CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 18 I 179. Jahrgang I Freitag, 6. März 2026
Uetliberg: Geschichte und Legende
Gewerbe über Grenzen vereint
Funde belegen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit, während sich um eine angebliche «Uetliburg» bis heute Legenden ranken. Seite 5
Der Gewerbeverein MKM bringt seit über 30 Jahren Unternehmer aus Mettmenstetten, Knonau und Maschwanden zusammen. Seite 11
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Säuliamt mit leichtem Bevölkerungswachstum
«Bis heute sind kreative Ideen meine Nahrung.» Seite 20 Mike Stillhard, Grafiker und Werber, Aeugst. (Bild Marianne Voss)
Anstieg um 464 Personen oder 0,8 Prozent in einem Jahr Dominik Stierli Im Februar erschien die aktuellste Bevölkerungserhebung des Statistischen Amtes des Kantons Zürich. Diese fasst zusammen, dass im Kanton Zürich Ende 2025 1,63 Millionen Menschen lebten. Dies entspreche einem Zuwachs von knapp 13 000 Menschen und sei mit 0,8 Prozent einer der niedrigsten in den vergangenen 20 Jahren. Hauptgründe für den Zuwachs sind mit einem Anteil von über 80 Prozent die Zuwanderung und zu einem kleineren Teil der Geburtensaldo – also die Zahl der Geburten abzüglich der Todesfälle. Der Kanton schreibt dazu, dass dieser weiterhin positiv sei, allerdings auf niedrigem Niveau. Mehr als zwei Drittel des letztjährigen Bevölkerungswachstums entfalle auf die Städte, also Gemeinden mit mindestens 10 000 Einwohnenden.
Stadt Affoltern entgegen dem Kanton Der Blick auf das Säuliamt bestätigt dies aber nicht. Die Stadt Affoltern verzeichnete einen Anstieg um 0,19 Prozent, was gerade mal 25 Personen entspricht. Spitzenreiter beim relativen Zuwachs ist die Gemeinde Rifferswil mit 3,32 Prozent Anstieg. Auch die Gemeinden Knonau, Obfelden und Ottenbach verzeichnen einen Anstieg um über zwei Prozent. In absoluten Zahlen steht Obfelden mit 130 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zuvorderst. Gemäss Kanton kommt Obfelden so auf 6066 Personen, welche in der Gemeinde leben. Der Kanton zählt dabei auch alle ausländischen Staatsangehörigen mit Aufenthaltsoder Niederlassungsbewilligung und darüber hinaus all jene, die seit mindestens einem Jahr ununterbrochen in einer Gemeinde leben. Nicht berücksichtigt sind Personen im Asylverfahren. Die Gemeinde Obfelden selbst weist auf ihrer Website die Zahl von 5978 Einwohnenden per Ende 2025 aus. Auf Anfrage dazu erklärt die Gemeindeverwaltung, dass dort nur jene Einwohnerinnen und Einwohner gezählt werden, die mit der «Absicht eines langfristigen Aufenthalts» in Obfelden gemeldet sind.
Drogeriemarkt Rossmann kommt Rossmann zählt nach eigenen Angaben zu den grössten Drogeriemarktketten Europas. Seit Dezember 2024 wurden in der Schweiz zwölf Filialen eröffnet. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass auch in Affoltern ein Ladengeschäft dazukommt. In Stellenanzeigen wird Personal gesucht und als Standort das Zentrum Oberdorf angegeben. Wie gewohnt wird von offizieller Seite her dazu nichts bestätigt. Auch auf Personal- und Standortsuche in der Region Affoltern ist der Non-Food-Discounter Action, welcher aber mit über 1000 Quadratmetern eine mindestens doppelt so grosse Fläche wie Rossmann sucht. (dst)
Der Bevölkerungsstand nach Regionen per 31. Dezember 2025 gemäss der Kantonalen Bevölkerungserhebung. Die Ergebnisse sind provisorisch. (Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich) Somit werden Personen mit Schutzstatus S, Kurzaufenthalter und vorläufig aufgenommene Personen mit Ausweis F nicht mitgezählt. Aus den Gründen der Vergleichbarkeit führt der «Anzeiger» in diesem Artikel jeweils die einheitlich gerechneten Zahlen des Statistischen Amtes des Kantons Zürich auf. Neben den erwähnten Gemeinden fungieren auch die Gemeinden Wettswil, Mettmenstetten, Aeugst, Hausen und wie eingangs erwähnt auch die Stadt Affoltern im positiven Bereich. Die Zuwachsraten gehen dabei von 1,66 bis 0,19 Prozent.
Säuliämtlern. Mit dieser Zahl reiht sich das Knonauer Amt an drittletzter Stelle der Zürcher Regionen ein. Weniger Einwohnende haben nur noch das Furttal und das Weinland. Neben der Stadt Zürich mit bald einer halben Million Einwohnenden stehen Winterthur und Umgebung, das Glattal und das Oberland zuvorderst auf der Liste. In vier Regionen war das Wachstum geringer, in sechs Gebieten grösser als im Amt. Mit einer Wachstumsrate von 1,08 Prozent liegt das Weinland zuvorderst. Das geringste Wachstum verzeichnete die Stadt Winterthur mit 0,49 Prozent.
Rückgang in fünf Gemeinden
Tiefer Ausländeranteil
Allerdings ging die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner auch in fünf Gemeinden zurück. In Hedingen beträgt der Rückgang 0,25 % (10 Personen), in Kappel 0,51 % (7 Personen), in Bonstetten 0,58 % (33 Personen) und in Maschwanden 0,59 Prozent (4 Personen). Bilanziert man über das ganze Säuliamt, so stieg die Zahl der Bevölkerung um 0,8 Prozent – gleich stark wie im Kantonsschnitt – auf die Gesamtzahl von jetzt 58 442 Säuliämtlerinnen und
Die Statistiken verraten auch den Frauen- und Männeranteil in den Regionen. Im Bezirk Affoltern ist der Frauenanteil mit 50,24 Prozent minim höher. In den einzelnen Gemeinden ist das Verhältnis äusserst ausgewogen. Der Ausländeranteil liegt bei 21,52 Prozent, was im regionalen Vergleich der zweittiefste Wert im Kanton ist. Tiefer ist dieser mit 15 Prozent nur im Weinland. Den höchsten Wert im Kanton weist das Limmattal mit 38 Prozent aus.
Auch die Altersstruktur wurde mit der Bevölkerungserhebung im Detail erfasst. Die älteste Person im Bezirk war im vergangenen Jahr 104 Jahre alt und wohnte in Wettswil. Insgesamt weist die Statistik zwölf Personen mit 100 Jahren oder mehr aus, darunter vier Männer. Die meisten Personen im Amt zählten im vergangenen Jahr 58 Lebensjahre (929 Personen).
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Grosses Wachstum seit 2010 Die Zahlen lassen auch Vergleiche bis ins Jahr 2010 zu. So sieht man, dass Kappel seither seine Einwohnerzahl fast um die Hälfte steigerte: Es ging von 918 auf 1376 Personen. Vergleicht man den prozentualen Anstieg weiter, folgen Knonau mit plus 40 und Mettmenstetten mit fast 38 Prozent. In absoluten Zahlen legte die Stadt Affoltern in den 15 Jahren um 1803 Personen, Mettmenstetten um 1592 und Obfelden um 1384 zu. Zuwachsraten unter zehn Prozent weisen Aeugst, Bonstetten und Maschwanden aus. Einen Rückgang gab es in keiner Gemeinde. Das Säuliamt wuchs seit 2010 um 10 377 Personen, was fast 22 Prozent entspricht.
FCWB prescht auf Rang drei vor
Spital gesundet nach Finanzschwäche
Der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) gewann die Nachtragspartie in Freienbach 2:0 und liegt nur noch einen Zähler hinter dem Zweiten Tuggen. Das Schlussresultat stand bereits nach einer Viertelstunde fest, nachdem Janick Hager und Nicolas Schneebeli, beide auf Assist von Marc Figueiredo, früh für die Ämtler getroffen hatten. Übermorgen Sonntag gastiert WB beim FC Widnau im Rheintal. (kakö)
Über zwei Millionen Franken Gewinn meldet das Spital Affoltern nach jahrelanger finanzieller Durststrecke für das Jahr 2025. Das positive Jahresergebnis ist laut Einschätzung des Spitals Ausdruck einer konsequenten Kostendisziplin, der erfreulichen Entwicklung der Fallzahlen sowie der höheren Schweregrade der Patientenfälle. Die eingeschlagene Strategie geht also auf. «Diese gilt es nun, im weiteren Betrieb zu halten und gleichzeitig die notwendigen Neue-
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Kilometer will René Nüesch mit dem Fatbike durch Kanada fahren. Seite 19
Wahlen in Affoltern, 8. März
In den Stadtrat und als Primarschulpräsidentin
Galina Bruder 2x auf den Wahlzettel
Für Immobilien!
Erstmals seit Jahren gibt es wieder einen Gewinn zu vermelden
Irene Christen. (Bild zvg)
rungen wie im Bereich der IT oder Infrastruktur anzupacken», sagt dazu Irene Christen, seit Januar CEO des Spitals Affoltern. Alles in allem blickt das Spital Affoltern mit Zuversicht nach vorne und sieht sich gut gerüstet, «um die Herausforderungen im Schweizer Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten», wie es in einer Medienmitteilung heisst. (fh)
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