CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
FREIHEIT SAH NOCH NIE SO GUT AUS
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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 18 I 179. Jahrgang I Freitag, 7. März 2025
Ämtler Jäger gibt Einblick
Feurige Klassik
Der Obmann der Jagdgesellschaft Affoltern, Paul Erni, über die Jagd als Wildtiermanagement und über kritische Stimmen. Seite 6
Der Auftritt des Neuen Zürcher Orchesters in der Kirche Ottenbach begeisterte die Besucherinnen und Besucher. Seite 7
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Geteilte Meinungen zu Deponien Für Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt spricht nichts dagegen – für Gemeinden eher dominik stierli Im April 2024 verkündete die Baudirektion des Kantons Zürich, wie es mit den Deponiestandorten im Kanton weitergeht. So wurde bekannt, dass im Gebiet Moosacher in Bonstetten ein neuer Deponiestandort geplant ist. Ebenfalls soll die Kapazität der bestehenden Deponie Tambrig in Obfelden mehr als verdoppelt werden. Vorerst geht es bei den Projekten um einen Eintrag in den kan-
Die beiden Deponiestandorte. (Grafik Dominik Stierli/Datawrapper. Karte: OpenStreetMap)
«Wir sind nicht begeistert über die Wahl, aber es spricht auch nichts dagegen.» Marsilio Passaglia, Regionalplaner der ZPK tonalen Richtplan. Die Deponieplanung ist eine Aufgabe des Kantons und wird vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) wahrgenommen. Die Teilrevision dessen liegt seit dem 6. Dezember 2024 und noch bis 14. März 2025 öffentlich auf. Für eine Stellungnahme als Privatperson wird man auf der Website des Kantons Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Dazu ist eine
einmalige Registration notwendig. Parallel dazu werden die Gemeinden und Planungsregionen angehört.
Verantwortung übernehmen Der Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) hat im Rahmen der Vernehmlassung aus Sicht der Region zur Vorlage Stellung genommen. Die ZPK plant keine Deponiestandorte, sondern koordiniert die vom Kanton zur Diskussion gestellten Standorte mit den anderen im Richtplan eingetragenen Interessen auf regionaler Stufe. Auf Anfrage erklärt der ZPK-Vorstand, dass man prinzipiell der Ansicht sei, dass Deponiegut, welches in der Region anfalle, auch in der Region deponiert werden soll. So würden unnötige Lastwagenfahr-
ten vermieden. Marsilio Passaglia, Regionalplaner der ZPK, sagt: «Der Vorstand der ZPK will Verantwortung für den Abfall übernehmen.» Man habe sich mit beiden Standorten auseinandergesetzt und könne sagen, dass der Kanton die Evaluation der Standorte sorgfältig gemacht habe. «Wir sind nicht begeistert über die Wahl, aber es spricht auch nichts dagegen», führt er die Meinung des Vorstands der ZPK aus. In Bonstetten stehe das Gebiet nicht primär als Naherholungszone im Fokus. Es befinde sich auch eher in einem Tal, welches die Deponie nicht weiterherum sichtbar mache. Dazu befinde es sich verkehrstechnisch direkt an einer Kantonsstrasse. Auch erwähnt wird, dass mit dem Deponiebau altes, belastetes Material entsorgt wird. Dieser Prozess
wird vom Kanton als Landfill Mining bezeichnet. Bei der Erweiterung der Deponie Tambrig in Obfelden weist Passaglia darauf hin, dass der Verkehr zum Standort bereits früher ein Thema war. So haben die betroffenen Gemeinden bereits damals durchgesetzt, dass die Anlieferzeiten zur Deponie beschränkt sind. Die Vorteile beim Ausbau in Obfelden sehe der Vorstand der ZPK bei der guten Erschliessung und darin, dass die Deponie wenig einsehbar sei. Marsilio Passaglia erklärt auch, dass es aktuell «nur» um einen Richtplaneintrag gehe. «Wenn eines der Projekte konkreter würde, braucht es für die Deponie einen kantonalen Gestaltungsplan.» Dabei haben die Standortgemeinden und die Bevölkerung ebenfalls ein Mitspracherecht. Im Gegensatz zum Richtplaneintrag könne dabei auch der Rechtsweg vor Gericht eingeschlagen werden.
Standortgemeinden teils kritischer Auch die betroffenen Gemeinden selbst haben Stellung zum Vorhaben abgegeben. Der Gemeinderat Obfelden sieht keinen spürbaren Mehrwert für die Bevölkerung durch die Erweiterung der Deponie und findet einen finanziellen Ausgleich unerlässlich. Bonstetten sieht Vorteile, dass der schon jetzt belastete Standort durch den Deponiebetrieb saniert würde. Man erachte daher die negativen Auswirkungen während des Betriebs als vertretbar.
Monate war das Maschwander «Kreuz» geschlossen. Jetzt kehrt dort wieder Leben ein. Seite 11
«Die Welt ist voll von schönen Sachen.» Seite 8 Irene Kneubühler-Jauch aus Knonau, Hobbyfotografin. (Bild zvg)
Zweckverband sucht Nachfolge Die Schulpflege des Schulzweckverbands des Bezirks Affoltern besteht aus drei Mitgliedern. Präsident ist derzeit Anand Weber. Er hatte diese Funktion im Frühjahr 2022 von Thomas Hunziker übernommen. Rund ein Jahr vor dem Ende der Legislatur hat er nun seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt gegeben. Die Nachbesetzung läuft, Wahlvorschläge nimmt der Stadtrat Affoltern bis am 7. April entgegen. Was hat Anand Weber während seiner Amtszeit im Schulzweckverband bewirkt – und welche Herausforderungen warten auf seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger? Eine Zwischenbilanz. (lhä)
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Der Wahlkampf ist lanciert Im Frühjahr 2026 finden im Bezirk Affoltern die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden statt. Dass Vertreter der Mitte-Partei und der SVP diese Chance nützen wollen, um den Stadtrat Affoltern wieder bürgerlicher zu besetzen, haben sie seit Längerem angekündigt. Nun präsentiert die Mitte Affoltern ihren Kandidaten. (lhä)
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Nach Drohungen vor Gericht Ein 55-Jähriger stand am Dienstag in Affoltern vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis hatte eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen den Angeklagten aufgelistet: mehrfache Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Eigenkonsum harter Pornografie mit tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen. (fh)
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Drogeriekette Müller kommt ins Amt Die deutsche Drogeriemarktkette Müller ist expansionshungrig. In der Schweiz betreibt sie mittlerweile ein Netz aus 91 Filialen. Nun kommt im Sommer eine weitere dazu: Müller zieht in den Coopark Affoltern. Ein weiterer neuer Mieter ist Dosenbach. Bild Florian Hofer Qualipet verlässt das Einkaufszentrum. (lhä/dst) Seite 11
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