CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 27 810 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG
FREIHEIT SAH NOCH NIE SO GUT AUS NEUER FORD PUMA UND NEUER FORD KUGA
AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 2 I 179. Jahrgang I Freitag, 9. Januar 2026
Bald wird wieder gerannt
«Apfelraub in Affoltern»
Es gibt noch freie Plätze für den Reppischtallauf vom Sonntag, 25. Januar, in Stallikon. Seite 17
So heisst ein Krimi, den Redaktionsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen jeden Freitag auf der «Extra»-Seite weiterschreiben. Seite 18
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Monate muss ein Betrüger ins Gefängnis. Das hat das Bezirksgericht entschieden. Seite 3
Neuer Verein für Frauenfussball?
«Der Vorstand stellt sich neu auf.»
Im Knonauer Amt gibt es ernsthafte Bestrebungen für eine zentrale Anlaufstelle Florian HoFer Im Bezirk Affoltern könnte es vielleicht schon bald eine einzige Gruppierung geben, in der Mädchen und Frauen Fussball spielen können. Zumindest wenn es nach Melina Steinemann und weiteren Fussballverantwortlichen geht. Die 29-Jährige ist Leiterin Frauenfussball beim FC Hausen und seit Monaten im Hintergrund damit beschäftigt, ein organisatorisches Zuhause für die etwa 230 Spielerinnen (Stand Herbst 2025) auf die Beine zu stellen.
Sie kennt die Welt des Frauenfussballs «Wir haben eine richtig grosse Frauenpower hier im Säuliamt» sagt die junge Frau, die in Hauptikon zu Hause ist und die Welt des Frauenfussballs in- und aus-
«Das wäre meine Traumvorstellung: an einem Ort einen Platz für den Frauenfussball.» Melina Steinemann, Leiterin Frauenfussball, FC Hausen
wendig kennt. Sie spielt seit 16 Jahren Fussball, ist seit 2014 beim FC Hausen, war dort auch schon Trainerin und ist dort seit Herbst 2025 auch im Vorstand. «Uns plagen trotz Boom Nachwuchssorgen und die Tatsache, dass je nach Verein viele Mädchen nicht altersentsprechend spielen können.» Sechs Fussballvereine gibt es im Bezirk. Aber: «In keinem Verein im Säuliamt kann man anfangen zu spielen und dann die ganze Zeit bis zum Erwachsenenalter durchspielen», sagt Steinemann. In jedem Verein ist die Lage ein wenig anders. Die einen haben viele Mädchen in den einen Spielstufen, in anderen wenig bis gar keine. «Bei den F-Juniorinnen gibt
es sogar Wartelisten, aber keine Kapazitäten.» Damit sich das ändert, hat sie ein Konzept gemacht. Eine Vision, wie sie es nennt. «Wir träumen von einer zentralen Anlaufstelle für Fussballerinnen im Säuliamt, damit die guten Spielerinnen nicht weggehen müssen. Hier gibt es so viele Talente.» Damit aus dem Konzept auch einmal Realität wird, hat sie mit allen Vorständen und den Frauenverantwortlichen der sechs infrage kommenden Vereine das Gespräch gesucht. «Die Resonanz war überwiegend positiv», berichtet sie. Bis Ende Januar wird in den Vereinen abgeklärt, ob man eine solche Gruppierung auf die Beine stellen kann. «Es wäre erst mal kein Verein, das ist das langfristige Ziel. Für einen Verein bräuchte es auch einen Ort.» Zudem haben die Fussballvereine unter der Leitung von Steinemann eine Projektgruppe gegründet. Da ist noch ein weiteres Problem: den Platzmangel. Schon jetzt gibt es zu wenig Kapazitäten. In Hausen ist es besonders schlimm. «Wir haben grosse Kapazitätsprobleme. Es hat im Amt schlicht nicht genug Platz. Wir müssten einen zentralen Sportplatz haben, die jetzigen Plätze sind ausgelastet», sagte Marco Bisa, Vizepräsident des FC Hausen, schon im September gegenüber dem «Anzeiger». Damals pflichtete ihm auch Marcello Musio vom FC Knonau Mettmenstetten-Maschwanden (FCKMM) bei: «Viele Vereine kämpfen mit limitierten Trainingsplätzen und organisatorischen Hürden.» Es brauche ein Umdenken und ein Zusammenrücken. Ein zentraler Sportplatz für den Frauenfussball wäre die beste Lösung. «Es gibt aktuell einige mögliche Örtlichkeiten im Raum Mettmenstetten/Hausen, mehr können wir dazu im Moment jedoch nicht sagen», sagt Steinemann und zeigt sich hoffnungsvoll, dass bald eine Lösung auf dem Tisch liegen werde. «Das wäre meine Traumvorstellung: an ei-
Bonstetten nun In Bonstetten auch Energiestadt läuft es gut Am gut organisierten und vor allem gut besuchten Neujahrsapéro vergangenen Dienstagabend in Bonstetten wurde ein umfassender Rückblick auf das alte und ein Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Verleihung des Labels «Energiestadt». Bonstetten gehöre damit zur grossen Familie der rund 500 Schweizer Energiestadtgemeinden, erklärte der Botschafter des Trägervereins Energiestadt, ehe er die Urkunde feierlich überreichte. Die Beteiligten verstanden es, die vielen Informationen aus der Gemeinde derart zu präsentieren, dass es insgesamt ein unterhaltsamer Anlass war. Der Abend endete mit einem reichlichen Apérobuffet und guten Gesprächen. (red)
In der «Anzeiger»-Wahlvorschau dreht sich dieses Mal alles um die Gemeinde Bonstetten. 2022 durfte die gemäss Verwaltungskosten effizienteste Gemeinde im Amt ihr 900-Jahre-Jubiläum feiern. In der Legislaturperiode 2022 bis 2026 entstand das neue Mehrzweckgebäude Heumoos, welches im vergangenen September eröffnet wurde. Für Diskussionen im Dorf sorgte der Lochenweiher. Dessen Umbau zur Schwimmgelegenheit wurde von der Bevölkerung an der Urne deutlich abgelehnt. Der «Anzeiger» stellt neben der Gemeinde auch die Kandidierenden für die fünf Gemeinderatssitze vor. Als sechste Person nimmt auch der Schulpräsident Einsitz im Gremium. Dieser wird in einer der nächsten Ausgaben vorgestellt. (red)
Seite 3
Seiten 7 bis 9
Seite 11 Thomas Frick, Präsident des Gewerbeverbands Affoltern. (Bild bre)
Wer war Jakob Dubs? In diesem Teil der Denkmalserie stellt Bernhard Schneider das Jakob-DubsDenkmal vor. Es ist ein Obelisk, der einst auf dem Uetliberg zu Ehren des in Affoltern geborenen Bundesrates stand. Dort wurde es 1880, ein Jahr nach Jakob Dubs’ Tod, eingeweiht. Im Jahr 2002 wurde es dann an seinen heutigen Standort nach Affoltern auf den Platz beim Kreisel zwischen der Oberen und der Unteren Bahnhofstrasse verschoben. Jakob Dubs war ein Kind des Liberalismus und liess sich in kein Schema pressen. Er bekämpfte am Ende gar seine eigene Verfassungsrevision. (red)
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Sie engagiert sich für einen Fussballverein, der für alle Mädchen und Frauen im Bezirk offen stehen würde: Melina Steinemann vom FC Hausen. (Bild Florian Hofer) nem Ort einen Platz für den Frauenfussball.» Auch für andere Fragen, die sich stellen, hat sie schon Ideen, denn es braucht Personal, Sponsoren und viel Überzeugungsarbeit. «Ich bin sehr motiviert», sagt Steinemann. Da es für eine Vereinsgründung noch zu früh ist, könnten die Fussballerinnen als Gruppierung auftreten. Das heisst, dass sich mehrere Vereine zu-
sammentun könnten. «Ab Sommer 2026 könnten wir schon unter einem gemeinsamen Namen spielen.» Dann wäre schon ein Teil der Vision von Melina Steinemann Wirklichkeit geworden. Interessierte Personen, welche beim Projekt gerne mitwirken möchten, können sich bei Melina Steinemann melden unter: leiter.frauenfussball@fchausen.ch
Foto zur aktuellen Wetterlage im Amt
So kalt, dass sogar Seifenblasen vor dem Platzen gefrieren. (Bild Andrea Küper) Bei klirrender Kälte entstand dieser Schnappschuss: Die Seifenblase ist gefroren, bevor sie zerplatzen konnte. Andere Säuliämtler wagten sich trotz Minus-Tempera-
turen in den Hedinger Weiher oder schlitterten auf selbst gemachten Eisfeldern.
Seiten 10 und 17
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