CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 27 I 179. Jahrgang I Dienstag, 8. April 2025
Briefe aus dem Gefängnis
Kinder, zückt die Buntstifte!
Dietrich Bonhoeffer war beteiligt am Widerstand gegen das Nazi-Regime, wofür er hingerichtet wurde. Sein Todestag jährt sich zum 80. Mal. Seite 5
Das bunte Osterhasen-Malen steht wieder an. Die besten Einsendungen werden publiziert. Zehn Schoggihasen gibt es auch zu gewinnen. Seite 12
Wohneigentum auch im Säuliamt immer unerschwinglicher Die Knappheit dürfte sich vorerst laut einer UBS-Studie weiter verschärfen daniel vaia
In drei Gemeinden ist es besser
«Die finanzielle Tragbarkeit wird zu einer immer grösseren Hürde.» Thomas Rieder, UBS-Ökonom
fläche und einer anfänglichen Belehnung von 80 Prozent). In die Kategorie «Nicht tragbar» fallen generell alle Gemeinden rund um Zürich-, Greifen-, Pfäffiker- und Zugersee sowie viele Gemeinden, die dazwischen liegen oder an Seegemeinden angrenzen. Für ihre Studie haben die Immobilien-Experten der
Erfolgreiche Hilfe für die Ukraine
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«Mein gewachsenes FCA-Herz blutet.» Seite 17 Boris Jevremovic, scheidender Trainer des FC Affoltern. (Bild zvg)
Nur in Stallikon läuft recht wenig
Die Nähe zu den Städten Zürich und Zug und die geografisch attraktive Lage hat die Wohneigentumspreise im Säuliamt in den letzten Jahren zum Teil massiv ansteigen lassen. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Laut einer Studie der Grossbank UBS haben mittlerweile selbst Haushalte mit einem überdurchschnittlichen Bruttoeinkommen von 200 000 Franken im Jahr Mühe, im Grossraum Zürich ein passendes Kaufobjekt zu finden.
In gerade mal 3 von 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern finden Gutverdienende derzeit noch bezahlbares Wohneigentum: in Ottenbach, Obfelden und Maschwanden. Zumindest statistisch gesehen. Zu diesem Schluss kommt die UBS-Immobilienstudie Focus 2025. In den übrigen elf Gemeinden gilt neues Wohneigentum selbst bei einem Haushalteinkommen von jährlich 200 000 Franken als «nicht tragbar» (Berechnungsgrundlage: ein durchschnittliches Objekt mit 110 Quadratmetern Wohn-
80
Millionen Franken hat die Erweiterung der Kantonsschule Limmattal gekostet.
Wettswil in der Abendsonne: Auch in diesem Jahr dürften die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser weiter steigen. (Archivbild Daniel Vaia) UBS die Wohneigentumspreise der Gemeinden im Grossraum Zürich und die Reisezeiten ab Hauptbahnhof Zürich ausgewertet. Ergebnis: «Gemeinden mit einem tragbaren Preisniveau gibt es erst ab einer Fahrzeit von rund 20 Minuten ab Zürich.» Rechnet man mit 30 Minuten Fahrzeit ab Zürich, so befinden sich tragbare Objekte in erster Linie in Gemeinden im Norden Zürichs, im angrenzenden Aargau sowie in den erwähnten Gemeinden Ottenbach und Obfelden. Deutlich mehr Gemeinden sind es bei einer Fahrzeit von 45 Minuten ab Zürich (darunter Maschwanden). Als «tragbar» und gleichzeitig «überdurchschnittlich attraktiv» werden in diesen Betrachtungen als einzige Ortschaften Baden und
Aarau bezeichnet. Ähnlich angespannt wie im Grossraum Zürich ist die Situation rund um Genf und im gesamten Genfersee-Bogen. Im Raum Basel ist es «nur» in der Stadt selber und im direkten Umfeld wirklich teuer. Im Gegensatz dazu gilt rund um Bern das gesamte direkte Einzugsgebiet als tragbar (mit wenigen Ausnahmen, darunter Bern selber).
Tragbarkeit ist Killerkriterium «Die finanzielle Tragbarkeit wird zu einer immer grösseren Hürde», erklärte UBS-Ökonom Thomas Rieder am Donnerstag vor den Medien in Zürich. Schweizweit betrachtet kommen für
Haushalte mit einem Jahreseinkommen von 150 000 Franken nur 31 Prozent der inserierten Objekte mit vier oder mehr Zimmern für einen Kauf infrage. Bei einem Jahreseinkommen von 200 000 wären 49 Prozent der Objekte finanziell tragbar, bei 250 000 Franken 64 Prozent. Gerade jüngere Haushalte «mit weniger akkumuliertem Vermögen verfügen selten über die nötigen finanziellen Mittel und sind gezwungen, den Eigentumserwerb aufzuschieben oder ganz darauf zu verzichten», so die Studie. Entsprechend sei in den letzten Jahren der Anteil der Wohneigentümer unter 65 Jahren deutlich gesunken.
Der dritte Teil der «Anzeiger»-Serie «Das Säuliamt baut» beschäftigt sich mit der Situation in Hedingen, Stallikon, Bonstetten und Wettswil. Ganze 27 Wohnungen konnten in Hedingen in diesem Jahr bereits bezogen werden. Dazu kommen 48 bewilligte oder im Bau befindliche Objekte. In Bonstetten wird derzeit das Mehrzweckgebäude Heumoos realisiert. Die Eröffnungsfeier ist für den 20. September geplant. Auf 96 geplante oder im Bau befindliche Wohnungen kommt man gemäss den Angaben der Gemeinde für Wettswil. Der grösste Teil davon kann in diesem Jahr bezogen werden und befindet sich im Weierächer. Relativ wenig läuft indes derzeit in Stallikon. Aktuell werden nach Auskunft der Gemeinde vor allem kleinere Ersatzbauten bewilligt. Grössere Projekte sind der Gemeinde nicht bekannt. (red)
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Beste Stimmung am Gibelschwinget
Attraktive Zweikämpfe und Auszeichnungen für Säuliämtler
Seit der schockierenden Einstellung der Hilfe der USA in die Ukraine ist das Land umso mehr auf humanitäre Unterstützung von anderen angewiesen. Der gemeinnützige Verein Switlo sammelte in der katholischen Pfarrei St. Mauritius in Wettswil-Bonstetten Hilfsgüter für die vom Krieg betroffene Bevölkerung. Der Verein erhielt verschiedene Hilfsgüter, von Kleidern, Matratzen und Decken bis zu Medizin- und Hygieneartikeln. Mit dem Lastwagen werden die Pakete über Polen und Ungarn in die Ukraine gebracht. Seit der Gründung des Vereins im Jahre 2022 sind rund 83 Lastwagen mit insgesamt 1100 Tonnen an Hilfsgütern in die Ukraine gelangt. (red)
1500 Zuschauerinnen und Zuschauer waren bei schönem, aber leicht kühlem Frühlingswetter dabei, als auf dem Gibel ob Bonstetten am Sonntag das 23. Gibelschwinget über die Bühne ging. Rund um die Sägemehlringe gedieh die Stimmung trotz kühler Temperaturen ebenso prächtig wie in der beheizten Festwirtschaft – auch dank der Darbietungen des Jodlerklubs Affoltern und der Drei-Mann-Alphornbläservereinigung Zug. In sportlicher Hinsicht wurden ab dem Anschwingen sehr attraktive Zweikämpfe auf den drei Sägemehlringen gezeigt. Für den Schwingklub am Albis gab es zwei schöne Auszeichnungen zu feiern. (red)
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Mit dem Tagessieger in der Mitte (von links): Munispender Hugo Trachsler, Domenic Schneider mit Siegermuni «Manitu» und Munispender Reto Bernhard. (Bild Nico Vollenweider)
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