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009_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 9 I 177. Jahrgang I Freitag, 3. Februar 2023

Einbrecher aktiv

In Wettswil und Stallikon wurden wiederholt Schmuck und Bargeld erbeutet. > Seite 3

Kreative gesucht

Für die Ausstellungen «Aemtler Kunst 2023» kann man sich jetzt anmelden. > Seite 6

INTUS AG

«Zeitreise» gemacht Der Musikverein Hedingen hat am Jahreskonzert durch die Jahrhunderte geführt. > Seite 9

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8910 Affoltern a.A.

Sturm im Hirn

Neuropsychologe Lutz Jäncke sprach in Mettmenstetten über Folgen der Digitalisierung. > Seite 10

Von persönlichen Vorstellungen zum gemeinsamen Ziel Die Stadt Affoltern hat zum Strategie-Workshop eingeladen In Form eines «Stadt-Cafés» haben am Montagabend im Kasinosaal 70 Personen, darunter wichtige Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen, über die Zukunft der Stadt Affoltern diskutiert. von Thomas sTöckli An zehn Tischen sitzen sie, bunt gemischt, die Interessierten aus der Bevölkerung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, Gewerbe, Vereinen und Institutionen. Rund 70 Personen haben die Einladung angenommen, um gemeinsam die Entwicklung der Stadt Affoltern zu diskutieren. Den Anstoss hat der Stadtrat im Oktober gegeben, mit der Initialisierung des Mitwirkungsprozesses. In einem ersten Schritt wurden Fragebogen gestreut, die es im November und Dezember zu beantworten galt. «Sensationell» sei der Rücklauf gewesen, so Markus Steiner von der HSS Unternehmensberatung, die öffentliche Organisationen, Non-Profit-Organisationen, Bildungseinrichtungen und KMU bei Veränderungen in Strategie, Organisation, Prozessen und Informatik begleitet und in dieser Funktion auch vom Stadtrat Affoltern beauftragt wurde. Von 106 versandten Fragebögen kamen 91 ausgefüllt zurück. Und nicht nur die Quantität stimmte: «Viele haben sehr konstruktiv mitgewirkt», betonte Steiner, Co-Leiter des Workshops.

Das Wachstum nicht dem Zufall überlassen Konkret wurden im Fragebogen sieben offene Fragen gestellt, nämlich was Affoltern besonders macht, die positiven und negativen Entwicklungen der letzten Jahre, wo Chancen und Gefahren liegen, was man sich für Affoltern wünsche und was die Strategie ansprechen soll. Besonders zahlreich – eher negativ – waren die Rückmeldungen zur Raumentwicklung, wie Markus Steiner in der statistischen Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen aufzeigte. Die Stossrichtung scheint hier klar: Das Wachstum soll nicht dem Zufall überlassen werden – was das konkret heisst, da wird es schon schwieriger, einen Konsens zu finden, wie sich auch in der an-

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3.

Neuer Treffpunkt

Die «Alte Brennerei» in Mettmenstetten ist sowohl Restaurant als auch Eventlokal. > Seite 13

Säuliämtler holt Goldmedaille Felix Lüthold aus Affoltern spielt beim Curling Club Zug gross auf. Am European Youth Olympic Festival (EYOF) gewann das Schweizer Curling Mixed Team um Lüthold die Goldmedaille. In einem Herzschlagfinale schlugen die Schweizer das Team aus Deutschland mit 9:8 nach Zusatzend. Mit einem gestohlenen Stein kämpfte sich die Schweizer Equipe nach dem achten End ins Zusatzend. Dort überzeugten Lüthold und sein Team mit der nötigen Ruhe und stellten Deutschland vor eine schwierige Aufgabe. Die platzierten Guards schützten den Schweizer ShotStein perfekt, sodass der siegbringende Punkt eingeheimst werden konnte. Das am Wettkampf vertretene Schweizer Quartett wurde in einem Selektionsverfahren für das EYOF zusammengestellt. Für das Turnier zugelassen waren die Jahrgänge 2006 und 2007. Bereits im vergangenen Oktober fand die Vor-Selektion statt, nach der es vor allem darum ging, aus den vier Einzelathletinnen und -athleten eine Einheit zu bilden, das Vertrauen untereinander aufzubauen und Abläufe einzuüben. (red.)

> Bericht auf Seite 20 ANZEIGEN

In zehn Gruppen wurde im Kasinosaal die zukünftige Entwicklung der Stadt Affoltern diskutiert. (Bild Thomas Stöckli) schliessenden Diskussion zeigen sollte. Äusserst positiv bewertet wurden die zentrale Lage zwischen Zürich und Zug. Mehrheitlich gut kommt das Einkaufsangebot an, auch wenn die Meinungen hier schon weiter auseinandergehen. Das Zentrum und der öffentliche Verkehr werden ebenfalls vorwiegend geschätzt. Handlungsbedarf besteht gemäss den Rückmeldungen aus den Fragebogen insbesondere beim Freizeitangebot. Als Diskussionsstoff haben sich fünf Themengebiete «Raum und Infrastruktur», «Leben, Lernen und Arbeiten», «Mobilität und Vernetzung», «Wirtschaft und Region» sowie «Politik und Finanzen» herauskristallisiert. Diese wurden nun in Gruppen beleuchtet, und zwar in Form eines «World Café» – oder eben «Stadt Café», wie der Anlass betitelt wurde. «In einem Café hört man einander zu, nimmt verschiedene Perspektiven ein und beginnt, Ideen zu vernetzen», erklärte René Steiner, der andere Co-Leiter der Veranstaltung. Mit den Anregungen «Im 2035 ist/ hat Affoltern ...» und «Meine Ideen sind ...» begann an den zehn Gruppentischen – je zwei zu jedem der fünf The-

Politologe schaut aufs Säuliamt Der Politologe Michael Hermann ist Geschäftsführer der Firma Sotomo, die vor Wahlen regelmässig Meinungsumfragen durchführt. Mit Blick auf die Regierungs- und Kantonsratswahlen von nächster Woche gab er in einem Interview seine Einschätzungen für den Wahlkreis Affoltern ab. Für ihn zeigte sich einmal mehr, dass im Wahlkampf

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für den Kantonsrat vor allem die nationalen Themen eine Rolle spielten. Wahrscheinlich sei, dass GLP, FDP und Die Mitte gewinnen – SP und Grüne verlieren. So sieht die Wahlprognose von Michael Hermann für das Kantonsparlament aus. (uc)

> Bericht auf Seite 5

men – die Diskussion, einerseits über grundsätzliche Fragen: Wo besteht überhaupt Handlungsspielraum? Wie lassen sich trotz Wachstum Grünflächen erhalten? Was macht die Identifikation mit dem Wohnort aus? Und andererseits wurde man auch ganz konkret, etwa über einen Ortsbus, um vom Einkaufszentrum in die Badi zu gelangen, oder Einrichtungen wie Kino, Kletterhalle und Hallenbad – wobei der Steuerfuss nicht steigen soll.

Raum für Begegnungen gewünscht Rund 25 Minuten dauerten die Diskussionsrunden. Dann ging es an einem anderen Tisch mit einem anderen Thema darum, die Erkenntnisse der vorherigen Gruppe zu vertiefen, zu widerlegen oder neu anzudenken. Nach der dritten Runde wurden die gesammelten Resultate dann präsentiert. Mehrfach gewünscht wurde etwa öffentlicher Raum für Begegnungen, weiter ging es unter anderem um Förderung von innovativen Unternehmen, mehr Mitspracherecht sowie Zusammenarbeit mit den Bezirksgemeinden – auch um die Zentrumslasten fairer zu verteilen.

«Der Stadtrat hat die Aufgabe, zuzuhören», hatte Stadtpräsidentin Eveline Fenner in ihrer Begrüssung zum «StadtCafé» festgehalten. In ihrem persönlichen Fazit nach dem Anlass beschrieb sie den Austausch als spannend, wertvoll und sehr positiv. «Unsere Herausforderung wird es nun sein, dass sich die Leute mit ihren teils sehr konkreten Ideen in der Strategie abgebildet sehen – auch wenn da die Flughöhe natürlich höher ist.» Schade findet sie, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich stark vertreten waren. So waren die Bürgerlichen offensichtlich unterrepräsentiert, aber auch Ausländer und Fremdsprachige. Eingeladen wurden alle Parteien und unter anderem auch die Islamische Gemeinschaft. In einem nächsten Schritt wird der Stadtrat die Strategie im März in einer anderthalbtägigen Klausur mit der Geschäftsleitung erarbeiten. Da geht es darum, die diversen Einzelsichten zu einem gemeinsamen Miteinander zu bündeln, oder, wie es René Steiner formuliert hat, einem «leuchtenden Stern, der Orientierung gibt.» Die Strategie soll den Mitwirkenden dann im Mai vorgestellt werden.

IN DEN KANTONSRAT. LISTE 2

FELIX FÜRER

Lärmschutzfenster bewilligt Nach jahrelangem Kampf ändert der Kanton Zürich seine Praxis bei der Finanzierung von Lärmschutzfenstern. Davon profitieren lärmgeplagte Anwohnende in Obfelden und Ottenbach. Der Kanton Zürich setzte bisher ordentliche Lärmsanierungsprojekte erst fest und setzte diese mit anderen Bauprojekten später um. Die Kehrtwende

folgt nun nach einem Regierungsratsbeschluss. Dieser ermöglicht eine vorzeitige Auszahlung von Beiträgen an Lärmschutzfenster. Dabei können auch bereits montierte Fenster in Rechnung gestellt werden. Die Unterlagen haben die Betroffenen bereits erhalten. (dst)

> Bericht auf Seite 7

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