Skip to main content

013_2026

Page 1

CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 13 I 179. Jahrgang I Dienstag, 17. Februar 2026

Vom täglichen Brot

Barbershops in Zürich kontrolliert

Pfarrer Ueli Flachsmann aus Hedingen macht sich Gedanken über die Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt. Seite 3

Die Kantonspolizei Zürich nahm mehrere Barbershops genauer unter die Lupe. Mehr als die Hälfte verstiess gegen Vorschriften. Seite 10

1

Jubilar und zwei Paare feiern in diesen Tagen einen runden Geburtstag und zwei Hochzeitstage. Seite 3

Jedem Tier seine Geschichte

«Das 30-JahreJubiläum haben wir völlig verpasst.»

Die Zahlen von im Tierheim abgegebenen Tieren steigen jährlich – was sind die Gründe?

Seite 11 Christa Frick, Unternehmerin, Obfelden. (Bild Regula Zellweger)

Claudia EugstEr Es mag erstaunen, aber Herr und Frau Schweizer haben seit jeher eine grössere Nachfrage nach Hunden, als dass der inländische Markt hergibt. Dies laut Aussage von Rommy Los vom Zürcher Tierschutz. Man sei aber gleichzeitig auch sehr offen für Tiere aus dem Tierheim, auch für ältere Tiere und Tiere, die gesundheitlich angeschlagen sind. Naheliegend ist es also, sich einen Hund aus dem Ausland zu holen. Wenn dieser dann auch noch von der Strasse kommt und sozusagen «gerettet» wird, dann ist das auch gleich noch gut für das Gewissen. Nur sind diese Hunde anders sozialisiert, oftmals traumatisiert und daher meist schwieriger im Umgang als Hunde, die hierzulande aufgewachsen sind. Auffallen tut das leider erst, wenn das Tier bei einem zu Hause ist. Was auf dem Bild im Internet noch «herzig» und «jö» war oder «schön» ausschaute, entpuppt sich als wenig umgänglich. Viele dieser «schwierigen» Hunde landen am Ende als Verzichtstiere im Tierheim und verbleiben – aufgrund erschwerter Vermittelbarkeit – länger als der «schnüsige» Welpe oder der reinrassige, gut erzogene Golden Retriever dort. Das bringt die Tierheime an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Bevölkerung wächst weiter

Manuela Huber mit Hugo (links) und Miriam Reed mit Jimmy (Chimo) aus dem Säuliamt haben sogenannten «schwierigen» Hunden ein Zuhause gegeben. (Bilder Claudia Eugster) line-Handel. Geschichten von regelrechten «Welpenfabriken» im Ausland sind leider traurige Realität und nicht blosse Horrorszenarien. Weil diese Zahlen nun aber doch arg theoretisch sind und für das Jahr 2024, bietet es sich an, eine re-

schäftsführer des Dachverbandes Schweizer Tierschutz STS, sagt: «Die Tierheime und Auffangstationen der STS-

Sektionen arbeiten zunehmend am Limit.» Laut STS-Tierschutzstatistik wurden 2024 insgesamt 32 079 Tiere in den Tierheimen und Auffangstationen der 66 STS-Sektionen abgegeben – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 572 Tiere (2023: 31 507 Tiere). Damit sei der steigende Trend ungebrochen, kommunizierte der STS in einer Medienmitteilung im Oktober 2025, als die Zahlen von 2024 veröffentlicht wurden. Unterschieden wird zwischen den Kategorien Verzichttiere (25 403 Tiere, ein Plus von 306 gegenüber 2023), Findeltiere (5449 Tiere, +212 gegenüber 2023) und Tiere aus amtlichen Beschlagnahmungen (1234 Tiere, +61 gegenüber 2023). Allerdings stieg auch die Zahl der vermittelten Tiere markant auf 18829 (+2716 gegenüber 2023) an. Die Zahlen für 2025 kämen erst im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst 2026, gab Simon Hubacher, Mediensprecher STS, auf Anfrage Auskunft. Er bestätigt die Aussage von Rommy Los, dass die Nachfrage grösser ist als das Angebot. Kein Wunder, boomt der On-

Klimafreundliche Verkehrspolitik

Gab es die Burg Baldern wirklich?

«Weltklasse im Säuliamt»

Junge Musiker aus Bonstetten

Wie die Energiekommission Hedingen mitteilt, stehen neu auf dem Parkplatz beim Schulhaus Schachen zwei 22-kWLadestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Die Gemeinde bekräftige damit ihr Engagement als fünffach ausgezeichnete Energiestadt und reagiere auf die steigende Nachfrage. Gespeist wird die Anlage mit Solarstrom vom Werkhofdach. Weiter sucht die Energiekommission auf die neue Legislatur ab Juli zwei neue Mitglieder. (red)

Sie geistert als Legende durch die Köpfe der Historiker und der interessierten Bevölkerung: die Burg Baldern. In der «Anzeiger»-Serie Denkmäler im Bezirk Affoltern widmet sich der Autor Bernhard Schneider der Frage, ob es diese Burg wirklich gegeben hat. Was es gibt, ist ein Gedenkstein auf dem Albisgrat zwischen Gamlikon und Adliswil. Doch ob die Inschrift auf eine echte Burg hinweist oder eher auf einen Mythos, ist schwierig zu beurteilen. (red)

Die Konzertreihe «Weltklasse im Säuliamt» ermöglicht, klassische Musik auf höchstem Niveau zu erleben. Organisiert wird die Reihe vom Kulturkeller lamarotte und dem Pianohaus Schoekle, in dessen Räumlichkeiten in Affoltern die Konzerte auch stattfinden. Den Auftakt des Konzertjahres 2026 gestaltete das international renommierte Oliver Schnyder Trio mit Oliver Schnyder (Klavier), Andreas Janke (Violine) und Benjamin Nyffenegger (Violoncello). (red)

In der Serie «Junge Musizierende aus dem Säuliamt» stellt der «Anzeiger» zwei junge Leute aus Bonstetten vor. Anina Lucarelli ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Mit sieben Jahren begann sie mit dem Geigenspiel, motiviert durch ihre Mutter. Auch Fabian Burkard hat früh angefangen und spielt seit dem sechsten Lebensjahr Cello. Beide musizieren gerne in Ensembles und Orchestern und wurden durch die Musik ein Paar. (red)

Seite 3

Seite 6

Seite 8

Seite 10

Schweizer Tierheime am Limit Mehr «schwierige» Hunde könnte ein Faktor sein, wie Marco Mettler, Ge-

«Per Internet Tiere bestellen ist ein absolutes No-Go.» Astrid Becker, Präsidentin des Aargauischen Tierschutzvereins ATs

«Im Schnitt kommt und geht jeden Tag ein Tier.» Rommy Los, Zürcher Tierschutz, Geschäftsleitung und Fachbereich Tierheim gionale Momentaufnahme des Hier und Jetzt zu machen. Im Säuliamt gibt es den Gnadenhof, aber die nächstgelegene

grössere Möglichkeit, ein Tier zu adoptieren, bietet sich in der Stadt Zürich und im Aargau. Rommy Los vom Zürcher Tierschutz (keine STS-Sektion, die Zahlen fliessen nicht in die STS-Statistik ein) und Astrid Becker vom Aargauischen Tierschutzverein ATs (STS-Sektion) haben Auskunft gegeben. Sind die Tierheime am Limit? Und könnten «schwierige» Hunde ein Faktor sein, dass die Tierheime aus allen Nähten platzen? Und Manuela Huber und Miriam Reed, die dabei geholfen haben, die Tierheime zu entlasten, weil sie beide «schwierige» Hunde wirklich gerettet haben, erzählen von ihren Erfahrungen. So viel sei aber schon einmal gesagt und da seien sie sich alle einig: Wer sich ein Tier anschaffe, der solle sich der Langfristigkeit und Verantwortung bewusst sein. Man solle sich die Frage stellen, habe ich die Zeit und das Geld, um mich über Jahre hinweg zu verpflichten? Dem Tier gegenüber wäre das nur fair.

Ende 2025 wohnten 1,63 Millionen Menschen im Kanton Zürich. Damit ist die Bevölkerung innerhalb eines Jahres um knapp 13 000 Personen oder 0,8 Prozent gewachsen. Der Zuwachs ist etwas geringer als im Vorjahr und damit einer der niedrigsten der vergangenen 20 Jahre. Der geringe Geburtensaldo und der leicht rückläufige Wanderungssaldo sind die Hauptgründe für das geringe Bevölkerungswachstum des Jahres 2025. Dies zeigt die aktuelle Bevölkerungserhebung des Statistischen Amts des Kantons Zürich. Die Bevölkerung wächst in allen Regionen des Kantons, aber nicht überall im selben Ausmass. Das stärkste Wachstum im Verhältnis zur Bevölkerungszahl verzeichnen das Weinland und das Furttal mit 1,1 beziehungsweise 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich leichte räumliche Verschiebungen in der Wachstumsdynamik. Zuletzt wiesen stadtnahe Agglomerationsgebiete im Norden und Osten der Stadt Zürich überdurchschnittliche Wachstumsraten auf, während die Stadt Zürich und das westlich gelegene Limmattal nur unterdurchschnittlich wuchsen. 2025 liegen die Wachstumsraten der Stadt Zürich und des Limmattals über dem Kantonsdurchschnitt, während das Glattal und die Region Winterthur die Schlusslichter bilden. Nach wie vor macht die Zuwanderung aus dem Ausland den grössten Anteil am Bevölkerungswachstum aus. Über 80 Prozent der Zunahme sind darauf zurückzuführen. (red) ANZEIGEN

Carrosserie/Spritzwerk

Lido Galli Zürichstrasse 1A 8932 Mettmenstetten

Seite 7 SB-Waschanlage

Telefon 0 44 776 81 11 044

20008 9 771661 391004


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
013_2026 by AZ-Anzeiger - Issuu