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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

ag Samst n e s e i D m auf de platz, n e Kron rn a. A. Affolte 7 Uhr 1 10 bis

Samstag, 11. April 2026

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 26 I 179. Jahrgang I Donnerstag, 9. April 2026

Grosses Familienfest

Weiter grosse Zuversicht

Der Sci Club Italiano Affoltern am Albis war in Festlaune und feierte den Jahresabschluss. Seite 7

Die SVP im Bezirk hat sich verjüngt. David Vogelsanger hat das Amt des SVP-Bezirksvorsitzenden an Stefan Locher übergeben. Seite 8

Waldschutz in Madagaskar erfolgreich umgesetzt Ades ist führend in der Kocherproduktion und feiert sein 25-Jahre-Jubiläum Marianne Voss Als Regula Ochsner aus Ottenbach vor vielen Jahren für eine private Reise nach Madagaskar reiste, war sie schockiert. Zahlreiche der schönen Wälder, die sie von anderen Aufenthalten kannte, waren verschwunden. Die Gründe dafür waren Rodung für Landwirtschaft, Bautätigkeiten oder Energiebedarf für das Kochen. Traditionell wird in Madagaskar auf dem offenen Feuer gekocht, was betreffend Holzverbrauch ineffizient ist. 2001, also vor 25 Jahren, gründete Regula Ochsner den Verein Ades, was für Association pour le Développement de l’Energie Solaire steht. Zu Beginn waren im Verein Freiwillige engagiert, die Arbeit richtete sich vor allem auf die Herstellung von Solarkochern aus. Im Laufe der Jahre wuchs die Organisation, wurde professionalisiert und erhielt den Geschäftssitz in Mettmenstetten. Statt der teuren und umständlichen Solarkocher begann die Produktion der Holz- oder Holzkohlekocher. Sie sind handlich, bündeln die Wärme optimal und reduzieren somit den Holzverbrauch um 50 Prozent.

Kocher spart pro Jahr eine Tonne Holz Jetzt feiert die Organisation Ades ihr 25-Jahre-Jubiläum. Seit 2022 ist Luc Estapé als Geschäftsführer im Einsatz. «Das Thema von Ades ist der Schutz des Waldes in Madagaskar», fasst er zusammen. «Die Kocher bewähren sich nach wie vor und sind unser Kerngeschäft.» Ades sei der grösste Kocher-Produzent in Madagaskar und im ganzen Land bekannt. «Vor drei Jahren konnte der 500 000. Kocher in Betrieb genommen werden. Letztes Jahr produzierten wir 100000 Kocher.» Jeder Kocher spare pro Jahr eine Tonne Holz. Das bedeute eine grosse Reduktion des Drucks auf den Wald. Ades stellt die Kocher an drei Standorten in Madagaskar her. In den Bereichen Produktion, Administration und

Familie Horst belebt Felsenegg

«Über 100 Kinder werden aktuell betreut.» Seite 6 Lea Frey, Verein Tageseltern Bezirk Affoltern. (Bild Regula Zellweger)

Jurte schenkt Eltern Raum In der Kinder-Reha Schweiz in Affoltern ist eine Jurte als Rückzugsort für Eltern entstanden – ermöglicht durch eine Spende. Der Bedarf ist gross: Immer mehr Eltern begleiten ihre schwer kranken Kinder rund um die Uhr. Doch bisher fehlten Räume für Ruhe und Gespräche. (red.)

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Vereinspräsident Herbert Blaser mit einem Ades-Sparkocher zusammen mit Geschäftsführer Luc Estapé. (Bild Marianne Voss)

«Es macht mir Freude, mich auf diese Weise für etwas Nachhaltiges einzusetzen. Die Arbeit ist spannend, vor allem, weil wir auch unternehmerisch tätig sind.» Herbert Blaser, Präsident Verein Ades

arbeitet eng mit myclimate zusammen und erhält dank der Zertifizierung Gelder aus CO2-Kompensationzahlungen von Firmen oder Privatpersonen. Die Kocher werden in Madagaskar nicht verschenkt, aber zu einem sehr geringen Preis verkauft. Inzwischen hat Ades sein Engagement in Madagaskar ausgeweitet und setzt sich auch für den Umweltunterricht an Schulen und die Aufforstung ein. Pro Jahr werden 300 000 Bäume verschiedener Arten gepflanzt.

Gefeiert wird in Madagaskar

Verkauf sind 263 Personen beschäftigt. Sie alle erhalten vom sozialen Arbeitgeber ein sicheres Einkommen. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden und den Verkauf von CO2-Zertifikaten. Ades

Herbert Blaser, Präsident des Vereins Ades, arbeitet ehrenamtlich und ist überzeugt von den erfolgreichen Projekten. «Es macht mir Freude, mich auf diese Weise für etwas Nachhaltiges einzusetzen. Die Arbeit ist spannend, vor allem, weil wir auch unternehme-

risch tätig sind.» Luc Estapé ergänzt: «Unsere Arbeit ist für alle hier im Team befriedigend, denn dank unserem Engagement gibt es in Madagaskar etwas, was es sonst nicht gäbe.» Die beiden berichten aber auch von den Herausforderungen, die sich bei der Tätigkeit in einem sehr armen und korrupten Land stellen. «Wir erleben manchmal Umgangsarten, die für uns eigenartig und schwer verständlich sind. Aber wir haben auch gelernt, damit umzugehen und die andere Kultur ein Stück weit zu verstehen.» Und wann wird das Jubiläum zelebriert? «Das Jubiläum werden wir im Herbst zusammen mit den Mitarbeitenden in Madagaskar feiern und ihnen damit unsere Wertschätzung für ihre Arbeit ausdrücken.»

Rekordkulisse und starke Rennen trotz wechselhaftem Start Der 45. GP Osterhas lockte mit über 400 Teilnehmenden und viel Publikum nach Affoltern. Nach kühlem Start sorgte Sonnenschein für gute Bedingungen. In der Elite setzte sich erneut der Deutsche Jonas Schmeiser durch und bestätigte die Dominanz seines Teams aus Kempten. Die Schweizer Konkurrenz hielt das Rennen lange offen, doch der Sieg blieb in deutscher Hand. Überraschend fuhr der Neuseeländer Christian Rush auf Rang zwei, Dritter wurde Alex Vogel. Junior Dennis Flückiger sorgte mit dem ersten U19-Sieg für den RRC Amt seit 25 Jahren für den lokalen Höhepunkt.

Mit Dennis Flückiger, vorne, gewann erstmals seit 2001 wieder ein RRC-AmtFahrer in der U19-Kategorie. (Bild Martin Platter)

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Deutscher Sieg beim GP Osterhas

Seit 2003 führt die Familie Horst das Ausflugsrestaurant Felsenegg mit viel Herzblut. Was einst in marodem Zustand übernommen wurde, ist heute ein beliebter Treffpunkt. Eltern und Kinder packen gemeinsam an – ob in Küche, Service oder Technik. Bis zu 350 Gäste werden an Spitzentagen bewirtet, im Winter sind es Tonnen von Fondue. Qualität, Bodenständigkeit und persönlicher Einsatz prägen den Betrieb – und machen die Felsenegg zu einem Ort, an den Gäste gern zurückkehren. Die lange Tradition des Standorts verbindet sich dabei mit moderner Gastfreundschaft. (red)

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Jubilare besucht der Gemeinderat Obfelden pro Jahr. Eine schöne Tradition. Seite 8

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