CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 24 I 177. Jahrgang I Dienstag, 28. März 2023
Schöne Antiquitäten
Sicherer Bezirk
Spanische Tänze
Weibliche Energie
«Hawa Student Award»
Im Kloster Kappel sind derzeit antike Möbel und Bilder aus einem Nachlass zu sehen. > Seite 3
Die Kriminalität liegt in der Region unter dem kantonalen Durchschnitt. > Seite 5
Der Flamenco stand am Samstag in Affoltern ganz im Fokus – in der Aula Ennetgraben. > Seite 7
Zwei französische Malerinnen zeigen ihre Werke im Kunstforum Stallikon. > Seite 7
Architektinnen und Architekten präsentierten ihre Projekte zur Umnutzung von Büros. > Seite 9
«Wir lancieren ein Label für regionale Produkte»
FCWB hofft erneut auf ein Traumlos Im Schweizer Cup empfing der FC Wettswil-Bonstetten den FC Naters Oberwallis (ebenfalls 1. Liga) – und sie schenkten sich nichts. Beide wollten mit einem Sieg in die Hauptrunde einziehen, um sich die Chance auf ein Rendezvous mit einem Superleague-Verein zu wahren. Die Gäste führten lange die feinere Klinge und lagen komfortabel 3:1 vorne. Mit dem Mut der Verzweiflung gelang WB in extremis der Ausgleich und das Spiel wurde 30 Minuten verlängert. Fortan waren die Gastgeber Herren der Lage, ohne aber aus ihren Topchancen Kapital zu schlagen. So musste ein Elfmeterschiessen entscheiden. Alle Schützen trafen souverän. Einzig der Schuss von Naters Assis Mehmeti landete am Querbalken – so entschieden Zentimeter zugunsten der Ämtler. Diese dürfen nun in der nächsten Runde (Auslosung ist Anfang Juli), von einem prominenten Gegner träumen. Im Moos gastierten bei Cupspielen bereits Servette, Young Boys, Thun, Basel und die Grasshoppers. (kakö)
Frühlingstreff der Standortförderung befasst sich mit Nachhaltigkeit Am Frühlingstreff begegneten sich die Mitglieder der Standortförderung: Vertreterinnen und Vertreter der Ämtler Gemeinden, Unternehmen und Organisationen sowie Privatpersonen, die sich für den regionalen Kitt engagieren. Aufhorchen liess Standortförderer Johannes Bartels: «Wir lancieren ein regionales Label.» von bernhard schneider Gastgeber des Frühlingstreffs war in diesem Jahr die Franz AG in Wettswil. In seiner Begrüssung fragte sich Johannes Bartels, was Nachhaltigkeit konkret bedeute und wählte den Gastgeber gleich als Beispiel. Das Unternehmen feiere in diesem Jahr den 110. Geburtstag, was zumindest betrieblich von nachhaltigem Wirtschaften zeuge. Die Zahl der Elektrofahrzeuge, die hier verkauft würden, steige von Jahr zu Jahr. Und aus sozialer Sicht besonders nachhaltig sei, dass nicht weniger als 30 der 250 Mitarbeitenden des Unternehmens Lernende seien. Als Referenten begrüsste Johannes Bartels den Präsidenten des Vereins Regionalprodukte, Manfred Bötsch (siehe Artikel auf Seite 3). Dieser erläuterte, weshalb die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit nötig sei, denn eine reine Schwarz-Weiss-Optik führe nicht zum Ziel. Bartels nahm dies auf mit der Frage: «Ist regional automatisch gleich nachhaltig?»
> Bericht auf Seite 15 ANZEIGEN
Bevor sie sich bedienen dürfen, müssen Referent Manfred Bötsch, Standortförderer Johannes Bartels und Standortförderungs-Präsident Marcel Strebel (von links) eine der Platten des Apéros riche fürs Foto präsentieren. (Bild Bernhard Schneider)
Die naheliegende Nachfrage: Was ist nun los mit dem Ämtler Regio-Label? Johannes Bartels erläutert, dass eine Arbeitsgruppe, in der verschiedene Sichtweisen aufeinander treffen, seit einem Jahr an diesem Projekt arbeitet: «Einfach war das Kriterium der Regionalität, denn das können wir mit dem
offiziellen Schweizer RegionalprodukteLabel ’regio.garantie’ übernehmen. Aber wir wollten mehr. Wir wollten zusätzlich, dass wir unsere Produkte als nachhaltig auszeichnen. Und das hat sich als sehr aufwendig herausgestellt, vorerst zu aufwendig.» Kurze Wege seien unbestritten ein wichtiges Kriterium für Nachhaltigkeit. Aber eben nur eines, und nicht einmal das wichtigste. Doch was müsse darüber hinaus gelten? Als Grundlage wurde die Strategie des Bundes für nachhaltige Entwicklung, die auf den sogenannten «17 Sustainable Development Goals» der UN basiert, beigezogen. Schliesslich habe sich herausgestellt, dass ein eigenes Label für nachhaltige Produkte zwar entwickelt, aber nicht betrieben werden könnte. Dies sei zwar nur bedingt nötig, denn die bestehenden Labels wie Biound IP-Suisse stünden für eine sehr nachhaltige Produktion. Wie diese Labels eingebaut werden, solle aber erst in einer zweiten Phase geregelt werden.
In eigener Sache
Neue Kläranlage
Baurecht für Kindergarten verlängert
Wegen eines Cyber-Angriffs auf die IT-Systeme von CH Media und NZZ, denen auch der «Anzeiger» angeschlossen ist, konnten in der heutigen Ausgabe nicht alle Artikel und Anzeigen platziert werden. Nach wie vor stehen einige Systeme und Netzwerke nicht zur Verfügung. Wir bedauern dies sehr und bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
Seit 2014 sucht die Betriebskommission Kläranlage Zwillikon nach einer nachhaltigen Lösung für die Entwicklung der Kläranlage. Als nächster Schritt wird aufgrund des Vorprojekts das Bauprojekt ausgearbeitet. Dabei werden die Kosten genauer berechnet. Bei optimalem Projektverlauf wird die Bevölkerung von Affoltern im Frühjahr/Sommer 2025 an der Urne über den Baukredit abstimmen. Der Baustart könnte dann 2026 erfolgen. (red.)
Die Gemeinde Bonstetten besitzt das Baurecht auf dem Grundstück des Kindergarten- und Schulgebäudes Bodenfeld. Das Baurecht dauert noch bis zum 1. Juli 2023. Damit der Kindergartenund Schulbetrieb auch nach dem 1. Juli 2023 ungehindert weiter betrieben werden kann, wurden rechtzeitig mit der Baurechtsgeberin, der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Verhandlungen bezüglich einer Baurechtsverlängerung geführt. Nun liegt der Entwurf der öffentlichen Urkunde bezüglich der Änderung des Dienstbarkeitsvertrags
Getränke aus der Region Im Gespräch beim anschliessenden Apéro erläuterte Bartels die regionale Problematik anhand des am Frühlingstreff offerierten Buffets: «Wir hätten den Apéro gerne allein mit regionalen Produkten bestückt. Die Hofläden könnten zwar liefern, aber ein so grosses Catering auszurichten, liegt personell nicht drin. Das kann dafür die Gastronomie, aber diese hat ihre eigenen Lieferketten, die über die Region hinausgehen.» Trotzdem, als Getränke gereicht, wurden durchwegs regionale Provenien-
zen: Milvus Weine vom höchstgelegenen Weinberg des Kantons Zürich in der Vollenweid, Kappeler Klosterbier aus Allenwinden und Most vom Ämtlerchorb. Das Essen wurde vom Restaurant Casa Lio und der Konditorei Kuhn, beide aus Wettswil, zubereitet. Die verwendeten Produkte selbst dagegen stammten aus der Schweiz. Zum Abschluss durften Pralinen von Nala the Chocolate Queen aus Rifferswil gekostet werden – eine regionale Manufaktur, die mit ausgewählten Produkten aus der ganzen Welt arbeitet.
Regional und nachhaltig
Redaktion und Verlag
> Bericht auf Seite 5
Denn es sind viele weitere Fragen offen, vor allem, wie Produkte miteinbezogen werden sollen, die zwar nachhaltig sind, aber über kein entsprechendes Label verfügen. Zuerst werde nun das Regio Label Knonauer Amt eingeführt, um Erfahrungen damit zu sammeln. Ein späterer Ausbau, um nachhaltige Regionalprodukte zusätzlich auszuzeichnen, sei aber immer noch das Ziel.
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Schirm aus Schweizer Seide Als Dank für sein Referat überreichte Standortförderer Johannes Bartels Manfred Bötsch nicht einen Korb mit regionalen Esswaren, sondern einen in Hausen gewobenen Schirm aus Schweizer Seide – ein regionales Produkt, das nachhaltig ist, weil die Reparatur auch nach Ablauf der Garantie noch sichergestellt ist. Nicht nur Nahrungsmittel können nachhaltig sein.
> Weiterer Bericht auf Seite 3
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vor. Darin wird das Baurecht für das Kindergarten- und Schulgebäude um 10 Jahre bis 1. Juli 2033 verlängert.
Zentrumsplanung spielt eine Rolle Die Frist von 10 Jahren ist im Interesse der Gemeinde Bonstetten, da in dieser Zeit im Rahmen der Zentrumsplanung entschieden werden kann, ob allenfalls ein zentraler Kindergarten im Dorfzentrum realisiert werden soll. (red.)
> Bericht auf Seite 6
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