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Werkstattausrüstung
Mag. Heinz Müller Chefredakteur AUTO & Wirtschaft
Neues Werk? Natürlich!
In den vergangenen Tagen ist sie wieder aufgeflammt, die Diskussion um die mögliche Schließung von Werken des Volkswagen Konzerns in Deutschland. Egal, wie dieses Thema letztlich ausgehen mag: Es zeigt unmissverständlich, dass unsere Branche noch stärker im Umbruch ist, als man sich das noch vor ein, zwei Jahren erwartet hat. Doch wenn man die Schuld jetzt ausschließlich auf die neuen chinesischen Mitbewerber schiebt, ist das falsch: Natürlich ist der Druck aus Fernost massiv, und er wird wohl in den kommenden Jahren noch stärker werden. Doch die europäische Industrie muss weiter umlernen: Vor allem gilt es, die Modellvielfalt zu reduzieren, wie es Volkswagen angekündigt hat.
Dass es geht, zeigt ein Beispiel, nämlich jenes mit den Cabrios: Vor rund 15 Jahren hatte Volkswagen 3 unterschiedliche Modelle, mit denen man auch ohne Dach fahren konnte –vom Golf, vom New Beetle und den Eos. Dann reduzierte man auf eine offene Version des T-Roc, und auch die wird mangels Nachfrage bald eingestellt. Doch warum braucht man zwischen T-Cross und T-Roc auch noch einen Taigo? Und warum, um Himmels willen, werden so viele unterschiedliche Motorisierungen und Ausstattungen angeboten?
Natürlich gibt es Kunden, die danach verlangen: Aber die Vielfalt kostet, vor allem wenn es um die Typisierungen geht, von der Lagerhaltung der Teile (die auch Importeure und Servicepartner betrifft) gar nicht zu reden.
Wenn also Volkswagen Konzernchef Oliver Blume eine Reduktion der Vielfalt ankündigt, ist das höchste Zeit: All das hätte vermutlich schon viel früher passieren sollen, doch nirgendwo sonst sind Arbeitnehmervertretung und politischer Einfluss so stark wie in Wolfsburg. Alle Verhandlungspartner sollten aufwachen, ehe es zu spät ist!
Alle Verhandlungspartner in Deutschland sollten aufwachen, ehe es zu spät ist.
Dass es auch anders geht, zeigt Mercedes: Auch hier wurden in den vergangenen Jahren nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, man denke nur an die (gerade noch rechtzeitig revidierte) Konzentration auf die obersten Segmente. Die A-Klasse gibt es entgegen vorherigen Ankündigungen weiterhin: Und dort, wo sie produziert wird, nämlich in der südostungarischen Stadt Kecskemét, hat Mercedes am 13. Juli eine massive Werkserweiterung gefeiert. Eine Milliarde Euro wurde hier investiert: Mit 440 statt bisher 200 Hektar ist die Fabrik nun die größte des Herstellers in Europa (und die zweitgrößte auf der Welt). Genug Platz, um die neue vollelektrische C-Klasse, die E-Version des GLC und den GLB zu produzieren – aber auch die „kleine G-Klasse“ soll hier vom Band laufen.
Und warum nicht in Graz? Dort stoße das Werk wegen der großen zivilen und militärischen Nachfrage bereits an die Kapazitätsgrenzen, sagt Mercedes-CEO Ola Källenius im kurzen exklusiven Interview. Doch natürlich werde Mercedes auch in den kommenden Jahren die G-Klasse in Graz fertigen. Halbwegs gute Nachrichten also, auch wenn andere Hersteller (BMW, Jaguar, Toyota) ihre Produktion in Graz mittlerweile beendet haben …
Fix ist: Da kommen in naher Zukunft noch einige Veränderungen auf uns zu!
Im Fokus dieser Ausgabe: Nichts geht mehr ohne sie – die Bedeutung zugewanderter Arbeitskräfte für die heimische Kfz-Branche! ab Seite 8
Destination Innsbruck
Nach einer Bauzeit von rund 14 Monaten und einem zweistelligen Millioneninvestment konnte das Porsche Zentrum Tirol in Innsbruck durch die Porsche Immobilien GmbH fertiggestellt werden. Kürzlich ging die feierliche Eröffnung über die Bühne.
An der Adresse Mitterweg 26 entstand der nun vierte „Destination Porsche“-Standort, der Architektur, Funktionalität und Wohlfühlatmosphäre zu einem Porsche Markenerlebnis verbindet.
Pro Jahr werden am Standort in Innsbruck rund 140 Neufahrzeuge und 40 Gebrauchtwagen verkauft. Auf den Präsentationsflächen im Porsche Schauraum finden bis zu fünf Ausstellungsfahrzeuge ihren Platz. Insgesamt 25 Mitarbeiter sind an dem neuen Standort beschäftigt. „Mit dem neuen Porsche Zentrum Tirol schaffen wir einen der modernsten PorscheStandorte Österreichs und investieren gezielt in die Zukunft unserer Marke“, sagt Dr. Helmut Eggert, Geschäftsleiter Porsche Österreich. Mit der Eröffnung wurde auch der neue Porsche Cayenne Electric mit einer Leistung bis zu 1.156 PS erstmals gezeigt.
Neue China-Marke legt los
Die Guangzhou Automobile Group (GAC) startet mit AION in Österreich und setzt dabei auf die Colmobil GmbH als offiziellen Importeur. Die Fahrzeuge werden in Graz bei Magna endgefertigt. GAC ist bereits in mehreren europäischen Märkten tätig, die Submarke Aion umfasst vollelektrische Modelle, zunächst den kompakten SUV Aion V und den Hatchback Aion UT. „In den Fahrzeugen steckt schon sehr viel Österreich drin“, sagte Colmobil-CEO Lars Pauly (Bild r. mit Wayne Wei, General Manager GAC International), man suche bereits intensiv nach Händlern.
Antidumpingzölle auf Reifen
Die EU-Kommission hat mit Wirksamkeit vom 7. Juli 2026 die Einführung endgültiger Antidumpingzölle auf Luftreifen aus Kautschuk mit Ursprung China bekanntgegeben. Betroffen sind die Einfuhren ebendieser Produkte von der für Pkws, für Omnibusse und Kfz für den Transport von Waren verwendeten Art mit einer Tragfähigkeitskennzahl von 121 oder weniger mit Ursprung China, die derzeit in die KN-Codes „4011 10 00“ und „4011 20 10“ eingereiht werden. Betroffen von der neuen EU-Regelung ist die Hankook Group, deren betroffene Unternehmen allesamt mit einem endgültigen Antidumpingzoll von 4,3 Prozent belegt werden. Weitere Hersteller werden mit 45,3 Prozent Zöllen belegt.
Ein Erfolg, meint Franz Doblhofer, Sprecher der Vulkaniseure und Reifentechniker in der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik: „Durch die intensive Tätigkeit der Bundesinnung und dem europäischen Verband Bipaver ist es gelungen, Europa vor Billigprodukten zu schützen und einen Mindestqualitätsstandard auf Europas Straßen zu sichern.“
Schwindende Reichweitenangst
Für viele E-Fahrer ist die weite Fahrt in den Sommerurlaub mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, zeigt eine Appinio-Befragung im Auftrag von Ionity. Mehr als die Hälfte der Befragten habe die Reichweitenangst bereits abgelegt. Das Umfrage-Institut hat 250 E-Autofahrer befragt, von diesen planen mehr als 80 Prozent, in den kommenden Sommermonaten mindestens eine längere Reise mit ihrem E-Auto zu unternehmen.
Keba wächst weiter
Die oberösterreichische Keba Gruppe, die auch im Bereich Ladeinfrastruktur tätig ist, hat mit einem Umsatzwachstum von 6 Prozent (544,4 Mio. Euro) ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025/26 hingelegt.
24.988
Stellantis wächst und erreicht Meilenstein
Die Stellantis-Marken erreichten im Juni erstmals 15 Prozent Marktanteil, Pkws und lNfz zusammengenommen. Im 1. Halbjahr 2026 wurden knapp 25.000 Einheiten abgesetzt, was 13,6 Prozent Marktanteil bedeutete.
„Wir sind mit dem Erreichen des wichtigen strategischen Meilensteins von 15,1 Prozent Marktanteil weiter auf unserem Zielpfad zu Wachstum. Getragen wird die positive Entwicklung von der Breite unseres Markenportfolios“, sieht Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Austria, seine Organisation auf dem richtigen Weg.
Aus BASF Coatings wurde Surventis
Die am 10. Oktober 2025 angekündigte CoatingsTransaktion zwischen Carlyle und BASF wurde nach Erhalt aller erforderlichen regulatorischen Genehmigungen am 30. Juni 2026 vollzogen.
Forschen an Mobilität von morgen
An der Wiener Technischen Universität (TU) ist das eMotion Lab eröffnet worden, das von Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und universitären Partnern genutzt werden wird, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Zunächst steht ein hochmoderner Inverter-Prüfstand zur Verfügung. (Im Bild v.l.: Helmut List, Katharina Giessenbacher, Monika Ebner, Jens Schneider und Uwe Grebe)
Mercedes-Werk in Ungarn wächst
Mercedes-Benz feierte am 13. Juli die Werkserweiterung am ungarischen Standort Kecskemét, geladen war unter anderem auch der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar. Durch die Erweiterung verfügt der Produktionsstandort nunmehr über die doppelte Kapazität, 400.000 Autos pro Jahr können hier gefertigt werden. Die Marke mit dem Stern hat in den vergangenen 3 Jahren mehr als eine Milliarde Euro in die Hand genommen, um das Werk von 200 auf 440 Hektar zu erweitern: Neues Presswerk, neue Halle für den Karosseriebau, ebenso für die Montage, und – besonders wichtig – eine eigene Halle für die Batteriefertigung. Denn in Kecskemét startet der Hochlauf der vollelektrischen C-Klasse: Noch schweigt man, wie viele Einheiten jährlich produziert werden sollen. Fix ist allerdings bereits, dass es das beliebte T-Modell (Kombi) nicht mehr geben wird.
„Fahrzeuge wirtschaftlich zu restaurieren, ist heutzutage in Österreich kaum mehr möglich.“
Franz Jüly, Oldie Point
„Unser Anspruch war immer, das Gebrauchtwagengeschäft auf Markenniveau zu heben.“
Mag. Herbert Seidl, Herbert Seidl Autohaus
„Wir bilden nicht nur für die Kfz-Branche, sondern für die Gesellschaft aus.“
Berufsschuldirektor Ing. Ernst Bauer, BEd
REIFEN Spezial: Fernöstliches Selbstbewusstsein auf der Tire Cologne
GEWERBE
16 OPEL Interview mit Judith Porstner
WIRTSCHAFT
Des einen Komfortzone …
Sommerzeit ist Urlaubszeit und damit in der Redaktion auch die „Jeder macht jetzt Sachen, die er sonst das ganze Jahr über nicht oder nur selten machen muss, weil der Kollege, der das sonst macht, im Urlaub ist“-Zeit.
Also, während der eine sich bereits lässig in seiner Komfortzone suhlt, nein: weil er sich suhlt, muss der andere aus der seinigen raus. Als ob es nicht schlimm genug wäre, dass der sich bereits suhlen darf. Grummel, grummel, grummel!
Das führt zu manch spürbarer Turbulenz im Arbeitsalltag: So werde ich eher unsanft dazu herangezogen, doch mehr Beiträge für unseren zweimal wöchentlich erscheinenden E-Mail-Newsletter zu schreiben. Unsanft deshalb, weil die Newsletter-Urlaubsvertretung einen etwas direkteren Organisationsstil pflegt als der Normzuständige, welcher sich gerade im hohen Norden herumtreibt und vom Temperament her die Dinge eher auf sich zukommen lässt. Schon vor Wochen wurde ich unter Anführung statistischer Publikationsdaten unmissverständlich aufgefordert, für unsere AUTO-Information während der Sommerwochen noch Interviews beizusteuern. Im selben E-Mail rieb mir der Überbringer der Botschaft seine ausufernden Urlaubsdaten hinein wie Salz in eine Schweinsbratlschwarte. Unfair, unfair, unfair! Und dass ich meine Beiträge für die „andere Reichshälfte“ unseres Verlags, insbesondere einige Auto-Testberichte, in den letzten Wochen ein bissl schleifen ließ, wird sich nicht zuletzt deshalb unabwendbar rächen, weil sich besagte Reichshälfte praktisch geschlossen in den Ferien befindet. Wenigstens sitze ich, während ich an meinem Rückstand kiefel, im klimagekühlten Büro –schwitzt ihr nur an euren Stränden und in euren Campingbussen! Aber meine Zeit ist auch bald gekommen, und: Wer sich zuletzt in seiner Komfortzone suhlt, suhlt bekanntlich am besten.
In diesem Sinne: Schönen Urlaub Ihnen allen, genießen Sie die freie Zeit!
DIE ÖSTERREICHISCHE FACHMESSE FÜR DEN AUTOMOTIVEN AFTERSALES MARKET
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Mag. Bernhard Katzinger, CvD AUTO & Wirtschaft
INTEGRATION
Die, ohne die nichts (mehr) geht
Ob Fußball-Nationalteam oder der Gewerbebetrieb in Ihrer Nähe: Menschen mit Migrationshintergrund sind da wie dort mitverantwortlich für österreichische Leistungsfähigkeit.
Unser Fokusthema widmet sich diesmal der Migration und Integration in der Kfz-Branche.
In den vergangenen Wochen haben wir (auch) ihnen wieder begeistert zugejubelt und die österreichische Identität in ihre Hände – oder Füße – gelegt: Österreichern mit Migrationshintergrund, deren Eltern oder Großeltern zugewandert sind. Deren Kinder und Enkel nicht nur Leistungsträger in Österreichs Fußball-Nationalteam, sondern auch Stützen der österreichischen Wirtschaft sind. Während das Nationalteam rund um Alaba, Arnautovic und Kalajdzic den wohlverdienten Urlaub angetreten hat, sorgen in Österreichs Betrieben viele Menschen
Neben den Betrieben leisten auch die Berufsschulen wertvolle Integrationsarbeit für die Branche, die unter Fachkräftemangel leidet.
mit ähnlicher Geschichte dafür, dass die Räder weiterlaufen. Dies gilt für alle Branchen, am meisten (siehe Tabelle rechte Seite) für Industrie, Handel, Sozialbereich und Bau. Aber auch wenn wir in die
Kfz-Betriebe blicken, finden wir mittlerweile einen hohen Anteil an Menschen, deren Namen auf eine Herkunft aus der Türkei oder südosteuropäischen Ländern schließen lässt. Besucht man häufiger Kfz-Werkstätten in Wien, muss man zur Überzeugung gelangen, dass ohne Fachkräfte aus Zuwandererfamilien kein Betrieb mehr möglich ist. Dieses Bild setzt sich längst auch auf Führungsebene fort.
Zuwanderung in den Arbeitsmarkt
Dass die österreichische Wirtschaft Zuwanderung braucht, ist unbestritten. Die Geburtenrate zeigt ein eindeutiges Bild. 1963 wurden in Österreich 134.809 Geburten verzeichnet, das sind jene Arbeitskräfte, die gerade in den Ruhestand wechseln. Im Jahr 2011 wurden in Österreich gerade noch einmal 78.109 Geburten registriert – das sind jene Menschen, die heute in den Arbeitsmarkt einsteigen (könnten). Die Differenz beträgt 42 Prozent, und sie muss – zumindest zu einem gewissen Teil – durch Zuwanderung ausgeglichen werden, wenn das Niveau gehalten werden soll. Vor diesem
Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass Österreich als attraktives Land wahrgenommen wird und Menschen zu uns kommen wollen. Gerade im Bereich der Arbeiter und Angestellten sind Migranten aus Nicht-EU-Ländern, aber auch aus Ländern, die ab 2007 der EU beigetreten sind, mittlerweile eine wichtige Stütze (s. Tabelle o. r.). Aber Migranten gehen zu einem durchaus signifikanten Teil auch den Schritt ins Unternehmertum.
Lehrlingszahlen: mehr Afghanen und Syrer Laut WKO-Lehrlingsstatistik sind in den vergangenen 10 Jahren in den für die Kfz-Branche relevanten Lehrberufen die Anteile der Lehrlinge mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft deutlich angestiegen (siehe Grafik rechts). Diese Zahlen offenbaren so manch interessantes Detail. So zeigt sich etwa, dass Österreich nicht nur bei Hochschülern, sondern auch bei den Lehrlingen aus dem deutschen Nachbarland beliebt ist. Nimmt man die Zahlen der Kraftfahrzeugtechnik, waren per 31. Dezember 2025 aus Deutschland 117 Lehrlinge registriert – die zweitgrößte nicht-österreichische Gruppe hinter den Syrern (165 Lehrlinge). An dritter Stelle rangieren Menschen mit türkischem Pass (116), dann folgen Afghanistan (112) sowie Kroatien und BosnienHerzegowina (je 87), die sich zu den 6.776 österreichischen Auszubildenden gesellen. Angesichts der globalen Entwicklung ist es keine Überraschung, dass gerade Afghanistan und Syrien als Herkunftsländer von Lehrlingen – wie etwa im Bereich der Karosseriebautechnik und Kraftfahrzeugtechnik – stark in den Vordergrund drängen, eine Entwicklung, die sich schon in den Zahlen von 2020 zeigt und 2025 noch einmal verstärkt hat. Gerade diese jungen Menschen stehen vor großen Herausforderungen, in immer komplexeren Lehrberufen zu starten. Neben den Betrieben leisten dazu die Berufsschulen wertvolle Integrationsarbeit, was angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels für die Branche von immenser Bedeutung ist. All die Zahlen weisen eine gewissen Unschärfe auf: Denn
bei Weitem nicht jeder, der von alteingesessenen Österreichern (selbst oft genug Nachfahren von Menschen aus ehemaligen k.u.k. Kronländern) als „Ausländer“ wahrgenommen wird, hat noch einen fremden Pass. Viele sind bereits in Österreich geboren und besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Ob sie sich als „echte Österreicher“ fühlen, hängt sicherlich auch davon ab, ob sie als solche behandelt und akzeptiert werden.
Migranten sind bei Arbeitern und Angestellten eine wichtige Stütze, gehen zum Teil aber auch den Schritt ins Unternehmertum.
Erfolgsgeschichten und Problemfelder
Für diesen „Fokus“ haben wir mit erfolgreichen „Menschen mit Migrationshintergrund“ gesprochen, deren Geschichten wir Ihnen ans Herz legen möchten. Herausgekommen sind nicht nur faszinierende Einblicke in die persönlichen Geschichten erfolgreicher Manager und Unternehmer wie Danijel Dzihic (BYD), Ossi Matic (Lucky Car) oder Emin Yilmaz (Wiener Landesinnungsmeister), sondern auch klare, unverstellte Blicke auf aktuelle Problemfelder, die vom Stammtisch bis ins Parlament für heiße Debatten sorgen. •
Text: Mag. Bernhard Katzinger und Gerald Weiss, Fotos: AdobeStock_Intellectual, Daten: Statistik Austria, WKO
Quelle: WKO
„Grenzen
AINTEGRATION
Emin Yilmaz ist als Neunjähriger aus der Türkei nach Österreich gekommen, seit 2025 ist er Wiener Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik. Wir haben mit ihm über Migration und Integration in der Kfz-Branche gesprochen.
irgendwann auflösen“
&W: Herr Yilmaz, wollen Sie uns zum Einstieg von Ihrer Migrationsgeschichte erzählen?
Emin Yilmaz: Ich bin als Neunjähriger nach Österreich gekommen, und mein Vater hat damals zu uns gesagt: Wir sind jetzt hier und dankbar dafür. Wir gehören zu Österreich und verhalten uns entsprechend. Zurückzugehen wäre nicht infrage gekommen, der Lebensstandard, aber auch die Mentalität in Österreich haben uns geprägt. Ich bin dann 2005 Unternehmer geworden, habe bis heute mehrere Betriebe geführt und 2015 meine politische Karriere begonnen.
Dass Sie Unternehmer werden wollten, hat das mit Ihrer Migrationsgeschichte zu tun?
Yilmaz: Das glaube ich nicht. Unternehmergeist hat mit Mut und Talent zu tun. Es hat damit zu tun, dass
Ich meine, dass Österreich in den letzten Jahren bei der Integration versagt hat. In anderen Ländern funktioniert das viel besser.
man sich schon in der Jugend Ziele setzt, geschickt ist und seine Eltern, seine Lehrer und Vorgesetzten ernst nimmt; das ist bei heutigen Jugendlichen vielleicht nicht mehr ganz so. Wenn man lernen will und begabt ist, kann man unabhängig von der Herkunft Erfolg haben.
Wie funktioniert aus Ihrer Sicht die Integration von Migranten in Österreich?
Yilmaz: Ehrlich gesagt denke ich, dass Österreich bei der Integration in den letzten Jahren versagt hat.
In Deutschland gibt es viele Menschen mit Migrationshintergrund, die ihre Muttersprache nicht mehr sprechen, sie sind zu 100 Prozent Deutsche geworden. In England leben Menschen vieler Kulturkreise friedlich zusammen. Als wir nach Österreich kamen, lebten wir zusammen mit Österreichern und anderen Migrantengruppen in den Wohnhäusern. Heute leben die Migranten auf engem Raum zusammen, die Politik hat verabsäumt, auf Verteilung zu achten. Auch die Asyl-Logik funktioniert nicht. Ich kenne Beispiele von fleißigen Handwerkern, die nicht hierbleiben durften und jetzt zum Beispiel in Deutschland erfolgreiche Handwerker sind. Qualifizierte Asylwerber sollten schneller arbeiten dürfen.
Über österreichische Jugendliche – insbesondere in den Städten – wird gern gesagt, dass sie handwerklich nicht geschickt sind. Sind „migrantische“ Jugendliche handwerklich im Vorteil und arbeitswilliger?
Yilmaz: Das würde ich so nicht sagen, nein. Die Jugendlichen, die heute aus anderen Ländern hierherkommen, wirken oft erwachsener als hiesige Jugendliche, das hat mit ihrer Geschichte zu tun. Die türkischstämmigen Jugendlichen, die in 3. oder 4. Generation hier sind, zieht es aber auch in die höheren Schulen. Überhaupt müssen wir irgendwann aufhören, von Migranten oder Migrationshintergrund zu sprechen, wenn Menschen in 3. oder 4. Generation hier leben. Man muss diese Grenzen im Kopf auflösen, wie sollen sich diese Jugendlichen sonst jemals als Österreicher fühlen? •
Interview und Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
INTEGRATION
Kompetenz statt Herkunft
Danijel Dzihic machte Karriere bei Ford Österreich und leitet nun den Import von BYD
Vom Mechaniker bis zum Markenchef: Menschen mit Migrationshintergrund prägen die österreichische Kfz-Branche längst auf allen Ebenen. Danijel Dzihic spricht darüber, warum im Arbeitsalltag Kompetenz mehr zählt als Herkunft.
Geht es nach Danijel Dzihic, Managing Director des BYD-Importeurs CCI Car Austria, ist Migration in der österreichischen Kfz-Branche nicht als Sonderthema zu betrachten, sondern gelebte Realität. Aus seiner Sicht zählt in Unternehmen und Konzernen nicht, woher jemand kommt, welchen Background oder welche Religion jemand hat, sondern Kompetenz, Einstellung, Wille und die Art, wie jemand an Aufgaben herangeht. „Ich weiß, dass das abgedroschen klingt. Aber bei internationalen Konzernen wie zum Beispiel BYD ist das gelebte Praxis. Da ist es völlig egal, woher du kommst, was zählt ist, was du leistest“, so der Importeurschef. Dzihic ist selbst 1979 in Bosnien geboren, im Burgenland aufgewachsen und war fast ein Jahrzehnt bei Ford Österreich und ist nun eben für die Denzel-Tochter CCI tätig. „Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die ich bei Ford und bei Denzel bekommen habe. Diese Chancen braucht es auch heute noch für junge Menschen, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.“
Branche würde nicht funktionieren
Und auch in der Kfz-Branche, ähnlich wie in vielen anderen Branchen in Österreich, ist die Realität eben jene, dass sie ohne Migration nicht mehr oder nur kaum funktionieren würde. Vom Mechaniker über den Verkauf bis hin zu Führungspositionen sind Menschen mit unterschiedlichen Biografien längst ein selbstverständlicher Teil der Branche. „Wenn du heute sagst, wir haben keinen Platz mehr für Men-
schen mit Migrationshintergrund, dann kannst du Österreich schließen, weil dann klappt nichts mehr“, so Dzihic. Kritisch sieht er hingegen die öffentliche Debatte. Diese wird durch viel Populismus in die falsche Richtung gedrängt und teilweise auch bewusst aufgebauscht. „Viele Menschen lassen sich durch solche Dinge beeinflussen und lenken, und das verstärkt natürlich die gesellschaftlichen Gräben“, so Dzihic, der allerdings aus der Praxis eine ganz andere Wahrnehmung hat: „Dort zeigt sich, dass Herkunft im Arbeitsalltag oft keine Rolle spielt – entscheidend ist, ob jemand seinen Job gut macht.“
In internationalen Konzernen ist es gelebte Praxis, dass es egal ist, woher du kommst.
Danijel Dzihic, Managing Director CCI Car Austria GmbH
Gesetze sind für alle da Gleichzeitig betont Dzihic, dass Integration auch bedeutet, sich an die Regeln und Erwartungen des Landes zu halten, in dem man lebt. Das sei für ihn jedoch eine Selbstverständlichkeit: „Wenn jemand in Österreich leben will, hat er sich an die Regeln zu halten. Aber genau dieses Thema wird zu stark herausgegriffen und polarisiert. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch mit Migrationshintergrund sich automatisch nicht an Gesetze halten würde. Manche denken aber, dass es so ist.“ •
Text: Kevin Kada, Foto: BYD
INTEGRATION
„Wir
Über den Erfolgslauf der freien Kfz-Werkstattkette Lucky Car wurde schon viel geschrieben.
Doch wie haben sich die Anfänge von Gründer und „Mastermind“ Ostoja „Ossi“ Matic in Österreich konkret gestaltet?
geändert, als andere Nationalitäten wie Türken oder Syrer verstärkt ins Land kamen. Dann hätten sich die Feindbilder von früher verschoben. „Die ‚Jugos‘ waren auf einmal die Guten, die gut Integrierten“, erinnert sich der Lucky-Car-Gründer. Trotzdem war er mit einigem Gegenwind konfrontiert: Die Politik zeigte wenig Akzeptanz, die Finanz- und andere Behörden kontrollierten Betriebe von Eigentümern mit Migrationshintergrund vielleicht ein wenig strenger und öfter als andere.
Begabung und Arbeitswille zählen
sind bunt durchgewürfelt“
Wenn Ossi Matic zurückblickt, war sein Start in Österreich alles anders als einfach. Seine Eltern waren bereits hier, er ist bei seiner Großmutter aufgewachsen und erst als Achtjähriger im Jahr 1979 aus Banja Luka (Bosnien) nach Wien gekommen. „Ich hatte zunächst null Sprachkenntnisse und konnte mir Deutsch innerhalb von sechs Monaten aneignen. Mir ist nichts anderes übriggeblieben.“
Nach der Schule absolvierte er eine Lehre als Installateur für Gas-Wasser-Heizung und hat in Folge auch in dieser Branche gearbeitet. Nach einigen weiteren, unterschiedlichen beruflichen Stationen bildete die Gründung einer Kfz-Werkstatt in Brunn am Gebirge im Jahr 2008 den eigentlichen Anfang von Lucky Car.
Immer wieder Gegenwind
„In Österreich hat es damals für uns kaum echte Akzeptanz gegeben“, so Matic, und das habe sich erst
All diesen Widrigkeiten hat Matic getrotzt, und bis heute ein Netzwerk von über 60 Kfz-Betrieben in Österreich geschaffen. Diese mit Fachkräften auszustatten, funktioniert heutzutage nur mit einem multikulturellen Ansatz. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von ihrer kulturellen Herkunft bunt durchgewürfelt. Für mich ist nicht wichtig, wo die Person herkommt, sondern ob sie technisch begabt und arbeitswillig ist und kontinuierlich dazulernen will“, hält Matic fest. Mit Beschäftigten aus anderen Kulturkreisen hat er durchweg gute Erfahrungen gemacht: „Sie sind oft hungriger, die müssen und wollen auch“, ist sein Eindruck.
Wer etwas will, muss etwas dafür tun Genau diese Eigenschaften vermisst er bei den „gestandenen Österreichern“ das ein oder andere Mal. Er selbst schont sich wenig, der Begriff „Work-LifeBalance“ lässt seinen Blutdruck eher steigen als sinken. Hierzulande hätten viele ihren Wohlstand durch Erben erlangt und müssten nicht mehr an berufliche Leistungsgrenzen gehen, meint Matic. Und
Für mich ist wichtig, dass eine Person technisch begabt und arbeitswillig ist und kontinuierlich dazulernen will.
Ostoja „Ossi“ Matic, Gründer und Eigentümer Lucky Car
auch vom oftmals bemühten Begriff der „Community“ hält er wenig. „Das gibt es alles nicht mehr. Meine Kinder sind Österreicher, ich bin Österreicher. Wir sind eine multikulturelle Gesellschaft.“ • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: arthurimage
Ing. Ernst Bauer, BEd,
Direktor SiegfriedMarcus-Berufsschule für Fahrzeugtechnik
INTEGRATION
Vielfalt tut gut
„Wenn du ein Techniker bist, ist es egal, wo du herkommst“, sagt Ing. Ernst Bauer, BEd.
Er muss es wissen, schließlich ist er der Direktor der Siegfried-Marcus-Berufsschule für Fahrzeugtechnik in der Scheydgasse im 21. Wiener Gemeindebezirk. Aufgrund des Standorts in der Bundeshauptstadt kommt es wenig überraschend, dass sich bei den Schülerinnen und Schülern, aber auch beim Lehrpersonal und in der Administration Personen unterschiedlicher Ursprungsnationalitäten wiederfinden.
„Berührungsängste fallen weg“ Nicht immer ist es einfach zu definieren, wer ein Migrant oder ein Mensch mit Migrationshintergrund ist. Unabhängig von Begrifflichkeiten geht der Berufsschuldirektor davon aus, dass bis zu 70 Prozent eben genau so einen Migrationshintergrund aufweisen. „Für die Klasse sind Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher kultureller Ausprägung gut, da Berührungsängste wegfallen“, betont Bauer. „Wir bilden ja nicht nur für die Kfz-Branche, sondern für die Gesellschaft aus.“ Worauf der Berufsschuldirektor hinaus will: Eine positiv absolvierte Lehrausbildung bildet die Grundlage einer guten beruflichen Zukunft. Und daran wird in der Scheydgasse mit Hochdruck gearbeitet. In der Regel sind 1.600 bis 1.700 Schülerinnen und Schüler in Klassenzimmern, Laboren und Werkstätten anzutreffen, pro Jahr starten rund 450 Personen im Kfz-Bereich. Von diesen wiederum halten rund 50 Prozent die Lehrausbildung und damit die Berufsschule durch. Knapp 200
melden sich für die Lehrabschlussprüfung an, rund 160 schaffen sie.
Auf die persönlichen Bedürfnisse der Auszubildenden wird Rücksicht genommen. „Das Lehrpersonal muss sich an die Schülerinnen und Schüler anpassen“, hält der Direktor fest. Nicht nur unterschiedliche Nationalitäten spielen eine Rolle, sondern auch Diversität. „Der Anteil an jungen Frauen beträgt 5 Prozent. Allein aus diesem Grund ist ‚Gender Diversity‘ für uns ein wichtiges Anliegen.“ Die aktuell über 70 Lehrerinnen und Lehrer vermitteln nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch soziale
Wir bilden nicht nur für die Kfz-Branche, sondern für die Gesellschaft aus.
Berufsschuldirektor Ing. Ernst Bauer, BEd
Kompetenzen. Denn unter den Schülerinnen und Schülern zeigt sich eine gewisse Heterogenität. So gibt es Klassen, in denen Lehrlinge bestimmter Markenbetriebe zusammengezogen werden. Und es gibt Klassen, in denen sich die Lehrkräfte stärker mit Sozialkompetenzen beschäftigen müssen. „Der Lehrstoff ist prinzipiell offen gestaltet. Man kann die Grund- bzw. Fachkompetenzen vermitteln und in die Tiefe des Unterrichtsstoffes gehen.“ •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Mag. Bernhard Katzinger, Siegfried-Marcus-Berufsschule
INTEGRATION
Längst multikulti
Rund 4.000 Mitarbeiter und davon 600 Lehrlinge sind bei Porsche Inter Auto beschäftigt, mit unterschiedlichster Herkunft.
Die Porsche Inter Auto ist mit über 40 Standorten, rund 4.000 Mitarbeitern und etwa 600 Lehrlingen einer der großen Ausbildungsbetriebe im österreichischen Automobilhandel. „Mit 2.700 Mitarbeitern arbeitet der größte Teil im Aftersales“, berichtet Klaus Fetka, Leiter HR Kommunikation und Talent Acquisition bei der Porsche Holding.
„Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir nach wie vor ausreichend Bewerbungen haben“, so Fetka, der auch einen Vorteil durch die Namen der Volkswagen Konzernmarken sieht. Außerdem sei Kfz-Techniker unverändert ein beliebter Lehrberuf.
Für das Unternehmen zählt nicht, wo jemand herkommt, sondern ob er oder sie das Niveau der Lehre schafft.
Klaus Fetka, Leiter HR Kommunikation u. Talent Acquisition, Porsche Holding
Der Hauptgrund ist aber freilich das starke Employer Branding sowie das professionelle und strukturierte Recruiting: „Mit eigenen Lehrlingskampagnen, intensiv auf Social Media und regional in den Schulen“, so Fetka. Dazu gehört auch die HTL, deren Abbrecher willkommene Lehrlinge sind, in einem immer komplexeren Berufsbild.
„Wir sind in unseren Betrieben längst multikulturell
Die Namen der Volkswagen Konzernmarken ziehen beim Nachwuchs (ganz li.), Social-Media-Kampagnen sprechen die Zielgruppe direkt an
aufgestellt“, berichtet Fetka und erinnert sich als Highlight an mehr als 10 verschiedene Nationen beim Standort Leopoldauerstraße. „Das macht die Arbeit nicht immer einfacher“, räumt Fetka ein. „Die Dominanz einer einzigen Nationalität ist nicht optimal, eine gute Durchmischung hingegen wichtig.“ Und es braucht eine Sensibilisierung in den Leitungs-Positionen: „Wir nennen das interkulturelle Sensibilität der Führungskräfte.“
„In der Ausbildung sind aktuell 17 Prozent keine österreichischen Staatsbürger, aber der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist natürlich viel höher“, erklärt Fetka. Deren Zahl sei nicht leicht zu erfassen, weil viele Mitarbeiter aus der zweiten oder dritten Generation stammen und daher in der Statistik als Österreicher aufscheinen.
Man forciere das Thema auch, weil diese Menschen ihre kulturellen Gruppen auch im Kundenkreis besser ansprechen. „Und wir haben wirklich viele Karriere-Erfolge bis hinauf zu den Führungspositionen“, berichtet Fetka.
Egal, wo jemand herkommt
Über all dem gilt: „Für das Unternehmen zählt nicht, wo jemand herkommt, sondern ob er oder sie das Niveau der Lehre schafft, die mittlerweile sehr anspruchsvoll ist“, betont Fetka. Gute Deutschkenntnisse sind entscheidend. „In der Polytechnischen Schule ist eine ausgezeichnete Leistung Voraussetzung. Dazu haben wir spezielle Aufnahmetests.“
Als größte Herausforderung im Personalbereich sieht Fetka den Geburtenrückgang und den damit verbundenen Fachkräftemangel. „Das wird sich in den nächsten 30 Jahren nicht ändern und die Branche wird froh sein, qualifizierte Fachkräfte zu finden, egal woher sie kommen. Über Migration werden wir nicht diskutieren“, erklärt Fetka abschließend. „Die Branche ist gut beraten, für Mitarbeiter attraktiv zu bleiben.“ • Text: Gerald Weiss, Fotos: Porsche Austria
HANDEL
„Das
ist eine perfekte Entscheidung“
Wie sieht Mag. Judith Porstner, Chefin von Opel
Austria, die Zukunft? Und wie geht es den Partnern, die durch die Umstellung auf das Agentursystem und häufige personelle Wechsel an der Spitze des Importeurs gefordert wurden?
A&W: Am 20. Mai hat Stellantis-Chef Antonio Filosa 4 globale und 5 regionale Marken präsentiert: Opel ist eine regionale Marke. Was bedeutet das für die Zukunft?
Mag. Judith Porstner: Als einzige deutsche Marke im Stellantis-Konzern hatte Opel immer einen sehr
Wichtig ist die Alleinstellung von Opel als deutsche Marke, und dazu kommt jetzt die Kooperation mit Leapmotor.
wichtigen Stellenwert, vor allem die Produktion in Deutschland war immer sehr wichtig und wird es auch weiterhin bleiben. Das wurde immer wieder kommuniziert. Dass sich Stellantis mit einzelnen Marken nun auf Regionen wie Europa konzentriert, zeigt, dass wir
Florian Huettl im Interview
Rund 1 Jahr vor seinem Auftritt am „A&W-Tag“ in Wien gab Florian Huettl, Chef der Marke Opel, in Rüsselsheim im Juni 2024 ein großes Interview: Auch mit zeitlichem Abstand spannend zu lesen!
genau dort eine große Vergangenheit und Stärke haben. Das heißt nicht, dass wir klein denken, sondern es geht dorthin, wo man Opel in der Historie sieht. Unsere Positionierung war schon immer regional, Opel war vor allem in Europa aktiv. Wichtig ist die Alleinstellung als deutsche Marke, und dazu kommt jetzt die Kooperation mit Leapmotor, die Florian Huettl angekündigt hat. Das ist eine perfekte Entscheidung, denn Leapmotor ist perfekt in Sachen Software. Opel hat seine bekannten Stärken, das wird sich gut ergänzen.
Die Produktion bleibt also weiterhin in Europa?
Porstner: Natürlich. Die gemeinsam mit Leapmotor entwickelten Fahrzeuge von Opel werden in Saragossa in Spanien gebaut, wo ja auch der Opel Corsa produziert wird. Und das gemeinsame Produkt kommt 2028 auf den Markt. Wichtig ist, dass der nächste Astra wieder in Rüsselsheim produziert wird. Ins Stammwerk wird viel Geld investiert. Aber nicht nur dort, sondern generell in die Marke, damit Opel in Zukunft fit bleibt.
Wie sieht die Modellplanung von Opel in den kommenden Jahren aus? Es gibt oft Gerüchte, etwa über eine Neuauflage des Manta oder des Monza?
Porstner: Bis 2030 kommen 4 neue Modelle: 3 davon sind selbst uns noch nicht bekannt. Aber es werden die richtigen sein – also in Bereichen, wo man noch Potenzial am Markt sieht. Was die Gerüchte betrifft: Es gibt die Fans gewisser Modelle, das freut uns. Aber nicht nur von Fahrzeugen, die sie genannt haben, sondern
auch von Autos aus der letzten Generation, wo es keinen Nachfolger gibt. Unser Carpark liegt in Österreich bei knapp 5 Prozent, da gibt es viel Potenzial.
Wie zufrieden sind Sie mit dem Verkauf?
Porstner: 2026 war bis jetzt ein gutes Jahr. Wir haben im 1. Halbjahr ein Plus von 21,6 Prozent und wachsen deutlich stärker als der Markt. Heuer gibt es im Pkw-Bereich wieder eine sehr erfreuliche Entwicklung, und wir sind jetzt dabei, eine gut gefüllte Orderbank auszuliefern. Man sieht das im Juni mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent. In den kommenden Monaten wird der Trend weiter gehen. Vor allem bei unserem Besteller Frontera gibt es eine sehr hohe Orderbank, hier verkaufen wir mehr als die Hälfte mit reinem Elektro-Antrieb: Das Auto war im Mai Nummer 1 im B-Segment Electric und Nummer 2 im gesamten B-Segment.
Das Ziel wird wohl eine weitere Steigerung sein … Porstner: Ja, das ist ganz klar unser Ziel. Unser Bestand in Österreich liegt bei knapp 5 Prozent. Da ist noch mehr drin. Die genaue Zahl hängt aber von vielen Faktoren ab. Wir sind heuer bei 3 Prozent gestartet und werden sicher nicht bei 3 Prozent stoppen. Wir sehen, dass jetzt wieder eine Opel Community entsteht: Diese Leute sind stolz, einen Opel zu fahren, und die Kunden schauen genau auf die Details, etwa beim Grandland auf die Kupferfarbe oder beim neuen Astra auf die beleuchtete Front, die es bei allen Versionen gibt. Wir machen auch verstärkt Aktivitäten, wie etwa in der SCS, wo 1,3 Millionen Menschen pro Jahr einund ausgehen. Die Kooperation mit einem Händlerpartner ist auf 4 Monate angelegt.
Wie stark spüren Sie die neuen Mitbewerber, also vor allem die chinesischen Hersteller?
Porstner: Man spürt die neuen Mitbewerber, aber die alteingesessenen spürt man noch viel mehr.
Wie geht es dem Händlernetz? Hier gab es in den vergangenen Jahren einige Veränderungen.
Porstner: Wir sehen, dass vor allem jene Partner, die schon lange dabei sind, sehr gut auf den Zug mit den neuen Modellen aufgesprungen sind. Aber auch die neuen Partner bringen schon sehr gute Erfolge.
Gibt es noch Chancen für weitere Partner, ins Opel-Netz aufgenommen zu werden?
Porstner: Es gibt immer wieder neue Bewerber. Wir haben eine gute Abdeckung, aber es gibt einige Gegenden, wo ein neuer Partner Sinn macht. Diese Gespräche werden dann weiterverfolgt. Also wird es wahrscheinlich noch heuer Neuerungen geben, über die ich
momentan aber noch nicht sprechen kann. Sehr viele erkennen das Potenzial der Marke Opel und wenden sich daher an uns. Dann müssen wir schauen, ob es für beide Seiten passt. Das braucht seine Zeit.
Wie ist Ihr Verhältnis zu den Händlern? Für die war es ja nicht immer leicht, da es an der Spitze des Importeurs immer wieder Veränderungen gab … Porstner: Ich bin mit Anfang Juli 2 Jahre in dieser Position: Das Team ist jetzt schon länger komplett, als Letztes wurde Anfang 2025 die Position im Marketing neu besetzt. Seither sind wir stabil unterwegs. Die Partner sehen, dass Opel liefert. Der Frontera kommt super an, der Grandland verkauft sich gut. Der Corsa ist immer noch unser Bestseller, und jetzt kommt der neue Astra auf den Markt. Daher haben wir ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu unseren Händlern. Außerdem haben wir den Combo Pkw als Verbrenner zurückgebracht.
Lesen Sie in jeder Ausgabe von „AUTO & Wirtschaft“ eines der hochkarätigen Interviews aus der wöchentlichen AUTO-Information.
Wir sind im Team immer ansprechbar, wenn es Themen gibt, das gilt für mich und auch für Vertriebsleiter Rainer Kowarsch.
Das bemerken wir aktuell in einer sehr hohen Zahl an Social-Media-Clicks. Und dieses Auto wird aus heutiger Sicht auch fixer Bestandteil der Produktpalette bleiben.
Die Kritik der Händler ist also geringer als in früheren Zeiten, verstehe ich das richtig?
Porstner: Wir hatten Ende April die Händlertagung in Rüsselsheim, das war fast wie bei einem Familienausflug mit über 100 Personen. Florian Huettl ist extra gekommen, um die Strategie zu erklären und war auch beim Abendessen und beim Gruppenfoto dabei. Und Chefdesigner Mark Adams hat gezeigt, welche neuen Modelle kommen. Wir sind im Team immer ansprechbar, wenn es Themen gibt, das gilt für mich und auch für Vertriebsleiter Rainer Kowarsch. Und einmal im Quartal trifft sich der Vertriebs- und Marketingausschuss, wo die Mitglieder aktiv mitarbeiten.
Wenn man sich den „Händlerradar“ vom Vorjahr anschaut, hat Opel zwar an Zustimmung zugelegt, war aber noch hinter anderen Marken platziert. Vor allem der Bereich Aftersales wurde kritisiert.
Porstner: Hier haben wir reagiert, denn Aftersales ist ein wichtiger Bereich, dass die Kunden länger bei der Marke Opel bleiben. Wir haben mit 5 Personen personell aufgestockt. Durch die neue Betreuung erfolgt die Lösungsfindung schneller. Wir sehen das im Feedback der Händler, also wie viele Fälle es gibt und wie schnell sie gelöst werden. Das hat sich deutlich verbessert. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Opel
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Feiertage für die Händler
Hyundai feiert heuer 35 erfolgreiche Jahre in Österreich: Als Sponsor des Männer-Nationalteams spricht man auch gerne in der Fußballersprache mit den Händlern und verspricht eine spannende Zukunft.
Mag. Roland Punzengruber kooperiert eng mit dem ÖFB: Die Feiertagskampagne mit Rekordspieler Marko Arnautovic ist jetzt schon legendär, die Vorfreude auf den neuen IONIQ 3 groß
Dass der Teamgedanke für Hyundai wichtig ist, betont man beim Importeur seit Jahren: Und so stand auch die Händlertagung im Frühjahr unter dem Motto „ONE TEAM. ONE SPIRIT!“. In Jahren wie diesem, in denen Fußball-Weltmeisterschaften oder andere Großereignisse auf dem grünen Rasen stattfinden, kommt diese Botschaft umso besser an.
„Wir sind offen für Vorschläge unserer Händler und sprechen über alles“, betont Mag. Roland Punzengruber, der Geschäftsführer des Importeurs, immer wieder – und er fügt stets hinzu: „Wir reden auf Augenhöhe!“
35 Jahre sind vergangen, seit Hyundai in Österreich gestartet ist: „Wir haben gemeinsam mit den Händlern sehr viel erreicht“, sagt Punzengruber. „Jetzt reden wir über die kommenden 35 Jahre – und wir werden sie mit einem Produktfeuerwerk beginnen.“ Bis Mitte 2027 kommen 5 wichtige Modelle neu zu den Händlern, die rund 70 Prozent des österreichischen Hyundai-Volumens abdecken.
Das erste Fahrzeug in der neuen Designsprache ist der IONIQ 3: Er erschließt bei den E-Autos neue Zielgruppen. Anschließend folgen noch 4 weitere Volumenmodelle: „Dann ist die Kernpalette komplett erneuert.“
Damit werden die Feiertage, die es seit einigen Wochen in der erfolgreichen Kampagne mit Marko Arnautovic für die Hyundai-Kunden gibt, auf die Händler ausgedehnt. Punzengruber: „Mit der 35-Jahr-Kampagne und dem in Kürze startenden Produktfeuerwerk ist die Basis für eine nachhaltige Verkaufsentwicklung bestens gegeben.“
Erfolg entsteht gemeinsam.
35 Jahre voller Herausforderungen, Erfolge und gemeinsamer Momente. Ohne unsere Partner wäre diese Erfolgsgeschichte niemals möglich gewesen. Dafür sagen wir von Herzen:
Danke für Ihr Vertrauen, Ihre Loyalität, Ihre Leidenschaft und Ihren täglichen Einsatz.
Auf viele weitere gemeinsame Jahre. One team. One spirit.
hyundai.at/partner-finden
Einige Chancen gibt es noch
Das Händlernetz von BYD wächst und wächst: Doch wo gibt es noch Chancen auf einen Einstieg? Und was muss ein Partner mitbringen?
Nicht einmal 4 Jahre sind seit der „Eilmeldung“ vom 12. Oktober 2022 vergangen: An diesem Tag bestätigte Denzel, dass es ab Beginn 2023 eine neue Importmarke geben werde – BYD. Die Suche nach den ersten Händlern begann: Zwei Wochen später waren schon 50 Bewerbungen da, und mit Danijel Dzihic an der Spitze des Importeurs und
Wichtig ist auch, dass die Nachfolge geklärt ist: So haben wir die Sicherheit für lange Zeit.
Daniel Jäger, COO und Prokurist
Daniel Jäger als Verantwortlichen für den Netzaufbau ein extrem dynamisches Duo. Und heute? Mit 5.804 Stück im 1. Halbjahr lagen die Neuzulassungen der chinesischen Marke, die demnächst auch in Europa produzieren wird, um 77 Prozent über dem Vorjahr. Mit einem Marktanteil von 3,5 Prozent war BYD in den ersten 6 Monaten die stärkste asiatische Marke in Österreich, also vor allen Mitbewerbern aus Japan und Korea. „Österreich hat eine neue Volumenmarke“, sagt Daniel Jäger nicht ohne Stolz. Und er weiß am allerbesten, dass es (neben den Produkten, einem zielstrebigen Importeur und einem druckvollen Hersteller) vor
allem die Händler sind, die für den Erfolg verantwortlich sind.
Bei deren Auswahl gab und gibt es strenge Kriterien: „Zum größten Teil sind es Familienbetriebe, die extrem stark im Kundendienst sind“, sagt Jäger: „Wichtig ist auch, dass die Generationsnachfolge geklärt ist: So haben wir die Sicherheit für lange Zeit.“
Dritter Aspekt bei der Händlersuche: „Dass der Händler die Elektromobilität schon lebt und davon begeistert ist.“ Das Resultat kann sich sehen lassen: Bis dato sind mehr als 50 Standorte fix, bis Jahresende sollen es um die 60 sein. Jüngste Neuzugänge, wo es in den kommenden Wochen losgehen soll, stammen aus der Stadt Steyr (Reiter), aus Laa an der Thaya (Fenz), aus Mayrhofen im Zillertal (Autohaus Mayrhofen) sowie aus Maishofen bei Zell am See (Bründlinger). Ein weiterer wichtiger Standort soll demnächst bekannt gegeben werden.
Dennoch gibt es noch einige weiße Flecken, wo für interessierte Händler Chancen bestehen, etwa im Salzburger Flachgau sowie im Bereich Lofer/Unken, um die Brücke zur Stadt Salzburg zu schlagen. Auch in Krems und in Osttirol gebe es noch Chancen für jeweils einen Händler, sagt Jäger, weiters im Bezirk Reutte, im inneren Salzkammergut sowie in Oberpullendorf. Das Netz sei „ein ziemliches Potpourri“, wie es Jäger ausdrückt: BMW-Partner sind ebenso dabei wie solche von Mercedes, Kia, Ford oder Stellantis. Aber auch einige Quereinsteiger (bisherige freie Werkstätten) sind erfolgreich angedockt. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: BYD
Der BYD Atto 2 kommt aus einem ganz anderen Segment … … als der Seal 6 DM-i Touring
Der Dolphin G DM-i startet in Österreich bei 19.990 Euro in der Basisversion. In der Vollausbaustufe stehen 26.490 Euro auf der Rechnung
Das Dutzend ist voll
Mit dem Dolphin G DM-i bringt BYD sein 12. Fahrzeug auf den Markt. Er soll BYD dabei helfen, in diesem Jahr erstmals fünfstellige Zulassungszahlen zu erreichen.
Spätestens seit dem Seal 6 DM-i hat der chinesische Hersteller BYD klargemacht, dass man in der Plug-in-Hybrid-Technologie eine wichtige Brücke vom Verbrenner zum E-Auto sieht. Und nach dem Seal U DM-i im SUV- und dem besagten Seal 6 im Kombi-Segment bringt BYD nun mit dem Dolphin G DM-i die Plug-in-Technik auch in die Kompaktklasse. Ursprünglich zum Start von BYD in Österreich als reines E-Auto veröffentlicht, hat der Dolphin mit dem G bereits die zweite Ausprägung bekommen.
das Kompakt-Segment ist das größte am heimischen Markt und hatte bisher noch kein Modell mit Plugin-Technik.
Wir sind dort, wo wir sein wollen, aber deutlich vor unserem eigentlichen Plan.
Danijel Dzihic, Geschäftsführer CCI Car Austria
Fünfstellig soll es sein
Der Surf, weiterhin vollelektrisch, ist eine Spur kleiner als die nun präsentierte G-Variante. Technisch trumpft letztgenannte mit einem thermischen Wirkungsgrad von 46,06 Prozent auf. „Ein Novum unter den Plug-ins“, weiß Pascal Sperger, Head of PR und Product Management bei BYD. Und auch Danijel Dzihic, Geschäftsführer der CCI Car Austria, der Importeursgesellschaft innerhalb des Denzel-Konzerns, ist überzeugt davon, dass der Dolphin G DM-i seine Daseinsberechtigung genießt: „Wir sehen in Plug-in eine Brückentechnologie vom Verbrenner zum E-Auto. Und gerade mit unserer DM-i Technologie ist es tatsächlich der perfekte Einstieg, da man schon mit ihr sehr viel elektrisch fahren und die Vorteile genießen kann.“
Zudem sei der Dolphin G der logische Schritt, denn
Für BYD war der Start in das Jahr bereits vor dem Launch des neuen Modells ein Erfolg. Zur Jahresmitte standen über 6.000 Neuzulassungen zu Buche. „Damit sind wir dort, wo wir sein wollen, aber ehrlicherweise auch vor unserem Plan, den wir vor 3 1/2 Jahren geschmiedet haben“, so Dzihic. Bis Jahresende ist die Schlagrichtung klar: „Wir wollen monatlich stabil über 1.000 Neuzulassungen schaffen. Wer rechnen kann weiß, was das bedeutet. Ein fünfstelliges Ergebnis bei den Neuzulassungen ist also mehr als realistisch.“ Der BYD-Importeurschef betont aber, dass man sich nicht mit Tricks zu diesem Ergebnis zwingen will: „Wir verzichten bewusst auf Tageszulassungen und Co., weil wir gesund wachsen und nicht stolpern wollen. Und damit schaffen wir es auch zur Volumenmarke.“ • Text und Fotos: Kevin Kada
Rund 27.000 Euro nennt der Importeur als Startpreis für den Dacia Striker, der ab Oktober bestellbar sein wird
Spitzenposition verteidigen
Nummer 1 bei den Privatkunden ist Dacia in Österreich schon jetzt, doch mit dem neuen Striker will man 2027 noch stärker werden – und auch bei den Firmen reüssieren.
Es hat eine Weile gedauert, bis sich die Marke Dacia in Österreich in die Herzen der Kunden fuhr: Als die Marke im Herbst 2005 neu startete, kamen gerade einmal 16 Autos zu uns. 2006, damals nur mit der Logan Limousine, waren es immerhin 631. Doch erst der Logan Kombi brachte ab 2007 den Durchbruch: Mit 1.305 Stück wurde die Zahl der Neuzulassungen verdoppelt, 2008 lag man dann schon bei 3.095 Einheiten.
Immer mehr Modelle standen in den Schauräumen der Händler, vor allem Sandero und Duster verkauften sich bestens. 2023 kratzte Dacia mit 9.576 Stück erstmals an einem fünfstelligen Ergebnis, 2025 wurde mit 13.231 Neuzulassungen ein Rekord
Mit dem Striker wollen wir die Performance von Dacia halten oder sogar beschleunigen.
Ralf Benecke, Geschäftsführer Renault Austria
erzielt, nicht zuletzt durch den Bigster, ein neues, wichtiges Modell für die Marke.
In den ersten 6 Monaten 2026 lag Dacia zwar mit 5.797 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 3,52 Prozent um 6,67 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahres – doch die Nummer 1 bei den Privatkunden ist die rumänische Renault-Tochter allemal. Das freut auch Ralf Benecke, der seit gut einem Jahr
die Geschicke von Renault, Dacia und Alpine in Österreich leitet. Die Dacia-Modelle Sandero (1.520 Neuzulassungen), Bigster (1.456) und Duster (831) belegten nach den ersten 5 Monaten in der Statistik die Plätze 1, 3 und 9 unter den Top 10 (quer über alle Marken). Benecke spricht vom „wahren Markt“, wenn er die Privatkunden meint, denn im Firmenbereich haben sich weder Dacia noch Renault so stark durchgesetzt wie beim Importeur erhofft.
Hoffnungsträger fürs Flottengeschäft
Doch vielleicht gelingt dies mit dem Striker, der Anfang Juli in Mailand seine Weltpremiere feierte und nach der Publikumsvorstellung auf dem Pariser Salon ab Ende Oktober auch bei uns eintreffen wird.
Um neue Kunden anzusprechen, plant der Importeur mit dem Striker eine Trailer-Tour quer durch Österreich, die sich vor rund eineinhalb Jahren bereits beim Bigster bewährte.
Gebaut wird der Striker in Bursa (Türkei): Ziel von Benecke ist es, mit dem 4,62 Meter langen Auto – einer Mischung aus Kombi, SUV und Schrägheck-Limousine – zusätzliche Kunden für Dacia zu finden und die Performance der Marke zu halten oder sogar zu beschleunigen.
Am Preis wird es (wie immer bei Dacia) nicht scheitern: Bei rund 27.000 Euro wird es losgehen. • Text und Fotos: Mag. Heinz Müller
Servicekonzept für Werkstätten Lagereindeckungs-Aktion Additive
Premium Kraftstoff-Additive von Innotec unterstützen Werkstätten dabei, Ablagerungen, Feuchtigkeit und Verbrennungsprobleme gezielt anzugehen: für stabileren Motorlauf, effizienteren Betrieb und Werterhalt im Servicealltag. Premium Kraftstoff-Additive von Innotec unterstützen Werkstätten dabei, Ablagerungen, Feuchtigkeit und Verbrennungsprobleme gezielt anzugehen: für stabileren Motorlauf, effizienteren Betrieb und Werterhalt im Servicealltag.
Besonders bei Hybridfahrzeugen ist eine gezielte Kraftstoffpflege sinnvoll: Durch häufige Start-Stopp-Phasen und unregelmäßige Laufzeiten des Verbrennungsmotors können sich Ablagerungen schneller bemerkbar machen. Gleichzeitig steht der Verbrenner in Hybridsystemen oft phasenweise länger still, was Kraftstoffalterung und Feuchtigkeit im System begünstigen kann. Eine saubere Verbrennung und gepflegte Kraftstoffqualität tragen daher gerade bei Hybridmotoren zu einem ruhigeren Lauf, effizienterem Betrieb und langfristigem Werterhalt bei.
Mit Injection Clean und Valve Clean bietet Innotec hochwirksame Reiniger für Einspritzsysteme, Ventile und motornahe Bereiche, in denen Ablagerungen Leistung kosten. Ergänzt wird das Sortiment durch Diesel Plus und Fuel Plus: Diesel Plus unterstützt eine verbesserte Verbrennung, den Kaltstart und den Kraftstoffverbrauch bei Dieseltypen und hilft, Pilzwachstum im Tank vorzubeugen. Fuel Plus verbessert die Verbrennung von bleifreiem Benzin und Bioethanol, optimiert den Kraftstoffverbrauch und reduziert den Schadstoffausstoß.
Das Ergebnis ist keine reine Produktlösung, sondern ein durchdachtes Servicekonzept für Werkstätten, die vorbeugend arbeiten und die Fahrzeugfunktion langfristig stabilisieren wollen. Wer Reinigung und Pflege im richtigen Moment kombiniert, stärkt nicht nur den Werterhalt des Fahrzeugs, sondern schafft spürbaren Nutzen für Kund:innen. Ein klarer Mehrwert für Werkstätten.
Aus Einzelprodukt wird Konzeptlösung www.innotec.at/additive
Premium Kraftstoff-Additive
4 Produkte - 4 Aufgaben
Diesel Plus
Sorgt für leichteres Starten, sauberen Lauf, weniger Emissionen
Peaq nennt Škoda sein größtes Elektroauto: Wir waren bei der Weltpremiere dabei. Auf einem Gipfel, wo sonst …
Auch wenn wir Autojournalisten früher, als es den Autosalon noch gab, Jahr für Jahr Anfang März nach Genf pilgerten: Den Mont Salève kannte bisher keiner von uns. Dabei liegt er nur rund 40 Minuten vom Palexpo entfernt auf französischem Staatsgebiet und bietet nach der Auffahrt mit der Seilbahn (oder mit dem Rad) eine perfekte Aussicht: nicht nur auf Genf und den See, sondern mit etwas Glück auch bis zum Mont Blanc.
Wenn ein Auto Peaq heißt, abgeleitet vom englischen Wort für Gipfel, liegt es natürlich nahe, dass man es weit oben präsentiert (und auf den Wettergott hofft, wie es in diesem ungewöhnlich heißen Juni lange Zeit der Fall war). Und so standen wir oben am Berg und warteten, dass die Tücher von den Modellen gezogen wurden, die fein säuberlich aufgestellt waren, damit auch ja jeder Influencer „seine“ Story hat.
Wie sich das Auto fährt, konnten wir schon Ende März kurz ausprobieren, nachzulesen in der AprilAusgabe. Jetzt gab es auch die Preise, und die sind durchaus attraktiv: In der Version 60 (also mit 63 kWh-Batterie und 150 kW Motorleistung) liegt der Grundpreis in Österreich bei 49.980 Euro, nach
Markus Stifter und Mag. Wolfgang Wurm bei der Präsentation oberhalb des Genfer Sees
Die Spitze des Herstellers mit Vorstandschef Klaus Zellmer (ganz links): Er wird am 20. Oktober beim A&W-Tag in Wien referieren
Abzug aller Boni sind es bei Finanzierung über die Porsche Bank AG 43.080 Euro. Die größere Version (91 kWh, 210 kW Motorleistung) startet bei 61.190 Euro (bzw. bei Finanzierung ab 54.290 Euro).
Mit Allradantrieb und 229 kW Motorleistung heißt der Peaq 90x und steht mit 64.190 Euro (bzw. 57.290 Euro) in der Liste. Dazu kommen beim größeren Akku als Alternative noch die besser ausgestatteten Versionen Sportline, die jeweils 5.500 Euro mehr kosten. Das Fahrzeug ist in Österreich bereits seit 24. Juni bestellbar. Die Reichweite der Fahrzeuge liegt zwischen 449 und 628 Kilometern; die maximale DC-Ladeleistung beträgt 160 bzw. 199 kW.
Es gibt in Österreich bisher nicht allzu viel Angebot an siebensitzigen Elektroautos.
Markus Stifter, Markenleiter Škoda
Markus Stifter, der Markenleiter von Škoda bei Porsche Austria, glaubt nicht, dass bestehende Kunden (also zum Beispiel vom Kodiaq oder vom Enyaq) in großem Stil auf den neuen Peaq umsteigen werden, der ab Oktober in Österreich bei den Händlern steht. „Es gibt ja in Österreich bisher nicht allzu viel Angebot an siebensitzigen Elektroautos“, sagt Stifter, „vor allem nicht in diesem Preisbereich.“ • Text und Fotos: Mag. Heinz Müller
Was, bitte, dreht sich denn da?
Gute Marketing-Ideen sind wichtig, gerade bei einer neuen, jungen Marke wie Cupra. Also ließ sich das Team etwas Besonderes einfallen.
Üblicherweise entstehen solche Ideen ja nach dem einen oder anderen Glas Wein: Vielleicht war es so, vielleicht auch nicht. Jedenfalls saß das Team von Cupra im Vorjahr zusammen und überlegte, wie man den neuen Raval, also das kleinste Elektroauto der jungen Marke, standesgemäß präsentieren könnte. Auf T-Shirts und anderen Werbemitteln war ein Cupra Tavascan ja schon bei der Eröffnung der Cupra City Garage in der Wiener Innenstadt im Mai 2025 mit dem Stephansdom oder dem Riesenrad abgebildet. Also: Warum nicht auch in echt … Der Stephansdom schied natürlich als Ort für eine Autopräsentation aus, doch beim Riesenrad fragte man an. Und bekam nach einigem Tüfteln, wie man das denn bewerkstelligen könne, grünes Licht. Um die Sache (im wahrsten Sinne des Wortes) zu erleichtern, wurde die mehrere hundert Kilogramm schwere Batterie des Raval ausgebaut, und so baumelte im Juni statt einer roten Gondel ein elegant lackierter Raval am Riesenrad. Zuvor mussten auf der anderen Seite noch Gegengewichte platziert werden, damit sich das Wiener Wahrzeichen auch wirklich schön rund dreht und keine Folgeschäden entstehen.
Als alles fertig war, rief der Importeur an einem schönen Frühsommermorgen in den Prater: „Wir sind
der erste Autohersteller, der das geschafft hat“, sagte Markenleiter Timo Sommerauer, BA, nicht ohne Stolz. „Für uns als neue Marke war es immer schon wichtig, andere Wege zu gehen – und das machen wir jetzt auch im 8. Jahr.“
Stolz präsentierte Timo Sommerauer den Raval am Wiener Riesenrad
Die Geschäfte laufen gut: Vom Raval wurden bis Mitte Juni bereits mehr als 1.000 Stück verkauft. So liegt der Anteil der Elektroautos (BEV) bei Cupra in Österreich bei 40 Prozent, denn auch der Born läuft auf hohem Niveau, das gilt auch für den Tavascan. „Damit hat Cupra aktuell den höchsten BEV-Anteil im Konzern.“ Beim Raval sind 60 Prozent der Käufer Unternehmer und 40 Prozent Privatkunden. „Und das Auto ist keineswegs nur für städtische Kunden, denn bisher leben 70 Prozent der Privatkunden am Land.“ Die Raval-Kunden sind im Schnitt 41 Jahre alt, das sind 8 Jahre weniger als beim Born. Nach einigen Tagen wurde der Raval wieder vom Riesenrad entfernt. Eigentlich schade … • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Cupra
Cupra hat aktuell mit 40 Prozent den höchsten Elektroanteil im Konzern.
Timo Sommerauer, BA, Markenleiter Cupra und Seat
Das Polestar 4 Coupé erhält bald einen Ableger
„Positiver
Trend fortgesetzt“
Mehr Absatz, zusätzliche Modelle, ein anderes Vertriebsmodell und ein Wechsel an der Spitze: Polestar hat turbulente Monate hinter sich –und bleibt der E-Mobilität treu.
Reiner Onlinevertrieb, Auslieferung über einige wenige Partner: Das Modell, das Polestar vor gut 5 Jahren (nicht nur) in Österreich gewählt hatte, sorgte von Beginn an für Stirnrunzeln. Doch seit knapp einem Jahr ist alles anders: „Mit insgesamt 11
Mit den neuen Partnern sind wir deutlich näher am Kunden.
Matthias Schabetsberger, Geschäftsführer Polestar Austria
Verkaufsstellen sind wir in Österreich mittlerweile sehr gut vertreten“, sagt Matthias Schabetsberger, der seit Herbst 2025 als Geschäftsführer der Polestar Automotive Austria GmbH in Wien fungiert. Er ist mittlerweile der dritte an der Spitze.
Der Importeur betreibt die Polestar Spaces in Graz und Linz selbst, dazu wurden seit Juli 2025 insgesamt 9 Händler installiert. „Sie kommen alle aus dem Volvo-Netz und investieren“, sagt Schabetsberger. Es werde derzeit intensiv geplant, in den nächsten Monaten werden einige weitere Um-, Zu- oder sogar Neubauten für Polestar eröffnet. „Mit den neuen Partnern sind wir deutlich näher am Kun-
den.“ Österreich sei damit zu 96 Prozent abgedeckt. Im Service sind insgesamt 32 Standorte für Polestar aktiv, alle aus dem Volvo-Netz.
Im Herbst 2025 war der über mehrere Jahre vom Hersteller selbst betriebene Polestar Space in der Wallnerstraße 5 in der Wiener Innenstadt von der Auto-Stahl übernommen worden, heuer kam die Schneider Automobil GmbH in Dornbirn dazu. Aktuell bauen die M. Scheinecker Gesellschaft mbH in Gunskirchen bei Wels und die Autohaus Seidnitzer & Partner GmbH in Hofstätten an der Raab (Steiermark) für Polestar um. 2027 werde man evaluieren, ob es noch Regionen gebe, wo man sich eventuell mit weiteren Partnern verstärken könne, heißt es beim Importeur.
Im 1. Halbjahr kam Polestar in Österreich auf 506 Neuzulassungen, das sind um 15 mehr als 2025: „Wir hatten 2025 ein Rekordjahr und haben heuer den positiven Trend fortgesetzt“, sagt Schabetsberger. Im Juli/August wird mit dem Polestar 3 ein großes SUV im E-Segment mit 800-V-Architektur stehen.
Den Polestar 5 will man in Österreich nach dem Sommer auf den Markt bringen, im 4. Quartal kommt ein weiteres Derivat des Polestar 4, also eine Ergänzung zum Coupé. Und der Nachfolger des Polestar 2 wird Anfang 2027 vorgestellt.
Was all diese Modelle gemeinsam haben? Sie sind reine E-Autos, und die Marke wird auch in Zukunft zu 100 Prozent darauf setzen. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Polestar
Xpeng-Schauraum-Eröffnung in Wien 22: MHS-Vorstand
Michael Röck mit Georg Staudinger, Xpeng Country Manager
Von Rumänien bis Bayern
Michael Röck ist seit Kurzem für den strategischen Aufbau der MHS Holding, der Mutter von Schmidt Premium Cars, in Bayern, Rumänien und Österreich verantwortlich.
Michael Röck kennt die Autobranche aus nahezu allen Perspektiven. Vor 34 Jahren begann er mit einer Lehre im Autohandel, dann folgten Stationen auf Importeurs- und Herstellerebene. Unter anderem war Röck sieben Jahre für McLaren tätig, danach mehrere Jahre im Toyota-Konzern. Seit Kurzem bringt Röck diese Erfahrung bei der MHS Holding als Vorstand für Pkw und Motorrad in Wien ein.
Die MHS Holding wurde 2023 gegründet, um die breit aufgestellte Unternehmensgruppe von Michael Schmidt zu strukturieren. „Den Grundstein hat Michael Schmidt 1994 mit einem BMW-Betrieb in Rumänien gelegt“, berichtet Röck. Daraus entwickelte sich eine internationale Handelsgruppe, zwischenzeitlich auch als Importeur für BMW in Rumänien. Heute ist MHS mit Autohäusern verschiedener Marken in Rumänien, Bayern und mittlerweile auch in Österreich aktiv. Hierzulande ist MHS mit Schmidt Premium Cars noch vergleichsweise jung, „aber klar auf Expansionskurs“, so Röck.
3 Standorte in Österreich
Den Anfang machte Wien 22 mit BMW Motorrad, BMW Service und Rolls-Royce Service. Danach kamen Ineos und Xpeng dazu. „BMW Motorrad und Xpeng werden wir über alle Standorte hinweg
weiterentwickeln“, berichtet Röck. In Klagenfurt wurde der ehemalige Eisner-Betrieb übernommen, wo BMW Motorrad und Xpeng ebenfalls sehr gut angelaufen sind.
Und in Salzburg ist mit der Übernahme der Firma Frauenschuh ein starker Zweiradstandort zur Gruppe gekommen, mit Honda und BMW Motorrad, Honda Pkw und ebenfalls Xpeng.
MHS soll sich als Gruppe stärker positionieren, Synergien zwischen Standorten und Märkten nutzen.
Michael Röck, Vorstand MHS Holding
Vierter Betrieb in Graz geplant Für Österreich sieht Röck noch erhebliches Potenzial und sucht aktuell nach einem Standort in Graz.
Seine Rolle selbst liegt weniger im operativen Tagesgeschäft, sondern im Aufbau der Organisation. So sucht er unter anderem einen Standortleiter für Wien, der perspektivisch auch Potenzial für die Geschäftsführung Österreich mitbringt.
Seine Vision ist klar: MHS soll sich als Gruppe stärker positionieren, Synergien zwischen den Standorten und Märkten nutzen und das vorhandene Potenzial konsequent ausschöpfen. Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle – als Markt mit Wachstumsmöglichkeiten. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: MHS
Schmidt Premium Cars in Wien 22
GEWERBE
Zuversicht in Frankfurt
Vom 8. bis 12. September 2026 avanciert Frankfurt am Main mit der Automechanika wieder zum „Mekka“ der globalen Kfz-Aftermarket-Branche.
Die Vorzeichen, dass die Auflage 2026 von Erfolg gekrönt sein könnte, stehen nicht schlecht. Denn trotz eines derzeit nicht gerade einfachen wirtschaftlichen Umfelds erwarten die Veranstalter mit rund 4.400 bis 4.500 Aussteller aus über 80 Ländern ein Plus von 5 Prozent auf Ausstellerseite. Die Fachbesucher sollen mit einer breiten Themenpalette angesprochen werden, unter anderem KI, Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren und wie diese die Kfz-Branche verändern könnten.
Daneben sollen neue Formate und Angebote ebenfalls mehr Publikum in die Mainstadt locken. Denn die Bedeutung des Automotive Aftermarkets ist nach wie vor ungebrochen. Die Messeverantwortlichen verweisen auf aktuelle Prognosen von Frost & Sullivan, wonach die Branche 2026 um 5,8 Prozent zulegen könnte. Mögliche Treiber sind die steigen-
Gute Vorzeichen für 2026
Brand Director Michael Johannes und seine Erwartungen an „die beste Automechanika in der Geschichte“.
Kfz-Ersatzteile und Werkstattgeräte werden einmal mehr den Hauptschwerpunkt bilden
de Lebensdauer von Fahrzeugen, die wachsende Bedeutung des freien Kfz-Ersatzteilmarkts sowie neue Chancen durch die Elektromobilität.
War früher die Automechanika vor allem eine Ordermesse, so rückt jetzt die Vernetzung der einzelnen Marktteilnehmer in den Mittelpunkt. Mit neuen Formaten will man auch die „Jugend“ ansprechen, denn schließlich steht die Branche aufgrund des Fachkräftemangels vor einigen Herausforderungen. „Aus- und Weiterbildung ist und bleibt wichtig für die gesamte Branche. Deshalb organisieren
Wir müssen uns an die Bedürfnisse anpassen.
Olaf Mußhoff, Director Automechanika Frankfurt
wir neben einer Reihe von kostenlosen, zertifizierten Praxis-Workshops ein vielseitiges und umfangreiches Bühnenprogramm“, erklärt Olaf Mußhoff, Director Automechanika Frankfurt.
Dieser war es auch, der kürzlich bei einer Veranstaltung in Wien die Automechanika Frankfurt als die „Innovationsplattform der Branche“ bezeichnete. In diesem Jahr wird es laut Mußhoff mehr interaktive Formate und mehr Networking geben. „Eine Messe wie die Automechanika muss sich verändern, wir müssen uns an die Bedürfnisse anpassen.“ •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Messe Frankfurt
Neue AGM-Batterie in Frankfurt
GS Yuasa präsentiert auf der Automechanika neue Batterielösungen, digitale Services und die erste AGM-Batterie für schwere Nutzfahrzeuge.
GS Yuasa präsentiert auf der Automechanika Frankfurt 2026 sein aktuelles Portfolio für den Automotive Aftermarket. Vom 8. bis 12. September zeigt der Batteriehersteller in Halle 4.1 neue Produkte, digitale Werkstattservices und Lösungen für Handel und Werkstätten. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht unter anderem die YBX9625. Dabei handelt es sich um die erste AGM-Batterie für schwere Nutzfahrzeuge im GS Yuasa Portfolio. Sie wurde für moderne Lkws mit hohem Energiebedarf entwickelt und soll eine höhere Zyklenfestigkeit sowie eine schnelle Ladeaufnahme bieten. Zusätzlich zeigt GS Yuasa digitale Angebote wie den Yu-Fit+ Batteriekonfigurator, Online-Batteriesuchsysteme und die GS Yuasa Academy. Ergänzt wird das Angebot durch Batterietester sowie Lade- und Wartungsgeräte für
GS Yuasa zeigt in Frankfurt mit der YBX925 die erste AGM-Batterie für schwere Nutzfahrzeuge
Halle 4.1 Stand F31
den Werkstattalltag. „Auf der Automechanika zeigen wir nicht nur unsere neuesten Batterielösungen, sondern ein ganzheitliches Konzept für den Automotive Aftermarket“, sagt Erik Rothe, Group Sales Manager der GS Yuasa Battery Germany GmbH. GS Yuasa deckt mit seinem Portfolio mittlerweile über 99 Prozent des europäischen Fahrzeugbestands ab. • Text: Redaktion, Foto: GS Yuasa
Neuer Standort
In der Kabine der Zukunft
Einen Blick in die Zukunft der automatisierten Lackierung wirft SATA mit dem neuen Lackierroboter „jetstream“.
Für die Automatisierung der Reparaturlackierung hat SATA die SATA Automation GmbH gegründet und eine Beteiligung am chinesischen Start-up CurveRobot durchgeführt. Durch die Bündelung der Kompetenzen in Entwicklung und Vertrieb soll Werkstätten der einfache Einstieg in die Automatisierung ermöglicht werden. Das wird durch den „jetstream“ möglich.
Feine und homogene Zerstäubung
Dieser erreicht in Kombination mit der SATAAutomatikpistole und der jet X-Düsentechnologie eine besonders feine und homogene Zerstäubung. Ergebnisse sind ein gleichmäßiges Spritzbild und
Ökosystem
Schaeffler Vehicle Lifetime Solutions (VLS) zeigt ein integriertes Ökosystem aus Produkten, Services und Technologien.
PDer „jetstream“ kann heute bereits bis zu 35 Prozent der Lackieraufgaben übernehmen
eine Materialverteilung, die präzise und reproduzierbar ist. Das führt zu einem geringeren Lackverbrauch, zudem bleiben die Schichtdicken konstant. Gleichzeitig verspricht SATA eine Steigerung der Oberflächenqualität, womit Nacharbeiten minimiert und die Kundenzufriedenheit erhöht werden. „Der ‚jetstream‘ kann heute bereits bis zu 35 Prozent der Lackieraufgaben in höchster Qualität übernehmen. In jedem Betrieb, in dem ein ‚jetstream‘ im Einsatz ist, werden die gleichen, perfekten Lackierergebnisse realisiert“, sagt SATA-Geschäftsführer Mike Wolf. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: SATA
FOR.0 Stand A01
räsentiert werden Lösungen, die Reparaturen und Wartungen einfacher, schneller und effizienter machen sollen. „One Brand“ steht dabei für einen „weltweit konsistenten Markenauftritt“. Mit „One Portfolio“ wird das integrierte Portfolio für die gesamte Bandbreite der Reparaturanforderungen gezeigt. Dieses reicht vom Verbrenner über den Hybridantrieb bis zum Elektrofahrzeug. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: Schaeffler
Nachhaltig
ZF Aftermarket fokussiert in Frankfurt auf Innovationen für Digitalisierung, Training und Bremsen.
Vorgestellt werden der KIgestützte AI Voice Agent für das Werkstattmanagement-Tool ZF [pro]Manager, das neue Trainingsprogramm „Erweiterte Einblicke in die HV-Batterie“ sowie eine neue TRW-Bremsflüssigkeit mit Recyclinganteil. Letztgenannte ist laut ZF die erste Bremsflüssigkeit mit einem 60-prozentigen Anteil an Post-Consumer-Rezyklat. „TRW DOT 4 Brake Fluid ESP Recycled“ erfüllt darüber hinaus hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen und sorgt für eine dauerhaft zuverlässige Bremsleistung. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: ZF
Zwei starke Marken
Bei der Automechanika rückt Aumovio erstmals gemeinsam das Marken-Duo ATE und VDO in den Mittelpunkt.
Im Fokus stehen innovative Produkte, praxisnahe Lösungen für Werkstätten sowie die konsequente Ausrichtung auf moderne Fahrzeugtechnologien.
120 Jahre ATE
Besonderes Highlight ist das 120-jährige Jubiläum von ATE. Die Marke steht seit 1906 für Sicherheit, Qualität und technische Innovationen bei Bremssystemen. Zu den Neuheiten zählen mit ATE MK 100 die erste vollständige ABS/ESP-Bremsregelanlage im Aftermarket, das ATE FB 5evm Bremsenentlüftergerät sowie ATE New Original für Elektrofahrzeuge als Erweiterung des Portfolios abgestimmt auf die Anforderungen moderner E-Autos.
Neues VDO Batterieprogramm
Erstmals seit langer Zeit ist die Marke VDO wieder auf der Automechanika vertreten. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das neue VDO Batterieprogramm, das Werkstätten eine leistungsstarke Lösung für den wachsenden Bedarf im Bereich Fahrzeugenergieversorgung bietet. Zudem präsentiert VDO sein breites Spektrum an Produkten und Systemlösungen, die für Qualität, Zuverlässigkeit und umfassende Fahrzeugkompetenz stehen. Mit dem ersten gemeinsamen Auftritt von ATE und Aumovio – als eigenständige Marken – will Aumovio ein klares Zeichen setzen: Zwei starke Marken bündeln ihre Kompetenzen, um Werkstätten, Handelspartnern und Branchenexperten innovative Lösungen für die Herausforderungen einer sich wandelnden Mobilitätswelt zu bieten. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Aumovio
Eine Neuheit bildet das VDO Batterieprogramm
FOR.0 Stand A03
Halle 4.1 Stand F31
Upgrade to Yuasa
Über 99,9% Abdeckung des europäischen Fahrzeugbestandes
Unerreichte Erstausrüster-Qualität und -Zuverlässigkeit
Gleichbleibende Leistung und zuverlässiger Kundendienst
Gleichbleibende Leistung und zuverlässiger Kundendienst
www.yuasa.com
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The world’s leading battery manufacturer
The world’s leading battery manufacturer
Hier erhältlich, Starterbatterien von Yuasa:
Hier erhältlich, Starterbatterien von Yuasa: -Zuverlässigkeit
Im Rahmen der Messe präsentiert das Unter nehmen ein vollständi ges Aftermarket- und Upgrade-Angebot
Brembo-Bremsscheiben profitieren von fortschrittlichen High-Carbon-Materialien, einer UV-Beschichtung sowie der patentierten Pillar Venting Technology (PVT)
Brembo: integrierter Ansatz
Brembo tritt auf der Automechanika 2026 mit einer klaren Botschaft auf: Die Zukunft des Aftermarkets liegt in einer umfassenderen und stärker integrierten Sicht auf Mobilität.
Im Rahmen der Messe präsentiert das Unternehmen ein vollständiges Aftermarket- und UpgradeAngebot, das die zunehmende Komplexität der heutigen Mobilität widerspiegelt. Von Pkws über Nutzfahrzeuge bis hin zu Motorrädern und Fahrrädern sowie den neuesten elektrifizierten Plattformen ist das Portfolio der Brembo-Gruppe darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an Anwendungen und Märkten abzudecken, gestützt durch eine starke globale Präsenz in Europa, Amerika sowie im asiatischpazifischen Raum.
Zentraler Leitfaden über gesamtes Portfolio Charakteristisch für diesen Ansatz sei die Kombination aus Breite und Tiefe des Angebots. Neben einer erneuerten Bremssattelpalette erweitere Brembo kontinuierlich sein Portfolio an Bremsscheiben, Bremsbelägen und Bremsflüssigkeiten, die größtenteils intern entwickelt und produziert würden. Diese industrielle Integration gewährleiste eine gleichbleibende Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit über verschiedene Produktlinien und Fahrzeugsegmente hinweg. Innovation sei ein zentraler Leitfaden über das gesamte Portfolio. Brembo-Bremsscheiben profitierten von fortschrittlichen High-Carbon-Materialien, einer UV-Beschichtung sowie der patentierten Pillar Venting Technology (PVT). Gleichzeitig sei das gesamte Belagsangebot
Halle 3.0 Stand A60, A61
kupferfrei und trage damit sowohl Leistungsanforderungen als auch der regulatorischen Entwicklung Rechnung. Diese technologischen Lösungen werden laut Hersteller schrittweise auf das gesamte AftermarketPortfolio ausgeweitet. Auch Umweltaspekte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Brembo arbeitet kontinuierlich daran, den Anforderungen der kommenden Euro-7-Normen vorzugreifen, indem Bremsenemissionen reduziert werden, ohne die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Mit der Greenance-Familie – inzwischen auch auf Bremsflüssigkeiten ausgeweitet – sowie speziellen Lösungen wie dem EV Kit adressiert das Unternehmen die spezifischen Anforderungen von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen, von Korrosionsbeständigkeit bis hin zur Geräuschreduzierung.
Aftermarket- und Upgrade-Strategie
Anstatt sich auf ein einzelnes Produkt oder eine einzelne Innovation zu konzentrieren, unterstreiche Brembos Präsenz auf der Automechanika einen umfassenderen Wandel: vom Komponentenlieferanten hin zu einem Anbieter integrierter Lösungen, der in der Lage ist, eine zunehmend vielfältige und dynamische Mobilitätslandschaft mit einer konsistenten, zukunftsorientierten Aftermarket- und UpgradeStrategie auf globaler Ebene zu unterstützen. •
Text: Dieter Scheuch, Fotos: Brembo
Es kann bald losgehen
Die unter neuen Vorzeichen im September 2026 in der Messe Wels stattfindenden KLS-Fachtage sind startklar.
Am 24. und 25. September 2026 werden die KLS-Fachtage für Karosserie, Lackierung und Schadensmanagement erstmals in der neuen Halle 22 in der Messe Wels und ebenfalls erstmals unter der Führung von JU.connects gemeinsam mit der Bundesinnung der Fahrzeugtechnik abgehalten.
Rund 100 Aussteller und Partner
Die Vorbereitungen sind zum Großteil abgeschlossen, rund 100 Aussteller und Partner werden ebenso erwartet wie eine deutliche Steigerung der Fachbesucherzahlen gegenüber den beiden vorangegangen Ausgaben in den Jahren 2022 und 2024. Die Event-
Perfection automated.
Arm in Arm mit dem Profi.
SATA Automation präsentiert: jetstream. Die Robotiklösung, die Fahrzeuge oder Teile vollautomatisiert lackiert – unterbrechungfrei, effizient, in SATA Qualität.
Mehr Produktivität für Ihren Betrieb. Mehr Entlastung für Ihr Team.
Rechnen mit regem Zulauf (v. r.): CEO Thomas P. Jungreithmair und Projektleiter Robert Kases
tage werden laut den Formatverantwortlichen ganz im Zeichen praxisnaher Erkenntnisse, innovativer Lösungsansätze und eines offenen Dialogs stehen.
Ziel: die Branche nachhaltig voranbringen Konkret setzen die Veranstalter auf den Austausch von Best Practices, Networking und die Entwicklung konkreter Schritte in der Branche, um diese nachhaltig voranzubringen. Zu den Programmhighlights zählen vier interessante und spannende Vorträge und eine nicht zu verpassende Podiumsdiskussion. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: JU.connects
Rückkehr der Oldtimer
Beim Oldie Point in Bruck an der Leitha werden Liebhaber alter Autos schnell fündig. Dabei zeigt sich, dass Oldtimer einen gewissen Hype erleben.
Alles begann vor etwa 35 Jahren mit einem Steyr 1100 D, den der 15-jährige Franz Jüly aus Bruck an der Leitha aus einer Scheune gerettet hatte: „Das war das erste Auto, das ich von Grund auf selbst restauriert habe“, so Jüly, der in weiterer Folge relativ rasch zahlreiche andere Fahrzeuge bei sich zu Hause stehen hatte. Eine Mechaniker-Ausbildung hat er übrigens bis heute nicht: „Ich habe Landwirtschaft gelernt und die Arbeit an den Autos war immer eher ein Hobby.“ Doch aus diesem Hobby entstand eine Passion, die im „Oldie Point“ gipfelte, dem hauseigenen Fahrzeugmuseum und -handel. Jüly startete relativ bald nach dem Steyr mit dem An- und Verkauf von Oldtimern. Je mehr Interesse da war, desto größer wurde das Hobby, bis man in Spitzenzeiten sogar 4 Mitarbeiter
Fahrzeuge wirtschaftlich zu restaurieren, ist in Österreich heutzutage kaum noch möglich.
Franz Jüly (r.), Oldie Point in Bruck an der Leitha
zusätzlich zu ihm hatte: „Einer für den Ein- und Verkauf und 2 bis 3 Leute in der Werkstatt.“
Doch die Restauration der Fahrzeuge wurde schlussendlich ein Opfer der Zeit, denn einen Oldtimer wirtschaftlich rentabel zu restaurieren ist heutzutage nur noch schwer möglich. „Darum haben wir so rund um
In insgesamt vier Hallen stehen aktuell etwa 50 Fahrzeuge zum Verkauf bereit
die Covid-Zeit damit aufgehört und unseren Fokus gänzlich auf den Verkauf gelegt“, erklärt Jüly, der das Geschäft mittlerweile an seinen Sohn übergeben hat.
Trend zum Oldtimer
Und genau diesen Verkauf der Fahrzeuge, die fast ausschließlich auf Kommission verkauft werden, leitet nun Christoph Blecha. Er sieht aktuell wieder einen Aufschwung bei den Oldtimern: „Viele junge Menschen interessieren sich plötzlich wieder für ältere Autos. Und da es auch hier Fahrzeuge in den verschiedenen Preisklassen gibt, werden die meisten auch fündig.“ Woran dieser Aufschwung liegt, kann Blecha nicht ganz beantworten, doch er geht davon aus, dass es mit dem allgemeinen Trend zu VintageProdukten einhergeht. „Es gibt eine gewisse Tendenz zu alten Möbeln, Kleidung etc. Und in gewisser Weise ist das auch eine Sache von Nachhaltigkeit, da man eben ein altes Auto kauft.“
Die Schnelllebigkeit des Online-Handels sieht Blecha hier als Segen und Fluch zugleich: „Auf der einen Seite findet man dadurch extrem viele Kunden, und das sehr schnell. Auf der anderen Seite ist durch das Internet die Preisstabilität der Fahrzeuge nicht mehr so gegeben wie früher.“ •
Text und Fotos: Kevin Kada
AutoZum-Messeleiter Sven Sauer erklärt, welche Antworten das größte heimische Kfz-Aftermarket-Event für die Herausforderungen der Branche bietet.
Wo Branchenfragen geklärt werden
A&W: Wie laufen die Vorbereitungen für die AutoZum 2027?
Sven Sauer: Es läuft richtig gut. 2025 hatten wir einen erfolgreichen Neustart – rund 16.000 Fachbesucher, 160 Aussteller, das war über den Erwartungen. Was damit auch ganz klar geworden ist: Der Markt braucht und will die AutoZum. Jetzt ist die Dynamik groß. Wir erweitern die Fläche und planen mit über 25.000 Quadratmeter. Und es gibt etwas Neues: eine zweite hochkarätige Bühne samt Sonderbereich und Spezialprogramm. Neben der Bühne in Halle 10 mit unserem langjährigen Partner A&W – mit den gewohnt qualitativen Programmpunkten wie Werkstatt, Handel, Reifenwirtschaft – gibt es 2027 die Bühne im Innovationsbereich in Halle 2/6. Hier liegt der Fokus auf Zukunftsthemen. Außerdem vergeben wir 2027 erstmals den Innovation-Award. Das ist eine echte Weiterentwicklung, nicht nur Vergrößerung.
Wie ist die Buchungssituation bzw. das Interesse der Aussteller?
Sauer: Das Interesse ist vielversprechend. Wir steuern auf 225 Aussteller zu – das ist ein Anstieg von mehr als 40 Prozent gegenüber 2025. Das ist nicht einfach eine größere Messe, es ist ein Interesse, das zeigt: Diese Branche weiß, dass es einen Ort gibt, um zusammenzukommen, und das ist die AutoZum. Wir kriegen Anfragen von Anbietern, die vorher nie dabei waren. Neue Player im Batterie-Service, in der Softwarediagnose, in KI-gestützten Lösungen, aber eben auch aus den klassischen Bereichen haben wir zahlreiche Anfragen.
Das liegt auch daran, dass die Branche unter Druck ist. Werkstätten müssen handeln. Sie suchen nicht nur Produkte, sondern Partner. Und die wollen sie treffen – nicht am Telefon, sondern face to face.
Was erwartet die Besucher inhaltlich auf der AutoZum 2027?
Sauer: Das ist das Kernstück. Die Besucher werden konkrete Antworten finden. Da ist z. B. die Elektromobilität – nicht abstrakt, sondern praktisch: Wie prüfe ich eine Hochvoltbatterie sicher? Wie funktioniert KI-Diagnose wirklich in der Praxis? Und
Autobedarf Karl Kastner GmbH ist auch 2027 wieder Aussteller der AutoZum
vorausschauende Wartung – das ist kein Konzept mehr, sondern Realität. Wir zeigen, wie Datenmanagement in der Werkstatt läuft, wie Techniker damit arbeiten. Werkstätten sehen, wie andere das geschafft haben. Die Diskussionen auf den Bühnen, die Kontakte zu Verbänden und Zulieferern – das alles fließt zusammen. Das ist der Mehrwert, der nur von Messen geliefert werden kann.
Wohin geht die Reise mit der AutoZum? Was ist die Aufgabe einer modernen Fachmesse?
Sauer: Die Messe hat sich verändert. Sie ist nicht mehr nur Produktvorstellung. Sie ist der Ort, an dem Branchenfragen geklärt werden.
Die AutoZum muss der Platz sein, wo die Werkstattinhaber sagen: Wie baue ich mein Geschäft um? Elektro-Spezialist ja oder nein? Wie begegne ich
Eine Messe muss relevant sein für die tägliche Arbeit und Inspiration stiften für die Zukunft.
Sven Sauer, Messeleiter AutoZum
Onlinelösungen? Das entscheidet sich nicht in Vorstandsräumen – das entscheidet sich in den Werkstätten. Und die Inhaber treffen sich hier in Salzburg, tauschen sich aus, sehen neue Technologien live, verstehen, welche Richtung für sie sinnvoll ist. Gerade weil in der Werkstatt und der Kommunikation alles immer digitaler wird, ist das Aufeinandertreffen zwischen Menschen noch wichtiger. Je anonymer die Welt wird, desto wertvoll ist der direkte Austausch – face to face und im persönlichen Gespräch.
Eine Messe muss relevant sein für die tägliche Arbeit und Inspiration stiften für die Zukunft. Das ist unser Anspruch. •
Text: Redaktion, Fotos: A&W
Neue Pickerl-Intervalle ab Mai 27
Die Verlängerung der §57a-Intervalle auf 4-2-2-2-1, die Abschaffung der Überziehungsfristen und einiges mehr wurden in der 42. KFG-Novelle beschlossen. Für die neuen Fristen hilft die neue Erinnerungsfunktion am Smartphone.
In der Nationalratssitzung vom 6. Juli wurde nun die angekündigte Verlängerung der §57a-Intervalle beschlossen. Im Rahmen der 42. Novelle des Kraftfahrgesetzes wurde nun das Intervall von 4-2-2-2-1 für einen großen Teil der Fahrzeuge wie M1, L oder Anhänger festgelegt.
Ausgenommen sind Taxis, Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge. Nicht unter diese neue Regel fallen darüber hinaus historische Fahrzeuge, für die weiterhin ein Zweijahresintervall gilt, sowie landwirtschaftliche Anhänger mit einer Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h, aber nicht mehr als 40 km/h. Hier bleibt eine eigene Regel mit erster Begutachtung nach drei Jahren, danach alle zwei Jahre.
Neue Regelung ab 19. Mai 2027, ohne Überziehung
Die wichtigste Begleitregelung ist die Abschaffung der Nachfrist. Eine Überziehung ist nicht mehr möglich, dafür kann die Überprüfung schon vier Monate vor dem vorgesehenen Begutachtungsmonat durchgeführt werden. Die neue Regelung soll nun am 19. Mai 2027 in Kraft treten und nicht wie ursprünglich geplant im Oktober 2026.
Neben der Verlängerung der Pickerl-Intervalle bringt die KFG-Novelle weitere Änderungen. Werkstätten sollen entlastet werden, da die Aufbewahrungspflicht für eine zweite Ausfertigung des Gutachtens über die wiederkehrende Begutachtung entfällt. Außerdem wurden Übergangsbestimmungen für die neuen Pickerl-Intervalle einschließlich der Ausgabe von Austauschplaketten geschaffen. Denn die aktuellen Plaketten können bei den PlakettenausgabeStellen im Hinblick auf die richtige Ablauffrist getauscht werden.
Umsetzung in ZBD und Vecos
Markus Singer, Leiter Vertrieb Vecos bei ZBD Verwaltungs GmbH
Mit dem Beschluss im Nationalrat beginnt die Umsetzung in der Zentralen Begutachtungsplakettendatenbank ZBD. „Wir werden alle erforderlichen Änderungen im Laufe des Jahres implementieren und am 19. Mai 2027 live schalten“, berichtet Markus Singer, Leiter Vertrieb Vecos bei ZBD Verwaltung GmbH. „Parallel dazu werden natürlich auch alle erforderlichen Anpassung in Vecos umgesetzt.“ Für den Autofahrer sind die neuen Intervalle und vor allem die neuen Fristen entscheidend. „Hier hilft der neue digitale Service mit Erinnerungsfunktion am Smartphone“, verweist Singer auf die jüngste Neuerung in der ZBD. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: ZBD, Weiss
Vom Zentrallager in Wiener Neudorf aus wird der österreichische Markt versorgt
„Unser Standing ist gut“
Seit 1. Juni 2026 ist Florian Slabschi neuer Geschäftsführer des Autoglasspezialisten Saint-Gobain Sekurit Service Österreich. Wie schätzt er den Markt ein?
Der neue Geschäftsführer hat zwar den Großteil seiner beruflichen Laufbahn in der Aufzugsbranche verbracht, dennoch hat er einen Bezug zum Autoglas. Früher hat er samstags und in den Ferien bei einem Sekurit-Kunden als Autoglas-Monteur ausgeholfen. Die Nähe zu Fahrzeugen hat er in der Folge nie ganz abgelegt, der Wechsel zu Sekurit Service bedeutet für ihn also nicht das Betreten kompletten Neulands.
Seit dem Beginn seiner neuen Tätigkeit konnte er bereits den einen oder anderen Sekurit-Kunden besuchen. „Unser Standing am Markt ist gut. Wir verfügen hierzulande über sehr gute Kooperationen und egal, in welchen Betrieb ich komme, es gibt qualitativ hochwertiges Feedback“, sagt Slabschi.
Kundenbedürfnisse stehen im Fokus Es gibt in Österreich einen zweiten großen Mitbewerber, daneben drängt aber bereits vereinzelt Konkurrenz aus Asien auf den Markt. Aus diesem Grund hat der Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden für den Geschäftsführer oberste Priorität. „Wir müssen uns vom Wettbewerb abheben und ganz genau festlegen, was unser USP ist. Die Qualität unserer Produkte soll gehalten und erhöht werden, das ist ein steter Prozess.“ Daneben ist für ihn auch nachhaltiges Wirtschaften ganz wichtig. Als Beispiel nennt Slabschi die Verpackungsrücknahme, die
derzeit schwerpunktmäßig in Ostösterreich angeboten wird. In Kürze wird auch mit der Windschutzscheibenrücknahme gestartet, das Glas soll getrennt und recycelt werden. Zum Nachhaltigkeitsansatz gehören auch Lösungen für die Scheibenreparatur.
Geschäft ostlastig ausgerichtet
Das Kerngeschäft in Österreich bilden Pkws und hier neben klassischen Windschutzscheiben vor allem Seitenscheiben, Glasdächer, Tools und Zubehör. Sekurit Service ist mit den Hauptmärkten Wien und
Wir müssen permanent an unserem Dienstleistungs- und Qualitätsanspruch arbeiten.
Florian Slabschi, Geschäftsführer Saint-Gobain Sekurit Service Österreich
Niederösterreich derzeit eher ostlastig ausgerichtet, allerdings sollen die Aktivitäten in anderen Bundesländern, vorrangig Oberösterreich, Salzburg und Tirol, deutlich ausgebaut werden.
Mit dem bisherigen Jahresverlauf ist er zufrieden, die Absatzzahlen sind stabil. „Wir müssen permanent an unserem Dienstleistungs- und Qualitätsanspruch arbeiten. Da passiert sehr viel, aber es geht noch mehr. Auch wollen wir die Präsenz beim Kunden noch einmal erhöhen.“•
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Sekurit Service
Fahren im vorletzten Paradies
Mit der Siems & Klein Classic bedankt sich das Team um Martin Brachmann bei Kunden und Partnern. Gemeinsam besinnt man sich dabei auf das Wesentliche: Auto und Technik.
Den Slogan „Autofahren im letzten Paradies“ hat sich die Ennstal-Classic als eine der legendärsten Oldtimer-Rallyes der Welt gesichert. Ein Slogan, der einem immer wieder durch den Kopf geht, wenn man sich mit einem Oldtimer, Youngtimer oder Liebhaberfahrzeug im Rahmen der Siems & Klein Classic im Mariazeller Land und im Gesäuse bewegt. Vielleicht ist es ja das vorletzte Paradies, das man hier befahren kann.
Das liegt nicht nur an der Landschaft, sondern auch an der Liebe und Leidenschaft, mit der Martin Brachmann und sein Team hier eine kleine, aber sehr feine „Classic“ aufgebaut haben. Keine große Agentur, keine VIPs, keine sündteuren Fahrzeuge: Kunden und Partner von Siems & Klein, Werkstätten und Werkstätten-Ausrüster mit Familie machen die Siems & Klein Classic aus. Egal ob Anmeldung, Briefing, Checkpoints, Stationen oder Siegerehrung: Überall sind Mitarbeiter des ebenso traditionellen wie zukunftsfitten Werkstattausrüsters aus Wien im Einsatz.
Mit den Lieferanten für die Kunden „Um unsere Kunden kümmern wir uns gerne selbst“, erklärt Brachmann. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir ausdrücken, wer wir als Unternehmen sind.“ Das hat viel Einsatz der Kollegen gefordert, auch die Partner und Lieferanten unterstützen die Veranstaltung bzw. sind selbst mit dabei. Damit zeigt Siems & Klein, wie wichtig die Kunden und Partner sind, mit wie viel Einsatz und Qualität man sich um diese kümmert. Und worum es – trotz zunehmender Komplexität und wachsenden Herausforderungen – in Wahrheit in der Branche geht: um die Begeisterung für Auto und Technik. • Text: Gerald Weiss, Fotos: Krewenka, Weiss
Mit dieser Veranstaltung wollen wir ausdrücken, wer wir als Unternehmen sind.
Martin Brachmann, Geschäftsführer Siems & Klein
Die drei Siegerteams der Siems & Klein Classic mit Geschäftsführer Martin Brachmann (l.)
Klassische Oldtimer bei der Siems & Klein Classic
Daniel Kapeller, Country Sales Manager VR Österreich bei AkzoNobel
Peter Moser hat viel Verantwortung inne Für Frauen-Power sorgt Sarah Hornaus
Rasanter Aufstieg: Renè Spindler Neu an Bord: Tom Madei
Top aufgestellt für die Zukunft
In der Lackbranche tut sich momentan einiges: Mehrheitsübernahmen und geplante Fusionen erhöhen den Druck auf Hersteller und Märkte. Wie geht AkzoNobel in Österreich damit um?
Seit 2014 ist Ing. Mst. Daniel Kapeller als Country Sales Manager Vehicle Refinishes (VR) für das Autoreparaturlackgeschäft von AkzoNobel in Österreich verantwortlich. Seit damals hat er das Team deutlich verjüngt. „Es war eine Mammutaufgabe, um wieder organisches Wachstum zu erzielen. Wir haben viele neue motivierte Kräfte, die sich um Vertrieb und Technik kümmern“, betont Kapeller. Für ihn ist essenziell, dass im Außendienst nur bestens ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Zug kommen und so wird in der Regel auf Lackierermeister gesetzt, die das Handwerk von der Pike auf gelernt haben. Neben dem Handwerk ist es aber ebenso wichtig, dass neue Teammitglieder viel kaufmännisches Verständnis mitbringen.
Drei Standbeine
In Österreich sieht sich der Lackhersteller gut aufgestellt. Aktuell fußt das Geschäft auf drei Standbeinen: dem Industriebereich mit der Marke Salcomix, einer Vielzahl an kleinen, familiär geprägten und überaus heterogen Karosserie- und Lackierbetrieben und schließlich den markengebundenen Betrieben. Vor allem bei Letztgenannten kommt AkzoNobel immer öfter zum Zug. Generell haben sich im Tagesgeschäft die Arbeitsweise und die Vertriebsstrategie
deutlich weiterentwickelt. Während der Fokus früher vor allem darauf lag, Bestandskunden persönlich zu betreuen und deren Volumina zu sichern, ermöglicht die heutige, modern aufgestellte Vertriebsorganisation einen deutlich aktiveren Marktzugang. Eine verjüngte Mannschaft, digitale Bestellprozesse, Werkstattmanagement-Programme sowie automatisierte Bestellvorschläge schaffen Freiräume, die gezielt für die Neukundengewinnung genutzt werden. So können heute bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit in den Ausbau des Kundenstamms investiert werden, ohne dass die Betreuung der Bestandskunden darunter leidet. Auch die Digitalisierung leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag.
Personelle Verstärkung
Aus dem Team einzelne Personen hervorzustreichen, ist schwierig, dennoch hat sich personell zuletzt einiges getan: Seit Anfang Juni ist mit Mst. Sarah Hornaus erstmals eine Frau als technische Verkäuferin an Bord. Mst. René Spindler ist Anfang 30, entwickelt sich stark und übernimmt viel Verantwortung für Salzburg, Tirol und Vorarlberg. MMst. Peter Moser ist für die Händlerpartner und den Industriebereich zuständig und sorgt zudem dafür, dass die „Jugend“ einen guten Start bei AkzoNobel hat. Ganz neu im Team ist Mst. Tom Madei: Der 25-Jährige soll in absehbarer Zeit das Schulungszentrum in Elixhausen verantworten. Kapeller blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft. „Wir attackieren den Markt und wollen bis 2030 Marktführer in Österreich sein.“ • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl (GRA), Fotos: AkzoNobel, GRA
Andreas Hütter und Patrick Posch (Bild l.); Adalbert Fritz und Jakob Stromberger (Bild r.)
Stark auch bei Konzepten
Vor zweieinhalb Jahren hat sich Patrick Posch mit seinem Unternehmen KFZ Technik Posch in St. Ruprecht an der Raab selbstständig gemacht. Seit Kurzem ist er auch Bosch Car Service-Partner und wird hier umfassend vom Kfz-Werkstättenausrüster Kastner unterstützt.
Ich habe eine Leidenschaft für Reparaturen entwickelt“, sagt der Kfz-Techniker-Meister zu den Beweggründen, einen eigenen Kfz-Betrieb zu eröffnen. Bosch Car Service arbeitet eng mit Kastner zusammen, der Werkstättenausrüster liefert sämtliche benötigten Geräte aus und managt auch die Versorgung mit den notwendigen Bosch-Ersatzteilen. „Auch für einen kleinen Betrieb ist das Konzept Bosch Car Service geeignet“, so Posch, der aktuell mit einem Mitarbeiter in der Werkstatt und einer Mitarbeiterin im Büro den Arbeitsalltag bewältigt. Mit August wird noch ein Lehrling hinzukommen. Die Vorzüge von Kastner kennt Posch schon seit seiner früheren Tätigkeit bei einem Markenbetrieb in Weiz: „Mir ist ein Ansprechpartner wichtig, daher habe ich mich für Kastner, den führenden Spezialisten für Werkstättenausrüstung, entschieden. Zudem bevorzuge ich einen Lieferanten mit Firmensitz in Österreich, damit die Wertschöpfung im Inland bleibt.“
Für ihn ist es essenziell, dass er auch Arbeiten an modernen Fahrzeugen und Fahrerassistenzsystemen durchführen kann. „Die Arbeiten in diesem Bereich werden immer mehr.“ Von Kastner-Seite betont man die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Vorteile des Bosch-Konzepts: „Das Paket umfasst eine Vielzahl an Schulungen und fünf Trainingstage pro
Jahr. Das sorgt dafür, dass Werkstätten stets auf dem neuesten Stand bleiben“, betont Kastner-Gebietsleiter Andreas Hütter.
„Anders auf moderne Fahrzeuge zugehen“ Schon etwas länger, nämlich seit Oktober 2023, ist Adalbert Fritz mit seiner gleichnamigen KfzFachwerkstätte aus Ottendorf an der Rittschein ein Partner von Bosch Car Service. Er hat 2016 den von seinem Urgroßvater gegründeten Betrieb übernommen und sich seither stark auf Arbeiten an Pkws spezialisiert. Da kam ihm die Vorstellung des Bosch-Konzepts durch den Kastner-Außendienst mehr als recht und nach erfolgter Prüfung ist er heute Teil des Netzwerks. „Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Es gibt hohe Anforderungen in der Diagnosetechnik, dank des Konzepts kann ich ganz anders auf moderne Fahrzeuge zugehen“, sagt Fritz. Die „starke Marke im Hintergrund“ ist auch für Kunden relevant. Diesen kann Fritz in der Regel helfen und dabei ist es egal, ob das Fahrzeug 3 oder 30 Jahre alt ist. „Auch die Remote Diagnostik hilft mir in vielen Fällen entscheidend weiter.“
Den österreichweit stark aufgestellten Werkstättenausrüster kennt der Firmenchef schon länger, denn bereits sein Vater war zufriedener Kastner-Kunde. Durch Bosch Car Service wurde die Zusammenarbeit noch einmal intensiviert. „Die Betreuung passt zu 100 Prozent. Die Geräte sind top und es gibt kurze Wege, falls einmal ein Problem auf technischer Seite auftreten sollte.“ Das sieht Kastner-Gebietsleiter Jakob Stromberger ähnlich: „Die Geschäftsbeziehung funktioniert einwandfrei. Falls Hilfe benötigt wird, sind wir rasch zur Stelle.“ • Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl
Kontinuierliches Wachstum
Der deutsche Umweltdienstleister Partslife, der auch in Österreich aktiv ist, hielt seinen Congress jüngst in Wien ab.
Das Unternehmen bietet Beratungs- und Entsorgungsdienstleistungen in Europa und Nordamerika an. „Wir wachsen in unserer Gemeinschaft“, betonte Partslife-Geschäftsführer Daniel Grub bei der Congress-Eröffnung. Die nächste „Legal Entity“ soll in Niederlanden eröffnet werden, eine weitere in der Tschechischen Republik soll danach folgen. Am Heimmarkt Deutschland verfügt Partslife über einen Marktanteil von 90 Prozent, seit dem Vorjahr versucht man nun auch in den USA stärker Fuß zu fassen. Dort liegt die Abfallgesetzgebung in der Hand der Bundesstaaten, das macht es laut Grub schwierig, „den Überblick zu behalten“.
„Österreich ist ganz wichtiger Markt“
„Wir wachsen stetig von Jahr zu Jahr“, verwies der Geschäftsführer auf einen Jahresumsatz von aktuell 18 Millionen Euro, in Vor-Corona-Zeiten hat dieser bei knapp 4 Millionen Euro gelegen. „Österreich ist für uns ein ganz wichtiger Markt“, verwies Grub auf die Aktivitäten im „ersten Auslandsmarkt von Partslife“. Einen ähnlich hohen Marktanteil wie in Deutschland gibt es hierzulande aber nicht, denn
Das „Mirage“ im Wiener Prater bildete den Veranstaltungsort (oben)
Partslife-Geschäftsführer Daniel Grub mit Moderatorin Claudia Kleinert (links)
Kfz-Betriebe würden vielfach auf regionale Entsorger und auch nicht so stark auf Digitalisierung setzen. Partslife hingegen, so der Geschäftsführer, ist personell sehr effizient aufgestellt und setzt in der Kommunikation mit Werkstätten auf digitale Kanäle und nicht auf Telefonate. Als Partslife-Gesellschafter aus Österreich fungieren unverändert Birner und Auto-Teile Partner (ATP). „Es gibt in Österreich keine Region, in der es Probleme mit der Entsorgung gibt“, stellte Birner-Geschäftsführer Franz Lettner fest. Er schätzt, dass in Österreich aktuell rund 200 Kunden von Birner und Liqui Moly auf PartslifeDienstleistungen setzen.
Der „Partslife Sustainability Award 2026“ ging an ROWE
Werkstatt-Umfrage
Der Congress in Wien wurde auch von informativen Vorträgen und Podiumsdiskussionen begleitet. Auf der Bühne wurden unter anderem die Ergebnisse einer Partslife-Werkstattumfrage präsentiert. Demnach würde für 23 Prozent der Betriebe Nachhaltigkeit eine große, für weitere 32 Prozent eine mittlere Rolle spielen. Die Entsorgungskosten finden sich an dritter Stelle jener Kosten wieder, welche die Werkstätten aktuell stark belasten würden, war ein weiteres Ergebnis. Für die Diskutanten überraschend war das überwiegende Ja zur Frage, ob die Höhe der Entsorgungskosten gerechtfertigt sei. Hier steht die Transparenz bei der Mittelverwendung im Vordergrund, der Betrieb selbst müsste bei der Fülle an Entsorgung vor allem Rechtssicherheit haben, war der Tenor. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Partslife
Ein Teil des Vorstandes der V2G Alliance
Austria: Martin Bruckner, Christian Peter, Patrizia Ilda Valentini, Dr. Klaus Raggl, Marcella Kral, Kurt Leonhartsberger
Der A&W-Verlag ist mit seinen Medien Medienpartner der V2G Alliance
Das braucht es für V2G
Die V2G Alliance Austria hat ein Positionspapier vorgelegt, um das E-Auto mit bidirektionalem Laden rasch zum Teil des Energiesystems zu machen.
Bidirektionales Laden soll Elektroautos künftig stärker in das Energiesystem einbinden. Die V2G Alliance Austria sieht Vehicle-to-Grid dabei als wichtigen Baustein für Netzstabilität, bessere Nutzung erneuerbarer Energien und neue Geschäftsmodelle. Voraussetzung dafür sei, dass E-Autos, Ladeinfrastruktur, Energiemanagementsysteme und Aggregatoren in einem offenen, standardisierten System zusammenspielen.
In einem Positionspapier stellt die V2G Alliance klar, dass V2G (und V2H) in Österreich nur dann erfolgreich werden kann, wenn Technik, Wirtschaft, Recht und Akzeptanz gemeinsam gedacht werden. „Neben offenen Schnittstellen und einheitlichen Standards braucht es wirtschaftliche Anreize, praxistaugliche rechtliche Rahmenbedingungen und verständliche Informationen für Kundinnen und Kunden“, erklärt Obmann-Stellvertreter Kurt Leonhartsberger. Gerade Autohandel, Elektriker, Flottenbetreiber und Energieberater spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die V2G Alliance Austria fordert daher stabile Rahmenbedingungen und eine frühzeitige politische Weichenstellung. „Österreichische Unternehmen können in diesem Zukunftsfeld eine tragende Rolle einnehmen, wenn der Markt nicht durch Unsicherheit, Doppelbelastungen oder fehlende Standards blockiert wird“, so Leonhartsberger. Bidirektionales Laden soll damit aus der Pilotphase in die breite
Der Markt darf nicht durch Unsicherheit, Doppelbelastungen oder fehlende Standards blockiert werden.
Kurt Leonhartsberger, Obmann-Stv. V2G Alliance Austria
Anwendung kommen. Dabei sieht die V2G Alliance Austria vier zentrale Bereiche, die für den Erfolg von Vehicle-to-Grid in Österreich entscheidend sind: Technik, Wirtschaft, Recht sowie gesellschaftliche Akzeptanz.
So fordert die V2G Alliance aktuell (im Rahmen der Systemnutzungsentgelte-Grundsatz verordnung), für Elektroautos eine vereinfachte Teilnahme als Schwarmspeicher zu ermöglichen.
A&W Verlag als Medienpartner
Der A&W Verlag ist mit seinen relevanten Medien AUTO & Wirtschaft, AUTO-Information, FLOTTE und electric WOW Medienpartner der V2G Alliance Austria. In der Zusammenarbeit soll über die Aktivitäten, Veranstaltungen und Lösungen des sehr breit aufgestellten Vereins berichtet werden. Denn auch beim A&W Verlag ist man überzeugt, dass V2G ein Gamechanger in der Antriebs- und Energiewende ist. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: A&W Verlag
Jens Kowald, Head of Sales Service, und Marcus Aquilla, Head of Workshop Concepts, Aumovio Aftermarket
Produkte und Lösungen: Holger Götz mit Anwendungen von VDO
Markus Potzmader, Area Sales Manager: Bremsflüssigkeitswechsel (l.)
Marktchancen, Zukunft, Fachkräfte, KI und jede Menge praxisnahe Lösungen standen beim ATE-Expertenkreis für die D-A-CH-Region in Saalfelden im Mittelpunkt.
Beim diesjährigen ATE Expertenkreis sind ATE-BremsenCenter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Gut Brandlhof in Saalfelden zusammengekommen, um – neben umfassenden Informationen – den Austausch untereinander auch über die Landesgrenzen zu fördern. Dabei sind die Herausforderungen der Zukunft der meistgenannte Aspekt. Seitens Aumovio hat man durch die Erstausrüstung einen Blick in die zukünftige Technologie. Das Aumovio-Aftermarket-Team beschäftigt sich intensiv mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen und unterstützt die ATE-Bremsencenter – neben dem breiten Ersatzteilangebot – mit praxisgerechten Lösungen, aber auch mit entsprechenden Partnern und Informationen aus den relevanten Bereichen. So hat Marcel Kremer von Persox einen Einblick in das moderne Recruiting durch Social Media ermöglicht. Dem wachsenden Thema KI in der Werkstätte wurde mit einem Vortrag und einem Workshop umfassend Raum gegeben.
Freie Werkstatt als Berater und Partner
„Der aktuelle DAT Report zeigt, wie wichtig das Auto weiterhin ist“, erklärt Jens Kowald, Head of Sales Service bei Aumovio Aftermarket. So halten 80 Prozent der Befragten das Auto für unverzichtbar.
„Die Faszination und die Notwendigkeit sind nach wie vor gegeben.“ 76 Prozent wollen ihr aktuelles
Fahrzeug länger fahren. „Für den Aftermarket ist das grundsätzlich eine positive Entwicklung, weil Fahrzeuge länger im Bestand bleiben und entsprechend betreut werden müssen.“
Auf der anderen Seite wächst der finanzielle Druck. „44 Prozent der Befragten machen sich Sorgen, sich das Auto künftig nicht mehr leisten zu können“, berichtet Kowald. Denn seit 2020 sind die Kosten um fast ein Drittel gestiegen. „60 Prozent der Autofahrer haben ihr Verhalten aufgrund höherer Werkstattkosten bereits verändert.“
Die Zukunft liegt bei wirtschaftlich attraktiven Lösungsanbietern, die Verlässlichkeit, Beratung und Transparenz miteinander verbinden.
Jens Kowald, Head of Sales Service bei Aumovio Aftermarket
Freie Werkstätten können sich nun stärker im Bereich Beratung positionieren. „Die Werkstatt der Zukunft verkauft nicht nur Leistung, sie verkauf Orientierung“, so Kowald.
Transparente Angebote und verständliche Erklärungen werden damit immer wichtiger. Der Preis bleibt relevant, entscheidend ist aber zunehmend das Vertrauen. „Die Zukunft liegt daher nicht beim billigsten Anbieter, sondern bei wirtschaftlich attraktiven Lösungsanbietern, die Verlässlichkeit, Beratung und Transparenz miteinander verbinden.“ •
Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss
WIRTSCHAFT
der nicht überaltern. In mehr als der Hälfte der Haushalte sind wir mit einem zahlenden Mitglied vertreten.
Wer einmal Mitglied ist, bleibt es auch … Kloboucnik: Wir haben eine Erneuerungsquote von mehr als 96 Prozent. Beim Schutzbrief sind es 93 Prozent. Dazu trägt sicher auch bei, dass wir zusätzlich zur Pannenhilfe auch ein sehr dichtes Netz an Stützpunkten haben – vor allem im internationalen Vergleich stehen wir damit sehr gut da. Und wir können nahezu jede Panne mit eigenem Personal erledigen. In einer internationalen KundenzufriedenheitsStudie von KPMG, die in 16 Ländern in 6 Dimensionen durchgeführt wurde, hat der ÖAMTC heuer wieder den ersten Platz in Österreich belegt, übrigens vor DM, Fielmann und Spusu. Dieses Ergebnis spornt uns natürlich weiter an, auch weil wir vorher schon zweioder dreimal gewonnen haben.
Wie viele Stützpunkte sind es in Österreich?
Seit einigen Jahren bieten wir auch die Lehre zum Kfz-Techniker an und haben dafür eine eigene Lehrwerkstätte in St. Pölten.
„Im letzten Jahr verbessert“
ÖAMTC-Direktor Dipl.-Ing. Ernst Kloboucnik zu den neuen §57a-Intervallen, zur Mitglieder-Bilanz und zum Nachwuchs bei den Kfz-Technikern.
A&W: Sie sind vor etwas mehr als einem Jahr vom Landesdirektor für Wien, Niederösterreich und das Burgenland zum ÖAMTC-Direktor aufgestiegen: Wie ist dieses erste Jahr gelaufen? Dipl.-Ing. Ernst Kloboucnik: Wir hatten vor Kurzem unsere Generalversammlung: Der ÖAMTC hat nun 2.642.877 Mitglieder, das sind um 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist der ÖAMTC der einzige europäische Mobilitätsclub, der in den letzten Jahrzehnten ohne Unterbrechung gewachsen ist. In dieser Zahl sind die 806.810 GratisMitgliedschaften für Kinder und Jugendliche noch gar nicht mitgezählt: Das ist eine wichtige Basis, um den Übergang zur ersten Mobilität zu schaffen. Dadurch gelingt es auch, dass die Mitglie
Kloboucnik: Derzeit sind es 118 Stützpunkte. Wir sind in jeder Bezirkshauptstadt vertreten, und vor einigen Jahren ist WienErdberg dazugekommen. Die Stützpunkte werden laufend erneuert, heuer zum Beispiel in der Steiermark und in Kärnten und gegen Jahresende auch im Burgenland. Eventuell wollen wir das Netz noch an 1 bis 2 Stellen erweitern.
Vor einigen Jahren gab es oft Probleme, gute Kfz-Techniker zu finden – nicht nur bei den Werkstätten, sondern auch beim ÖAMTC: Ist das jetzt wieder besser geworden?
Kloboucnik: Nach Corona haben auch wir uns in vielen Bereichen schwergetan. Doch das hat sich im letzten Jahr deutlich verbessert. Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und haben in vielen Bereichen wieder ausreichend Personal – auch bei den KfzTechnikern und im Callcenter. Seit einigen Jahren bieten wir auch die Lehre zum KfzTechniker an und haben dafür eine eigene Lehrwerkstätte in St. Pölten. Wir investieren bei den 4.443 Mitarbeitern nicht nur in Schulung, sondern auch in die Lehrlingsausbildung. Die Technologiebreite wird immer größer und die Zahl unserer Dienstleistungen ebenfalls. Wir überprüfen ja nicht nur die Fahrzeuge, sondern zum Beispiel auch den CampinggasBereich.
Hören Sie manchmal den Vorwurf, dass der ÖAMTC für Technologieoffenheit eintritt?
Kloboucnik: Warum der ÖAMTC für Technologieoffenheit eintritt? Man muss berücksichtigen, dass es einen Fuhrpark gibt und dass nicht alles, was bis 2030 an CO2Einsparungen geplant ist, ausschließlich mit Elektroautos und PluginHybriden erreicht werden kann. Man muss beim Bestand alles, was technisch möglich ist, einsetzen. Die Umsetzung von E10, also die Beimengung von Biokraftstoffen, hat in Österreich sehr lange gedauert. E20 wäre technologisch für die meisten Fahrzeuge kein Thema, aber hier wartet man noch ab. Über EFuels in relevanten Mengen braucht man bis 2030 nicht zu reden. Das Thema HVO 100 ist eine Option, leider kam es punktuell zu Missbrauch. Durch restriktive Handhabung durch die zuständigen Stellen – anders als in anderen Ländern – ist in Österreich und Deutschland das Thema leider völlig eingebrochen. Wir vom ÖAMTC reden jedenfalls nicht darüber, dass es neue Verbrenner bis in alle Ewigkeit geben soll.
Und dann gibt es noch die geplante Verlängerung der „Pickerlfristen“ vom bisherigen 3-2-1-System auf 4-2-2-2-1. Was sagt der ÖAMTC dazu? Ihre Mitarbeiter überprüfen doch sehr viele Fahrzeuge und haben den besten Einblick …
Kloboucnik: So wie die Fahrzeuge seit Jahren haltbarer werden, muss man schauen, was die geeigneten Intervalle sind. Wir bewegen uns mit der neuen Regelung innerhalb des EURahmens.
Doch die Mängelstruktur ist regional in Europa sehr unterschiedlich: In Österreich ist durch das Streusalz und den Schnee die Mängelquote vor allem in den alpinen Regionen höher. Wenn die Regelung wie geplant umgesetzt wird, können wir den Mitgliedern nur empfehlen, zwischendurch Checks durchzuführen, um nicht später höhere Kosten für stärker betroffene Verschleißteile zu haben.
Und jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, das digitale „Pickerl“ einzuführen …
Ihre Haltung hat wohl auch mit dem zunehmenden Alter des Fuhrparks zu tun, oder?
Kloboucnik: Vor 20 Jahren waren die Pkws in Österreich im Schnitt 8,4 Jahre alt. Vor 10 Jahren waren es 9,4 Jahre. Und jetzt sind wir bei 11,4 Jahren. Das heißt, dass die Fahrzeuge nicht zuletzt wegen der technischen Verbesserungen deutlich länger halten. Also werden auch 2040 noch viele Fahrzeuge, die jetzt verkauft werden, eingesetzt.
Was sind die Schwerpunkte in den kommenden Monaten?
Kloboucnik: In der Interessenvertretung haben wir 2025 beim Thema Besitzstörungsklagen viel erreicht, aber wir sind noch nicht am Ziel. Natürlich darf man Besitz nicht stören, aber das darf man nicht als Geschäftsmodell missbrauchen. Da gab es 2025 erste Schritte, und das zeigt Wirkung. Heuer stehen Änderungen bei der StVO im Vordergrund, zum Beispiel die angeblichen Fahrräder, mit denen vor allem die Essenszusteller unterwegs sind. Hier gibt es eine Übergangsfrist – und das Ganze richtet sich nicht gegen die Fahrer, die in prekären Arbeitssituationen leben, sondern gegen die Betreiber. Ein anderes Thema ist die Helmpflicht bei EScootern: Leider hat unser Appell an die Eigenverantwortung nichts geholfen, die schweren Unfälle steigen an. Und bei den geplanten Einfahrtsverboten in Innenstädte muss man abwarten, was sich ergibt. Die Regelung ist sehr breit angesetzt, hier sind möglicherweise Verfassungsrechtler am Wort.
Kloboucnik: Es irritiert uns am meisten, dass die Einführung zwar irgendwann geplant ist, aber das nicht gleichzeitig durchgeführt wird. Denn durch diese Durchführung wird die Bürokratie noch weiter erhöht. Man könnte ja die 42221Regelung um einige Monate verschieben und das digitale „Pickerl“ gleichzeitig einführen. Denn die Grundlagen dafür sind geschaffen: Die digitale Begutachtungsdatenbank gibt es seit einigen Jahren.
Der ÖAMTC hat Mitte Juni gemeinsam mit der Asfinag die Initiative „Arbeitsplatz Straße“ vorgestellt. Warum ist dieses Thema so wichtig?
Kloboucnik: Ablenkung ist mittlerweile die häufigste Unfallursache auf den österreichischen Straßen: Der ÖAMTC hat im Schnitt 250 Einsätze pro Tag auf den Autobahnen. Das sind 9 Prozent unserer Einsätze, und im Sommer ist dieser Anteil noch höher. Die Pannenfahrer müssen während ihrer Arbeit nicht nur auf sich selbst achten, sondern auch auf die Mitglieder, wo oft Kinder dabei sind. Hier kann uns die KI helfen: Wir testen bei 11 Fahrzeugen ein System, mit dem das Umfeld beobachtet wird und das den Pannenfahrer akustisch und durch Vibrationen am Körper warnt. Da bleiben dann nur noch wenige Sekunden, um zu reagieren. Nun müssen wir die KI noch schärfen, um mögliche Fehlalarme zu reduzieren. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Manfred Seidl
Das letzte gemeinsame Interview
Vor seinem Abschied im Juni 2025 gab ÖAMTC-Direktor Dipl.-Ing. Oliver Schmerold dem A&W Verlag noch ein großes Interview – gemeinsam mit seinem Nachfolger Dipl.-Ing. Ernst Kloboucnik.
Ernst Kloboucnik im Gespräch mit Stefan Binder und Heinz Müller (beide A&W Verlag)
Dr. Fritz Knöbl ist emeritierter Rechtsanwalt und Publizist
China: Wie geht’s weiter?
Realitätsferne politische Umwelt-Zielsetzungen sowie die Umstrukturierungen der Vertriebsnetze einiger europäischer Kfz-Produzenten haben dazu geführt, dass in immer mehr österreichischen Autohäusern China-Modelle im Schauraum stehen. Die einstige Scheu heimischer Händler und Konsumenten vor „Made in China“ gehört – europaweit – der Vergangenheit an. Die Analyse des „Economic and Market Report 2025“ der ACEA lässt vermuten, dass der China-Trend in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Darauf sollten sich die heimischen Autohändler einstellen.
Die europäische Kfz-Produktion schrumpft. In der EU sank sie von 12,1 Millionen (2023) auf 11,4 Millionen (2025). Noch stärker fiel der prozentuelle Rückgang in England aus, und zwar von 907.551 auf 713.079 Stück. Auch die (oft unterschätzte) türkische Produktion musste kleine Einbußen auf zuletzt 912.012 Stück hinnehmen. Auch in den USA schrumpfte (trotz Trump’scher Zollpolitik) die nationale Kfz-Produktion – wenn auch nur moderat von 7,6 auf 7,3 Millionen. Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) fiel von 11,7 auf 11,2 Millionen Stück zurück. Dem steht ein südamerikanisches Plus um rund 100.000 Stück auf 2,2 Millionen (2025) gegenüber.
Die gesamte globale Autoproduktion kletterte in den letzten beiden Jahren von 75,8 auf 78,6 Millionen Stück. Trend: weiter steigend. Dabei zeigt sich die weiterwachsende Bedeutung Asiens, dessen Produktion von 45,0 auf 48,7 Millionen zulegte. Angekurbelt vor allem durch China, dessen Produktion von 25,4 auf 29,4 Millionen nach oben schnellte. Diese ist nun größer als die von Europa und Amerika zusammen. Von den anderen asiatischen Produzenten hatte lediglich Indien ein Plus zu verzeichnen, und zwar von 4,6 auf 5,3 Millionen. Chinas Wachstum ging zulasten aller anderen großen asiatischen Kfz-Länder. Voran Japan, das von 7,7 auf 7,1 Millionen Stück zurückfiel. Bei Südkorea fiel der Rückgang von 3,8 auf 3,7 Millionen moderater aus.
In China geraten die Produzenten von Elektroautos mit ihren auf Wachstum ausgelegten Produktionskapazitäten zunehmend unter Druck.
Vor allem die EU-Produzenten geraten immer stärker unter Druck. So fielen die Autoexporte von 2023 mit einem Wert von 169,8 Milliarden Euro auf 147,7 Milliarden Euro (2025). Der von den Kfz-Produzenten erwirtschaftete Handelsbilanzüberschuss schrumpfte damit in bloß zwei Jahren um 13 Milliarden Euro.
Bisher resultierte das chinesische Wachstum aus einer starken (Elektroautos subventionierenden) Binnennachfrage. Gab es 2023 in China 22,3 Millionen Neuzulassungen (EU: 10,5 Millionen), waren es 2025 bereits 24,2 Millionen (EU: 10,8 Millionen). Doch nach 15 Jahren massiver staatlicher Hilfen, und zwar (anders als in Europa) entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wurden nun diese Kauf- und Steuerförderungen weitgehend beendet. Im heurigen April gingen dadurch die Pkw-Verkäufe im Einzelhandel mit 1,3 Millionen Stück (laut China Passenger Car Association CPCA) bereits zum siebenten Mal in Folge zurück.
Obwohl dies in erster Linie den Rückgang der klassischen Verbrenner betraf, geraten auch die großen E-Auto-Produzenten wie BYD (2025: 4,6 Millionen Stück), Geely (Volvo, Polestar, smart, Zeekr, Lynk & Co, Lotus, 2025: 3 Millionen Stück), Chery (Jaecoo, Jetour, Omoda, Karry, 2025: 2,81 Millionen) oder SAIC (Maxus, MG, 2025: 4,5 Millionen) mit ihren auf Wachstum ausgelegten Produktionskapazitäten zunehmend unter Druck.
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
Wohin der Weg geht, zeigt etwa Dongfeng (2025: 1,5 Millionen) als Kooperationspartner von Nissan/Infiniti, Honda und Peugeot/Citroën mit dem vier Meter langen E-Flitzer Nammi. Die kleinere Batterie-Variante mit 270 Kilometer Reichweite wird in China bereits unter 7.000 Euro (59.800 Yuan) angeboten. In Europa wird er natürlich ein gutes Stück mehr kosten – aber vor allem das untere Preissegment europäischer Hersteller ziemlich unter Druck setzen. •
Nun sind die ersten Referenten für den 20. Oktober fixiert: Klaus Zellmer, CEO von Škoda, wird erzählen, was die tschechische Schwester von Volkswagen für die kommenden Jahre plant. Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Porsche Austria, wird ebenso referieren wie Hansjörg Mayr, Vorstand von Denzel. Dazu kommen spannende Podiumsdiskussionen, eine attraktive Ausstellung sowie Möglichkeiten zum Netzwerken – auch heuer wieder in den prunkvollen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg.
Tamara Heinz, AV International GmbH
Hansjörg Mayr, CBDO & CDO, Denzel
Anna RockenbauerPaier, Autohaus Paier
Burkhard Weller, CEO Weller Gruppe
Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Porsche Holding
Klaus Zellmer, CEO Skoda Auto
Kompetenz und Kundennähe (v. l.):
Michael Schneider, Rainer Hintermayer, Geschäftsführer
Nils Weber, Harald Rosenkranz, Thomas Hager, Enis Alagic, Martin Aschauer und Thomas Kamper
Erfolgreich unterwegs
DAT Austria sieht sich in Österreich gut aufgestellt und entwickelt sich zunehmend zu einem der zentralen Innovationstreiber in der Automobilbranche.
Als neutraler Anbieter von Daten, Technologien und Services wächst das Unternehmen besonders im Bereich der digitalen Schadenabwicklung. Immer mehr Sachverständige und Werkstätten steigen auf die neu entwickelte weDAT Plattform um und wickeln Schadenfälle über SilverDAT myClaim vollständig online und damit papierlos ab. Die Kommunikation zwischen Versicherungen, Partnerwerkstätten, Sachverständigen und diversen weiteren Anbietern wird dadurch nicht nur schneller, sondern auch transparenter und fehlerärmer.
Hohe Datenqualität
Ein wesentlicher Faktor bleibt die hohe Datenqualität: Die VIN-Abfrage liefert in über 95 Prozent der Fälle exakt passende Fahrzeugdaten, klare Prozessregeln reduzieren Fehler und die digitale Freigabe sorgt dafür, dass alle Beteiligten jederzeit den aktuellen Status eines Falls nachvollziehen können. Über Schnittstellen, etwa zu Dealer Management Systemen (DMS), lässt sich die Abrechnung zusätzlich beschleunigen.
Parallel dazu investiert DAT Austria in qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen entlang des gesamten digitalen Prozesses
begleiten und die steigenden Anforderungen an Datenqualität und Aktualität sicherstellen. Besonderes Augenmerk wird auf die KI-basierte und modular aufgebaute Plattform und eingetragene Marke weDAT gelegt. Diese umfasst eine detaillierte Gebrauchtwagen-Bewertung, automatisierte Schadenkalkulation, exakte VIN-Abfragen, geführte, interaktive und AR-gestützte Bildmodelle, KI-Modelle, die Schäden anhand weniger Bilder oder Spracheingaben analysieren, sowie SilverDAT myClaim als zentrale Kommunikationsplattform.
Neues B2B-Analysetool
Mit dem Vehicle Value Tracker bringt DAT Austria zudem ein neues B2B-Analysetool auf den Markt, das Restwertentwicklungen im österreichischen Automobilmarkt transparent darstellt. Es zeigt Preisbewegungen im Zeitverlauf, historische Trends und verlässliche Prognosen für unterschiedliche Modelle – ein wertvolles Instrument für Händler, Hersteller, Leasinggesellschaften und Gutachter. DAT Austria feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen und hat sich in der österreichischen Automobilwirtschaft als feste Größe etabliert. Getragen wird diese Entwicklung von einem starken Team rund um Geschäftsführer Nils Weber. Mit zeitgemäßer Technologie und umfangreichen, soliden sowie neutralen Daten punktet man darüber hinaus mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. • Text: Redaktion, Foto: DAT
Die Hyundai-FCEV-Pkws: Links der ix35 FCEV, daneben zwei Nexo der 1. Generation (seit 2018), und unten der Nexo der 2. Generation
Wasserstoff, wohin gehst du?
Das auf Wasserstoff-Anwendungen spezialisierte Green Energy Center Europe in Innsbruck feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Ein Partner der erste Stunde ist Hyundai Österreich.
Teil des Jubiläums waren, genau wie vor zehn Jahren, ausgiebige Testfahrten mit Hyundai-Wasserstoff-Pkws von einst (ix35 FCEV) und jetzt (Nexo) von Innsbruck mit Zwischenstopp Sterzing nach Bozen in Südtirol.
Hyundai Österreich blickt auf zehn Jahre erfolgreiche Partnerschaft zurück und will das Thema Wasserstoff gemeinsam und konzertiert zum Rollout bringen. „Hyundai hat Wasserstoff als eine von fünf tragenden Säulen definiert, und das nicht nur bei der Mobilität auf der Straße, sondern auch bei Zügen, Schiffen und im Flugverkehr“, betonte Roland Punzengruber, Geschäftsführer des Hyundai-Importeurs in Österreich.
„Serienreif, unproblematisch und haltbar“
Das Jubiläum bot auch den idealen Rahmen, um den neuen Hyundai-SUV Nexo vorzustellen. „Weltweit sind über 60.000 Wasserstofffahrzeuge von Hyundai im Einsatz. Die Technologie ist serienreif, unproblematisch und haltbar“, so Punzengruber. Nun brauche es die notwendigen Ökosysteme. Und die gestalten sich in Österreich äußerst schwierig. Im Vorjahr hat die OMV mangels Wirtschaftlichkeit alle öffentlich zugänglichen Wasserstoff-Tankstellen
in Österreich geschlossen. „Damit die Technologie entwickelt werden kann, ist es unumgänglich, dass an der Infrastruktur gebaut wird.“ Matthias Müller von Hydrofy verwies in diesem Zusammenhang auf die AFIR-Verordnung, die verbindliche Ausbauziele für Wasserstoff-Tankstellen vorsieht. Bis 2030 müsste in Österreich in allen Urban Nodes (das sind die Landeshauptstädte) sowie entlang von den zwei Korridoren „Salzburg-Ljubljana“ und „Linz-Regensburg“ eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein. „Elf Stationen sind das Minimumszenario, je nach Betrach-
Hyundai hat Wasserstoff als eine von fünf tragenden Säulen definiert.
Mag. Roland Punzengruber (Bildmitte), Geschäftsführer Hyundai Österreich
tungsweise des nationalen Strategierahmens könnten es bis zu 30 Tankstellen sein“, hielt Müller fest. Bei den Testfahrten waren auch weitere Vertreter der Green Energy Center Europe Codex Partnerschaft vor Ort und konnten sich ebenso wie Pressevertreter einen Überblick über die Fahrzeuge und das Wasserstoffzentrum IIT Hydrogen in Bozen verschaffen. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Granzer-Schrödl, Green Energy Center Europe
Johann Gruber (Gesslbauer), Christian Mazurkiewicz (LCT Autohandel), Michael Schwaiger (Santander) und Lazar Cvetkovic (LCT Autohandel)
Sieger strahlten mit der Sonne
Jedes Jahr im Juni zeichnet die Santander Consumer Bank ihre besten Verkäufer aus: Heuer war man an einem herrlichen Frühsommer-Abend am Traunsee.
Egal ob in Goldegg (Salzburg), am Grundlsee (Steiermark), mehrfach am Wörthersee (Kärnten) oder nun in Traunkirchen (Oberösterreich): Wenn Santander zur Ehrung ruft, ist schönes Wetter. Immer. Und so war es Mitte Juni auch am Traunsee, konkret in Traunkirchen. Dort wurden die „Star
Trotz der schwierigen Bedingungen bei Gebrauchtwagen streben wir ein Rekordjahr an.
Michael Schwaiger, Santander
Seller“ ausgezeichnet: Verkäufer aus verschiedenen Bereichen, die sich im vergangenen Jahr durch besonders gute Zahlen bei der Finanzierung der von ihnen verkauften Autos hervorgehoben haben. Ausgewählt wurden die Sieger (wie in den vergangenen Jahren) von einer Jury, bestehend aus internen und externen Mitgliedern; neu war aber der Modus. Ziel war es, Verkäufer zu prämieren, die sich sonst vielleicht nicht zur Wahl gestellt hätten.
Um genau diese Partner zu finden, wurden von Santander die Verkaufszahlen und Volumina ausgewertet, 2024 und 2025 gegenübergestellt und eine Shortlist erstellt.
Im Gebrauchtwagen-Bereich wurde Lazar Cvetkovic von der LCT Autohandel GmbH in Wien-Floridsdorf ausgezeichnet, bei den Motorrädern war Johann Gruber von der Gesslbauer GmbH in Birkfeld (Steiermark) siegreich. Franz Brunner, Verkaufsberater Fleet & Business bei der Czeczelits GmbH in der Filiale Neunkirchen (Niederösterreich), gewann bei den Neuwagen, war aber bei der Ehrung nicht anwesend.
Übergeben wurden die Urkunden und Preise von CCO Michael Schwaiger: Er kündigte für heuer –trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bei den Gebrauchtwagen – „das nächste Rekordjahr“ an: 2025 hatte Santander im Kfz-Bereich ein Plus von 19 Prozent und damit ein Rekordvolumen von 2,521 Milliarden Euro erreicht. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Romina Busta
Herrliches Ambiente in Traunkirchen
Schutz für Kunden und Betrieb
Martin Schäfer (VMK), Gruber-Inhaber Mag. (FH) Georg Kutschera, MBA, Burghard Lammerhuber (Garanta)
Das Autohaus Gruber in Kammern schützt seine Kunden und den eigenen Betrieb mit speziellen Lösungen von Garanta.
Vom Händler-Betreuer zum Händler hat sich
Mag. (FH) Georg Kutschera, MBA, in den vergangenen Jahren entwickelt. Lange Zeit hat er als Gebietsleiter Hyundai-Betriebe betreut, unter anderem auch die Firma Gruber, Mazda und Hyundai-Partner in Kammern bei Langenlois. Dorthin hat er dann auch auf Einladung des damaligen Besitzers Harald Gruber gewechselt, zuerst als Prokurist, seit 2017 als Eigentümer und Geschäftsführer. Nicht zuletzt dank der beiden Perspektiven bringt Kutschera viel Expertise ein und konnte den Betrieb erfolgreich weiterentwickeln.
„Der eigentliche Schatz im Autohaus sind Knowhow und langjährige Mitarbeiter“, berichtet Kutschera. Erfahrung, Offenheit für Neues und ein gutes Gespür für Kundenbedürfnisse sind die Basis. „Der Kunde kommt nicht nur wegen eines Fahrzeugs, sondern wegen eines Gesamterlebnisses.“
Erfolgreiche Versicherungsvermittlung
Dazu gehört für ihn auch die Versicherungsvermittlung, die das Autohaus seit vielen Jahren und mit noch immer wachsendem Erfolg mit Garanta umsetzt. „Gute Beratung und das Abwenden von Problemen, etwa im Schadensfall, sind zentrale Aufgaben eines Autohauses“, ist Kutschera überzeugt. Dabei geht es ihm nicht in erster Linie um zusätzliche Erträge, sondern um einen Wohlfühlfaktor für Kunden. „Versicherung ist kein Nebenthema, sondern Teil der Kundenbeziehung“, so Kutschera. Burghard Lammerhuber, Garanta-Gebietsleiter bringt es auf den Punkt: „Das Autohaus Gruber ist in allen Bereichen stark kundenorientiert – in Verkauf, Werkstatt
und Annahme. Diese Haltung ist die Basis unseres gemeinsamen Erfolgs.“
Spezial-Schutz für den Kfz-Betrieb
Dabei sind Beratung und Vertrauen zwischen Kunden und Autohaus ebenso entscheidend wie zwischen Autohaus und Versicherung, sowohl im Bereich der Versicherungsvermittlung wie auch bei der Versicherung des Autohauses selbst. Ein Thema, das in den Kfz-Betriebe kaum im Fokus steht und selten hinterfragt wird.
„In der Haftpflichtdeckung fehlen oft wichtige Klauseln“, erklärt Martin Schäfer von VMK, der den
Gerade im Bereich der betrieblichen Absicherung bestehen häufig Lücken.
Martin Schäfer, VMK Versicherungsmakler
Garanta Spezial-Schutz für Betriebe umsetzt. „Gerade im Bereich der betrieblichen Absicherung bestehen häufig Lücken.“ Welche Fahrzeuge sind beispielsweise versichert? „Bei Garanta ist es einfach und unbürokratisch: Alle Fahrzeuge, die am Hof des Kfz-Betriebes stehen, sind kaskoversichert – ob angemeldet, nicht angemeldet oder in Verwahrung“, so Schäfer. Auch die Werkstatt-Ausrüstung, etwa teure Tester, sind bei Garanta abgesichert. „Selbst wenn der Techniker bei der Reparatur am Fahrzeug etwas beschädigt, gibt es vom Garanta Spezial-Schutz eine Deckung“, so Schäfer. Nicht zuletzt gibt es auch für das wachsende Thema Cybersicherheit umfassende Lösungen. • Text: Gerald Weiss, Fotos: AH Gruber, Weiss
Markenhändler-Niveau
Mag. Herbert Seidl ist mit seinem hohen Qualitätsanspruch überregional erfolgreich und setzt mit Gleisdorf-Süd den nächsten Entwicklungsschritt.
Die Basics des Gebrauchtwagengeschäfts hat
Mag. Herbert Seidl von seinem Vater gelernt: Ehrlichkeit, Transparenz, Kundenbetreuung standen damals schon im Fokus. Nach Ausbildung und Ausflug im Immobilien-Bereich hat sich Seidl mit einem eigenen Autohandel selbstständig gemacht. „Von 2016 bis 2021 haben wir den Umsatz verfünffacht, sind wirklich sehr stark gewachsen“, erinnert er sich zurück. So wurde der Stammbetrieb in Gleisdorf mehrmals erweitert und 2018 eine Filiale in Oberwart eröffnet. Mit der jüngsten Erweiterung ist „Gleisdorf-Süd“ in Hofstätten setzt Seidl nun den nächsten Entwicklungsschritt.
Für die größte Investition der Unternehmensge-
Unser Anspruch war immer, das Gebrauchtwagengeschäft auf ein neues Niveau zu heben.
Mag. Herbert Seidl, Herbert Seidl Autohaus GmbH
schichte, in einen komplett neu gebauten Standort, gibt es mehrere Gründe: „Wir wollten neben dem gemieteten Betrieb in Gleisdorf einen eigenen Standort errichten“, so Seidl, der auch auf die hohe Frequenz an der B68 verweist. Das Hauptthema ist allerdings die Qualität des Auftritts. Mit dem neuen Autohaus positioniert man sich eindeutig auf MarkenhändlerNiveau, schon eher auf Premium-Level.
Günther Leitgeb (willhaben) mit Inhaber Mag. Herbert Seidl und Geschäftsführer Hannes Pichler
Hochwertiges Angebot
„Unser Anspruch war immer, das Gebrauchtwagengeschäft auf ein neues Niveau zu heben, hochseriös.“ Mit dem neuen Betrieb und dem großen und hochwertigen Schauraum spricht er noch stärker Käufer von hochwertigen Fahrzeugen an. Zudem besteht hier die Möglichkeit für Veranstaltungen und Events. Der hohe Qualitätsanspruch zeigt sich natürlich in der Fahrzeugqualität und Präsentation, dem gesamten Auftritt des Unternehmens, dem Marketing und natürlich auch in der Kundenbetreuung.
Selbst bei der Software geht Seidl eigene Wege und hat für sein Unternehmen quasi ein eigenes Usedcar-DMS entwickeln lassen, das für seine Anforderungen entwickelt wurde.
Aktuell verkauft Seidl mit seinem Team zirka 2.000 Fahrzeuge im Jahr. „Die neue Infrastruktur ist auf 4.000 Autos vorbereitet“, erklärt Seidl, der beim steigenden Neuwagenpreis Potenzial für hochwertige Gebrauchtwagen und professionelle GWSpezialisten sieht. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: Weiss, Seidl
Petra Mühr, Contentmanager & Copywriter
Erst fragt der Kunde die KI
Unbequeme Wahrheit für die Branche: Der erste Ansprechpartner Ihres Kunden ist immer seltener ein Mensch. Bevor jemand die Tür zur Werkstatt oder in den Schauraum öffnet, hat er längst ChatGPT oder Google AI Overview gefragt, was der Kupplungswechsel kostet oder ob sich beim Modell XY Leasing lohnt. Der Algorithmus kennt Ihren Kunden mittlerweile oft besser als der Kundenberater – willkommen im Zeitalter der Answer Engine Optimization (AEO).
AEO entscheidet, ob die KI Ihre Inhalte auch tatsächlich zitiert, wenn jemand eine konkrete Frage stellt. Klare Tabellen, knackige FAQ-Blöcke, präzise Definitionen … Sprachassistenten mögen das. Wer nur schöne Fotos vom neuen Vorführwagen postet, wird von der KI schlicht ignoriert. Nicht absichtlich, sondern mangels verwertbarer Antworten.
Das Gold liegt bei Ihren Mitarbeitern
AEO entscheidet, ob die KI Ihre Inhalte zitiert, wenn jemand eine Frage stellt.
Nun kommt der spannende Teil für Sie: Das wertvollste Wissen für KI-taugliche Inhalte hat selten die Marketingabteilung oder die externe Agentur, die das Modell XY vielleicht noch nicht mal live gesehen hat. Sondern: Ihre Mitarbeiter am Serviceschalter und im Verkaufsgespräch. Sie wissen genau, welche Fragen Kunden stellen, welche Begriffe diese verwenden oder welche Modelle ständig verglichen werden.
AEO wird oft als Marketing-Hausaufgabe abgetan, dabei entscheidet sich der Erfolg bereits dort, wo Kundenwissen entsteht, meist mit Ölflecken auf dem Boden statt mit Keywords im Editor. Dieses Alltagswissen verpufft aber meist ungenutzt. Fehlen dann auf Ihrer Website Antworten auf echte Kundenfragen, greift die KI zur Konkurrenz und zitiert eben die.
Der AEO-Weg ist unkompliziert: Welche Fragen kommen im Servicegespräch immer wieder? Welche Begriffe nutzen Kunden selbst: „Kupplung rutscht“ oder „Kupplungsverschleiß“? Daraus entstehen FAQ-Absätze und Video-Snippets, die die KI liebt. Sammeln Sie das Rohmaterial systematisch.
Keine Raketenwissenschaft, aber Teamarbeit
Machen Sie das Wissen, das täglich an Hebebühne und Verkaufspult entsteht, sichtbar. Für Kunden und die KI, die ziemlich unbestechlich mitliest und, anders als mancher Kunde, nie nach einem besseren Preis fragt. So tauchen Sie in den Antworten auf. Wenn Sie bei dieser Transformation Unterstützung brauchen, wenden Sie sich gern an uns. Wir sprechen Benzin, Strom und die Sprache Ihrer Kunden. •
Nähere Infos finden Sie hier:
Die Aftersales-Datenplattform
Mit der Übernahme von Veact durch Infomedia entsteht eine neue Plattform für den automobilen Aftersales. Infomedia-CEO Jens Monsees und Veact-Gründer Philipp Posselt erklären, was dahinter steckt.
Infomedia übernimmt Veact“, lautete die Headline vor wenigen Wochen. Während Veact europaweit und natürlich auch in Österreich bekannt und erfolgreich ist, kennt man Infomedia hierzulande kaum. „Veact zählt zu den führenden europäischen Spezialisten für datenbasierte Kundenaktivierung, Predictive Service Marketing und Aftersales-Kundenmanagement“, erklärt Veact-Gründer Philipp Posselt. „Infomedia ergänzt diese Expertise durch tiefes Know-how in den Bereichen Fahrzeug-, Service- und Teileinformationen“, ergänzt Jens Monsees, CEO von Infomedia. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Sidney ist weltweit führender Anbieter von Technologie- und Datenlösungen für den Automotive Aftersales, aktiv in 187 Ländern. Infomedia ist stark im AftersalesGeschäft positioniert und verfügt über Lösungen wie Microcat, Superservice, Simplepart und Infodrive, mit zahlreichen Autoherstellern als Kunden. Mit Veact kommt nun eine starke Marketing- und Datenbasis dazu. Gemeinsam soll eine durchgängige Plattform entstehen, die OEMs und Händlernetze dabei unterstützt, den gesamten Fahrzeuglebenszyklus datenbasiert und effizient zu steuern.
Die beste Datenplattform gewinnt Gerade durch Künstliche Intelligenz verändern sich
die Möglichkeiten deutlich. „Mit KI kann man heute über verschiedene Datenquellen hinweg schneller zu Ergebnissen kommen sowie das Erlebnis für den Nutzer verbessern“, erklärt Monsees.
So hat Infomedia mit Intellegam auch ein KI-Startup aus München in die Gruppe übernommen und kann damit eigene Lösungen entwickeln. „Im Gegensatz zu anderen KI-Anwendungen verfügen
Die Plattform von Infomedia und Veact soll Hersteller und Händler miteinander verknüpfen.
Jens Monsees, CEO Infomedia
Philipp Posselt, Gründer Veact
Infomedia und Veact über die dafür notwendigen Daten“, ergänzt Posselt.
Den Markt beschreibt Monsees als stark fragmentiert: „DMS, KI-Plattformen, Marketing und CRM sind vielfach Einzellösungen. Der Ansatz von Infomedia und Veact ist eine Plattform, die Hersteller und Händler miteinander verknüpft und auch Connected-Car-Daten einbezieht.“
Ziel ist eine Symbiose zwischen Hersteller und Händler. „Wenn beide Seiten zusammenkommen und nicht darüber streiten, wem der Kunde gehört, führt das zum Erfolg“, so Monsees. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: Infomedia, Veact, Koshka Media
Hyundai wirbt brav
Das Team vom „Observer“ hat diesmal die Printmedien für 2 Monate betrachtet (15. April-15. Juni).
IVergleichen
n diesem Beobachtungszeitraum erzielte VW bei der Markenwerbung mit einem Anzeigenpreisäquivalent von 1.087.728,79 Euro den mit Abstand höchsten Werbewert. Auf Platz 2 folgte Škoda mit 530.983,84 Euro, während Mercedes mit einem APQ-Wert von 415.606,45 Euro den 3. Rang belegte. Bei den Händleranzeigen dominierten diesmal die asiatischen Marken. Hyundai erreichte mit einem Werbewert von 956.833,42 Euro den Spitzenplatz. Dahinter rangierte Toyota mit 810.615,04 Euro, gefolgt von Ford, das einen APQ-Wert von 563.339,01 Euro erzielte.
gemacht!
In der PR lag VW mit einem Werbewert von 1.133.943 Euro an der Spitze des Rankings. Den 2. Platz sicherte sich Mercedes mit einem APQ-Wert von 980.854 Euro, knapp vor Toyota, das auf einen Werbewert von 929.963 Euro kam.
Golf und Raval liegen voran
Bei der Markenwerbung dominierte im Beobachtungszeitraum der VW Golf, der mit einem Anzeigenpreisäquivalent von 664.021,61 Euro deutlich den Spitzenplatz belegte. Auf Rang 2 folgte der Cupra Raval (436.222,35 Euro). Den 3. Platz sicherte sich der Peugeot 3008 mit einem Werbewert von 246.326,20 Euro knapp vor dem Mercedes GLC.
In den Händleranzeigen belegte der Ford Puma mit einem Werbewert von 359.840,91 Euro Platz 1. Dahinter landete der Kia EV2 mit einem APQ-Wert von 236.343,22 Euro. Rang 3 ging an den Renault Twingo, der in den Inseraten der Händler einen Werbewert von 207.764,04 Euro erzielte. Knapp dahinter folgten Mitsubishi Outlander und Opel Astra.
In der PR setzte sich der Renault Twingo mit einem Werbewert von 364.088 Euro an die Spitze des Rankings. Auf Platz 2 folgte der Cupra Raval mit einem APQ-Wert von 339.280 Euro. Auch Modelle von Hyundai, Audi und BMW erzielten hohe mediale Sichtbarkeit. • (RED)
Marken nach Medienpräsenz (15.4.-15.6.2026)
Modelle nach Medienpräsenz (15.4.-15.6.2026)
Die „Gebrauchten“ schwächeln
Während der Neuwagenmarkt nach 5 Monaten in Österreich mit einem Plus von 13,1 Prozent einer der stärksten in Europa ist, sind die Zahlen bei den „Gebrauchten“ bei Weitem nicht so rosig: Der Mai brachte ein Minus von 11,41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, kumuliert sieht es mit einem Rückgang von 4,58 Prozent etwas besser aus.
Neuwagenzulassungen Europa 05/2026
1Hybrid = Vollhybrid und Mild-Hybrid 2Andere = Wasserstoff, Erdgas, LPG, E85 und andere Antriebe
Top 5 (Pkw-Typen)
Mai 2026 Mai 2025
Subaru ist in Österreich weiterhin meilenweit von seiner früheren Stärke entfernt: 21 Neuwagen kamen im Mai dazu; in den ersten 5 Monaten waren es 94.
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BYD kam im Mai auf einen Marktanteil von 3,92 Prozent: Mit 1.002 Einheiten schafften die Chinesen sogar ein vierstelliges Ergebnis bei den Neuzulassungen. Damit wurde der Fünf-Monats-Schnitt von 3,63 Prozent Marktanteil (+71,53 Prozent zu 1-5/25) noch einmal übertroffen.
Natürlich gab es früher Monate, in denen Jeep einen Marktanteil jenseits von einem Prozent hatte – und die waren eher die Regel als die Ausnahme. Jetzt ist die Stellantis-Tochter mit Wurzeln in den USA wieder auf dem besten Weg dorthin. Denn im Mai stiegen die Neuzulassungen in Österreich auf 231 Einheiten, das ist ein Marktanteil von 0,90 Prozent. Was Importeur und Händler besonders freut, ist das Plus von 126,47 Prozent im Vergleich zum Mai 2025. Auch kumuliert liegt Jeep heuer mit 0,83 Prozent Marktanteil sehr gut; 1.085 Stück wurden heuer neu zugelassen, das sind 99,45 Prozent mehr als in den ersten 5 Monaten 2025. • (MUE)
Neuwagenzulassungen
Österreich 05/2026
Gebrauchtwagenumschreibungen
Österreich 05/2026
Top 5 (Pkw-Nzl nach kW in %)
Mit einem Plus von 64,07 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat war Fiat einer der Gewinner im Wonnemonat Mai. Kumuliert liegt der Zuwachs sogar bei 106,01 Prozent.
Seit knapp eineinhalb Jahren ist Leapmotor in Österreich auf dem Markt: Die Stellantis-Tochter aus China schaffte im Mai 317 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 1,24 Prozent.
Nissan ließ im Mai mit Zuwächsen von 209,52 Prozent aufhorchen: 195 Stück wurden neu zugelassen, der Marktanteil stieg auf 0,76 Prozent (kumuliert sind es 0,72 Prozent).
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Zufriedene Werkstattkunden und ein erfolgreiches Werkstättengeschäft sind in herausfordernden Zeiten besonders wichtig. Mit „Werkstatt des Vertrauens“ können Kfz-Betriebe die Zufriedenheit ihrer Kunden ermitteln.
Zum 9. Mal wird heuer die Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich durchgeführt. „Werkstatt des Vertrauens 2027“ ist bereits gestartet und endet Anfang Dezember. Nützen auch Sie die Chance und melden Sie sich gleich an! Im Gegensatz zu vielen anderen Auszeichnungen, die von Fachleuten oder einer Jury bewertet werden, lässt „Werkstatt des Vertrauens“ in Form von Empfehlungsmarketing jene Menschen darüber entscheiden, die es betrifft. So können alle österreichischen Kfz-Fachbetriebe an dieser Aktion teilnehmen und ihre Kunden dazu einladen, sie zu bewerten.
Jede Werkstätte, die im Abstimmungsjahr mindestens 50 positive Kundenbewertungen erhält, darf im Jahr darauf den Titel „Werkstatt des Vertrauens“ tragen. Es werden zudem verschiedene Werbemittel angeboten, der Kfz-Betrieb wird unter www.werkstatt-des-vertrauens.at angeführt und kann dort von potenziellen Kunden gefunden werden.
Kunde sucht Orientierung
Für den Kunden, der Orientierung im vielfältigen Angebot der Werkstätten sucht, ist diese Auszeichnung eine besonders große Hilfe. Im Gegensatz zu einer Auszeichnung, die nur eine geringe Zahl an Werkstätten hervorbringt, wird „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich flächendeckend ausgerollt. Damit soll jeder interessierte Kunde einen Partner in seiner Umgebung finden können.
Was ist Werkstatt des Vertrauens?
• Ein vom Werkstattkunden verliehenes Gütesiegel.
• Die einzige Möglichkeit, mit zufriedenen Kunden zu werben.
Wie werden Sie zur Werkstatt des Vertrauens?
➜ Schritt 1: Bewerben Sie sich für die Auszeichnung.
➜ Schritt 2: Sammeln Sie die Stimmen Ihrer Kunden.
➜ Schritt 3: Erreichen Sie die benötigte Stimmenanzahl.
Was bringt Ihnen Werkstatt des Vertrauens?
• Das Gütesiegel überzeugt Neukunden von Ihrer Werkstatt.
• Es beweist Stammkunden, dass Sie permanent besten Service bieten.
• Mit der Auszeichnung werben Sie erfolgreich für Ihren guten Namen.
Stimmen sammeln ist einfach
Das Autohaus Baumgartner Schwechat (ABS) nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ teil. Mit viel Anfangselan wurde die notwendige Anzahl an positiven Kundenstimmen innerhalb von nur einer Woche erreicht.
Von Anbeginn der Autohandelsaktivitäten im Jahr 1977 hat Ing. Franz Baumgartner das Unternehmen geleitet, Tochter Mst. Doris BareckBaumgartner bildet nach Absolvierung einer Kfz-Lehre und erfolgreicher Meisterprüfung seit 2011 gemeinsam mit ihrem Mann Mst. Norbert Bareck das aktuelle Geschäftsführer-Duo.
Wichtige Plattform zur Neukundengewinnung
Die Beweggründe, erstmals an der Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ teilzunehmen, schildert Doris Bareck-Baumgartner so: „Wir verfügen bereits
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seit Langem über eine hohe Kundenzufriedenheit.
Das Feedback unserer Kunden direkt am Pult ist uns wichtig, wir pflegen ein familiäres Miteinander. ‚Werkstatt des Vertrauens‘ bildet für uns eine wichtige Plattform, um potenzielle Neukunden auf uns aufmerksam zu machen.“
Die erste Teilnahme an der Aktion wurde mit großem Eifer begonnen: Innerhalb einer Woche wurden die notwendigen 50 positiven Kundenstimmen gesammelt, und natürlich füllen Kunden auch noch jetzt gerne die Stimmkarten aus. Die Aktion ist prinzipiell einfach gehalten, es braucht aber ein wenig Aufwand, um den Kunden „Werkstatt des Vertrauens“ zu erklären. Wie lassen sich rasch Stimmen sammeln? „Wir haben eine Stimmkarte zu jedem fertigen Auftrag gelegt und mit der Retournierung des Schlüssels an den Fahrzeughalter diesen direkt zur Stimmabgabe motiviert. Dieser hat in 95 Prozent der Fälle den Stimmzettel sofort ausgefüllt.“
Die Teilnahme
Mst. Doris BareckBaumgartner und Mst. Norbert Bareck betonen die einfache Möglichkeit der Teilnahme
Interessierte Betriebe können ein Startpaket (inklusive Sammelbox) zum Preis von 99,99 Euro (exkl. MwSt. und Zustellung) bestellen. Im Startpaket sind Informations- und Werbematerialien sowie 300 Teilnahmekarten enthalten.
Weiterführende Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit stehen auf der Internetseite www.werkstatt-des-vertrauens.at zur Verfügung.
Ihre Anmeldung nehmen wir gerne über die E-Mail-Adresse wdv@awverlag.at entgegen. Für Fragen steht Frau Heike Bader per Telefon unter 02243 36840-532 oder ebenfalls über die angegebene E-Mail-Adresse zur Verfügung.
„Pickerl“ fürs
Lebenswerk
Den Status zu erhalten und den Mängelkatalog zurückzubekommen sind Punkte, auf die ich heute noch stolz bin.
Josef Puntinger
Eine hohe Auszeichnung der Republik Österreich erhielt Bundesinnungsmeister a. D. der Fahrzeugtechnik und Unternehmer Komm.-Rat Ing. Josef Puntinger. Ein Blick zurück auf ein erfülltes Berufsleben.
In der Aula der Alten Universität Graz überreichte Landeshauptmann Mario Kunasek in Vertretung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich an Josef Puntinger: Das 1931 von Josef Puntinger sen. gegründete Autohaus Puntinger vertrieb damals sämtliche Produkte der Marke Steyr-Fiat, später kam die Marke BMW dazu, danach die Marken Mitsubishi und Hyundai. Aktuell werden Fiat Pkw, Fiat Professional und Mitsubishi angeboten.
„Ich habe nach meinem Abschluss an der HTL Maschinenbau an der TU Graz studiert. Als mein Vater nach einem Verkehrsunfall aufgrund seiner schweren Verletzungen den Betrieb nicht mehr führen konnte, bin ich 1969 in das Kfz-Geschäft eingestiegen. Nachdem mein Vater wieder einigermaßen genesen war, riet er mir, so ich weiter im Geschäft bleiben wolle, die Meisterprüfung zu machen und das Studium zu beenden. Ich habe seine Ratschläge befolgt, 1970 die Meisterprüfung abgelegt und übernahm 1975 auch die erste offizielle Funktion als Bezirksvertrauensmann der Regionalstelle Leoben der Landesinnung. Kurze Zeit später hat sich dann auch die Automesse, die an mehreren Standorten und zuletzt am Hauptplatz in Leoben über die Bühne ging, etabliert.“
Landeshauptmann Mario Kunasek überreichte Josef Puntinger, Seniorchef des Autohauses Puntinger, das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich
Seit 1980 fungierte Puntinger als Mitglied im Bundesinnungsausschuss, 2005 bis 2009 als Bundesinnungsmeister und 2010 bis 2015 als Bundesinnungsmeister-Stellvertreter. Auf die Frage, welche Jahre der Spitze der Bundesinnung Fahrzeugtechnik die wichtigsten waren, antwortet Puntinger: „Ich glaube, einer der Punkte war, dass die Bundesinnung wieder die Verfügung über den §57a-Mängelkatalog zurückbekommen hat. Neben anderem, wofür wir gekämpft haben, ist die §57a-Überprüfung damals im Fokus gestanden. Es gab immer wieder die Überlegungen, den reparierenden Betrieben die Möglichkeit, diese Fahrzeuge auch zu überprüfen, wegzunehmen. Deren Status zu erhalten und den Mängelkatalog zurückzubekommen sind Punkte, auf die ich heute stolz bin.“
Intervallverlängerung ist kontraproduktiv Den neuen Prüfungsmodus der nun gestreckten §57a-Regelung sieht Puntinger kritisch: „Ich hätte mir gedacht, dass, wenn man das Thema schon angreift, dieses großflächiger macht, dass man da auch hergeht und sagt, wir stellen das ganze Prüfsystem auf ein digitales System um und verzichten auf die Prüfplakette; dann könnte man vielleicht von einer Verwaltungsvereinfachung oder Einsparung sprechen. Eine Intervallverlängerung bringt nicht nur nichts, sondern ist auch sicherheitsrelevant und aus meiner Sicht kontraproduktiv.“ •
Text: Dieter Scheuch, Fotos: Scheuch, Puntinger, Land Steiermark
Erich Gstettner (Bild) übernimmt bei Xpeng Motors Austria die Funktion des Sales Managers von Ferdinand Schelberger, der das Unternehmen verlassen hat. Gstettner verfügt über langjährige Branchenerfahrung, die er etwa bei Hyundai und Fisker sammelte.
Wechsel an der Bosch-Spitze
Dr. Stefan Hartung (r.) hat zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Gesellschaftern sein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung niedergelegt. Damit scheidet er aus dem Gremium und der Robert Bosch Industrietreuhand KG aus. Seine Nachfolge hat Dr. Christian Fischer (l.), bisher stellvertretender Geschäftsführer, angetreten. Der promovierte Maschinenbau-Ingenieur Hartung gehörte seit dem Jahr 2013 der Bosch-Geschäftsführung an, seit dem 1. Januar 2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung.
Patrick William Sator, zuletzt Key Account Manager Fleet bei Hyundai Österreich, wechselt zum Importeur AW Distribution (AutoWallis Gruppe), wo er sich um das Flottengeschäft und den B2B-Markenaufbau der neu in Österreich startenden Marke Geely kümmern wird.
Michael Klaffenböck (B.) ist seit 1. Juli neuer CEO der UniCredit Leasing Austria. Er folgt in dieser Funktion auf Erich Schramek, der in den Ruhestand tritt. Klaffenböck ist sehr branchenerfahren, hat u. a. für Denzel, Porsche Bank oder Raiffeisen Leasing gearbeitet.
Guido Gluschitsch ist nach 26 Jahren (Motor-)Journalismus beim „Standard“ als Pressesprecher für die Verkehrsbetriebe Burgenland zur Landesholding gewechselt. Auch seine Tätigkeit als FahrtechnikInstruktor und Stuntfahrer hat „der Glu“ an den Nagel gehängt.
Mag. Thomas Führer (Bild) hat per 1. Juli die Leitung der Pappas AutomobilvertriebsgmbH in Oberösterreich und Bezirk Amstetten von seinem Vorgänger Ing. Reinhard Leutgeb übernommen. Er ist seit neun Jahren bei Pappas tätig, zuletzt als Marketingleiter.
Mathias Gneist, der Branche bekannt als Konzeptverantwortlicher und Marketing Manager bei Werkstattausrüster Birner, hat per Juni als Sales Manager Austria beim Batteriediagnose-Spezialisten Aviloo GmbH in Wiener Neudorf angeheuert.
Martin Riegler (Bild) hat von David Griessnig die Position des Manager Dealer Network Development bei Mazda Austria übernommen. Er verantwortet somit künftig die Weiterentwicklung des österreichweiten Händlernetzes, Qualitätssicherung sowie Trainings.
Importeur Colmobil verstärkt sich zweifach
Mit Claudia Schulik (r.) als neuer Senior Key Account Managerin und Stefan Zoichter als Head of Sales Operations/ Planning hat sich Importeur Colmobil gleich zweifach verstärkt. Zoichter kommt von Denzel, Schulik von Porsche.
Nekolar neuer Porsche Bank CEO
Alexander Nekolar (Bild) hat planmäßig per 1. Juli als neuer Vorstand für Vertrieb & Marketing die Führung und CEO-Funktion der Porsche Bank Gruppe von Hannes Maurer übernommen. Nekolar ist seit 2005 beim internationalen Mobilitätsdienstleister tätig und war zuletzt als Finanzvorstand für die Bereiche IT, Finanzen und Risikomanagement verantwortlich. Maurer war 23 Jahre im Vorstand der Porsche Bank tätig.
Ausgabe: 07-08/2026, 39. Jahrgang; Cover-Werbung: BYD; Medieninhaber, Anzeigenverwaltung: A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, T: +43 2243 36840-0, UID = ATU57361312; E: redaktion@awverlag.at, I: www.autoundwirtschaft.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA, M: +43 664 5285661, E: stefan.binder@awverlag.at; Verlagsleiter B2B und Chefredakteur: Prok. Gerald Weiss, M: +43 6642359044, E: gerald.weiss@awverlag.at; Chefredakteur: Mag. Heinz Müller, M: +43 664 8221660, E: heinz.mueller@awverlag.at; Chef vom Dienst: Mag. Bernhard Katzinger, M: +43 664 1244870, E: bernhard.katzinger@awverlag.at; Redaktion: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, M: +43 664 88368584, andreas.granzer@awverlag.at; Kevin Kada, M:+43 664 4558509, E: kevin.kada@awverlag.at; Mag. Severin Karl, M: +43 664 8222221, E: severin.karl@awverlag.at; Petra Mühr, M: +43 664 4699598, E: petra.muehr@awverlag.at; Johannes Richter, E.MA, M: +43 664 78976571, E: johannes.richter@awverlag.at; Roland Scharf, M: +43 664 1007939, E: roland.scharf@awverlag.at; Dieter Scheuch, M: +43 664 2359052, E: dieter.scheuch@awverlag.at; redaktionelle Mitarbeit: Dr. Fritz Knöbl; Anzeigenmarketing: Alexander Keiler, M: +436648229487, E: alexander.keiler@awverlag.at; Daniel Löw, M: +43 664 789 76 570, E: daniel.loew@awverlag.at; Winfried Rath, MSc, M: +4366488368585, E: winfried.rath@awverlag.at; Leitung Administration: Beate Vogl, T: +43 2243 36840, DW: -531, E: beate.vogl@awverlag.at; Grafik: graphics - Alexander Jonas KG, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/4/2.OG, E: a.jonas@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (10 Ausgaben) Inland: € 85,– exkl. 10 % MwSt; Ausland: € 99,–; Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, IBAN: AT63 1200 0518 4409 7901, BIC: BKAUATWW; Gerichtsstand: LG Korneuburg; verbreitete Auflage: 11.000 Stück; Erscheinungsweise: 10-mal jährlich mit Supplements laut Mediadaten 2026; grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben; Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Schwesterpublikationen Österreich: u. a. AUTO BILD Österreich, AUTO-Information, FLOTTE, FAMILIENAUTOS, automotive GUIDE; Schwesterpublikationen Schweiz: AUTO&Wirtschaft Schweiz, AUTO BILD Schweiz, aboutFLEET Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Die Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.