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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 19 I 179. Jahrgang I Dienstag, 10. März 2026

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Federn gelassen

Familie Rexer wollte eigentlich schon zurück sein aus Indien, doch der Rückflug hat sich kriegsbedingt verzögert. Seite 17

Beim Gewerbeverein Oberamt blickt man auf ein solides Jahr 2025 zurück und freut sich über vier Neueintritte – trotz elf Austritten. Seite 19

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Personen nahmen am 47. Säuliämtler OL-Lauf teil. Seite 35

Bürgerliche erobern den Stadtrat, Eveline Fenner verpasst Präsidium Florian HoFer

Grosseinsatz nach Heizölunfall

Mit einer faustdicken Überraschung in drei Aspekten endete die Stadtratswahl in Affoltern. Erster Punkt: Eveline Fenner (EVP), die vor vier Jahren ihrerseits überraschend Stadtpräsidentin wurde, wurde zwar als Stadträtin wiedergewählt, nicht jedoch als Stadtpräsidentin. Zweitens: Die bürgerlichen Parteien haben mit ihrem seit Längerem propagierten Viererticket neu die Mehrheit im vorher eher linkslastig eingeordneten Stadtrat erobert. Dritter Aspekt: Der langjährige EVP-Stadtrat Markus Gasser wurde abgewählt. Die Stimmbeteiligung lag bei ordentlichen 43 Prozent.

Votum gegen die EVP

WB mit siebtem Sieg in Folge Der FCWB (1. Liga) bestätigte seine blendende Form, deklassierte den FC Widnau auswärts 4:0 und landete den siebten Sieg in Folge. WB-Trainer Hesam Mirzai gab Auskunft: «Wir hatten Respekt vor unserem Gegner, der zuletzt Baden und Schaffhausen schlug. Die erste halbe Stunde hat er es uns schwer gemacht, nach unserem Tor war der Knoten dann geplatzt.» Die Ämtler überzeugten wiederum als starke Einheit. Sie liegen noch einen Zähler hinter Platz zwei, der zu Aufstiegsspielen berechtigt. Am Samstag gastiert WB im Schweizer Cup beim FC Buochs. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde, in der auch SuperLeague-Vereine dabei sind. (kakö)

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Seite 17 Barbara Haegi, Künstlerin, Uerzlikon. (Bild Bernhard Schneider)

Affoltemer Stimmvolk hat ein deutliches Votum gesprochen

«Das Ergebnis interpretiere ich klar als Votum gegen die EVP», sagte die sichtlich enttäuschte Stadtpräsidentin Eveline Fenner am Sonntagnachmittag im Kasino, wo sich eine Schar von politisch interessierten Affoltemern versammelt hatte, gegenüber dem «Anzeiger». Sie selbst war den ganzen Sonntag im Wahlbüro dabei, als die Stimmen ausgezählt wurden. «Da habe ich schon früh gemerkt, dass es mit den Stimmen knapp wird.» Sie selbst musste als Präsidentin des Wahlbüros ihre eigene Nicht-Wahl als Stadtpräsidentin verkünden. Bis zum Ende habe sie noch um das Ergebnis gezittert, erzählt sie. Speziell: Für das absolute Mehr wären 1228 Stimmen nötig gewesen. Fenner erhielt 1161 Stimmen. 1275 Stimmen gingen dafür in nennenswerter Anzahl an 9 andere Personen, die gar nicht auf dem Wahlzettel standen. 482 zum Beispiel an Pascal Santi (FDP), 220 an Claudia Spörri (SVP) oder den parteilosen Ernst Beeler aus Zwillikon mit 180 Voten. Der bisherige siebenköpfige Stadtrat gilt in den Augen der bürgerlichen Par-

«Manchmal fliesst es wie von alleine.»

Das ist der neue Stadtrat von Affoltern (von links): Eveline Fenner (EVP), Ernst Beeler (parteilos), Claudia Ledermann (parteilos), Pascal Santi (FDP), Galina Bruder (parteilos), Franz Wipfli (Die Mitte) und Claudia Spörri (SVP). (Bild Florian Hofer)

Am vergangenen Donnerstag floss im zugerischen Hagendorn beim Befüllen eines Heizöltanks eine grössere Menge Heizöl unter anderem in die Lorze. Die Auswirkungen des Unfalls waren gross. So standen die Feuerwehren Maschwanden, Obfelden, Ottenbach, Muri, Zug, Cham und Affoltern im Einsatz. Diese errichteten entlang der Lorze und Reuss zahlreiche Ölsperren. Wie die überkantonale Zusammenarbeit funktionierte und was das Ereignis für die Natur bedeutet, berichtet Nico Ilic für den «Anzeiger». Erneut im Einsatz wegen auslaufender Flüssigkeit stand die Feuerwehr Obfelden am vergangenen Samstag. Bei einer Tankstelle der Autobahnraststätte MyStop sind rund 250 Liter Treibstoff ausgelaufen. Diese konnten aber in einem Rückhaltebecken aufgefangen werden, wie die Feuerwehr auf Instagram schreibt. (red)

Seite 5 teien (Die Mitte, FDP und SVP) als «links». Der neue Stadtrat hätte nach dieser Lesart eine bürgerliche Mehrheit, wäre also «rechts». Das sind: Pascal Santi (FDP), Franz Wipfli (Die Mitte), Claudia Spörri (SVP) und der offiziell parteilose, aber der SVP zuzurechnende Ernst Beeler. In einer Art «innerstadträtlicher Opposition» sind neu demnach Eveline Fenner (EVP), die parteilose Galina Bruder, die der SP zuzurechnen ist, und Claudia Ledermann, heute parteilos, früher GLP.

Bürgerliche Strategie ist aufgegangen Einer der Strippenzieher des «Angriffs auf die linke Mehrheit im bisherigen Stadtrat» ist der Mitte-Politiker Orlando

Rabaglio. Er und weitere bürgerliche Politiker hatten seit einem Jahr an einer Strategie zur Rückeroberung des Stadtrates gearbeitet. «Diese Strategie ist bestens aufgegangen», sagte Rabaglio am Sonntagnachmittag in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem «Anzeiger». «Wir haben intensiv an unserem Viererticket gearbeitet. Das Stimmvolk hat uns in dieser Angelegenheit unterstützt.» Allerdings: Das bürgerliche Lager hatte keinen Gegenkandidaten für Eveline Fenner finden können. Für einen neuen Wahlgang, der am 14. Juni stattfindet, können sich nun die im Stadtrat vertretenen Personen in den nächsten acht Tagen aufstellen lassen. Es wäre also möglich,

dass sich in den nächsten Tagen noch ein bürgerlicher Kandidat für den Stadtrat (50-Prozent-Pensum) aufstellen lässt Unbesetzt bleibt auch noch das Präsidium der Primarschulpflege. Drei Kandidierende hatten es angestrebt: Galina Bruder, Franz Wipfli und Yvonne Accorinti-Aeberli. Alle drei verpassten das absolute Mehr. Accorinti-Aeberli schaffte es auch nicht in den Stadtrat. Bruder oder Wipfli können am 14. Juni zum Schulpräsidenten oder zur Schulpräsidentin gewählt werden. Dem oder der Unterlegenen würde dann ein anderes Ressort im Stadtrat zugeteilt. Die verbleibenden Ressorts werden per Mehrheitsentscheid im Stadtrat vergeben.

Unvorhersehbares «Wahldrama»

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Hausen: Los entscheidet zwischen zwei SP-Kandidatinnen

Nur nicht hinschauen: die langjährige Gemeinderätin und bisherige Präsidentin der Primarschulpflege Andrea Sidler mit ihrer SP-Parteikollegin Barbara Moser (rechts) im entscheidenden Moment der Losziehung durch Gemeindeschreiber Christoph Rohner und Gemeindepräsident Stefan Gyseler (links). (Bild Daniel Vaia)

Damit hatte in Hausen niemand gerechnet, auch die gewieftesten Parteistrategen nicht: Nach dreimaligem Auszählen stand gegen 17 Uhr fest, dass über den sechsten Platz bei der Gemeinderatswahl das Los entscheiden musste. Diesen Platz teilten sich ausgerechnet zwei SP-Kolleginnen: Andrea Sidler (bisher) und Barbara Moser (neu). Beide hatten je 700 Stimmen erhalten und das absolute Mehr von 514 Stimmen geschafft. Aber weil es im Gemeinderat nur sieben Sitze gibt (der siebte ist jeweils für den Präsidenten/die Präsidentin der Primarschulpflege vorgesehen), brauchte es einen zusätzlichen Entscheid. Das Los fiel schliesslich auf Barbara Moser. Ein SP-internes Wahldrama. (dv)

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