Skip to main content

029_2026

Page 1


«Schräge» Töne in Ottenbach

Die Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach begeisterte mit einem unterhaltsamen Konzertabend voller Humor. Seite 3

Weniger Delikte, neue Probleme

Jugendkriminalität sinkt im Kanton Zürich, während Verstösse mit E-Trottinetts und Elektrorollern deutlich zunehmen. Seite 8

Drei klare Ja im Eiltempo

Doch es kündigte sich Widerstand gegen die Schulraumplanung an

Gerade mal 20 Minuten benötigten die 71 anwesenden Stalliker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Mittwoch an ihrer Gemeindeversammlung für die Teilrevision Nutzungsplanung (BZO). Am Ende resultierten drei klare Ja. Mit 59 Ja gegen 5 Nein wurde die Harmonisierung der Baubegriffe gutgeheissen, mit 52 Ja gegen 13 Nein der Kernzonenplan Stallikon und mit 52 gegen 15 Nein der Kernzonenplan Sellenbüren. Fragen oder Änderungsanträge waren zuvor aus der Versammlung heraus nicht gestellt worden.

Gemeindepräsident Reto Bernhard hatte bei der Präsentation der Vorlage eingeräumt, dass es sich um eine «höchst komplexe, heavy Materie» handelt. Wie in allen anderen Gemeinden, die sich mit dieser Materie befassen müssen, resultierte auch in Stallikon eine dicke Abstimmungsvorlage. Sie umfasste nicht weniger als 44 Seiten, dazu 112 Seiten mit grafischen Darstellungen.

Die am Mittwoch gutgeheissene Harmonisierung der Baubegriffe erlaubt in bestimmten Fällen eine etwas grosszügigere Nutzung der Bauflächen. So dürfen Gebäude aufgrund der geänderten Messweise zukünftig 30 bis

«Eine höchst komplexe, heavy Materie.»

Reto Bernhard, Gemeindepräsident Stallikon

40 Zentimeter höher werden (siehe auch «Anzeiger» vom 27. März 2026: «Spielraum für verdichtetes Bauen»).

Sellenbürer Dorfzentrum mit «ortsbaulich wichtigen Gebäuden» (Kernzonenplan): Sowohl der leicht revidierte Kernzonenplan Sellenbüren als auch der Kernzonenplan Stallikon wurden an der Gemeindeversammlung mit grossem Mehr gutgeheissen. (Bild Daniel Vaia)

2Tore kassierte der FC Affoltern in der 3. Liga beim ersten Heimspiel des Kalenderjahres gegen den FC Freienbach. Seite 13

«Die Wege sind einfach kürzer.»

Seite 9 Susanne Strebel, Unternehmerin, Maschwanden. (Bild Brigitte Reemts Flum)

Bullinger und die Einheit

Mit Karacho durch den Tunnel

24 Monate auf Bewährung hat ein 38-jähriger Nordmazedonier vom Bezirksgericht Affoltern aufgebrummt bekommen für eine Raserfahrt durch den Islisbergtunnel im November 2024. Der Mann war mit Tempo 239 unterwegs. Im April 2025 hat er dann auf der A4 bei Birmensdorf als Beifahrer nach einem Streit mit seiner Freundin noch die Frontscheibe des fahrenden Autos zertrümmert, bremste das Auto mit der Handbremse ab und stieg noch auf der Autobahn aus. (red)

Widerstand gegen Schulraumplanung

Für eine Überraschung sorgte unter dem Traktandum Verschiedenes Ruedi Fischer, Gründungsmitglied des Tennisclubs Stallikon und Präsident des Männerturnvereins. Fischer kündigte eine Online-Petition zur laufenden Schulraumplanung Pünten an. Er zweifle nicht an der Notwendigkeit von neuen Schulzimmern und einer neuen Mehrzweckhalle, erklärte Fischer. Angesichts der «explodierenden Kosten» fordere er aber eine Alternative. Laut Fischer war ursprünglich von Baukosten von 17 Millionen Franken die Rede gewesen, jetzt seien es 23 Millionen. Fischer: «Das ist eine Nummer zu gross.» Mit der vor Kurzem auf der Internetseite civic.ch aufgeschalteten Petition möchte Fischer den Gemeinderat dazu bringen, neben dem jetzigen Projekt auch Offerten für einen günstigeren Modulbau einzuholen. Parallel soll die für Herbst geplante Urnenabstimmung

Bei der Teilrevision der beiden Kernzonenpläne ging es um Anpassungen, die vier Liegenschaften und eine Parzelle betreffen.

über den Baukredit verschoben werden. Fischer regte an, das Stimmvolk darüber entscheiden zu lassen, welche Variante es bevorzugt.

Gemeindepräsident Bernhard erklärte dazu, dass man die Petitionäre

Stalliker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren an der GV anwesend.

«sehr ernst» nehme und mit ihnen auch schon Gespräche geführt habe. Man habe die erwähnte Modulbauweise im Rahmen der Schulraumplanung bereits diskutiert, sei aber zur Überzeugung gekommen, dass die Kosten «nur kurzfristig tiefer» seien als bei herkömmlicher Bauweise.

Bernhard erinnerte daran, dass der Projektierungskredit von 2.4 Millionen Franken im Juni 2024 an der Urne von 64,5 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gutgeheissen wurde. Würde man zum jetzigen Zeitpunkt zur Modulbauweise wechseln, müsste man mit

der Planung nahezu von vorn beginnen. Neben zusätzlichen Projektierungskosten müsste mit einer zeitlichen Verzögerung von zweieinhalb bis drei Jahren gerechnet werden.

Wie viel der geplante neue Schulraum, die Mehrzweckhalle und der Generationenplatz «Pünten» tatsächlich kosten dürften, will der Gemeinderat spätestens Ende Juli, Anfang August bekannt gegeben. Die Projektierung sei derzeit bereits weit fortgeschritten, aber noch nicht ganz abgeschlossen, so Bernhard. Vor zwei Jahren, anlässlich der Urnenabstimmung über den Projektierungskredit, hatte die Gemeinde von geschätzten Gesamtinvestitionen von 17 Millionen Franken gesprochen, mit einer Kostengenauigkeit «von plus/minus 30 Prozent». Andere Zahlen hat die Gemeinde bisher offiziell nicht genannt. Die Details zum Schulraumprojekt will der Gemeinderat anlässlich einer Informationsveranstaltung am 26. August erläutern – und dann auch Fragen aus der Bevölkerung beantworten. Die Urnenabstimmung über den Baukredit ist am 27. September vorgesehen.

Holz, Tempo und Emotionen

Kleine Autos und grosse Geschichten am Pinewood-Derby

Sonne, Spannung und überraschende Wendungen prägten das PinewoodDerby 2026 in Bonstetten. Vom Podestplatz der «Grauen Maus», die kurz vor dem Start reaktiviert wurde, bis zur kurzfristigen Technikpanne auf Bahn 2 bot der Anlass beste Unterhaltung. Favoriten wie der «Blaue Flitzer» verloren im Final an Tempo, während andere mit Konstanz überzeugten. Am Ende setzte sich Nico Willimann durch – ganz nach dem Motto: «Nöd lugg lah gwünnt!» (red)

Seite 8

Heinrich Bullinger prägte die Zürcher Kirche nach Zwinglis Tod über vier Jahrzehnte hinweg. Er führte die Reformation mit diplomatischem Geschick weiter und festigte sie weit über Zürich hinaus. Mit dem Ersten und Zweiten Helvetischen Bekenntnis schuf er wichtige Grundlagen für die Einheit der reformierten Orte in der Eidgenossenschaft. Trotz Rückschlägen nach den Kappelerkriegen gelang es ihm, die Kirche zu stabilisieren und international zu vernetzen. Seine enge Zusammenarbeit mit Reformatoren sowie seine umfangreiche Korrespondenz machten ihn zu einer der einflussreichsten Stimmen des europäischen Protestantismus im 16. Jahrhundert. Gleichzeitig blieb er eng an die Zürcher Obrigkeit gebunden. Sein Wirken war dabei vom Bestreben geprägt, Zusammenhalt in einer konfliktreichen Zeit zu sichern. (red)

Seite 6

ANZEIGEN

Carrosserie/Spritzwerk Lid oG alli

Carrosserie/Spritzw erk al li

Zürichstrasse1A

8932Mettmenstetten SB-Waschanlage Te lefo n0 447768111

Zürichstrasse 1A 89 32Mettmenstet ten SB -Waschanlage 4477681 11

Seite 8
Viel Spannung und Spass am Pinewood­Derby in Bonstetten. (Bild zvg)

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 15. April 2026

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Stallikon haben an der Gemeindeversammlung vom 15. April 2026 folgende Beschlüsse gefasst:

Teilrevision Nutzungsplanung (Bauund Zonenordnung, BZO)

1. Die Harmonisierung der Baubegriffe der Bau- und Zonenordnung, (BZO) als Bestandteil der Nutzungsplanung–umfassend:

• Text Anpassung Bau- und Zonenordnung (BZO) wird festgesetzt.

• Der Bericht zu den nicht berücksichtigten Einwendungen wird festgesetzt.

• Planungsbericht nach Art. 47 RPV mit Anhang wird zur Kenntnis genommen.

2. Die Kernzonenpläne Stallikon Dorf und Sellenbüren – als Bestandteil der Nutzungsplanung – umfassend:

• Kernzonenplan Stallikon Dorf (Massstab 1:1000) wird festgesetzt.

• Kernzonenplan Sellenbüren (Massstab 1:1000) wird festgesetzt.

• Der Bericht zu den nicht berücksichtigten Einwendungen wird festgesetzt.

• Planungsbericht nach Art. 47 RPV mit Anhang wird zur Kenntnis genommen. Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c i.V.m. § 21a und § 22 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, LS 175.2).

Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. In Stimmrechtssachen werden Verfahrenskosten nur erhoben, wenn das Rechtsmittel offensichtlich aussichtslos ist.

Ein Rekurs gemäss § 338a Planungsund Baugesetz (PBG) ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, wenn der Festsetzungsbeschluss der Gemeindeversammlung zusammen mit dem Genehmigungsentscheid der Baudirektion Kanton Zürich amtlich veröffentlicht und aufgelegt worden ist (§ 5 Abs. 3 PBG).

21. April 2026

Gemeinderat Stallikon

Affoltern am Albis

Am 11. April 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Felix Frey geboren am 5. Februar 1961, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis

Am 12. April 2026 ist in Zürich gestorben: Ralph Oliver Peikert geboren am 7. April 1989, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet am Mittwoch, 29.April 2026,um 15.00 Uhr im Friedhof St. Michael in Zug statt.Anschliessend Abdankung um 15.30 Uhr in derAbdankungshalle, Waldheimstrasse 20 in Zug ZG. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach

Am 15. April 2026 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Schälchli geb. Wyder Marianne geboren am 1. Juli 1955, von Zürich ZH und Altikon ZH, wohnhaft gewesen in Ottenbach.

Die Friedhofvorsteherin

Jonenbachstrasse 1 8911 Rifferswil

Nach Vereinbarung sucht die Gemeindeverwaltung Rifferswil eine/n: Leiter/in Bauverwaltung (80 % – 100 %)

Ihre Aufgaben beinhalten die

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wirAbschied

Dorli Jud-Spillmann

4.3.1933 – 13.4.2026 (Triemlispital)

Deine letzte Lebenszeit hat mit kleineren Leiden begonnen, doch konntest du zu Hause wohnen, bis die Schmerzen zu stark wurden und selbst Pillen und Salben nicht mehr halfen. Der Weg ins Spital war nötig, dort konntest du ruhig einschlafen.

Dein Mann mit Kindern und Geschwistern

DieUrnenbestattungfindetamDonnerstag,30.April2026,um14.00Uhr auf dem FriedhofAffoltern amAlbis mitAndacht in der Kapelle statt. Statt Blumen erbitten wir die Unterstützung der Caritas Zürich/ Kulturlegi, IBAN CH38 0900 0000 8001 2569 0, Vermerk: Dorli Jud. Traueradresse: Guido Jud, Bachmattstrasse 11, 8910Affoltern amAlbis

Wenn die Kraft versiegt die Sonne nicht mehr wärmt dann ist der ewige Frieden eine Erlösung

In Dankbarkeit und stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben

Johann Kurmann

31 Juli 1939 – 26 März 2026

Wir danken Dir für all die Liebe und Fürsorge, die Du uns in Deinem Leben gegeben hast Du hast bis zum Schluss Dein Lachen nicht verlernt und Deine Krankheit mit grosser Würde getragen Du wirst in unserem Herzen für immer bei uns bleiben

In Liebe

Gertrud Kurmann

Eveline Kurmann

Daniel Kurmann

Wir nehmen am 24 April 2026 um 14 00 Uhr in der Abdankungshalle auf dem Friedhof in Affoltern am Albis im engsten Familienund Freundeskreis Abschied

Traueradresse: Gertrud Kurmann, In der Halden 1, 8909 Zwillikon

ÄnderungderAnnahmeschlusszeiten

Erscheinungsweiseüber1. Mai2026

Bitte beachtenSiedie vorgezogenen Annahmeschlusszeiten.

AusgabeAnzeigenschluss fürInserate undReklamen

Mittwoch, 29.April 2026Montag, 27.April 2026 8Uhr Dienstag,5.Mai 2026Montag,4. Mai20268 Uhr

• Entgegennahme und Bearbeitung der Baugesuche bis zur Erstellung der Anträge an die Baukommission und an den Gemeinderat – bei der fachtechnischen Beurteilung und der Erstellung von Prüfberichten werden Sie vom externen Gemeindeingenieurbüro unterstützt

• Führung des Sekretariats der Baukommission, Verfassen von Anträgen, Beschlüssen, Berichten und Weisungen

• exakte Führung der Administration rund um das baurechtliche Verfahren

• Bewirtschaftung bzw. Nachführung von Datenbanken, Statistiken, Verzeichnissen

• Budgetverantwortung für den Fachbereich

Sie verfügen über

• eine abgeschlossene technische oder kaufmännische Grundausbildung mit eidg. Fähigkeitsausweis sowie Fachausweis Bauwesen VZGV oder Fachdiplom Bauwesen IVM oder gleichwertige Ausbildung (kann bei Eignung erworben werden)

• Mehrjährige Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung, idealerweise in einer Bauverwaltung

• Kenntnisse des Verwaltungs­ und Baurechts

• sichere schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten

Weitere Informationen zur Stelle erhalten Sie auf unserer Homepage (https://www.rifferswil.ch/offene­stellen) oder Sie bewerben sich direkt mit Ihren vollständigen Unterlagen inkl. Foto im PDF­Format an kanzlei@rifferswil.ch. Bei Fragen stehen Ihnen Andreas Kaufmann, Gemeindeschreiber (044 555 77 78) oder Ernst Bühler, Mitarbeiter Kanzlei a.i. (044 555 77 73) gerne zur Verfügung.

Wenn Einsamkeit die einzige Gesellschaft ist. Wir helfen dank Ihrer Spende Merci.

TWINT QR-Code scannen

Traueranzeigen könnenonlineüberwww.gedenkzeit.choderper E-Mail auftodesanzeigen@chmedia.chaufgegeben werden.

CH Regionalmedien AG Neumattstrasse1,5001Aarau Tel.058 2005353,inserate@chmedia.ch www.chmediawerbung.ch

EinzigartigeNaturerlebnissemitbegeistertenjungenMenschen

WIR GRATULIEREN

Zum 92. Geburtstag

Franz Eichhorn in Ottenbach wird am Mittwoch, 22. April, 92 Jahre jung. Seine Familie wünscht ihm gute Gesundheit und dass er fit bleibt. Er solle weiterhin die Ausfahrten und Besuche bei seinen Kollegen geniessen. Wir gratulieren zum hohen Geburtstag und wünschen alles Gute.

Zum 80. Geburtstag

Am Donnerstag, 23. April, darf

Yvette Lendi in Obfelden ihren 85. Geburtstag feiern. Zu diesem Freudentag gratulieren wir herzlich und wünschen ihr einen gemütlichen Tag mit hoffentlich vielen Überraschungen. Fürs neue Lebensjahrzehnt alles Gute.

Zum 90. Geburtstag

Einen runden Geburtstag darf Anna Kübler in Sellenbüren am kommenden Donnerstag, 23. April, feiern. Zum 90. Wiegenfest gratulieren wir herzlich. Für die nächste Dekade ihres Lebens wünschen wir ihr alles Gute, beste Gesundheit und viele schöne Momente im Kreise von Freunden und Familie.

KORREKT

Unter falschem Ort eingetragen

In der Agenda in der letzten Ausgabe ist die Veranstaltung «Filmvorführung» (Mittwoch, 22. April, von 19.30 bis 21.30) eingetragen unter Aeugst. Sie findet aber in Hausen an folgender Adresse statt: Katholisches Pfarreizentrum, Bifangstrasse 4. (red)

Werbung um Unterstützung für das Spital Bezirk Affoltern

Generalversammlung und Info-Abend des Vereins «Ja zum Spital Affoltern»

Auch wenn das Spital Affoltern nach schwierigen Jahren mittlerweile wieder auf stabilem Kurs ist: Es benötigt weiterhin die Unterstützung möglichst vieler Säuliämtlerinnen und Säuliämtler. So lautete am Donnerstagabend anlässlich der Generalversammlung des Vereins «Ja zum Spital Affoltern» die Kernbotschaft des seit einem Jahr amtierenden Vereinspräsidenten Thomas Naef.

Um dem Verein wieder etwas mehr Schwung zu verleihen, organisierte der Vorstand im Anschluss an die GV erstmals eine öffentliche Informationsveranstaltung. Sie bot den rund 50 Interessierten Gelegenheit, die neue Leiterin des Spitals, Irene Christen, kennenzulernen. Christen, ursprünglich Ergotherapeutin und zuletzt CEO der NRG-Gruppe (weltweite Anbieterin für Neurorehabilitation), ist seit gut 100 Tagen in Affoltern tätig und nach eigenem Bekunden «sehr gut gestartet».

Aufgefallen seien ihr in Affoltern unter anderem die «familiäre Atmosphäre» im Spital, die sie so noch nirgendwo erlebt habe, erklärte sie am Donnerstag.

Und der Stolz der Angestellten. Beides sei mit Blick auf den Fachkräftemangel im Medizinbereich von Bedeutung. Es sei wichtig, dass das Spital Affoltern als guter, nachhaltiger Arbeitgeber wahrgenommen werde, «der sein Personal nicht verheizt».

Schwerpunkte Psychiatrie, Altersmedizin und Palliative Care

in den

Mit der Positionierung des Spitals Affoltern als Zentrum für Psychiatrie, Altersmedizin und Palliative Care zurück

schwarzen Zahlen: Thomas Naef, Präsident Verein «Ja zum Spital Affoltern», Irene Christen, CEO Spital, und Stefan Gyseler, Verwaltungsratspräsident Spital. (Bild Daniel Vaia)

von 2.2 Millionen Franken. Und das soll keine Ausnahme bleiben, erklärte Spital-Verwaltungsratspräsident Stefan Gyseler. Ziel sei, das Spital in der Gewinnzone zu etablieren. Dies sei auch im Hinblick auf mittel- und langfristig notwendige Sanierungs- und andere Bauprojekte wichtig. Solche Projekte könne das Spital – «wie fast alle anderen Spitäler in der Schweiz auch» – nicht selber finanzieren. Aus

seiner Sicht könne das dafür notwendige Geld dereinst nur durch eine Kapitalerhöhung beschafft werden. Politisch sei dies nur möglich, wenn das Spital zuvor seine Hausaufgaben gemacht habe. Eine Finanzierung von grösseren Bauprojekten durch Fremdkapital schloss Gyseler aus: «Wir könnten die Schulden nicht zurückzahlen.» Und wohin eine hohe Fremdverschuldung

Positive Erfahrungen mit dem «Notfall light»

Herausgeberin:

CH Regionalmedien AG

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A.

Leiterin: Barbara Roth

Chefredaktor: Florian Hofer (fh) redaktion@affolteranzeiger.ch

Redaktion: Claudia Eugster (cle), Daniel Koch (dko)

Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Die Redaktion übernimmt keine

Verantwortung für eingesandtes Material

Gesamtauflage: 27810

Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch

Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 0582005714, M 0796823761 kaspar.koechli@chmedia.ch

Tarife: www.affolteranzeiger.ch

Annahmeschluss Inserate:

Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr

Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr

Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 0582005586

Abonnementspreise:

¼ Jahr Fr. 79.–

½ Jahr Fr. 97.–

1 Jahr Fr. 170.–

Druck: CH Media Print AG,

Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch

Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Die Positionierung des Spitals mit den Schwerpunkten Psychiatrie, Altersmedizin und Palliative Care – neben der Notfallmedizin (siehe Kästchen) und der ambulanten Medizin – bezeichnete Christen als «sehr zukunftsgerichtet».

Bekanntlich wachse die ältere Bevölkerung sehr stark und damit die Pflegebedürftigkeit. Dass man auf dem richtigen Weg sei, bewiesen auch die guten Belegungszahlen, die in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen seien. Vor allem im Bereich Psychiatrie sei die Auslastung «sehr, sehr hoch». Auch finanziell hat das Spital inzwischen das Krankenbett verlassen. Nach jahrelangen Verlusten erzielte es im vergangenen Jahr einen Gewinn

Nach der Schliessung der Chirurgie verfügt das Spital Affoltern aktuell nur noch über einen sogenannten «Notfall light». Dieser ist offiziell seit Anfang Jahr in Betrieb. Die ersten Erfahrungen mit dem Pilotprojekt stimmten positiv, teilte das Spital bereits vor einigen Wochen mit. Spitalverwaltungsratspräsident Stefan Gyseler ist sogar überzeugt, dass Affoltern mit diesem Modell manchen Spitälern in der Entwicklung voraus ist.

Das «Notfall light»-Konzept sieht etwa im Fall eines Unfalls mit akut notwendigem chirurgischem Eingriff vor, dass die Ambulanz einen Patien-

ten aus dem Bezirk direkt in eine spezialisierte Klinik fährt – ohne Umweg über Affoltern. Unkomplizierte kleinchirurgische Notfälle können dagegen weiterhin am Spital Affoltern diagnostiziert und behandelt werden. Dazu zählt etwa ein unkomplizierter Armbruch. Behandelt werden können beispielsweise aber auch Herzrhythmusstörungen oder Infekte. Und sollten fachspezifische kaderärztliche Expertenmeinungen nötig sein, können mit den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten jederzeit kurzfristig Fachärzte etwa vom Triemli-Spital in Zürich für eine Einschätzung beigezogen werden.

führen könne, lasse sich derzeit am Beispiel des Spitals Wetzikon ablesen.

Nach wie vor Werben um neue Mitglieder

Die vor der Informationsveranstaltung durchgeführte GV des Vereins «Ja zum Spital Affoltern» hatte nur gerade 25 Minuten gedauert. Aktuell zählt der Verein noch 188 Mitglieder sowie 488 Sympathisantinnen und Sympathisanten. «Derzeit gibt es für den Verein keinen Grund, aktiv zu werden», räumte Thomas Naef ein. Dennoch sei es zwingend nötig, dass der Verein bestehen bleibe und sich um neue Mitglieder bemühe. Denn die Situation könne immer wieder ändern – nicht zuletzt aufgrund politischer Entwicklungen. Naef, der auch Präsident des Arbeitgeberverbands des Bezirks Affoltern ist, erinnerte nebenbei daran, dass das Spital zu den grössten Arbeitgebern in der Region zählt. Gegründet worden war der Verein 2017 –im Vorfeld der Volksabstimmung über die strategische Umstrukturierung des Spitals. 2019, im Jahr der Abstimmung, sprachen sich alle 14 Gemeinden im Bezirk für die Umwandlung des Spitals in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft aus und damit für den Fortbestand des Spitals.

Ein «schräger» Konzertabend in Ottenbach

Jahreskonzert der Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach – Leitung Tobias Loew

Unter dem Motto «Schräg» fand am vergangenen Samstag, den 18. April, das Jahreskonzert der Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach statt. Im Gemeindesaal in Ottenbach kam das zahlreich erschienene Publikum in den Genuss von bekannten Film- und TV-Melodien. Um 18.30 Uhr begann der Abend mit kulinarischen Leckerbissen. Das Küchenteam und Servicepersonal hatten alle Hände voll zu tun. Die passend geschmückten Tische steigerten die Erwartungen der Besucher auf einen musikalischen Höhenflug.

Unter der Leitung von «Captain» Tobias Loew ging es um 20 Uhr mit dem «Marsch der Galaxien» flott los. In der 4-sätzigen «A Circus Suite» erlebten die Zuhörer auf musikalische Weise einen Besuch im Zirkus, beginnend mit der Reitershow auf sattellosen Pferden, weiter mit dem Tanz der Elefanten, dem Flug der Trapez-Artisten und dem Schlussbukett der Clowns. Ein «diebischer» Dirigent mit Sonnenbrille schlich sich hervor, Schüsse und Schreie hallten durch den Saal und leiteten die berühmte musikalische Ganovengeschichte «Kriminaltango» ein. Es folgte die Auf-

führung des Stückes «Centennial». Dieses wurde eigens als Geschenk des Musikvereins Ottenbach an den Musikverein Mettmenstetten, zu dessen 100-Jahre-Feier im 2025, komponiert. Die Cowboy-Hüte des Dirigenten und ein paar Musiker passten zu «My Name is Nobody», dem letzten Stück vor der Pause, in welcher alle Tombola-Lose einen Abnehmer und viele tolle Preise einen neuen Besitzer fanden. Zum Anlass gehörten auch das reichhaltige Kuchenbuffet und die Bar. Der zweite Teil des Konzertabends begann mit einer Feier. Werner Nieder-

Während der Ernennung von Werner Niederberger zum Ehrenmitglied. (Bild zvg)

berger wurde für die 25-jährige Mitgliedschaft und seine umfangreichen Verdienste zum Ehrenmitglied des Musikvereins Mettmenstetten ernannt und erhielt eine Wappenscheibe geschenkt. Begleitet wurde die Zeremonie durch die Spielgemeinschaft mit «Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten». Polizeimützen und -westen kündigten den Titel «Police Academy March» an. Danach zeigte Patrick Bächli mit «Yakety Sax» seine Virtuosität am Tenorsax. Durch den «schrägen» Gendarm von St. Tropez namens Louis de Funès, wurde der nächste Song «Douliou-Douliou»

bekannt. «Kermit der Frosch» leitete, auf dem Dirigentenpult sitzend, über zu «The Muppet Show Theme». Die letzte Nummer des offiziellen Programms war dann «Always Look on the Bright Side of Life». Die vielen passend eingesetzten «schrägen» Accessoires und Gadgets sorgten bei den Besuchern immer wieder für ein Schmunzeln oder einen herzhaften Lacher. Das begeisterte Publikum applaudierte frenetisch und so folgten noch zwei Zugaben. Die aufgespannten Regenschirme kündigten nicht nur den zu erwartenden Regen für den Sonntag an, sondern auch für «Singin’ in the Rain». Abgerundet wurde das unterhaltsame Programm durch den mit Froschkappe und Kermit bewaffneten Tobias Loew durch «Super Frog». Wer das Jahreskonzert verpasst hat oder noch mehr hören möchte, ist am Sommerabend-Konzert am Freitag, 3. Juli, auf dem Bauernhof Stöckweid im Uttenberg Knonau herzlich willkommen.

Jean-Pierre Piguet, Spielgemeinschaft Mettmenstetten-Ottenbach

0447002787

l Spenglerei

l Dachdeckerei

l Sanitär

l Heizung

l Reparaturen

Knüslistrasse4 8004Zürich

Reppischtalstrasse57 8143Stallikon

Seestrasse21 8702Zollikon

Birchstrasse4 8906Bonstetten Tel.0447002232

www.schreinerei-hanselmann.chhanselmann@schreinerei-hanselmann.ch

Wirmachenmehr ausIhrenvierWänden.

Zürichstrasse120 8910Affolterna.A. Tel.0433226680 www.diwohn.ch

Hasentalstrasse5•8934Knonau Telefon0434668059 s_stoeckli@bluewin.ch www.malergeschäft-stöckliknonau.ch

wirksam werben wirksamwerben kaspar.koechli@chmedia.ch

Gemeinsamer Kampf gegen den Teufel

500 Jahre nach der Reformation (4): Bullinger als Architekt der reformierten Einheit

Bernhard Schneider

Zwingli hatte die Reformation in Zürich massgebend theologisch gestaltet und politisch durchgesetzt. Sein Nachfolger, Heinrich Bullinger, wurde 1531 zum Antistes, dem Vorsteher der reformierten Zürcher Kirche, gewählt. Er behielt das Amt bis zu seinem Tod 1575, festigte in diesen 44 Jahren die neue Kirche nicht nur in der Stadt und ihrer Herrschaft: Unter seiner Führung einigten sich die protestantischen Städte des eidgenössischen Bündnisgeflechtes 1536 auf das Helvetische Bekenntnis. Es waren dies Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen, St.Gallen, Mühlhausen, Konstanz, Biel und Strassburg.

Sohn eines katholischen Pfarrers

Die Reformation wurde Heinrich Bullinger gleichsam bei seiner Geburt 1504 in die Wiege gelegt. Er war eines von fünf Kindern des Bremgartner Pfarrers gleichen Namens. Vater Bullinger bekannte sich 1529 zur Reformation, was ihm ermöglichte, die Mutter seiner Kinder, Anna Wiederkehr, zu heiraten. Wie für junge Männer jener Zeit aus gehobenen Schichten üblich, besuchte er bereits ab dem Alter von fünf Jahren die Lateinschule; als Zwölfjähriger sandten ihn seine Eltern an die humanistische Stiftsschule in Emmerich am Niederrhein, wo bereits sein acht Jahre älterer Bruder studierte. Die Schule galt als sehr anspruchsvoll. Gelesen und besprochen wurden nicht nur Texte der Bibel und der Kirchenväter, sondern auch solche aus dem antiken Rom, namentlich von Cicero, Horaz und Vergil. Für die Fortsetzung des Studiums sandten die Eltern den mittlerweile 15-jährigen Heinrich nach Köln, wo er sich unter anderem mit Schriften von Martin Luther auseinandersetzte. Die Universität Köln galt damals als die führende im deutschen Sprachraum. Noch nicht ganz 18-jährig bestand Bullinger im Frühjahr 1522 das Magisterexamen.

Klosterlehrer in Kappel

Luthers Schriften hatten den jungen Heinrich Bullinger überzeugt, dass er kein Mönch werden wolle. Sein Vater akzeptierte diesen Entscheid. Anfang Januar 1523 packte er die Chance, als ihm der ebenfalls humanistisch gebildete Abt Wolfgang Joner die Leitung der Klosterschule Kappel anbot. Joner befreite Bullinger von allen Mönchspflichten, er konnte seinen Unterricht nach eigenem Gutdünken gestalten – beides waren ausserordentliche Privilegien. Doch damit nicht genug, er durfte jeden Morgen eine Stunde lang das Neue Testament in deutscher Sprache auslegen und begründete damit die erste reformierte theologische Ausbildung in der Schweiz.

Anlässlich der ersten Zürcher Disputation vom 29. Januar 1523 gelangte er zur Überzeugung, er müsse die Pfarrer in der Umgebung des Klosters, namentlich in Zug, für die Reformation gewinnen. Von nun an arbeitete er eng mit dem Reformator Huldrych Zwingli zusammen und begleitete diesen auch an die Berner Disputation 1528, in deren Folge sich die Berner Obrigkeit für die Reformation entschied.

Der Bullinger-Spezialist Hans Ulrich Bächtold schrieb über dessen Zeit in Kappel: «Im Kloster Kappel am Albis fand der Neunzehnjährige eine Anstellung als Lehrer, in einer Zeit also, in der in der nahen Stadt Zürich die Reformation in vollem Gange war und die ersten radikalen Entscheidungen des städtischen Rates die Gemüter erhitzten. In der Ruhe des landschaftlichen Klosters studierte er in humanistischer Manier das alte Schrifttum der Antike und der

Die Ausstellung Bullinger! mit geschnitzten Holzfiguren des Künstlers Peter Leisinger schmückt bis Juli 2026 das Areal des Klosters Kappel. Auf dem Bild werden zwei Landleute aus dem katholischen Cham gebüsst, weil sie eine Bibelauslegung von Heinrich Bullinger besucht hatten. (Bild Bernhard Schneider)

frühen Kirchenväter, nahm aber auch zunehmend Anteil an den aufwühlenden Vorgängen in der Stadt, knüpfte Beziehungen zu den kirchlichen Protagonisten wie Zwingli und Leo Jud und wurde so zum eifrigen Parteigänger der Reformation.»

Pfarrer in Bremgarten

Im Jahr 1529 traf er zwei Entscheide, die für sein künftiges Leben von entscheidender Bedeutung waren. Er heiratete die frühere Nonne Anna Adlischwyler. Aus ihrer Ehe gingen elf Kinder hervor. Sodann wurde er Pfarrer in Bremgarten. Dank dieser Stelle weilte er während der Kappeler Kriege im Städtchen an der Reuss und entging dadurch der Schlacht bei Kappel 1531, in welcher unter vielen anderen der Reformator Zwingli und der Abt Joner getötet wurden.

Nach der Schlacht zogen die siegreichen Innerschweizer Söldner plündernd durch die Landvogtei Knonau bis nach Bremgarten, wo sie die Rückkehr der zu den gemeinen Herrschaften zählenden Ortschaften nördlich von Ottenbach zum katholischen Glauben durchsetzten. Heinrich Bullinger gelang es, zusammen mit seiner Familie rechtzeitig nach Zürich zu fliehen. Acht Wochen später, am 9. Dezember, wählte ihn der Zürcher Rat zum Nachfolger Zwinglis.

Gespür für das Machbare Bullingers Start als Antistes war nicht einfach, wie Hans Ulrich Bächtold beschrieb: «In Zürich traf er auf eine Gesellschaft in Auflösung. Die Verbitterung über den verlorenen Krieg und über die schweren Verluste entlud sich vor allem über der Pfarrerschaft und der Kirche. Bullinger übernahm die schwierige Aufgabe, die Kirche und den Pfarrerstand zu rehabilitieren. Er tat dies mit Geduld und Diplomatie, besonders gegenüber der hart und herrisch auftretenden Obrigkeit.»

So innovativ Heinrich Bullinger als Theologe auch war, vertrat er teilweise auch spätmittelalterliche Vorstellungen, die – wie sein Beispiel belegt – selbst bei hochgebildeten Männern bis zur Auf-

klärung im 18. Jahrhundert erkennbar waren. Dies war für den Aufbau seiner herausragenden Position in Zürich von Bedeutung, denn Revolutionäre wie die Täufer, die Kriegsdienst und generell Gewaltanwendung verurteilten, wurden hingerichtet oder vertrieben. Bullinger ging, genauso wie Zwingli, auf Distanz zu revolutionären Bewegungen in der Landschaft und führte die Kirche im Sinn der Obrigkeit. Als sich ab 1565 die Klimaabkühlung verschärfte, griff der Zürcher Rat mit staatlichen Getreideverkäufen regulierend in den Nahrungsmittelmarkt ein, um Teuerung und Spekulation mit Nahrungsmitteln zu dämmen. Demgegenüber betrachtete Bullinger die Missernten als Zeichen des Zorn Gottes wegen mangelnder Frömmigkeit. Um Gott gnädiger zu stimmen, führte er zusätzlich zum obligatorischen Sonntagsgottesdienst in der Zürcher Herrschaft einen zweiten Gottesdienst am Dienstagmorgen zwischen 6 und 7 Uhr ein, wobei der jeweilige Pfarrer kontrollieren musste, dass aus jedem Haushalt mindestens eine Person vertreten war. Fehlbare Familien wurden gebüsst.

Schutz vor Hexen und Zauberei In seiner kurzen Abhandlung gegen die schwarzen Künste von 1571 schrieb Bullinger unter anderem: «Wenn der Teufel könnte, wie er wollte, würde er die ganze Welt verderben; er kann es aber nicht. Deshalb soll sich jeder Mensch mit Leib und Seele, Ehre und Gut und allem, was ihm angehört, unserem wahren, lebendigen Gott hingeben, der uns vor allem Bösen, auch vor den Hexen und der Zauberei, beschützen kann.»

Der Historiker Thomas Huonker stellte fest, dass in der Folge die Zahl der Hexenverbrennungen in Zürich stark anstieg: «Vermutlich rief die schlechte wirtschaftliche und klimatische Lage, die sich durch zusätzliches Beten nicht besserte, nach Sündenböcken. Von 1571 bis 1598 wurden in Zürich 79 Frauen der Hexerei angeklagt und auf der Folter der Inquisition unterzogen; 37 von ihnen wurden verbrannt. Zwischen 1600 und 1630 wurden von 43 der Hexe-

GESUNDHEITSKOMPASS

rei Bezichtigten 19 verbrannt, zwischen 1632 und 1700 waren es noch 6 von 43 Beschuldigten.»

Theologe europäischer Bedeutung

Seit seiner Zeit als Lehrer in Kappel hatte sich Bullinger anfangs an der Seite von Zwingli, später auch zusammen mit dem Genfer Reformator Johannes Calvin massgebend an theologischen Auseinandersetzungen insbesondere mit Luther und seinen Anhängern beteiligt. Ging es um die Akzeptanz der Zürcher Reformation im Deutschen Reich und die Zusammenarbeit mit anderen reformierten Strömungen, war er konsensorientiert. So erarbeitete er 1549 zusammen mit Calvin den «Consensus Tigurinus», mit dem es ihm gelang, Genf in den Kreis der Städte einzubinden, die sich dem ersten Helvetischen Bekenntnis angeschlossen hatten. Damit legte er die Basis für eine engere Zusammenarbeit zwischen allen reformierten Städten südlich des Rheins.

Im Jahr 1561 verfasste Heinrich Bullinger ein persönliches Glaubensbekenntnis, das er dem Zürcher Rat 1564 als sein geistliches Testament übergab. Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz neigte zum von Zürich geprägten reformierten Glauben, der in einem Gegensatz zum Luthertum stand. Gemäss dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 galten die Angehörigen des reformierten Glaubens als Sektierer und wurden teilweise bekämpft. Kurfürst Friedrich veranlasste im Hinblick auf den Augsburger Reichstag von 1566 den Druck des Bekenntnisses Bullingers und trug massgebend zu dessen Verbreitung in den deutschsprachigen Gebieten bei.

Von den Städten, die sich 1536 dem ersten Helvetischen Bekenntnis angeschlossen hatten, anerkannte einzig Basel diese Bullinger-Schrift, die als Zweites Helvetisches Bekenntnis in die Geschichte einging, nicht. Dafür schlossen sich nebst der Stadt Genf die Reformierten in Schottland, Polen, Österreich und Ungarn an.

Hervorragende Vernetzung

Bullinger hinterliess unzählige Briefe und Schriften. In der langen Zeit als Antistes verliess er Zürich zwar kaum noch, war aber dank seiner umfangreichen Korrespondenzen stets bestens informiert, was sich in anderen Teilen des Deutschen Reiches ereignete. Sein umfangreich dokumentiertes Denken bewirkte, dass er bis zur Gegenwart zu den stärksten und bestvernetzten reformierten Stimmen des 16. Jahrhunderts zählt. Sein Bestreben, die Seite der Reformierten nach der Niederlage im Zweiten Kappelerkrieg durch einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Städten zu stärken, barg Konfliktpotenzial, denn er wollte gemeinsam mit anderen Städten die zerfallende Eidgenossenschaft mit der Reformation wieder «näher zu Gott» bringen. Dieses Ziel rechtfertigte seiner Meinung nach auch Kriege, denn jene, die das Recht der Obrigkeit, Krieg zu führen, anzweifelten, bezeichnete er als «blind».

Vor gut 500 Jahren begann in Zürich die Reformation – ein Umbruch, der die Kirche und die ganze Gesellschaft verändern sollte. In dieser Serie zeigt der «Anzeiger» in loser Folge, wie die Reformation ins Rollen kam und welche Akteure sie entscheidend beeinflussten. (red)

Alessia Corso

Leiterin Psychotherapie, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie

Psychologie, Psychotherapie oder Psychiatrie –

was ist der Unterschied?

Im Zusammenhang mit mentaler Gesundheit begegnen uns häufig Begriffe wie Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Dabei ist nicht immer klar, was genau dahintersteckt und wie sie sich voneinander unterscheiden. Ein genauerer Blick hilft, die jeweiligen Schwerpunkte und Aufgaben besser zu verstehen.

Um die Unterschiede greifbarer zu machen, hilft die folgende Abgrenzung:

Psychologie beschäftigt sich damit, wie Menschen denken, fühlen und handeln. Wer Psychologie studiert, setzt sich intensiv damit auseinander, wie Menschen in verschiedenen Situationen reagieren und wie sich Verhalten erklären lässt. In der Schweiz ist der Berufstitel «Psychologin beziehungsweise Psychologe» geschützt und darf nur von Personen mit einem Masterabschluss in Psychologie geführt werden. Psychologinnen und Psychologen erklären, erforschen und beraten in ganz unterschiedlichen Bereichen. Sie arbeiten zum Beispiel im Personalwesen, im Marketing, bei Beratungsstellen, in Schulen oder in der Forschung. Psychotherapie umfasst die Diagnostik und Behandlung von psychischen Störungen sowie die Unterstützung bei belastenden Lebenssituationen. Psychotherapeutinnen und -therapeuten können sowohl ausgebildete Psychologinnen bzw. Psychologen (psychologische Psychotherapie) als auch Ärztinnen bzw. Ärzte (ärztliche Psychotherapie) sein. Voraussetzung ist in jedem Fall eine mehrjährige, zertifizierte Weiterbildung in Psychotherapie. Im Zentrum steht dabei, Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster besser zu verstehen und gemeinsam hilfreichere Wege im Umgang damit zu entwickeln. In der Behandlung kommen unter anderem Gespräche oder praktische Übungen zum Einsatz.

Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich auf psychische Störungen spezialisiert. Psychiaterinnen und Psychiater haben Medizin studiert und danach eine Facharztausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie absolviert. Sie begleiten Menschen mit psychischen Problemen sowohl medizinisch, psychologisch als auch praktisch. Bei Bedarf können sie Medikamente verschreiben und Zeugnisse ausstellen. In der Praxis arbeiten Psychiaterinnen und Psychiater gemeinsam mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten eng zusammen, sodass Betroffene sowohl medizinisch als auch therapeutisch optimal unterstützt werden.

Zusammengefasst handelt es sich bei Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie um drei eng verwandte, aber voneinander abgrenzbare Bereiche. Wer die Unterschiede kennt, kann gezielter einordnen, welche Fachperson in welcher Situation die passende Ansprechperson ist.

Haben Sie Fragen?

Sie erreichen uns per E-Mail unter gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch oder unter der Telefonnummer 044 714 26 68

Grümpel und Gulasch: Weniger Abfall, mehr Gemeinschaft

Gemeinsam gegen Littering: Stallikon sammelt über 300 Kilo Abfall und stärkt den Zusammenhalt

Kürzlich fand in Stallikon erneut die Aktion «Grümpel und Gulasch» statt. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in rund zehn Gruppen in der ganzen Gemeinde unterwegs und sammelten Abfall entlang von Wegen, Wiesen und Waldrändern. Menschen aller Altersgruppen nahmen teil – von kleinen Kindern in Begleitung ihrer Eltern bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Teilweise wurden die Gruppen per Shuttle an ihre Einsatzorte gebracht und wieder abgeholt.

Der eingesammelte Abfall wird auf über 300 Kilogramm geschätzt. Der Grossteil bestand aus Getränkedosen und ­flaschen sowie Kleinabfällen. Die meisten Abfälle wurden entlang stark befahrener Strassen eingesammelt. «Grümpel und Gulasch» ist in Stallikon längst mehr als eine Putzaktion. Der Anlass hat Geschichte: Bereits in den 1970er­Jahren wurde die Flurputzete vom Gemeindeverein ins Leben gerufen – als pragmatische Antwort auf Abfall in Feld, Wald und am Strassenrand. Dieser bodenständige Charakter hat sich bis heute erhalten: Man macht nicht lange Worte, man handelt gemeinsam.

Organisiert wurde die Aktion 2026 gemeinsam durch den Landwirtschaftlichen Verein (Stalliker Landwirtinnen und Landwirte), den Gemeindeverein sowie die Gemeindeverwaltung Stallikon.

Teilnehmende aller Generationen engagierten sich bei «Grümpel und Gulasch» in Stallikon für eine saubere Umwelt. Über 150 Helferinnen und Helfer sammelten mehr als 300 Kilogramm Abfall. (Bild Jan Steiner)

Mia Zumsteg, Gemeinderätin und Vorsteherin Gesundheit und Umwelt, betont die Bedeutung solcher Einsätze:

«Der Nutzen einer solchen Flurputzaktion ist gross: Achtlos weggeworfener Abfall wirkt sich nicht nur negativ

auf die Lebensqualität aus, Littering ist eine wesentliche Quelle für Mikroplastik in der Umwelt. Und Tiere kön­

nen sich durch Abfall lebensgefährlich verletzen.»

Auch präventiv zeigen die Einsätze Wirkung: «Abfall zieht Abfall an – das bestätigen Studien. Je mehr Abfall am Boden liegt, desto ungehemmter wird weiterer weggeworfen.»

Neben dem Umweltaspekt steht das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Eine Teilnehmerin, Maria Luisa Vignola, beschreibt ihre Eindrücke so: «Ich habe das als sehr entspannend erlebt, nicht anstrengend. Ich habe bekannte und neue Leute getroffen, und es war ein wunderschöner Tag. Viele Menschen haben sich bei uns bedankt. Im Vergleich zu vor zwei Jahren hatte ich den Eindruck, dass wir weniger Abfall gefunden haben – das ist erfreulich und zeigt, dass Stallikon sauberer wird.»

Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt und ist ein grosser Erfolg. Die Abfallmenge nimmt stetig ab. «Wenn es so weitergeht, wird die Gemeinde den Aktionstag eines Tages nur noch alle fünf Jahre durchführen können, weil Stallikon der ‹Grümpel› ausgeht!», sagte Mia Zumsteg mit einem Augenzwinkern.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Beisammensein mit Apéro, Gulasch und warmer Suppe.

Deviprasad Rao, Leiter Kultur Stallikon

Wohnpolitik: Drei Initiativen sorgen für intensive Debatte

Grosses Interesse am Politstamm von den Grünen und der SP Affoltern mit Selma L’Orange Seigo als Referentin

Der letzte Politstamm der Grünen und der SP Affoltern stand ganz im Zeichen der drei wohnpolitischen Initiativen, über die am 14. Juni im Kanton Zürich abgestimmt wird. Das hochaktuelle und brisante Thema stiess auf grosses Interesse, und der Anlass war entsprechend gut besucht. Ein zusätzlicher Anziehungspunkt war die Referentin des Abends: Selma L’Orange Seigo, Parteipräsidentin der Grünen Kanton Zürich, Kantonsrätin und Kampagnenleiterin der Wohnungsinitiative.

Als Mitglied des Initiativkomitees, das die Vorlage vor drei Jahren lancierte, gewährte sie spannende Einblicke in die Sammelphase sowie den parlamentarischen Prozess. Im Zentrum stand jedoch der Inhalt der Initiative. Diese fordert, dass Kanton und Gemeinden künftig für ausreichend gemeinnützigen Wohnraum zu fairen Mieten sorgen. Vorgesehen ist die Gründung einer kantonalen Wohnbaugenossenschaft. Diese soll selbst bauen oder bestehende Genossenschaften gezielt unterstützen, etwa durch die Ver­

ÄMTLER NATIONALRÄTE MEINEN

gabe von Baurechten, Darlehen oder Staatsbeiträgen. Die geplante Wohnbaugesellschaft soll zu einem starken Akteur im Kanton Zürich werden. Dafür sind ein Startkapital von 500 Millionen Franken vorgesehen sowie geeignete Grundstücke und

Andri Silberschmidt, FDP, Affoltern

Ja, ich will

Es gibt Entscheide im Leben, die man nicht allein mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen trifft. Meine Kandidatur für den Regierungsrat des Kantons Zürich ist einer davon.

Ich bin im Zürcher Oberland aufgewachsen. Volksschule, Berufslehre, erste Schritte ins Berufsleben. Dann zog es mich in die Stadt Zürich. Dort habe ich studiert, gearbeitet und zum ersten Mal politische Verantwortung übernommen. Zuerst im Gemeinderat der Stadt Zürich, dann im Nationalrat. Heute lebe ich mit

meiner jungen Familie in Affoltern. Ich durfte den Kanton Zürich von vielen Seiten kennenlernen: das Zürcher Oberland, die Stadt, das Knonauer Amt. Ich kenne seine Vielseitigkeit und ich schätze sie.

Als Unternehmer trage ich Verantwortung für über hundert Mitarbeitende. Das erdet und macht klar, worauf es ankommt. Entscheidungen lassen sich nicht ohne Folgen vertagen. Der Lebensunterhalt der Menschen hängt davon ab, dass man liefert. Diese Haltung

Liegenschaften, die sich bereits im Besitz des Kantons befinden. Dem gegenüber steht ein Gegenvorschlag, den Seigo kritisch einordnete. Dieser setze einseitig auf Deregulierung im Baubereich und gehe am Kernproblem vorbei. Es brauche nicht einfach mehr Wohnungen, sondern mehr bezahlbaren und gemeinnützigen Wohnraum, der sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert.

Als weiteren wichtigen Baustein stellte sie die Wohnschutz­Initiative des Mieterverbands vor. Diese will günstige Wohnungen erhalten, indem Mietzinserhöhungen nach Renovationen begrenzt und Abrisse eingeschränkt werden. Gemeinden sollen mehr Kompetenzen erhalten, um gegen Verdrängung vorzugehen und bestehende Quartierstrukturen zu schützen. Der Gegenvorschlag sei ungenügend, da er sich im Wesentlichen auf Information und Unterstützung bei der Wohnungssuche beschränke.

Kritisch beurteilt wurde zudem eine dritte Vorlage des Hauseigentümer­

verbands, die Wohneigentums­Initiative, die Wohneigentumsförderung und gemeinnützigen Wohnungsbau zwingend miteinander verknüpfen will. Diese würde den Wohnungsbau einschränken, bürokratische Hürden schaffen und insbesondere Genossenschaften benachteiligen. In der anschliessenden Diskussion wurde deutlich, dass Wohnen ein grundlegendes Menschenrecht ist. Darauf kann nicht verzichtet werden, weshalb von einem Zwangskonsum gesprochen werden kann. Entsprechend kritisch wurde gesehen, dass Wohnraum zunehmend als Anlageobjekt behandelt wird. Mehrere Wortmeldungen betonten, dass mit lebensnotwendigen Gütern wie Wohnraum nicht spekuliert werden sollte.

nehme ich mit in die Politik. Im Nationalrat habe ich gelernt, über Parteigrenzen hinweg zu denken. Die besten Lösungen entstehen selten im eigenen Lager. Deshalb schmiede ich auch mit Menschen, von denen ich in anderen Fragen weit entfernt bin, Allianzen. Das gehört zur politischen Arbeit, und ich mache es gerne. Denn am Ende soll nicht die Partei gewinnen, sondern der Kanton Zürich.

Weil mir Wissen als Grundlage guter Entscheidungen wichtig ist, habe ich

mich stets in relevanten Themenbereichen weitergebildet. Sei dies in Finanzen oder in Wirtschaftsrecht. Dies hilft mir heute, die richtigen Fragen zu stellen und die Antworten zu verstehen.

Am 4. April 2027 wählen die Zürcherinnen und Zürcher eine neue Kantonsregierung. Ich möchte als Regierungsrat kandidieren, weil ich etwas beitragen kann und will. Ich stehe ein für eine starke Wirtschaft, die gute Jobs schafft. Für einen Kanton, der Eigenverantwortung fördert und Freiräume

Auch die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt wurde thematisiert. Seit der Einführung des BVG im Jahr 1985 sind Pensionskassen zu bedeutenden Investoren geworden. Als grosse institutionelle Anleger investieren sie stark in Immobilien und beeinflussen damit Angebot und Preise. Dies trägt dazu bei, dass die Mieten vielerorts steigen und bezahlbarer Wohnraum knapper wird.

Der Abend zeigte, dass die Wohnungsfrage längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Steigende Mieten und knapper Wohnraum betreffen breite Bevölkerungsschichten. Die Abstimmungen vom 14. Juni bieten die Möglichkeit, die Weichen neu zu stellen und den gemeinnützigen Wohnungsbau gezielt zu stärken.

Hervorgehoben wurde die besondere Rolle der Genossenschaften. Diese bauen für Menschen und nicht für Renditen. Ihre Tätigkeit basiert auf klaren Werten wie Selbsthilfe, Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung, Solidarität und dem Entzug von Spekulation. Ein wichtiges Element ist dabei die Kostenmiete, die sich an den effektiven Kosten orientiert und bewusst auf marktgetriebene Preisbildung verzichtet.

Yannick Ghisletta, Grüne und SP Affoltern

schützt. Ein Kanton, der wirtschaften ermöglicht und nicht verwaltet. Ein Kanton, der in die Zukunft investiert und nicht von ihr redet.

Ich bin bereit für einen aktiven Wahlkampf. Und ich gehe gerne die Extrameile für die Menschen im Kanton Zürich.

Ob ich diesen Weg gehen darf, entscheiden die Delegierten der FDP Kanton Zürich am 23. Juni 2026. Ich stehe zur Verfügung. Denn mein Herz und mein Kopf sagen: Ja, ich will.

Selma L’Orange Seigo. (Bild zvg)

Überraschungen, Pannen und Comebacks

Pinewood-Derby 2026: Ein Rennen voller unerwarteter Wendungen, technischer Dramen und verdienter Sieger

Das diesjährige Pinewood-Derby bot nicht nur strahlendes Wetter und beste Stimmung, sondern auch eine Reihe bemerkenswerter Geschichten, die den Renntag unvergesslich machten. Eine davon schrieb Lukas Gräub, Teilnehmer der ersten Stunde. Vor vielen Jahren hatte er ein Auto gebaut, das zwar stets solide Leistungen zeigte, es aber nie ganz an die Spitze schaffte. Der «Booster» mit dem Namen «Graffiti» fristete deshalb lange ein Dasein in der Sammelkiste und kam höchstens als Zweitwagen zum Einsatz. Als sich kurzfristig Besuch aus Berlin ankündigte, griff Gräub erneut zu diesem Modell und stellte es seinem Kollegen Paul zur Verfügung. Dieser taufte das graue Fahrzeug kurzerhand in «Graue Maus» um. Was dann folgte, überraschte alle: Mit konstant starken Läufen zog die «Graue Maus» bis ins Finale ein –und sicherte sich am Ende sogar den dritten Platz. Ein unerwartetes Comeback, das für grosse Freude sorgte. Für einen kurzen Schreckmoment sorgte hingegen die Technik. Mitten in der Vorrunde fiel auf Bahn 2 plötzlich die Zeitmessung aus. Trotz mehrerer Versuche, das Problem zu beheben, blieb die Anlage zunächst stumm. Die Rennleitung stand vor der Frage, wie es weitergehen sollte. Doch ein letzter Anlauf brachte die Wende: Wie von selbst nahm die Technik ihren Betrieb wieder auf und funktionierte danach bis zum Schluss einwandfrei. Auch sportlich blieb es spannend – und teilweise dramatisch. Der «Blaue Flitzer» von Samuel Horwath gehörte nach der Vorrunde zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Im Finale jedoch zeigte das Material Verschleisserscheinungen: Verschobene Räder streiften die Spur und bremsten das Fahrzeug zunehmend aus. Der Traum vom Sieg zerplatzte Runde für Runde. Doch die Geschichte nahm eine versöhnliche Wendung: Im Publikumswettbewerb überzeugte das angeschlagene Auto die Zuschauer derart, dass es zum «Publikumsliebling» gekürt wurde. Die Weisheit «Nöd lugg lah gwünnt!» – nicht locker lassen gewinnt –bestätigte sich auch beim Sieger der Kategorie Schnelligkeit. Nico Willimann hatte sein Fahrzeug über Jahre hinweg kontinuierlich optimiert und durch genaues Beobachten verbessert. In diesem Jahr zahlte sich die Arbeit aus: Mit seinem neuesten Modell sicherte er sich den ersten Platz. Weniger Glück hatte dagegen das «Himmugüegeli». Der liebevoll gestaltete Käfer hatte es als Letzter gerade noch ins Finale geschafft, doch dort brach bereits in der zweiten Runde ein Rad ab. Alle Reparaturversuche blieben

Spannendes Pinewood-Derby mit vielen Rennfahrzeugen auf der Bahn und stolzen Champions. (Bilder zvg)

erfolglos, und das Fahrzeug schied frühzeitig aus. Damit landete es vorerst in der Sammelkiste – vielleicht jedoch nicht für immer. Denn wie die Geschichte der «Grauen Maus» zeigt, ist ein Comeback im Pinewood-Derby jederzeit möglich.

Familienclub Wettswil-Bonstetten, Christian Gräub

Weniger Jugendkriminalität – mehr Verstösse mit «Trendfahrzeugen»

E-Roller und E-Trottinetts im Bezirk kein Schwerpunktthema

4,3

Prozent ist die Jugendkriminalität im Kanton zurückgegangen.

Im dritten Jahr in Folge ist im Kanton Zürich die Jugendkriminalität zurückgegangen, im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz nahmen hingegen deutlich zu, insbesondere mit sogenannten «Trendfahrzeugen» wie Elektrorollern und E-Trottinetts. Im Bezirk Affoltern allerdings weniger.

Laut Angaben der Oberjugendstaatsanwaltschaft geriet im vergangenen Jahr jeder 22. Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren im Kanton Zürich mit dem Gesetz in Konflikt: insgesamt 6019 Personen, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 932 Jugendlichen wurde ein Gewaltdelikt zur Last gelegt. Das ist in diesem Bereich ein Rückgang von 2,3 Prozent.

Kein Grund zum Zurücklehnen

Der Rückgang sei zwar erfreulich, aber doch kein Grund, zurückzulehnen, sagte Oberjugendanwalt Roland Zurkirchen

im Rahmen der kürzlichen Medienkonferenz – schon deshalb, weil sich die Jugendstrafrechtspflege zunehmend mit Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz beschäftigen muss. 29,5 Prozent der straffällig gewordenen Jugendlichen wurden aus diesen Gründen verurteilt – deutlich mehr als 2023 (16,6 Prozent).

Verstösse werden insbesondere bei den «Trendfahrzeugen» wie Elektroroller und E-Trottinetts verzeichnet. Alterslimiten, Nutzungsregeln oder Höchstgeschwindigkeiten werden häufig missachtet. Daraus resultieren vermehrt Verweise und Bussen. «Im Bezirk Affoltern bilden Verstösse in diesen Bereichen keinen Schwerpunkt», sagt Adrian Peterhans, Bezirkschef der Kantonspolizei in Affoltern. Unfälle und Verstösse gegen die Vorschriften habe man im vergangenen Jahr nicht viele verzeichnet. Eine Schwerpunktaktion zum Thema «Trendfahrzeuge» habe die Verkehrspolizei am 21. Mai 2025 im ganzen Kanton durchgeführt, heisst es in Affoltern.

Kriminelle immer jünger

Auffällig ist: Jugendliche, die oft mit vielschichtigen Problemen kämpfen, werden tendenziell immer jünger kri-

minell. Fast ein Drittel der Jugendlichen ist bei Eröffnung einer Strafuntersuchung zwischen 10 und 14 Jahre alt. Für

«Wir sind überzeugt, dass wir mit Innovation und Weiterentwicklung unserer Angebote den steigenden Anforderungen langfristig gerecht werden.»

Roland Zurkirchen, Oberjugendanwalt

Jugendanwaltschaften stehen ein altersgerechter Umgang sowie geeignete Schutzmassnahmen im Vordergrund. «Diese sollen sowohl erzieherisch als auch therapeutisch wirken», heisst es in einer Medienmitteilung. «Wir sind überzeugt, dass wir mit Innovation und Weiterentwicklung unserer Angebote den steigenden Anforderungen langfristig gerecht werden», sagte Roland Zurkirchen am Medienanlass. (-ter.)

Rangliste 15. Säuliämtler Pinewood-Derby:

Schnelligkeit

1. «Lamborghini» (104); Nico Willimann, Wettswil

2. «Selin» (129); Elin Stucki, Bonstetten

3. «Graue Maus» (143); Paul Schneider, Berlin

Originalität

1. «Swissy» (123); Emma Sturm, Zürich

2. «Znüni» (101); Jaron Walter, Zürich

3. «Fulong» (110); Levin Horwath, Gebenstorf

Publikumsliebling

1. «Blauer Flitzer» (135); Samuel Horwath, Gebenstorf

2. «Wellenbrecher» (102); Loris Fierz, Baden

3. «Monsti» (111); Luca Horwath, Gebenstorf

Mit fast 240 km/h durch den Islisbergtunnel gerast

Bezirksgericht: 24 Monate auf Bewährung

Werner Schneiter

Mit seinem 600 PS starken Audi raste ein 38-jähriger Nordmazedonier im November 2024 durch den Islisbergtunnel Richtung Luzern – der Tacho zeigte auf der Höhe von Hedingen 239 km/h. Nach Abzug der Toleranz (5 km/h) hat er die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um 134 km/h überschritten. Laut Staatsanwaltschaft verlängerte sich dadurch der Anhalteweg im Falle einer Notbremsung von 80 auf rund 245 Meter. «Weil er nicht auf den Tacho schaute, nahm er zumindest billigend in Kauf, zu schnell zu fahren», heisst es in der Anklageschrift, welche die Raserfahrt als qualifiziert grobe Verletzung der Verkehrsregeln wertet.

Auf der Autobahn ausgestiegen

Doch damit nicht genug: Weiter wird dem in der Zentralschweiz wohnhaften Mann ein anderes Vergehen zur Last gelegt: So hat er Anfang April 2025 auf der A4, Gemeindegebiet Birmensdorf, im Streit mit seiner damaligen Freundin «mutwillig derart heftig» gegen die Frontscheibe geschlagen, dass diese zersprang. Das beeinträchtigte das Sichtfeld der Lenkerin. Hernach zog er als Beifahrer die Handbremse, brachte das Fahrzeug zum Stillstand und stieg auf

der Autobahn aus. Das legt ihm die Staatsanwaltschaft als Führen eines Motorfahrzeugs trotz Ausweisentzugs zur Last. Der Führerausweis wurde ihm am 22. Januar 2025 auf unbestimmte Zeit entzogen.

Vor Bezirksgericht Affoltern kam das abgekürzte Verfahren zur Anwendung. In diesem Fall müssen Richterinnen und Richter nur noch prüfen, ob sie mit dem Urteilsvorschlag der Staatsanwaltschaft «leben» können. Vorliegend ist das der Fall. Wegen qualifiziert grober Verletzung von Verkehrsregeln in zwei Fällen, wegen Beeinträchtigung der Betriebssicherheit eines Fahrzeugs und wegen Fahrens ohne Berechtigung kassiert der Mann eine bedingte Gefängnisstrafe von 24 Monaten. Und dazu eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 80 Franken und eine (zu bezahlende) Busse von 2000 Franken – dies bei einer Probezeit von drei Jahren. Verknüpft ist damit auch die Weisung, das Lernprogramm Start (risikobereite Verkehrsteilnehmende) zu absolvieren. Sodann hat der Mann die Verfahrenskosten von rund 4000 Franken zu tragen. Hierbei wurde ein beim Beschuldigten sichergestellter Bargeldbetrag von 1500 Franken verwendet.

Urteil DH 260 001 vom 17. April 2026, abgekürztes Verfahren

Telefon0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch www.affolteranzeiger.ch

Buchen Siejetzt!

Über Stock und Stein

Das Wandern ist des Säuliämtlers

Lust – zwei Wandergruppen berichten von Erlebnissen. Seite 11

Unruhe bei Volley S9

Trotz Gewinn des Zürcher Meisterinnentitels bleibt die Zukunft für Damen-ZM-Team ungewiss. Seite 13

Be su ch en S ie un se re W eb

Sieg beim Hornussen

Die HG Obfelden setzte sich im Spitzenkampf gegen KrauchthalHub B durch. Seite 14

Holzbau und Architektur unter einem Dach

Wie aus einer Scheune im Dorfkern von Maschwanden ein moderner Handwerks- und Architekturbetrieb wurde

Die Firma Holzbau und Architektur Strebel liegt mitten im Dorfkern von Maschwanden. Dem grossen Firmengebäude, das heute Werkstatt und Büros beherbergt, sieht man noch an, dass es ursprünglich eine Scheune war. Auf diesem Gelände ist Thomas Strebel gemeinsam mit seinen Geschwistern aufgewachsen. Seine Eltern, Walter und Rosa Strebel, führten hier einst einen Bauernhof.

Der mutige Weg in die Selbstständigkeit

Thomas Strebel, gelernter Zimmermann, startete seine selbstständige Tätigkeit zunächst mit einer Einzelfirma in Hünenberg. Zuvor absolvierte er diverse Weiterbildungen und arbeitete mehrere Jahre im Tessin, um Italienisch zu lernen. Erst 1998 zog er mit seinem Unternehmen nach Maschwanden. Damals bot sich die Gelegenheit, Land von seinen Eltern zu erwerben, die gerade pensioniert wurden. 1999 wurde aus der Einzelfirma eine GmbH und auch seine Frau Susanne stieg ins Unternehmen ein. Kennengelernt hatten sich die beiden im Ausgang in Luzern. Susanne Strebel ist gelernte Hochbauzeichnerin und Architektin FH. Sie arbeitete zunächst bei der Firma Renggli in Schötz, ihrer Heimatgemeinde, und war dort die erste Architektin im Unternehmen.

Nach rund dreieinhalb Jahren wechselte sie für weitere drei Jahre zu Jego Bau in Rotkreuz. Nach diesen Praxisjahren war auch sie bereit für den Schritt in die Selbstständigkeit – und für die gemeinsame Familiengründung.

Aufbaujahre zwischen Familie und Firma

Als Thomas und Susanne Strebel ihr Unternehmen gründeten, befand sich der Firmensitz noch nicht am heutigen Standort. Zuerst bauten sie auf dem neu gekauften Land ein Einfamilienhaus für ihre Familie. «Sie hat es geplant, ich habe es gebaut», fasst Thomas Strebel das gemeinsame Projekt schmunzelnd zusammen. Das erste Büro befand sich lange im Erdgeschoss dieses Hauses. Gerade für Susanne Strebel war das praktisch: 2000 und 2002 wurden die Strebels Eltern, und so lagen Kinderbetreuung und Planungsarbeit für Susanne nur wenige Schritte voneinander entfernt. 2012 wurde dann die grosse Scheune auf dem Gelände zur Werkstatt mit Büro umgebaut. Gut zehn Jahre später, 2023, kam noch eine zusätzliche Wohnung im Gebäude dazu.

Ein eigener Betrieb bedeutet auch eine grosse Verantwortung Mit den Jahren wuchs nicht nur die Familie, sondern auch die Firma. Schritt für Schritt wurden neue Mitarbeitende

eingestellt. Heute beschäftigt das Unternehmen vierzehn Angestellte. Neben fünf Lernenden arbeiten Zimmerleute, ein Schreiner, zwei Poliere sowie eine Sekretärin im Betrieb. Für das Unter-

«Wir haben uns damit einen Namen gemacht. Architektur und Holzbau aus einer Hand waren lange Zeit einzigartig.»

Thomas Strebel, Inhaber

nehmerpaar bedeutet das auch eine grosse Verantwortung, die sie seit vielen Jahren gemeinsam tragen. «Wir haben genug Arbeit, obwohl wir gewachsen sind», beschreibt Thomas Strebel die aktuelle Auftragslage.

Engagement für Mitarbeitende und Lernende

Lehrlinge aus der Region zu finden, ist kein Problem, der Beruf ist nach wie vor attraktiv. «Zimmermann ist ein stolzer Beruf», sagt Thomas Strebel. Doch viele ausgebildete Zimmerleute verlassen den Betrieb später wieder, weil sie sich weiterbilden oder neue Wege einschlagen. Erfahrene Fachkräfte zu finden, sei deshalb deutlich schwieriger. Umso wichtiger ist der Familie Strebel die Berufsbildung. Sie investieren viel in ihre Lernenden – insbesondere in die externe Weiterbildung während der Lehre. Insgesamt kommen über die vier Ausbildungsjahre rund fünfzig Kurstage und beinahe 20000 Franken pro Lehrling zusammen. Zusätzlich bieten sie freiwillige «Lehrlingssamstage» an. An diesen Tagen unterstützen sie ihre Lernenden bei schulischen Themen oder setzen gemeinsam eigene Projekte um. So entstanden beispielsweise die «Bücheraustauschhäuschen» auf dem Sonntagsschulplatz in Mettmenstetten – ein Projekt der Lernenden. Auch das Arbeitsklima im Betrieb ist den Strebels wichtig. Gearbeitet wird in einer Viereinhalb-Tage-Woche – der Freitagnachmittag ist frei. Dazu kommen gemeinsame Aktivitäten wie Ski-

ausflüge, Betriebsbesichtigungen oder Grillabende, die den Teamgeist stärken.

Wichtiger Erfolgsfaktor: Planung und Umsetzung aus einer Hand Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens ist die für eine kleine Firma ungewöhnliche Kombination aus Architektur und Holzbau. «Wir haben uns damit einen Namen gemacht. Architektur und Holzbau aus einer Hand waren lange Zeit einzigartig», sagt Thomas Strebel. Auch Susanne Strebel sieht darin einen grossen Vorteil für die Bauherrschaft: «Die Wege sind einfach kürzer.»

Ein Blick auf die Projekte zeigt, dass rund 40 Prozent der Aufträge Neubauten und etwa 60 Prozent Umbauten sind. Beim Arbeitsaufwand in der architektonischen Planung ist die Gewichtung allerdings genau umgekehrt, wie Susanne Strebel erklärt.

In den Anfangsjahren nutzten die Strebels ihre doppelte Kompetenz auch für Grundstücksentwicklungen. So kauften sie 2005 ein Grundstück in Maschwanden, bauten darauf ein Einfamilienhaus und ein Doppelhaus und verkauften die Gebäude später. «Es war eine echte Gelegenheit im Dorf», erinnert sich Thomas Strebel. Aber solche Projekte erfordern eine gewisse Risikobereitschaft, die sich nicht immer auszahlt: Ein anderes Grundstück aus ihrem Besitz ist bis heute durch zahlreiche Einsprachen blockiert. Für die Akquisition neuer Projekte ist hauptsächlich Thomas Strebel zuständig. Er gilt als der Netzwerker der Familie, engagiert sich in diversen Verbänden und Vereinen. «Er war aber auch viele Jahre jeden Abend unterwegs», betont Susanne Strebel.

Die Zukunft des Betriebs ist bereits vorbereitet

Auch für die Zukunft haben Susanne und Thomas Strebel klare Pläne. «Ich möchte, dass der Betrieb weitergeht –das wollte ich immer schon», sagt Thomas Strebel entschlossen. Eine Nachfolge innerhalb der Familie ist allerdings kein Thema. Die beiden Kinder haben sich für andere Berufswege entschieden:

MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00

Wir züchten Mücken

Weltweit betrachtet, gibt es für die Menschheit kein tödlicheres Lebewesen als die Stechmücke. In rund zwölf Ländern gibt es bereits sogenannte «Mückenfabriken», die wöchentlich bis zu 30 Millionen Mücken für das World Mosquito Program züchten und freisetzen.

Der Ansatz ist faszinierend und umstritten zugleich: Im Labor werden die Insekten mit dem Bakterium Wolbachia behandelt – nachdem Mücken zunehmend Resistenzen gegen chemische Insektizide entwickelt haben – sodass sie sich nicht mit Krankheitserregern wie dem Dengue-Virus infizieren können. Gemeinsam mit einem bemer-

kenswerten Vererbungsmechanismus wird so die Mückenpopulation langfristig «überschrieben» – eine biologische Methode zur Reduktion von Krankheiten, ganz ohne Chemie.

Und bei uns?

Die Schweiz ist derzeit nicht direkt von tropischen Mückenkrankheiten betroffen. Doch invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke breiten sich auch bei uns immer mehr aus. Sie ist aggressiver als heimische Arten und in der Lage, Krankheitserreger zu übertragen – gerade in sich verändernden Umgebungen. Gleichzeitig reagieren manche

Menschen empfindlich auf Stiche, besonders Kinder mit allergischen Reaktionen.

Das grosse Werkstatt- und Bürogebäude.

Luca Strebel arbeitet als Informatiker in einem Start-up in Zürich, Lisa studiert Multimedia Production an der Fachhochschule Graubünden in Chur. Mit Kevin Binzegger, Jahrgang 1988, arbeitet jedoch ein Polier und Zimmermann im Betrieb, der den Wunsch geäussert hat, selbstständig zu werden. Er soll das Unternehmen nun schrittweise übernehmen. Geplant ist, dass er in zwei Jahren in die Geschäftsleitung eintritt. Für Thomas und Susanne Strebel bedeutet das die Möglichkeit, noch eine Zeit lang im Unternehmen mitzuwirken, allerdings mit deutlich geringerem Pensum. Wie das genau aussieht, das ist im Moment noch nicht ganz klar. Was aber sicher ist: Susanne und Thomas Strebel werden die Firma an Kevin Binzegger übergeben, sie selbst aber bleiben in Maschwanden in dem Haus, das sie selbst gebaut haben.

Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)

Schutz, der Freiheit schafft Moderne, massgefertigte Insektenschutzlösungen verbinden Schutz, Komfort und Design. Die Spezialgewebe sind bereits aus zwei Metern praktisch unsichtbar; Fenster und Türen bleiben offen – ohne ungebetene Gäste. Die Produkte können ohne Bohren oder Schrauben montiert werden; einige lassen sich per Click-System zur Reinigung oder Wartung einfach ausund wieder einhängen – ideal für Mietwohnungen und langlebige Nutzung.

Tief verwurzelt im Säuliamt André Bodmer lebt seit 1984 in Wettswil und ist im Säuliamt fest verankert. Nach über 25 Jahren handwerklicher Tätigkeit in der Region führt er seit 2024 die Firma Bodmer-Insektenschutz. Kurze Wege, individuelle Lösungen und persönliche Nähe stehen im Mittelpunkt: Ein Fenster sollte jederzeit geöffnet werden können – ungestört, komfortabel, sicher.

Bodmer Insektenschutz

Susanne und Thomas Strebel. (Bilder Brigitte Reemts Flum)
André Bodmer, Geschäftsführer. (Bild zvg)

«LiebeVersichertederGeneralagentur AffolternamAlbis:

DankGenossenschaft beteiligenwirSie mit3,8Millionenan unseremErfolg.»

GeneralagenturAffolternamAlbis

ThomasNaef T0447625060,affoltern@mobiliar.ch mobiliar.ch/affoltern

RosièreSyrah Paysd’OCIGP, Frankreich, 6x75cl,2023

Elmer Schnitzwasser 6x1,5l

VolgSchokolade div.Sorten,z.B. Kochschokolade,3x200g

Volg Gemüsekonserven div.Sorten,z.B. Erbsen/Karottenfein, 2x260g

25.60 statt38.40

Munz

Schokolade div.Sorten,z.B. TafelschokoladePrügeliweiss,6x100g

BonneMaman Konfitüre div.Sorten,z.B. Aprikosen,370g

Lipton IceTea div.Sorten,z.B. Lemon,6x1,5l

ButtyPilze div.Sorten,z.B. Steinpilze,20g

OranSoda Dose,33cl

VolgPrussiens 515g

Suttero Pouletbrüstli per100g

HeroRavioli div.Sorten,z.B. Eierravioli,2x870g

Thomy Senf div.Sorten,z.B. mild,2x200g

Erdbeeren HerkunftsieheVerpackung, Schale,500g

Spargelngrün HerkunftsieheVerpackung, Bund,1kg

NiveaDusch div.Sorten,z.B. DuschcremeSoft, 3x250ml

Coral OptimalColor 2x25WG

Volg SchweizerRapsöl 1l

PurinaOne Katzennahrung div.Sorten,z.B. Lachs,1500g

AgriNatura MilchUHTSixpack div.Sorten,z.B. Vollmilch,6x1l

AgriNatura Cervelas 4x100g

Alnatura Reiswaffelnmit Meersalz,100g

CifCrème Citrus 2x500ml

HirzJoghurt div.Sorten,z.B. Waldbeeren,180g

Frisco Pralinato 6er-Pack

Hausemer wandern auf Spuren der Römer

Steiler Weg mit seinem eigenartigen und rutschigen Untergrund erforderte volle Konzentration

Die Römer hatten das Nadelöhr am Walensee mit einem Saum- und Karrweg über den Kerenzerberg erschlossen. Es gelang den Wandernden nicht immer, den schönen Blick auf Linthebene, Churfisten und den Walensee zu richten. Der steile Weg mit seinem eigenartigen und rutschigen Untergrund erforderte volle Konzentration und sorgte letztlich dafür, dass die Schuhe schmutzig wurden. Man durfte den Tag nicht vor dem Abend loben, weil vorher noch einiges passierte.

Aufholjagd nach Irrtum

Am Treffpunkt Postplatz um 7.15 Uhr waren nicht alle da. Mit dem Postauto gings nach Thalwil und weiter ins Glarnerland. Der fehlende Wanderer bemerkte seinen Irrtum um 8 Uhr. Er begann sofort mit der Planung, wie man die Wandernden noch in Näfels abfan-

gen könnte. In Zeiten, wo jedermann ein Handy mit sich herumträgt, ist es möglich, Dinge schnell zu klären. Die Leiterin, Ruth Vollenweider, weiss schon, wer anruft, bevor sie den Anruf annimmt. Bruno, wo bist du? Der Schreiberling ist es. So machte er sich verspätet auf den Weg, um die Schar der Wanderer rechtzeitig in Näfels zu erreichen. Dort war doch mal eine Schlacht im Mittelalter?

Drum suchte er den Tiger im Tank, äh –er meint den Diesel – und sicherte sich den Parkplatz schon zu Hause, um den Krieg zu gewinnen. Die Autofahrer, welche den Kerenzerberg passieren, wähnen sich wohl an einem Bergrennen. Er herrschte wenig Verkehr, aber der hatte es in sich. Beim Hotel Römerturm konnten sich die Wandernden auf die Hilfe eines Lastwagenchauffeurs verlassen, der die Strasse als Parkhilfe beim Drehen benutzte. Beinahe hätten einige dem Las-

Senioren im Thurgau auf Altnauer Apfelweg

Blühende Niederstammkulturen und weit ausladende Hochstamm-Obstgärten

Senioren-Wandergruppe Birmensdorf

Der Altnauer Apfelweg erzählt auf 24 Infotafeln mit Spielstationen viel Spannendes zum Obstbau und attraktive

Picknickplätze laden zum Ruhen und Spielen ein. Auch in den Altnauer Hofläden, Dorfläden und der Gastronomie

werden vorwiegend regionale Produkte angeboten. Leicht erhöht und direkt am Bodensee hat Altnau mehr Obstbäume

als Einwohner und einen herrlichen Blick auf den See. Besonders schön ist es während der Apfelblüte im Frühling oder im Spätsommer während der Altnauer Apfelwochen. Nirgends schmecken die «Öpfelchüechli» besser als hier. Seniorinnen und Senioren von Birmensdorf und umliegenden Dörfern fuhren mit der Bahn via Zürich und Kreuzlingen nach Altnau. Der Apfelweg zeigte, wie wichtig der Obstanbau seit Generationen für die Kultur des Ortes war und bis heute die Landschaft prägt. Neu gestaltete Infotafeln mit Apfelsorten-Rätseln, Witzen und Fragen vermitteln viel Wissenswertes rund um das Apfelanbaugebiet und die rotbackige Frucht. Die drei Apfelmaskottchen Fredi, Lisi und Emmi begleiteten die Gruppe auf dem abwechslungsreichen Rundweg. Drei Menüs gab es im Restaurant und Hotel Krone am Bodensee zur Auswahl: Steak vom Thurgauer Apfelschwein, Nussbutter, Spargel und Rosmarinkartoffel, Flammkuchen mit Thurgauer Blattsalat oder Zanderknusperli, Tartarsauce, Gemüse, Kräuter und Salzkartoffeln.

Dölf Gabriel, Wanderleiter

MARKTPLATZ Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00

ter zugeschaut, statt sicher die Strasse zu queren. Die Mittagspause war an einem wunderbaren Platz mit Feuerstelle der «Schweizer Familie», Tischen und Bänken. Es liess da wohl sein. Einer kam auf krumme Gedanken. Er berichtete über die neuesten Erfindungen und Entwicklungen im Wandersport. Er verfüge jetzt über einen motorisierten Gehilfen, den er in den Steigungen einsetzen könne, wie bei E-Bikes. Er zeigte dabei seine Drähte und Verkabelung auf der Brust. Nur wie es bei Aprilscherzen so eine Sache ist mit den Lügen, stellte sich heraus, was wohl? Wer hätte da eine Idee? Es war ein Langzeit-EKG-Gerät (aus der Arztpraxis Dr. Dür Hausen am Albis) und half nichts bei der Bewältigung der geforderten 500 Höhenmeter bergauf und der 675 Höhenmeter bergab dieses Wandertages.

Bruno Vogel, Kappel

Weiterhin grösste Schweizer Zeitung

Die «Schweiz am Wochenende» ist mit über 1 Million Leserinnen und Lesern weiterhin die grösste Zeitung der Schweiz. Mit 318000 Lesenden ist der Zeitungsverbund «Nordwestschweiz» von CH Media der reichweitenstärkste Tageszeitungsverbund der Deutschschweiz.

Die «Schweiz am Wochenende» erreicht durchschnittlich 1034000 Leserinnen und Leser. Diese Nettoreichweite entspricht fast jeder fünften Person in der Deutschschweiz. Damit ist der samstags erscheinende Titel von CH Media und ihren Kooperationspartnern weiterhin die mit Abstand meistgelesene Zeitung der deutschsprachigen Schweiz.

«Die Reichweitenzahlen belegen die starke Position unserer Titel im Zeitungsmarkt. Neben der erneuten Spitzenplatzierung der ‹Schweiz am Wochenende› freut uns die Stabilität unserer regionalen Tageszeitungen in einem herausfordernden Marktumfeld ganz besonders. Unsere Zeitungen sind regional fest verankert, weisen eine hohe Leserbindung auf und bleiben eine unverzichtbare Quelle für nationale und regionale Informationen», sagt Michael Wanner, CEO von CH Media. (red)

Ein Frühlingsausflug ins Güetli lohnt sich

Tag der offenen Tür am Samstag, 25. April, und traditioneller Buure-Zmorge am Sonntag, 26. April

Bereits seit vielen Jahren ist das letzte Wochenende im April ein Highlight auf dem Hof. Gäste von nah und fern nutzen die Gelegenheit, um den Frühling im Güetli, Rossau, zu geniessen.

Einladung zum Tag der offenen Tür am Samstag, 25. April Zum Kennenlernen des Güetli werden regelmässig Betriebsrundgänge angeboten. Wer möchte, darf individuell durch die vollen Treibhäuser schlendern oder sich unseren Güetli-Film ansehen. Ein besonderes Einkaufserlebnis bieten der grosse Benefiz-Flohmi mit Qualitätsware und Hand-Made-Ständen sowie der Direktverkauf ab Treibhaus. Unsere Gärtnerinnen und Gärtner beraten dabei gerne rund um Setzlinge und Blumen. Kulinarische Highlights sind Wurst&Pommes, feine Holzofen-Pizza und Kaffee&Kuchen im Gartencafé. Auf die Kinder warten unser grosszügiger Spielplatz, Hüpfburg und Trampolin, Ponyreiten, Bogenschiessen und Streichelzoo. Neu

dieses Jahr: Modellspielwelt mit ferngesteuerten Landwirtschaftsmaschinen – ein Spass nicht nur für Kinder. Am Sonntag, 26. April, findet dann in gemütlicher Atmosphäre das traditionelle Buure-Zmorge mit anschliessendem Gottesdienst zum Tagesmotto «Boden gut – alles gut» statt. Musik und inspirierende Inputs bereichern das Zusammensein. Wer Zeit zum Verweilen hat, ist eingeladen zum anschliessenden Grillieren – entweder mit Mitgebrachtem oder vom Güetli-Buffet. Auch am Sonntag finden Betriebsrundgänge statt (ohne Verkauf) und auf die Kinder warten Spielplatz, Hüpfburg, Ponyreiten und Modellspielwelt. Das Lebenshaus mit dem Betriebszweig Güetli-Hof freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Dorothea Keil

Samstag, 25. April, 10 bis 16 Uhr, Sonntag, 26. April, 9.30 bis 15.30 Uhr, Lebenshaus Güetli, Baarerstrasse 8, Mettmenstetten

steht vor blühenden Birnenbäumen. (Bild zvg)
Wandergruppe an der Sägenbrücke, den Meerenbach querend. (Bild zvg)

2-RAD FRÜHLINGSAUSSTELLUNG

24.-26.April

• Bikes und Motorräder testen

• Neu: FOX Bekleidungs-Shop

• Festwirtschaft mit knusprigen Pizzen und kühlen Getränken

• Gumpimatte für die Kleinen

Türöffnung: 12.00 Uhr (Verpflegungsmöglichkeit)

Konzertbeginn: 13.30 Uhr, Eintritt frei / Türkollekte

OffeneFrühlingstüren

Willkommenzuden Güetli-Erlebnistagen

Samstag, 25. April2026,10.00 –16.00 Uhr: Flohmi –Blumenverkauf ab Treibhaus –Hüpfburg Bratwurstund Pommes– Streichelzoo –Ponyreiten –Traktoren-Modellwelt

Sonntag, 26. April2026,9.30 –15.30 Uhr: Buurezmorge– festlicherGottesdienst zumThema «Guter Boden» –Bräteln –Rundgänge –Hüpfburg guetli-rossau.ch

KAUFE AUTOS & WOHNMOBILE

Tel. 079 777 97 79 (Mo–So) auch Busse, Lieferwagen, Jeeps, Geländewagen und LKW.

Seriös  Schnell  CH-Unternehmen

Zewo-Gütesiegel

«Ob im Horner oder Heuet, wer gugge gärä z talus und teschet hiesigi Ruschtig uf. Da chame nume sine, wi fürnähm wers hii.»

Kauderwelsch? Nur wenn man nicht richtig hinhört. Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch

DasheutigeRezept: Kokos-Cake

für20Stücke

Zutaten CAKE

300 gWeissmehl

1PackBackpulver

50 gKokosraspel

1Pr. Salz

150 gZucker

400ml Kokosmilch 1Vanillestängel,Samenausgekratzt ½Zitrone,heissabgespült, abgeriebeneSchaleundSaft

EineCakeformvon30cmLänge

Backpapierfürdie Form

ZutatenTOPPING

250 gMagerquark,überNachtabgetropft 20g Puderzucker 20 gKokosraspel,geröstet

Zubereitung

1. Cake: MehlundalleZutatenbisundmitZuckermischen. Kokosmilchund Vanillesamenheisswerden lassen,abkühlen. Kokosmilch,Zitronenschaleund -saftunterdieMehlmischungheben.Masseindie vorbereitete Formgiessen.

2. Backen: AufderunterstenRilledesauf180°CvorgeheiztenOfens(Ober-/Unterhitze)45–50Minuten backen.Herausnehmenundinder Formca. 20 Minutenabkühlenlassen.Cakeausder Form nehmen,aufdem Kuchengitter ganzauskühlenlassen.

3. Topping: QuarkundPuderzuckerverrühren,MasseaufdemCakeverteilen, Kokosraspel darüberstreuen

WeitereRezeptefindenSieauf www.volg.ch/rezepte/

Fahrschule/ Kurse/ Shop www

Fahrstundenauf dich angepasst. Geschaltet und Automat. In Zürich /Säuliamt. RegelmässigVKU in Obfelden. 044760 06 78

Fahrschule/ Kurse/ Shop

Fahrschule allerKategorien: Auto,Motorrad, Lastwagen, Car, Nothelfer, Verkehrskunde, CZV-Kurse. Telefon044 7615958.

/Selbstverteidigung

Mitdem SSLV Qualitätslabel ausgezeichnete Spielgruppe! Für Kinder ab drei Jahren.Zwergligruppe ab zwei Jahren.RobinsonSpielgruppeauf demBauspielplatz.Elterntreff/zuwa-Gruppe. www.spiel-werkstatt.ch

Herzlich willkommen im Karate-CenterAlbis. Kinder ab 3Jahren, Jugendliche, Erwachsene ab 40 jederzeitmöglich.Tel.044 7614383

PC-Probleme/Internet-Probleme /Viren?Wir helfen Ihnen direkt beiIhnen zu Hause. RufenSie unsauf derkostenlosen Hotlinean: 0800 800815

Fensterund Türschloss-Reparaturen,Service Ersatz, Dichtung, Einstellung,und Einbruchschutz. info@tauber-sicherwohnen.ch,Tel.076 5789008 Kind undFamilie

Nutzungvon Handy, TabletoderPC www.ernst-gerber.ch

massgeschneiderte, individuelle Unterstützunginder Nutzung vonHandy,Tablet, Windows-PC.SBB-App,Parkingpay, Twint, Word usw. Tel./Whatsapp: 079281 76 11,ernst.gerber@gmx.ch

Buchungfür 12 Publikationen Fr.240.–

Erscheintwöchentlich am Dienstag

Im Tessin einen Punkt erkämpft

Fussball, 1. Liga, Gruppe 3: AC Taverne – FC Wettswil-Bonstetten 2:2 (2:1)

Mit der AC Taverne und dem FC Wettswil-Bonstetten trafen sich am vergangenen Samstag zwei formstarke Teams in der Südschweiz zu einem spannenden Verfolgerduell. Nur drei Punkte trennten die beiden Teams vor der Affiche. Während die Säuliämtler vor Wochenfrist die dritte Equipe im Verfolgertrio, den FC Tuggen, gleich mit 5:0 in die Schranken wiesen, konnten die Tessiner gegen das Schlusslicht SV Schaffhausen mit einem wuchtigen 7:0 ebenso überzeugend reüssieren und blieben in Tuchfühlung mit den Rotschwarzen.

Zweimalige Tessiner Führung

mend ab und die beiden Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Ab und an versuchten die Gastgeber mit dem schnellen Flügelläufer Diarra für Gefahr zu sorgen, doch die Ämtler hielten dicht. Bis zum Ende des Spiels gab es keine nennenswerten Szenen mehr; so endete die Partie in einem gerechten Unentschieden. Mit dem ergatterten Punkt im Tessin und einem nach wie vor starken Torverhältnis bleiben die Zürcher auf Rang 2 der Tabelle, obwohl der FC Tuggen aufgrund eines Sieges zu den Ämtlern aufschliessen konnte.

Am nächsten Spieltag empfängt der FCWB den Nachwuchs des FC St. Gallen auf dem heimischen Moos und ist bestrebt, wieder auf die Siegesstrasse zurückzufinden.

Tuggen) den 2:2-Ausgleich. (Bild Kaspar Köchli)

Sommerliche 25 °C wurden gemessen, als der Unparteiische die Partie eröffnete. Beide Teams starteten energisch ins Spiel. Nach wenigen Minuten schraubte sich Ex-Profi Sabbatini bei einem Corner am höchsten in die Luft und nickte zur Führung für die Hausherren ein. Die Zürcher zeigten sich unbeirrt und kamen innert weniger Minuten zu mehreren guten Möglichkeiten. Figueiredo und Vukasinovic scheiterten beide am stark parierenden Torhüter Peev. Nach einer guten halben Stunde konnte eine Flanke Hagers nicht geklärt werden, Bellis nutzte die Unaufmerksamkeit in der Tessiner Hintermannschaft und spitzelte die Kugel am Taverne-Goalie vorbei zum verdienten Ausgleich ins Tor. Die Partie blieb intensiv. Kurz vor der Pause wurde die WB-Abwehr mit einem langen Ball überspielt und Diarra erzielte mit dem Pausenpfiff die abermalige Führung für das Heimteam. Die Gäste kamen trotz des Rückschlages kurz vor dem Seitenwechsel mit breiter Brust aus der Kabine. Nach nur wenigen Minuten erhielt Captain Peter an der Strafraumgrenze den Ball und zirkelte das Leder mit links in die weite obere Ecke. Das Fanionteam der Rotschwarzen reagierte mit starker Mentalität und konnte erneut ausgleichen. In der Folge flachte die Partie zuneh-

Wieder eine knappe Niederlage

Fussball, 3. Liga, Gruppe 1: FC Affoltern I – FC Freienbach II 1:2 (0:0)

Nachdem in den ersten beiden Partien der Rückrunde insgesamt nur ein mickriger Punkt geholt werden konnte, war das Fanionteam bestrebt, im ersten Heimspiel des Kalenderjahres eine gute Leistung zu zeigen und das eigene Punktekonto zu erhöhen. Die Aufgabe war allerdings alles andere als einfach. Es gastierte die zweite Mannschaft des FC Freienbach, welche sich mitten im Aufstiegsrennen befindet. Vielleicht etwas gehemmt von dieser Ausgangslage startete der Gast verhalten in das Spiel – der FCA war in der ersten Halbzeit spielbestimmender, hatte den Ball mehr und gewann mehr Zweikämpfe. Bereits nach zehn Minuten kam Stefanovic zu einer ersten Grosschance, die er leider nicht verwandeln konnte.

Nach einer halben Stunde wurde Eigenmann in Szene gesetzt, welcher den Ball cool in die lange Ecke schob und bereits das vermeintliche 1:0 bejubeln wollte – ehe der Pfiff des Schiedsrichters

Cédric Dreifuss - ein sicherer Rückhalt, bei den Gegentoren jedoch machtlos. (Bild Ruth Aegerter)

erklang, welcher auf Abseits entschied. So ging es torlos in die Pause und auch nach dem Seitenwechsel hielt sich der FCA gut im Spiel. In der 60. Minute brachte Aegerter einen Freistoss auf den zweiten Pfosten, wo Milicic das Kopfball-

duell gewann und zum verdienten 1:0 für die Hausherren einköpfte. Um im Aufstiegsrennen weiter dabeizubleiben, mussten die Märchler nun mehr für das Spiel machen und genau das taten sie auch. Nach ein paar vergebenen Halb-

Claudius Brüniger, FCWB

Matchtelegramm: Campo Comunale, Taverne. FCWB: Thaler, Brüniger (57. Studer), Brunner, Waser, Stettler, Loosli, Peter, Hager (69. Lewis), Bellis (57. Di Battista), Vukasinovic, Figueiredo (87. Wick)

Weitere WB-Resultate: FCWB 2 – Oberrieden 1 8:0, Höngg 3 – FCWB 3 2:1, Blue Stars – Juniorinnen D/9 9:0, Jun. A (YL) – Red Star 1:1, Team March – Jun. Ba 0:7, Sen. 30+ – Kilchberg-Rüschlikon 1:2, Affoltern a/A – Sen. 40+ 2:2

chancen tauchte Topstürmer Markic sträflich frei vor dem FCA-Tor auf und schob zum Ausgleich ein. Doch das sollte nicht alles sein. Nach einem Ballverlust kurz vor Schluss im Aufbauspiel der Gastgeber schaltete der FC Freienbach blitzschnell um und konnte nur noch mit einem Foul im Sechzehner gestoppt werden. Den anschliessenden Elfmeter verwandelte Mendy souverän zum 1:2-Endstand. Eine bittere Niederlage für die aufopfernd und gut kämpfenden Ämtler. Der FCA bedankt sich bei den zahlreich erschienenen Fans am Sonntagnachmittag. Obwohl man sich wieder geschlagen geben musste, hofft das Fanionteam weiterhin auf eine so tolle Unterstützung von aussen. Als Nächstes steht das Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des FC Horgen an. Der erste Rückrundenerfolg scheint greifbar.

Luca Angelillo, FCA

Sportlicher Triumph trifft auf bittere Vereinsrealität

Volley S9 Damen ZM werden Zürcher Meisterinnen – Zukunft dennoch ungewiss

Das Damen-ZM-Team von Volley S9 hat in der Saison 2025/26 eindrucksvoll den Zürcher Meistertitel gewonnen. Bereits vor dem letzten Saisonspiel gegen die Lemon Chicks in Zürich stand fest: Der Titel ist dem Team nicht mehr zu nehmen. Dennoch reiste das Team hoch motiviert aus Bonstetten an, entschlossen, die erfolgreiche Saison mit einem weiteren Sieg abzuschliessen.

Früh in Führung

Der Start in die Partie verlief vielversprechend. Das Team ging früh in Führung und schien den ersten Satz bereits sicher zu haben. Doch plötzlich häuften sich die Eigenfehler – der Vorsprung schmolz dahin, kippte und verwandelte sich in einen Rückstand. Am Ende ging der Satz überraschend mit 26:24 an das Heimteam aus Zürich. Nach dem Seitenwechsel war eine Reaktion gefragt. Das Rezept hiess, den verlorenen Satz abzuhaken und neu zu beginnen. Und tatsächlich: Wie schon im ersten Durchgang erspielten sich die Damen aus dem Säuliamt zunächst eine klare Führung. Doch erneut kam es zu einer Schwächephase. Dieses Mal gelang es jedoch, den Einbruch rechtzeitig zu stoppen. Dank gezielter Timeouts und taktischer Anpassungen retteten sich die Gäste zu einem knappen 25:23-Satzgewinn. Mit dem Ausgleich im Rücken fand das S9-Team im dritten Satz endgültig

zu seiner Stabilität zurück. Die Spielerinnen liessen nichts mehr anbrennen, kontrollierten das Spielgeschehen und entschieden den Durchgang souverän mit 25:17 für sich. Nun war der Widerstand der Zürcherinnen gebrochen. Im vierten Satz dominierten die Bonstetterinnen nach Belieben und sicherten sich

mit einem klaren 25:10 nicht nur den Sieg, sondern auch einen würdigen Abschluss einer herausragenden Saison. Der Meistertitel ist das Resultat von Teamgeist, Konstanz und jahrelangem Engagement. Doch so gross der sportliche Erfolg ist, so unsicher gestaltet sich die Zukunft des Teams. Hinter den Kulissen sorgt eine Entscheidung des Vereinsvorstands von Volley S9 für Unruhe: Das Team, das seit über 20 Jahren jeweils am Mittwochabend trainiert, muss seine angestammte Halle nach den Frühlingsferien räumen. Als Grund nennt der Vorstand den gestiegenen Platzbedarf im Nachwuchsbereich. Für die Spielerinnen kommt Aufgeben jedoch nicht infrage. Im Gegenteil: Gerade nach dieser erfolgreichen Saison ist der Zusammenhalt stärker denn je. Das erklärte Ziel ist klar –das Team will zusammenbleiben und den Meistertitel in der kommenden Saison verteidigen, auch unabhängig vom bisherigen Verein. Der sportliche Höhepunkt wird somit gleichzeitig der Beginn eines neuen Kapitels sein.

Nadia Gurtner, Volley S9 Bonstetten

Mit seinem 17. Saisontreffer erzielte Flavio Peter (hier sein Tor gegen
Sind Zürimeister: Die Damen des Volley S9 Damen ZM aus Bonstetten. (Bild zvg)
ÄMTLER FUSSBALL

Obfelden gewinnt Spitzenkampf und übernimmt Tabellenführung

Effizientes Spiel im Ries bringt Obfelden trotz weniger Schlagpunkte den Sieg und die Tabellenführung Im Meisterschaftsspiel vom 19. April 2026 setzte sich die HG Obfelden im Spitzenkampf gegen Krauchthal-Hub B durch. Nach den ersten zwei Ries lag Obfelden mit 18 Punkten im Rückstand. Auch am Ende hatte Krauchthal-Hub B mit 38 Punkten mehr die höhere Schlagpunktzahl. Entscheidend war jedoch das Geschehen im Ries: Der Gegner konnte eine schnelle «4» nicht abtun und kassierte damit einen Nummero.

Obfelden blieb über das ganze Spiel hinweg konzentriert und nutzte diesen Fehler konsequent aus. Trotz weniger Schlagpunkte sicherte sich die Mannschaft so den Sieg. Mit diesem Erfolg übernimmt Obfelden die Tabellenführung.

Wädi Müller überzeugte erneut und holte sich den Tagessieg. Im Gesamtklassement liegt er aktuell auf Rang 3. Ebenfalls starke Leistungen zeigten Yannick Binggeli und Marc Kölliker, die wichtige Punkte zum Teamerfolg beitrugen.

•ErkundungderAlbiskette unddesSihlwalds

•Übernachtunginder Natur

•Wissenswertesüberden Wald

•OrientierungmitKarteund Kompass

•Outdoor-Skillserlernen

Buchstabensalat

ID FC HN EK CE WR FA SE LN NR FW REU AH RE OLO BLR O TE IE WG DN EHE UL GEG HX MH HI TA DI EL KFS EI CU Y HA CC SWS TB GA OL ZW LN D YR SM OTSC AL RSNEO PE A IB MA SR NAHRH AF TH IN T EE UG OO BCC ED LB ENTN I RI AV IP SR SN NT WU EE OO RTR RA ST EE LH ASA ND SN GI KC ERE IV ZL AD EN GE N

ATLAS BEIWOHNEN DANZIG DREHARBEIT FASELN

GLUEHEND GRABUNG HAUER KLEID LADEN

LHASA NAHRHAFT NOTHELFER OXYDATION RASTE

RAUMSCHIFF SCHABE SCHLAFLOS SONNENUHR SPORTWAGEN

VIERECKIG VORSTEHER WASCHEN WECKEN ZERBROCHEN

IndiesemRätselsindalleobenstehenden Wörter versteckt.Siekönnensich waagrecht,senkrecht,diagonal, vorwärts,rückwärtsundineinanderübergehend verbergen.Dieübriggebliebenen BuchstabenergebeneinZitat oderSprichwort

Marc Kölliker, HG Obfelden Die Protagonisten der HG Obfelden: (von links) Yannick Binggeli, Wädi Müller und Marc Kölliker. (Bild zvg)

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
029_2026 by AZ-Anzeiger - Issuu