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025_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Welche Ernährung tut Dir und Deinem Körper gut? Paleo-Challenge im April... GESUNDHEITSZENTRUM GUT www.gut-tut-gut.ch AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 25 I 177. Jahrgang I Freitag, 31. März 2023

Feuer und Film

Jagdgesetz angepasst

Aktive Mitglieder fehlen Strom eingespart

Ligaerhalt im Fokus

Feuerwehrleute aus dem Bezirk Affoltern sind in einem neuen Imagefilm zu sehen. > Seite 3

Ab morgen Samstag gilt im Kanton Zürich eine neue Leinenpflicht für Hunde. Seite 7

Die SAC Sektion Am Albis schaute an der Generalversammlung auf das Vereinsjahr zurück. > Seite 12

In Bonstetten stehen am Samstag wichtige Spiele für die Floorball Teams an. > Seite 25

2022 rief der Bund dazu auf, Strom zu sparen – das hat die Stadtverwaltung Affoltern getan. > Seite 13

Neue Kunststoffsammlung startet Das Pilotprojekt hätte schon 2022 kommen sollen – noch ist das Bundesgericht involviert Bisher gelangte Plastik vor allem in die Kehrichtverbrennungs­ anlage – nun gibt es im Säuliamt ab morgen eine Alternative dazu. Von luc Müller Schon heute trennen die Schweizer fleissig den Abfall: 96 Prozent des Altglases werden wiederverwertet, bei PET-Getränkeflaschen sind es über 80 Prozent. In einigen Gemeinden der Schweiz, so auch im Kanton Zürich, wird vereinzelt schon Kunststoff gesammelt – aber noch nicht ­flächendeckend. Und so liegt die schweizweite Recyclingquote erst bei 11 Prozent. Jährlich werden 690 000 Tonnen Kunststoffabfall in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt, wobei Strom und Fernwärme entsteht – aber auch schädliches CO2. Nur 90 000 Tonnen werden aktuell recycelt. Bisher haben im Säuliamt zwei Privatfirmen Sammelsäcke für die ­ Kunststoff-Sammlung angeboten. Nun übernimmt das Dienstleistungscenter Amt (Dileca) diese Kunststoffsammlung alleine: Ab morgen Samstag, 1. April, startet in den 14 Gemeinden im Bezirk Affoltern die separate Sammlung von Kunststoffabfällen, die bisher fast ausschliesslich im normalen Kehrichtsack gelandet sind. Die Sammlung läuft als Pilotprojekt bis Ende 2025 – danach wird über eine definitive Kunststoffsammlung entschieden.

Bisher wird nur wenig Plastik recycelt Der Grund: Nur wenn der Plastik richtig verwertet wird, ist eine Separatsammlung wirklich sinnvoll für die Umwelt, wie die Baudirektion des Kantons Zürich mitteilt. «Wichtig für ein ökologisch sinnvolles Plastik-Recycling ist, dass ein möglichst hoher Anteil der gesammelten Kunststoffabfälle tatsächlich wieder für die Herstellung möglichst hochwertiger neuer Kunststoffprodukte verwendet werden kann», schreibt die Baudirektion weiter. Heute liege dieser Anteil bestenfalls bei 50 Prozent. Denn die Auf­ trennung des aus den verschiedensten Plastik­-Arten zusammengesetzten Kunststoffabfalls zu sortenreinem, qualitativ hochstehendem Ausgangsmaterial für neuen Plastik sei technisch sehr ­anspruchsvoll. Nun hat das kantonale Amt für ­Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel)

Asyl-Wohnung: Rekurse erfolgreich Der Beschluss des Gemeinderats Mettmenstetten, für gut eine Million Franken eine 5½-Zimmer-Wohnung zu kaufen, um darin Asylsuchende unterzubringen, hat ein grosses Echo ausgelöst. Von «achtlosem Umgang mit Steuergeldern» war in den Leserbriefspalten des «Anzeigers» die Rede, aber auch von einem «strategisch weisen Entscheid». 53 Rekurrentinnen und Rekurrenten störten sich am Vorgehen des Gemeinderats. Zu Recht, wie der Bezirksrat am Dienstag entschieden hat: Beim Kauf handle es sich nicht um eine gebundene Ausgabe, wie der Gemeinderat in Anlehnung an entsprechende Aussagen aus der kantonalen Sicherheitsdirektion befunden hatte, sondern um eine neue – und als solche übersteigt sie die Finanzkompetenz des Gemeinderats und müsste an die ­Gemeindeversammlung. Ob der Gemeinderat die Vorlage ­tatsächlich vors Volk bringen oder stattdessen andere Alternativen verfolgen will, das bleibt allerdings ihm überlassen. Eine Option ist auch die Anfechtung des Bezirksrats-Entscheids vor dem Verwaltungsgericht. Dafür bleiben ­ dem Gemeinderat nur noch fünf Tage ­Bedenkfrist. (tst.)

In diesen gelben Containern können die Kunststoff-Sammelsäcke deponiert werden. (Bild Dominik Stierli) > Bericht auf Seite 3 zusammen mit dem Verein Schweizer Plastic Recycler Standards definiert. Gemeinden können von den Entsorgern die Einhaltung der Standards einfordern und so sicher sein, dass eine Separatsammlung ökologisch Sinn macht. Der Anteil des gesammelten Kunststoffs, der als Sekundärrohstoff (Kunststoffgranulat) zurück in den Kreislauf geht, soll mindestens 50 Prozent betragen und ab 2030 schrittweise auf 70 Prozent steigen, wie die kantonale Baudirektion informiert.

Neu nur noch Dileca zuständig Und so läuft die freiwillige Sammlung: Wer die Kunststoffabfälle nicht mehr in den üblichen Kehrichtsack stecken will, kauft einen Kunststoff-Sammelsack: Ein 35-Liter-Sack kostet Fr. 1.70. Diese Säcke muss man dann selber zu den bezeichneten Sammelstellen der Gemeinde bringen und dort in den neuen gelben Containern entsorgen. Für die neue Kunststoffsammlung ist das Dienstleistungscenter Amt (Dileca) zuständig, das bisher schon die Kehrichtabfuhr und die Grünabfuhr in den vierzehn Gemeinden im Bezirk Affoltern sowie in Islisberg und Jonen organisiert. «Kunststoff gehört zum Siedlungsabfall. Diesen einzusammeln, gehört zur Aufgabe der

­ emeinden. Sie haben das EntsorgungsG monopol», erklärt Franz Liebhart, ­Geschäftsführer der Dileca. Im Säuliamt gab es bisher wie erwähnt schon eine Kunststoffsammlung von den Affoltemer Privatfirmen Schmid AG Entsorgung und Recycling, die den Ökihof in Affoltern betreibt, und von der Peter Schmid Baudienstleistungen AG. Beide Firmen verkauften Sammelsäcke für den Kunststoff aus den Haushalten. Das habe in der Bevölkerung teilweise für Verwirrung gesorgt, wie Liebhart betont. «Ab morgen Samstag wird es aber nur noch die offiziellen Kunststoff-Sammelsäcke der Dileca geben», erklärt Franz Liebhart.

Bundesgerichtsentscheid hängig Nicht nur das Awel empfehle neu die Sammlung von Kunststoffen aus Haushalten, auch die Gemeinden im Bezirk Säuliamt, welche die Dileca tragen, hätten den Wunsch nach dieser Sammlung geäussert. «Der Wunsch ist auch vor allem aus der Bevölkerung gekommen», weiss Liebhart. Im Sommer haben die Trägergemeinden und der Dileca-Verwaltungsrat grünes Licht für eine ­flächendeckende Kunststoffsammlung im Bezirk Affoltern gegeben. Im Februar wurde die Preiserhöhung der

­ ehrichtsäcke auf den 1. April bekannt K gegeben und auch die Gebühren für die Kunststoff-Sammelsäcke festgelegt. Neu kostet ein 35-Liter-Kehrichtsack Fr. 1.90 – das sind 20 Rappen mehr als bisher. Die separate Kunststoff-Sammlung war schon auf den 1. April 2022 geplant. Die Obrist Transport und Recycling AG, die bisher schon für die Kehrichtabfuhr zuständig ist, wird die Kunststoff-Sammelsäcke bei den Gemeinden abholen und bei einem Sammelplatz in Affoltern abladen. Dann braucht es neue Partner: Zuerst benötigt man jemand, der die Säcke zur Sortieranlage ins grenznahe Deutschland transportiert – in der Schweiz gibt es keine eigene Sortieranlage für gemischte Haushaltskunststoffe. Und einen weiteren Partner, der sortiert und den Kunststoff recycelt. Das Verwaltungsgericht hat nach der Ausschreibung die von zwei Bietergemeinschaften offerierten Angebote für diesen zweiten Schritt anders bewertet als die Dileca. Diese folgte dann aber dem Entscheid des Verwaltungsgerichts. Nun klagte die unterlegene Bietergemeinschaft beim Bundesgericht, das noch in diesem Jahr entscheidet. Die hängige Klage habe keine aufschiebende Wirkung, man könne morgen starten, sagt Liebhart.

> Weitere Berichte auf Seite 5

Tückische Krankheit Rekruten lernen

Schafe unterwegs Neue Wirte

Amir, am 1. Dezember 2022 geboren, leidet unter der unheilbaren Krankheit Epidermolysis bullosa dystrophica (EBD). Amir ist ein Schmetterlingskind. Seine Haut ist so verletzlich wie ein Schmetterlingsflügel. Seine Mutter hat sich entschlossen, an die Öffentlichkeit zu treten – damit ihrem Kind offen und herzlich begegnet werden kann. (red.)

Am Rekrutentag der Ämtler Feuerwehren wurden am vergangen Samstag die Neueingeteilten in das Feuerwehrhandwerk eingeführt. In vier Gruppen lernten die Feuerwehr-Novizen und -Novizinnen die Grundlagen. Während früher eine Einsatzübung den Abschluss bildete, beschränkt man sich heute auf die Fachausbildung in vier Themenblöcken. (red.)

Am Mittwochnachmittag zog die Schafherde von Marcel und Melanie Frei vom aargauischen Hagnau via Ottenbach nach Zwillikon. Gut 300 Schafe mit vielen Jungtieren sorgten für ungewohnte Bilder im Dorfzentrum Ottenbachs. Der Weidwechsel verlief gut, einzig ungeduldige Autofahrer sorgten kurz für Probleme. (dst)

Das Restaurant Rössli in Mettmenstetten hat neue Pächter. Die Genossenschaft hat das Ehepaar Valbona und Fazli ­Syla verpflichtet, das in Zürich-Wollishofen wohnt. Er ist 44-jährig, Betriebswirt, Sommelier und seit 20 Jahren in Gastronomie und Hotellerie tätig. Die Ehefrau ist Pädagogin und wird im B ­ etrieb ­mitarbeiten. (red.)

> Bericht auf Seite 7

> Bericht auf Seite 9

> Bericht auf Seite 11

> Bericht auf Seite 15

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