CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 313 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 29 I 178. Jahrgang I Dienstag, 9. April 2024
Immer mehr Nachwuchs
Reger Andrang beim Gibelschwinget
In Ottenbach hat eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einen Kredit für einen vierten Kindergarten gutgeheissen. Seite 3
1500 Personen sahen zu, wie Armon Orlik aus Maienfeld den Wettkampf ob Bonstetten gewann. Seite 15
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Millionen Franken im Plus ist die Rechnung 2023 der Stadt Affoltern. Seite 9
Eine Abstimmung gerät zum Debakel
«Die Förderung der Biodiversität ist keine Hexerei.»
Unsaubere Abstimmungsunterlagen werden für die Gemeinde Wettswil zum Bumerang
Deliah Boon, Umweltsekretärin.
Livia HäberLing
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(Bild zvg)
Am 19. November 2023 stimmten die Wettswilerinnen und Wettswiler über drei kommunale Vorlagen ab. Darunter auch über die Bau- und Zonenordnung (BZO) «Weierächer-Grabmatten». In den Leserbriefspalten des «Anzeigers» meldeten sich im Vorfeld einzelne Gegner zu Wort, die die Vorlage zur Ablehnung empfahlen; zu ihnen gehörten etwa alt Gemeindepräsident Hanspeter Eichenberger oder die SVP Wettswil. Es waren kaum mehr als eine Handvoll Voten. Auch ein zustimmendes fand sich darunter: Die FDP Wettswil gab eine Ja-Parole heraus. So weit, so unauffällig. Am Abstimmungsergebnis zeigte sich dann, dass das Geschäft in der Bevölkerung offenbar weit umstrittener ist. Es fiel denkbar knapp aus: Auf 768 JaStimmen kamen 722 Nein-Stimmen. Mit lediglich 46 Stimmen Unterschied und einem Ja-Anteil von 51,5 Prozent wurde die Vorlage gutgeheissen. Erledigt ist die Sache damit allerdings nicht: Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat die Abstimmung zur besagten Bau- und Zonenordnung mit Urteil vom 21. März wieder aufgehoben («Anzeiger» vom 4. April). Das «Ja»-Ergebnis wird somit ungültig. Aufgehoben wurde mit dem Urteil auch der Beschluss des Bezirksrats vom 19. Dezember 2023. Dorthin waren Daniel und Hermann Baur aus Wettswil bereits Anfang Oktober gelangt. Damals forderten sie, die anstehende Abstimmung zur BZO sei «auszusetzen», bis der Gemeinderat den Beleuchtenden Bericht zu diesem Geschäft überarbeitet habe. Ihr Vorwurf: Im Bericht werden den Stimmberechtigten wesentliche Informationen vorenthalten. Nach der Abstimmung forderten sie, das Resultat sei aufzuheben und das Geschäft zu wiederholen. Als der Bezirksrat die Beschwerde abwies, zogen die Brüder Baur den Entscheid weiter ans Verwaltungsgericht.
Neue Website
An der Hanglage unterhalb der entstehenden Alterswohnungen (Bildmitte) will die Stadt Zürich bauen. (Bild Stefan Felder) Hintergrund dieses Geschäfts ist das Grundstück «Weierächer-Grabmatten», das in den nächsten Jahren überbaut werden soll. Das Areal bietet Wohnraum für mehr als 1000 Personen – es ist für Wettswil mit seinen rund 5300 Einwohnenden also von prägender Grösse. Doch seit die Stadt Zürich (die grösste Grundeigentümerin) im Jahr 2012 ihre Bauabsicht kundgetan hat, ist nicht klar, wie das Areal vom Norden her erschlossen werden soll. Und bis die Erschliessung nicht geklärt ist, darf nicht gebaut werden. Bis vor der Abstimmung im November lagen zwei Zufahrtsvarianten auf dem Tisch – beide umstritten. Und zwar offenbar nicht nur bei den Anwohnenden, die den Verkehr vor der Haustüre hätten, sondern auch in anderen Teilen der Bevölkerung. Bemängelt wird, dass die Variante, die von der Ge-
meinde favorisiert wird, unübersichtlich und deshalb gefährlich sei.
Gemeinde verschwieg ihre Absicht Der Vorwurf der beiden Rekurrenten: Mit einem «Ja» zur Bau- und Zonenordnung habe die Stimmbevölkerung einen Vorentscheid zugunsten des Gemeinderats gefällt – und zwar unwissentlich. Anhand der geplanten Umzonungen werde die zweite Erschliessungsvariante verunmöglicht. Allerdings sei dieser Fakt im Beleuchtenden Bericht nicht offengelegt worden. Lediglich aus Plänen sei dies ersichtlich gewesen. Diese Pläne seien in den Unterlagen zur Abstimmung allerdings nirgends erschienen. Die Gemeinde stellte die Ausgangslage im Beleuchtenden Bericht anders
dar: Mit einem Ja zur BZO werde noch kein Vorentscheid für eine der beiden Varianten getroffen, behauptete sie. Welche Linienführung sie für die (umstrittene) Zufahrtsstrasse nun plante, gab sie nicht an. Nur aus einem einzigen Satz war mit entsprechendem Vorwissen herauszulesen, dass ein Ja die Weichen für die von der Gemeinde favorisierte Variante stellen würde. Das Verwaltungsgericht hat die Gemeinde wegen dieses Vorgehens nun zurückgepfiffen. Der Mangel wiege schwer, heisst es im Urteil. Noch ist offen, ob die Behörde das Urteil akzeptiert oder ob sie es weiterzieht. Was steckt hinter den jahrelangen Querelen, die nun in dieser Fehlleistung gipfelten?
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Geniessen und Das «Märtkafi» öffnet wieder verweilen im «Aff» Im Glashaus in Affoltern zwischen McDonalds und Coopark war einst der «Coop Bau+Hobby» einquartiert. Nach dessen Schliessung hatte «Conforama» die Räumlichkeiten, die unterirdisch bis in den Bauch des Einkaufszentrums führen, als Lagerhalle angemietet. Nun hat das Möbelhaus im Februar jedoch seinen Standort in Affoltern geschlossen, womit die Räume erneut frei geworden sind. Zugeschlagen haben Alfi Calabrese und Micha Federle. Beide haben Erfahrung in der Einführung neuer Gastro-Konzepte und haben in der Vergangenheit schon mehrfach zusammengearbeitet. Nun machen sie erneut gemeinsame Sache. Im Glashaus werden bald Drinks geschlürft und unbeschwerte Stunden genossen. Ihr neues Lokal «Aff» feiert am Freitag Eröffnung. (lhä)
Die Stadt Affoltern und die Primarschule haben ihre Website aufgefrischt und bieten seit gestern teilweise schnellere Zugriffe auf bestimmte Funktionen. Weiterhin bietet der Webauftritt der Stadt Affoltern einen Überblick über alle Vereine, Firmen, Restaurants und politische Parteien. Auch weiterhin lassen sich auf der Website E-Mail-Benachrichtigungen abonnieren. Aktuell nutzen zum Beispiel schon über 200 Personen die Benachrichtigung zur nächsten Abfallsammlung. Aber auch Medienmitteilungen oder Neuigkeiten lassen sich abonnieren. Zentral ist auf der Website die Suchfunktion. «Mehr als drei bis vier Klicks sollten nicht notwendig sein, um das Gesuchte zu finden», sagt Cheyenne Wyss, Sachbearbeiterin Kommunikation bei der Stadt Affoltern. Neue Websites sind aktuell auch in Mettmenstetten und Rifferswil geplant. (red)
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Der Wochenmarkt in Affoltern musste ohne das «Märtkafi» in die Saison starten. Doch nun gibt es für das Lokal neue Pächter: KulturAffoltern und das Familienzentrum Bild: zvg übernehmen. Am Samstag wird Eröffnung gefeiert. (lhä) Seite 11
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