Skip to main content

012_2025

Page 1

CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 379 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Abb.: all-new INSTER, 42 kWh, 2WD, 71.1KW/97PS, Normverbrauch gesamt: 14.3kWh/100km, CO2-Ausstoss gesamt: 0g/km, Energieeffizienz-Kat. A. Abbildung: Symbolbild, es besteht keine Haftung für mögliche Fehler oder Auslassungen.

Karl Graf Automobile AG 8932 Mettmenstetten 043 466 70 00

AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 12 I 179. Jahrgang I Freitag, 14. Februar 2025

Töff-Rowdy gab Gas

Sicher von A nach B

Ein 17-Jähriger raste mit seinem Töff durch Knonau und hielt damit die Kantonspolizei auf Trab. Seite 3

Das Ottenbacher Unternehmen R. Brüniger AG leistet einen Beitrag zur Sicherheit in Autobahntunnels. Seite 15

8

winterliche Ausflugstipps hat die Redaktion für Sie zusammengestellt. Seiten 8 und 9

Sek Affoltern erhält nun doch mehr Steuergeld Die Einstellhalle

«Mein Motto: aufstehen und weitergehen.»

Maya Afra, Mitarbeiterin bei «Babas Cup». (Bild Livia Häberling)

Ja zu 21 statt 19 Prozent nach lebhafter Debatte livia häberling

Als die ausserordentliche Versammlung der Sekundarschulgemeinde Affoltern/ Aeugst am Montagabend vorbei war, verliess auch eine 3.-Sek-Klasse die Aula. Die Schülerinnen und Schüler hatten den Anlass im Rahmen ihres Staatskunde-Unterrichts besucht. Nach seinen Eindrücken gefragt, sagte einer der Schüler: «Es war spannend! Nur das Popcorn hat gefehlt!» Wahrlich dürfte sich das, was die Schulklasse in der vorangehenden Stunde geboten erhalten hatte, für manchen Gast einmal mehr wie ein veritables Polit-Theater angefühlt haben. Bei dem sich die Frage aufdrängte, ob es noch um die Sache oder bloss ums Rechthaben ging.

Argusaugen auf den Ausgaben

Der Gemeinderat will seinem Naturbad den Stecker ziehen Die Finanzen in Maschwanden sind klamm. Der Gemeinderat sei deshalb gegen den Weiterbetrieb des verhältnismässig teuren Naturbades, erklärte Liegenschaftsvorsteher Christian Künzi (im Bild) am Montagabend an einem Info- und Diskussionsanlass. Doch die Bevölkerung hängt Bild Werner Schneiter an ihrer «Bade-Perle». (red) Seite 5

Um die Dinge vollständig zu erfassen, lohnt sich ein Blick zurück. Auf den ersten Akt, der Anfang Dezember im Kasinosaal zur Aufführung gelangt war. Damals hatte die Sekundarschulgemeinde Affoltern/Aeugst ihr Budget 2025 präsentiert und eine Steuerfusserhöhung von 19 auf 21 Prozent beantragt. Überraschend kam diese nicht: Seit Längerem hatte die Sekundarschulpflege angekündigt, dass es ohne wohl nicht gehen würde. Wiederholt hatte die Sek mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Zuletzt sind die Ausgaben Jahr für Jahr gestiegen: von 11,7 Millionen (2020) auf die schliesslich budgetierten 14,8 Millionen Franken. Auf rund 80 Prozent dieser Kosten hat die Sekundarschulgemeinde kaum bis gar keinen Einfluss; darunter fallen beispielsweise die Löhne der Lehrpersonen (die wegen höherer Schülerzahlen steigen) oder Zahlungen, die die Sek an Dritte leisten muss. Beispielsweise für die Beschulung von Sonder- oder Gymischülerinnen, oder für Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahrs.

Nun ist die Sekundarschulgemeinde Affoltern/Aeugst zwar eine eigenständige Behörde, trotzdem ist sie mit den politischen Gemeinden eng verknüpft. Ihr Steuerfuss fliesst in den Gesamtsteuerfuss von Aeugst und Affoltern mit ein. In Affoltern führte die geplante Erhöhung zu Diskussionen. Seit Längerem steht die Stadt unter strenger Beobachtung der Bürgerlichen und der Rechnungsprüfungskommission. Beide stossen sich an der Ausgabenpolitik. Die angespannte Finanzlage fordere einen bedachteren Umgang mit dem Geld, so der Tenor des Gremiums.

Kein Sandwich mehr für den Schülerrat Um es kurz zu machen: Die beantragte Steuerfusserhöhung kam nicht durch. Zwar hatte die RPK dem Vorhaben ihren Segen erteilt, doch alt Stadtpräsident Clemens Grötsch beantragte damals, den Steuerfuss auf 19 Prozent zu belassen. Sein Antrag fand im Saal eine Mehrheit – obwohl er eigentlich gar nicht zulässig gewesen wäre, weil das Budget durch die wegfallenden Steuereinnahmen derart aus dem Gleichgewicht fiel, dass es ungültig wurde. Inmitten der Turbulenzen, die dieser Antrag damals an der Versammlung ausgelöst hatte, verpasste es die Sekundarschulpflege jedoch, den Antrag zurückzuweisen. In der Folge war es der Bezirksrat, der die Beschlüsse zu Budget und Steuerfuss aufgrund einer Stimmrechtsbeschwerde annullierte und eine neue Versammlung ansetzte. Währenddessen musste sich die Sekundarschule mit einem Notbudget arrangieren. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutete das: kein Schlittschuhausflug und auch kein Sandwich mehr für die Mitglieder des Schülerrats. Es war abzusehen, dass es an der ausserordentlichen Versammlung am vergangenen Montag erneut hitzig zu- und hergehen würde.

Seite 3

Seite 22

ist schon fertig

Er ist ein Dreh- und Angelpunkt der kantonalen und kommunalen Infrastruktur: der Werkhof des kantonalen Tiefbauamtes an der Industriestrasse 15 in Affoltern. Er wird derzeit umgebaut. So erhalten 19 Mitarbeitende bessere Arbeitsbedingungen. Sie sind zuständig für Betrieb und Unterhalt der kantonalen Strassenverkehrsanlagen im Bezirk. Anfang 2025 ist bereits die L-förmig angelegte Einstellhalle fertiggestellt worden. Sie ist aus Naturholz gefertigt, teilweise offen und beinhaltet neben einer Waschbox mit 40-Tonnen-Lift für Fahrzeuge auch Innen- und Aussenlagerflächen für Material und Maschinen. (red)

Seite 7 ANZEIGEN

Schmerzfrei ohne Operation wirkt sofort und nachhaltig Interessiert? Melden Sie sich jetzt an.

physio@tt-hedingen.ch www.tt-hedingen.ch

Erfolg beginnt mit einem Gespräch rung 15 Jahre Erfah bilien vermittelt Über 500 Immo

Paul Stöckli, 076 417 17 17 paul.stoeckli@remax.ch

Stadt lanciert Sparprogramm

Krankentaggeldversicherung gekündigt, Erklärvideos aus dem Programm gekippt

Die Ansage der Stimmberechtigten an den Stadtrat an der Gemeindeversammlung im Dezember war deutlich: Um vier Prozentpunkte senkten die Anwesenden den Steuerfuss. Der Stadt entgehen damit Einnahmen von rund 1,1 Millionen Franken. Und das, obwohl auf den Bezirkshauptort in näherer Zukunft saftige Investitionen zukommen. Nun hat der Stadtrat ein Sparprogramm ausgearbeitet. Dies schreibt die Stadt in

einer Mitteilung. «Um diesen Auftrag gezielt und nachhaltig anzugehen, hat der Stadtrat das Projekt ‹SmartFit› ins Leben gerufen. Es verfolgt das Ziel, Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen gezielter einzusetzen und wirtschaftlichere Lösungen zu finden – stets mit dem Anspruch, die städtischen Leistungen langfristig zu sichern.» Als erste kurzfristige Sparmassnahme habe der Stadtrat beschlossen, ab

sofort keine Erklärvideos mehr zu erstellen. Im Jahr 2024 hatte die Stadt in einem Pilotversuch für alle vier kommunalen Abstimmungen Erklärvideos erstellt, «um komplexe Vorlagen verständlicher zu machen und insbesondere jüngere Stimmberechtigte anzusprechen». Weiter wurde per Ende letzten Jahres die Krankentaggeldversicherung (KTG) für das städtische Personal gekündigt. «Dadurch spart die Stadt jährlich

rund 110 000 Franken», heisst es in der Mitteilung. Die Versicherungsgesellschaft hatte angekündigt, die Prämie für ihre Leistungen von 247 716 Franken auf 422 002 Franken zu erhöhen. Damit wäre die neue Prämie rund 110 000 Franken höher gewesen als die durchschnittlich erbrachten Versicherungsleistungen der letzten vier Jahre. (red)

Seite 6

50007 9 771661 391004


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
012_2025 by AZ-Anzeiger - Issuu