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012_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

Individuelle telefonische Beratung durch Fachleute rund um das Eigentum für unsere Mitglieder. Der HEV hat’s. AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 12 I 177. Jahrgang I Dienstag, 14. Februar 2023

Widerstand

Die Bevölkerung von Aeugster Weilern wehrt sich gegen den Abbau von Busverbindungen. > Seite 3

Rechtskräftig

Das Fahrverbot zwischen Ferenbach (Zwillikon) und der Litzistrasse wird montiert. > Seite 3

hev-albis.ch

Streitigkeiten

Die Arbeitslast des Bezirksgerichts Affoltern ist anhaltend hoch, dies zeigt die Statistik. > Seite 7

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Hilfsaktion

Die katholische Kirche in Bonstetten sammelt für Kriegsbetroffene in der Ukraine. > Seite 7

Zusätzlicher Sitz geht an die SVP Kantonsratswahlen im Knonauer Amt: SVP und Grünliberale beweisen Stärke

Wieder gewählt: Marc Bochsler (SVP).

Wieder gewählt: Daniel Sommer (EVP).

Neu gewählt: Ursula Junker (SVP).

Wieder gewählt: Ronald Alder (GLP).

Wieder gewählt: Hannah Pfalzgraf (SP).

Wieder gewählt: Thomas Schweizer (Grüne).

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Neu gewählt: Tamara Fakhreddine (FDP). (Bilder uc/bs/Archiv/zvg.)

Wahlanteile der Listen der Kantonsratswahl 2019 (blau) im Vergleich zu den Anteilen 2023 (orange) im Bezirk Affoltern. (Grafik: Thomas Stöckli)

wicklung der Grünliberalen: plus 0,76 Prozent, auf 14,94 Prozent. Sie festigen sich damit Platz drei in der Ämtler Parteienlandschaft – nur noch knapp hinter der SP.

hat Hannah Pfalzgraf (bisher) mit Abstand am meisten Stimmen geholt, nämlich deren 3097. Auf – für eine Kleinpartei stolze – 3054 Stimmen schaffte es Daniel Sommer (EVP, bisher), der Name Ronald Alder (bisher), von den Grünliberalen, wurde 3006 mal auf einem Wahlzettel notiert. Für einen Sitz im Kantonsrat können allerdings auch deutlich weniger Stimmen reichen: Thomas Schweizer (Grüne, bisher) kam auf 2063, Tamara Fakhreddine auf 2004 Stimmen.

Marc Bochsler mit Spitzenresultat Das persönliche Spitzenresultat erzielte Marc Bochsler (bisher) mit 4228 Stimmen, gefolgt von Ursula Junker (4000), beide von der SVP-Liste. Von der SP-Liste

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KOMMENTAR

Überraschungen sind ausgeblieben

W

von Thomas sTöckli

SB-Waschanlage

Die Ernst Schweizer AG in Hedingen steigert den Umsatz im Bereich Solarsysteme massiv. > Seite 9

VON THOMAS STÖCKLI

Die Bezirksparteien, die aktuell im Kantonsrat vertreten sind, werden es auch in der nächsten Legislatur sein. Zu den Bisherigen gesellen sich Ursula Junker (SVP) und Tamara Fakhreddine (FDP):

Marc Bochsler, Ursula Junker (beide SVP), Hannah Pfalzgraf (SP), Daniel Sommer (EVP), Ronald Alder (GLP), Thomas Schweizer (Grüne) und Tamara Fakhreddine (FDP) dürfen das Knonauer Amt in der kommenden Legislatur im kantonalen Parlament vertreten. Die neue Liste der Aufrechten steigt mit respektablen 3,17 Prozent Wähleranteil ein, die Mitte legt um 1,23 Prozent auf 4,93 Prozent zu. Für ein Mandat hat es ihnen allerdings nicht gereicht: Clemens Grötsch, Spitzenkandidat der Mitte, musste sich mit 898 Stimmen begnügen. Im Verhältnis zum Gesamtkanton konnten die Grünen ihren Rückschlag im Knonauer Amt in Grenzen halten: Minus 1,32 Prozent, auf 9,52 Prozent. Die grossen Verliererinnen sind hier die FDP – ihr Wähleranteil schrumpft um 3,19 Prozent, auf 11,91 Prozent – und die SP – minus 2,26 Prozent, auf 15,55 Prozent. Die SVP konnte derweil einen Teil ihres Verlusts von vor vier Jahren wettmachen: Plus 2,03 Prozent, auf 28,65 Prozent. Weiterhin bergauf, wenn auch nicht mehr so steil, zeigt die Ent-

Rekordergebnis

Erfahrungsgemäss kommt es während einer Legislatur nicht selten zu Wechseln. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die ersten Nachrücke-Plätze. Hier positionieren sich alt Nationalrat HansUlrich Bigler (SVP, 3947 Stimmen), Roger Schmutz (SP, 2125), Fabian Kraxner (GLP, 1901), Markus Meier (FDP, 1616), Sonja Estermann (Grüne, 1241) und Eveline Fenner (EVP, 1028), wobei Kraxner und Fenner je einen Listenplatz gutgemacht haben. > Weitere Berichte auf Seite 4/5/6

Wahl in den Regierungsrat verpasst «Unter normalen Umständen werde ich die Wahl nicht schaffen», war sich Daniel Sommer, einziger Ämtler Kandidat für den Regierungsrat, bewusst. Und das Wunder ist ausgeblieben: Die Bisherigen Mario Fehr (parteilos), Natalie Rickli, Ernst Stocker (beide SVP), Martin Neukom (Grüne), Jacqueline Fehr (SP),

Silvia Steiner (Mitte) und Carmen Walker Späh (FDP) wurden im ersten Wahlgang deutlich bestätigt, Sommer hatte mit 42 961 Stimmen das Nachsehen. Für eine Wahl fehlten gut 100 000 Stimmen. «Ich bin nicht erstaunt, das ist für mich auch keine Niederlage. Ich bin Realist», kommentiert Sommer das Resultat.

Und vielleicht wird er nach einer Verschnaufpause schon bald wieder in den Wahlkampfmodus schalten: Im Herbst stehen die Nationalratswahlen an. In Rifferswil hätte es ihm übrigens in den Regierungsrat gereicht: 220 Stimmen (10,27 %) erhielt er in der Gemeinde, in der er seine Schreinerei betreibt. (red.)

enn das kantonale Parlament gewählt wird, interessiert das fast zwei Drittel der Wahlberechtigten nicht: 34,22 Prozent betrug die Wahlbeteiligung im Kanton Zürich, im Bezirk Affoltern waren es mit 35,88 Prozent nur unwesentlich mehr. Aber immerhin: vor vier Jahren waren es noch 34,2 Prozent.

Die Ausgangslage war spannend: Durch sein überdurchschnittliches Wachstum hat das Knonauer Amt in der kommenden Legislatur Anrecht auf einen zusätzlichen Sitz. Wer würde den holen? Das war vor dem Urnengang die grosse Frage. In Position gebracht, hatte sich die Mitte, hervorgegangen aus der Fusion von CVP und BDP. Mit dem Affoltemer alt Stadtpräsident als Spitzenkandidat hat sie zwar deutlich zugelegt, den angestrebten Sitzgewinn aber verpasst. Gespannt sein durfte man auch auf die neue Liste Aufrecht. Sie holte auf Anhieb 3,17 Prozent der Stimmen.

Dass die SVP ihren vor vier Jahren knapp verlorenen zweiten Sitz zurückerobert, ist keine Überraschung, zumal sich beim Wähleranteil schon früh ein Plus abzeichnete. Schliesslich prägten zuletzt ihre Themen Sicherheit, Energiekrise und Zuwanderung die politische Agenda. Die doppelte Vertretung, der mit einem Wähleranteil von fast 30 Prozent deutlich stärksten Partei, ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

Weshalb sie im Bezirk Affoltern deutlich schlechter abgeschnitten haben als auf Kantonsebene, mit dieser Frage werden sich die FDP und die SP nun beschäftigen müssen.

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