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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 14 I 179. Jahrgang I Freitag, 20. Februar 2026
Klösterliche Einfachheit
Rückrundenstart für den FCWB
Die Säuliämtler Familie Rexer berichtet in einem weiteren Brief aus Indien vom Leben auf dem Subkontinent. Seite 7
Mit dem neuen Trainer Hesam Mirzai beginnt für den Fussballclub Wettswil-Bonstetten am Samstag der zweite Teil der Saison. Seite 23
Moderne und zentrale 1.5-7.5 Zimmer Mietwohnungen
brauipark.ch
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Seiten gibt es mit Meinungsbeiträgen zu den Wahlen und Abstimmungen. Seiten 8 bis 12
Pointierte Positionen beim Podium
«Die Solidarität unter den Mitgliedern war beeindruckend.»
In Bonstetten wurde über die Halbierungsinitiative und die Individualbesteuerung diskutiert
Seite 13 Jessica Suter, Präsidentin Gewerbeverein Oberamt. (Bild bre)
Florian HoFer Mehrmals im Jahr lädt die SVP Bonstetten zu einem auch über die Parteigrenzen hinaus beachteten Podiumsgespräch in den Gemeindesaal. Das Format, das Claude Wuillemin in seiner Eigenschaft als örtlicher SVP-Präsident leitet, ist auch deswegen speziell, weil dort Politiker und Politikerinnen jedweder Couleur zu Wort kommen und daraus echte kontroverse Diskussionen zu aktuellen Themen entstehen. So auch am Dienstagabend, als Nationalrat Gregor Rutz (SVP) und Nationalrätin Meret Schneider (Grüne) die Klingen zur Halbierungsinitiative («200 Franken sind genug») kreuzten. Schneider machte gleich zu Beginn der Diskussion deutlich, dass sie keinesfalls auf das Programmangebot der SRG verzichten wolle: «Die zeigen auch Sachen, die nicht so viele Leute interessieren. Zum Beispiel Biathlon oder Schwingen.» Überhaupt spiegele das vielfältige Angebot auch die Vielfalt der Regionen wider. Dafür zahle sie gerne den Beitrag. Zudem seien die öffentlich-rechtlichen
«Von mir aus kann alles so bleiben, wie es ist.» Meret Schneider, Nationalrätin (Grüne), Uster
Rundfunkanstalten in Deutschland und Österreich im Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich teurer. Ihr Fazit: «Von mir aus kann alles so bleiben, wie es ist.» Gregor Rutz sah das naturgemäss anders. Die SRG solle nur das machen, was die Privaten nicht machen könnten: «Die machen viele Sachen, um Quoten zu generieren, und nehmen den privaten Medien so ihre Anteile weg.» Überhaupt sei die TV-Gebühr eigentlich eine Steuer und somit verfassungswidrig. Was für das TV gelte, gelte auch für die
«Er frisst auch faule Äpfel»
Lina Kozomara am Samstag im Mixed
Vier Nationalräte und -rätinnen waren am Podium in Bonstetten (von links): Benjamin Fischer (SVP), Bettina Balmer (FDP), Meret Schneider (Grüne) und Gregor Rutz (SVP). Ganz rechts: Moderator Claude Wuillemin (SVP). (Bild Florian Hofer) Radiosender: «Da wären einige nicht notwendig. Sparen könnte man auch bei den 50 SRG-Angestellten, die alleine für Social Media arbeiten würden. Und: «Vielfalt macht die Demokratie aus. Es ist eine Frechheit zu sagen, nur die SRG habe ein gutes Medienangebot. Die Privaten können das auch sehr gut.»
Steuererklärungen unabhängig vom Zivilstand Im zweiten Teil des lebhaften Abends, an dem 43 Zuhörerinnen und Zuhörer gezählt wurden, ging es um ein nicht weniger kontrovers diskutiertes Thema: die Individualbesteuerung. Pointiert diskutierten Nationalrat Benjamin Fischer (SVP) und Nationalrätin Bettina Balmer (FDP) das Für und Wider der zur Abstimmung stehenden Vorlage. Einig waren sich beide, dass die Heiratsstrafe
abgeschafft werden müsse, so wie es das Bundesgericht schon seit 1984 fordert. Fischer argumentierte, der von der FDP eingebrachte Vorschlag, dass jede Person in der Schweiz unabhängig vom Zivilstand eine eigene Steuererklärung aus-
«Es ist eine Frechheit zu sagen, nur die SRG habe ein gutes Medienangebot.» Gregor Rutz, Nationalrat (SVP), Zollikon
füllen solle, sei in Wirklichkeit ein Angriff auf die traditionelle Familie, führe zu einem Bürokratiemonster und sei in den meisten Kantonen obsolet, weil die-
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Science-Fiction für Nostalgiker In der KommBox in Aeugst werden Kindheitserinnerungen wach Die Ausstellung «Kleine Schätze, grosse Augen» im Gemeindehaus in Aeugst ist zwar klein, aber fein: Am Montag wurde sie eröffnet und zeigt eine kuratierte Auswahl von Exponaten aus dem «Pegasus Small World Spielzeugmuseum» am Türlersee in Aeugstertal. Dort hat Ewald Schuler ein wunderbares Sammelsurium von alten Spielsachen zusammengetragen. Neben allerhand Weltraum-Exponaten gibt es auch Steifftiere und Puppen zu sehen. Darunter auch Barbiepuppen, genauer gesagt Barbiepuppen in Tracht. «Der Raum ist klein, aber ich habe doch viel hineinbekommen», resümiert Schuler zufrieden. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Mai während der Öffnungszeiten des Gemeindehauses zu sehen. (red)
Skurriles und Humor begleiteten Wahlkämpfe schon in früheren Zeiten, im Säuliamt besonders in den 1980er- und 1990er-Jahren. Auf Flugblättern, aber vor allem in Inseraten. Rund einen Monat vor dem Wahltermin fanden sich jeweils auf mehreren Seiten pro Ausgabe nicht nur profane Wahlempfehlungen und Konterfeis mit hoffnungsvoll lachenden Kandidatinnen und Kandidaten. Da ging es auch hart zur Sache. «Besorgte Bürger» und «unabhängige Wähler», vereint auch in Ad-hoc-Komitees, teilten auf vier, fünf oder gar zehn Spalten ordentlich aus. Wieso wurde es 1998 dann aber ruhiger in Wahlkampfzeiten? Angriffeenthaltende Annoncen mussten mit Klarnamen unterzeichnet werden. (red)
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se längst Lösungen für die zu hohe Besteuerung von Ehepartnern gefunden hätten. Balmer konterte, man solle jetzt die Chance nutzen, die Heiratsstrafe abzuschaffen, nachdem man dies jahrelang erfolglos versucht habe. Auch bei den Steuern müsse die gesellschaftspolitische Realität abgebildet werden. Das Einverdienermodell in der Ehe sei eh ein Auslaufmodell. Die Individualbesteuerung habe zur Folge, dass es sich für mehr Frauen lohnen würde, arbeiten zu gehen. Zum Schluss meldete sich aus dem Publikum, das rege mitdiskutierte, auch der Präsident der Bezirks-FDP, David Reindl, zu Wort: «Es geht auch darum, die finanzielle Unabhängigkeit der Frauen zu stärken, und darum, mehr Frauen in die Arbeitswelt zu bringen. Das ist der gesellschaftspolitische Aspekt dieser Vorlage.»
Die Rifferswilerin Aerials-Athletin Lina Kozomara kam am vergangenen Mittwoch an den Olympischen Spielen von Milano Cortina zu ihrer Olympia-Premiere. Sie konnte ihre beiden Sprünge stehen und klassierte sich auf Rang 23. Den Final der besten Zwölf verpasste sie so aber. Die 19-Jährige steht morgen Samstag um 10.45 Uhr erneut im Einsatz. Sie bestreitet zusammen mit Noé Roth und Pirmin Werner den MixedTeamwettkampf. An der letztjährigen Heim-WM gewann das Trio die Bronzemedaille. Bereits heute stehen die beiden Herren, welche in Mettmenstetten trainieren, im Einsatz. Falls das Wetter mitspielt, startet die Qualifikation um 10.30 Uhr, die Finals um 13.30 Uhr. (red)
«Space Toys» – zu sehen in der KommBox in Aeugst. (Bild Brigitte Reemts Flum)
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ANDREA SIDLER Gemeindepräsidentin für Hausen
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