CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 6 I 177. Jahrgang I Dienstag, 24. Januar 2023
Verwaltung
Die Ottenbacher Gemeindeschreiberin Jasmin Haller ist seit gut 100 Tagen im Amt. > Seite 3
Erinnerung
Ein Nachruf auf Alex Müller, den Physik-Nobelpreisträger aus Hedingen. > Seite 6
Sanierung
Das Haus der Stiftung Rotenbirben muss saniert werden. Dafür werden Spenden gesammelt. > Seite 6
Lagerung
Im Salzlager in Affoltern lagern 1000 Tonnen Auftausalz für die Strassen im Bezirk. > Seite 7
Mehr Respekt für ihre Arbeit Mit einem Imagefilm soll das Ansehen der wichtigen Helfer gestärkt werden Mitglieder von Feuerwehr oder Polizei werden immer häufiger respektlos behandelt – nun gibt ein Verein Gegensteuer – mit einem Film. von Thomas sTöckli und luc müller In Pfeilformation schreiten sie aus der Fahrzeughalle, in Einsatzkleidung mit Trennscheibe und Hohlstrahlrohr, Atemschutzgerät und Kettensäge, hydraulischem Spreizer und Feuerwehraxt. Hinter ihnen blitzt das Blaulicht dreier Feuerwehr-Lastwagen, des vierachsigen Universallöschfahrzeugs, der Autodrehleiter und des Tanklöschfahrzeugs, weisser Rauch bringt zusätzliche Dramatik in die so schon heroisch anmutende Szene.
Junge Handballer begeistern Vergangene Woche nahmen 39 Mannschaften aus 9 Vereinen am Handballspieltag in Affoltern teil. Organisiert hatte den Anlass der HSV Säuliamt. Nebst den Lokalmatadoren vom HSV Säuliamt waren aus dem Kanton Zürich der TV Thalwil, HC Horgen und HC Wädenswil/Schönenberg dabei. Aus dem Kanton Aargau gastierte der TV Muri, HC Mutschellen und der Nachwuchs vom QHL-Verein HSC Suhr Aarau. Das Teilnehmerfeld wurde von Handball Emmen aus dem Kanton Luzern und dem LK Zug komplettiert. (red.)
In vollem Lauf durch Stallikon
Diese sechs Männer der Feuerwehr Affoltern sind im Imagefilm vom Verein «helfen helfen» zu sehen. (Bild Thomas Stöckli) «völlig zivile» Leute dabei, so Rey. Insgesamt elf Feuerwehrleute aus Affoltern haben sich freiwillig gemeldet, beim Filmdreh mitzuwirken. Sechs von ihnen wählt Kameramann Théo Matthey-Junod aus, der Rest wird für ergänzende Symbol- und Kampagnenbilder eingesetzt.
«Disco-Nebel» in Fahrzeughalle In Affoltern filmt die «helfen helfen»Crew unter anderem das Ausrüsten im Feuerwehrlokal. Für die eingangs beschriebene Schlüsselszene, die im Film in Slow Motion ablaufen wird – bis zur überraschenden Auflösung – wird die Fahrzeughalle mit künstlichem Rauch gefüllt, auch «Disco-Nebel» genannt. Nach drei Probedurchläufen gilt es ernst. Und bereits beim ersten Take ist die Szene im Kasten. Rund anderthalb Minuten lang wird der Clip,
der Anfang März in verschiedenen sozialen Medien und auf der «helfen helfen»-Webseite verbreitet werden soll. Wobei der Teil mit den Affoltemer Feuerwehrleuten rund einen Drittel der Zeit ausmachen wird.
Auch Stadtpolizei Affoltern betroffen Weshalb braucht es überhaupt eine Imagekampagne für den Bevölkerungsschutz? Der Respekt gegenüber Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr nimmt immer mehr ab. Bilder von der vergangenen Silversternacht aus deutschen Städten, wo Polizisten und Rettungssanitäter gezielt mit Raketen und Böllern angegriffen wurden, haben international für Entsetzen gesorgt. Doch auch hier in der Region nimmt der Respekt gegenüber den Blaulichtorganisationen massiv ab, wie Martin Ott erklärt. Seit rund zwei Jahren rücken die
Beamten von Schutz und Rettung in der Stadt Zürich nur noch mit Schutzwesten aus, um sich gegen Attacken zu schützen, betont Ott. Martin Ott arbeitet in der Stadt Affoltern als Abteilungsleiter Sicherheit und ist gleichzeitig Kommandant der Stadtpolizei Affoltern.
Die Stadtpolizei Affoltern beteiligte sich mit der Stützpunktfeuerwehr Affoltern im vergangenen September an der schweizweiten Aktion «immer-da». Auf dem Wagen der Stadtpolizei und der Feuerwehr klebt der Spruch in Grossbuchstaben. Auch hinter dieser landesweiten Kampagne, die das Verständnis und den Respekt gegenüber Einsatz- und Rettungskräften erhöhen will, steht «helfen helfen».
Weiter verarbeiten statt wegwerfen
Musik schafft es, in längst vergessene Zeiten zurückzuversetzen. Genau das bietet der Musikverein seinem Publikum am Jahreskonzert vom 28. und 29. Januar.
Die Stiftung Puureheimet Brotchorb in Stallikon verkauft die ausgedienten Legehühner in ihrem Hofladen.
> Bericht auf Seite 13
Nach ihrem ersten Legejahr, also nach 18 Monaten, werden Legehennen für gewöhnlich entsorgt. Seit rund fünf Jahren verkauft die Stiftung Puureheimet Brotchorb in Stallikon Suppenhühner in ihrem Dorfladen. «Gefroren gibt es sie das ganze Jahr über. Frisch gehen sie ein- bis zweimal pro Jahr über den Ladentisch», sagt Emanuel
> Bericht auf Seite 17 ANZEIGEN
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> Interview auf Seite 5
Musikverein Hedingen lädt zum Konzert
faszinierend: Wie wäre es, in die Vergangenheit zu reisen, einem Steinzeitmenschen zu begegnen, mit einem Ritter auszureiten oder Mozart beim Komponieren zuzuschauen? Von dieser Idee liess sich auch der Musikverein inspirieren und startet an seinem Jahreskonzert vom 28./29. Januar mit seinem Publikum eine musikalische Reise durch die Jahrzehnte: vom alten Orient bis zur Zeit der grossen Rockmusik, von der Schweiz im 15. Jahrhundert bis zur Erstbesteigung des Mount Everest. (red.)
Am Sonntag findet in Stallikon der Reppischtallauf statt. Wie in den Vorjahren werden die jüngsten Kinder den Wettkampftag eröffnen. Dabei ist eine Neuerung zu verzeichnen. Da immer mehr Kinder bei den Piccolo 1 starten, kam der Wunsch der Teilnehmenden auf, dass die Mädchen und Knaben getrennt starten dürfen, damit das Gerangel nach dem Startschuss nicht so gross ist. (red.)
Spruch auf Einsatzwagen sichtbar
Reise durch die Epochen Revival des Suppenhuhns
Bereits im Jahr 1895 erschien der Roman «Die Zeitmaschine» von H. G. Wells – wohl das erste Werk, das mit dem Gedanken spielte, mittels einer technischen Konstruktion durch die Zeit zu reisen. Seither haben sich zahlreiche Autoren und Regisseure diesem Thema angenommen. Die Vorstellung ist
Die Kiewerin Etery Tsintsadze schafft ein zeichnerisches Porträt von Stallikon. > Seite 9
> Bericht auf Seite 17
Mehrere Filmlocations Sechs Feuerwehrleute aus Affoltern sind die Protagonisten im neuen Imagefilm der Organisation «helfen helfen», die sich seit fünf Jahren engagiert, um die Wertschätzung gegenüber den Bevölkerungsschutzorganisationen zu erhöhen. Dabei setzt «helfen helfen» auf Authentizität. «Das führt zu mehr Verständnis und damit zu mehr Akzeptanz», führt Präsident Pascal Rey aus. Ein Widerspruch zur soeben beschriebenen Szene? Auf jeden Fall! Genau diesen Gegensatz zwischen heroischem Klischee und tatsächlichem Alltag der Menschen in Einsatzuniform will der Kurzfilm humoristisch untermalt aufzeigen. Für die 15-köpfige Crew von «helfen helfen» – alles Freiwillige, wie Pascal Rey betont – ist das Feuerwehrdepot in Affoltern an diesem Samstag bereits die zweite Location eines langen, kalten Drehtags. Am Morgen waren die Film- und Foto-Leute bei der Kapo Schwyz. Gegen Abend machen sie in ihren eigenen Büroräumen in Basel weiter. Bei «helfen helfen» packen unter anderem Leute von Einsatz- und Rettungsorganisationen mit an. Unter den 60 Mitgliedern, die sich alle voll engagieren, seien aber auch ein Rettungshelikopter-Mechaniker und
Ausstellung
Zusammen mit Natalie Rickli, Carmen Walker Späh, Silvia Steiner und Peter Grünenfelder
Wagner, Leiter Landwirtschaft der Stiftung Puureheimet Brotchorb. Schon seit einiger Zeit erlebt das Suppenhuhn ein Revival. Sogar Sterneköche haben den Küchenklassiker auf die Speisekarte gesetzt. Suppenhühner, länger gekocht, geben eine gehaltvolle Hühnerbrühe her. «Ein Suppenhuhn enthält entzündungshemmende Eiweissstoffe und belastet durch das leicht verdauliche Hühnerf leisch unseren Organismus kaum», erklärt Emanuel Wagner. (red.)
> Bericht auf Seite 11
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