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021_2026

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 21 I 179. Jahrgang I Dienstag, 17. März 2026

Buntes Osterhasen-Malen

Die Reuss im Fokus

Auch dieses Jahr lädt der «Anzeiger» die Kinder ein, sich als Malerin oder Maler zu versuchen, um ein Schoggi-Häsli zu gewinnen. Seite 4

Der Historiker Jean-Daniel Blanc befasste sich intensiv mit dem Fluss und stellte vergangenen Samstag in Affoltern sein Buch dazu vor. Seite 5

«Schulsystem am Anschlag» Primarschule Bonstetten arbeitet an Lösung Claudia EugstEr

Hoch hinaus in die kühle Frühlings-Luft Der Chilbi- und Frühlingsmarkt in Affoltern fiel auf das Wochenende mit einem kurzen Winter-Comeback. Am Sonntag füllten die Säuliämtlerinnen und -ämtler dann Bild Dominik Stierli aber doch die Gassen. (dst) Seite 6

Als die Primarschulpflege Bonstetten im «Anzeiger» vom 6. Februar die «Vision 2033» präsentierte, so war durchaus damit gerechnet worden, dass es Diskussionen auslösen würde. Auch darüber wurde im «Anzeiger» vom 24. Februar berichtet, in welchem zudem eine Stellungnahme der Primarschulpflege zu den Reaktionen auf die Vision 2033 zu lesen war. Um alle abzuholen, sei ein zentraler Bestandteil des weiteren Vorgehens der transparente Einbezug aller relevanten Anspruchsgruppen zu gegebener Zeit, kommunizierte Isabella Tamas, Primarschulpf legepräsidentin, darin. Am letzten Donnerstag war die Zeit für eine Orientierungsveranstaltung für die Eltern und Erziehungsberechtigten dann gegeben. Diese begann um 19 Uhr und endete um 20.30 Uhr. Ausserdem war die Durchführung ursprünglich im Mehrzweckraum von Schulhaus 4 geplant, wurde dann aber aus Platzgründen in die Aula der Sekundarschule Bonstetten verlegt. Und diese war am Ende wirklich voll bis zum letzten Klappstuhl. Rund 150 Interessierte, teils besorgte, teils empörte, aber auch ebenso viele begeisterte Erziehungsberechtigte mit reichlich Fragen auf der Zunge, sassen fünf Mitgliedern der Primarschulpflege und vier Mitgliedern der Geschäftsleitung der Primarschule Bonstetten gegenüber. Die Schulpflege ist für die Führung der Primarschule Bonstetten verantwortlich und hat die Aufgabe, deren strategische Ausrichtung zu definieren. Dies sei in den letzten vier Jahren gemacht worden, und das Ergebnis davon ist die «Vision 2033», eröffnete Isabella Tamas den Orientierungsanlass. Um diese strategische Ausrichtung der Primarschul-

pflege operativ umzusetzen, wurde Anfang des letzten Schuljahres mit Momo Beutler, Christa Neukom und Christine Trachsler eine komplett neue Schulleitung ins Boot geholt. Diese drei zusammen verfügen über breite Erfahrung auf unterschiedlichen Schulebenen und somit die nötige Kompetenz, die Primarschule Bonstetten weiterzuentwickeln. «Als Schulpflege haben wir gezielt nach Schulleitungen gesucht, die sich bereits mit visionären Schulfragen auseinandergesetzt haben und sich für eine zu-

«Individuell lernen heisst nicht, dass das Kind machen kann, was es will.» Momo Beutler, Schulleitung (Ansprechperson Unterstufe)

kunftsorientierte, kindgerechte Schule einsetzen», so Isabella Tamas, bei ihrem Begrüssungswort an das Publikum.

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Gegentore kassierte der FCWB im Cup-Spiel gegen den SC Buochs, was das Aus bedeutet. Seite 13

«Ich habe die Mitgliedschaft geerbt und sehr davon profitiert.» Seite 7 Ashleigh Jeannot, Gewerbeverein Affoltern. (Bild Brigitte Reemts Flum)

Brandstifter sollen ins Gefängnis Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Männer wegen mehrfacher Brandstiftung beim Bezirksgericht Affoltern erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, im Frühling 2024 in Bonstetten und Wettswil rund ein Dutzend Brände gelegt zu haben – darunter den verheerenden Vollbrand einer Scheune mit 1.4 Millionen Franken Schaden. Ende März begann die Serie klein, eskalierte aber bald zu Grossbränden. Die Feuerwehr Unteramt war massiv belastet: Ein Einsatz allein frass 30 Prozent der Jahreszeit. Ende Mai 2024 nahm die Kapo drei Jugendliche (17–19) fest – einer war Feuerwehrmann. Die Erwachsenen stehen nun vor Gericht: Die Vorwürfe umfassen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Gefährdung von Leben. Beantragt: mehrjährige Haft, für den Jüngeren mit Aufschub. (red)

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Wieso braucht es eine Vision? Eine Zunahme von auffälligen und belasteten Kindern, Schulabsentismus, belastete Lehrpersonen. «Das Schulsystem ist am Anschlag», so Isabella Tamas. Steigende Kosten, aber die Probleme würden bleiben. Das Schulsystem bedürfe gewisser Umstrukturierungen.

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Bürgerliche verzichten auf eine Kampfwahl

OFFIZIELLE NOTFALLZENTRALE

Affoltern: Für das Stadt- und das Primarschulpflegepräsidium gibt es nur je eine Kandidatin

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Florian HoFEr Nach dem überraschenden Wahlausgang vom Sonntag, 8. März, haben die bürgerlichen Parteien angekündigt, weder in eine Kampfwahl ums Stadtpräsidium zu ziehen noch den Anspruch auf das Schulpräsidium aufrechtzuerhalten. Wie berichtet, hatte die amtierende Stadtpräsidentin Eveline Fenner (EVP) 1161 Stimmen erhalten, für das absolute Mehr wären 1228 Stimmen notwendig gewesen. Zahlreiche Stimmen gingen an andere Stadträte, allen voran an Pascal Santi (FDP), der 482 Voten erhielt. Gewählt wurde Fenner aber in den Stadtrat. Nicht besetzt wurde auch das Primarschulpräsidium. Zwei der drei Kandidierenden wurden zwar in den Stadtrat gewählt, Galina Bruder (SP) und

Franz Wipfli (Die Mitte), aber nicht ins Präsidium. Laut Auskunft der Stadtkanzlei läuft seitdem eine zehntägige Frist für die Vorbereitung des zweiten Wahlgangs, der für den 14. Juni anberaumt ist. Diese endet morgen Mittwoch, 18. März, um 11.30 Uhr. Bis dahin könnten sich Personen aus dem Kreis des neu gewählten Stadtrats melden und für das Amt des Stadtpräsidenten oder des Primarschulpräsidenten kandidieren. Für Eveline Fenner gilt, dass sie sich nicht neu anmelden muss. Ähnlich gelagert ist das Prozedere für den zweiten Wahlgang beim Primarschulpräsidium. Nun haben sich zu diesen Fragen die bürgerlichen Parteien, SVP, FDP, Die Mitte, zusammen mit Gewerbeverein und Arbeitgeberverband zu Wort gemeldet. Das bürgerliche Komitee für die Stadtratswahlen habe die aussergewöhnliche

Ausgangslage nach dem ersten Wahlgang zusammen mit den Gewählten analysiert. «Dass die amtierende Stadtpräsidentin die Wahl ins Präsidium nicht geschafft hat, war für alle eine Überraschung, denn ihr Amt wurde seitens des 4er-Tickets nie angegriffen. Dass die Wahl des Präsidiums der Primarschule bei drei dafür Kandidierenden nicht auf Anhieb gelingen konnte, war hingegen absehbar», heisst es in der Medienmitteilung. Dass man weder in eine Kampfwahl ums Stadtpräsidium ziehen noch den Anspruch auf das Schulpräsidium aufrechterhalten wolle, wird mit dem Arbeitsaufwand für das Stadtpräsidium erklärt. Für keinen der bürgerlichen Neugewählten sei das Pensum eines Stadtpräsidiums mit der aktuellen beruflichen Tätigkeit kompatibel. Deshalb

habe man schon in der Wahlkampagne bewusst das Stadtpräsidium nicht angegriffen. Die Bürgerlichen zeigen sich überzeugt, dass die von ihnen angestrebte Trendwende in der Stadt aus den einzelnen Ressorts heraus bewirkt werden könne, weshalb sie sich im Interesse der Stadt auf die Arbeit in den Abteilungen konzentrieren wollen. Eveline Fenner wird somit von den Bürgerlichen unterstützt. Franz Wipfli verzichtet auf eine erneute Kandidatur fürs Primarschulpräsidium, «um einen kräfteverschleissenden Wahlkampf zu vermeiden und Galina Bruder den Weg zu ihrem Wunschressort nicht zu versperren», heisst es weiter. Und: «Damit steht einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den beiden Lagern im neuen Stadtrat nichts mehr im Wege.»

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