CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 7 I 179. Jahrgang I Dienstag, 27. Januar 2026
Neue Bettchen und eine Federwiege Modernste Drohnentechnik 11 000 Franken war der Erlös des traditionellen Hedinger Adventsmarkts. Dieser Betrag wurde nun gespendet. Seite 8
Im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Stallikon entwickelt die Firma Sunflower Labs einen «fliegenden Sicherheitswächter». Seite 13
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Stunden dauerte die Diebestour eines Marokkaners. Sie endete vor dem Bezirksgericht. Seite 3
Eine Kuhglocke zur Einbürgerung
«Es macht zusätzlich hungrig für mehr.»
Zweieinhalb Jahre nach der Bürgerrechts-Gesetzesänderung gibt es erste Zahlen Florian HoFer Seit das neue Bürgerrecht im Kanton Zürich (1. Juli 2023) in Kraft ist, haben sich die Abläufe in den Gemeinden beim Einbürgern verändert. Alle Gemeinden wenden nun den kantonalen Einbürgerungstest an. Es gibt weniger persönliche Gespräche, dafür fordern die Gemeinden mehr Motivationsschreiben ein. Bei den Gebühren gibt es weiterhin grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden. Die Bearbeitung der Gesuche dauert im Durchschnitt länger. Dies zeigt die neue Studie des Statistischen Amts des Kantons Zürich. Es hat auch Zahlen für das Säuliamt parat: Im Jahr
«Der spürbare Stolz auf das bald fertig durchlaufene Verfahren sind die Lichtblicke solcher Verfahren.» Christoph Rohner, Gemeindeschreiber Hausen
2023 wurden 190 Gesuche eingereicht. 154 Gesuche endeten mit einem positiven Entscheid: 16 wurden zurückgezogen oder abgewiesen. 20 Gesuche sind noch pendent, teilt Deniz Danaci, Abteilungsleiter Einbürgerungen von der Direktion der Justiz und des Innern, mit. Neuere Zahlen sind weniger aussagekräftig, weil die Verfahren bis zu zwei Jahre dauern können. Zu betonen ist, dass es sich hier um Gesuche handelt, nicht um Personen. Ein Gesuch beinhaltet im Durchschnitt über alle Gemeinden in den letzten Jahren 1,6 Personen. Eine von ihnen ist Alina Rao aus Stalli-
Seite 19 Niels Hintermann, Skiprofi, nach dem 6. Rang in Kitzbühel. (Bild Swiss Ski)
kon. «Ich bin seit 2008 in der Schweiz und lebe seit 2018 in Stallikon», erzählt sie. «Meine Familie ist ein deutsch-polnischer Mix.» Nachdem sie in Stallikon heimisch geworden war, kam in ihr die Gewissheit auf, nicht mehr weggehen zu wollen: «Stallikon ist jetzt meine Heimat, ich möchte hier dazugehören.» Eineinhalb Jahre brauchte es, bis ihr das Bürgerrecht erteilt wurde. «Es ist alles schriftlich abgelaufen.» Mit den Fragen zur Staatskunde, dem Kanton und der Gemeinde hatte sie schon ihre Mühe. «Das war ein bisschen schwierig», erinnert sich Rao. Aber: Es gab eine App, mit der man das alles lernen konnte.» Rao erinnert sich gerne an die Zeit zurück: «Ich wurde immer absolut fair behandelt.» Als die Urkunde dann da war, haben die Kollegen auf der Arbeit herzlich gratuliert und ihr eine Kuhglocke geschenkt. Als Zeichen, dass sie jetzt eine Schweizerin ist.
Spannende Wahlen in Obfelden
Kandidaten müssen sich bemühen Und wie laufen die Verfahren im Knonauer Amt so ab? Der «Anzeiger» hat bei drei Gemeinden nachgefragt. In Hausen beispielsweise habe es in den vergangenen drei Jahren 52 Einbürgerungsentscheide und keine Ablehnungen gegeben, so Gemeindeschreiber Christoph Rohner. Herausforderung sei, dass es aufgrund der Ausgestaltung als Verwaltungsverfahren kaum mehr rechtsgenügende Ablehnungsgründe gebe, sofern die Teilnehmer den Gesellschafts- und den Sprachtest bestehen. «Dennoch ist das Verfahren so zu führen, dass sich die Kandidaten bemühen müssen und das Verfahren mit einem gewissen Stolz durchlaufen sollen», sagt Rohner. Die lange Dauer infolge der drei involvierten Staatsebenen sei eher für die Bewerber ein Problem,
Sie bereitete sich auch mit örtlichen Publikationen wie der Dorfzeitschrift «Blickpunkt Stallikon» und dem «Anzeiger» auf die Einbürgerung vor: Alina Rao aus Stallikon, die ursprünglich aus Deutschland stammt. (Bild Daviprasad Rao) kaum jedoch für die Gemeinden als niederste dieser drei Staatsebenen.
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Einbürgerungen, keine Ablehnungen, gab es in den letzten drei Jahren in Hausen.
«Teilweise für die Gespräche sehr gut vorbereitete Kandidaten und der spürbare Stolz auf das bald fertig durchlaufene Verfahren sind die Lichtblicke solcher Verfahren», weiss
der Gemeindeschreiber. Zudem biete man immer auch die Kinder im Schul- und Vorschulalter für die Vorstellungsgespräche mit dem Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeschreiber auf, auch wenn diese gemäss Gesetz keinen Integrationsnachweis erbringen müssen: «Dies führt immer wieder auch zu heiteren Situationen», so Gemeindeschreiber Christoph Rohner.
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Richtungswahl in Hausen Stefan Gyseler tritt nach zwölf Jahren im Gemeinderat und ebenso vielen als Gemeindepräsident im März nicht mehr zur Wiederwahl an. Hausen steht für ihn «vor einer Richtungswahl», denn es stünden je vier Kandidierende aus dem linken wie aus dem bürgerlichen Spektrum für den Gemeinderat zur Wahl sowie eine Kandidatin der SP und ein Kandidat der FDP für das Präsidium. Die Bevölkerung habe die Wahl, ob sie das «weiter wie bisher» oder lieber etwas Neues wählen möchte, so Stefan Gyseler im Gemeindeporträt. «Es ist ein Privileg für die Hausemer Bevölkerung, eine solch grosse Wahlmöglichkeit zu haben», findet der scheidende Gemeindepräsident. Die grössten Herausforderungen für den Gemeinderat sieht er im Ausbau der Infrastruktur, der aber schon seit einigen Jahren in vollem Gang ist. Der «Anzeiger» hat die Kandidierenden gefragt, wie sie die Projekte weiterführen werden und noch vieles mehr. (red)
Seiten 15 bis 17
Bereits zeugen einige Wahlplakate im Dorf vom kommenden Wahltermin. Wie im ganzen Kanton Zürich finden auch in Obfelden am 8. März die Gesamterneuerungswahlen statt. Der «Anzeiger» stellt dazu alle Kandidierenden für die Präsidien der Gemeinde und der Primarschule sowie den Gemeinderat vor. In Obfelden besteht nicht nur für diese Sitze eine Wahlmöglichkeit, sondern auch fürs Präsidium. Stephan Hinners strebt seine nächste Amtszeit als Gemeindepräsident an, wird aber aus den eigenen Reihen konkurrenziert. Die momentan als Tiefbauvorsteherin amtende Diana Caruso möchte Hinners ablösen. Nach zwei Rücktritten aus dem Gemeinderat stellen sich auch dafür mehrere Personen zur Verfügung. Für das Primarschulpräsidium tritt mit Antonio Ricciardi nur eine Person an, für den verbliebenen Sitz im Gemeinderat mit Philipp Schwendimann und Yves Dietre gleich zwei Personen. Daneben stehen auch neue Mitglieder für die Schulpflege und die RPK zur Wahl. (dst)
Seiten 9 bis 11 ANZEIGEN
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Cathrin Füglister in den Schulzweckverband Bezirkswahl vom 8. März
Die Hüterin der historischen Schätze Im Sammlungszentrum des Schweizerischen Landesmuseums in Affoltern arbeitet Ulrike Rothenhäusler als Restauratorin. Dort kümmert sie sich um über 860 000 Objekte aus den verschiedenen Epochen, Regionen und Lebenswelten des Landes. Im Gespräch mit Simone Bild Andrea Zahler Brändlin erzählt die Bruggerin, wie es dazu kam. (red) Seite 5
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