CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
Individuelle telefonische Beratung durch Fachleute rund um das Eigentum für unsere Mitglieder. Der HEV hat’s. AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 20 I 179. Jahrgang I Freitag, 14. März 2025
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Zustupf für Säuliämtler Gemeinden Knonau erwartet starkes Wachstum Die jährliche Dividendenausschüttung der Zürcher Kantonalbank bringt in diesem Jahr 6,1 Millionen Franken in die Gemeindekassen. Seite 5
Die Gemeinde informierte über die geplante Teilrevision der Bau- und Zonenordnung. Neue Bauzonen sind nicht geplant. Seite 10
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Jahre lang war Alex Renggli Abwart in der Primarschule Bonstetten. Nun ging er in Pension. Seite 9
Aus OBI wird ein Freizeitcenter 13 000 m2 für Sport, Spiel und Spass in Affoltern: Eröffnung ist im Frühjahr 2026 geplant livia häberling Es war ein kurzes Gastspiel für OBI im Albispark Affoltern: Im Oktober 2021 eröffnete der Baumarkt seine Filiale an der Moosbachstrasse, und nur 22 Monate war sie bereits wieder geschlossen. Es war nicht gelaufen, wie erhofft. Die 13000 Quadratmeter, die direkt an das Möbelhaus Pfister grenzen, standen seither leer. Doch nun soll wieder Leben in die Stille kommen: Die Agentur Pointbreak, die im ehemaligen Bau+Hobby-Gewächshaus beim Coopark das Gastro- und Eventlokal «aff» betreibt,
«Das Gebäude ist für uns ein absoluter Glücksfall.» Micha Federle, Inhaber Agentur Pointbreak
plant auf den OBI-Verkaufsflächen ein Sport- und Freizeitcenter. Dies geht aus dem Baugesuch hervor, dessen Pläne derzeit öffentlich aufliegen. «Das Gebäude ist für uns ein absoluter Glücksfall», erzählt PointbreakInhaber Micha Federle, der mit seiner Familie in Hedingen lebt. Seine Agentur ist unter anderem auf Zwischennutzungen und Freizeitangebote spezialisiert. Sie betreibt etwa den «Freiruum» in Zug mit Markt und Gastroangebot, Trampolinpark und Kinderbereich, oder die Indoor-Surf-Anlage mit Gastroangebot im luzernischen Ebikon. Gut möglich, dass Micha Feder-
Pointbreak-Inhaber Micha Federle vor dem ehemaligen OBI. Bis im Frühjahr 2026 sollen sich die Räume in ein Freizeitcenter verwandeln. (Bild Livia Häberling) le über die Jahre einen Experten-Blick für ideale Räumlichkeiten entwickelt hat. Jedenfalls sagt er, der Impuls, in
diesem Gebäude etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, sei nach dem Auszug von OBI früh dagewesen: «Es handelt
sich praktisch um einen Neubau. Das hat den Vorteil, dass kaum Investitionen für Technik, Lüftung oder Strom anfallen und wir direkt in die Sportinfrastruktur investieren können.» Ähnlich viel Platz bieten normalerweise nur ehemalige Industriehallen, die nach langjähriger Nutzung oft stark renovationsbedürftig sind. Hallen, die einen Ausbaustandard böten, wie im Fall von OBI, seien wiederum meistens kaum finanzierbar, sagt Micha Federle. Ein erstes Mal Interesse an den Räumen bekundet hatte Pointbreak im Frühjahr 2024. Die Verhandlungen mit der Eigentümerin nahmen dann noch einige Monate in Anspruch. Im November habe man sich schliesslich gefunden, sagt Federle: «Für uns war es wichtig, einen langfristigen Vertrag auszuhandeln, der über die Mietdauer der Migros hinausgeht.» Geplant ist nun, dass die Pointbreak die Migros Genossenschaft Zürich als Mieterin ablöst, die bis vor wenigen Wochen noch Franchisenehmerin der deutschen Baumarktkette OBI war. Inzwischen hat diese die Schweizer Standorte von der Migros übernommen. Momentan befindet sich das Projekt von Micha Federle im Endspurt der Finanzierung. Er rechnet damit, dass diese noch zwei oder drei Monate in Anspruch nehmen wird. Sobald sie abgeschlossen ist, soll der Mietvertrag definitiv unterzeichnet werden. Danach soll die 13 000 Quadratmeter grosse Fläche sukzessive zu einem Freizeitcenter umgebaut werden.
Gemeinderat informierte am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung
Im Streit um die Vergabe der Baumeisterarbeiten rund um den Neubau Turnhalle/Tagesstrukturen hat die Gemeinde Hausen vor Verwaltungsgericht eine Niederlage kassiert. So hat das Gericht eine Submissionsbeschwerde des bei der Auftragsvergabe unterlegenen Bauunternehmens gutgeheissen. Gleichzeitig hat das Gericht die Gemeinde angewiesen, die Baumeisterarbeiten neu an die zweitplatzierte (beschwerdeführende) Unternehmung zu vergeben. Diese unerwartete Neuigkeit verkündete am Mittwochabend Hausens Gemeindepräsident Stefan Gyseler zum Schluss der fast zweieinhalb Stunden dauernden Gemeindeversammlung: «Wir haben vor Gericht verloren, das tut mir leid.» Laut Gyseler war der Gerichtsentscheid erst am Vortag der Gemeinde mitgeteilt worden. Die Beschwerde hatte zu einem bis heute anhaltenden, zehnmonatigen Baustopp geführt. Die Gemeinde verlor dabei jeden Monat rund 6500 Franken. Laut Gyseler liegt man beim Bau aber derzeit noch im Budget, Stand heute gebe es
noch keine Kostenüberschreitung. Wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können, ist eine andere Frage, bestenfalls werde dies Ende/Mitte Mai der Fall sein, so Gyseler weiter. Wie der Gemeinderat in einer gestern Abend veröffentlichten Medienmitteilung schreibt, wird der Gemeinderat «das Urteil gründlich analysieren und dann entscheiden, ob sich ein Weiterzug lohnt». Es sei aber absehbar, «dass ein Weiterzug ans Bundesgericht – welcher im Übrigen auch durch die neuerdings unterlegene Unternehmung erfolgen könnte – nochmals fast ein Jahr Verzögerung für den Bau der Sporthalle/Tagesstrukturen bedeuten könnte». Für die 2,6 Millionen Franken teuren Baumeisterarbeiten hatten sich zwei Unternehmen beworben und dabei preislich eng beieinanderliegende Gebote abgegeben. Die Gemeinde fällte den Vergabeentscheid schliesslich aufgrund qualitativer Kriterien. Dagegen reichte das unterlegene Unternehmen die Submissionsbeschwerde ein. Laut Medienmitteilung der Gemeinde Hausen stützte zwar das Verwaltungsgericht das Vorgehen der Gemeinde in den meisten
Punkten, gab aber der Beschwerdeführerin dahin gehend recht, dass das «Bewertungskriterium der ‹Dichtigkeit› ein neues Unterkriterium darstelle, für welches aus den Ausführungsunterlagen zu wenig klar hervorgegangen sei, wie es bewertet werde». Ein in diesem Bewertungskriterium erteilter und in der Ge-
«Wir haben vor Gericht verloren, das tut mir leid.» Stefan Gyseler, Gemeindepräsident Hausen
samtheit entscheidender Punkteabzug zum Nachteil des unterlegenen Unternehmens sei nicht gerechtfertigt gewesen, so die Begründung des Verwaltungsgerichts. Der Kredit für den Neubau war von der Hausemer Stimmbevölkerung im November 2022 genehmigt worden. Im April 2024 begannen schliesslich die Aushubarbeiten, welche jedoch zwei
Seite 24 Lisa Leutwiler, Stylistin aus Affoltern. (Bild Marianne Voss)
Aus für Feuerwerke in Affoltern? In Affoltern soll lautes Feuerwerk vollständig verboten werden – auch an Silvester und am 1. August. Dazu möchte der Stadtrat die Polizeiverordnung anpassen. Davon wäre ab 2026 auch das Feuerwerk an der 1.-August-Feier in Zwillikon betroffen. Lediglich nicht lautes Feuerwerk, wie zum Beispiel Vulkane, Wunderkerzen und bengalisches Feuer, soll weiterhin erlaubt sein. Damit will die Stadt laut Mitteilung die Umweltauswirkungen von Feuerwerken verringern. Das letzte Wort hat jedoch das Volk. Es kann an der Gemeindeversammlung vom 16. Juni in Affoltern darüber abstimmen. (red)
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Gemeinde Hausen verliert im Turnhallen-Streit daniel vaia
«Es geht immer um etwas, das mir viel bedeutet.»
Monate später wegen der Beschwerde gestoppt werden mussten – bis heute.
Ja zu Unterflurcontainern Die umstrittene neue Abfallverordnung (Totalrevision) hatte gestern an der Gemeindeversammlung für einen Rekordaufmarsch von 244 Stimmberechtigten gesorgt – und für lange, sehr lebhafte Diskussionen. Am Schluss wurden die Anträge aber alle im Sinne des Gemeinderates mit jeweils grossem Mehr gutgeheissen. So hält die Gemeinde beim Grüngut und Astmaterial am bisherigen Bring-System fest, und es werden in den nächsten 20 Jahren flächendeckend Unterflurcontainer (UFC) eingeführt (Hauskehricht). Ja sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auch zur neuen Gemeindeordnung, einem Kredit von 1,225 Millionen Franken für neue Wasserleitungen und einem Kredit von 750 000 Franken für die Umgestaltung des Primarschulareals. Ein ausführlicherer Bericht zur Gemeindeversammlung erscheint am kommenden Dienstag.
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