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REIFEN & Wirtschaft 03/2026

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Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Redakteur

„Einzelkämpfer“

haben‘s immer schwerer

Der Wandel in der Mobilitätsbranche bringt neue Herausforderungen mit sich, vorrangig muss mit neuen Technologien, die ins Fahrzeug eingezogen sind, Schritt gehalten werden. Ein Kfz-Betrieb muss sich auf neue Situationen einstellen, seine Ausrichtung, seine Prozesse und sein technisches Equipment ständig auf den Prüfstand stellen. Auch, und das war besonders in den vergangenen Monaten erkennbar, ist es wieder schwieriger geworden, an Aufträge zu kommen. Das trifft natürlich nicht auf jeden zu, aber auf viele.

Es kann also durchaus Sinn ergeben, sich nach neuen Kundengruppen umzuschauen. Die Hauptgeschichte von REIFEN & Wirtschaft widmet sich dieses Mal den Flotten- und Fuhrparkkunden und der Frage, was es auf Werkstätten-Seite braucht, um diese bedienen zu können. Kurz gesagt: Es braucht Professionalität und Weitsicht. Und es braucht Prozesse. Jetzt ist man als kleiner Betrieb oftmals in der Situation, regional stark verankert und damit bei Privatkunden, Gewerbe und Handwerk gut angesehen zu sein. Was geschieht aber, wenn hier Kundengruppen wegfallen? Spätestens dann braucht es eine neue Zielgruppe und dies könnten Flotten und Fuhrparks sein. Diese benötigen aber einen kompetenten Partner, der viele (administrative und buchhalterische) Prozesse abbilden kann.

Ein Netzwerk kann viele Möglichkeiten bieten, wenn der einzelne Betrieb diese wahrnimmt. So wird jede Herausforderung auch zu einer Chance!

An dieser Stelle wurde schon oftmals über die Wichtigkeit gesprochen, sich als Betrieb zu positionieren und – vor allem – sich zu vernetzen. Als „Einzelkämpfer“ ist es bereits in der Gegenwart schwer bis unmöglich, am Geschäft mit Flotten und Fuhrparks überhaupt teilzuhaben. Dafür sind Netzwerke vonnöten, die in Österreich von der Industrie bzw. vom Handel angeboten werden. Diese sorgen für die notwendigen Einkaufskonditionen, für qualitative Prozesse, für mehr Professionalität und schließlich für mehr Kundschaft. Natürlich kann jetzt ein Betrieb sagen: „Ich brauch’ das alles nicht.“ Und das wird für den Moment vielleicht auch stimmen. Nun kommt das Aber: Was wird in einigen Jahren sein, wenn die Technologie in den Fahrzeugen, vielleicht auch rund um den Reifen, weiter zunimmt? Was geschieht, wenn die Leasingquote weiterhin steigt oder Fahrzeuge zunehmend extern gemanagt werden? Wie werden die Versicherungen angesichts immer teurer werdender Reparaturkosten reagieren? Gerade bei letztgenanntem Punkt schwebt das Damoklesschwert „Schadenrouting“ über der österreichischen Kfz-Branche.

Die (Groß-)Auftraggeber werden mehr denn je nach Partnern suchen, die eine Vielzahl an Arbeiten und Dienstleistungen rund um das Fahrzeug abdecken können. Dazu zählt auch das Reifenmanagement. Um dieses in großem Ausmaß bedienen zu können, braucht es ein Netzwerk, egal ob als loser Konzept- oder Franchisepartner. Unterstützung in der Kundenakquise, im Marketing, bei möglichen Betriebsübergaben, bei technischen oder administrativen Prozessen: Das alles kann ein Netzwerk bieten. So wird jede Herausforderung auch zu einer Chance!

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Was es für die Betreuung von Flotten und Fuhrparks braucht, verrät Ihnen unser Artikel „Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“.

Der Beginn einer wunde

Die Werkstatt kämpft um jeden Kunden. Wenn der Kunde gleich mehrere hundert Fahrzeuge mitbringt, lohnt sich der Aufwand umso mehr. Um sich in diese Kunden hineinversetzen zu können und eine langjährige Beziehung aufzubauen, gibt es jedoch ein paar Dinge, die man wissen sollte.

zu wissen, dass in der Buchhaltung jeder Beleg Geld kostet – sei es in der Bearbeitung oder der Buchung. Somit hilft es bereits vielen Kunden, wenn Sammelrechnungen angeboten werden können. Um die Fahrzeuge auf diesen Abrechnungen auseinanderhalten zu können, sind gewisse Informationen nötig. Einige Unternehmen nutzen das Kennzeichen als Unterscheidungsmerkmal, andere die Fahrgestellnummer. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht jedoch das Leben für die Person im Freigabeprozess ungemein leichter. Was die meisten vereint, ist, dass es eine Freigabenummer oder eine Bestellnummer gibt, die angegeben werden muss. Denn nur freigegebene Angebote werden auch bezahlt.

Das Reifengeschäft ist in der Branche zwar nicht das Geschäft mit der größten Marge, jedoch bringt es eines mit sich: Stammkundschaft. Wer seine Reifen bei einem Reifenspezialisten, Händler oder einer Werkstatt eingelagert hat, kommt auch wegen anderer Probleme zu diesem Betrieb. Große Fuhrparks, wozu auch Leasingbanken und Abo-An-

Ein Reifenpartner muss fachlich einwandfreie Arbeit leisten und unsere Service- und Digitalprozesse zuverlässig abbilden können.

bieter zählen, grenzen die Wahl der Partner gern ein. Was es braucht, um in den Kreis der Auserwählten zu kommen und wie diese Kunden langfristig bei Laune gehalten werden, zeigt das Reifen-Spezial. Am Anfang stehen die Grundlagen. Es ist wichtig

Das Gesamtpaket macht den Deal

Die Liste der Anforderungen an einen Partner ist lang, aber niemand ist perfekt. Wenn eine Variable fehlt, müssen die anderen es ausgleichen. Brigitte Bichler von Arval drückt es so aus: „Entscheidend sind für uns klar definierte Qualitäts- und Prozessstandards. Ein Reifenpartner muss fachlich einwandfreie Arbeit leisten und unsere Service- und Digitalprozesse zuverlässig abbilden können. Dazu zählen transparente Abwicklung, saubere Dokumentation, hohe Termintreue sowie ein professioneller Umgang mit Fahrern und Fahrerinnen.“ Manche Partner sehen ein breites Filialnetz als den wichtigsten Punkt in der Gleichung. Wer das nicht hat, kann mit Netzwerkpartnern stattdessen punkten. Ein Zusammenschluss von mehreren Unternehmen, um gezielt Großkunden bedienen zu können, ist der erste Schritt. Ein Punkt, der oft gefragt wird, ist eine zentrale Ansprechperson, die bei Problemen vermittelt, Abläufe koordiniert oder in Rechnungsfragen

rbaren Freundschaft

aufklärt, wie Rudolf Bayer von Forstinger erklärt: „Als Bindeglied zwischen Zahler und Fahrer sitzt man schnell zwischen den Stühlen. Diesen Spagat hinzubekommen, ist unsere tägliche Mission. Mit unserem Großkunden-Innendienst haben wir eine zentrale Anlaufstelle für jeden Auftrag und bieten damit eine kurze Leitung für schnelle Lösungen.“

Ein weiterer Vorteil bei Netzwerken ist der gemeinsame Einkauf von Software, Investitionsgütern und Warenbestand. Die Einkaufskonditionen können nicht nur an den Großkunden weitergegeben werden, sie steigern auch den Gewinn. Eine eigene Software zu entwickeln, ist ein teures Unterfangen und die Lösungen, die es fertig gibt, sind nicht immer ideal passend. Wer als Netzwerk eine gemeinsame Software nutzt, kann auch schnell eine

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Schnittstelle zum Auftraggeber erzeugen. Das kräftigt den Bund und erleichtert viele Wege und die Kommunikation. Einzelbetriebe müssen jetzt nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Man kann als Unternehmer weiterhin eigenständig bleiben und dennoch Teil eines Netzwerks sein, etwa bei point-S, Euromaster, HMI (Goodyear Retail Systems) oder BestDrive.

Die österreichische Reifenfachhandelslandschaft ist sehr heterogen und es stellt sich die Frage, welche

Als Bindeglied zwischen Zahler und Fahrer sitzt man schnell zwischen den Stühlen. Diesen Spagat hinzubekommen, ist unsere tägliche Mission. Rudolf Bayer, Geschäftsführer Forstinger

Betriebe am Flotten- und Fuhrparkgeschäft überhaupt partizipieren können. „Ein einzelner Standort kann das Flotten- und Fuhrparkgeschäft schwer bis gar nicht bedienen, außer, er befindet sich in einer exponierten Lage und hat die Möglichkeit, einen individuellen Vertrag mit einem externen Fuhrparkmanagementunternehmen abzuschließen“, hält Roland Dorfner, Bereichsleiter Österreich bei Euromaster, fest. Ein Standort in der Fläche kann zwar Privatkunden und kleinere, regionale Fuhrparks betreuen, für alles andere braucht es oftmals einen hohen Prozessgrad, der nicht einfach darstellbar ist. Vielfältige, prozessstarke IT-Systeme sind hier nur eine von vielen Grundvoraussetzungen.

In guten wie in schlechten Zeiten Wer es geschafft hat, den Kunden zu gewinnen, muss liefern. Wer ein Reifen-Depot für 2.500 Autos verkauft hat, sollte auch Platz für 10.000 Reifen haben. Auch wenn das bedeutet, dass der Platz geschaffen werden muss, oder dass die interne Logistik die Reifen dann in einem externen Lager unterbringen muss. Auch der Lieferant oder Großhändler gehört involviert. Wenn die Rabattstufe auf eine Marke besonders gut ist, dann jedoch keine Dimension lieferbar ist, kann es zu Spannungen kommen. Dennoch legen die Unternehmen mit mehr als 2.000 Fahrzeugen im Fuhrpark einen noch größeren Wert auf Termintreue und professionellen Umgang mit den Kunden. Das sollte werkstattseitig jedoch ohnehin auf der Liste der Mindestanforderungen stehen.

Gute Freunde, strenge Rechnung

Die Erfahrung der Flottenbetreiber mit diversen Anbietern hat einheitlich einen Punkt als oberste Priorität eingestuft: Kostentransparenz. Diese ist vor allem für die Budgetplanung unerlässlich und bewahrt vor Überraschungen. Werkstattpartner auf der anderen Seite helfen sich hier mit Paketpreisen und

fest im System hinterlegten Rabattstaffelungen und gesperrten Artikeln. Vorgegebene Qualitätsstufen sichern nicht nur die Werkstatt, sondern auch die Endkunden ab. Einerseits sollen die Kosten nicht explodieren, andererseits ist der Reifen der einzige Kontakt zur Straße und sollte nicht leichtfertig gewählt werden. Das gilt gerade bei der voranschreitenden Elektrifizierung. Hier zeigt sich bereits, dass sich Gewicht und hohes Drehmoment auf den Verschleiß auswirken.

Beim Abo-Anbieter vibe „gibt es klare Qualitätsvorgaben. Wir setzen auf namhafte Hersteller und definierte Qualitätsstufen, die den jeweiligen Fahrzeugtypen und Einsatzprofilen entsprechen. Billigprodukte kommen für uns nicht in Frage, da Sicherheit und Wirtschaftlichkeit für uns oberste Priorität haben“, so CEO Martin Rada. Mit angepasster Fahrweise und dem richtigen Reifen kann diesem Effekt jedoch zum Teil entgegengewirkt werden.

Ein einzelner Standort kann das Flotten- und Fuhrparkgeschäft schwer bis gar nicht bedienen, außer, er befindet sich in einer exponierten Lage. Roland Dorfner, Bereichsleiter Euromaster Österreich

Am Ende kommt es immer auf das Gesamtpaket an. Günstige Preise sind gut, ein starkes Netz ist besser, aber eine professionelle Arbeitsweise ist das A und O. Die meisten Werkstattketten und -netzwerke sind in der Lage, auf die besonderen Wünsche der Großkunden einzugehen, vor allem in Bezug auf Rechnungslegung und Freigabeprozesse.

Die besten Beziehungen entstehen, wenn der gegenseitige Respekt da ist und beiden Seiten bewusst ist, dass dort Menschen arbeiten. Je mehr man sich auf Augenhöhe begegnet, desto einfacher kann man sich näherkommen. •

Text: Johannes Richter, Fotos: Adobe Stock/4th Life Photography

REIFEN-NEW S

Auszeichnung für Continental

Im Rahmen der diesjährigen „Tire Technology Awards for Innovation and Excellence“ ist Continental zum bereits 5. Mal als „Reifenhersteller des Jahres“ prämiert worden. In ihrer Begründung hob die Jury vor allem die Innovationskraft und das Nachhaltigkeitsmanagement des Reifenherstellers hervor. Dazu zählen der Einsatz von synthetischem Kautschuk aus recycelten Materialien oder die Entwicklung eines innovativen Analyseverfahrens für Reifenabriebpartikel. Ebenfalls gewürdigt wurde der VanContact A/S Eco, der erste Transporterreifen mit der Bestnote A in allen Kategorien des EU-Reifenlabels.

Neue Felge für den Kia K4

Mit dem VTX-Rad von Borbet erhält der neue Kia K4 ein Upgrade. Ab sofort ist das markante Raddesign in 8 x 18 Zoll verfügbar. Die Ausführung erfolgt mit Einpresstiefe 48, Lochzahl 5 und Lochkreis 114,3. Sie ist in der Bereifung 225/40 R18 auflagenfrei. Das Borbet VTX ist in den Farbvarianten „black glossy“ und „graphite polished“ erhältlich. Die Felge zeichnet sich durch ein edles und temperamentvolles Rotor-Design aus. Die Speichen ziehen sich laut Borbet dynamisch bis an den äußeren Felgenrand und entspringen dabei versetzt aus der Felgenmitte. So entsteht eine spannungsreiche Linienführung mit ausgeprägter Tiefenwirkung.

Goodyear launchte neue Zweitmarke Cooper

Im Zuge des Verlustes der Markenrechte an Dunlop, die zur Falken-Mutter Sumitomo zurückgekehrt sind, hat Goodyear den offiziellen Neustart seiner Zweitmarke Cooper Tires mit einem exklusiven Kundenevent für den D-ACH-Raum gefeiert. Rund 300 Kunden und strategische Partner erhielten am Nürburgring exklusive Einblicke in die Zukunft der Marke. Cooper, bis dato vorrangig für Offroad- und 4x4-Anwendungen bekannt, bekommt ein komplettes Line-up für Pkw über leichte Nutzfahrzeuge bis hin zu Lkw.

Rasantes Wachstum

In Österreich ist 2025, dem ersten Jahr des Bestehens, die Anzahl der Reifen1+-Partner von 7 auf 32 gewachsen, teilt der Systemgeber Interpneu mit. Reifen 1+ kommt ohne Systemgebühren aus. Es gibt drei Systemstufen, der Start erfolgt mit einem Mindestumsatz im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich pro Jahr.

Positive Bilanz

Wie die in Österreich tätigen Reifenhersteller ihre Geschäfte im Jahr 2025 bewerten und wie wichtig das Flotten- und Fuhrparkgeschäft für sie und ihre Partner bereits ist, ist Teil der großen Branchenumfrage.

Wie ist die Wintersaison bzw. das Gesamtjahr 2025 verlaufen?

Jorge Costa, Kumho: Der Reifenmarkt blieb stabil bis leicht steigend im Volumen. Ganzjahresreifen wachsen weiter, besonders in urbanen Regionen wie Wien, Linz und Graz. Winterreifen bleiben jedoch klar führend, da sie Pflicht und kulturell verankert sind. Das Segment der Elektrofahrzeuge wächst und es entsteht ein neues, margenstarkes Segment. Daher hat Kumho die neuen Profile für Sommer- und Winterreifen alle mit EV-Markierung entwickelt (Sommerprofil: PS72 ECSTA Sport und Winterprofil: Wintercraft WP52+). Die Nachfrage nach Kumho-Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen war nochmal sehr positiv. Eine wichtige Rolle spielten dabei Bestand, Verfügbarkeit und die Qualität des Lieferservice, um die Nachfrage rechtzeitig zu bedienen.

Günther Riepl, Dunlop/Falken: Wir können mit der Wintersaison insgesamt zufrieden sein, auch wenn der Dezember – wie leider auch in Österreich

Wir blicken auf ein solides Reifenjahr 2025 zurück.
Thomas Knirsch, Goodyear

insgesamt – hinter den Erwartungen geblieben ist. Dennoch dürfen wir mit dem Gesamtjahr 2025 keinesfalls unzufrieden sein. Unser Ziel, die im Jahr 2024 durch die Streiks in der Türkei entstandenen Rückgänge wieder auszugleichen, konnten wir dank der Unterstützung und guten Zusammenarbeit mit unseren Partnern erfolgreich erreichen.

Reinhard Münzker, Pirelli: Trotz eines insgesamt anspruchsvollen Marktumfelds war 2025 für Pirelli ein solides Jahr mit stabiler Entwicklung im Premiumsegment, in dem Pirelli stark positioniert ist. Sicherheits- und qualitätsorientierte Kunden setzten weiterhin bewusst auf hochwertige Produkte. Über das Gesamtjahr hinweg konnten wir unsere strategische Ausrichtung konsequent fortsetzen: klare High-Value-Positionierung, innovative Technologie – auch im Bereich Elektromobilität – sowie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Fachhandel.

Martin Krauss, Bridgestone: Im Sommergeschäft 2025 war sowohl Sell-in als auch Sell-out auf einem guten Niveau, auch der Winter-Sell-in verlief positiv. Im Sell-out haben wir jedoch insbesondere im LRD-Segment (Low-Rim-Diameter) eine verhaltene Nachfrage beim Endkunden gesehen, was markenübergreifend im Großhandel teilweise zu höheren Restbeständen geführt hat. Entscheidend war für uns

Die Langfassung der Umfrage mit Antworten zu Kundenverhalten und neuen Produkten kann unter www.autoundwirtschaft.at/reifen nachgelesen werden.

der enge Austausch mit unseren Handelspartnern. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung und gezielte unterstützende Maßnahmen konnten wir die Saison für Bridgestone und unsere Partner im Handel insgesamt zufriedenstellend abschließen.

Thomas Knirsch, Goodyear: Insgesamt blicken wir auf ein dynamisches, aber dennoch solides Reifenjahr 2025 zurück. Im Bereich Sommer und All Season sind wir sehr zufrieden. Auch die Wintersaison ist sehr gut gestartet: Bis Ende Oktober waren wir mit der Nachfrage und der Abverkaufsdynamik äußerst zufrieden. Ab November hat sich die generelle Verfügbarkeitslage am Reifenmarkt verändert – eine Herausforderung vor allem für Großhändler mit ausgeprägten Wintereinlagerungsphasen. Trotz dieser Rahmenbedingungen konnten wir unsere Position im Markt stärken. Ein weiterer Fokus lag 2025 auf der intensiven Vorbereitung des Marktstarts von Cooper, den wir strategisch vorangetrieben haben, um unser Markenportfolio optimal für die kommenden Jahre aufzustellen. In Summe war 2025 ein anspruchsvolles Marktjahr, das uns gleichzeitig gezeigt hat, wie robust unser Sortiment und unsere Marktposition sind. Wir haben uns gut behauptet und die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2026 gestellt.

Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft hat für uns große strategische Bedeutung.

Reinhard Münzker, Pirelli

Qualität spielt in Österreich noch immer eine große Rolle.
Harald Kilzer, Vredestein

Harald Kilzer, Vredestein: Das Jahr 2025 war definitiv anders als die vergangenen Jahre, da es nach der starken Wintersaison 24/25 mit viel Optimismus startete und später durch die inflationsbedingte Zurückhaltung der Konsumenten etwas eingebremst wurde. Auch die Ankündigungen von sogenannten Antidumpingzöllen hat nicht dazu beigetragen, dass sich das europäische Reifengeschäft gestärkt hat. Dennoch sind wir und unsere Partner mit dem Absatz (Sell-out) von unseren Produkten sehr zufrieden, da Qualität in Österreich immer noch eine sehr große Rolle spielt.

Roland Steinberger, Michelin: Insgesamt sind wir mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden. Sowohl die Wintersaison als auch das Sommergeschäft haben sich positiv entwickelt. Produktseitig haben wir mit der neuen CrossClimate-Generation ein klares Statement im Ganzjahresreifenbereich gesetzt. So bietet der CrossClimate 3 rund 15 Prozent mehr

Linglong wird zunehmend als ernstzunehmende Marke wahrgenommen.

Marc Straub, Reifen Straub (Linglong)

Laufleistung und eine 4 Prozent bessere Nasshaftung als das Vorgängermodell. Außerdem haben wir mit dem CrossClimate 3 Sport unseren ersten wintertauglichen Ganzjahresreifen für Sportwagen und Hochleistungsfahrzeuge auf den Markt gebracht. Ein Segment, das in Europa seit Jahren wächst und das wir jetzt noch konsequenter bedienen können.

Jeffrey Kim, Nexen: Nach einer sehr starken Performance im Jahr 2024 konnten wir unsere positive Entwicklung auch 2025 fortsetzen. Erwartungsgemäß fielen die ersten Monate nach einer intensiven Herbst- und Wintersaison etwas verhaltener aus, bevor sich die Dynamik ab März deutlich verstärkte – getragen von einem starken Sommergeschäft. Die Wintersaison schloss auf einem guten Niveau ab, insbesondere im Vergleich zum außergewöhnlich hohen Vorjahreswert. Insgesamt befinden wir uns trotz eines herausfordernden und wettbewerbsintensiven Marktumfelds weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs.

Marc Straub, Reifen Straub, Linglong: Die Saison

Wir können mit der Wintersaison insgesamt zufrieden sein.

Günther Riepl, Dunlop/Falken

Winterreifen bleiben klar führend, da sie kulturell verankert sind.

Jorge Costa, Kumho

Entscheidend ist der enge Austausch mit unseren Handelspartnern.

Martin Krauss, Bridgestone

2025 ist für Linglong sehr erfreulich verlaufen. Besonders positive Impulse kamen durch unabhängige Testergebnisse, unter anderem den Preis-Leistungssieg im AvD-Ganzjahresreifentest (08/2025), der die Marktakzeptanz spürbar erhöht hat. Solche Auszeichnungen wirken sich unmittelbar auf das Vertrauen im Handel und beim Endkunden aus und beschleunigen die Kaufentscheidung. Insgesamt sehen wir eine wachsende Nachfrage – vor allem im volumenstarken Ganzjahres- und UHP-Segment. Linglong wird zunehmend nicht mehr nur als Alternative, sondern als ernstzunehmende Marke mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis wahrgenommen.

Welche Bedeutung und welche Anforderungen hat das Flotten- und Fuhrparkgeschäft (im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeuge)?

Costa, Kumho: Uns ist bewusst, dass das Flottenund Fuhrparkgeschäft sehr klare und anspruchsvolle Anforderungen hat, die deutlich komplexer sind als die des klassischen Privatkundengeschäfts. Unsere Reifenhändler bleiben weiterhin Ansprechpartner für Flottenkunden. Rahmenverträge und Mengenrabatte werden vom Reifenhändler abgewickelt und mit unserem Büro für Produktion und Lieferbarkeit koordiniert.

Riepl, Dunlop/Falken: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft gewinnt kontinuierlich an Bedeutung und entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Bestandteil unseres Gesamtportfolios. Die Anforderungen in diesem Segment steigen hinsichtlich Effizienz, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Servicequalität. Wir richten unseren Fokus daher verstärkt auf maßgeschneiderte Lösungen für Flottenkunden und bauen unsere Kompetenz in diesem Bereich konsequent weiter aus, um den wachsenden Erwartungen gerecht zu werden.

Münzker, Pirelli: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft hat für uns eine hohe strategische Bedeutung, da es sich um ein professionelles Segment mit klar definierten Anforderungen handelt. Im Mittelpunkt

stehen Effizienz, Laufleistung und Betriebssicherheit. Die Wahl des richtigen Reifens beeinflusst Energieverbrauch, Wartungsintervalle und Gesamtbetriebskosten spürbar. Mit dem steigenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge wachsen die technischen Anforderungen zusätzlich – etwa hinsichtlich Tragfähigkeit, Rollwiderstand und Geräuschentwicklung.

Pirelli hat eigens für E-Automobile und Plug-in-Hybride die Elect-Technologie entwickelt und stattet die Reifen seiner Produktfamilien in bestimmten Größen damit aus. So bietet das Unternehmen ein technisch differenziertes Portfolio und unterstützt Flottenkunden in Zusammenarbeit mit dem Fachhandel bei der Auswahl geeigneter Lösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Krauss, Bridgestone: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft im Pkw- und leichten Nutzfahrzeug-Segment ist für uns von stabiler Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Partnern betreuen wir sehr große Flotten ebenso wie mittelständische und kleinere Organisationen – vom Infrastruktur- und Logistikbereich bis hin zu Rettungsdiensten. Dabei legen wir unabhängig von der Flottengröße denselben Anspruch an Qualität, Betreuung und Verlässlichkeit an.

Knirsch, Goodyear: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft ist für uns ein zentraler Baustein – sowohl im

Pkw-Bereich als auch bei leichten Nutzfahrzeugen. Dieses Segment ist stark premiumgetrieben und stellt besonders hohe Anforderungen an Qualität, Performance und operative Effizienz. In Österreich sind wir mit praktisch allen großen und kleineren regionalen Flottenbetreibern hervorragend vernetzt. Diese enge Beziehung ermöglicht es uns, sehr gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen und gleichzeitig ein hohes Maß an Prozesssicherheit zu gewährleisten. Die Anforderungen gehen klar in Richtung Premium Standards und einer starken Markenfokussierung auf Goodyear. Entscheidend sind dabei insbesondere ein hoher Qualitätsanspruch, zuverlässige Verfügbarkeit und eine überdurchschnittliche Laufleistung – alles Merkmale, die für Flottenbetreiber unabdingbar sind, weil sie sich direkt auf die Total Cost of Ownership auswirken. Genau hier liegt eine unserer wichtigsten Stärken. Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft ist für uns ein wichtiges Volumensegment, in dem Premiumqualität, Effizienz und Partnerschaft entscheidend sind.

Kilzer, Vredestein: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft in Österreich ist ein sehr wichtiges, das seinen festen Platz in der Reifenlandschaft gefunden hat. Wir setzen daher auf die richtigen Partner, die dieses Geschäft perfekt beherrschen und betreuen und ach-

Die Langfassung der Umfrage mit Antworten zu Kundenverhalten und neuen Produkten kann unter www.autoundwirtschaft.at/reifen nachgelesen werden.

Das Flottengeschäft ist und bleibt ein zentrales Segment für uns.
Roland Steinberger, Michelin

Wir konnten unsere positive Entwicklung auch 2025 fortsetzen.

Jeffrey Kim, Nexen

ten darauf, für alle Beteiligten ein faires Verhältnis zu erhalten.

Steinberger, Michelin: Das Flottengeschäft ist und bleibt ein zentrales Segment für uns. Doch es verändert sich. Ein klarer Trend ist, dass immer mehr Firmenfahrzeuge geleast werden. Das verändert die Entscheidungslogistik drastisch. Fuhrparkmanager denken nicht mehr in Kaufpreisen, sondern in Gesamtbetriebskosten und Vertragslaufzeiten. Laufleistung, Rollwiderstand und Abriebemissionen geraten zunehmend in den Fokus. Das spielt uns bei Michelin in die Hände, denn Reifen mit einer guten Performance in diesen Bereichen rechnen sich über einen Leasingzeitraum deutlich besser als ein günstigerer Reifen, der früher ersetzt werden muss. Hinzu kommt der wachsende EV-Anteil in Flotten, der spezifische Anforderungen wie höhere Fahrzeuglast, stärkeres Drehmoment und den Wunsch nach maximaler Reichweite mitbringt. Reifen, die genau darauf ausgelegt sind, werden für Flottenentscheider zum Differenzierungskriterium – und auch da sind wir mit unserem Portfolio gut aufgestellt. Kim, Nexen: Auch wenn wir nicht direkt in klas-

sischen Flottenmanagement-Strukturen aktiv sind, stellt das Flotten- und leichte Nutzfahrzeugsegment einen wichtigen Markttreiber dar. Der Fokus liegt hier zunehmend auf Effizienz, Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Elektrifizierung. Ein geringer Rollwiderstand, hohe Laufleistung sowie eine konstante Performance zählen zu den zentralen Entscheidungskriterien.

Unser Entwicklungsansatz stellt sicher, dass neue Reifengenerationen sowohl den Anforderungen von Elektrofahrzeugen als auch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gerecht werden. Anstatt separate Produktwelten zu schaffen, konzentrieren wir uns darauf, leistungsstarke und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die technologieübergreifend einsetzbar sind. Dank unserer starken OE-Präsenz und eines umfassenden Ersatzportfolios sind wir somit gut aufgestellt, um die sich wandelnden technischen Anforderungen moderner Fahrzeugflotten zu unterstützen – auch wenn unser primärer Fokus weiterhin auf dem OE- und Ersatzgeschäft liegt.

Straub, Linglong: Das Flotten- und Fuhrparkgeschäft hat hohe strategische Relevanz, insbesondere im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In diesem Segment dominieren bislang klassische Premium- oder Zweitmarken, häufig auch deshalb, weil alternative Marken wie Linglong in vielen Systemen noch nicht standardmäßig gelistet sind. Dabei bieten moderne Marken mit OE-Hintergrund erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Betreiber und Dienstleister. Gerade im LCV-Bereich spielen Total Cost of Ownership, Laufleistung und Verfügbarkeit eine entscheidende Rolle – Kriterien, bei denen Linglong zunehmend überzeugt. Hier sehen wir in den kommenden Jahren erhebliches Potenzial. •

Text: Redaktion, Fotos: Adobe Stock/thawornnurak, z. V. g.

Die Langfassung der Umfrage mit Antworten zu Kundenverhalten und neuen Produkten kann unter www.autoundwirtschaft.at/reifen nachgelesen werden.

Der ECSTA Sport S überzeugt im unabhängigen Test mit überdurchschnittlichen Ergebnissen

Seit seiner Gründung im Jahr 1960 hat sich Kumho Tire zu einem der weltweit führenden Reifenhersteller entwickelt und produziert jährlich über 60 Millionen Reifen für Pkw, Nutzfahrzeuge und den Motorsport. Heute setzen führende Automobilhersteller wie Mercedes-Benz, BMW, Mini, Volkswagen, Audi, Škoda, Seat, Hyundai und Kia in der Erstausrüstung auf Kumho.

Verbraucherorientierte Programme Kumho bietet als verkaufsfördernde Maßnahme im Handel ein 12-monatiges Reifenversicherungsprogramm und laufende saisonale Werbeaktionen. Im Portfolio für europäische Kundenbedürfnisse stehen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen, die durch hohe technische Qualität überzeugen.

Globale Expertise für Europa

Forschung und Produktion arbeiten bei Kumho Tire Hand in Hand, um auch für europäische Konsumenten eine technisch hochstehende Reifenpalette anzubieten.

bei hohen Geschwindigkeiten aus. In einem unabhängigen TÜV-SÜD-Test überzeugte der ECSTA Sport S mit überdurchschnittlichen Ergebnissen bei Bremsen und agilem, präzisem Handling auf trockener und nasser Fahrbahn. Die gesamte Produktreihe ist EV-kompatibel.

Die Produktpalette wird kontinuierlich erweitert –mit neuen Reifengrößen, zusätzlichen Dimensionen speziell für SUV-Fahrzeuge sowie HL-Versionen für besonders schwere Elektrofahrzeuge.

Fünf globale Forschungs- und Entwicklungszentren und acht Produktionsstätten arbeiten bei Kumho eng zusammen.

„Der All-Season HA32/HA32+ ist ein moderner europäischer Ganzjahresreifen für Stadtfahrer und SUVs, der das ganze Jahr über eine ausgewogene Leistung bietet“, so der Hersteller. ECSTA Sport und ECSTA Sport S sind speziell für leistungsstarke Fahrzeuge entwickelt worden und spielen mit optimiertem Profildesign für hohe Stabilität ihre Stärken

Fünf globale Forschungs- und Entwicklungszentren und acht Produktionsstätten arbeiten bei Kumho eng zusammen, um marktspezifische Reifen zu entwickeln. Das europäische Technikzentrum in der Nähe von Frankfurt optimiert Hochleistungs-Sommer- und Winterreifen gezielt für die europäischen Anforderungen. Eine weitere Produktionsstätte in Polen wird im Jahr 2028 eröffnet.•

Text: Redaktion, Fotos: Kumho Tire

Auf Nässe zeigten die Probanden erhebliche Unterschiede

Premium-Pneus vorne

Der ÖAMTC und seine Partner nahmen im Rahmen des Sommerreifentests 2026 16

Modelle der Dimension 225/50 R17 unter die Lupe. Ebenso traten 10 Sommerreifen der Dimension 235/45 R18 im Test von ARBÖ, GTÜ und Auto Zeitung gegeneinander an.

DBei den Sommerreifentests 2026 der Autofahrerklubs dominierten die Premium­Produkte

rei Modelle erhielten im Rahmen des ÖAMTCTests diesmal die Note „gut“: Continental PremiumContact 7 als Testsieger sowie Cinturato (C3) von Pirelli und EfficientGrip Performance 2 von Goodyear hätten die ausgewogenste Gesamtleistung im Feld gezeigt. „Diese Reifen überzeugten sowohl bei der Fahrsicherheit auf trockener und nasser Fahrbahn als auch bei Verschleiß, Effizienz und Um-

weltbilanz“, so ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl. 6 Modelle erhielten die Note „befriedigend“: Die Modelle Firestone Roadhawk 2, Falken Ziex ZE320, Bridgestone Turanza 6, Michelin Primacy 5, Maxxis Premium HP6 und Kumho Ecsta HS52 hätten laut ÖAMTC jeweils in einzelnen Kriterien leichte Schwächen gezeigt – etwa bei der Laufleistung, beim Abrieb oder bei den Fahreigenschaften auf trockener oder nasser Fahrbahn. Die Note „befriedigend“ hätten auch 4 weitere Produkte für sich verbuchen können, deren Schwächen allerdings ein wenig ausgeprägter ausgefallen wären: Die Modelle BF Goodrich Advantage, Hankook Ventus Prime 4, Vredestein Ultrac+ und Greentrac Quest-X. Am Ende der Tabelle stünden 3 Modelle, die nicht über ein „genügend“ hinausgekommen seien: Die Modelle Lassa Revola, Leao Nova-Force Acro und Linglong Sport Master. Letzterer zeige die Gratwanderung, die die Industrie bewältigen müsse, lt. Kerbl am deutlichsten: „Der Sport Master hat die besten Nassgriffeigenschaften des ganzen Feldes. Die Kehrseite der Medaille: Auf trockener Fahrbahn ist kein Testkandidat schwächer, die Laufleistung ist so gering, der Abrieb so hoch wie bei keinem anderen Modell.

Im Rahmen des Tests durch ARBÖ, GTÜ und Auto Zeitung zeigte sich: Auf trockener Fahrbahn überzeugen alle Kandidaten mit soliden Leistungen, auf nasser Straße zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede. Auf trockener Straße bleibe das Testfeld erfreulich dicht zusammen. Der Abstand zwischen dem Continental, der mit 32,8 Metern den kürzesten Bremsweg aus 100 km/h erzielt habe, und dem West Lake, dessen 35,7 Meter den längsten Anhalteweg markierten, sei noch akzeptabel. Auch bei der Fahrsicherheit ließen sich zwar spürbare Unterschiede ausmachen, doch selbst die Profile von Tercelo und West Lake, die hier am schwächsten abgeschnitten hätten, ließen sich problemlos bändigen. Mit dem präzisen und dynamischen Fahrverhalten des Goodyear hätten sie freilich nicht mithalten können. Auf Nässe ergebe sich ein ganz anderes Bild. Denn hier zeigten die Probanden erhebliche Unterschiede. Allen voran biete der Premium Contact 7 von Continental auf regennasser Straße optimale Haftung. Auch die Profile von Pirelli, Goodyear und Firestone hätten bei Regenwetter eine sehr

Top-Produkte überzeugten bei der Fahrsicherheit auf trockener und nasser Fahrbahn.

Steffan Kerbl

gute Figur abgegeben. Die drei Discount-Angebote von West Lake, Tercelo und Laufenn hätten zu lange Bremswege von 100 km/h bis zum Stillstand. Erhebliche Unterschiede zeigten sich zudem im Fahrverhalten nahe der Haftgrenze. Neben dem Continental Premium Contact 7, der den Testsieg einfahre, verdienten sich lt. ARBÖ auch der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6, der Pirelli Cinturato C3, der Firestone Roadhawk 2 sowie der BF Goodrich Advantage 2 und der Michelin Primacy 5 eine klare Empfehlung. • Text: Dieter Scheuch:, Bilder: ÖAMTC/ARBÖ

Wachstumstreiber für den Handel

Das UHP-Segment gewinnt weiter an Dynamik. Continental setzt mit dem SportContact 7 eine Benchmark.

Der Markt für Ultra-High-Performance-Reifen entwickelt sich zu einem zentralen Wachstumstreiber im österreichischen Reifenhandel. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch den anhaltenden SUV-Boom sowie die fortschreitende Elektrifizierung des Fahrzeugbestands. Höhere Fahrzeuggewichte und sofort anliegende Drehmomente stellen neue Anforderungen an Reifen – insbesondere in den Bereichen Bremsleistung, Lenkpräzision und Fahrstabilität. Branchenprognosen rechnen im UHP-Segment bis 2029 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund neun Prozent.

SportContact 7 für Erstausrüstung und Ersatzmarkt

Ein Benchmark in diesem Umfeld ist der SportContact 7 von Continental. Das Modell hat sich sowohl im Ersatzmarkt als auch durch zahlreiche Erstausrüstungsfreigaben fest etabliert. In der Testsaison 2025 konnte der Reifen sieben Testsiege verbuchen, unter anderem bei Auto Bild sportscars und dem ÖAMTC. Hervorgehoben werden von den Testredaktionen insbesondere die sehr kurzen Bremswege bei trockenen und nassen Bedingungen, das aus-

Vielfacher Testsieger, entwickelt im High Performance Technology Center von Continental in Korbach: Continental SportContact 7

gewogene Fahrverhalten sowie die hohe Präzision bei sportlicher Fahrweise.

Komplexe Entwicklungsprozesse

Die steigende Leistungsfähigkeit moderner Reifen ist das Ergebnis zunehmend komplexer Entwicklungsprozesse. UHP-Modelle wie der SportContact 7 entstehen unter anderem im High Performance Technology Center von Continental im deutschen Korbach. Mit 120 Dimensionen von 18 bis 24 Zoll deckt der SportContact 7 ein breites Spektrum leistungsstarker Fahrzeuge ab. Er ist für zahlreiche Hersteller freigegeben und wird im OEM-Bereich unter anderem bei Porsche, Maserati, Audi, BMW, Polestar und BYD eingesetzt. Diese starke Präsenz in der Erstausrüstung wirkt sich positiv auf den Ersatzmarkt aus, da viele Fahrzeughalter beim Reifenwechsel auf das ab Werk montierte Produkt zurückgreifen.

Der Markt für Ultra-High-Performance-Reifen entwickelt sich zu einem zentralen Wachstumstreiber im österreichischen Reifenhandel.

Auch im Tuning-Segment ist der SportContact 7 gefragt: Veredler wie Brabus oder AC Schnitzer setzen auf das Modell und unterstreichen damit dessen High-Performance-Positionierung. Für den Reifenfachhandel eröffnet das wachsende UHP-Segment damit stabile Perspektiven – sowohl in Bezug auf Wertschöpfung als auch durch eine kontinuierlich steigende Nachfrage seitens sportlich orientierter Kundinnen und Kunden sowie moderner E-Fahrzeuge. • Text: Redaktion, Fotos: Continental

Verfügbarkeit und Vielfalt

Als Reifen-Nahversorger beliefert Reifen Fleischmann Autohäuser, Werkstätten und Reifenbetriebe in Wien und NÖ.

Die stetig wachsende Vielfalt an Reifendimensionen und Ausführungen stellt viele Kfz-Betriebe vor logistische Herausforderungen. Eigene Lagerhaltung wird zunehmend unmöglich, insbesondere wenn bei Reifenpannen oder §57a-Überprüfungen rascher Bedarf besteht. „Genau hier kommt der regionale Großhändler mit hoher Verfügbarkeit ins Spiel“, berichtet Wilfried Fleischmann von Reifen Fleischmann in Klosterneuburg.

Premiumprodukte und große Vielfalt

„Dabei verzichten wir bewusst auf das billige Sortiment und setzen konsequent auf Premiumprodukte führender Hersteller“, so Fleischmann. Der „Reifen-Nahversorger“, wie Fleischmann sein Unternehmen gerne bezeichnet, hält ein besonders breites Sor-

timent mit hoher Dimensionsvielfalt vor – bewusst ohne Billigware – und beliefert täglich Autohäuser, Werkstätten und kleinere Reifenhändler im Großraum Wien und im Zentralraum Niederösterreich.

„Wir haben mengenmäßig weniger Reifen als früher, aber deutlich mehr Dimensionen“, so Wilfried Fleischmann. Damit fungiert der Betrieb als wichtiger Puffer zwischen Markt und Industrie, die oft mehrere Tage benötigt. •

Text: Gerald Weiss, Fotos: Fleischmann

SOMMERREIF MIT

Wilfried Fleischmann, Reifen Fleischmann, Klosterneuburg

Ab Sommer erhältlich: Vredestrein Quatrac Pro 2

Spezielles Design der Seitenwand bei Italdesign

UHP im Ganzjahressegment

Mit dem Quatrac Pro 2 bringt Vredestein ab Sommer 2026 eine neue Generation von Ultra-High-Performance-Ganzjahresreifen auf den europäischen Markt.

Der Reifen befindet sich aktuell in der finalen Entwicklungsphase und richtet sich an anspruchsvolle Fahrerinnen und Fahrer von Sportwagen, leistungsstarken Limousinen, Coupés sowie SUVs. Entwickelt, getestet und gefertigt in Europa, positioniert sich der Quatrac Pro 2 als eines der leistungsstärksten Produkte im stark wachsenden Ganzjahressegment.

Technisch setzt der neue Reifen auf eine komplett neue Struktur, innovative Materialien und ein laufrichtungsgebundenes Profildesign. Gegenüber dem

Der Quatrac Pro 2 verbindet fortschrittliche Technik mit ausdrucksstarkem Design.

Harald Kilzer, Cluster Director South East Europe, Apollo Tyres

Vorgängermodell bietet der Quatrac Pro 2 nochmals verbesserte Haftung und Stabilität auf nasser, trockener und schneebedeckter Fahrbahn. Gleichzeitig erfüllt er die Anforderungen moderner Hybrid- und Elektrofahrzeuge: geringe Geräuschentwicklung, optimierter Rollwiderstand sowie eine robuste Karkasse sorgen auch bei höherem Fahrzeuggewicht für präzises Lenkverhalten und dynamische Rückmeldung. Ein zentrales Differenzierungsmerkmal ist das neue

Seitenwanddesign, das in Zusammenarbeit mit Italdesign entstanden ist. Beim Quatrac Pro 2 greift das Designkonzept „Passage“ den zyklischen Wechsel der Jahreszeiten auf. Fließende grafische Elemente, inspiriert von Blättern, Schnee und Regen, visualisieren den Übergang zwischen unterschiedlichen Fahrbedingungen und übersetzen die technische Ganzjahreskompetenz in eine starke visuelle Identität. Die Seitenwand wird dabei bewusst als gestalterische Leinwand genutzt – ein Ansatz, der den Premiumanspruch des Reifens auch optisch unterstreicht.

Ganzjahresreifen seit 25 Jahren

Design ist längst ein kaufentscheidender Faktor, ist man bei Vredestein überzeugt. „Der Reifen verbindet fortschrittliche Technik mit ausdrucksstarkem Design und stärkt damit den Ruf der Marke Vredestein für Innovation und Stil“, erklärt Harald Kilzer, Cluster Director South East Europe bei Apollo Tyres. Vredestein zählt seit den frühen 1990er-Jahren zu den führenden Anbietern im Ganzjahressegment und verfügt über ein besonders breites Sortiment in dieser Kategorie. Mit dem Quatrac Pro 2 setzt die Marke die Tradition fort – und erweitert sie um einen klaren Fokus auf High Performance, Elektrifizierung und Differenzierung am Point of Sale. • Text: Redaktion, Fotos: Apollo Tyres

Offensive für EV-Reifen aus Europa

Nexen erweitert seine EV-spezifischen Reifengrößen: 18 Dimensionen für den N’BLUE 4 Season 2 und 12 für den N’FERA Sport gibt es nun auf dem Markt – alle mit der Kennzeichnung für E-Fahrzeuge. Zudem setzt der Hersteller auf europäische Produktion in Tschechien.

Nexen baut sein Angebot für Elektrofahrzeuge aus: 2025 führte der Hersteller eine Auswahl besonders gefragter Dimensionen mit EV-Kennzeichnung ein – 18 Reifengrößen für den Ganzjahresreifen N’Blue 4 Season 2 sowie 12 Größen für N’Fera Sport. Die Größenauswahl orientiert sich an den häufigsten EV-Dimensionen. Künftig tragen alle neuen Nexen-Reifen das EV-Symbol als Hinweis auf ihre Eignung für Elektrofahrzeuge, die Reifen können aber auch auf Autos mit Verbrennungsmotor montiert werden.

KI in der Entwicklung

In der Entwicklung der Pneus setzt Nexen KI- und VI-Technologien als zentrale Werkzeuge ein (gekennzeichnet durch ein Logo bei neuen Reifenentwicklungen). Ergänzend nutzt das Unternehmen einen Fahrsimulator, um bereits vor Straßentests präzise Daten zu gewinnen. Damit will man reale

Fahrversuche reduzieren und die Entwicklung verkürzen. Auch in Vergleichstests war Nexen zuletzt präsent: Beim ÖAMTCTest wurde der N’Fera Sport in 225/40 R18 92Y mit „gut“ bewertet.

Produktion in Europa

Ein weiterer Fokus von Nexen liegt auf der europäischen Produktion: Im neuen Werk in Tschechien fertigt Nexen Reifen für Ersatzmarkt und Erstausrüstung – u. a. für Premiumhersteller wie Porsche, Audi, BMW und Mercedes. Kurze Lieferwege sollen schnelle Verfügbarkeit und hohe Liefersicherheit für europäische Kunden bringen. Das Werk gilt als besonders technisch ausgestattet. •

Text: Kevin Kada, Foto: Nexen

FAHRSPASS GARANTIERT:

Den N’FERA Sport gibt es in 12 verschiedenen Reifendimensionen auf dem Markt

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Der FK520 kommt direkt von der Rennstrecke auf die Straße. Präzises Handling, hervorragende Stabilität und erstklassige Kontrolle bei allen Geschwindigkeiten. Einfach kompromisslose Dynamik in ihrer reinsten Form.

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Erster neuer Reifen

Mit dem Blue Response TG bringt Dunlop den ersten neu entwickelten Reifen seit der Markenübernahme durch Sumitomo Rubber Industries.

Dunlop bringt mit dem Blue Response TG einen neuen Sommerreifen für Pkw und SUVs auf den Markt. Es ist das erste Dunlop-Produkt, das seit der Übernahme der Rechte an der Pkw-Reifenmarke im Jahr 2025 von Sumitomo Rubber Industries (SRI) entwickelt wurde. Der Reifen ist für Verbrenner, Hybrid- und Elektrofahrzeuge geeignet und wird in 99 Größen von 15 bis 21 Zoll (Serien 40 bis 65) angeboten.

Der Blue Response TG setzt auf neue Technologien für Stabilität und Kontrolle auf nassen wie trockenen Straßen. Die Dreizonen-Rippe leitet Wasser effizient ab und verbessert die Nasshaftung bei Richtungswechseln. Ein optimiertes Schulterdesign steigert

die Steifigkeit der Lauffläche, reduziert Blockverformungen und sorgt für gleichmäßige Kraftübertragung in Kurven und beim Bremsen. Eine neue Laufflächenmischung wirkt Verschleiß entgegen und erhöht die Laufleistung. Ergänzt wird das Paket durch ein geräuschreduzierendes Profildesign für ruhiges Abrollen. •

Text: Redaktion, Fotos: Dunlop

Der Blue Response TG ist ab sofort im Handel erhältlich

Sicherheit und Komfort für SUVs

Pirelli bringt den neuen Scorpion als weiterentwickelten Sommerreifen für SUVs. Neue Mischung, verstärkte Struktur und SUV-optimiertes Profil sollen zudem Komfort und Laufleistung verbessern.

Pirelli bringt mit dem neuen Scorpion die jüngste Weiterentwicklung seines Sommerreifens für SUVs auf den Markt. Der Reifen soll Sicherheit, hohen Fahrkomfort und eine konstante Performance verbinden. Der Name Scorpion hat Tradition: Erstmals 1986 eingeführt, wurde der Reifen für Fahrzeuge mit hoher Sitzposition konzipiert. Heute steht Scorpion nicht nur für SUV-Reifen, sondern auch für Enduro- und Motocross-Straßenreifen sowie Offroad-Profile für Fahrräder.

Performance bei Nässe und Trockenheit

Im Fokus des neuen Scorpion stehen Performance bei Nässe und Trockenheit, Komfort und Laufleistung. Ein unabhängiges TÜV-Institut verlieh dem Reifen das „Premium Quality Mark“. In Tests erzielte der Scorpion Bestwerte bei der Trockenbremsung und belegte den ersten Platz bei der Nasshaftung. Auch beim

Nassbremsen und Aquaplaning lag er an der Spitze. Die gesamte Scor pion-Range auf dem EU-Reifenlabel bekam die Bewertung A für Nass haftung. Für akustischen Komfort weist der Reifen A/B aus, der Roll widerstand wird mit B bewertet. Die Entwicklung wurde speziell auf die Anforderungen moderner SUVs ausgerichtet – etwa höheres Gewicht und höherer Schwerpunkt. Grundlage ist ein integrierter Entwicklungsansatz mit neuer Laufflächenmischung, verstärk ter Struktur und einer SUV-optimierten Ril lengeometrie. Das soll Handling, gleichmäßigen Verschleiß und die Laufleistung verbessern – mit stabiler Performance bei sommerlichen Temperaturen. • Text: Redaktion, Foto: Pirelli

Der Scorpion 3 für SUVs verbindet Performance und Sicherheit bei Top­Testwerten

Starkes Netzwerk

Warum es heutzutage als Reifenfachhändler oder Kfz-Betrieb wichtiger denn je ist, einen starken Partner an seiner Seite zu wissen, erklärt EuromasterManager Roland Dorfner.

Angesichts des rasanten Technologiewandels, der derzeit in der Kfz-Branche um sich greift, bietet Euromaster mit über 2.700 Standorten in Europa und 7.700 weltweit Lösungen, die für eigenständige Unternehmer allein kaum realisierbar sind. Das Franchiseangebot von Euromaster bietet Partnern viele Möglichkeiten ohne große Verpflichtungen. Euromaster unterstützt dabei auf zahlreichen Ebenen. Eine davon ist Prozessoptimierung und Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen mit veralteten Prozessen können nicht überleben. Das Franchisesystem bietet modernste Abläufe und setzt aktuell einen starken Fokus auf KI. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Einkaufsvorteile. „Dank des globalen Netzwerks von 7.700 Betrieben erhalten die Partner Konditionen, die ein Einzelbetrieb niemals allein verhandeln könnte“, erklärt Roland Dorfner, Bereichsleiter Österreich bei Euromaster.

Zugang zu Flotten- und Leasingkunden Umfassende Hilfestellung bietet Euromaster zudem mit seiner Marketingunterstützung und Flottennetzwerken. Franchisepartner werden aktiv vermarktet,

Roland Dorfner,

darüber hinaus schafft Euromaster für die Einzelbetriebe einen Zugang zu Flotten- und Leasingkunden, was als Einzelkämpfer aufgrund der erforderlichen Netzwerkgröße heute fast unmöglich ist. Wichtige Unterstützung erhalten Fachbetriebe auch durch Unternehmensberatung und Consulting. Euromaster begleitet Kunden im täglichen Geschäft durch ERP- und Kostenanalysen, Vergleichszahlen sowie Verkaufsberatung.

Hilfestellung bei Unternehmensübergaben Und rund um Unternehmensübergaben steht der Franchisegeber ebenfalls mit breiter Expertise zur Seite. Partner profitieren von der Erfahrung aus mehreren hundert Übergaben pro Jahr. „Dieses Know-how ist bei der Präsentation oder dem Verkauf des Unternehmens unbezahlbar“, so Dorfner. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Euromaster

Die Preisträger des heurigen VRÖ-Awards. Vor allem Dunlop und Continental waren erfolgreich

Potenzial-Fragen

Für den VRÖ sprach Michael Peschek-Tomasi über die Besonderheiten des heimischen Markts, gesetzliche Hürden und gute Gelegenheiten. Plus: alle Gewinner des VRÖ-Awards.

Wie groß ist eigentlich der All-Season-Anteil am Gesamtmarkt in Österreich? Michael Peschek-Tomasi von point-S startete den Impulsvortrag des VRÖ mit einer Frage, deren Antwort viele verwunderte: Laut Erhebungen an die 8,5 Prozent – sehr wenig im Vergleich zum weltweiten Anteil von 56 Prozent. „Jeder zweite Reifen weltweit ist also ein All Season, warum aber bei uns nicht?“

Für Peschek-Tomasi läuft das Geschäft mit All-Season-Reifen in Österreich wegen des Gesetzgebers so schwach: „Der durchschnittliche All-Season-Reifen hat heute um die 6,5 Millimeter Profiltiefe. Wenn der Kunde vier neue Reifen braucht, er Winterreifen kaufen möchte, und bei 4 Millimetern ist aber

Man hat es mit dem komplexen Bild des guten Marktes mit zu wenig Infrastruktur zu tun.

Michael Peschek-Tomasi

Schluss, haben wir dafür den Grund.“ Dafür gebe es in Österreich die höchste Dichte an Reifendepots, was große Potenziale biete. Indes: „Mittlerweile werden die Räder aber immer größer, das heißt also, der Lagerplatz im Depot wächst von 16 auf 18 Zoll gleich um 20 Prozent. Für jeden fünften Kunden ist also kein Platz mehr.“ Man hat es also mit dem

Günther Riepl (Dunlop/Falken) übernahm den Award von Hermann Hladky (VRÖ)

komplexen Bild des guten Markts mit zu wenig Infrastruktur und zu wenig Anbietern zu tun.

Mit einem Depot ließen sich Folgegeschäfte anbahnen, da man das Fahrzeug des Kunden zwei Mal im Jahr auf der Bühne hat. „Wenn ich vier Räder montiere und erkenne, dass die Spur nicht richtig eingestellt ist, habe ich die Chance auf ein Cross-Selling-Geschäft. Noch leichter können Sie den Kunden nicht überzeugen, dass er gleich die Spur vermessen lässt.“

Eindeutige Ergebnisse

Bei der anschließenden Verleihung der VRÖ Awards herrschten klare Verhältnisse: Dunlop/Falken holte sich zweimal den Sieg, Continental zweimal den zweite Platz. •

Text: Roland Scharf, Fotos: Chris Hofer

Die Ergebnisse im Detail:

VRÖ Award für Pkw-Reifen:

1. Platz: Dunlop Tyres Europe

2. Platz: Continental Reifen

3. Platz: Nokian Tyres

VRÖ Award für Lkw-Reifen:

1. Platz: Dunlop Truck Tyres

2. Platz: Continental Reifen

3. Platz: Pirelli (Prometeon Tyre Deutschland)

Branche trifft sich

Die Messe The Tire Cologne findet heuer vom 9. bis 11. Juni in der Messe Köln statt. In diesem Jahr gibt es ein neues Format und auch altbewährte Klassiker.

Wenn The Tire Cologne am 9. Juni ihre Tore öffnet, dann steht die Messe Köln abermals ganz im Zeichen des schwarzen Gummis. Die internationale Reifenfachmesse hat in diesem Jahr vor allem den Reifenfachhandel in den Fokus gerückt. Mit dem „Walk of Services“ sollen die Besucher anhand thematisch gegliederter Ausstellerstände, Live-Demonstrationen sowie des vielseitigen Programms auf der Service-Bühne durch die Messe geführt werden. Ebenfalls neu sind das sogenannte „Innovation Lab“

und eine weiterentwickelte Circular Economy Area, jeweils Teile der Messe, die sich vor allem auf Material und Produktion konzentriert. „Die Kombination aus Innovation Lab und der erweiterten Circular Economy Area zeigt, wie sich nachhaltige Prozesse in der Reifenindustrie miteinander verzahnen“, sagt Messedirektor Ingo Riedeberger.

Neues Diskussionsforum

Ebenfalls neu sind zwei spezielle Future-Tire-Diskussionsforen in Kooperation mit dem European Rubber Journal. Die Diskussionsrunden sind jeweils strukturierte einstündige Sessions an zwei Messetagen. Diese Formate untersuchen, wie sich die globale Reifenindustrie an führende Entwicklungen anpasst. „Diese Erweiterung ist ein starkes Signal für die Relevanz der Messe“, so der Messedirektor. • Text: Kevin Kada, Fotos: The Tire Cologne

Darauf kommt es wirklich an.

Vom 9. bis 11. Juni steht die Messe Köln wieder ganz im Zeichen von Reifen und Industrie

Souveräner Grip für den Sommer

Bridgestone zeigt ein umfassendes Portfolio für den Sommer. Der Handel profitiert von umfassenden Verkaufsförderungsmaßnahmen des Herstellers.

Unsere Partner im Handel stehen für uns klar im Mittelpunkt“, betont Martin Krauss, Country Manager für Österreich, dass attraktive Verkaufsförderungsaktionen wie ‚Drive our Best‘ im Pkw-Bereich oder ‚Simply Ride‘ für Motorräder angeboten werden. „Darüber hinaus stellen wir Trainingsvideos mit Produkt-Insights und technischen Hintergrundinformationen sowie aufmerksamkeitsstarkes Marketingmaterial für den Point of Sale bereit.“

Performance und Effizienz

Ein verbindendes Element im gesamten Sommerportfolio ist die Enliten Technologie. Sie stehe für die intelligente Balance aus Performance, Effizienz und Vielseitigkeit, wie der Hersteller verlauten lässt. Gemäß dem „One for All“-Ansatz sind die Pneus für die Anwendung an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor

Der Potenza Sport Evo ist der jüngste UHP-Pneu von Bridgestone für leistungsstarke Fahrzeuge aller Antriebsvarianten

Lang unterwegs

CMS ist seit 2022 Partner beim Nürburgring Langstreckenrennen und auch in diesem Jahr wieder mit dabei.

CMS bleibt auch 2026 im Langstreckenrennsport sichtbar: Seit 2022 unterstützt das Unternehmen als stolzer Sponsor einen Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring. Mit seinem markanten Wrap in strahlendem CMS-Gelb ist das Fahrzeug seit dem ersten

als auch für Hybrid- und vollelektrische Modelle entwickelt.

Die sportliche Speerspitze bildet der neue Potenza Sport Evo, im Van-Bereich punktet der Duravis mit hoher Laufleistung und Effizienz. Der Allrounder Turanza 6 ist das Herzstück im Touring-Segment, der besonders im Nassen seine Stärken ausspielt. •

Text: Redaktion, Fotos: Bridgestone

Einsatz ein echter Blickfang auf der Strecke. Bereits 2024 setzte das Einsatzauto mit den Fahrern und dem Team von W&S Motorsport ein Ausrufezeichen: Der Porsche holte den 1. Platz in der Cup3-Fahrer- und Team-Meisterschaft und erreichte zudem einen starken 2. Rang in der Gesamtwertung der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). 2025 folgte der nächste Höhepunkt der Partnerschaft. Joshua Bednarski und Lorenz Stegmann sicherten sich erneut den Meistertitel – zum zweiten Mal in Folge. Gemeinsam mit Finn Zulauf und Moritz Oberheim feierten sie außerdem den Klassensieg beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Mit dieser Erfolgsbilanz starten CMS und W&S Motorsport hochmotiviert in die Saison 2026. Die Mischung aus Know-how, Vorbereitung und Teamgeist soll 2026 erneut Podestplätze bringen – im Zeichen von CMS-Gelb auf der Nordschleife. •

Text: Redaktion, Foto: CMS

Die nächsten Termine am Nürburgring

– 14.3.2026

– 21.3.2026

– 11.4.2026

– 20.6.2026

Weitere Termine finden Sie online.

Wir informieren Sie gerne!

Alexander Keiler

Telefon: +43 664 8229487

E-Mail: alexander.keiler@awverlag.at

Winfried Rath, MSc

Telefon: +43 664 88368585

E-Mail: winfried.rath@awverlag.at

Daniel Löw

Telefon: +43 664 78976570

E-Mail: daniel.loew@awverlag.at

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