt

Zahlreiche Spitäler in der Schweiz und auch im Kanton Zürich melden derzeit tiefrote Zahlen. Einige sind in ihrem Bestand gefährdet. Von den aktuellen Turbulenzen ist die Kinder-Reha Schweiz in Affoltern kaum betroffen, wie die sie tragende Eleonorenstiftung versichert hat (der «Anzeiger» hat berichtet). Das Spital setzt bei der Mittelbeschaffung auch auf unkonventionelle Methoden. Wie Prof. Andreas MeyerHeim, Chefarzt der Kinder-Reha Schweiz, im Interview mit dem «Anzei-

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In Obfelden und in Hausen

hat: «Hier treffe ich Freunde, Bekannte und Teile der Bevölkerung», freute sich der Aussteller. Auf dem Weisbrod-Areal in Hausen konnte das interessierte Publikum die Holzschnitzel-Heizzentrale der HGH begutachten, Produkte des neuen regio. garantie-Labels der Standortförderung Knonauer Amt erwerben und an mehr als 35 Ständen Waren bestaunen oder auch kaufen. (fh)

Die Gemeinde Bonstetten ist dafür zuständig, ausreichenden Wohnraum für die ihr zugewiesenen Asylsuchenden zur Verfügung zu stellen. Seit Beginn des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Flüchtlingswelle sind die Gemeinden unter Druck. Aktuell muss die Gemeinde zusätzlich 33 Plätze zur Verfügung stellen. Eine Linderung des Problems hat sich nun durch das Vermächtnis eines Bonstetters ergeben. Wie aus dem Verhandlungsbericht des Gemeinderats Bonstetten hervorgeht, hat der Bonstetter Einwohner im Herbst 2023 der politischen Gemeinde eine 3 ½-Zimmerwohnung in der Hofwies vermacht. Die Liegenschaft wird von der Gemeinde nun für das Asyl- und Sozialwesen verwendet. Die Wohnung in der Hofwies soll Platz für fünf Flüchtlinge bieten und wird an den Sozialdienst Bezirk Affoltern vermietet. (fh)

ger» berichtet, konnten an der Benefizgala Anfang Februar im Kasinosaal in Affoltern stolze 90 000 Franken gesammelt werden. Der Erlös aus den Tarifen der Krankenkassen reiche gerade aus, um das normale «Tagesgeschäft» zu finanzieren, sagt Meyer. Viele Therapieformen und die technische Weiterentwicklung seien ohne solche Gelder nicht denkbar: «Ohne Spenden läuft hier nichts», so Meyer. (fh)

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