In Hausen kommt es am 14. Juni an der Urne doch noch zu einer echten Wahl ums Gemeindepräsidium. Seite 3
Traktanden
waren schnell erledigt
Bei der Vereinsversammlung des Hauseigentümerverbands Albis stand das Gesellige im Vordergrund. Seite 9
Keine Grossbauten ermöglichen
Revision der Nutzungsplanung angenommen: Rifferswil soll nur moderat wachsen dürfen
DAniel Koch
Die 200 stimmberechtigten Rifferswilerinnen und Rifferswiler brauchten am vergangenen Mittwochabend etwas Sitzleder und einen wachen Geist. An der Gemeindeversammlung in der Turnhalle des Primarschulhauses hatten sie über eine Vorlage zu befinden, welche die grundlegenden Parameter für die Entwicklung des Dorfes festsetzt. Ein Versammlungsteilnehmer sagte treffend: «Was wir heute entscheiden, prägt unser Dorf in den nächsten 15 bis 20 Jahren.» Am Ende wurde die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) samt Zonen- und Kernzonenplan bei nur einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen angenommen. Eingang in das Regelwerk fand zuvor auch einer der Änderungsanträge. Mit sichtlicher Erleichterung und begleitet von spontanem Applaus durfte der zuständige Gemeinderat Yves Haller seine Mission nach dreistündiger Beratung als beendet betrachten. Gemeindepräsident Christoph Lüthi würdigte denn auch dessen Einsatz: «Er wurde vor drei Jahren als frisch gewählter Gemeinderat ins kalte Wasser geworfen.» Mittlerweile sei er in dieser Sache «zum Profi» geworden. Es sei für ihn aber eine «Riesenbüez» gewesen. Haller gab unumwunden zu: «Wenn ich vorher gewusst hätte, was für ein Riesenwerk das ist, hätte ich mich wohl nicht zur Wahl gestellt.»
Etwas mehr Lärm zulassen
Eine relativ deutliche Mehrheit fand ein Antrag, der eine Erweiterung der lärmunempfindlicheren Zone im Ortsteil Ober-Rifferswil forderte. In dieser Zone – insgesamt wurden etliche solche Zonen ausgeschieden, in denen bereits Gebäude zumindest teilweise gewerblich genutzt werden – darf die Lärmbelastung künftig 65 statt 60 Dezibel betragen. Damit soll verhindert werden, dass Gewerbebetriebe in ihrem Bestehen, aber auch in ihrer Entwicklung, behindert werden. Ein Antrag, gleich die ganze Kernzone, zu welcher Ober- und Unter-Rifferswil im Wesentlichen gehören, auf 65 Dezibel aufzustufen, fand eine deutliche Mehrheit nicht unterstützenswert. Christoph Lüthi wies zuvor auf die
Niels Hintermann verabschiedet
Skirennfahrer Niels Hintermann vom Skiclub Hausen bestritt am vergangenen Samstag beim Weltcupfinale im norwegischen Kvitfjell seine letzte Abfahrt. Im Zielraum wurde er von seinen Teamkollegen mit einer Champagner-Dusche empfangen. Gegenüber SRF sagte er: «Es war eine unglaubliche Reise, die ich erleben durfte.» Mehr zu seinem Rücktritt und seinen Panikattacken erfährt man im Interview von CH Media. (red)
Seite 16
Gewerbebetriebe wie jener der Salamon AG (Holzbau, Zimmerei und Dachdeckerei) können dank der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) im Dorf bleiben, ohne mit teuren Lärmschutzmassnahmen rechnen zu müssen. (Bild Daniel Koch)
Konsequenzen hin, welche eine Annahme hätte. Da nicht abschätzbar sei, welche Auswirkungen eine solch gravierende Änderung auf die Gemeinde hätte,
«Wir sind klar der Meinung, dass mehr als genug Freiraum ausgeschieden wurde.»
Christoph Lüthi, Gemeindepräsident
wäre der Gemeinderat gezwungen, dies erst abzuklären und die Versammlung zu einem späteren Zeitpunkt nochmals darüber zu befinden lassen.
Das gleiche Schicksal ereilte ein Antrag, der eine Erweiterung des schützenswerten Grünraums zwischen den Siedlungsgebieten Winkel und Jonenbachstrasse zum Inhalt hatte. Yves Hal-
ler hatte zuvor dargelegt, dass der Kanton verantwortlich sei für die Einhaltung der übergeordneten Schutzziele und bei seiner Prüfung nichts moniert habe. Tatsache sei, dass in der vom Gemeinderat vorgeschlagenen Version bereits acht Meter mehr Grünraum aufgenommen worden seien als vorgeschrieben. «Wir sind klar der Meinung, dass dies mehr als genug Freiraum ist», bekräftigte Christoph Lüthi.» Dass dort auf einer Baulandparzelle nahe des Freihalteraums dereinst Häuser gebaut werden könnten, ist aber nicht von der Hand zu weisen. Der Gemeindepräsident wies in dieser Hinsicht auf die Planungssicherheit hin, welche man dem Landbesitzer gewähren müsse. Dieser hatte das betreffende Land vor rund fünf Jahren erworben.
Überbauungsziffer einführen Mittels Einführung einer Überbauungsziffer will die Gemeinde zudem sicherstellen, dass das Dorf nur moderat wach-
sen kann. In der Kernzone soll die Ziffer 22 und im Gebiet Mettler, einem Wohnareal mit mehrheitlich einstöckigen Einfamilienhäusern, 20 betragen. Die Ziffer legt fest, wie viel Prozent des Baulands in Quadratmetern durch den Baukörper belegt werden darf. Einigen Rifferswilerinnen und Rifferswilern ging diese neue Einschränkung zu weit. Sie monierten, damit beschneide man sich zu stark, gerade auch angesichts der Wohnungsknappheit in der Region. Andererseits ist es eine Tatsache, dass Rifferswil mit einem Bevölkerungszuwachs von 2,3 Prozent über die letzten 15 Jahre bereits überdurchschnittlich stark gewachsen ist. «Rifferswil soll nur noch moderat wachsen, grosse Neubauten sind nicht ortstypisch», so Lüthi. Und Yves Haller meinte: «Wir haben gut gerechnet, es hat für die Entwicklung noch genug Platz.» Den Antrag, auf die Einführung der Überbauungsziffer gänzlich zu verzichten, verwarf die Versammlung klar.
Stalliker Curlerin wird CH-Meisterin
Personen der Sekundarschule Hausen waren beim Schneesporttag dabei. Seite 7
«Wir sind ein Club der Bergsteiger und kein Wanderverein.»
Seite 5
Jean-Daniel Blanc, scheidender SAC-AmAlbis-Präsident. (Bild Werner Schneiter)
Glimpflich davongekommen
Ein 36-Jähriger fuhr mit seinem 600 PS starken, fast zwei Tonnen schweren BMW und ausgeschaltetem Sicherheitsassistenten «DSC» mehrmals massiv zu schnell und baute in einer Ämtler Gemeinde mit übersetzter Geschwindigkeit einen Selbstunfall: Dafür kassierte er nun eine bedingte Gefängnisstrafe von 20 Monaten – bei einer Bewährungsfrist von vier Jahren. Glück gehabt – die Staatsanwaltschaft hatte gar einen Landesverweis gefordert. (red)
Seite 3
ANZEIGEN
Die Curling-Juniorinnen des CC Limmattal-Wetzikon holen sich am Sonntag den Schweizer Meistertitel. Das Team um Skip Zoe Schwaller mit der Stallikerin Ladina Ramstein ist seit sieben Jahren in dieser Formation unterwegs. «Dieser Titel gehört uns allen», betont Trainer Marcel Wettstein. Der Erfolg sei nicht nur ein sportlicher Meilenstein, sondern auch ein Gemeinschaftswerk, so die Verantwortlichen. (red) Seite 17 ba uhaus.ch/ 20 -jah re ENTD EC KE JETZ TU NSERE JUBI-D
Die erfolgreichen Curlerinnen: (v.l.) Ladina Ramstein, Aniko Székely, Jana Soltermann, Zoe Schwaller und Ersatzspielerin Jana Hählen. (Bild zvg)
Einstellung
des Konkurses
Zahnd Peter Jürgen, geb. 27. Februar 1954, von Bern BE, Mühlestrasse 22, 8912
Obfelden, Inhaber der Einzelunternehmung all about coffee peter zahnd
Datum der Konkurseröffnung:
25. Februar 2026
Datum der Einstellung mangels Aktiven, Art. 230 SchKG: 17. März 2026
Kostenvorschuss CHF 4500.00 und Begehren um Durchführung bis 13. April 2026
Im Übrigen wird auf die Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 24. März 2026 verwiesen.
Affoltern am Albis, 24. März 2026
Konkursamt Affoltern
Sagistrasse 8b 8910 Affoltern am Albis
Aeugst am Albis
Am 21. März 2026 ist in Zürich gestorben:
Willi Weiss
geboren am 11. April 1951, wohnhaft gewesen in Aeugst am Albis ZH. Bestattungsamt Aeugst am Albis
Affoltern am Albis
Am 17. März 2026 ist in Affoltern am Albis
ZH gestorben:
Rolf Eichenberger
geboren am 23. Dezember 1953, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH.
24. März 2026
Bestattungsamt Affoltern am Albis
Ottenbach
Am 18. März 2026 ist in Muri AG gestorben:
Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2026 – 2030: Zweiter Wahlgang um das Gemeindepräsidium – definitive Wahlvorschläge
Nach Ablauf der gesetzlichen Frist zur Einreichung, Änderung oder zum Rückzug von Wahlvorschlägen für den zweiten Wahlgang um das Gemeindepräsidium für die Amtsdauer 2026 – 2030 liegen folgende definitiven Wahlvorschläge vor:
Name JahrgangAdresseBerufGemeinderatPräsidiumPartei Hofmann Olivier 1962Bifangstr. 29 8915 Hausen Dr. oec.neuneuFDP
Kammer Sven 1989 Houenmattstr. 2 8925 Ebertswil Informatikerbisherneuparteilos
Der zweite Wahlgang findet am Sonntag, 14. Juni 2026 statt. In Anwendung von Art. 6 der Gemeindeordnung i.V.m. § 55 Abs. 1 und 3 GPR erhalten die Stimmberechtigten einen leeren Wahlzettel und ein Beiblatt, auf welchem die Namen aller zur Wahl vorgeschlagenen Personen in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind.
Öffnungszeiten und Pikettdienst über die Osterfeiertage
Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Abfallsammelstelle Pünten bleiben über die Osterfeiertage geschlossen vom Donnerstag, 2. April (11.30 Uhr) bis und mit Montag, 6. April 2026.
– Wasserversorgung: 044 701 92 51, wenn keine Antwort: 044 701 92 52 24. März 2026
Gemeinderat Stallikon
Vögele Elisabeth Martha geboren am 14. August 1938, von Leuggern AG, wohnhaft gewesen in Ottenbach. Die Friedhofvorsteherin
Gegen diese Publikation kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis erhoben werden (§ 19 Abs. 1 lit. c Verwaltungsrechtspflegegesetz [LS 175.2]). Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.
Fahrstundenauf dich angepasst. Geschaltet und Automat. In Zürich /Säuliamt. RegelmässigVKU in Obfelden. 044760 06 78
Kind undFamilie
www.spiel-werkstatt.ch
Mitdem SSLV Qualitätslabel ausgezeichnete Spielgruppe! Für Kinder ab drei Jahren.Zwergligruppe ab zwei Jahren.RobinsonSpielgruppeauf demBauspielplatz.Elterntreff/zuwa-Gruppe.
Elsbeth Koch-Scheller in Hausen darf am Donnerstag, 26. März, ihren 90. Geburtstag feiern. Zu diesem hohen Freudentag gratulieren wir herzlich und wünschen ihr einen wunderschönen Tag. Sicher warten Überraschungen auf die Jubilarin, sodass dieser spezielle Tag noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Fürs neue Lebensjahr alles Gute!
Zur eisernen Hochzeit
Unfallverursacher und Schnellfahrer kommt glimpflich davon
Viel zu schnell unterwegs, Selbstunfall im Säuliamt: 20 Monate auf Bewährung
Werner Schneiter
KORREKT
Fünf Vereine spannen zusammen
Der Bericht vom Freitag, 20. März, zur Gründung einer neuen Gruppierung für Frauenfussball im Knonauer Amt ist mit einem Archivbild illustriert, das Spielerinnen des FC Affoltern im vergangenen Herbst zeigt. Der FC Affoltern ist jedoch nicht an dieser Gruppierung beteiligt. Das Bild, das die Redaktion ausgewählt hat, ist als Symbolbild für fussballspielende Frauen gedacht und steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem im Artikel beschriebenen Projekt. (red)
Vor 65 Jahren, am 25. März 1961, gaben sich Elisabeth und Enrico Buzzi-Kern das Jawort und feiern morgen Mittwoch das eiserne Hochzeitsfest. Was für eine lange Zeit, die die beiden Seite an Seite verbracht haben! Wir wünschen ein fröhliches Fest und weiterhin wertvolle Paar-Momente. 27 155
Redaktion: Claudia Eugster (cle), Daniel Koch (dko), Dominik Stierli (dst)
Korrespondentinnen und Korrespondenten: Angela Bernetta (net), Sandra Isabél Claus (cla), Urs Kneubühl (kb), Nico Ilic (nil), Martin Platter (map), Brigitte Reemts Flum (bre), Bernhard Schneider (bs), Werner Schneiter (-ter.), Daniel Vaia (dv), Marianne Voss (mvo), Marcus Weiss (mwe), Regula Zellweger (rz)
Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
Gesamtauflage: 27810
Beratung und Verkauf Inserate: Evelyn Löhr / Christine von Burg Telefon 0582005700 inserat@affolteranzeiger.ch
Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli
Telefon 0582005714, M 0796823761 kaspar.koechli@chmedia.ch
Tarife: www.affolteranzeiger.ch
Annahmeschluss Inserate:
Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr
Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr
Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen
Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 0582005586
Abonnementspreise:
¼ Jahr Fr. 79.–
½ Jahr Fr. 97.–1 Jahr Fr. 170.–
Druck: CH Media Print AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau
Ein Produkt der
Er fuhr mit seinem 600 PS starken, fast zwei Tonnen schweren BMW und ausgeschaltetem Sicherheitsassistenten «DSC» mehrmals massiv zu schnell und baute in einer Ämtler Gemeinde mit übersetzter Geschwindigkeit einen Selbstunfall: Dafür kassierte ein 36-jähriger, in der Schweiz aufgewachsener Kosovare eine bedingte Gefängnisstrafe von 20 Monaten – bei einer Bewährungsfrist von vier Jahren. Die vier Delikte, die am Bezirksgericht Affoltern verhandelt wurden, bilden die Fortsetzung von unbeherrschter Fahrweise. Der Mann, Autohändler aus dem Kanton Thurgau und gelernter Schreiner, weist mehrere einschlägige Vorstrafen auf. Inzwischen ist er wieder im Besitz des Führerausweises und hat nach einer verkehrspsychologischen Abklärung ein Lernprogramm absolviert. Er habe ein Tempo-Problem gehabt, halte sich jetzt aber an die Regeln, sagte er dem Gerichtsvorsitzenden. Die Verfehlungen liegen zum Teil mehrere Jahre zurück; die vom Gericht behandelten Delikte ereigneten sich in den Jahren 2022 und 2024 – eine lange Verfahrensdauer, die von Verteidigung und Gericht kritisiert wurde.
Mit durchdrehenden Rädern in Lärmschutzwand
Am 19. Dezember 2022, nachts, überschritt der Mann auf der A7 Richtung Konstanz/Kreuzlingen die signalisierte Höchstgeschwindigkeit massiv, beschleunigte auf 200,8 km/h. Für die Staatsanwaltschaft verlängerte sich somit der Bremsweg von 107 auf 261 Meter. Sie sieht darin eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln.
Drei Tage später geriet der Mann im Sportmodus, durchdrehenden Rädern und deaktivierter Traktionskontrolle «DSC» und mit 95 km/h in einer Ämtler Gemeinde ins Schleudern und kollidierte auf der Gegenfahrbahn heftig mit einer Lärmschutzwand. Dabei kam das Fahrzeug quer über das Trottoir, die Velospur und die Gegenfahrbahn zum Stillstand. Er bestritt, mit 95 km/h gefahren zu sein, sprach von 66 bis 68 km/h und machte nach dem Besuch der Schwiegereltern eine emotionale Ausnahmesituation geltend, weil er bei ihnen für eine Aussprache wegen der Trennung von seiner Frau zu Besuch weilte. «Ich hatte wegen dieser Trennung schlaflose Nächte», schob er nach. So erklärte er auch seine unerlaubte Tempofahrt bei der Anfahrt ins Säuliamt, als er auf der A7 fast 50 km/h zu schnell fuhr. Seine jüngste Verfehlung stammt vom 21. Juni 2024, als er mit einem 400 PS starken BMW auf regennasser Fahr-
Der Angeklagte war zu schnell unterwegs. (Symbolbild Pexels)
bahn bei Seuzach mit 100 statt mit den Verhältnissen angepassten 80 km/h und abgefahrenen Reifen (Profiltiefe 0,1 statt mindestens 1,6 mm) unterwegs war. Wegen Aquaplaning geriet er ins Schleudern, worauf das Heck ausbrach und sich das Fahrzeug um die eigene Achse drehte. Dabei kollidierte er mit einem korrekt fahrenden BMW-Lenker. Zwar
«Ich habe meine Fehler eingesehen und bereue das.»
Angeklagter
zweifelte er die ausgelesenen Geschwindigkeitsangaben an, gestand aber seine unkorrekte Fahrweise ein – und auch, dass er das Fahrzeug «unterschätzt» habe.
«Keine Grobfahrlässigkeit, sondern Eventualvorsatz»
Der Staatsanwalt sprach von grober und qualifiziert grober Verletzung der Verkehrsregeln. Er sei im Sportmodus gefahren; als Autohändler kenne er dieses System, und er habe den Sicherheitsassistenten bewusst deaktiviert, mögliche Folgen billigend in Kauf genommen.
«Für mich ist das Eventualvorsatz und keine Grobfahrlässigkeit», sagte er unter dem Hinweis auf die sechs Toten infolge von Raserei innert fünf Monaten im Kanton Zürich. Der Rasertatbestand mit 200,8 km/h auf der A7 sei erstellt. Der Mann sei absolut unbelehrbar und zeige keine Reue. Der Staatsanwalt forderte eine unbedingte Gefängnisstrafe von 40 Monaten und eine siebenjährige Landesverweisung. Dem Beschuldigten sei die Einbürgerung mangels Integration verweigert worden, und im Kosovo seien Schreiner gefragt, hielt er fest und betonte: «Raserdelikt ist ein Verbrechen.»
Nicht rechtsgenügend erstellt
Die Anwältin des Beschuldigten plädierte hingegen für 10 Monate Gefängnis –bei dreijähriger Probezeit und einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 110 Franken. Sie sieht bei allen Delikten eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln und lehnt eine Landesverweisung ab. Die 200-km-Fahrt auf der A7 sei nicht rechtsgenügend erstellt; das GPS weise 95 Prozent Genauigkeit auf. Rechtsgenügend seien 190,8 km/h. Als nicht rechtsgenügend erstellt sieht sie auch die ausgelesene Geschwindigkeit in der Ämtler Gemeinde; er habe von 40 auf maximal 68 km/h beschleunigt. Und auch im Normalmodus hätte es zum Selbstunfall kommen können; ihr Mandant sei emotional angeschlagen gewe-
sen, hätte eigentlich nicht fahren dürfen und habe nur sich selbst gefährdet, führte sie aus und sprach von «bewusster Fahrlässigkeit». Auch im Fall von Seuzach sei nicht bewiesen, dass er über 100 km/h gefahren sei. Er habe auf regennasser Strasse und bei der Kollision aber «fahrlässig gehandelt».
Reue, Geständnis und Lernprogramm sowie die lange Verfahrensdauer und die positive Legalprognose sprächen für ihren Mandanten. In seinem Schlusswort sagte der Beschuldigte: «Die Unfälle waren die Quittung. Jetzt halte ich mich an die Tempovorgaben.»
Kein Rasertatbestand
Das Bezirksgericht Affoltern erkannte beim Unfall im Säuliamt auf qualifiziert grobe Verletzung von Verkehrsregeln, ansonsten «nur» auf grobe Verletzung. Der Mann wurde zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt, dies bei einer Bewährungsfrist von vier Jahren. Beim Vorfall im Säuliamt war von «unnötigem und vorsätzlichem Handeln» und von Inkaufnahme einer grossen Gefahr die Rede. Den Rasertatbestand sieht das Gericht – im Gegensatz zum Staatsanwalt –auf der A7 Richtung Konstanz/Kreuzlingen nach Sicherheitsabzug nicht erfüllt. Es sei zwar dunkel gewesen, aber eine gerade Strecke ohne grosses Verkehrsaufkommen – also «nur» grobe Verletzung von Verkehrsregeln, dies ebenso bei der Fahrt auf der A7 Richtung Frauenfeld. Beim Aquaplaning auf Gemeindegebiet Seuzach hätte er als Autohändler die Reifen überprüfen müssen, und die Kollision hätte bei angepasster Geschwindigkeit vermieden werden können, sagte der Vorsitzende. Strafverschärfend seien die einschlägigen Vorstrafen und die Tatsache, dass er während des laufenden Verfahrens delinquiert habe. Der Beschuldigte habe jedoch Einsicht und Reue gezeigt, ein Lernprogramm absolviert und den Führerausweis zurückerhalten. Ein «Rabatt» sei auch wegen der langen Verfahrensdauer und des verletzten Beschleunigungsgebots angezeigt. Insgesamt sei die Prognose gut. Für eine Landesverweisung gebe es keine Gründe, das öffentliche Interesse einer Ausweisung überwiege nicht; der Mann sei in der Schweiz geboren, habe hier seinen Lebensmittelpunkt und sei erwerbstätig. Der Hauptteil der Kosten – darunter 27000 Franken für die Verteidigung –wird auf die Staatskasse genommen. Im Falle des Vorverfahrens (9000 Franken) spricht das Gericht von überhöhten Kosten und nimmt 6500 Franken auf die Staatskasse.
Urteil DG 250 009 vom 20. März 2026, noch nicht rechtskräftig
Kampfwahl in Hausen ums Gemeindepräsidium
Zwei bürgerliche Kandidaten zur Auswahl
daniel vaia
In Hausen kommt es am 14. Juni an der Urne doch noch zu einer echten Wahl ums Gemeindepräsidium. Neben Olivier Hofmann, FDP (neu), ist auch Sven Kammer, parteilos (bisher), zur Wahl vorgeschlagen.
Nach den Gemeinderats- und Gemeindepräsidiumswahlen am 8. März war nicht ausgeschlossen worden, dass Olivier Hofmann einziger Kandidat sein wird. Er hatte die Wahl zum Gemeindepräsidenten mit 563 Stimmen nur knapp verpasst (absolutes Mehr: 570 Stimmen).
Die damals ebenfalls fürs Präsidium kandierende Gemeinderätin Andrea Sidler, SP (bisher), erzielte 494 Stimmen. Da Sidler gleichzeitig die Wiederwahl in den
Gemeinderat aufgrund eines nur sehr selten zur Anwendung gelangenden Losentscheids verpasste, kann sie nicht erneut fürs Präsidium kandidieren. Während Olivier Hofmann neu im Gemeinderat ist, kann Sven Kammer auf vier Jahre Erfahrung als Vorsteher Tiefbau zurückblicken. Bei den Gemeinderatswahlen am 8. März hatte Kammer mit 913 Stimmen das zweitbeste Resultat aller Kandidierenden erreicht. Hofmann erzielte mit 727 Stimmen das viertbeste Resultat und war zugleich der beste «Newcomer». Beide Kandidaten sind dem bürgerlichen Lager zuzurechnen. Hofmann ist FDP-Mitglied, Kammer war es bis letztes Jahr ebenfalls, trat dann aber aus der Partei aus und gilt seither als parteilos.
– Auto – Was, Wer, Wo – Gesund, schön und fit – Sport – Einkaufen
– Unsere Nachbarn
– Bon Appétit
– Gartenrestaurants
– Lehrstellen
– Treuhand
– Geschenk-Ideen
– Wild und andere Spezialitäten Anzeigenverkauf:
Köchli Anzeiger Affoltern
Fokus auf Jugend und Familien richten
Wechsel im SAC-Präsidium: Von Jean-Daniel Blanc zu Alexander Angst
Werner Schneiter
Nach neun Jahren kommt es bei der Sektion Am Albis des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) zu einem Wechsel im Präsidium – von Jean-Daniel Blanc zu Alexander Angst, der nun einen Generationenwechsel einleiten kann. 115 der gut 1800 Clubmitglieder der Sektion Am Albis kamen zur Generalversammlung ins Kasino Affoltern. In seinem Jahresbericht beleuchtete der scheidende Präsident die Geschehnisse vergangener Monate. «Es war ein gutes Jahr für unsere Sektion, auch weil ein Jahr unfallfreies hinter uns liegt», so Jean-Daniel Blanc. Ein Jahr auch mit einem vielfältigen Tourenprogramm und guter Auslastung der Hütten. Ein Strategieprogramm im Dezember diente den Bemühungen, das Profil der Sektion zu schärfen und zu eruieren, wo man mehr bewegen will. In der gut 1800, zum grossen Teil langjährige Mitglieder, zählenden Sektion strebt man ein moderates Wachstum an, nachdem die Mitgliederzahl in den letzten vier Jahren leicht abgenommen hat. Mit einem aktiveren Marketing, so Jean-Daniel Blanc, soll der Fokus auf das Thema «Jugend und Familien» gerichtet und das Tourenangebot überprüft werden. Der Trend geht in Richtung leichtere Touren, auch für aktive Mitglieder. Für Blanc ist die SACIdentitätsfrage in diesem Zusammenhang aber rasch beantwortet: «Wir sind ein Club der Bergsteiger und kein Wanderverein.» Das Hüttenwesen ist sowohl in finanzieller wie auch in personeller Hinsicht aufwendig und ein permanentes Thema. Noch sind in der Sektion genügend Rückstellungen für Massnahmen vorhanden. In Zukunft stellt sich aber die Frage nach der Finanzierung solcher Massnahmen – Umbauten, Renovation, Erneuerungen, die auch witterungsbedingt in der Bergwelt nötig sind. Dies, nachdem der Hüttenfonds des schweizerischen SAC in ein paar Jahren aufgebraucht sein wird. Kurz- und mittelfristig stellen sich in der Sektion Am Albis keine finanziellen Probleme, auch dank der gut funktionierenden Freiwilligenarbeit. Gesichert werden soll diese Freiwilligenarbeit mit einem Pool von kurzfristig abrufbaren Willigen.
«Nicht alles umkrempeln»
Alexander Angst, einstimmig gewählter Nachfolger von Jean-Daniel Blanc, ist seit knapp 20 Jahren SAC-Mitglied und regelmässiger Tourenteilnehmer. Er hat Coachingkurse für Tourenleiter bestritten und lobt das grosse Engagement im SAC. Er will «nicht alles umkrempeln», stattdessen anpassen, verfeinern und wo nötig verbessern. Als Präsident will er zuhören, moderieren, leiten, Interessen
bündeln. «Engagement, Freude an Zusammenarbeit und der Wunsch, den SAC weiterzuentwickeln» – so stellt sich Alexander Angst sein künftiges Wirken vor.
Der Applaus für den neuen Präsidenten wiederholte sich bei der Verabschiedung seines Vorgängers, vorgenommen durch Monika Rahn, Leiterin der Tourenkommission und Vizepräsidentin. Achtsam, umsichtig und mit viel Engagement habe Jean-Daniel Blanc gewirkt. Zwar sei es nicht einfach, alle Interessen unter einen Hut zu bringen, aber ihm ist es gelungen, eine Einheit zu schaffen –nach gesamthaft 63 Vorstandssitzungen, mitsamt der schweren Corona-Zeit. Blanc hat zudem das Ressort Kommunikation von 2020 bis 2025 selbst geleitet. Monika Rahn sprach von einer prägenden Ära, in der mit dem scheidenden Präsidenten ein weitsichtiger Planer gewirkt habe. – Alle acht Vorstandsmitglieder wurden für eine weitere Amtsdauer bestätigt: Monika Rahn (Touren), Adrian Boppart (Hütten), Peter Kunz (Finanzen), Edwin Schmid (Administration), Johannes Baumann (Senioren), Simon Scheidegger (Jugendorganisation), Käthi Liechti (Umwelt und Kultur) und Robert Diem (Kommunikation).
Die Eseltritt-Hütte als «Überfliegerin»
Die clubeigenen Hütten der SAC-Sektion Am Albis funktionieren gut – besonders gut die Eseltritt-Hütte, die Adrian Boppart, Leiter der Hüttenkommission, als «die Überfliegerin» bezeichnet. Sie liegt im Kanton Schwyz an der Passstrasse Oberiberg-Schwyz, verzeichnete im vergangenen Jahr 4311 Übernachtungen und ist vor allem bei Schulen und Familien beliebt. So beherbergte sie in der genannten Zeitspanne 1882 Kinder; 2022 waren es noch 612. Sie wird vor allem von jenen genutzt, die nicht SAC-Mitglieder sind. Hier wird per 1. Januar 2028 eine Nachfolge gesucht für die zu diesem Zeitpunkt scheidende Hüttenwartin Ruth Meierhofer. Trotz Bauarbeiten und einer sechswöchigen Sommerpause, trotz Problemen bei der Hüttenwartung verzeichnet die Bächlitalhütte ein gutes 2025. «Auch die Preise bilden eine Baustelle, eine Erhöhung wird wohl notwendig», so Adrian Boppart. Die Treschhütte (im wild-romantischen Urner Fellital), vor etwa drei
Jahren im Fokus eines SRF-Beitrags, verdoppelte die Zahl der Übernachtungen innerhalb von zehn Jahren auf über 2600 – ein enormes Bedürfnis auch für Familien. Nach ausgiebiger Diskussion genehmigte die Generalversammlung einen Kredit von 120000 Franken für die Erneuerung der Energieversorgung der Treschhütte. Immer mehr Geräte überfordern die bestehende Energieversorgung durch Sonnenenergie und Wasserturbine. Das Konzept der Esotec warf auch Fragen auf und rief Zweifler auf den Plan, weil es eine Carte blanche darstelle. Das wurde vom Vorstand nicht durchwegs bestritten, aber auf Herstellergarantien verwiesen und der Hoffnung Ausdruck gegeben, «dass es funktioniert». Die restlichen Traktanden waren dann vergleichsweise schnell abgehakt: Mit Bildern untermalt, liess Monika Rahn das Tourenjahr Revue passieren und warf einen Blick auf 2026. Regula Rosenfelder, Pascal Deplazes und Robert Diem wirken als neue Tou-
renleiter. Keine Diskussionen gab es auch bei den Finanzen, präsentiert von Peter Kunz. Dank dem guten Treschhütte-Jahr konnten die Einnahmen leicht gesteigert werden – der Gewinn entspricht exakt jenem des Vorjahres. Beim Budget liess man die übliche Vorsicht walten, obgleich reichlich flüssige Mittel vorhanden sind. Diese erlauben, dass der SAC künftig auf die Eintrittsgebühren (Einzelmitglied und Familien je 30 Franken) verzichtet – so, wie das mittlerweile bei 50 der 143 Sektionen der Fall ist. Daraus resultieren jährliche Mindereinnahmen von zirka 1200 Franken. Die GV stimmte dem Antrag auf Verzicht zu – genauso wie einer Statutenrevision, die nach den Worten von Jean-Daniel Blanc keine grösseren materiellen Änderungen zur Folge hat. Vielmehr ist die Revision eine Anpassung von Branchenstandards, die der SAC-Zentralvorstand auf Geheiss des Bundesamtes für Sport vornimmt – auch, um zu vermeiden, dass Subventionen gestrichen werden. (-ter.)
Stabwechsel nach neun Jahren: Jean-Daniel Blanc (rechts) übergibt das SAC-Präsidium an Alexander Angst. (Bild Werner Schneiter)
Zwischen Freiheit und Sehnsucht: Buch über Leben als Single Ü50
Buch von Zoe Winter, aufgewachsen auf der Buchenegg regula zellweger
Irene Abbassi-Mosimann veröffentlichte unter dem Pseudonym Zoe Winter ihr neuntes Buch: «Single: Ü50 – und jetzt?». Es ist kein Ratgeber, keine Anleitung zur Partnersuche, kein klassischer Roman und kein reines Sachbuch. Vielleicht könnte man es als «Nachttischbuch» bezeichnen: kurze, prägnante Sätze, die zum Nachdenken anregen. Die Autorin will nicht belehren, sondern motivieren, sich selbst besser zu verstehen und eigenverantwortlich für Nähe und Distanz, für bewusstes Alleinsein und aktives Dazugehören zu sorgen.
Bereits bei der Widmung zeigt sich die Offenheit: «Dieses Buch ist allen Singles gewidmet. Allen, die allein leben –freiwillig, widerwillig, übergangsweise oder schon so lange, dass sie sich gar nicht mehr erklären möchten.» «Im zweiten Lebensabschnitt geht es weniger darum, jemanden zu finden, als sich nicht mehr zu verlieren», bringt sie es auf den Punkt.
Zahl der Einzelhaushalte steigt
Das Thema ist aktuell: Die Zahl der Einpersonenhaushalte in der Schweiz ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und wird voraussichtlich weiter zunehmen. Heute ist etwa jeder dritte Haushalt ein Single-Haushalt. Gründe dafür sind höhere Lebenserwartung, niedrigere Geburtenrate, mehr Scheidungen, spätere Familiengründung sowie die gestiegene wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. Heute leben weniger 20- bis 29-Jährige allein als früher, sie bleiben länger im Elternhaus oder wählen eine WG. Bei den über 65-Jährigen hingegen ist der Anteil besonders hoch. Diese Zielgruppe will Zoe Winter erreichen – aber nicht ausschliesslich. «Alleinsein im zweiten Lebensabschnitt ist kein Randthema. Es ist ein Lebensgefühl – mit vielen Facetten, Widersprüchen und leisen Wahrheiten.
Dieses Buch richtet sich nicht nur an Singles, sondern an alle Menschen, die sich selbst besser verstehen, alte Muster hinterfragen und dem Leben bewusster begegnen möchten», schreibt Zoe Winter und erklärt: «Ich bin nach wie vor Single. Nicht aus Trotz. Nicht aus Angst. Und ganz sicher nicht, weil ich nichts anderes ‹hinbekommen› hätte. Sondern, weil es im Moment gut so ist, wie es ist.»
Die Bücher unter dem Pseudonym Zoe Winter wurden über Amazon KDP gedruckt und vertrieben: «Während
BUCH-TIPP
«Ich bin nach wie vor Single. Nicht aus Trotz. Nicht aus Angst.»
Irene Abassi-Mosimann alias Zoe Winter
andere Verlage nur auf bekannte Namen setzen, suchen wir gezielt nach frischen Talenten und neuen Geschichten.» Die Autorin übernahm Lektorat und Layout selbst. Zum intensiven Schreiben kam sie während der Pandemie. Sie belegte berufsbegleitende Fernkurse in psychologischer Beratung, NLP und kreativem Schreiben. Bereits 2019 veröffentlichte sie ihre ersten kleinen Ratgeber. «Lebensnah, ehrlich und mitten aus dem Herzen geschrieben», kommentiert sie ihre ersten Veröffentlichungen. 2023 erschien ihr Ratgeber «Das A.N.K.E.R.-Schema», ein Kompass für innere Ruhe und Klarheit. Nach ihrer Pen-
sionierung begann eine neue kreative Phase: Mit den Titeln «Lu’s Seelenreise» und «Bilder für die Seele» erfüllte sie sich den Traum, Seelenbücher zu schreiben, die das aufnehmen, was für die Autorin wirklich zählt: Liebe, Mitgefühl, Hoffnung und ein Hauch von Magie.
Ihr neustes Buch ist in 30 kurze Kapitel eingeteilt und beginnt mit «Allein – und trotzdem ganz», befasst sich mit Themen wie «Grenzen statt Mauern», «Warum wir uns so oft erklären» und «Verletzlichkeit mit Würde» und endet mit «Es darf reichen – für jetzt» und einem Epilog. Sie spricht über Dating im zweiten Lebensabschnitt, Chemie, Verletzlichkeit, Ghosting, Selbstzweifel und die leisen Kämpfe, die oft niemand sieht.
Verwurzelt auf der Buchenegg
In der persönlichen Begegnung strahlt die Autorin Ruhe, Gelassenheit und eine positive Lebensgrundhaltung aus. Sie lebt allein, liebt Katzen und hat neben der Berufstätigkeit im kaufmännischen Bereich im Gesundheitswesen ihren Sohn grossgezogen, auf den sie stolz ist. Sie bezeichnet sich selbst als Alltagsjongleurin, Mutmacherin und Wegbegleiterin. Sie ist auf der Buchenegg in
Jasmin Schreibers neuer Roman: «Da, wo ich dich sehen kann»
Von June Schraner, regionalbibliothek affoltern
GESUNDHEITSKOMPASS
Daniel Haas Diplomierter Pflegefachmann, Palliativstation Villa Sonnenberg
Klangtherapie
–wenn Schwingung den Körper berührt
der Gemeinde Stallikon aufgewachsen und pflegt noch heute intensiven Kontakt zu Bruder und Schwester, die dort leben. Für das Buch «Single: Ü50 – und jetzt?» sprach sie mit vielen Singles und entwickelte einen Fragebogen, der von 105 Personen ausgefüllt wurde.
Den Einfluss von NLP (Neurolinguistisches Programmieren) und Achtsamkeit erkennt man deutlich bei der Lektüre. NLP ist ein Kommunikations- und Coachingansatz, der davon ausgeht, dass Denken, Sprache und Verhalten miteinander verbunden sind und durch bestimmte Techniken gezielt verändert oder optimiert werden können. «Es lohnt sich, nach innen zu schauen. Und es lohnt sich genauso, zuzuhören. Wirklich zuzuhören», schreibt Zoe Winter. Ein paar Zitate aus dem Buch lassen nachdenklich werden: «Alleinsein ist kein Mangel. Es ist ein Zustand, in dem man sich selbst nicht ausweicht.» «Viele suchen Nähe, aber fürchten genau das, was Nähe mit sich bringt.» «Würde zeigt sich dort, wo man offenbleibt, ohne sich preiszugeben.» «Wenn es leicht ist, darf man bleiben. Wenn es schwer ist, darf man gehen.»
Bezugsquelle: amazon.de
In einer Welt, die immer lauter und hektischer wird, suchen viele Menschen nach Wegen zur inneren Ruhe. Die Klangtherapie bietet hier einen faszinierenden Ansatz: Sie nutzt die physikalische Kraft von Schallwellen, um Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Das Prinzip hinter der Klangtherapie ist ebenso alt wie physikalisch logisch: Da der menschliche Körper zu etwa 70 bis 80 Prozent aus Wasser besteht, setzen sich die Schwingungen der Klänge wie Wellen in einem See fort und erreichen so jede einzelne Zelle. Die therapeutische Wirkung der Klangtherapie basiert auf dem Phänomen der Resonanz. Blockaden im Körper – seien sie muskulärer oder emotionaler Natur – weisen oft eine «verstimmte» Frequenz auf. Durch das gezielte Anspielen von Instrumenten wie tibetischen Klangschalen, Gongs oder Stimmgabeln werden harmonische Schwingungen übertragen. Die Klänge führen das Gehirn oft in den sogenannten Alpha- oder Theta-Zustand, einen Bereich zwischen Wachsein und Schlaf, in dem Regeneration und tiefe Entspannung stattfinden. Man kann die Klangtherapie als eine Art «innere Massage» verstehen, die Verspannungen sanft lösen kann und das vegetative Nervensystem auf Erholung umschaltet. Das Herzstück der klassischen Klangmassage sind die Klangschalen. Sie werden direkt auf den bekleideten Körper aufgesetzt. Jede Schale hat ein spezifisches Frequenzspektrum, das zu unterschiedlichen Körperregionen passt. Während tiefe Töne eher den Unterleib und die Erdung ansprechen, wirken helle Töne eher im Kopfbereich. Der Gong hingegen wird meist im Raum eingesetzt; seine mächtigen Klangwellen wirken reinigend und können tief sitzende emotionale Prozesse anstossen. Die Klangtherapie ist kein Ersatz für die Schulmedizin, sie versteht sich aber als wertvolle komplementäre Begleitung. Sie wird erfolgreich eingesetzt bei:
1. Schlafstörungen und Burn-outPrävention
2. Chronischen Schmerzen und Verspannungen
3. Konzentrationsschwäche und Lernschwierigkeiten
4. Begleitung in schwierigen Lebensphasen
5. Palliativen Begleitungen und psychischen Erkrankungen
Genauer hinsehen, Beziehungen im eigenen Umfeld hinterfragen und auf Warnzeichen prüfen – genau das löst Jasmin Schreibers Roman «Da, wo ich dich sehen kann» aus. Das Buch wirkt nach und ist stellenweise nur schwer auszuhalten. Aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet die Autorin einen Femizid und die ihm vorausgehende Beziehung. Ge-
richtsbeschlüsse und Polizeiakten sind in die Erzählung eingebettet und verdichten das Bild einer kaum fassbaren Tat. Anders als in vielen medialen Darstellungen haben voyeuristisch geschilderte Gewalt oder die Sicht des Täters hier jedoch keinen Platz. Im Zentrum des Romans stehen vielmehr die Folgen dieser extremen Gewalt für das familiäre und freundschaftliche Umfeld des Opfers. Das Fehlen wird zur allgegenwärtigen Erfahrung: Emma fehlt Liv als beste Freundin, ihrer Tochter Maja als Mutter sowie ihren Eltern Brigitte und Per als Tochter. Alle kämpfen neben der Trauer mit Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen, Fassungslosigkeit, Wut und Verzweiflung. Die Frage, ob man etwas hätte sehen, ansprechen oder verhindern können, zieht sich durch die Geschichte – wobei stets deutlich wird, dass die alleinige Schuld beim Täter
liegt. In der behutsam aufgebauten Erzählung macht Schreiber schmerzhaft klar, dass Frauenmorde nicht aus dem Nichts geschehen. Häufig gehen ihnen über lange Zeit Grenzüberschreitungen und Respektlosigkeiten voraus, die allzu oft übersehen oder verharmlost werden. «Da, wo ich dich sehen kann» ist kein Kriminalroman, sondern eine eindringliche literarische Auseinandersetzung mit dem systemischen Versagen einer Gesellschaft. Die geschilderte Gewalt ist bittere Realität und keine Ausnahme. Gerade deshalb ist dieses Buch eine eindrückliche Aufforderung, hinzuschauen, nachzufragen und häusliche Gewalt sowie Frauenmorde nicht als «Beziehungsdramen» zu verharmlosen. Der Roman gehört für mich zu den wichtigsten Büchern des vergangenen Jahres.
Das Ziel der Klangtherapie ist stets die Entspannung und die Stärkung der Selbstheilungskräfte. Werden wir innerlich wieder «stimmig», finden wir auch in unserem Tun leichter zur Balance. Gerade in Zeiten von Stress, hoher Belastung oder gesundheitlichen Herausforderungen kann Klangtherapie einen Raum für Ruhe und Entspannung schaffen. Viele Menschen erleben während einer Behandlung eine tiefe körperliche und mentale Entspannung. Auch wenn die Wirkung individuell unterschiedlich wahrgenommen wird, kann das bewusste Erleben von Klang dazu beitragen, das Körperempfinden zu stärken und Momente der Regeneration zu ermöglichen. Klangtherapie lädt dazu ein, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und den eigenen Ressourcen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Haben Sie Fragen? Sie erreichen uns unter gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch oder unter der Telefonnummer 044 714 26 68
«Da, wo ich dich sehen kann» von Jasmin Schreiber. Eichborn Verlag, Köln 2025. (Bilder zvg)
June Schraner.
Die auf der Buchenegg aufgewachsene Autorin Irene Abbassi-Mosimann (Pseudonym Zoe Winter) vor dem Panorama auf der Felsenegg. Das Cover des Buches zeigt den gleichen Blick über den Zürichsee. (Bild Regula Zellweger)
Im Hoch Ybrig einen «Hammertag» auf Ski und Snowboards verbracht
Schneesporttag der Sekundarschule Hausen im Hoch Ybrig wird zum vollen Erfolg
Rund 150 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Hausen versammelten sich am frühen Morgen um 7.45 Uhr zum gemeinsamen Schneesporttag. Mit vier Cars machten sich die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen auf den Weg ins Skigebiet Hoch Ybrig. Dort erwarteten sie beste Bedingungen. Bei strahlendem Wetter und hervorragend präparierten Pisten verbrachten die Schülerinnen und Schüler den Tag in kleinen Gruppen auf Ski oder Snowboards.
Die Freude an der Bewegung im Schnee war überall spürbar und viele nutzten die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu verbessern oder neue Erfahrungen auf der Piste zu sammeln. Für einige war der Tag sogar eine Premiere. Gonçalo stand zum ersten Mal auf Ski. Besonders stolz berichtete er am Ende des Tages von seinen Fortschritten. Sein Skilehrer Manuel habe ihn gelobt und gesagt, dass er es bereits gut im Griff habe und schon einige Kurven fahren konnte.
Auch andere Erlebnisse werden vielen in Erinnerung bleiben. Nico schaffte an diesem Tag seinen ersten Backflip und zeigte sich danach begeistert von der besonderen Atmosphäre im Skigebiet und vom gemeinsamen Erlebnis mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern. Lucia fasste den Tag mit einem Lächeln zusammen: «Es war ein Hammer-
Die Schülerinnen und Schüler aus Hausen konnten sich bei herrlichem Sonnenschein sportlich betätigen und vergnügen. (Bilder zvg)
tag. Jetzt bin ich müde und mein Knie tut zwar etwas weh, aber besser hätte der Skitag nicht sein können.» Am Nachmittag traten die vier Cars gegen 15.50
Uhr die Rückfahrt Richtung Hausen an. Rund eine Stunde später, um 16.50 Uhr, erreichten die Schülerinnen und Schüler wieder ihre Schule, wo viele Eltern ihre
Ski-Manufaktur besichtigt
Ehemalige Skicracks des SC Bonstetten zu Besuch bei Stöckli
Die Ü60-Mitglieder des Ski Club Bonstetten, allesamt einst aktive Rennläufer im alpinen Bereich oder im Langlauf, pflegen bis heute ihre Begeisterung für den Schneesport. Ihr Interesse an der Entwicklung moderner Ski führte sie kürzlich zur Besichtigung der StöckliSkimanufaktur in Malters. Viele der Teilnehmenden blicken auf eine enge Verbindung zur früheren Skifabrik Streule in Schlieren zurück. Diese war insbesondere bekannt für die Ausrüstung der Schweizer Armee sowie für ihr Engagement im Nachwuchsbereich. Auch der 1984 gegründete Ski Club Bonstetten profitierte damals von günstigen Direktbezügen ab Fabrik. 1998 wurde Streule von Stöckli übernommen – heute produziert das Unternehmen rund 80000 Paar Ski pro Jahr für den weltweiten Markt.
Die Anreise nach Malters erfolgte mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor
Ort erhielt die Gruppe spannende Einblicke in die Geschichte und Philosophie des Unternehmens, das für Schweizer Qualität, Handarbeit und Innovation steht. Die Führung, geleitet von Guide Hanspeter, führte durch den gesamten Produktionsprozess – von der Materialauswahl bis zum fertigen Ski. Im Materiallager erfuhren die Teilnehmenden, welche zentrale Rolle der Holzkern als Herzstück jedes Skis spielt. Schritt für Schritt wurde der Aufbau des sogenannten Sandwichs erläutert, bei dem Materialien wie Fiberglas, Carbon, Titanal und Stahlkanten präzise geschichtet werden. Besonders eindrücklich war die Besichtigung der Pressanlagen, in denen die Rohlinge unter hohem Druck und Wärme ihre endgültige Form erhalten.
In der Endfertigung sorgen moderne Maschinen für den Feinschliff, während jedes Paar Ski zusätzlich von Hand kontrolliert wird. Rund 90 Mitarbeiten-
de sind an der Produktion beteiligt. Auch der Bezug zum Spitzensport wurde thematisiert: Stöckli arbeitet eng mit Athleten wie Marco Odermatt zusammen, der pro Saison rund 100 Paar Ski für verschiedene Disziplinen benötigt.
Beim abschliessenden Rundgang durch den Showroom konnten aktuelle Modelle begutachtet und Fragen gestellt werden. Die Kombination aus traditioneller Handarbeit und moderner Technologie beeindruckte die Besucher sichtlich.
Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die ehemaligen Skicracks zufrieden mit dem Zug via Luzern nach Bonstetten zurück.
Walter Mätzler, Ü60 Ski Club Bonstetten
Weitere
glücklichen und sichtlich zufriedenen Kinder in Empfang nahmen. Der Schneesporttag bleibt damit für alle Beteiligten als sportliches und ge-
meinschaftliches Erlebnis in bester Erinnerung.
Lucian Hofstetter, Sekundarschule Hausen
Das Lesen fördern
Freiwillige unterstützen Kinder beim
Die Bibliothek Wettswil beteiligt sich seit September 2024 am Leseförderprogramm «Lesetandem in der Bibliothek», das von der Fachstelle Bibliotheken des Kantons Zürich unterstützt wird. Im Rahmen dieses Programms treffen sich derzeit acht Lesementorinnen einmal pro Woche mit einem Schulkind in der Bibliothek. Gemeinsam lesen sie Geschichten, spielen Spiele und verbringen Zeit miteinander. In der ruhigen Atmosphäre der Bibliothek entdecken die Kinder die Freude am Lesen und an Büchern.
Lesementorinnen gesucht
An der Primarschule Wettswil gibt es weitere Kinder, die gerne an einem Lesetandem teilnehmen würden. Deshalb sucht die Bibliothek zusätzliche freiwil-
Lesen
lige Lesementorinnen, die sich wöchentlich einmal mit einem Lesekind in der Bibliothek treffen. Interessierte Lesementorinnen und -mentoren können eine Einführungsschulung der Fachstelle Bibliotheken besuchen. Dort erhalten sie praktische Ideen und lernen Methoden der Leseförderung kennen. Eine Lesementorin beschreibt ihre Erfahrung so: «Oft komme ich müde von der Vormittagsarbeit zum Lesetandem. Die Zeit mit meinem Lesekind geniesse ich jedes Mal. Danach gehe ich frisch und gut gelaunt nach Hause.» Wer Interesse hat, als Lesementorin mitzuwirken, kann sich in der Bibliothek Wettswil melden: Telefon 04470039 37 oder per E-Mail an fabienne.maurer@schulewettswil.ch.
Bibliothek Wettswil
Original Abfahrtsski von Marco Odermatt: Olympiasieger, Weltmeister, Gesamtweltcupsieger auf Stöckli-Ski. (Bild zvg)
Feier für einen grünen Meilenstein der Hoffnung
Übergabe des Zertifikats «Grüner Güggel» an die Kirchgemeinde Konauer Amt
Marianne Voss
Es hätte am vergangenen Sonntag noch Platz gehabt in der reformierten Kirche Bonstetten. Dies, obwohl es für die Kirchgemeinde Knonauer Amt das Erreichen eines wichtigen Meilensteins zu feiern gab. Im Rahmen des Gottesdienstes fand die offizielle Übergabe des Zer-
tifikats «Grüner Güggel» statt. Vor drei Jahren hatte die Kirchenpflege beschlossen, dass der «Grüne Güggel» bald an allen neun Kirchenorten krähen soll. Mit dem für Kirchen entwickelten Umweltmanagementsystem «Grüner Güggel» möchte die Kirchgemeinde Knonauer Amt massgeblich an der Bewahrung der Schöpfung mitwirken. Affoltern wurde bereits 2022 zertifiziert, noch vor der Zusammenlegung der neun reformierten Kirchgemeinden. Für die verbleibenden acht Kirchenorte begann der zweijährige Weg zum «Grünen Güggel» im Januar 2024. Das Ziel der Zertifizierung besteht darin, sich im Umweltbereich stetig zu verbessern und zu wissen, wo es noch zu tun gibt. Es geht dabei
nicht nur um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen, sondern beispielsweise auch um die Abfalltrennung, das Fördern von einheimischen Pflanzen auf dem Areal oder den bewussten Umgang mit Wasser oder Papier.
Für die Auszeichnung mit dem «Grünen Güggel» musste die Umweltkommission der Kirchgemeinde Knonauer Amt einen anspruchsvollen, lehrreichen Weg zurücklegen mit der Begehung aller Liegenschaften und der Definition der Massnahmen. In einem ausführlichen Umweltbericht ist nun festgehalten, wo die Kirchgemeinde steht und was bis zur Rezertifizierung in vier Jahren umgesetzt werden soll. Die Verleihung des Zertifikats stellt also nicht das Erreichen eines Zieles, sondern eines Meilensteins auf dem Weg dar.
Neun Urkunden für neun Kirchenorte Doch eine erste Wegstrecke war nun erfolgreich absolviert, und das wurde im Rahmen des Gottesdienstes gefeiert.
Pfarrerin Susanne Sauder stellte ihre Predigt in den Fokus des hoffnungsvollen Grüns und begrüsste die Anwesenden humorvoll mit: «Liebe GrünerGüggel-Gemeinde.» Sie ging auf das Samen-Gleichnis aus Matthäus 13 ein und zeigte auf, dass der Ursprung von allem die Samen sind. Sie führte aus, dass Gott in der Schöpfungsgeschichte die Pflanzen am dritten Tag erschaffen hat. «Und ohne Pflanzen könnten die Tiere und wir Menschen nicht leben. Die Pflanzen sind auch unsere Beherbergerinnen und Raumgestalterinnen.» Die Worte drehten sich nicht nur ums Grün,
Renaturierte Auenlandschaft an der Aare besichtigt
Seniorengruppe aus Birmensdorf erlebt Natur und Landschaft im Wandel Bei ökologischen Aufwertungen im Landwirtschaftsland und bei der Renaturierung von Auenlandschaften gehört der Kanton Aargau zu den Vorreitern. Bereits 1993 wurde beschlossen, mindestens ein Prozent der Kantonsfläche unter Schutz zu stellen. Die Eingriffe in die Aarelandschaft waren zuvor erheblich: Das Kraftwerk in Villnachern sowie zwei Hilfswehre in der alten Aare veränderten den Abfluss stark. Hochwasser, die für intakte Auen wichtig sind, treten kaum mehr auf. Zudem entwickelte sich die Aare unterhalb von Wildegg zu einem Stausee mit monotonen Seitendämmen, wodurch Feuchtwiesen austrockneten. Eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren aus Birmensdorf und Umgebung machte sich ein Bild vor Ort. Mit der Bahn reis-
ten sie via Zürich Altstetten und Baden nach Wildegg und wanderten anschlies-
Mobiliar im Gemeindesaal Bonstetten wird ersetzt
Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Bonstetten
Das Mobiliar aus dem Gemeindesaal stammt aus dem Jahr 1964 und hat seine Lebensdauer überschritten. An verschiedenen Möbelstücken sind Risse sowie Abplatzungen im Lack feststellbar. Zudem entspricht das bestehende Mobiliar hinsichtlich Funktionalität und Handhabung nicht mehr den heutigen Anforderungen. Insbesondere die bestehenden Tische sind sehr schwer, unhandlich und ergonomisch nicht mehr zeitgemäss. Aus diesen Gründen ist ein Ersatz des bestehenden Mobiliars angezeigt. Vorgesehen ist die Anschaffung von 70 Tischen, 420 Stühlen und zwei Transportkarren für Stühle. Für dieses Vorhaben wurde in der Investitionsplanung 2026 ein Betrag von 120000 Franken für die Anschaffung von neuem
Mobiliar eingestellt. Der Gemeinderat hat den Auftrag der Embru-Werke AG, Rüti ZH, in der Höhe von 92280.65 Franken vergeben.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• dem Amt für Landwirtschaft und Natur eine Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung «Schutz von Naturschutzgebieten mit überkommunaler Bedeutung in den Regionen Zimmerberg und Knonaueramt» verfasst;
• beschlossen, die Gründung von LEG (Lokale Elektrizitätsgemeinschaften) in der Kommunikation zu unterstützen und die gemeindeeigenen Solarproduktionen sowie die Stromverbraucher in die jeweiligen LEG einzubringen;
• einen Kredit für ein Softwareupdate für die Zeiterfassung der Verwaltungsangestellten genehmigt;
• die Stimmabgabe für die Erneuerungswahl der Verwaltungsräte der IKA PZS für 2026–2027 vorgenommen.
Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 10.03.2026
• eine aussergemeindliche Beschulung bewilligt;
• drei bewilligte Rückstellungsgesuche zur Kenntnis genommen;
• die Einladung zur Budgetversammlung des Vereins MSKA besprochen.
Stephan Sandhofer, Gemeindeschreiber a. i., Bonstetten
sondern auch um Hoffnung und Verlässlichkeit – was in der chaotischen Weltsituation abhandengekommen ist. Die Musikerin Veronica Hvalic umrahmte die Liturgie mit wohltuenden, stimmungsvollen Klängen am Flügel. Die Übergabe des Zertifikats erfolgte durch Feyna Hartmann vom Verein
«Ohne Pflanzen können Tiere und Menschen nicht leben.»
Susanne Sauder, Pfarrerin
oeku, der in der Kirchenlandschaft für Ökologie einsteht und die Zertifikatsstelle für den «Grünen Güggel» ist. Damit in jedem der neun Kirchenorte eine solche Urkunde aufgehängt werden kann, wurde sie in neunfacher Ausführung überreicht. Die goldenen Güggel auf den Türmen haben nun einen grünen zur Seite erhalten. Doch der «Grüne Güggel» hat seinen Platz nicht auf dem Kirchturm. Er steht für eine Haltung, einen Weg und viel Willen. Während des Prozesses bis zur Zertifizierung leitete Prisca Risold, Umweltbeauftragte der Kirchgemeinde, die Umweltkommission. Auch weiterhin wird sie die Realisierung der Massnahmen begleiten. Dazu sagte sie nach der Übergabe der Zertifikate: «Das war nun die erste Phase, das war das Säen. Jetzt haben wir vier Jahre Zeit für die Umsetzung. Ich bin gespannt auf diese nächste Phase.»
send der Aare entlang. Dabei wurde sichtbar, welche Renaturierungsmassnahmen bereits umgesetzt wurden.
Unterwegs bot sich nicht nur Natur, sondern auch kulinarischer Genuss: Im Restaurant Bad-Stübli in SchinznachBad stärkte sich die Gruppe bei einem feinen Mittagessen. Die Wanderung führte weiter unter der Autobahnbrücke hindurch, wo ein neues Fliessgewässer angelegt wurde. Dieses bietet Arten wie Bitterlingen und Bachneunaugen neuen Lebensraum.
Beim Stierehölzli wird der Föhrenwald regelmässig beweidet, um offene Flächen für seltene Orchideen zu erhalten. Es folgten eindrückliche Abschnitte mit grossen Kiesinseln im Fluss. In Wildi-
schachen wurde ein Wildbach neu ausgehoben – mit raschem Erfolg: Bereits wenige Monate später konnten dort wieder 24 Fischarten nachgewiesen werden. Am Ende der Schacheninsel entstanden zudem mehrere Tümpel für Amphibien.
Die Route führte schliesslich zum «Schwarzen Turm», wo sich die Aare durch eine enge, rund zwölf Meter breite Schlucht zwängt, und weiter durch die sehenswerte Altstadt von Brugg bis zum Bahnhof. Die Exkursion bot eindrückliche Einblicke in die gelungene Verbindung von Naturschutz und Landschaftsentwicklung.
Dölf Gabriel, Wanderleiter
Knonau als kinderfreundliche Gemeinde rezertifiziert
Im Dezember 2021 wurde Knonau von Unicef als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet. Als 50. zertifizierte Gemeinde konnten in der Zwischenzeit diverse Angebote und Anlässe für Kinder und Jugendliche etabliert werden. Das Zertifikat wurde für vier Jahre ausgestellt. Danach führte Unicef eine Evaluation durch, um zu prüfen, ob Knonau weiterhin als «Kinderfreundliche Gemeinde» für die nächsten fünf Jahre zertifiziert werden soll.
Eindrücklich und spannend
Die Kommission «Kinderfreundliche Gemeinde» entschied sich, Knonau erneut als «Kinderfreundliche Gemeinde» auszuzeichnen. Die Mitglieder haben den Prozess, die Themen und die Massnahmen der Gemeinde diskutiert und diese als sehr eindrücklich und spannend empfunden. Das Engagement der Gemeinde Knonau für Kinder, Jugendliche und Familien ist deutlich spürbar und die im aktuellen Aktionsplan definierten Massnahmen zielen auf eine noch stärkere Systematisierung und Verankerung einer kinderfreundlichen Politik ab. Dies wurde von der Kommission sehr positiv bewertet.
Beim Unicef-Familienfest mitfeiern Diese erfreulichen News werden offiziell mit der Übergabe des erneuten Zertifikats gefeiert. Anlässlich des Unicef-Familienfestes am 30. Mai auf dem Stampfiplatz wird Unicef diese Auszeichnung übergeben. Dabei sein und ein wunderbares Familienfest geniessen. Weitere Details zum Anlass folgen. Gemeinderat Knonau
Die Senioren-Wandergruppe Birmensdorf und Umgebung. (Bild zvg)
Neun Urkunden für die neun Kirchenorte. Mitglieder der Umweltkommission und Prisca Risold (rechts vorne) mit den Zertifikaten «Grüner Güggel». (Bild Marianne Voss)
ÄMTLER KANTONSRÄTE MEINEN
Tamara Fakhreddine, FDP, Bonstetten
Steuerinitiative
Es bereitet mir Sorgen zu sehen, wie sehr wir uns weltpolitisch von Demokratie entfernen. Unsere Demokratie gilt weltweit als funktionierendes Paradebeispiel. Umso wichtiger zu verstehen, wo die Stärke und Stabilität dieses Systems herkommen. Es verbindet direkte Mitbestimmung mit föderalen Strukturen (dem manchmal nervigen Kantönligeist), einer vielfältigen Parteilandschaft und einer besonderen Zutat: dem Milizsystem.
Das «von Kanton zu Kanton anders», ist nicht immer effizient, aber urschweizerisch. Wir Zürcher sind halt echli anders als die Glarner und haben auch andere Herausforderungen. Nach drei Jahren im
Kantonsrat weiss ich, wie viele Stellen einen regen Austausch pflegen, Zusammenarbeit etabliert haben und die Unterschiede gewinnbringend nutzen.
Das Milizsystem bedeutet keine Berufspolitiker, sondern Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortung übernehmen.
Genau darin liegt eine grosse Stärke: Entscheidungen werden von Menschen getroffen, die die Realität des Alltags kennen und die Anliegen der Bevölkerung aus eigener Erfahrung verstehen.
Unsere Demokratie lebt davon, dass sich Menschen aktiv einbringen – durch Abstimmungen, Initiativen oder durch die Übernahme eines Amtes. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlich
keit. Es erfordert Zeit, Einsatz und persönliche Kompromisse. Gerade die kommunale Ebene ist der Bevölkerung am nächsten. Dankbarkeit oder Blumen sind selten, dafür Erwartungen, öffentliches Bewerten und Beurteilen. Wir brauchen Menschen, die sich engagieren, auch mal Fehler machen und daraus lernen. Wir brauchen Gremien, die vielfältig zusammengesetzt sind und die unterschiedlichen Parteicouleurs vertreten.
Wenn sich weniger Menschen bereit erklären, Verantwortung zu übernehmen, gerät das System unter Druck. Die Vielfalt an Perspektiven nimmt ab, die Belastung für die verbleibenden Amts
träger steigt, und die Gefahr wächst, dass Entscheidungen von einer immer kleineren Gruppe getragen werden. Deshalb bedanke ich mich bei allen Behördenmitgliedern für ihren geleisteten Einsatz und bei allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft, ihren Mut und ihr Engagement, sich zu exponieren und Verantwortung zu übernehmen.
Im Bezirk ist mir aufgefallen, wie viele Parteilose gewählt wurden. Es ist schade, dass Parteizugehörigkeit nicht mehr hipp ist. Die Parteien mit ihren Ideologien und Parteiprogrammen sind unerlässlich für unsere Politik – sie und die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen
Standpunkten. Das dort geleistete Engagement stärkt die demokratischen Institutionen und die politischen Prozesse.
Die Zukunft der Demokratie hängt wesentlich vom Verständnis geteilter Ziele, der Akzeptanz der Vielfältigkeit und der Bereitschaft zum Dialog ab. Das Milizsystem und die Parteilandschaft sind mehr als eine Organisationsform –es ist Ausdruck eines gesellschaftlichen Selbstverständnisses, in dem Mitverantwortung und Gemeinsinn eine tragende Rolle spielen, und ich wünsche mir, dass auch die zukünftigen Behörden im Bezirk und die Wähler zu einer konstruktiven politischen Kultur beitragen.
Kurze Versammlung, viel Zeit für Genuss
Voller Saal an der Vereinsversammlung des Hauseigentümerverbands Albis
Marianne Voss
Wenn an einem Freitagabend in Affoltern vor sechs Uhr viele Menschen in einer langen Schlange vor dem Kasinosaal anstehen, findet möglicherweise die Vereinsversammlung des Hauseigentümerverbands (HEV) Albis statt. Der Anlass ist immer gut besucht, im Saal müssen jeweils sogar auf der Büh
«Wir hoffen, dass es nun wirklich zügig vorangeht und sich die Umsetzung des Volkswillens nicht verzögert.»
Martin Fröhli, Präsident HEV Albis
ne Tische aufgestellt werden, um allen Gästen einen Platz anzubieten. Am vergangenen Freitag war beim Apéro im Foyer schon eine Stunde vor Beginn kein Durchkommen mehr. Die Angekommenen unterhielten sich angeregt und genossen dabei ein Getränk mit Snacks. Auf die Frage, warum sie oder er heute hier sei, lauteten die Antworten: «Das ist jeweils ein gemütlicher Abend, wo man sich gerne trifft» oder «Es gibt jeweils ein feines Nachtessen, da muss ich nicht kochen» oder «Die Traktanden dauern nicht lange, und der Unterhaltungsteil begeistert mich immer».
Traktanden schnell abgehandelt Es war so. Die offizielle Versammlung mit den üblichen Traktanden wurde von Präsident Martin Fröhli geleitet und dauerte nur 30 Minuten. 370 Personen waren im Saal anwesend, davon 235 Stimmberechtigte. Sie gaben sämtlichen Geschäften ohne Diskussionen ihre Zu
370
Personen waren im Saal anwesend, davon 235 stimmberechtigt.
stimmung, so auch der Jahresrechnung, die einen kleinen Gewinn ausweist.
In diesem Jahr geht die Amtszeit von Vorstandsmitglied Franziska Marty aus Affoltern zu Ende. Sie wird als erfahrene immobilienaffine Frau im Vorstand sehr geschätzt. In Abwesenheit wurde sie von der Versammlung einstimmig für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Im Jahresprogramm 2026 sind wieder verschiedene Angebote aufgeführt: ein Frühlingsanlass – dieses Mal zum Thema Immobilienentwicklung im
An der HEV-Versammlung, von links: Präsident Martin Fröhli und die Vorstandsmitglieder Matthias Bär, Anne-Marie Bischofberger, Dominique
und Erwin Höfliger. (Bilder Marianne Voss)
Knonauer Amt –, ein Tagesausflug im Herbst ins Entlebuch und zum vierten Mal ein LottoAbend.
Genuss und Gemütlichkeit
Im Rückblick auf das Jahr 2025 ist für Martin Fröhli die Abschaffung des Eigenmietwertes ein ganz besonderer Meilenstein – ein historischer Entscheid des Schweizer Stimmvolks. Die Umsetzung benötige nun Zeit und könne frühestens am 1. Januar 2028 erfolgen. «Wir hoffen, dass es nun wirklich zügig vorangeht und sich die Umsetzung des Volkswillens nicht verzögert», so der Präsident. Nach der kurzen Versammlung folgte der gesellschaftliche Teil mit Genuss und Gemütlichkeit. Für die Unterhaltung sorgten die Musiker des Quartetts waschächt. Mit viel Schwung griffen sie in die Tasten und Saiten und brachten mit vielseitiger Ländlermusik eine fröhliche Atmosphäre in den grossen Saal. Sie begeisterten das Publikum mit urchigen bodenständigen Klängen, aber auch mit bekannten Melodien aus der Unterhaltungsmusik.
Lipp, Manuela Huber
Das Quartett waschächt begeisterte mit schwungvoller, mitreissender Musik.
Herzlichen Dank für das Vertrauen
Am 8. März haben die Wahlberechtigten Esther Lendenmann und mich in den Gemeinderat von Hausen gewählt. Diese Wahl erfüllt mich mit grosser Freude und Dankbarkeit. Herzlichen Dank an alle, die mir ihre Stimme gegeben und mir damit ihr Vertrauen ausgesprochen haben. In den vergangenen Wochen habe ich vermehrt den Kontakt zur Bevölkerung gesucht. Die Gespräche waren für mich sehr wertvoll. Dabei ging es um unterschiedliche Themen, die viele Menschen in Hausen bewegen: die Sicherheit im öffentlichen Raum, Fragen rund um Infrastruktur und Wohnraum, den sorg-
samen Umgang mit unserer Natur und unseren Gewässern sowie Anliegen im sozialen Bereich. Hausen zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität, eine wunderschöne Landschaft und vor allem durch einen starken Zusammenhalt aus. Diese Stärken gilt es zu bewahren und gleichzeitig die Herausforderungen der Zukunft mit Augenmass und Verantwortungsbewusstsein anzugehen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gemeinderat und mit der Bevölkerung. Dabei ist es mir wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Anliegen aufzunehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. Aus diesem Grund kandidiere ich im zweiten Wahlgang für das Gemeindepräsidium. Ich konnte mich beruflich so organisieren, dass ich mein Pensum reduzieren kann, und meine Kinder sind erwachsen, sodass ich die notwendige Zeit für dieses verantwortungsvolle Amt aufbringen kann. Ich freue mich, wenn Sie mir auch für das Gemeindepräsidium Ihr Vertrauen schenken.
Olivier Hofmann, Hausen
Anders wahrgenommen
Replik auf den Artikel von Claudia Eugster mit dem Titel «Viele Wege führen nach Rom» im «Anzeiger» vom 12. März.
Bei der Lektüre stellte sich mir die Frage, ob ich dieselbe Veranstaltung besucht habe, da ich die Orientierungsveranstaltung der Primarschule Bonstetten zum Thema «Vision 2033» am 12. März in zentralen Punkten anders wahrgenommen habe.
Aus meiner Sicht war die Veranstaltung stark von kritischen Fragen der anwesenden Eltern geprägt, die teils mit Beifall unterstützt wurden. Viele dieser Fragen wurden jedoch nur allgemein beantwortet. Wiederholt wurde auf die FAQ der Schulwebsite verwiesen, deren Inhalte ihrerseits bereits hinterfragt wurden, da auch dort konkrete Antworten fehlen.
Statt Klarheit zu schaffen, hat der Anlass bei einigen Eltern zusätzliche Unsicherheiten ausgelöst. Es entstand der Eindruck, dass die Veranstaltung vor allem einem formalen Zweck diente. Gewünscht gewesen wären mehr Transparenz sowie nachvoll-
Wahlen sind Auswahlen: Direkte Demokratie lebt davon
Wahlen sind ein zentraler Bestandteil unserer direkten Demokratie. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, aktiv über die Zukunft unserer schönen Region mitzuentscheiden. Dass immer noch mehr als die Hälfte der Abstimmungsberechtigten ihr Stimmrecht wahrnimmt, ist alles andere als selbstverständlich. Deshalb möchten wir uns als GLP Knonaueramt einmal ganz herz-
Ihre Meinung ist willkommen!
Gerne können Sie der Redaktion des «Anzeigers» einen Leserinnen- oder Leserbrief schicken. Dazu gibt es ein paar wichtige Regeln: Ihre Meinungsäusserung muss mit Namen sowie Adresse und Telefonnummer des Verfassers oder der Verfasserin versehen sein und soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen oder einen Beitrag im «Anzeiger» kommentieren. Reine Danksagungen sind nicht erwünscht. Kurzgefasste Zuschriften haben Vorrang. Vermeiden Sie Abkürzungen.
Wir achten darauf, dass nur Briefe in einem freundlichen Tonfall sowie ohne Verletzung von Persönlichkeitsrechten Dritter publiziert werden. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Auch private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht. Der Inhalt des Leserbriefes muss zudem die eigene Meinung abbilden und bei Zitaten eine Quelle nennen. Auch wichtig: Der Verfasser des Leserbriefes muss mit dem Absender identisch sein. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
Redaktionsschluss beachten
Aufgeben können Sie Ihre Äusserung unter www.affolteranzeiger.ch/ mitmachen/leserbrief-einreichen. Für eine Veröffentlichung am Dienstag sollte die Zuschrift am vorangehenden Freitagmittag auf der Redaktion eintreffen. Für eine Publikation am Freitag schicken Sie uns Ihre Meinungsäusserung bitte bis am Mittwochmittag. Über eine Nichtpublikation wird keine Korrespondenz geführt. (red)
lich bei allen bedanken, die wählen gegangen sind, unabhängig davon, wen sie in den Erneuerungswahlen gewählt haben. Ihre Teilnahme zeigt, dass Ihnen unsere Demokratie am Herzen liegt. Ein besonderer Dank gilt auch all jenen, die bereit waren, sich zur Wahl zu stellen. Unser politisches System basiert in der Schweiz auf dem Milizgedanken: Bürgerinnen und Bürger übernehmen
neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen Verantwortung für die Gemeinschaft. Dieses Engagement ist die Grundlage einer lebendigen lokalen Politik und verdient grosse Anerkennung. Ebenso möchten wir den Kandidatinnen und Kandidaten danken, die nicht gewählt wurden. Der Mut, sich zur Wahl zu stellen, Zeit zu investieren und sich öffentlich zur Verfügung zu stellen, ver-
Unterflurcontainer in Aeugst: Verbesserungen «fadenscheinig»
Replik auf den Artikel vom Gemeinderat Aeugst mit dem Titel «Unterflurcontainer –Konzept gestartet» im «Anzeiger» vom 20. März.
Der Gemeinderat Aeugst plant also, Unterflurcontainer einzuführen. Die Argumente aus Sicht der Gemeinde kann ich zu einem Teil nachvollziehen. Ich finde es aber eine ziemliche Anmassung, davon zu sprechen, dass es eine Verbesserung für die Bevölkerung sein soll. Die erwähnten Verbesserungen empfinde ich als fadenscheinig.
Wie kommen die Abfallsäcke denn zu diesen Unterflurcontainern? Genau, jeder fährt mit dem Auto dorthin. Und was ist mit den älteren, und vielleicht gebrechlichen Menschen, die kein Auto haben?
Aus meiner Sicht will da die Gemeinde am falschen Ort sparen. Zudem wird es vermutlich sehr lange dauern, bis die Gemeinde überhaupt etwas spart, wenn man die Kosten für diese Unterflurcontainer miteinbezieht.
Roland Kossen, Aeugst
Dem Erfinder von Globi gerecht werden
Replik auf den Artikel von Angela Bernetta mit dem Titel «Von der Kapelle ins Kinderzimmer» im «Anzeiger» vom 20. März.
Schön, dass der «Anzeiger» dem Erfinder von Globi eine ganze Seite widmet. Da ich Robert Lips persönlich kannte, finde ich es weniger schön, wenn er als Lebemann, Frauenschwarm und im Umgang schwieriger Mensch beschrieben wird. Auch wurde Robert Lips nicht so gut
bezahlt, wie es im Bericht heisst. Jedenfalls beklagte er sich öfters, man lasse ihn am Erfolg seiner Figur kaum teilhaben. Wie auch immer, Robert Lips bereicherte im legendären Pfauen nicht nur mich mit seinem Witz und seinen Geschichten. Vielleicht empfanden ihn nur die als schwierig, denen er auch mal widersprach
Werner Fuchs, Hünenberg
ziehbare und konkrete Antworten. Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich Bildungssysteme weiterentwickeln. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb ein offenbar gut funktionierendes System grundlegend verändert werden soll, anstatt bewährte und zukunftsorientierte Elemente gezielt auszubauen.
Auch die Frage, wie engagierte Lehrpersonen im System gehalten werden können, wurde aus meiner Sicht unzureichend beantwortet. Der Hinweis, jede Person könne ihren Arbeitgeber frei wählen, wurde von mehreren Eltern als wenig sensibel empfunden und verstärkte den Eindruck, mit ihren Anliegen nicht ernst genommen zu werden.
Dabei geht es nicht nur um die Perspektive bis 2033, sondern vor allem um die Kinder, die die Schule in den kommenden Jahren besuchen. Eine offene, transparente und dialogorientierte Kommunikation erscheint daher umso wichtiger.
Suzanne Stenz, Bonstetten
dient grossen Respekt – unabhängig vom Wahlausgang. Ohne dieses Engagement wäre ein funktionierender demokratischer Wettbewerb gar nicht möglich. Schliesslich bedankt sich die GLP Knonaueramt ganz herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern, die den Kandidatinnen und Kandidaten der GLP ihr Vertrauen geschenkt haben. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir im Bezirk drei
Stadt braucht zweiten Standort
Bewegung ist für die Entwicklung der Kinder zentral, gerade auch während der Pausen, um Energien, Spannungen abzubauen und das Hirn zu aktivieren. Es wird uns immer wieder aus Studien berichtet, dass sich Kinder zu wenig bewegen. Da steht die Planung eines zusätzlichen Schulhauses auf dem Pausenplatz der jetzigen Primarschulen sehr quer in der Landschaft. Schon jetzt ist zu beobachten, dass die Pausenplätze sehr dicht bespielt werden von den Kindern. Wie soll das gehen, wenn zukünftig deutlich mehr Kinder auf deutlich kleinerem Raum den Platz nutzen sollen? Sinnvoll wäre auch ein Schulweg, der von den Kindern selbstständig bewältigt werden könnte. Viele Neubauten sind sehr weit vom Primarschulhaus entfernt, von einer 12-Minuten-Stadt für die verletzlichsten, kleinsten Bewohner und Bewohnerinnen unserer Stadt sind wir da sehr weit entfernt. Weshalb wurde bis jetzt nie ein zweiter Standort diskutiert?
Brigitte Kubli-Aeberhard, Affoltern
zusätzliche Sitze beziehungsweise Ämter gewinnen. Dieses Ergebnis ist für uns eine grosse Motivation und zugleich eine Verpflichtung, uns weiterhin engagiert, sachlich und lösungsorientiert für den Bezirk und unsere Wohngemeinden einzusetzen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen!
Replik auf den Artikel vom Gemeinderat Aeugst mit dem Titel «Unterflurcontainer –Konzept gestartet» im «Anzeiger» vom 20. März.
Was die Umstellung der Gemeinde auf Microsoft 365 betrifft, habe ich starke Bedenken. In der Stadt Zürich versucht man nur schon aus finanziellen Gründen, von Microsoft loszukommen, weil sich die jährlichen Ausgaben Zürichs für Microsoft-Lizenzen seit 2019 vervierfacht haben. Datenschützer warnen massiv vor der Einführung von Micro-
soft 365 in Verwaltungen. Es gibt mittlerweile starke Bedenken hinsichtlich Datenschutz, digitaler Souveränität und Abhängigkeit von US-Technologie. Kritisiert werden auch potenzielle US-Zugriffe (Cloud Act) auf sensible Daten. Und auf diesen Zug will Aeugst nun aufspringen?
Warum prüft man nicht Alternativen wie Open-Source-Lösungen (Linux, LibreOffice), um die Abhängigkeiten zu verringern?
Dieser Storch scheint sich nicht an den elektromagnetischen Wellen des Funkmastes zu stören. Im Gegenteil, es scheint sich ausgezeichnet für ein Nest zu eignen, wie dieses Foto von Bernhard Burkhard aus Wettswil beweist. Ob das zu Funkstörungen führt? (red) Bild Bernhard Burkhard
Freut sich auf die Zusammenarbeit: Olivier Hofmann. (Bild zvg)
Musical im Casino VocalCord führt am Wochenende vom 27. bis 29. März sein neuestes Musical in Affoltern auf. Seite 13
Harter Gegner
Der FCWB unterlag dem SC YF Juventus auswärts im Spitzenspiel mit 1:0. Seite 17
Traumhafter Start
Der Schachclub Wettswil triumphierte zum Saisonstart gleich mit 7:1 über Tribschen. Seite 18
Handwerk mit Weitsicht in Wettswil
Reto Bernhards 30 Jahre unternehmerische
rao DeviprasaD
Wenn Reto Bernhard über seine Arbeit spricht, zitiert er oft ein zeitloses Sprichwort: «Handwerk hat goldenen Boden.» In einer Ära der rasanten Digitalisierung bleibt Reto ein unerschütterlicher Verfechter des Greifbaren. Seit fast 30 Jahren ist sein Unternehmen, die W.R. Bernhard Wettswil AG, eine feste Grösse im Säuliamt. Er hat bewiesen, dass nachhaltiger Erfolg auf Vertrauen und einem ehrlichen Handschlag basiert. Die Region Säuliamt sah viele Firmen kommen und gehen, doch sein Betrieb blieb ein konstantes Symbol für Zuverlässigkeit und Hingabe.
In der kompetitiven Welt der Sanitär- und Heizungsanlagen ist Langlebigkeit kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren Strategie. Retos Ansatz ist geprägt von einer Mischung aus tradi-
«Man musste genau darüber nachdenken, was man tun wollte.»
Reto Bernhard, Unternehmer
tioneller Handwerkskunst und modernem Management. Er navigierte den Markt mit ruhiger Hand und stellte sicher, dass sein Unternehmen technologisch einen Schritt voraus bleibt, ohne die persönliche Note zu verlieren. Heute steht die Firma als Beispiel dafür, wie ein spezialisierter Betrieb zu einem regionalen Marktführer heranwächst, indem er seinen Grundwerten – Qualität und Menschlichkeit – treu bleibt.
Die Präzision der «Berglogik» Retos Arbeitsethik wurde in der rauen Landschaft Graubündens geschmiedet. In Chur geboren, lernte er früh, dass Planung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit war. In den Bergen bedeutete die
MARKTPLATZ
Beständigkeit
Distanz zwischen Baustelle und Lieferant, dass Fehler kostspielig waren. Fehlte Material, gab es keinen schnellen Lieferservice. «Man musste genau darüber nachdenken, was man tun wollte und was man dazu benötigte, bevor man aufbrach», erinnert sich Reto. Diese fundamentale Disziplin begleitete ihn 1989 bei seinem Wechsel ins Unterland, wo er diese Prinzipien konsequent weiterführte.
Diese «Berglogik» wurde zum Eckpfeiler seiner Geschäftsphilosophie. Indem er dieselbe rigorose Vorbereitung auf lokale Projekte anwandte, die er bei alpinen Installationen perfektioniert hatte, bot Reto eine Effizienz, die seinen Betrieb abhob. So war der Übergang ins Säuliamt eine Reise der Anpassung, bei der er seine frühen Erfahrungen nutzte, um eine Kultur der Einsatzbereitschaft und Präzision zu etablieren.
Vom Lehrling zum Unternehmer
Retos Weg zeichnete sich bereits in der Sekundarschule ab. Trotz Vorbehalten seiner Eltern verfolgte er zielstrebig eine Lehre als Sanitärinstallateur, gefolgt von der Ausbildung zum Sanitärplaner. Sein Werdegang zeugt von der Kraft ständiger Weiterbildung; er meisterte alles von der Gassicherheit bis zu Elektroanschlussbewilligungen. «Es hält einen geistig fit», sagt er und ermutigt junge Menschen, das Handwerk als Feld voller Möglichkeiten zu sehen. 1993 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit –aus «absoluter Überzeugung».
Die ersten Jahre waren hart: Die Zinsen waren hoch und die Wirtschaft erholte sich gerade von einer Rezession. Reto lernte, um jeden Franken zu kämpfen und sein Inventar organisch aufzubauen, um Schulden zu vermeiden. «Schaue, dass du hast, bevor du sollst», rät er – eine Philosophie der finanziellen Besonnenheit, die es seinem Betrieb ermöglichte, zu einem Team von zehn Spezialisten heranzuwachsen. Dieser konservative Ansatz bot die nötige Stabilität, um wirtschaftliche Schwankungen unbeschadet zu überstehen. Durch stetiges Wachstum schuf Reto ein Unter-
nehmen, das ebenso widerstandsfähig wie angesehen ist. Ein Merkmal der Firma ist das «Hallöchen» – ein fröhlicher Gruss, der zum Markenzeichen wurde. Was als Logo-Idee mit einer winkenden Waschmaschine begann, entwickelte sich zur Mission, den Alltag aufzuhellen. «Heutzutage tut ein Lachen jedem gut, weil das Leben so hektisch ist», erklärt Reto. Diese menschliche Note wird durch ein Bekenntnis zu professionellen Standards ergänzt. Während er dem
Aufwand einer ISO-Zertifizierung anfangs skeptisch gegenüberstand, ist Reto heute ein Verfechter derselben. Die Zertifizierungen nach ISO 9001 und 14001 haben die Prozesse im Betrieb optimiert. Obwohl das Unternehmen das digitale Zeitalter voll angenommen hat, bleibt der Kern persönlich. Reto ist stolz auf die «familiäre» Atmosphäre. Mit zehn Mitarbeitenden bleibt der Betrieb überschaubar und eng vernetzt, was es dem Team ermöglicht, komplexe Pro-
Die Beiträge in der Rubrik «Marktplatz» wurden von Werbekunden eingereicht. Interessiert? Tel. 058 200 57 00
bleme gemeinsam zu lösen. Diese Struktur sorgt dafür, dass alle Mitarbeitenden motiviert sind, erfolgreich zu sein.
Stabwechsel und Ausblick
Angesichts des 30-jährigen Jubiläums blickt Reto mit Stolz in die Zukunft. Er hat frühzeitig einen Nachfolger in Lorenz Müller gesichert – eine Entscheidung, die er als eine seiner besten bezeichnet. Müller, der seit sechs Jahren an Retos Seite arbeitet, sieht diese Zeit als «unschätzbare Lernzeit». Müller betont: «Seine klaren Ziele, seine Effizienz und seine Fähigkeit, ständig neue Ideen zu entwickeln, beeindrucken mich täglich. Dieses Jubiläum steht für aussergewöhnliches Engagement.» Reto übergibt die Firma Ende 2026 in bewährte Hände.
«Ich habe absolut keine Bedenken wegen der nächsten 30 Jahre», sagt Reto mit einem Lächeln. Während er sich auf ein neues Kapitel vorbereitet, in dem er mehr Zeit mit seiner Frau Iris verbringen möchte, hinterlässt er einen klaren Plan für Erfolg: hart arbeiten, vorausschauend planen und dem Kunden immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das Vermächtnis der Firma liegt nicht nur in ihren Produkten und Dienstleistungen, sondern auch in der Motivation für hohen Qualitäts- und Leistungsstandard der «Hallööchen’s», der die Arbeit der nächsten Generation prägen wird. Für Reto ist dieser Weg ein Beweis dafür: Wenn man auf «einem soliden Fundament» baut, hat das auch Bestand.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Karl Graf Automobile AG – Tradition und Mobilität im Wandel
Ein Blick auf die neuesten Modelle bietet sich an der Frühlingsausstellung am 28. und 29. März in Mettmenstetten
Die Garage Graf in Mettmenstetten blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit 1932 steht das Familienunternehmen für Dienstleistungen rund ums Fahrzeug und wird heute bereits in der dritten Generation geführt. Rund 50Mitarbeitende sorgen dafür, dass Kundinnen und Kunden vom Kleinwagen bis zum 40-Tonnen-Lastwagen alles aus einer Hand erhalten. Besonders spezialisiert ist der Betrieb auf die offiziell vertretenen Marken Hyundai, Fiat Professional, Renault Trucks und Scania. Wie die gesamte Automobilbranche befindet sich auch die Garage Graf im Wandel. Ein zentrales Thema ist dabei die Elektromobilität. «Die Zukunft der Mobilität bringt für viele
Kundinnen und Kunden noch Fragen mit sich», erklärt Beat Graf. «Unser Ziel ist es, mit individueller Beratung Orientierung zu geben und passende Lösungen zu finden.»
Der Anteil an Elektrofahrzeugen liegt beim Betrieb bereits bei gut 35 Prozent. Nachhaltigkeit spielt jedoch nicht nur bei den Fahrzeugen eine Rolle. Auch das Dienstleistungsangebot wurde entsprechend erweitert: So können fast alle Fahrzeuge aus dem Handelssortiment auch gemietet werden. Zudem steht auf dem Areal eine AVIAVolt-120-kW-Schnellladestation zur Verfügung.
Ein Blick auf die neuesten Modelle bietet sich an der Frühlingsausstellung am 28. und 29. März, jeweils von 10 bis
17 Uhr. Besucherinnen und Besucher haben dort die Gelegenheit, aktuelle Hyundai-Modelle wie den Ioniq 5, Ioniq 6, Ioniq 9 EV sowie den Inster EV kennenzulernen. Ebenfalls präsentiert werden leichte Nutzfahrzeuge von Fiat Professional und Renault Trucks. Probefahrten sind vor Ort möglich, für das leibliche Wohl wird eine Werkstatt-Beiz geführt. «Wir freuen uns darauf, interessierte Besucherinnen und Besucher bei uns in Mettmenstetten begrüssen zu dürfen», sagt Robi Graf. «Die Ausstellung ist eine gute Gelegenheit, sich unverbindlich über neue Technologien und Fahrzeuge zu informieren.»
Karl Graf Automobile AG
Reto Bernhard (rechts) übergibt die Firma Ende Jahr an Lorenz Müller. (Bild Rao Deviprasad)
Bei der Probefahrt: Beat (links) und Robi Graf im neuen Hyundai Inster EV. (Bild zvg)
VocalCord führt neuestes Musical auf Für Liebhaberinnen und Liebhaber der Musik der 50er und 60er (Grease, Hairspray und Co.), farbiger Petticoats, rassiger Beats und ganz viel Schauspiellust und Gesangsfreude ist die neuste Musicalproduktion des VocalCords genau richtig. Am Wochenende des 27. bis 29. März führt der VocalCord sein neustes Musical «Komplett lackiert» im Casino Affoltern auf.
In der diesjährigen Produktion entführt der VocalCord das Publikum zurück ins Baltimore der 50er- und 60er-Jahre. Dort fühlt sich Jim zu etwas Grösserem bestimmt, endet dabei jedoch im Gefängnis. Seiner Frau Ruth gelingt es daraufhin dank der Hilfe ihrer Freundinnen und der gesamten Nachbarschaft, Jims Autogarage in
einen florierenden Coiffeursalon zu verwandeln. Sieben Jahre später, es ist mittlerweile 1963, scheint alles gut und auch die Tochter von Jim und Ruth ist zu einer selbstsicheren jungen Frau herangewachsen. In dieses Idyll platzt die Neuigkeit von Jims Rückkehr aus dem Gefängnis. Die Nachricht löst eine kleine Tsunamiwelle im gesamten Coiffeursalon aus. Nicht zu Unrecht, denn Jim stapft in gewohnter Mackermanier in den Laden und bringt ausschliesslich Chaos mit sich. Nur gemeinsam gelingt es Ruth und ihren Freundinnen, sich aus Jims Charm-Fängen zu befreien und zu emanzipieren. Wer an die raffiniert eingesetzten Requisiten und Kostüme des VocalCords gewöhnt ist, wird auch dies-
Mittwochs-Velogruppe hält sich jung
Jeden Mittwoch – sofern das Wetter mitspielt – treffen sich acht pensionierte Velofans zu einer gemeinsamen E-BikeTour. Startpunkt ist jeweils um 10 Uhr beim Guggenbühl. Die Strecken führen rund 40 bis 50 Kilometer durch die Region und bieten Gelegenheit, Bewegung an der frischen Luft mit geselligem Beisammensein zu verbinden. Die Route wird von Rolf Bühler ausgewählt, während Reto von Arx jeweils ein passendes Restaurant für die Mittagspause vorschlägt. Nach der Rückkehr lassen die Teilnehmenden den Tag traditionsgemäss bei einem «Schluck» ausklingen – früher in der «Linde», heute je nach Wetterlage beim «Betschart» oder im «Sam’s». Die Gruppe schätzt nicht nur das sportliche Vergnügen, sondern auch die Freundschaft, die über die Jahre gewachsen ist. «Gemeinsam bleiben wir in Bewegung –körperlich wie auch im Kopf», sagt einer der Mitfahrenden mit einem Lächeln.
mal nicht enttäuscht. Das Bühnenbild verändert sich vor den Augen des Publikums immer wieder passend zur Handlung. Und auch die Kostümelemente erweisen sich als äusserst versatil und vielseitig einsetzbar. Wer wissen will, wie das auf der Bühne wirkt und sich auf ausdrucksstarke Solopassagen und vielschichtige Choreinsätze freut, kommt am letzten Märzwochenende ins Casino Affoltern. Der VocalCord freut sich darauf, mit «Komplett lackiert» das Publikum auf eine Reise zurück ins Jahr 1963 zu Jim und Ruth mitzunehmen und allen einen unvergesslichen Abend zu bescheren.
Musicalchor VocalCord
Hanspeter Eichenberger, Wettswil Gemeinsam bleiben sie in Bewegung: die Mittwochs-Velogruppe. (Bild zvg)
Mit frischer Mode in den Frühling
Frühlingsevent am Freitag und Samstag bei Hanna Lukes Fashion in Hausen Nun ist sie da. Die Frühlingsbrise liegt in der Luft. Wie angekündigt sind die leichten, frischen Blusen und Shirts zum Anprobieren bei Hanna Lukes Fashion in Hausen bereit. Verschiedene Grünund Blautöne, zurückhaltend bis farbig leuchtend, reflektieren die Leichtigkeit des Frühlings.
Neue Damen- und Herrenjacken sowie Hosen aus sportlichem Gewebe sind sowohl in der Freizeit wie auch im Geschäftsleben elegant und angenehm zu tragen. Hanna Lukes hat es mit ihrer Kollektion schon seit Jahren vorweggenommen: Eleganz lässt sich mit Leichtigkeit im Alltag tragen.
Seit einem halben Jahr ist Hanna Lukes Fashion in ihrem neuen LadenAtelier in Hausen. Sie begeistert ihre Kundinnen und Kunden im grossen
hellen Lokal mit ihrer in Hausen entworfenen und produzierten Kollektion. Eine grosse Stoffauswahl, die Möglichkeit individueller Anpassungen oder der direkte Kauf aus dem umfangreichen Sortiment wartet auf sie und ihn.
Am Freitag, 27., und Samstag, 28. März, findet der traditionelle Frühlingsevent mit Häpplis und Drinks statt. «Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren», freut sich Hanna Lukes.
Hanna Lukes Fashion
Der Frühlingsevent findet statt am Freitag, 27. März, von 11 bis 18 Uhr und am Samstag, 28. März, von 10 bis 16 Uhr. Hanna Lukes Fashion, Albisstrasse 26, Hausen; www.hannalukes.ch Hanna
Frühexkursion
– Pirsch
durch Feld und Wald
Mit offenen Ohren durch erwachende Natur
Ein leises Rascheln im Gebüsch, taufeuchte Wiesen im ersten Licht und darüber ein vielstimmiges Konzert aus dem Geäst – wer früh unterwegs ist, erlebt die Natur in ihrer ursprünglichsten Form. Gerade im Frühling lohnt es sich, auf Entdeckungstour zu gehen: Jetzt singen die Vögel morgens besonders fleissig, um ihre Reviere zu verteidigen, die Spechte trommeln, und ohne Laub sind die heimlichen Tiere noch einfacher zu entdecken als einige Wochen später. Am Sonntag, 29. März, lädt der Verein Naturnetz Unteramt (VNU) zu einer stimmungsvollen Frühexkursion ein. Treffpunkt ist um sieben Uhr beim Parkplatz des Vitaparcours in Wettswil (bei der Bushaltestelle Beerimoos). Alle sind ohne Anmeldung eingeladen – aber Achtung, bitte die Zeitumstellung beachten. Gemeinsam gehen wir auf Pirsch durch
Feld und Wald, lauschen den Vogelstimmen und entdecken mit etwas Glück auch etwas speziellere Arten. Die fachkundige Leitung vermittelt viel Spannendes über heimische Vogelarten und ihre Lebensräume. Ein Feldstecher ist von Vorteil.
Zopf und Käse
Nach der rund zweieinhalbstündigen Exkursion lassen wir den Morgen bei Käse, Zopf und warmen Getränken gemütlich ausklingen. Die Exkursion ist öffentlich und kostenlos (Kollekte). Ein naturnaher Start in den Frühling für Jung und Alt.
Stefan Bachmann, Naturnetz Unteramt
Weitere Infos: www.naturnetz-unteramt.ch
Vielleicht ist frühmorgens ein Schwarzspecht zu entdecken. (Bild Michael Gerber)
500 Jahre Reformation in Kappel
Jubiläumsfeier und Ausstellung
Das Kloster Kappel lädt Ende März zu einem besonderen Jubiläum ein: Vor 500 Jahren, am 29. März 1526, feierten die ehemaligen Zisterziensermönche erstmals das Abendmahl nach reformierter Tradition und legten ihre Kutten ab –ein Ereignis, das weitreichende Veränderungen im theologischen Denken und gesellschaftlichen Leben auslöste und als wichtiger Grundstein für die moderne Schweiz gilt.
Am Palmsonntag, 29. März, beginnt das Programm um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche unter dem Titel «Anders als man denkt», der die Bedeutung des reformierten Abendmahls in die Gegenwart überträgt. Um 11.30 Uhr folgt ein gemeinsames Essen in der Kirche. Am Nachmittag um 14 Uhr wird im Zwinglisaal der Film «Zwingli» gezeigt (Eintritt frei, Kollekte).
Den Abschluss des Tages bildet um 17.15 Uhr die Veranstaltung «Musik & Wort» im Klosterkeller, bei der Martina Linn ihre «Skinny Songs» präsentiert (Eintritt frei, Kollekte). Bereits ab dem 27. März ist zudem die Ausstellung «Bullinger!» mit Holzfiguren des Bildhauers Peter Leisinger zu sehen, die die Ereignisse von 1526 künstlerisch aufgreifen. Die Ausstellung dauert bis zum 31. Juli. Die Vernissage findet am Freitag, 27. März, statt: Um 16.30 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellung, um 18.15 Uhr ein Nachtessen im Klosterkeller (Anmeldung erforderlich) und um 19.30 Uhr die offizielle Eröffnung mit musikalischer Begleitung durch die MittelalterSpiellüt.
Kloster Kappel
Der Rothirsch im Reusstal
Nach seiner Ausrottung in der Schweiz vor über 150 Jahren kehrte das grösste Wildtier der Schweiz auch wieder in das Reusstal zurück. Untersuchungen haben gezeigt, dass es im Freiamt mittlerweile wieder viele Hirsche gibt. Bei der Veranstaltung erfährt man viel Wissenswertes über diese Fernwanderer und diskutiert mit Jägern, wie das Zusammenleben mit unseren Wildtieren funktionieren kann.
Stiftung Reusstal und der Jagdverein Bünzen-Rottenschwil
Sonntag, 29. März, Leitung: Jäger des JV BünzenRottenschwil und Niklaus Peyer, Biologe, Stiftung Reusstal; Treffpunkt: Parkplatz an der Reussbrücke Rottenschwil-Unterlunkhofen (Seite Rottenschwil,
Im Freiamt gibt es mittlerweile wieder viele Hirsche. (Bild
Farbige Petticoats und ganz viel Schauspiellust und Gesangsfreude. (Bild zvg)
Abfahrer Niels Hintermann, 30, tritt nach Panikattacken zurück. Wie ist es dazu gekommen?
EtiEnnE WuillEmin
Die Worte von Niels Hintermann (FCHausen) lassen tief blicken. «Sobald ich am Start stehe, zittert der Körper.» Oder: «Ich habe eine Panikattacke nach der anderen.» Oder: «Ich bin nicht mehr bereit, das Leben so zu riskieren, wie ich es müsste.» So erklärte der 30-jährige Abfahrer am letzten Freitag seinen sofortigen Rücktritt vom Spitzensport. Dass Hintermann in dieser Saison überhaupt noch einmal an die Weltspitze zurückkehrte, kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Im Oktober 2024 machte er seine Krebserkrankung öffentlich. Von der letzten Bestrahlung bis zu seinen Top-Ten-Plätzen in Val Gardena und Kitzbühel ist nur ein Jahr vergangen. Nachvollziehbar also, wenn Hintermann sagt: «Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen mit der ganzen Therapie – und mit diesem möchte ich nicht mehr so leicht spielen.»
So verständlich, mutig und ehrlich Hintermanns Aussagen auch sind, werfen sie wieder einmal eine grundsätzliche Frage auf: Ist die Angst ständiger Begleiter von Abfahrern? Und welche Strategien gibt es, um sie zu überwinden?
Hypnose-Coach: «Etwas erzwingen ist sinnlos»
Adrian Brüngger hat über drei Jahre hinweg eng mit Hintermann zusammengearbeitet. Brüngger ist spezialisiert auf Hypnose-Coaching. Er bearbeitet damit ein Feld, das im Spitzensport nicht zum täglichen Arsenal des Trainings gehört: die Emotionen. Für CH Media gibt Brüngger – nach Rücksprache mit seinem Klienten – einen Einblick in die Arbeit mit Hintermann.
Für den Spezialisten kam der Rücktritt nicht überraschend
Überraschend kam für Brüngger der Rücktritt von Hintermann selbstredend
«Ich bin nicht mehr bereit, das Leben so zu riskieren, wie ich es müsste.»
Nils Hintermann, Abfahrer
nicht. Auch in der Woche vor den Rennen in Courchevel sassen die beiden noch einmal zusammen. Wie ist es zu Hintermanns Entscheid gekommen? Brüngger erklärt: «Es gibt Bereiche beim Menschen, die sich im Unterbewusstsein abspielen. Die wichtigste Funktion des Unterbewusstseins ist der Selbstschutz. Das war das Thema bei Hintermann. Wenn das Unterbewusstsein zum Schluss kommt: ‹Stopp! Zu gefährlich!›, dann tut es alles, um dich davon abzu-
halten. Dafür gibt es zwei Werkzeuge: Schmerz oder Angst.»
Nun gibt es verschiedene Ängste. Brüngger unterscheidet zwischen rationalen und irrationalen Ängsten. «Wenn jemand zum Beispiel Flugangst hat, dann ist die Angst unbegründet. Fliegen ist erwiesenermassen sicher. In einem solchen Fall lässt sich die Angst mit Hypnosetherapie sehr einfach aus dem Unterbewusstsein entfernen und die Person kann danach ohne negative Emotionen fliegen.» Bei Hintermann ist die Angst jedoch durchaus begründet. «Stürze gehören beim Skirennsport dazu. Und es ist ja leider nicht so, dass nur ganz unerfahrene oder überforderte Fahrer dazugehören. Auch die Besten der Welt sind betroffen – siehe Sarrazin, Kilde, Schwarz, Vonn.»
Chefarzt: «Man braucht das Unzerstörbarkeitsgefühl»
Für Brüngger ist klar: «Wer mit Angst im Starthaus steht, der hat es schwierig. Die Emotion muss schon vorher neutralisiert werden.» Weil: «Ein bisschen Risiko ist im Skisport schwierig.» Wie hat Swiss-Ski-Chefarzt Walter O. Frey im Interview mit CH Media kürzlich gesagt?: «Jeder Athlet hat den Anspruch, gesund ins Ziel zu kommen. Und jeder ist überzeugt, dass dies gelingt. Sonst könnte man gar nicht zum Starttor hinaus. Man muss eine Art Unzerstörbarkeitsgefühl in sich tragen.»
Dieses Gefühl der Unzerstörbarkeit hat Hintermann nicht mehr. Darum ist für Brüngger klar: Er hat den richtigen Entscheid getroffen. «Sein Rücktritt ist konsequent. Chapeau, wie offen und ehrlich er damit umgeht. Eines ist mir ebenfalls wichtig zu betonen: Wenn man mit dem Unterbewusstsein arbeitet, macht es keinen Sinn, etwas erzwingen zu wollen, das würde nur noch mehr Widerstand erzeugen. Darum sind wir auch von Anfang an mit offener Haltung bezüglich des Ausgangs in die Sitzungen gegangen.»
Ex-Fahrer: «Gefährlich, stets über Risiko zu reden»
Mauro Caviezel weiss, wie es ist, plötzlich aufzuhören. Der Bündner Speedspezialist musste im Januar 2023 nach dem zweiten Schädel-Hirn-Trauma innert zwei Jahren zurücktreten. Er erinnert sich im Gespräch mit CH Media: «Ich sass mit meiner Frau in einem Restaurant auf dem Berg, sagte ihr: ‹Ich gehe jetzt frei fahren – danach machen wir eine Pro-Contra-Liste mit allen Faktoren.› Die Liste enthielt ganz viele Pros, warum ich weitermachen sollte. Aber eine Frage überwog: ‹Kann ich mir die Garantie geben, dass alles gut kommt?› Das konnte ich nicht. Darum hörte ich auf. Von den Emotionen her würde ich auch heute noch auf Rennen brennen.» Angstzustände, wie sie Hintermann beschreibt, hatte Caviezel nicht. «Aber ich rede natürlich nur für mich.» Darum
glaubt er auch nicht, dass die Angst bei allen mitfährt. «Ich würde Angst und Respekt unterscheiden. Die Folge von Angst ist Passivität auf dem Ski, da passiert rasch etwas. Respekt hingegen braucht es unbedingt. Und es kommen immer wieder Zweifel auf, die dich triggern.»
Wie sehen die Strategien aus, um damit umzugehen? Caviezel sagt: «Ich wollte nie den Konjunktiv brauchen, mir sagen müssen: Hätte ich doch dies und jenes besser gemacht... Wer in Bormio, Wengen oder Kitzbühel am Start steht, der kann sich nicht einfach sa-
gen: ‹Ich bin ready, heute ist mein Tag!› Da hilft das Wissen, im Sommertraining alles gemacht zu haben.» Das Bewusstsein, dass Skirennfahren ein Hochrisikosport ist, brauche es. «Aber da wächst ein Junger auch rein. Allzu sehr darüber zu reden, oder daran rumzustudieren, ist nicht zielführend. Im Gegenteil: Es kann sogar gefährlich sein, stets über das Risiko zu reden.» Zudem fügt Caviezel an: «Es geht niemand ohne Training auf den Mount Everest. Das wäre auch blauäugig. Aber durch jahrelanges Training gewöhnt man sich an die Umstände.» Auch für
den mittlerweile 37-jährigen Caviezel kam Hintermanns Rücktritt überraschend. «Wie so häufig im Leben sieht man vieles erst, wenn sich der Vorhang öffnet.» In einem Punkt sind sich Caviezel, Brüngger und vermutlich alle Skirennfahrer dieser Welt einig: Noch immer fehlt ausserhalb des Ski-Zirkus manchmal das Bewusstsein, was es bedeutet, die pickelharten, steilen Pisten bei Tempi von über 120 Stundenkilometer hinunterzustürzen.
Bis ein Direktbetroffener sagt: «Ich bin nicht mehr bereit, mein Leben zu riskieren.»
Kostenloser Orientierungslauf-Einführungskurs mit Junior-Nationalkadermitglied
Orientierungslauf (OL) verbindet Bewegung, Natur und Köpfchen. Mit Karte und Kompass gilt es, im Gelände die richtigen Wege zu finden und die Posten möglichst geschickt anzulaufen. Der vielseitige Ausdauersport begeistert Menschen jeden Alters – vom Einsteiger bis zur erfahrenen Läuferin. Besonders für Familien ist OL ein spannendes gemeinsames Naturerlebnis.
Vermittlung der «Basics» Im kostenlosen Einführungskurs werden die Grundlagen des Orientierungslaufs vermittelt. Die Teilnehmenden lernen unter anderem, wie eine OL-Karte gelesen wird, wie der Kompass eingesetzt wird und wie man die beste Rou-
te zum nächsten Posten findet. Der Kurs besteht aus einem Online-Modul zur Vorbereitung sowie zwei Praxisabenden im Gelände am 15. April und 6. Mai.
Anmeldung bis zum 8. April
Die Teilnahme ist kostenlos. Erwachsene, Familien und Kinder ab zehn Jahren können sich bis 8. April unter www.olgsaeuliamt.ch anmelden. Für Kinder und Erwachsene werden eigene Gruppen angeboten. Die Kinder werden dabei von Mira Werder, Mitglied des Junioren-Nationalkaders, betreut.
OLG Säuliamt
Kostenlose Anmeldung: www.olg-saeuliamt.ch
Nachdem Abfahrer Nils Hintermann vom FC Hausen nach seiner Krebserkrankung für kurze Zeit an die Weltspitze zurückkehrte, übernahmen Panikattacken das Kommando. (Bild Swiss Dki/zvg)
Stallikerin wird Schweizer Meisterin
Curling: Ladina Ramstein erfolgreich
Nach zwei Finalniederlagen: Die Curling-Juniorinnen des CC LimmattalWetzikon holen sich den Schweizer Meistertitel. Das Team um Skip Zoe Schwaller mit Ladina Ramstein, Jana Soltermann, Aniko Székely mit der Ersatzspielerin Jana Hählen hat es geschafft: Nach zwei schmerzhaften Finalniederlagen in den vergangenen Jahren krönen sie sich mit dem Gewinn des begehrten Schweizer Meistertitels und der Qualifikation zur JuniorinnenWM 2027.
Die beiden verlorenen Endspiele hatten das Team nicht gebrochen – im Gegenteil. Sie wurden zum Motor für eine neue Saison, in der die Juniorinnen konsequent an ihrer mentalen Stärke und taktischen Präzision arbeiteten. «Wir wussten, dass wir das Niveau haben», erklärt Skip Zoe Schwaller. «Aber wir mussten lernen, in den entscheidenden Momenten cooler zu bleiben mit dem nötigen ‹Killerinstinkt›. Die Finalniederlagen haben uns stärker gemacht.» Auch das Trainertrio Stefan Fäh, Marcel Wettstein und Adrian Helbling betont die Entwicklung: «Dieses Team hat nie aufgegeben. Wir haben analysiert, reflektiert und uns Schritt für Schritt verbessert. Genau so entstehen Meister.» Die Finalserie wurde nach dem System «Best of 3» gespielt, wobei das Team Limmattal als Sieger der Qualifikation direkt für die Finalspiele gesetzt war. Das Quartett mit Ladina Ramstein musste im ersten Entscheidungsspiel ohne den letzten Stein das End schreiben, um zu gewinnen. Auch das zweite Finalspiel war äusserst knapp
und der letzte Stein des Spiels – ein gefühlvoller Take-out – musste einen gegnerischen Stein im Zentrum des Hauses treffen. Als der letzte eigene Stein von Skip Zoe Schwaller sein Ziel erreichte, brach grosser Jubel aus. Tränen, Umarmungen, pure Erleichterung beim neuen Schweizer-Meister-Team. Das diesjährige Endspiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison: intensiv, taktisch anspruchsvoll und geprägt von hoher Nervenstärke. «Wir haben uns vor dem Spiel angeschaut und gesagt: Jetzt bleiben wir dran», erinnert sich Ladina Ramstein. «Wir wollten nicht noch einmal mit diesem Gefühl der Niederlage vom Eis gehen.»
«Dieser Titel gehört uns allen»
Das Team ist seit sieben Jahren in dieser Formation unterwegs und diese Konstanz hat sich nun ausbezahlt. Der Erfolg ist nicht nur ein sportlicher Meilenstein, sondern auch ein Gemeinschaftswerk. Eltern, Coaches, Clubverantwortliche und Betreuer haben das Team über Jahre begleitet und motiviert. «Dieser Titel gehört uns allen», betont Trainer Marcel Wettstein. «Wir haben zusammen gelitten, zusammen gearbeitet und dürfen jetzt zusammen feiern.»
Der Sieg zeigt, wie wertvoll Beharrlichkeit im Nachwuchssport ist. Rückschläge sind keine Sackgassen – sie können der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein. Die Limmattaler Curling-Juniorinnen haben dies eindrucksvoll bewiesen.
Philipp Locher, Curling-Club Limmattal
Sonne und Spannung
Clubmeisterschaften des SC Bonstetten
Dieses Jahr fand das Clubrennen des SkiClub Bonstetten zum zweiten Mal in der Mythenregion statt. Das schöne und warme Wetter war gut fürs Gemüt –aber leider nicht für den Schnee. Abgesehen von der «Corinne-Suter-Rennpiste», welche sich wirklich in einem TopZustand präsentierte, war an ein normales Skifahren kaum zu denken. Teilweise musste auch das Lift-Trassee als Piste herhalten, da Ski- oder Snowboardschuhe nicht unbedingt zum Wandern geeignet sind.
Auch dieses Jahr wurden wir bereits an der Talstation mit einer herzlichen Willkommensbotschaft begrüsst. Oben angekommen traten die Skifahrerinnen und Skifahrer sowie Snowboarderinnen und Snowboarder bei strahlendem Sonnenschein in der Disziplin Riesenslalom an. Während sich die einen leidenschaftliche Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, nahm sich der amtierende Clubmeister der Herren bereits im ersten Lauf gleich selbst aus dem Rennen. Ob ihm seine Übermotiviertheit zum Verhängnis wurde oder doch jemand seine Ski manipuliert hatte, wird wohl nie beantwortet werden können. Auf jeden Fall blieb ein Ski am Start liegen, das Hochsteigen und
Wieder-Anziehen kostete wertvolle Sekunden, die Hypothek würde sich am Abend als zu gross herausstellen. Da das «Milias» in Bonstetten seit dem Frühling 2025 nicht mehr existiert, musste sich der Ski-Club zwangsläufig nach einer Alternative umsehen. Schnell kam man auf das Restaurant Löwen, welches sich im Dorfzentrum von Bonstetten befindet. Und so trafen sich die Mitglieder gemütlich bei Chässpätzli und Getränk zum grossen Showdown der Saison 2026. Neben den begehrten Pokalen warteten auch dieses Jahr wieder zahlreiche wunderbare Preise auf die erfolgreichen Pistenflitzer. Der Präsident musste nach dem letztjährigen Gewinn dieses Jahr den Pokal wieder Fabian Grob überlassen. Revanche wurde bereits am selben Abend eingefordert, der Kampf um den Pokal wird im Jahr 2027 in eine neue Runde gehen. Die sich langsam verabschiedende Wintersaison sowie das Clubrennen waren ein voller Erfolg. Nun wünscht der Ski-Club Bonstetten allen eine tolle Sommerzeit und freut sich auf ein pulvriges Wiedersehen im kommenden Winter.
Es war angerichtet am Samstagnachmittag im Stadtzürcher Juchhof, als der FC Wettswil-Bonstetten auswärts beim Ligakrösus YF Juventus antrat. YF belegt unangefochten den Tabellenrang eins, während sich der FCWB in einer eindrücklichen Serie von acht Siegen in Serie auf den zweiten Tabellenrang gespielt hat.
Solide Defensivarbeit
Die Platzherren versuchten gleich zu Beginn der Partie, das Spiel zu kontrollieren, und die Säuliämtler waren in den ersten 15 Minuten mit Abwehrarbeit beschäftigt. Das Team von Mirzai war gut darauf eingestellt, verteidigte konzentriert und solidarisch und fand so nach und nach den Zugang zum Spiel. Nach Balleroberungen begannen die Ämtler die Räume hinter dem Mittelfeld von Juventus zu finden, was zu aussichtsreichen Spielzügen führte. Der wirblige Figueiredo konnte auf der linken Aussenbahn Mal für Mal nur regelwidrig gestoppt werden.
Die Angriffsbemühungen resultierten in keinen klaren Torchancen, da die erfahrene Abwehr der Platzherren ebenfalls gut verteidigte. Kurz vor der Pause entwischte Di Battista, schön von Hager lanciert, der Abwehr, und konnte, allein auf den Torhüter von Juventus zulaufend, nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Der Schiedsrichter taxierte die Aktion,
ANZEIGE
ohne zu zögern, als Notbremse und zückte die rote Karte.
Konter entscheidet das Spiel In der zweiten Halbzeit bemühte sich WB, das Spielgeschehen mit einem Mann mehr zu kontrollieren und sich Torchancen herauszuspielen, während sich Juventus zurückzog und auf die Defensive konzentrierte. Die Rotschwarzen kamen jedoch zu wenig aussichtsreichen Abschlüssen. Den besten sah Vukasinovic, von Peter bedient, vom glänzend reagierenden Kiassumbua im YF-Tor um den Pfosten gelenkt. Auf der Gegenseite nutzte Juventus eine der wenigen Kontermöglichkeiten eiskalt aus. Ein langer Ball hinter die Abwehr von WB, wurde von der Aussenbahn scharf vor das Tor von Thaler gespielt, wo Spachiou allein vor Thaler nur noch einzuschieben brauchte. In der Folge versuchte der FCWB eine Reaktion zu zeigen, konnte dem Schlussresultat von 0:1 jedoch nicht mehr entgegenwirken.
Heimspiel am Samstag
Nach dem sechsten Spiel in drei Wochen heisst es für den FCWB nun, sich gut zu erholen und sich so auf das nächste Heimspiel am kommenden Samstag gegen den FC Mendrisio vorzubereiten.
Die Erfolgreichen: (v.l.) Fabian Grob, Amon Grünbaum, Mael Burri, Jan Sedlaczek, Laura Süss Costa, Luna Burri, Katja Roth. (Bild zvg)
Traumhaft in die neue Saison
Schachclub Wettswil überfährt Tribschen gleich mit 7:1
Kaspar Köchli
Der Schachclub Wettswil verpasste Ende Oktober 2025 im Entscheidungsspiel gegen Wollishofen den direkten Wiederaufstieg in die Nationalliga B – ergo startete er dieses Jahr abermals in der 1. Liga. Vor zehn Tagen gastierte Tribschen aus Luzern im Wettswiler Türmlihaus; das unfreundliche Regenwetter lud förmlich zu Aktivitäten in der Wärme ein. Die Ämtler hatten aufgrund der einzelnen Spielerratings die Favoritenrolle inne.
Wettswil früh auf Kurs
Ohne Aufwand gingen die Heimischen in Führung, beziehungsweise sie fiel ihnen in den Schoss. Ein Luzerner reiste aus unbekannten Gründen nicht an, was nach einer Stunde reglementarisch seine Forfaitniederlage bedeutete. Wettswil gab nun Gas. Mit drei Vollerfolgen und einem Remis waren nach drei Stunden die siegsichernden viereinhalb Punkte bereits realisiert. Einen Augenschmaus bedeutete dabei die Partie von Marcel Hug, der den stärksten gegnerischen Widersacher traumhaft überrollte. Nach weiteren Wettswiler Erfolgsmeldungen
stand am Schluss das unglaubliche Resultat von 7:1 zu Buche. Bemerkenswert
war zudem, dass sich kein Ämtler geschlagen geben musste. Der Triumph
stellte den höchsten Startsieg der gesamten ersten Liga dar. Später beim feierli-
chen Nachtessen meinte Wettswils ExSchweizer-Meister von 1983, Andreas Huss, lachend: «Nach einer Runde schon zuoberst, die Leaderposition lassen wir
«Nach einer Runde schon zuoberst, die Leaderposition lassen wir uns nicht mehr nehmen.»
Andreas Huss, Schachspieler und Ex-Schweizer-Meister
uns nicht mehr nehmen.» Beim nächsten von insgesamt sieben Wettkämpfen geniesst der Schachclub Wettswil am 18. April gegen Entlebuch nochmals Heimrecht.
Schweizer Meisterschaft, 1. Liga, Wettswil vs. Tribschen 7:1; Andreas Huss – Daniel Portmann 1:0; Marcel Hug – Daniel Lustenberger 1:0; Thomas Kuhn – Bruno Haltmeier 1:0; Hanspeter Bieri – Toni Riedener remis; Werner Aeschbach – Christoph Sterkman remis; Theo Heldner – Thomas Bachmann 1:0; Kaspar Köchli – Wim Schorno 1:0; David Klee – Flurin Yenigün 1:0
» Esdürfennichtmehralszwe aufeinanderfolgende XoderOin einer Reihe oderSpaltevorkommen. » Injeder ZeileundjederSpalte stehengleichviele Xund O.
Sudokumittel
In
» Alle ZeilenundalleSpaltensind einzigartig 12 Lösungen
Sudokuschwierig
Buchstabensalat
IN TI MU NE SI EB IE RNB T DB IE TV NE GT AN RE ZE DI KA BI NE CG HO TE HE SH NT PR HI OR LO ER LC ZT MC RE TIE BR ADNA HS OI SG IG L DSSO FE PN HI OM RE SES S ITIE TN ONN MM BN TL WU E AA NE LD BA EEE OE ES BN I DS TI AE GN NC MS NL HA IT EM IS KRTDERS KI ET AD E MB EN ON IO RE HP ALA VE R