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005_2023

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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 155 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 5 I 177. Jahrgang I Freitag, 20. Januar 2023

Tiefere Schadenssumme Zitronenfalter schon da Zustellung verzögert

Die kantonale Gebäudeversicherung musste 2022 weniger Schäden decken als im Vorjahr. > Seite 3

Vor dem jetzigen Wintereinbruch zeigte sich in den Gärten bereits der Frühling. > Seite 6

Wegen einer Softwareumstellung werden die Steuerunterlagen in Affoltern später verschickt. > Seite 9

Interessante Fakten Infos zur Albiskette liefert die Naturforschende Gesellschaft in Zürich. > Seite 11

Fachkräfte wünschen vor allem bessere Arbeitsbedingungen Zwei Regierungsratskandidatinnen im Gespräch über Gesundheit, Schule und Weltpolitik Auf Einladung der SVP Bonstetten diskutierten am Dienstag die Regierungsratskandidatinnen Nathalie Rickli, SVP, und Priska Seiler Graf, SP. Einig waren sie sich in einem Punkt: Sowohl im Gesundheitswesen als auch in der Schule wünschen sich Fachkräfte vor allem bessere Arbeitsbedingungen.

Gäste können kommen In Rifferswil öffnet das Restaurant Pöschtli kurzzeitig wieder, bis ein neuer Pächter da ist. > Seite 13

Der Preis ist wieder heiss Am Sonntag, 29. Januar, steigt im Kasinosaal Affoltern wieder die Spannung an – denn es werden die Säuliämtler Sports Awards 2022 verliehen. Sie zählen unter den Sportlerinnen und Sportlern aus der Region zu den begehrten Auszeichnungen: die Säuliämtler Sports Awards. Die Preise für herausragende sportliche Leistungen im Jahre 2022 werden am Sonntag, 29. Januar, in Affoltern im Kasinosaal vergeben. Eine Fachjury hat die Nominierten ausgewählt, nun können alle per Internetabstimmung noch für ihre Favoritin oder ihren Favoriten voten. Die Stimmen der Bevölkerung zählen zu 70 Prozent, die der Fachjury zu 30 Prozent. In den fünf Kategorien Newcomerin Frauen, Newcomer Männer, Frauen, Männer und Mannschaft sind jeweils drei Sportlerinnen, Sportler oder Teams nominiert. Auch dieses Jahr werden im Vorfeld des Anlasses wieder Artikel versteigert: so ein Volleyball von Anouk Vergé-Dépré/Joana Heidrich oder ein Olympia-T-Shirt von Petra Klinger. (red.)

von Bernhard Schneider Gesprächsleiter Claude Wuillemin holte die SVP-Regierungsrätin und die SPNationalrätin vor allem dort ab, wo sie aktuell politisch tätig sind. Die Antworten von Nathalie Rickli betrafen daher primär die Gesundheitspolitik des Kantons Zürich, während sich Priska Seiler Graf ausführlich zu nationalen Themen äusserte.

> Bericht auf Seite 21 ANZEIGEN

Vereinbarkeit von Familie und Beruf Nathalie Rickli will die Pflegeinitiative fristgerecht umsetzen. Allerdings warnte sie: «Die Initiative hat zu viele Erwartungen geweckt. Den Personalmangel können wir nicht von einem Tag auf den anderen beseitigen.» Dies liege an verschiedenen Entwicklungen, unter anderem auch am Wunsch einer zunehmenden Zahl pflegender und medizinischer Fachkräfte nach Teilzeitarbeit. Wichtiger als Lohnmassnahmen seien daher Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nach Corona hätten die starke Grippewelle und das RS-Virus das Gesundheitswesen stark belastet, dennoch sei die Situation besser als viele mediale Schlagzeilen suggerierten: «Die Situation ist stabil dank des Einsatzes der medizinischen und pflegenden Fachkräfte.»

Keine Waffen für die Ukraine Priska Seiler Graf lehnt die Lieferung von Munition und Waffen aus der Schweiz an die Ukraine nach wie vor ab.

Gesprächsleiter Claude Wuillemin überreichte den beiden Regierungsratskandidatinnen je einen Bonstetter Jubiläumskuchen. Links: Priska Seiler Graf, rechts: Nathalie Rickli. (Bild Bernhard Schneider) Die Neutralitätspolitik habe sich zwar immer wieder geändert, doch sie wolle daran festhalten, dass die Schweiz keine Waffen in ein Kriegsgebiet liefern dürfe. Die Neutralität mache unser Land aber dank der Tradition des humanitären Engagements glaubwürdig. Die Sanktionen gegen die Verletzung des Völkerrechts durch Russland befürworte sie, denn «wir sind die Hüterin des Völkerrechts». Die Schweiz könne die Ukraine anders als mit Waffen unterstützen und sich als Vermittlerin einbringen, um die Friedensbedingungen zu diskutieren.

noch einer Lösung harren, kenne. Beispielsweise in der Digitalisierung stünden grosse Schritte an. Als Mitglied des Regierungsrats wolle sie zudem weiterhin einen Beitrag zur Stabilität des Kantons Zürich halten. Gerade die Pandemie habe gezeigt, dass viele Unternehmen selbstverantwortlich innovative Strategien entwickelt hätten, statt nach dem Staat zu rufen. Sie wolle dazu beitragen, dass der Spielraum für private Initiativen vergrössert werde, statt Staatsbeiträge weiter auszubauen.

Pandemie stärkte Krisenresistenz

Kommunale Angebote vereinheitlichen

Als sich Nathalie Rickli vor vier Jahren entschied, Gesundheitsdirektorin zu bleiben, habe sie noch nichts von der Corona-Pandemie ahnen können. Nun wisse sie, dass sie krisenresistent sei und die Probleme im Gesundheitswesen, die

Priska Seiler Graf kritisiert, dass viele Unterstützungsmassnahmen vom Zufall abhingen, wie grosszügig die jeweilige Wohngemeinde gerade sei. Hier müsse der Kanton Standards schaffen, um die Leistungen aller Gemeinden zu verein-

heitlichen. Vor allem aber wolle sie den Mangel an Lehrpersonen angehen. Mit Blick auf die Umfrage, die ein Kopf-anKopf-Rennen zwischen ihr und Bildungsdirektorin Silvia Steiner prognostiziert, meinte sie, im Gegensatz zu dieser sei sie der Meinung, dass das Problem vor allem mit den Arbeitsbedingungen zusammenhänge. In der Bildungsdirektion bleibe zu vieles liegen, und: «Die letzten Bildungsreformen waren jeweils verkappte Sparvorlagen.» Ein Thema, das Nathalie Rickli besonders beschäftigt, da sie es aus eigener Erfahrung kenne, sind psychische Probleme Jugendlicher, die mit der Pandemie, aber auch unter dem Einfluss von Schönheitsidealen, die auf Social Media vorgespielt werden, zugenommen haben: «Wir arbeiten daran, doch die Eltern sind ebenso gefordert.»

Ein Blick von aussen auf die Wahlen

Am Bezirksgericht Affoltern wurden diese Woche zwei Jugendliche für einen versuchten Raubüberfall in Hausen im abgekürzten Verfahren verurteilt.

Nun buhlen wieder viele Kandidatinnen und Kandidaten um Sitze im Kantonsrat – was dort läuft, erzählt die ehemalige Kantonsrätin Lisette Müller-Jaag.

Die beiden Angeklagten handelten aus unterschiedlichen Motiven. Die 21-Jährige wollte sich Geld beschaffen, um Gutes zu tun. Ihr 19-jähriger Komplize brauchte dringend Geld, da er nach nicht bestandener Lehre ohne Job dastand. Mit der Beschaffung von Materialien wie Sturmhaube, Kabelbinder,

> Bericht auf Seite 3

Am 12. Februar wird wieder politisch abgerechnet: an den Kantonsratswahlen. Derzeit läuft im Bezirk der Wahlkampf auf Hochtouren. Im Säuliamt werden neu sieben statt sechs Kantonsratssitze verteilt – auch wenn alle Bisherigen wieder gewählt werden, gibt es sicher eine neue Kantonsrätin oder einen

Für Infos: 044 760 06 06

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IN DEN KANTONSRAT. LISTE 2

ROGER SCHMUTZ

> Weitere Berichte auf Seite 7

«Etwas viel kriminelle Energie» Klappmesser und einer täuschend echt aussehenden Softairpistole bereiteten sich die beiden auf die Tat vor. Der Richter sprach von «etwas viel krimineller Energie». Über eine Anzeige auf einem Erotikportal lockten die beiden ihr Opfer auf einen öffentlichen Parkplatz. Der Überfall scheiterte allerdings und die Jugendlichen wurden noch am gleichen Abend festgenommen. Sie wurden je zu einer 20-monatigen bedingten Freiheitsstrafe und einer Busse von 300 Franken verurteilt. (dst)

364 Tage Montag bis Sonntag 5 bis 24 Uhr

neuen Kantonsrat. Was diese im Zürcher Kantonsparlament erwartet, das weiss Lisette Müller-Jaag. Sie sass von 2003 bis 2011 für die EVP selber im Kantonsrat. Was sie dabei erlebte und nach welchen Werten sie dort politisiert hat, erzählt sie im Interview. Schon in der Dienstagausgabe berichtete der ehemalige SVPKantonsrat Toni Bortoluzzi über seine Zeit im Kantonsrat. Nach ihm wirft nun Lisette Müller-Jaag, die ebenfalls nicht mehr kandidiert, von aussen einen Blick auf die Wahlen 2023. (uc)

> Interview auf Seite 5

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