CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 24 I 179. Jahrgang I Freitag, 27. März 2026
CH Media auf Wachstumskurs
Der Diplomat von Kappel
Die Familie Wanner übernimmt das Unternehmen vollständig, während CH Media 2025 den Gewinn deutlich steigert. Seite 3
Abt Wolfgang Joner unterstützte die Reformation mit Verhandlungsgeschick – und fiel dennoch 1531 in der Schlacht bei Kappel. Seite 8
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Franken pro Tag und Nacht: Urs Habegger «propagiert» Ferien im Gotthardstau. Seite 24
Markanter Rückgang der Straftaten im Bezirk
«Als gute Skifahrerin kann man sich vor Sturz retten.»
Häusliche Gewalt ist aber auch 2025 ein Dauerthema – zwei Tötungsdelikte Werner Schneiter
Im Einklang mit der Natur
Während der Kanton Zürich 2025 eine 5-Prozent-Abnahme bei polizeilich registrierten Straftaten verzeichnet, ist der Rückgang im Säuliamt wesentlich grösser: Minus 12 Prozent in der gleichen Periode. Allerdings kamen Fahrzeugdiebstähle, Einbrüche, aber auch Drohung, Nötigung, Vergewaltigungen und sexuelle Handlungen mit Kindern sowie anderes hierzulande häufiger vor als in der Vorjahresperiode.
Nicole und Röbi Eberhard betreiben in Hausen einen biologischen Weinbau, der konsequent auf Nachhaltigkeit und Biodiversität ausgerichtet ist. Mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, Komposttee und tierischer Unterstützung fördern sie ein stabiles Ökosystem. Trotz grossem Aufwand im Nebenerwerb entwickeln sie ihren Rebberg kontinuierlich weiter. Hecken, Bäume und Schafe schaffen zusätzliche Lebensräume und stärken die Widerstandskraft der Reben. Gleichzeitig setzen die beiden auf direkte Vermarktung und innovative Modelle wie Weinabos, um ihren Betrieb langfristig zu sichern. (red)
Rückgang bei Jugendkriminalität Laut der Kriminalstatistik 2025 verzeichnet der Kanton Zürich 104 632 polizeilich erfasste Straftaten – 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Ins Auge stechen insbesondere der Rückgang an Gewaltdelikten (-6 Prozent), Jugendkriminalität (-10 Prozent) und Einbruchkriminalität (-12,5 Prozent) und Vermö-
Häusliche Gewalt: «Da haben wir wöchentlich mehrere Fälle.» Adrian Peterhans, Bezirkschef der Kantonspolizei in Affoltern
In einzelnen Bereichen – etwa bei Vergewaltigungen oder anderer häuslicher Gewalt – ist der Gang zur Polizei häufiger. Die Dunkelziffer ist gleichwohl hoch. (Bild Werner Schneiter) von satten 12 Prozent bedeutet. Gut 40 Delikt-Sparten sind in der Statistik aufgelistet, in fast 30 sind Rückgänge aufgelistet. So verringerte sich die Zahl der Tatbestände gegen Leib und Leben um 25 Prozent auf 135. In diesem Bereich sind zwei Tötungsdelikte zu beklagen (2024: 1).
Velo-, E-Scooter- und E-Bike-Diebstähle gensdelikten (-5 Prozent). Die Kantonspolizei begründet die Abnahme mit gezielten Aktionen und Kontrollen. Auch beim Telefonbetrug zeigten intensive Ermittlungen und Präventionsmassnahmen Wirkung. So haben die vollendeten Betrüge um mehr als 60 Prozent abgenommen. Die Cyberkriminalität sank nur leicht, um 2,5 Prozent, verharrt aber auf hohem Niveau.
Zwei Tötungsdelikte Im Bezirk Affoltern sind im vergangenen Jahr 2307 Straftaten polizeilich erfasst worden – 327 weniger als in der Vorjahresperiode, was einen Rückgang
Seite 23 Lina Kozomara, Freestyle-AerialsAthletin. (Bild Irene Hung-König)
Die Zahl der Vermögensdelikte reduzierte sich um 14 Prozent auf 1509. Hier resultieren bei Taschen- und Trickdiebstahl (22/17), Einbruchdiebstahl (116/112) und Fahrzeugdiebstahl (259/239) Zunahmen. Die Kapo-Mitarbeitenden rapportieren in Affoltern in erster Linie Velo-, E-Scooter- und E-BikeDiebstähle, weniger vergriff man sich an Autos. Sachbeschädigungen, Betrug (217/234) und Erpressung (9/10) sind rückläufig. Handlungen gegen die sexuelle Integrität sind gesamthaft zwar rückläufig, die Zahl sexueller Handlungen mit Kindern ist jedoch von 6 auf 10 gestiegen. Die Polizei wird auch dann tätig,
wenn sexuelle Motive vermutet werden, etwa, wenn ein Kind auf der Strasse von einer fremden Person angesprochen wird («Willst du mitfahren?») – oder wenn Eltern aufgrund von Aussagen der Kinder Verdächtiges melden und Vermutungen in Chats geäussert werden. Laut Adrian Peterhans, Bezirkschef der Kantonspolizei in Affoltern, steht der Polizei hier das sogenannte ViclasSystem zur Verfügung. Dies ist ein Analysesystem zur Verknüpfung von Gewalttaten.
«Wöchentlich mehrere Fälle» Häusliche Gewalt ist auch im Säuliamt ein Dauerthema. «Da haben wir wöchentlich mehrere Fälle», so Peterhans. Die Zahl von Drohungen (+23 Prozent) und Nötigungen (+17 Prozent), Freiheitsberaubung und Entführung (von 2 auf 4 Fälle) ist auch im Säuliamt gestiegen; zumindest ein Teil fällt hier ins Kapitel «häusliche Gewalt». Das Spektrum ist breit: Unter häusliche Gewalt können auch verbale Auseinandersetzungen in der Familie zählen, zwischen Ehepart-
nern, zwischen Eltern und Kindern und Verwandten. Streit muss nicht gleich ein Delikt nach sich ziehen. Liegen aber zum Beispiel Todesdrohungen oder Körperverletzungen vor, so wird der Täter (seltener: die Täterin) verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt. Die Zahl der zur Anzeige gebrachten Vergewaltigungen ist im Bezirk von 3 auf 5 gestiegen. Das neue Sexualstrafrecht ermutigt das eine oder andere Opfer mehr zu einer Anzeige. «Die juristischen Hürden sind da weniger hoch, aber trotzdem: Die Dunkelziffer ist beträchtlich», räumt Adrian Peterhans ein. Eine Zunahme wird in den Bereichen Urkundenfälschung (von 19 auf 32 Fälle) und bei leichten Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (von 58/59) verzeichnet. Gewalt und Drohung gegen Beamte (unverändert 18) sowie Hinderung von Amtshandlungen (erneut 7 Fälle) sind nach wie vor leidige Themen. Opfer sind da nicht nur Gesetzeshüter, sondern auch Kesb-Mitarbeitende, Feuerwehrleute, Sanitäter genauso wie Sozialpädagoginnen oder Postautochauffeure.
Spielraum fürs Bauen
Warnung vor Initiative
Stallikon passt Bauvorschriften an
Immobilienfachleute sehen Risiken
An der Gemeindeversammlung vom 15. April entscheidet Stallikon über zwei Vorlagen zur Nutzungsplanung. Im Zentrum stehen moderat angepasste Bauvorschriften, die mehr Verdichtung innerhalb bestehender Bauzonen ermöglichen sollen. So werden etwa Dachgeschosse besser nutzbar, Attikaflächen vergrössert und Parkplatzvorgaben reduziert. Gleichzeitig erfolgt eine Harmonisierung von Begriffen und Messweisen gemäss kantonalen Vorgaben, etwa bei
Die Immobilienbranche erzielt weiterhin robuste Renditen, blickt aber mit Sorge auf politische Entwicklungen. Besonders die Zürcher Wohnschutz-Initiative bereitet Fachleuten Kopfzerbrechen, da sie Investitionen bremsen und Immobilienwerte senken könnte. Vorgesehene Eingriffe wie Bewilligungspflichten und Mietzinsvorschriften gelten aus Sicht der Branche als Hemmnis für den Wohnungsbau. Deutlich gelassener wird hingegen die 10-Millionen-Initiative beurteilt, deren Einfluss als gering einge-
der Gebäudehöhe. Auch unbeheizte Wintergärten werden teilweise von der Ausnützungsziffer ausgenommen. Ein Fokus liegt zudem auf den Kernzonen, wo ein grosser Teil der Baulandreserven liegt und künftige Entwicklungen erleichtert werden sollen. Die umfangreichen Unterlagen zeigen die Änderungen detailliert auf, was die Vorlage zwar transparent, aber auch anspruchsvoll macht. (red)
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schätzt wird. Gleichzeitig steigen die Angebotsmieten weiter, während die Einkommen nicht Schritt halten. Für viele Mieter bedeutet das, auf günstigere Wohnungen auszuweichen oder Abstriche bei der Wohnqualität zu machen. Während Bestandesmieten stabil bleiben, verschärft sich die Lage, insbesondere für Neumieter. Wie sich das Umfeld weiterentwickelt, hängt stark von politischen Entscheiden ab. (red)
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